Passmaschine oder Passmaschinchen?

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig Borussia Dortmund (10.09.2016, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Willi Orban. Ab 12.30 Uhr.]

Zwickau, Türkiyemspor, Hamburger SV II, Union Berlin II, Münster, Aalen, Fürth. Das waren die ersten Liga-Heimspiele von RB Leipzig in den letzten, also den ersten sieben Jahren. Und zack, kommt Borussia Dortmund. Champions-League-Teilnehmer, deutsches und europäisches Topteam, derzeit unumstrittene Nummer 2 in Deutschland.

Es geht zum Heimauftakt in der Bundesliga sicherlich einfacher, aber nicht viel spektakulärer, als sich mit deutschem Spitzenniveau zu messen. Vor natürlich ausverkauftem Haus (wenn Dortmund der Gegner ist, könnte man vermutlich hierzulande auch eine Mikado-Veranstaltung ausverkaufen). Ins samstagabendliche Flutlicht hinein. Die volle Fußballdröhnung.

Es dürfte das erste Mal in der Vereinsgeschichte überhaupt ein Ligaspiel von RB Leipzig sein, in das man als Underdog hineingeht. Trotz knapp 50 Millionen Euro reiner Transferausgaben ist man nicht nur Neuling, sondern eben auch maximal ein durchschnittlicher Bundesligist und steht entsprechend ein ganzes Stück hinter den Teams mit Champions-League-Ambitionen.

Trotz Underdog-Rolle ist RB Leipzig in einem Spiel natürlich auch gegen Borussia Dortmund nicht chancenlos. Was auch daran liegt, dass der BVB im Sommer eine ziemlich deutliche Kaderveränderung vorgenommen hat bzw. aufgrund von hochklassigen Abgängen vornehmen musste.

Mit Henrikh Mkhitaryan und Mats Hummels sind zwei absolute Korsettstangen weg. Den Topvorbereiter und zweitbesten Scorer bzw. den Kopf in der Abwehr vor allem für das Spiel mit dem Ball ersetzt noch nicht mal Dortmund so eben nebenbei. Mit Ilkay Gündogan ging zudem auch noch ganz viel Qualität aus dem zentralen Mittelfeld.

Eingetauscht hat man die Einnahmen gegen eine Mischung aus jungem Talent und relativ großen deutschen Namen mit Karrierknick. Dass Dortmund über 60 Millionen Euro in die Hand nimmt, um Sebastian Rode und Mario Götze von Bayerns Ersatzbank loszueisen und den im deutlichen Tief befindlichen André Schürrle zu holen, durfte durchaus überraschen. Gerade Schürrle und Götze scheinen gewagte Transfers mit unklarer sportllicher Perspektive. Beides Spieler, die schon große Leistungen gezeigt haben. Beides aber auch Spieler, die zuletzt eher in der Sackgasse schienen.

Interessanter vielleicht schon, dass man mit Ousmane Dembélé, Emre Mor, Raphael Guerreiro oder Mikel Merino einiges an Talent um die 20 ins Team geholt hat, mit denen man in den nächsten Jahren den nächsten Entwicklungsschritt gehen will. Gerade Dembélé ist schon jetzt eine sehr vielversprechende Offensivoption, an der auch Ralf Rangnick vor einem Jahr intensiv gebaggert haben soll, ohne dass Stade Rennes ihn damals gehen ließ.

Insgesamt hat der BVB sicherlich einen sehr guten und talentierten Kader zusammen, hinter dem allerdings auch ein paar Fragezeichen stehen. Das hängt zum einen mit den Personalien Götze und Schürrle zusammen. Aber auch mit der Stabilität der Innenverteidigung, in der Neuzugang Marc Bartra an der Seite von Sokratis ausgerechnet Mats Hummels vergessen machen soll. Große Fußspuren für einen Spieler, der in Barcelona nicht nur wegen der großen Konkurrenz oft auf der Bank saß.

Dazu kommt aktuell der Ausfall von Marco Reus, dessen Rückkehr sehnlichst erwartet wird. Auch Sven Bender wird von seiner Blessur aus dem olympischen Turnier für das Spiel in Leipzig wohl nicht rechtzeitig fit werden. Nuri Sahin und Neven Subotic stehen unter Trainer Tuchel zudem aktuell auf dem Abstellgleis.

Der BVB ist also in dieser frühen Saisonphase noch ein wenig auf der Suche nach sich selbst. Das konnte man auch im ersten Spiel gegen den FSV Mainz ganz gut sehen. Mainz-Coach Martin Schmidt hatte in der Partie eine BVB-„Passmaschine“ gesehen. Thomas Tuchel wiederum hatte eine andere Sicht auf das Geschehen und sprach von einem „Passmaschinchen“.

Vielleicht haben ja sogar beide Recht. Denn von der Spielanlage her war Dortmund sehr wohl eine Passmaschine. Mit sechs Spielern (Schmelzer, Bartra, Sokratis und Passlack in der Abwehrkette plus die Sechser Rode und Castro), die durch permanente Ballzirkulation (und bei Gegnerdruck Einbeziehung von Torhüter Bürki) das Spielgeschehen nicht sonderlich schnell, aber sicher in die gegnerische Hälfte und an den dortigen Strafraum verschieben. 73% Ballbesitz und 710 Pässe, davon rund 560 nicht im Angriffsdrittel demonstrieren die Idee.

Mit der man sich aber gegen Mainz immer wieder auch dadurch schwer tat, dass man in der Mittelfeldzentrale mit Rode und Castro zwei Spieler hatte, die durchaus auch mal für einen Fehler in der Ballverarbeitung und -weiterleitung gut waren. Mainz hatte in Dortmund eigentlich erstaunlich viele Ballgewinne in des Gegners Hälfte und gute Umschaltsituationen, die man aber nicht gut ausspielte bzw. die man sich durch Harmlosigkeit im BVB-Strafraum verschenkte.

Passmaschine ist also durchaus passend für das, was Dortmund versuchte. Passmaschinchen trifft vielleicht ganz gut, wie es der BVB über 90 Minuten gesehen umsetzte. Was nicht heißt, dass man aus der Passdominanz gar keine Effekte erzielte. Wenn man es dann doch mal schaffte, den Ball durch die Zentrale zu spielen und den blassen Kagawa einzubinden, wurde es auch schnell gefährlich.

Dazu ist die Geschwindigkeit auf den Außenpositionen eine Waffe, die man immer wieder mal durch lange Bälle aus der Innenverteidigung oder durch Chipbälle von der Sechs bspw. von Rode einzusetzen versucht. Wenn ein Dembélé mit Geschwindigkeit und Ball am Fuß die Linie hinab sprinten kann, dann ist er praktisch nicht mehr zu verteidigen. Bei Schürrle gilt dies auf der anderen Seite mit Abstrichen auch. Und über Aubameyangs Qualitäten beim schnellen Spiel in die Tiefe müssen wir eh nicht reden.

Man muss den BVB schon sehr konzentriert und sehr genau verteidigen, um ihnen ihre Qualitäten im Passspiel und gleichzeitig ihre Geschwindigkeit auf den Außenbahnen (die auch immer mal einrücken im Ballbesitz und von den Außenverteidigern hinterlaufen werden) zu verteidigen. Zumal mit Julian Weigl schon in Leipzig eine Option zurück aufs Feld kommen könnte, die die Qualität der Passmaschine in der Mittelfeldzentrale noch mal deutlich erhöht und die Fehleranfälligkeit (und somit die Chancen auf schnelles Umschalten für den Gegner) verringert.

Trotzdem ganz gut für RB Leipzig, zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison auf den BVB zu treffen. Also zu einem Zeitpunkt, an dem die Passmaschine noch gelegentlich ein wenig stottert, worauf die RasenBallsportler ja im Normalfall nur warten, um dann mit ihrer Geschwindigkeit in eine nicht ganz so geordnete Defensive fahren zu können.

Aber vielleicht lässt sich Thomas Tuchel auch noch ein bisschen was einfallen und verschiebt seinen Fokus etwas weg vom extremen Passspiel, um dem Pressing von RB Leipzig zu entgehen. Aus dem Positionsspiel verfügt der BVB durchaus über ein ansehnliches Gegenpressing, sodass man bei Ballverlusten in des Gegners Hälfte brandgefährlich ist. Denkbar, dass man im Spiel in Leipzig stärker auf die Karte setzt, den Ball schneller in des Gegners Hälfte zu bringen und dort zum Gegenpressing bereit zu sein.

Sowieso gewinnt das Spiel zusätzlichen Gehalt durch Thomas Tuchel, der vor einem reichlichen Jahr nicht ganz dicht davor war, in Leipzig Trainer zu werden, aber zumindest auch nicht völlig abgeneigt. Seine Absage via Berater soll hierzulande nicht mit allzu viel Überschwang aufgenommen worden sein. Und auch wenn Tuchel als Trainer eines Zweitligateams eine fast schon absurde Vorstellung gewesen wäre, wird der Besuch von Tuchel bei seinem früheren Trainer und in der Anfangzeit auch Förderer der Trainerkarriere Rangnick keiner sein, bei dem er sich eine Blöße geben will.

Dass Thomas Tuchel nicht mit guten Gefühlen die Rückreise antritt, dafür wollen die RasenBallsportler sorgen, die natürlich die große Bühne des Spiels des Spieltags nutzen wollen, um positiv auf sich aufmerksam zu machen. Der BVB mit der Anfälligkeit im Aufbauspiel der Vorwoche wäre durchaus ein gefundenes Fressen für die RB-Offensivreihe um Poulsen, Sabitzer und Werner. Allerdings passt die Geschwindigkeit Dortmunds auf den Außenbahnen und in der Sturmspitze auch gut zu den möglichen Problemzonen von RB Leipzig. Nimmt man das beides zusammen, könnte auch ein sehr lustiges Spiel herausspringen.

Kadertechnisch ist RB Leipzig nach der Länderspielpause komplett. Die Ausfälle sind allesamt wieder integriert, auch wenn es in den vergangenen Tagen viele Spieler mit Einzeltraining oder (neudeutsch) individueller Belastungssteuerung gab. Problem natürlich, dass man eigentlich als Mannschaft nicht wirklich an Abläufen arbeiten konnte, weil gleich neun Spieler, darunter mit Burke und Papadopoulos zwei Neuzugänge auch noch mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren.

Gerade Burke und Papadopoulos dürften entsprechend von einem Startelfeinsatz noch mindestens eine weitere Woche entfernt sein. Sodass im Kern die Elf von Hoffenheim plus Keita und Klostermann ihr Glück gegen Dortmund versuchen wird. Zumindest theoretisch denkbar, dass ein Klostermann wie bei Olympia links hinten verteidigt. Zumindest würde er mit seiner Schnelligkeit perfekt zu Ousmane Dembélé passen. Falls der denn über rechts angreift.

Ansonsten wird es schon schwer sich Veränderungen auszudenken. Bei Timo Werner wird man vielleicht noch abwarten müssen, wie er die Belastung des U21-Ausflugs inklusive Erkältung überstanden hat und ob er deswegen eher eine Option für die zweite Halbzeit wird. Prinzipiell würde er mit seiner Geschwindigkeit in die Tiefe perfekt zum Spiel gegen Dortmund passen.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann (Schmitz), Orban, Compper, Halstenberg (Klostermann) – Keita (Demme), Ilsanker (Keita) – Kaiser, Sabitzer (Forsberg) – Werner (Sabitzer), Poulsen
  • Borussia Dortmund: Bürki – Schmelzer, Bartra, Sokratis, Passlack (Piszczek) – Rode, Castro (Weigl) – Dembélé, Kagawa, Schürrle – Aubameyang

Fazit: RB Leipzig in einem Ligaspiel nur Außenseiter. Eine Rolle, an die man sich auch erst mal gewöhnen muss. Und eine Rolle, die dem jungen, schnellen Team und seiner Spielweise vielleicht sogar entgegenkommt. Viel wird davon abhängen, wie stark Dortmunds Passmaschine in diesem Spiel ist und wie RB Leipzig die Geschwindigkeit auf den BVB-Offensivpositionen in den Griff kriegt. Ein chancenarmes Spiel dürfte jedenfalls nicht zu erwarten sein.

liveticker_banner_ueberblendet

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund nicht vor Ort verfolgen kann und am 10.09.2016, ab 18.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

———————————————————————————–

Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Borussia Dortmund

  • keine

———————————————————————————–

Willi Orban. Photo by Karina Hessland/Bongarts/Getty Images
Photo by Karina Hessland/Bongarts/Getty Images

———————————————————————————–

Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund mit Ralph Hasenhüttl und Willi Orban. Ab 12.30 Uhr.

12.23

So, erstes Bundesligaspiel. Da es sich in Dortmund bei der Auseinandersetzung um RB Leipzig vor allem um ein Selbstgespräch handelt, geht es hier weiter rund um das BVB-Spiel nur um den sportlichen Teil. Wer mehr will, kann ja die täglichen Presseupdates lesen und sich dort zu den entsprechenden Werken klicken.

12.30

Ist ja vor dem Spiel eigentlich alles klar. Aufsteiger (wenn auch kein ganz normaler) gegen deutsches Topteam. Ausverkauftes Haus. Spiel des Spieltags. Erstes RB-Heimspiel in der Bundesliga. Auch ohne das ganze Drumherum ist in dem Spiel genug drin.

12.33

Ralph Hasenhüttl: „Bin wieder fit. War gestern ein Novum, eine Trainingseinheit zu verpassen. Fieber auskuriert.“

Willi Orban: „Vorfreude ist riesig. Unglücklich, dass nach dem ersten Spieltag eine Länderspielpause kam. Volles Haus. Besonderes Spiel. Alle sind heiß.“

12.36

Ralph Hasenhüttl: Hofft auf Gründe zum Jubeln. Muss sich nach Fieber noch schonen. Für Samstag und eventuelle Jubelläufe reicht es aber..

„Alle Spieler in gutem körperlichem Zustand. Keiner verletzt. Alle dabei. Jeder will sich zeigen. Haben viel Konkurrenz dazubekommen. Beeindruckend gewesen, welche Qulität heute im Training auf dem Platz war.“ Gut vor dem BVB-Spiel auf dem Niveau zu trainieren. „Haben uns Dinge für den BVB zurechtgelegt. Brauchen absolute Topleistung, dann können wir dem Gegner Probleme bereiten. Wollen zeigen, wie weit wir in unsrere Entwicklung sind und vielleicht eine große Überraschung schaffen.“

12.40

Willi Orban: „Man spürt die Begeisterung der Leitung. Schon die Aufstiegsfeier war letzte Saison eine Krönung. Werde jetzt auch öfter erkannt. Kriege viel positives Feedback. Man sieht auch am Ticketverkauf, wie groß die Begeisterung ist. Wichtig für die Region.“

Hasenhüttl: „Wird tolle Stimmung sein im Stadion. Großer Run auf die Tickets. Werden hoffentlich ein Fußballfest erleben. Spiel auf Augenhöhe. Müssen zu Hause jedem Gegner Probleme bereiten.“

Hasenhüttl: Mit iIngolstadt damals gegen den BVB chancenlos. „Aber kein Thema mehr für mich. Ganz andere Truppe hier.“ „Die Neuzugänge machen uns stärker. Werden den einen oder anderen Härtefall im Kader haben. Für die Spieler nicht ganz so schön, für den Trainer ein Luxusfall. Sind sehr, sehr gut aufgestellt, auch in der Breite.“

12.43

Hasenhüttl: „BVB neben Bayern die beste Mannschaft Deutschlands. Aber auch eine Mannschaft im Umbruch. Vor einem Jahr hatten sie schon Europa League in den Beinen. Der BVB hat in der Vorbereitung schon gezeigt, was er kann. Gegen Mainz haben nicht alle Automatismen gepasst. Haben keine Angst, aber Respekt. Müssen uns auf unsere Stärken verlassen. So wie in Hoffenheim dürfen wir aber nicht beginnen. Dann liegt man schnell 0:2, 0:3 hinten.“

Willi Orban: „BVB mit viel Qualität. Wenn wir aus einer guten Kompaktheit agieren, werden wir unsere Umschaltmomente kriegen. Mit ein bisschen Effektivität können wir was gutes aus dem Spiel machen.“

12.46

Hasenhüttl: Neuzugänge durch die Länderspielpause noch nicht sehr lange da. Automatismen sind noch nicht da. Papadopoulos kenne das System aber schon aus Leverkusen. Entscheidungen über Aufstellung noch nicht getroffen. Dass man so wie in Hoffenheim aufläuft, sei aber auch nicht gesagt.

Hasenhüttl: Wenn man das Training heute gesehen hätte, wüsste man, warum man so selbstbewusst ist. Auch Neuzugänge bringen neues Selbstvertrauen. „Niveau erhöht sich.“ Erhöht auch den Druck auf die Spieler, sich zu entwickeln. „Spieler sind lernwillig.“ „Wenn ich neu zum Verein komme, muss ich zeigen, dass ich besser bin, als die die schon da sind.“ Gegenseitige Motivation führe hoffentlich zu sportlichem Erfolg in der Bundesliga.

12.49

Hasenhüttl: „Gegen Hoffenheim wäre viel mehr möglich gewesen.“ Defensiv und offensiv im letzten Pass nicht perfekt. „Haben schnell draus gelernt und wollen mit der Erkenntnis in das Spiel gegen den BVB gehen.“ Gegner werde neue Probleme aufwerfen, auf die man sich hoffentlich schnell einstellt.

Hasenhüttl: Wer im Kader steht, erfahren alle am Tag vor dem Spiel.

Hasenhüttl: Keine Erinnerungen an die Saison 1993/1994, die letzte Saison mit einem Leipziger Bundesliga-Team.

12.55

Willi Orban: „Dortmunder Mannschaft besteht nicht nur aus Aubemayang. Wichtig, dass wir griffig und kompakt sind. Dann ist es für jeden Gegner schwer. Gegen Hoffenheim haben wir das schon ordentlich gemacht. Bin optimistisch für Samstag.“

Hasenhüttl: „BVB-Fanboykott ein Rohrkrepierer. Jeder, der beim Spiel ist, den beglückwünsche ich schon mal. Wird ein Highlight.“

Hasenhüttl: „Jungs werden auch mental auf Spiele vorbereitet. Aber die Jungs kennen ausverkaufte Spiele schon. Uns interessiert es nicht so sehr, wie viele tolle Spieler auf der anderen Seite sind. Wir müssen als Mannschaft so gut funktionieren, dass die Qualität der Spieler nicht zum tragen kommt. Wollen mit aller Macht die bessere Mannschaft sein.“

Hasenhüttl: Super Arbeit von Tuchel. „Schon in Mainz super gemacht.“ Als dort die Grenzen erreicht wurden, war er überall „Kandidat Nummer 1“. Idealer Nachfolger für Klopp in Dortmund. Hat sich wieder verändert. In Mainz zum Schluss oft gehadert, auch mit den Schiedsrichtern. In Dortmund wieder in neuem Umfeld sehr gute Arbeit. Schnell die Mannschaft geformt. „Wertschätzung Tuchel gegenüber sehr hoch.“ „Würde am Wochenende trotzdem gern dem BVB die Grenzen aufzeigen.“

12.59

Hasenhüttl: „Was wir vorhaben, orientiert sich daran, was wir können.“ Verbarrikadieren am eigenen Strafraum gehört nicht dazu. Welche Stärken man hat, werde man hoffentlich am Samstag auf dem Platz sehen.

Hasenhüttl: An den Saisonzielen hat sich nichts geändert. Man will nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. „Wollen jetzt zeigen, wie weit wir sind und dann sehen wir weiter.“ Man sei Neuling, aber auch von sich überzeugt.

Hasenhüttl: „Weiß nicht, ob wir uns sportlich schon mit Dortmund vergleichen sollten. Vom Spielsystem her legen sie auf Ballbesitz wert. Umschalten und Gegenpressing aber auch keine Fremdworte. Damit können wir auch was anfangen.“

13.02

Hasenhüttl: Über die Ansprache zur Mannschaft macht man sich die ganze Woche über Gedanken. Wichtig ist gar nicht so sehr am Spieltag, sondern im Trainingsalltag. Jemanden für ein BVB-Spiel zu motivieren, sei sowieso überflüssig. „Spielen vor einem heimischen Hexenkessel. Müssen in unserem Stadion eine Macht werden. In diese Richtung werden wir die Jungs vorbereiten.“

Orban: „Neuzugänge bringen viel fußballerische Qualität mit. Super Typen. Super Verstärkungen. Werden uns noch viel Freude bereiten. Können noch nicht alle deutsch, aber das kommt.“

Orban: Noch keine Gedanken gemacht, als was er sich verkleiden würde, wenn es mal Gelegenheiten gäbe. Aubemayang sei ein Typ dafür, er nicht.

13.12

Das war es von hier. Viel Selbstbewusstsein, viel Vorfreude. Keiner ist verletzt. Dass viele der drei letzten Neuzugänge auflaufen, ist unwahrscheinlich. Am ehesten noch Papadopoulos.

Wer auch immer auf beiden Seiten aufläuft. Sportlich wird es hochinteressant. Am Ende der 90 Minuten hat man sicherlich noch mal mehr eine Vorstellung, wo RB Leipzig aktuell steht. In diesem Sinne eine schöne Woche noch und viel Spaß am Samstag Abend. Und nicht aus alter Gewohnheit schon 13 Uhr oder so ins Stadion gehen..

Flattr this!

2 Gedanken zu „Passmaschine oder Passmaschinchen?“

  1. Topvorschau!

    Beim Spiel ist wirklich alles drin! Ich denke auch, daß es gar nicht mal so verkehrt ist, so früh gegen so einen starken Gegner zu treffen. Laut RH können wir ja nur gewinnen oder lernen 😉

    Der letzte Satz ist wirklich Klasse!
    Was haben wir in den 7 Jahren alles für Anstoßzeiten erlebt!
    Das ist auch einmalig in D.
    Nur 20:45 bzw. 21:05 fehlt uns noch 😉

    Wie groß ist denn der Unterschied zwischen PK 1. Liga und 2. Liga?
    Gestern beim Training waren auch unzählige Kamerateams da.

  2. Der Unterschied zu Normalbetrieb in Liga 2 ist spürbar, auch wenn ein Auftaktspiel gegen Dortmund da wohl auch nicht der entscheidende Maßstab ist. War auf ähnlichem Niveau wie bei großen und wichtigen Spielen in Liga 2 auch. Muss man erst mal sehen, wie sich das entwickelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *