Treffen der Transferkönige

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim Hamburger SV (17.09.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Timo Werner.]

Zwei Spiele, vier Punkte. Aus RB-Sicht geht der Saisonstart bisher schon mal als gelungen durch. Wenn man mal vom Kreuzbandriss bei Lukas Klostermann absieht, der ein ganz schönes Loch in die Außenverteidigung von RB Leipzig reißen wird und unter der Woche einen kurzen Schock ausgelöst hat.

Nun geht es für die RasenBallsportler also zum Hamburger SV. Ein Verein, zu dem es einst wegen Dietmar Beiersdorfer ein paar Brücken gab. Brücken, die dazu führten, dass Steven Lewerenz und Fabian Franke, aber auch Ex-HSVer Alexander Laas in Leipzig unterschrieben (bzw. im Fall Franke nach Leipzig zurückkehrten). Inzwischen gibt es kaum noch Brücken nach Hamburg. Im Gegenteil ist man rund um den HSV offenbar bemüht, sämtliche Ähnlichkeiten zwischen beiden Vereinen abzustreiten und die Spuren, die vom einen zum anderen führen, zu verwischen.

Fakt ist, dass mit dem HSV und RBL die beiden Clubs mit dem höchsten Transferminus aufeinandertreffen. Ohne nennenswerte Einnahmen haben die einen irgendwas bei 30 Millionen und die anderen irgendwas bei 50 Millionen Euro ausgegeben, um ihr Team zu verstärken. Geld der einen oder anderen Art macht es möglich.

Beim HSV ist es gefühlt ungefähr die zehnte Transferperiode in Folge, durch die man wieder in die Spur finden und den Kader zukunftsfähig gestalten will. Tatsächlich ist keiner der Feldspieler, die in diesem Sommer nach Hamburg gekommen sind, älter als 23. Man hat viel Talent, aber auch viel Zukunft ins Team geholt.

Aber man hat sich angesichts der 30 Millionen Ausgaben auch eine Erwartungshaltung eingekauft, die (noch) nicht unbedingt mit den sportlichen Möglichkeiten übereinstimmt. Bzw. ist die Erwartung, das jugendliche Potenzial möge gleich den neuen HSV ausspucken, dann doch etwas hoch. Investor Kühne hat da mit seiner Saisonprognose zwischen Platz 6 und 8 noch mal sein eigenes Steinchen mit in das Erwartungsbild eingefügt. Ist vermutlich dasselbe Steinchen, mit dem er irgendwann wirft, wenn er das Gefühl hat, es geht nicht vorwärts.

In den ersten beiden Partien des HSV war schon mal gut zu sehen, dass die Dinge nicht von selbst gehen. Nur ein Punkt in den ersten beiden Spielen, darunter ein Unentschieden gegen Ingolstadt zum Auftakt, das hatte man sich anders vorgestellt. Bzw. anders erhofft, um Ruhe in und um den Verein zu kriegen. Vor dem Spiel gegen RB Leipzig wächst entsprechend auch schon ein bisschen der Druck. Eine Niederlage und die Stimmung beim HSV könnte ganz schnell wieder kippen.

Dass es in Hamburg noch nicht so recht läuft, sieht man auch daran, dass man neben Bremen derzeit das Team mit den wenigsten Torschüssen der Liga ist. Auf der anderen Seite zeigte sich die Defensive gegen Leverkusen verbessert, mehr als Liga-Durchschnitt ist es allerdings aktuell auch nicht. Unterdurchschnittliche Offensive, durchschnittliche Defensive? Klingt nicht sonderlich vertrauenserweckend. Ist aber nach zwei Spielen auch noch zu früh, um endgültige Bewertungen abzugeben.

Im Unterschied zu den bisher zwei RB-Gegner steht der HSV für eine andere Spielidee. Eine, die RB Leipzig bereits aus der zweiten Liga (hier könnte ihr HSV-2.Liga-Witz stehen) ganz gut kennt und die gleichermaßen unspektakulär wie oft ziemlich unangenehm ist.

Die Hamburger stehen für ein 4-4-2, das recht kompakt und nicht sehr hoch agiert. Sprich die vordersten zwei Spieler Wood und Gregoritsch greifen meist erst ab der Mittellinie den gegnerischen Spielaufbau an. Wobei Wood da immer mal wieder ausbricht und höher attackiert und damit entsprechend die anderen (Gregoritsch und ein wenig auch den Rest) mitzieht. Wichtig ist allerdings das aggressive Bearbeiten von Ball und Gegner ab der Mittellinie.

Gegen Ingolstadt klappte das in der Formation noch nicht ganz so gut. Sprich, man kam oft zu spät und attackierte den Ballführenden erst, nachdem der sich schon den Ball zurechtgelegt und den nächsten Pass überlegt hatte. In Leverkusen verteidigte man 80 Minuten lang von zwei, drei Ausnahmen abgesehen sehr gut und ließ fast gar nichts zu. Allerdings ließ man sich aus irgendeinem Grund nach dem 1:1 ein wenig auf einen offeneren Schlagabtausch ein. In dem man dann sogleich und nicht unerwartet unterging.

Ein wenig lag der Schlagabtausch auch an den getätigten Wechseln. Mit Wood verließ zuerst der Anläufer Nummer 1 den Platz. Und anschließend kam auch noch Alen Halilovic für Filip Kostic auf den Platz. Halilovic ist sicherlich ein prima Talent und ein toller Fußballer. Einer, der dir hilft ein kompaktes und präzises 4-4-2 (bzw. ist der zweite Stürmer in Ballbesitz ein Zehner) zu spielen, scheint er aber vorerst nicht zu sein. Zumindest nicht im rechten Mittelfeld, wo der 20jährige Kroate, der mit ganz viel Vorschusslorbeeren vom FC Barcelona kam, in Leverkusen spielte. Und dort viel danach winkte, angespielt zu werden, aber in den entscheidenden defensiven Umschaltmomenten hinterherschaute.

Halilovic würde aktuell wohl als eher schmächtiger, kleiner und nicht ganz so defensivstarker Offensivakteur gut auf die Zehn passen. Dort spielt aber der auch erst 22jährige Michael Gregoritsch. Und der passt sehr gut auf die Position, weil er mit seinen 1,93 m besser in die Spielidee integriert werden kann. Und die Spielidee läuft auf viele lange Bälle auf Bobby Wood oder auf den langen Gregoritsch hinaus, der sie dann verlängern oder ablegen soll. Das ist nichts für Feinschmecker und auch nichts für Halilovic. Dass in naher Zukunft beim HSV aber etwas entsteht, das mit Ballbesitz und Dominanz zu tun hat (was gut zu einem Halilovic passen würde), ist (von außen) nicht abzusehen.

In seinen Spielbemühungen ähnelt der HSV statistisch sehr RB Leipzig. Wobei halt das unterschiedlich hohe Verteidigen und Pressing den großen Unterschied macht. Der HSV hat vergleichsweise wenig Ballbesitz, wie RB Leipzig eine geringe Passgenauigkeit und spielt überdurchschnittlich viele Pässe im oder ins vorderste Drittel. Weil man aber eigentlich als Verbund nicht sehr hoch steht, verpuffen viele Pässe ins vordere Drittel mangels verfügbaren Mitspielern im Nichts. Weil auch ein Bobby Wood, bei aller Klasse, die er in Sachen Physis, Ballbehauptung und Geschwindigkeit hat, auch nicht alles allein reißen kann.

Bobby Wood ist bisher der Spieler, der aus sehr viel Mittelmaß ein Team machte, das zweimal an einem Sieg schnuppern durfte bzw. zumindest in Führung ging. Drei Schüsse aufs Tor hat der HSV in zwei Spielen abgegeben (bei RB Leipzig sind es 13, wobei das Schlagabtauschmassaker von Hoffenheim eher ein Muster ohne Wert sein dürfte). Zwei davon kamen von Bobby Wood und waren drin. Zweimal waren es Pässe in die Tiefe (einmal von Keeper Adler), die Wood mit seinem Antritt veredelte. Egal wie der HSV drauf ist oder spielt, diese Waffe kann immer und zu jeder Zeit zuschlagen. Und wenn die Abwehr so spielt, wie 80 Minuten in Leverkusen kann es auch schon reichen.

Zumal neben Wood mit Kostic auf der einen Außenbahn ein weiterer schneller, trickreicher Spieler unterwegs ist.  Und auf der anderen Seite mit Nicolai Müller ein weiterer schneller und einsatzstarker Spieler sein Unwesen treibt. Das Trio, wenn man es richtig einsetzt und es in Schwung kommt, kann ziemlich vielen Teams in der Bundesliga durchaus weh tun.

Stark ist auch die HSV-Innenverteidigung um Spahic und Djourou. Vor allem in Sachen Physis und in der Luft. Könnte für Yussuf Poulsen (wenn er denn erneut auflaufen darf) eine sehr unangenehme und schmerzhafte Aufgabe werden. Aber der Däne steht ja auch ein bisschen drauf, sich im Angriff in die Zweikämpfe zu werfen und die Abwehrspieler zu zermürben.

Ergänzt wird die Innenverteidigung des HSV durch die ebenfalls gut zweikampfstarken Sakai und Ostrzolek auf den Außenpositionen. Bzw. wartet dort auch der brasilianische Neuzugang Douglas Santos auf seine Einsatzchance.

Die Viererkette vor dem an guten Tagen großartigen René Adler ist eigentlich ganz gut besetzt. Die Offensive eigentlich auch. Bleibt noch die Doppelsechs, die vielleicht ein wenig als Achillesferse des Klubs durchgeht. Gideon Jung hatte sich als sehr robuste Variante im ersten Spiel verletzt und könnte gegen RB ins Team zurückkehren. In Leverkusen spielten entsprechend Hunt und Holtby nebeneinander. Ein nicht extrem präsentes Duo. Wobei Hunt noch sein bestes tat, die Position mit Initiative gerade in der Offensive auszufüllen. Albin Ekdal kam in Leverkusen noch für Holtby, aber insgesamt fehlt es der Position an Dominanz. Braucht man aber vielleicht auch nicht, wenn man viel auf lange Bälle sitzt.

Wenn man den HSV so durchgeht, dann hat man eigentlich an vielen Stellen einen interessanten Kader mit sehr viel Perspektive. Wenn man ihm dann aber auf dem Fußballplatz zuschaut, dann ist da derzeit relativ viel grau. Insgesamt bliebt dann der Eindruck, der sich auch in vielen Zahlen widerspiegelt, dass man derzeit ein Mittelklasseteam ist ohne größere Ausschläge nach oben und unten. Und ohne dass man so ganz genau weiß, wofür die Mannschaft eigentlich fußballerisch steht. Ein relativ tiefes 4-4-2 zu spielen und zu hoffen, dass vor nimmer mal ein Ball durchrutscht, zählt nur bedingt.

Auf RB Leipzig kommt im dritten Spiel erstmals die Aufgabe zu, gegen ein eher reaktives Team antreten zu müssen, das in Leverkusen noch dazu und im Gegensatz zum ersten Spiel gegen Ingolstadt 80 Minuten lang gut verteidigt hat. Die Frage wird sein, ob es der HSV auch gegen Leipzig schafft, wenig Ballbesitz zu haben oder ob man angesichts von nur einem Punkt aus zwei Spielen versucht, dominanter und spielaktiver aufzutreten. Was RB Leipzig natürlich ein Stückweit entgegenkommen dürfte.

Spielt der HSV die Dinge wie zuletzt wird es eher eine Spiel des Belauerns mit wenigen Chancen, das derjenige gewinnt, der ein bisschen mehr Glück oder die bessere Tagesform oder die höhere individuelle Klasse hat. Möglich, dass Ralph Hasenhüttl diese Aufgabe mit etwas verändertem Personal angeht. Schmitz für Klostermann liegt auf der Hand. Papadopoulos hat jetzt eine Woche mehr in den Trainingsbeinen und wird langsam zu einer Option in der Abwehrkette. Im Offensivbereich wäre die Integration von Emil Forsberg in die Startformation denkbar, wenn man von vornherein davon ausgeht, gegen einen tiefer stehenden Gegner ein wenig mehr Spiel mit dem Ball am Fuß zu brauchen. Vielleicht ist auch eine Doppelspitze Selke/ Poulsen denkbar. Viele werden zudem denken, dass Oliver Burke von Anfang an spielen müsste. Doch für den dürfte das Spiel angesichts seines Lernrückstands im Spiel gegen den Ball noch etwas zu früh kommen.

Passen würde auch, die Präsenz in der Spielfeldzentrale durch ein 4-3-3 zu erhöhen. Also direkt die Positionen rund um Sechs und Acht beim HSV ins Visier zu nehmen, die nicht ganz so dominant sind und wo sich Ingolstadt bspw. immer wieder sauber durchkombinierte. Spekulieren ließe sich zudem, dass Hasenhüttl seinen Aufstellungsplan auch ein wenig auf den Rest der englischen Woche abstimmen wird.

Mögliche Aufstellungen:

  • HSV: Adler – Sakai, Cleber (Djourou), Spahic, Ostrzolek (Santos) – Ekdal (Jung, Holtby), Hunt – Müller, Gregoritsch (Halilovic), Kostic (Halilovic) – Wood
  • RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz, Orban, Compper (Papadopoulos), Halstenberg – Demme, Ilsanker – Kaiser, Sabitzer (Forsberg) – Werner (Selke), Poulsen

Fazit: Interessantes Spiel für RB Leipzig, weil man gegen ein Team antritt, das eher jene reaktive, nicht auf Ballbesitz setzende Spieltaktik präferiert, die RB in der Vergangenheit nicht ganz so schmeckte. Zudem verfügt der HSV über ordentliche inidividuelle Klasse. Für RB Leipzig könnte sprechen, dass der HSV bisher die Defensivarbeit noch nicht konstant über 90 Minuten durchbrachte und in seiner ganzen Entwicklung noch relativ farblos wirkt.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig beim Hamburger SV nicht vor Ort verfolgen kann und am 17.09.2016, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Hamburger SV

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Timo Werner. Foto: GEPA Pictures - Roger Petzsche
Foto: GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig beim Hamburger SV mit Ralph Hasenhüttl und Timo Werner.

12.22

Dritter Spieltag in der Bundesliga schon für RB Leipzig. Wer hätte gedacht, dass die Niederlage in Dresden so schnell vergessen sein würde und man mit vergleichsweise hohen Erwartungen nach Hamburg fährt. Nach dem überraschenden, aber nicht unverdienten Sieg gegen Dortmund ist man in der angenehmen Ausgangssituation, nicht den ganz großen Druck zu haben. Der liegt nach nur einem Punkt aus den ersten zwei Spielen eher bei den Gastgebern.

12.28

Medientechnisch heute schon mal die Ernüchterung nach dem Bundesliga-Start. Vielleicht halb so viele Leute anwesend, wie noch vor dem BVB-Spiel. Von fast nicht existenten Kamerateams noch nicht mal gesprochen. Aber auch irgendwie ok, wenn der Überhype so ein bisschen runterkühlt.

12.30

Und los geht es mit Timo Werner und Ralph Hasenhüttl.

12.33

Ralph Hasenhüttl: „Schade, dass das mit Klostermann passsiert ist. Stimmung in der Mannschaft war gedrückt. Inzwischen ‚Jetzt erst recht‘-Stimmung.“ „Haben in der Woche viel probiert.“ Auch hinsichtlich weiterer Ausfälle auf den Außenverteidigerpositionen. „Benno Schmitz erste Option rechts hinten.“ Bernardo auch getestet. „Ist eine Option.“ „Werden sehen, was für das Wochenende“ rauskommt. Demme hat nicht trainiert heute. „Werden kein Risiko gehen.“ Rotieren ist Option für englische Woche. Demme aber offenbar eher raus. Coltorti hat Probleme mit dem Unterarm. „Wird wahrscheinlich auch nichts am Wochenende.“

12.34

Timo Werner: „Letzte HSV-Spiele waren beeindruckend. Laute Fans. Immer volles Haus. Werden 90 Minuten von den Fans unterstützt. Nicht leicht in Hamburg zu spielen. Kostic kenne ich sehr gut. Auf ihn muss man brutalst aufpassen. Wird ein anderes Spiel als in Dortmund.“

12.39

Timo Werner: „Spielsystem liegt mir. Die Mannschaft hat mich gut aufgenommen. Automatismen klappen immer besser. Wir immer mehr eingespielt und leichter. Freue mich, dass ich das Vertrauen des Trainers gekriegt habe. Gegen Dortmund zu gewinnen, war schön. Gilt für mich so weiterzuspielen und gute Leistungen in Tore umzumünzen.“

Ralph Hasenhüttl: „Offensichtlich, dass sich Werner im Spiel gegen den Ball verbessert hat. Viele Sprints für Balleroberungen.“ Gegen Hoffenheim und Dortmund Gegner, die Werner gelegen haben, weil Räume in der Tiefe da waren. Perfekte Möglichkeit für Werner, sich zu zeigen.“

Werner: „Seit Kleinauf schon Schnelligkeit mitgebracht. Durch jahrelanges Training verfeinert. Als Stürmer läuft man lieber nach vorn und nicht nach hinten. Im Großen und Ganzen, wenn es in der 85. Minute noch die Möglichkeit gibt, lauf ich auch da noch zu 100% nach vorn.“

12.41

Hasenhüttl: Hamburg komplett andere Spielanlage als Dortmund. „Andere Automatismen in Hamburg. Lange Bälle auf Gregoritsch.“ Bisher kein Erfolg mit der Spielanlage, deswegen ändert der HSV noch mal was. „Wir werden vielleicht mehr Ballbesitz haben als gegen Dortmund.“ Man hofft, dass man auf alles gut vorbereitet ist. Ob Werner der richtige ist gegen den HSV, weiß Hasenhüttl noch nicht.

Hasenhüttl: „Vorn haben wir Qualität auf vielen Positionen und Variabilität. Haben für alle Herangehensweisen die idealen Spieler. Müssen die richtige Mischung für das Spiel finden. Kann immer sein, dass Topspieler aus der Vorwoche rausfallen, weil das nächste Spiel andere Anforderungen hat.“

12.43

Hasenhüttl zum Fanmarsch des HSV: „Ist klar, dass das Niveau der BVB-Fans Messlatte für andere Vereine ist.“ (gemeint ist, dass deren Niveau hoch war.) Gegen BVB waren nur Gästefans im Stadion, die über den Zusammenhang zwischen Geld und Fußball Bescheid wissen. „Wir haben kein Protestmarsch gegen Kühne geplant. Konzentrieren uns auf Fußball.“

Hasenhüttl: „Keita ist eine Option für den HSV.“ Vielleicht für Demme auf der Sechs oder woanders. Auch Forsberg nennt er als Kandidaten. „Wahnsinn“, dass er bisher noch nicht gespielt hat von Beginn an.

12.47

Werner: „Man hat gesehen, dass wir Dortmund besiegen können. Hat uns sehr gut in unsere Taktik gepasst die BVB-Spielweise. HSV lässt uns nicht so gut ins Pressing kommen, weil sie lange Bälle spielen. Trotzdem immer wieder Wackler hinten drin. Haben die offensive Qualität und die Ruhe, um Tore zu schießen.“

Hasenhüttl: „Was passiert, wenn man Dortmund lässt, hat man gestern gesehen. Unterschied war, dass sie bei uns nicht die Räume bekommen können. Hat unseren Jungs gezeigt, was geht, wenn man synchron attackiert. Herausragende Leistung. Nicht üblich für einen Aufsteiger, dass er dann noch zum Schluss auf Sieg spielt. Wollen mit aller Macht Spiele gewinnen und gehen dafür auch Risiko. In der Entwicklung war das ein großer Schritt. Jedes einzelne der bisherigen Spiele war knapp und hätte in eine andere Richtung kippen können. Geschadet hat der Mannschaft das Erlebnis gegen Dortmund sicherlich nicht. Wir können das einordnen.“

12.51

Hasenhüttl: „Sind noch keine Spitzenmannschaft. Da ist der Weg noch ganz weit. Müssen unsere Leistungen bestätigen. Viel zu tun, aber es ist schön.“

Hasenhüttl: Keine Trainingsanpassungen wegen der Hitze. „Nehmen so viel Rücksicht auf Befindlichkeit und Belastung der Spieler. Viele Gedanken über Trainingssteuerung, da muss man nicht noch auf die Temperaturen achten.“

Hasenhüttl: „Sind gewarnt ob der Art und Weise wie der HSV spielt. Robuste Mannschaft, die den Rhythmus des Gegners brechen will. Viel Speed in der vordersten Linie. Brauchen gute Absicherung. Gibt für uns Räume und Möglichkeiten, dem Gegner weh zu tun. HSV war lange in Leverkusen auf der Siegerstraße. Das zeigt schon, was uns erwartet. Wird schwer in Hamburg, aber wir wollen es eh nicht leicht.“

12.54

Werner: Verfolgt noch den VfB und sieht jedes Spiel. Luhukay-Abgang gerade mitbekommen. „Wird seine Gründe haben.“ Hofft weiter auf einen VfB-Aufstieg.

Werner: Hört kein Mozart (Rangnick gefällt das wahrscheinlich nicht). Bei RB wird auf viele Details geachtet. Vor allem Ernährung. Braucht noch Zeit, sich da anzupassen. „Viele Unterschiede zu Stuttgart.“

Werner: „Kein Heimweh vorhanden. Fühle mich richtig wohl in Leipzig. Habe eine Wohnung, Stadt ist super, Verein ist super. Macht Spaß hier zu sein. Hat erst einmal geregnet seit ich hier bin.“

12.56

Hasenhüttl: „Khedira letztes Mal nicht mal im Kader. ist einer der Härtefälle, die kommen werden. Gibt weiter Gas. Wird seine Chance bekommen. Vielleicht ja schon am Wochenende. Geht schnell im Fußball. Werschätzen ihn. Wichtiger Bestandteil der Mannschaft.“

12.57

Das war es schon von hier. Timo Werner präsentiert sich als locker, gelöst und in Leipzig angekommen. Plaudert aber zu viel von der Analyse des HSV-Spielsystems aus. Wobei das ja auch auf der Hand liegt. Der Vorbericht zum Spiel hier oben drüber über dem Ticker ging ja in eine ähnliche Richtung.

13.00

Ralph Hasenhüttl zeigt sich fokussiert auf das HSV-Spiel, versucht die Schwierigkeit zu betonen, hat aber offenbar wie Werner auch schon die Schwächen des Gegners im Kopf und Bock drauf, die auszunutzen. Schritte machen, Leistungen bestätigen, weiterarbeiten. Aus seinen Worten könnte man auch interpretieren, dass er beim HSV ein paar Veränderungen vornimmt und eher Spieler reinkommen, die auch beim Spiel mit dem Ball gegen kompakte Gegner mit nicht viel Ballbesitz ihre Stärken haben.

13.01

Warten wir mal ab, wer dann am Samstag in Hamburg wirklich auf dem Platz stehen wird. Chancenlos ist RB Leipzig dort sicherlich nicht. Die interessante Frage ist halt, wie das Team aussieht, wenn man selbst mehr Aktivität im Ballbesitz entwickeln muss und gegen einen lauernden, mit tiefen Bällen agierenden Gegner antritt.

13.02

In diesem Sinne eine schöne Restwoche allerseits und viel Spaß mit Bundesliga Teil 3. Bisher war das ja eine recht angenehme Veranstaltung, diese neue Liga..

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2 Gedanken zu „Treffen der Transferkönige“

  1. Ich dachte erst, Du pflegst einen kleinen Spaß in den Ticker, aber RH hat ja das wirklich gesagt, also kein Protest gegen Kühne!!
    Der Mann ist Klasse!

    Das Spiel wird sehr aufschlußreich dahingehend, daß mMn viele Mannschafften Rasenballsport Leipzig den Ball lassen werden, um dann 2-Liga-Like den Ball nach vorne und kontern wollen. Ich denke aber, daß wir viele Spieler in den Reihen haben, die mit dem Ball einiges anfangen können. Allen voran Forsberg den ich in der Startelf sehe. Nach Klostermann wäre ein Ausfall von Demme sehr ungünstig. Durch die englische Woche sollte spätestens gegen BMG rotiert werden (Papa, Bernado und ggf. Burke in der 1. Elf)

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