Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig 2:2

Erstes Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte für RB Leipzig. Es ging zum Auftakt zur TSG Hoffenheim, wo man eine schwere Aufgabe erwartete. Zweimal geriet RB Leipzig in Rückstand, zweimal glich man aus. Angesichts eines deutlichen Chancenplus waren es am Ende eines guten bis sehr guten RB-Spiels aber doch eher zwei verlorene Punkte als ein gewonnener.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit einer erwartbaren und einer nicht ganz erwartbaren Änderung. Erwartbar, dass den verletzten Keita im Mittelfeld Stefan Ilsanker ersetzte, für den wiederum Marvin Compper in die Innenverteidigung rutschte. Nicht ganz so erwartbar, dass Timo Werner für Emil Forsberg in die Begegnung kam. Dass Werner nah an der Startelf ist, wusste man. Dass Forsberg auf dem Weg aus ihr heraus ist, wusste man noch nicht.

Trotz Werner-Einbau und Ilsanker auf der Sechs spielte RB Leipzig trotzdem kein 4-1-2-2-1, sondern das gewohnte 4-2-2-2, nur eben mit Werner als zweitem Stürmer und Sabitzer diesmal auf der linken Zehn. Eine Formation mit sehr viel Offenisvgeist und vor allem viel Geschwindigkeit in die Tiefe.

Auf der anderen Seite überraschte die TSG Hoffenheim damit ein wenig, dass sie von ihrer Dreierkette in der Abwehr abwich und eine recht normale Viererkette und in einem möglichen RB-4-1-2-2-1 spielten. Etwas was gerade auf den defensiven Außenpositionen nicht immer gut funktionierte, weil diese manchmal etwas zu zentral agierten.

Eine Abtastphase gab es in dem Spiel nicht wirklich. Dabei brauchte RB Leipzig 10 Minuten, um Kontrolle in die Partie zu bringen. Vor allem, wenn man vorn den Gegner per Pressing unter Druck zu setzen versuchte, brannte es am Anfang hinten einige Male lichterloh. Immer dann nämlich, wenn der Anlaufversuch in erster Linie schief ging, weil der Hoffenheimer Abwehrspieler sich mit einer Körpertäuschung dem Zugriff entzog, entstanden dahinter Räume, die die TSG mit langen Bällen durch die RB-Reihen hindurch bespielte. Glück und einem gut agierenden Gulacsi im Tor war es zu verdanken, dass man dabei nicht schon früh in Rückstand geriet.

Zwar hatte auch RB in der Anfangsviertelstunde Chancen, aber das Spiel bestimmten klar die Gastgeber. Doch nachdem RB die etwas wilden Pressingversuche eingestellt hatte (ohne natürlich hohe Ballgewinne zu wollen und immer mal auch zu kriegen), gewann man auch immer mehr die Kontrolle über das Spiel, sodass vor allem die zweite Hälfte der ersten Hälfte komplett den Gästen gehörte. Doch Poulsen, Werner oder Kaiser scheiterten an sich selbst oder an Oliver Baumann im TSG-Tor. Dass es zur Pause 0:0 stand, war eine der Seltsamkeiten in diesem Spiel, das eher 2:3 oder 2:4 hätte stehen sollen. Doch das Manko der schlechten Chancenverwertung hatte RB aus der Zweitligasaison mit herübergerettet.

In die zweite Halbzeit starteten die Gastgeber etwas besser als sie die erste beendet hatten, sodass ein ausgeglichenes Spiel resultierte. In dem die RasenBallsportler den ersten Fehler machten und eine Ecke direkt in die Füße von Lukas Rupp in den schlecht gesicherten Rückraum klärten, der an der Strafraumkante den Ball in Ruhe annehmen und dann vollenden konnte, weil Timo Werner etwas zu langsam reagiert.

Wer sonst als Dominik Kaiser hätte das erste RB-Bundesligator erzielen sollen.. | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Das Spiel schien ein wenig auf den Kopf gestellt und zu kippen. Aber RB Leipzig reagierte fast direkt, denn nur drei Minuten später konnte RB Leipzig ausgleichen. Kapitän Dominik Kaiser war es, der den Ball aus kurzer Entfernung und leichter Mithilfe von Baumann über die Linie drückte. Vorausgegangen war eine Balleroberung am eigenen Strafraum durch Compper, der einen vielversprechenden TSG-Konter stoppte und direkt den Gegenangriff einleitete. Über Ilsanker landet der Ball bei Sabitzer, der lange wartet und als der Gegenstoß schon beendet scheint Demme auf dem rechten Flügel mitnimmt. Flanke in die Mitte, Tor. Einmal über das ganze Spielfeld gespielt, ohne dass die TSG auch nur ansatzweise Druck auf den Ball kriegt. Eine fast schon prototypische Szene an diesem Tag der offenen Tür.

RB Leipzig hatte die Partie nun wieder komplett im Griff und wechselte kurz darauf noch mal offensiv. Compper musste vom Platz, weil er gelb-rot-gefährdet war. Forsberg kam. Ilsanker musste in die Innenverteidigung und Demme und Kaiser bildeten das Sechser-Duo, während Forsberg auf der ungewohnten rechten Seite unterwegs war.

Mitten in Leipziger Chancen bzw. potenzielle Chancen, weil schlecht ausgespielte Konter hinein dann der Hoffenheimer Führungstreffer. Wie schon beim 1:2-Anschlusstreffer der Dresdner vor einer Woche war Benno Schmitz entscheidend beteiligt. Von einem Forsberg-Pass in eine schlechte Position an der Seitenlinie gebracht, spielt er einen Pass unter Bedrängnis an Demme vorbei direkt in den Lauf von Sebastian Rudy, der diese perfekte Vorlage aufnimmt, über den ganzen Platz stiefelt und dann noch einen perfekten Pass in den Lauf des kreuzenden Uth spielt, der dann mit ein bisschen Glück vollendet.

Hoffenheim in dieser Szene mit der Demonstration, wie stark sie sind, wenn sie Geschwindigkeit in ihre Aktionen kriegen. Und sehr effizient, weil sie mit zwei Schüssen auf das Gulacsi-Tor in der zweiten Halbzeit zwei Tore erzielten. RB Leipzig scheinbar selbst geschlagen und die ersten Überschriften vom Aufsteiger, der Lehrgeld zahlt, vermutlich schon in die Pressecomputer gehackt.

Massimo Bruno kam nun auch noch in die Partie, genau wie es Selke kurz vor dem Tor gekommen war. Viel Offensive auf dem Platz und der Versuch, wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen nach einem Spiel, das man über größere Teile dominiert und bei dem man deutliche Chancenvorteile hatte.

Massimo Bruno scheiterte noch mit schwachem Abschluss aus guter Position. Doch kurz vor dem Ende war es dann tatsächlich soweit, dass der auffällige Marcel Sabitzer den Ball am langen Pfosten über die Linie drücken durfte. Auch hier wieder ein Angriff, bei dem RB Leipzig einmal komplett ohne Druck auf den Ball über den Platz spazieren durfte. Orban spielt aus der Verteidigung heraus auf Kaiser. Der setzt Forsberg ein, der auf den Flügel auf Schmitz startet. Und der gebeutelte Schmitz darf als Seelenbalsam relativ ungestört den Ball in den Strafraum schlagen. Kennt man aus den letzten Jahren gar nicht, dass RB Leipzig mal aus dem eigenen Ballbesitz heraus so viel Platz kriegt.

Am Ende war es wenigstens das 2:2. Über die gesamte Spielzeit gesehen für RB Leipzig eigentlich zu wenig, angesichts vieler Chancen und vieler Räume. Aber dann eben auch ein Sieg der Moral, weil man zweimal nach Rückständen nicht nervös wurde, sondern weiter die eigene Chance suchte und die Lücken schließlich auch fand. Man wird vielleicht nicht allzu oft so viel Platz kriegen wie in Hoffenheim, aber den Platz, den man hatte, bespielte man nicht nur nach hohen Ballgewinnen gut und ansehnlich. Vor dem Tor braucht man künftig aber noch ein bisschen mehr an Glück und Qualität, um sich auch mit einem Dreier zu belohnen und nicht immer auf die Moral setzen zu müssen.

Fazit: Ein Bundesligaauftakt, der zumindest schon mal zeigte, dass RB Leipzig konkurrenzfähig ist. Auch wenn das Spiel etwas zu wild war und zu offen geführt wurde (Nagelsmann sprach sogar von „Harakiri“), um daraus finale Erkenntnisse ziehen zu können. Vor dem Spiel hätte man aus RB-Sicht den Punkt wohl sofort unterschrieben. Nach dem Spiel bleibt die Frage, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist. Halbvoll, weil man offensiv ein sehr gutes Spiel gemacht hat und zweimal nach Rückständen zurückschlagen konnte. Halbleer, weil man das deutliche Chancenplus nicht in einen Dreier ummünzen konnte und sich durch defensive Fehler erst in Schwierigkeiten brachte. Für die Bundesligapremiere überwiegt aber wohl erstmal die Freude über Moral und gutes bis sehr gutes Spiel.

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Randbemerkung 1: Wer anders hätte das erste Bundesligator für RB Leipzig schießen sollen als Dominik Kaiser. Der nimmermüde Kapitän, der in den letzten vier Jahren und insbesondere nach dem Frahn-Abgang zum Gesicht des Vereins geworden ist. Einer, der immer die Ärmel hockrämpelt, egal ob es läuft oder nicht läuft. Letzte Woche in Dresden noch als einziger im Elfmeterschießen gescheitert, diese Woche schon wieder gefeierter Held. Schöne Geschichte, zumal an jenem Ort, von dem Kaiser vor vier Jahren nach Leipzig wechselte, weil Markus Babbel in der Bundesliga keine Verwendung mehr für ihn hatte.

Randbemerkung 2: Ein bisschen anstrengend der Stadionaufenthalt in Hoffenheim. Mal absehen vom Spieltagswitz, Badnerlied und Autobahncharme wurde man von überlauten Lautsprechern zermürbt, die von einem permanenten Stream an Informationen auf der Anzeigetafel passend ergänzt wurden. Inklusive Blitztabelle am ersten Spieltag, Fluchtwegdemonstration und vielerlei mehr aus der Welt von Werbung und anderen Überflüssigkeiten. Lustig auch, dass man ab der 50. Minute die aktuellen Autobahninfos durchgab. Und ab der 85. Minute verließen viele Leute das Stadion. Klar, wenn du an der Autobahn spielst, sind fünf Minuten eher gehen ein bis zwei Stunden früher zu Hause ankommen wert. Soviel zum Argument, dass man mit einem Stadion abseits der Stadt die Verkehrsproblematik lösen würde..

Randbemerkung 3: Bannerparade am Rande eines RB-Spiels auch in Hoffenheim. Abgesehen von einer Rangnick-Burn-Out-Anspielung und einer Compper-Beschimpfung die harmlose bis witzige Variante. Sinngemäß die Rolle des meistgehassten Vereins Deutschlands für sich zu beanspruchen und sich über die Zahl der Sky-Zuschauer lustig zu machen, war in Sachen Niveau schon ziemlich weit oben. Selbst wenn nicht jede inhaltliche Anmerkung Sinn machte, bleibt doch in jedem Fall #Raufasertapete..

Randbemerkung 4: Gerade mal reichlich 24.000 Zuschauer am ersten Spieltag der Bundesliga bei der Partie zwischen Hoffenheim und Leipzig. Spötter werden sich angesichts dieser Zahl bestätigt fühlen. Tatsächlich waren die vielen leeren Plätze im Heimbereich eher gewöhnungsbedürftig. Genau wie der relativ licht besetzte Gästeblock. Dafür hatten die 1.200 Gästefans, die da waren viel Spaß in einem meist eher leisen Stadion. Ganz ohne Wertung fühlte es sich seltsam an, nach dem brodelnden Kessel in Dresden eine Woche später plötzlich in Hoffenheim in einem ähnlich großen Stadion eine ganz andere Atmosphäre zu erleben. Aber völlig entspannt war es im und um das Stadion. Ist doch auch was wert.

Randbemerkung 5: 23 Torschüsse hatte RB Leipzig. 16mal zog man von innerhalb des Strafraums ab. Neunmal schoss man auf das Tor. Sieben dieser Schüsse fischte Baumann heraus, zweimal holte er den Ball aus dem Kasten. Hinsichtlich der Torschusswerte waren nur die Bayern am ersten Spieltag besser. Zusammen mit den nur elf Hoffenheimer Torschüssen kommt man auf 34 Torschüsse. Das ist mehr als in jedem anderen Spiel des ersten Spieltages. All diese Zahlen verweisen darauf, dass das Spiel zwischen Hoffenheim und Leipzig kein alltägliches war.

Randbemerkung 6: Nicht alltäglich war das Spiel natürlich auch wegen seiner historischen Dimension. Über 22 Jahre nach dem VfB startet wieder mal ein Leipziger Team in der Bundesliga. Es ist das erste Bundesligaspiel in der jungen Vereinsgeschichte von RB Leipzig. Die Debatten um den Klub werden die Saison mit mal besseeren, mal schlechteren Argumenten durchziehen. Der erste Spieltag bestand praktisch nur aus Fußball und hat schon mal sehr viel Lust gemacht auf mehr Fußball.

Lichtblicke:

  • Timo Werner: Immer wieder mit viel Geschwindigkeit in die Tiefe. Immer wieder sich in Eins-gegen-Eins-Situationen durchsetzend. Immer wieder ballsicher und Gefahrenherd für die gegnerische Abwehr. Noch ein bisschen mehr Zug zum Tor und es wird perfekt.
  • Stefan Ilsanker: Stabilisator des Spiels. Sowohl als Sechser als auch später als Innenverteidiger Lücken schließend und mit aller Ruhe Gegenspieler ablaufend. Sehr gute Zweikampfquote, gute Passquote. Nach dem 0:1 auch erster Motivator für das Team. Leaderauftritt.
  • Yussuf Poulsen: Wie man es von ihm kennt ein Stürmer, der Räume schafft, weil er unheimlich viel gegen die Gegenspieler arbeitet, Bälle sichert und so die Mitspieler in Position bringt. Manchmal im Passspiel nicht der glücklichste, aber die Richtung der Entwicklung stimmt absolut und die die TSG-Abwehr wird nach reichlich 80 intensiven Minuten gegen Poulsen Respekt gewonnen haben.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des ersten Bundesligaspieltags gegen die TSG Hoffenheim bei fanarena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Rupp (55.), 1:1 Kaiser (58.), 2:1 Uth (84.), 2:2 Sabitzer (90.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz, Orban, Compper (63. Forsberg), Halstenberg – Ilsanker, Demme – Kaiser, Sabitzer – Werner (86. Bruno), Poulsen (82. Selke); Bank: Müller, Nukan, Khedira, Kalmár; Nicht im Kader: Keita, Klostermann (beide verletzt), Coltorti, Boyd, Gipson, Touré, Janelt, Fechner

Aufstellung TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Kaderabek, Süle, Schär, Ochs – Vogt (46. Schwegler) – Rudy, Rupp (65. Amiri) – Uth, Kramaric (79. Terrazzino) – Wagner

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Insgesamt eine souveräne Spielführung. Manchmal etwas kleinlich. Die beiden ersten gelben Karten in dieser Hinsicht durchaus diskutabel. Aber mit denen hat Stieler auch die Linie festgezogen. In der Nachspielzeit die RB-Ecke nicht mehr ausführen zu lassen, sondern das Spiel abzupfeifen, muss man nicht unbedingt machen. Stieler sah es offenbar als pädagogische Maßnahme, weil RB zuvor auf Zeit gespielt haben soll. Insgesamt passte die gute Spielleitung aber zum guten Spiel.)

Gelbe Karten: Vogt, Schär – Orban, Demme, Compper, Ilsanker (jeweils 1.)

Zuschauer: 24.188 (davon 1.200 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, TSG-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 11 : 23
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 6 : 16
  • Schüsse auf das Tor: 5 : 9
  • gewonnene Zweikämpfe: 50,8% : 49,2%
  • Ballbesitz: 39,9% : 60,1%
  • Passquote: 55,3% : 44,7%
  • Laufstrecke: 108,4 km : 113,3 km
  • Sprints: 205 : 209
  • Intensive Läufe: 551 : 600
  • Fouls: 12 : 11
  • Ecken: 2 : 9
  • Abseits: 1 : 1
  • Meiste Torschüsse: Rudy, Uth: je 3 – Kaiser: 6
  • Meiste Torschussvorlagen: Rupp: 3 – Kaiser: 5
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Süle: 63,2% – Ilsanker: 57,1%
  • Meiste Ballkontakte: Süle: 79 – Schmitz: 59
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Süle: 91,0% – Ilsanker: 79,4%
  • Größte Laufstrecke: Kadarabek: 10,6 km – Demme: 11,9 km
  • Meiste Sprints: Uth: 31 – Werner: 35

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Kaiser, Sabitzer – je 1

Saisonvorlagengeber: Demme, Schmitz  je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Compper, Ilsanker, Sabitzer, Orban, Kaiser, Forsberg

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Bilder: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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8 Gedanken zu „Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig 2:2“

  1. Das Spiel hat Spaß und Lust auf mehr gemacht. Und ich kann mit dem einen Punkt sehr gut leben. Klar müssen vorne ein paar Dinger mehr rein. Aber es muss eben auch Defensiv noch viel passieren. Mit etwas Pech und ohne Gulacsi liegt RB in diesem Spiel nach 8 Minuten schon 0:2 hinten. Stabilität in die Abwehr zu bekommen ist m. E. die größere Baustelle für Hasenhüttl.

    Interessant auch, die angesprochenen „Ruhe“ im Stadion im Vergleich zum Dresden-Hexenkessel. Man wird sehen, wie die Jungs spielen, wenn es in Zukunft wieder in emotionalere und lautere Arenen geht.

  2. Und nun feiert auch der rotebrauseblogger seine Bundesliga-Analyse-Premiere!!!
    inkl. der #raufasertapete 😉

    Glückwunsch!!
    Und wie immer Top auf den Punkt gebracht.

    Interessant ist, daß Deine Lichtblicke mit der der LVZ etwas im Gegensatz stehen, besonders Ilsanker. Bin da eher bei Dir.
    Was aber am 1. ST schon auffällt, die komplette Defensive hat gelb bekommen (AV mal ausgenommen). Auch wenn man über die Karten streiten könne, ist das überhaupt nicht gut im Hinblick auf diverse Sperren und die Alternativen dazu.

    Für mich ist definitiv das Glas halb voll!

    Und das mit der Top-Quote bei Sky! 😉

  3. War ein interessantes Spiel. Defensiv haben beide Mannschaften noch einen weiten Weg vor sich.
    Vor allem bei den Pässen in die Schnittstelle haben wir teilweise mehr als schlecht ausgesehen. Offensiv war die Quantität beeindruckend. Qualitativ muss man die Chancenverwertung bemängeln.
    Hoffenheim hat hingegen offensiv nicht so oft stattgefunden und in der Defensive war Baumann da.
    Das Unentscheiden war insgesamt vollkommen in Ordnung.

    Zur Stimmung muss ich sagen, dass man unsere Fans (zumindest bei Sky) erstaunlich oft gehört hat. Ob dies nun an der massiven Unterstützung des Blocks lag oder an der mangelnden Stimmung unter den Heimfans kann ich nicht beurteilen. Kann hierzu jemand eine Aussage treffen?

  4. Na das war doch wirklich ein rassiges, spannendes Spiel mit Torchancen, viel Athletik und beidseitigem Siegeswillen der jungen Talente. Typisch für diese Plastik-Kommerz-Vereine! Wie langweilig. Keine Widerwärtigkeiten von den Rängen, kein stumpfsinniges Ballgehalte, kein dauerndes Schreien und Lamentieren. Ist echt stupide, diese sportliche Art des Fussballspiels. Lediglich der verarmte Hoffenheimer Mittelstürmer fiel da völlig raus. Extrem sympathischer Typ. Wer hat den eigentlich dahin geholt?? Der passt doch viel besser nach z. B. Dresden. Ach nee, die haben ja schon so einen.

    P.S. Aus meiner Sicht auch Schmitz sehr gut. Trotz des einen kapitalen Fehlers.

  5. Zum Schiri und dem klaren Handspiel. Früher hieß es, Vergrößerung der Körperfläche. Beide stoppen den Ball mit dem Arm. SEHR zweifelhaft …

  6. Herzlichen Glückwunsch, „RBB“ zum ersten präzisen Kommentar in der 1. Bundesliga!

    Um ehrlich zu sein, diesen mutigen Auftritt der „RaBa“-Jungs hatte ich wirklich nicht erwartet! Nur mit solchen Leistungen, die auch das gerechte Ergebnis widerspiegeln, kann doch die Unruhe auf den Rängen und unnormalen Aktionen in den besonders fremden Stadien etwas eingedämmt werden!

    Andererseits sorgt die Clubleitung mit der an R. Rangnick übertragenen Regie durch immer wieder komische Transfers, besonders kurz vor der Schließung dieses viel zu lange geöffneten Fensters, für eine gewisse Unruhe, da man in dieser wichtigen Anfangsphase der Meisterschaftsrunde den fast eingespielten Kader damit nochmals richtig durcheinander wirbelt. Nachdem der sportliche Direktor für die letzten größeren und heftig umworbenen Neuzugänge, Nukan und Bruno scheinbar keinen Bedarf mehr hat, sind sie als „Austauschobjekte“(Leihgut) gegen die bisher bei RB Salzburg (!) spielenden 21- jährigen Brasilianer Bernado sowie beim engl. Zweitligisten N. Forest beschäftigten zweifachen 19- jährigen schottischen Nationalspieler Burke, die beide einen mehr als großzügigen Vertrag bis jeweils 2021 (!) erhielten, vorgesehen.

    Bruno, wie Nukan mit einem Vertrag bis 2019 ausgestattet, wurde bekanntlich 2014 mit einem Marktwert von geschätzten 9 Millionen € aus Anderlecht geholt und bereits einen Tag später (!) nach Salzburg für ein Jahr ausgeliehen. Als teuerster Neuzugang in der 2. Bundesliga versuchte man ihn 2015/16 dann in Leipzig wieder zu integrieren, wurde im April gegen den VfL Bochum als Einwechselspieler zum Matchwinner mit zwei Toren und soll nun erneut für ein Jahr an seinen Ex-Verein ausgeliehen werden. Sein derzeitiger Marktwert wird allerdings nur noch mit knapp 2 Millionen € geschätzt. Mit dem Ex-Talent Nukan geht das Verleihen zu seinem Ex-Verein B. Istanbul vermutlich weiter.

    Der spendierfreudige Mateschitz sprach bei diesen aufregenden Wechselspielchen bisher von einer „internen Interessenabwägung“, besonders, wenn Salzburg mit im Spiel ist. Die jetzigen Mitbewerber und unruhigen Zuschauer bundesweit sehen das natürlich anders und sprechen davon, dass „RaBa“ seit geraumer Zeit gleich zwei Kader zur Verfügung hat. Mit der Personalie Sabitzer, der praktisch mit seinem Tor in Hoffenheim den Punkt sicherte, gelang bekanntlich der berühmte Trick, durch die „enge Freundschaft“ zu RB Salzburg, diesen Spieler, trotz bestehender Gesetze, für Leipzig zu gewinnen. Nach Zeitungsinformationen wurden für die letzten sechs Neuzugänge gleich dreimal zweistellige Millionen Euro bezahlt. Wo eben das Geld locker sitzt, kann das einfach…..

    Der Profifußballsport ist heutzutage primär längst zum mächtigen Werbeträger geworden. Kritisch werden Fehleinkäufe nur intern streng ausgewertet, wenn zum Ende hin die Luft dünner wird und der Abstiegsplatz sehr nahe kommt. Wir sind aber erst am Anfang……..

    1. Also entweder habe die Verantwortlichen die beiden Transfers extrem gut unter der Decke gehalten oder es sind schlichtweg Verlegenheitslösungen. Fünfjährige Vertragslaufzeiten könnten dafür sprechen, dass man durchaus ans äußere Ende gehen musste, um die Deals überhaupt unter Dach und Fach zu kriegen. Generell sehe ich die „Inzucht“ mit RBS auch kritisch, denn wie die erneut verpasste CL-Quali gezeigt hat, genügt das Niveau der dort Spielenden mittlerweile internationalen Ansprüchen nicht (mehr) – ob es für eine europäische Top-Liga wie die BL reicht, ist fraglich. Hinzu kommt: Je öfter sich RBL bei RBS bedient, umso unattraktiver wird der Klub für Spieler aus „normalen“ Vereinen, denn wer will schon in so eine „inzestuöse“ Familie … Vom Unmut der Fans in Salzburg und anderswo ganz abgesehen …

  7. Kompliment an alle Auswärtsfahrer .super Stimmung .kam bei Sky zumindestens so rüber .
    Zum 2ten Gegentor war fast eine komplette Schablone vom Gegentreffer in München voriges Jahr .
    Leider wiedermal das leidige Thema Chancenauswertung.
    Sonst super Einstand 👍

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