DFB-Pokal: Dynamo Dresden vs. RB Leipzig 7:6 n.E.

Erstes Pflichtspiel von RB Leipzig in der neuen Saison. Das erste Pflichtspiel als Bundesligist. Im DFB-Pokal ging es zum in vielerlei Hinsicht schwersten Los, das im Topf lag, zu Dynamo Dresden. Am Ende stand eine nicht ganz unerwartete, aber nach einer 2:0-Pausenführung völlig unnötige Niederlage nach Elfmeterschießen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit der erwarteten Formation. Sowohl taktisch (4-2-2-2), als auch von der Kaderbesetzung her. Ilsanker in der Innenverteidigung und Sabitzer als zweite Spitze, das waren die einzigen Positionen, die man als noch ansatzweise offen empfinden konnte. Aber auch das waren naheliegende Besetzungen. Auch wenn Coach Ralf Hasenhüttl vor der Partie noch davon gesprochen hatte, dass die erste Elf noch nicht feststehe.

Dynamo Dresden überraschte auf der anderen Seite mit Formation und individueller Besetzung. So blieben Testroet, Lambertz und Teixeira draußen und mussten Kutschke, Konrad und Starostzik Platz machen. Dadurch formierte sich das Team in einer Art 3-4-2-1, wobei die Dreierkette in der Abwehr natürlich situativ durch die Außenverteidiger Kreuzer und Müller zu einer Fünferkette wurde.

Die Formation, die Dynamo in der ersten Halbzeit auf den Platz brachte, funktionierte taktisch nicht wirklich gut. Man agierte eher vorsichtig, fast schon zurückhaltend, gar nicht wie man es in einem Pokalspiel erwartet hätte und zeigte praktisch nichts von den guten Offensivdingen, die man phasenweise in den ersten zwei Spielen in der zweiten Liga gesehen hatte. Vielleicht nachvollziehbar, dass man gegen RB Leipzig erst mal die Defensive stärken wollte, aber genaugenommen beraubte man sich dadurch der eigenen Stärken, weil die Außenpositionen, die gegen RB Leipzig im Umschaltspiel immer gut bespielbar sind, nicht wirklich besetzt waren. Die Außenverteidiger spielten dafür zu tief. Und Stefaniak und Aosman zu zentral.

Wenn man gegen RB Leipzig aber keine guten Außenpositionen hat, fehlt auch die Geschwindigkeit und das Überraschungsmoment beim Spiel in die Tiefe. Weswegen in der ersten Hälfte viele Bälle auf Kutschke gingen, der sie mit seiner Körpergröße sichern sollte. An dieser Aufgabe scheiterte er aber zumeist, weil die RB-Innenverteidigung in den Zweikämpfen überwiegend sicher zugriff.

Dank Dynamo-Taktik verlebte RB Leipzig eine ruhige erste Halbzeit und hatte die Dinge abgesehen von einem Stefaniak-Schuss nach abgewehrtem Freistoß ziemlich mühelos im Griff. Wobei das auch nicht heißt, dass RB Leipzig ein überragendes Spiel gemacht hat. Denn bei sehr viel Ballbesitz fiel den RasenBallsportlern Richtung Dynamo-Strafraum nicht viel ein. Spielkontrolle ohne Durchschlagskraft, so könnte man die erste Halbzeit beschreiben.

Einzige Ausnahme in der 15. Minute. Nachdem schon Poulsen eine Hereingabe nur knapp verpasst hatte, bekam Diego Demme von Kaiser den Ball und flankte ihn passgenau auf Sabitzer, der ihn per Kopf im Dynamo-Tor unterbrachte. Schön gespielt, aber der Innenverteidiger war viel zu weit weg vom Österreicher und Dynamo-Keeper Schwäbe machte auch keine gute Figur, weil er einen Schritt aus seinem Kasten herausmacht und so die kurze Ecke öffnet.

Da war die Welt noch in Ordnung für RB Leipzig. Marcel Sabitzer erzielt in Dresden das 1:0. | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Wenn man den RasenBallsportlern in der ersten Halbzeit etwas vorwerfen kann, dann dass man nicht vehementer versucht hat, die taumelnden Gastgeber mit einem bei weitem noch nicht tobenden Publikum nachhaltiger zu beeindrucken und das Spiel vielleicht sogar schon zu entscheiden.

Wobei dies eine unglückliche Elfmetersituation kurz vor der Pause zu erledigen schien. Manuel Konrad wehrt eine Flanke ab, indem er seine Hand auf Kopfhöhe einsetzt. Nach moderner Interpretation des Regelwerks eben ein strafbares Handspiel und entsprechend im Strafraum ein Elfmeter. Auch wenn das Schiedsrichtergespann ein paar Sekunden für die Rücksprache brauchte ein Elfmeter, der in Ordnung geht. Wie auch immer man jetzt die Regelwerkinterpretation subjektiv finden mag. Dominik Kaiser sorgte für das 2:0 vom Punkt.

Zwei Schüsse aufs Tor, beide drin. Viel effizienter kann man Fußball nicht spielen. Wenn man eine erste Halbzeit ohne größere Tormöglichkeiten sieht, war die Führung sicher um ein Tor zu hoch. Aber sie hätte eigentlich trotzdem der Grundstein fürs Weiterkommen sein sollen.

Wenn da nicht direkt nach der Pause Benno Schmitz mit Anlauf an der Strafraumgrenze Marvin Stefaniak umrennt. Eine Abwehraktion, die so nicht nur nicht passieren sollte, sondern in der Folge auch das Publikum komplett ins Boot holte und die Überzeugung der Dynamos auch praktisch greifbar machte. Denn Stefan Kutschke verwandelte den Elfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer und das Spiel war von einer auf die andere Minute ein komplett neues.

Was auch daran lag, dass Dynamo-Coach Uwe Neuhaus seinen taktischen Plan aus der ersten Halbzeit über den Haufen warf und wieder auf Viererkette umstellte. Wodurch Dynamo sofort wieder zwei von Außenverteidigern unterstützte, offensive Außenbahnspieler hatte (Kreuzer und Stefaniak), die sie in Hälfte 1 so schmerzlich vermissten und in der offensiven Zentrale mit Aosman einen ballsicheren Spieler.

Diese merkwürdige Zurückhaltung aus der ersten Halbzeit war nun vorbei und wenn Dynamo auch nicht Welle auf Welle Richtung RB-Strafraum liefen ließ, kamen sie einige Male rund um den Strafraum in vielversprechende Flanken- oder Feldpositionen. Direkte Torgefahr entstand daraus lange nicht wirklich, aber zumindest vom Gefühl her kippte das Spiel in dieser Phase.

Was auch daran lag, dass von RB Leipzig nun offensiv fast gar nichts mehr kam. Zwar hatte man zwischenzeitlich immer mal das Gefühl, dass RB über Ballkontrolle auch das Spiel wieder ein wenig beruhigen kann, aber immer wieder verlor man im Offensivbereich auch leichte Bälle. Was nicht nur bedeutete, dass man selber keine Chancen kreieren konnte, sondern auch, dass der Gegner immer wieder in Umschaltsituationen kam, bei denen die Abwehrkette von RB stark gefordert war.

Mit einer echten Torchance dauerte es aber bis zur 74. Minute als nach einem Abwehrwirrwarr Kutschke frei im Strafraum zum Abschluss kam, aber den Ball am Pfosten vorbeischob. Vier Minuten später nutzte er eine weiter RB-Defensivverwirrung kurz nach der Einwechslung von Compper und Umstellungen in der RB-Innenverteidigung  und schloss von der Strafaumgrenze freistehend ganz überlegt zum 2:2 ab.

Trotz einer Poulsen-Chance kurze Zeit danach ging es mit diesem Spielstand in die Verlängerung. Was völlig unnötig war, weil Dynamo zwar optische Vorteile hatte, aber in Tornähe auch kaum zum Abschluss kam. Ein Elfmeter, der aus RB-Sicht nicht passieren darf und im weiteren Spielverlauf noch zwei Großchancen. In Sachen Effizienz Dynamo fast schon auf Augenhöhe mit den RasenBallsportlern der ersten Halbzeit. Nicht völlig unverdient, weil man viel investiert hatte, aber eigentlich sollte das als Gastverein nicht unbedingt passieren, dass man so hilft, den Gegner wieder ins Spiel zu bringen. Nicht nur durch den Elfer, sondern auch durch fehlerhaftes Spiel, das den Gegner permant in ein selbstvertrauenschaffendes, schnelles Umkehrspiel bringt.

Mit der Einwechslung von Timo Werner, der kurz vor dem Schlusspfiff der regulären Spielzeit für den angeschlagenen Naby Keita (im Aufbauspiel weiter vergleichsweise fehleranfällig) kam, wurde RB Leipzig in der Verlängerung noch mal aktiver. Endlich hatte man wieder einen Spieler für die Geschwindigkeit in die Tiefe, der auch Räume für andere Spieler schuf. Einige gute Möglichkeiten, von denen die besten Kaiser und Werner hatten, waren die Folge.

Gespielt wurde inzwischen auf RB-Seite ein 4-1-2-2-1, das in der Vorbereitung in Testspielen nur einmal getestet wurde. Ilsanker spielte den alleinigen Sechser. Demme und Kaiser mühten sich davor auf der Acht um Dynamik. Sabitzer und Werner gaben offensivere Außenspieler und Poulsen blieb in der Sturmzentrale. Damit fuhr man in der ersten Hälfte der Verlängerung ganz gut, verpasste es aber daraus auch Kapital in Form von Toren zu schlagen.

So ging man eben mit dem 2:2 in die zweite Hälfte der Verlängerung, wo es dann wieder ausgeglichener wurde und sich RB das Spiel durch fehlende Sicherung von Bällen in der Offensive manchmal selbst schwer machte. Der eingewechselte Gogia hatte für Dynamo noch mal eine Riesenchance zur Führung. Sabitzer kam auf der anderen Seite am Strafaum in relativ guter Position zum Abschluss, aber mit dem Schuss hatte Schwäbe wenig Mühe.

Und dann kam dann eben das Elfmeterschießen. Glücksspiel. Neun Spieler verwandelten teils beeindruckend sicher. Nur einer verwandelte nicht und das war Dominik Kaiser. So ausgerechnet wie mit Stefan Kutschke ein Ex-RBLer zwei Treffer erzielte, so ausgerechnet verschoss einer der sichersten RB-Elfmeterschützen, der in der regulären Spielzeit noch verwandelt hatte, seinen Elfmeter.

Letztlich müßig über ein Elfmeterschießen zu reden, in dem Glück eine viel zu große Rolle spielt. Die Partie hatte RB Leipzig schließlich an anderen Stellen aus der Hand gegeben. Vornehmlich durch das Verursachen eines Foulelfmeters direkt nach der Pause, das ungenaue, den Gegner aufbauende Spiel der zweiten Halbzeit und die mangelnde Chancenverwertung der ersten Häfte der Verlängerung. Man hatte es selber in der Hand, die Partie in 90 oder 120 Minuten zu entscheiden. Über alles andere muss man sich nicht ärgern.

Fazit: Eine unnötige Niederlage von RB Leipzig bei einer Mannschaft, die zumindest ab der zweiten Halbzeit vom Publikum getragen wurde und sich das Zurückkämpfen nach Rückstand durch die taktische Umstellung nach der Pause und die größere Anzahl an Torgelegenheiten in der regulären Spielzeit auch verdient hatte. 45 Minuten lang lief nicht viel für Dynamo, in den zweiten 45 Minuten lief dann nicht mehr viel für RB Leipzig. Die Verlängerung ging dann in der Tendenz wieder an RB. Nicht ganz abwegig, dass dann eben am Ende ein Elfmeterschießen rauskommt. Und in dem hatte der Gastgeber einfach mehr Glück.

Randbemerkung 1: Wahnsinn, was da gestern bei Dynamo nach der Pause an Bannern präsentiert wurde. Quantitativ und qualitativ. Die Masse an impliziten und expliziten Gewaltandrohungen inklusive ätzendster Anspielung auf einen in Leipzig mal überfallenen RB-Trommler war selbst im Zusammenhang mit RB-Spielen Neuland. Macht aber nichts denkt man sich in Dresden und feiert das vermutlich als Teil einer wahnsinnig authentischen Fankultur. Oder hält es vielleicht auch nur für einen belanglosen Nebenaspekt des Fußballfests.

Randbemerkung 2: Es ist halt das alte Problem, dass Vereine im Zuge von RB-Spielen lieber auf den noch weiter anheizenden Zug aufspringen und den Gegner dazu nutzen, die Reihen nach innen zu schließen, als Grenzen des Erlaubten zu ziehen und die Situation zu entspannen. Da durfte in Dresden vom Präsidenten über den Sportdirektor und den Geschäftsführer bis hin zum Trainer jeder mal weiter aufs Gaspedal treten. Und da darf dann rund um das Stadion alles gemalt und in den K-Block geschleppt werden, was sich im schlaueren oder weniger schlauen Rahmen auf Tapeten malen lässt. Und der Verein findet hinter trotzdem, dass „wir gemeinsam Werbung für unsere SGD gemacht haben“. Kommt halt drauf an, auf welchem Auge man blind ist oder blind sein will.

Randbemerkung 3: Ist grundsätzlich schon toll in Dresden im Stadion. Eines dieser Stadien, in denen die Lust zu gewinnen, noch größer ist als anderswo. Und Niederlagen entsprechend noch bitterer schmecken. Darüber kann man sich in Dresden freuen und dies als Alleinstellungsmerkmal verkaufen und erhalten, mit denen man Zusammenhalt schafft und Spieler hält, die man sonst nicht halten könnte (siehe auch Köln, die dies bspw. mit Hector und Horn hingekriegt haben). Dass man darüber hinausgehend quasi vereinsoffiziell die Ablehnung des Gegners zum Spieltagsinhalt macht, ist ein merkwürdiges Verständnis davon, was man sich unter sportlichem Wettbwerb und Respekt vorstellt.

Randbemerkung 4: Es hat sich in den letzten Jahren in Deutschland ein wenig zur Unsitte entwickelt, nach einem Vereinswechsel bei Toren gegen den Ex-Verein nicht zu jubeln. Bei manch einem mag das nachvollziehbar sein, wenn er sehr lange irgendwo spielte, grundsätzlich sollte doch aber die Freude über den eigenen sportlichen Erfolg die Basis sein. Von daher, alles prima, wenn Stefan Kutschke im Trikot von Dynamo nun Torerfolge feiern darf und auch ausgiebig feiert.

Warum er dies aber ausgerechnet mit gestenreichem Verweis auf das Wappen auf seinem Trikot und vor dem Gästeblock tun musste, bleibt ein kleines Rätsel. Kutschke genoss in seiner Leipziger Zeit allen Respekt seitens des Umfelds. Er war einer, der im Verein immer voranging und sich Anfeindungen auch durch demonstratives Trikotverweisen entgegenstellte. Er übernahm 2013 die Verantwortung als Daniel Frahn in der entscheidenden Saisonphase im Kampf um den Aufstieg ausfiel, machte dort seine besten Spiele im RB-Trikot und schoss Leipzig mit zwei Elfmetern zum Aufstieg. Sein Abschied 2013 war beidseitig emotional und ließ jede Tür nach Leipzig offen. Ein Wechsel zurück nach Leipzig im Winter 2014/2015 scheiterte nicht daran, dass Kutschke grundsätzlich unwillig gewesen wäre.

Kutschke war auch nach seiner aktiven Zeit in Leipig hierzulande absolut respektiert und dass man ihn zwingen musste, in Leipzig zu spielen und diesen Verein mitzutragen, war bisher nicht bekannt. Von daher war es schon ein (freundlich gesagt) sehr befremdlicher Moment, als Stefan Kutschke nun ausgerechnet vor dem RB-Block sein Tor zum 1:2 mit wildem Befingern des Dynamo-Wappens feierte. Die Antwort kam ein paar Minuten später mit durchaus lautstarken „Kutschke, du Arschloch“-Rufen aus dem RB-Block. Worauf Kutschke nach dem 2:2 mit noch wilderem Verweis auf sein Dynamo-Wappen für längere Zeit vor dem RB-Block antwortete. Woraufhin dann einige Gegenstände inklusive Feuerzeuge den Weg auf den Rasen fanden.

Kutschke war immer Kutschke, ein Typ, der mit seinen Emotionen und seinem Herz Dinge leistete, die seine fußballerischen Qualitäten so vielleicht gar nicht hergaben. Er hat sich damit einen langen Vertrag in Wolfsburg geholt und sich seitdem durch die Ligen gehangelt und gutes Geld verdient. Auf dem Fußballplatz war Kutschke durchaus ein kleiner Drecksack, einer der Spieler, den du lieber in deinem Team hast, als dass er gegen dich aufläuft. Aber auch immer ein Spieler, der nach 90 Minuten die Hand ausgestreckt hat und für den dann der Fight vergessen war.

Unvergessen die Auseinandersetzung mit Tobias Willers in der Relegation 2013. Zwei Typen, die sich in Sachen Emotionalität und auch mal vor dem Gästeblock jubeln in gar nichts nachstanden und sich in Lotte fast 120 Minuten lang extrem beharkten, um sich nach dem entscheidenden 2:2 noch während des Spiels die Hand zu reichen und sich so gegenseitig ihres Respekts zu versichern.

Will sagen, Kutschke ist ein Typ, mit dem in 90 Minuten Fußball auch schon mal die Gäule durchgehen, weil er mit jeder Faser im Spiel und in seinem Team ist. Was absolut eine prima Eigenschaft ist. Wenn dann aber mal der Kopf ausklickt, passieren dann so Dinge wie vor dem RB-Block, wo es Kutschke geschafft hat, binnen nicht mal einer Minute von einem anerkannten Ex-Spieler zur Persona non grata abzurutschen. Normal auch keine ganz so einfache Aufgabe.

Kutschke erklärte seine Aktionen vor dem Gästeblock nach dem Spiel laut Sport1 damit, dass er „vor dem Spiel noch ein paar Nachrichten bekommen habe, die mit meiner Zeit in Leipzig zu tun hatten und nicht ganz so schön waren“. „Man sollte auch Ex-Spieler niemals vergessen“, so fügte er an. Keine Ahnung, wer Kutschke auf welchem Kanal welche Nachrichten geschickt hat, die nicht ganz so schön waren. Fakt ist, dass es hierzulande nie ein verbreitetes, negatives Thema mit dem Ex-Spieler Kutschke gab. Jetzt aber schon. Vielleicht kriegt es ja Kutschke hin, mit ein bisschen heruntergefahrenem Adrenalin-Pegel öffentlich einzusehen, dass er Bockmist gebaut hat. Ist er noch der Typ, der er früher war, dann wäre es ihm zumindest zuzutrauen.

Randbemerkung 5: Vielleicht sollte man sich schon mal von vornherein und bei allem Ärger, der im Stadion über Kutschke hochkam, klarmachen, dass man ihn zwar jetzt vielleicht aus dem Fanherzen streichen kann oder nicht mehr mögen muss, dass es aber auch für den Umgang mit einem Stefan Kutschke, egal ob online oder real durchaus feste Grenzen des guten Geschmacks gibt. Möge sich jeder selbst prüfen, ob er sich an diesen Grenzen entlanghangeln kann.

Randbemerkung 6: Ein 15jähriger, der bei der Ankunft des Sonderzugs in Dresden auf dem Bahnhof einen Rauchtopf zündet, dessen Qualm die Atemwege von vier Polizisten übermäßigt gereizt haben soll und der dann von Omi von der Polizeistation abgeholt werden muss. Man weiß gar nicht, ob man diese Geschichte lustig finden oder im offizösen Gestus als ‚Wehret den Anfängen‘ begleiten sollte. Vermutlich macht es eine Mischung aus beidem..

Randbemerkung 7: Irgendwie ist das mit dem Pokal und RB Leipzig eine sehr unerfüllte Geschichte seit Alexander Zorniger weg ist. Der hatte noch Paderborn und Aue ausgeschaltet, bevor Beierlorzer in den Rückrundenwirren 2014/2015 gegen Wolfsburg chancenlos war. Und letztes Jahr übernahm Rangnick mit zwei sehr grausamen Auftritten in Osnabrück und Unterhaching und einem Sieg am grünen Tisch. Nun steht auch unter Hasenhüttls RB-Pokalbilanz bei sportlichen Siegen eine Null. Hätte einen besseren Start in seine Leipziger Trainerzeit geben können..

Randbemerkung 8: Elfmeterschießen mit RB Leipzig. Auch eher ein seltenes Vergnügen. Im DFB-Pokal gab es das noch gar nicht. Im Sachsenpokal wurde einst Benjamin Bellot in Neugersdorf zum Elferheld. Es war das erste und bisher einzige Elfmeterschießen der Vereinsgeschichte. Teil 2 war dann aus Vereinssicht eher ein Schuss in den Ofen.

Randbemerkung 9: „Feldi statt Brause“ trugen die Dynamo-Spieler nach dem Spiel auf extra angefertigten Trikots spazieren (nein, keine Solidaritätsadresse an Ex-RB-Pressechef Hans-Georg Felder). Basisdemokratisches, antikapitalistisches Graswurzelmarketing vermutlich. Oder irgendwas in der Art. Auf jeden Fall sicher was ganz anderes als diese vorgefertigen Feierausrüstungen bei diesen neureichen Klubs.

Lichtblicke:

  • Willi Orban: Großartige Duelle mit Stefan Kutschke in der ersten Häfte. Nahm den Stürmer dabei komplett aus dem Spiel. Gut im Zweikampf, souverän im Auftreten. Meist sehr guter Auftritt des Innenverteidigers, der aktuell so etwas wie der Anker der Abwehr ist. Beim 2:2 auch ein wenig desorientiert.
  • Timo Werner: Mit seiner Einwechslung kurz vor Ende der regulären Spielzeit kam so etwas wie Geschwindigkeit in das Spiel in die Tiefe. Ständiger Unruheherd mit und gegen den Ball. Hätte seine Leistung mit einem Tor krönen dürfen.
  • Diego Demme: Noch nachhallend aus der vergangenen Saison aus Prinzip. Viel unterwegs, um viele Bälle gekämpft. Mit viel Einsatz dabei. Das Tor vorbereitet. Ganz rund lief es noch nicht, aber es war mindestens ordentlich und vergleichsweise ballsicher.

Fanarena-Spieltagsspieler:

Spieler des Tages im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 0:1 Sabitzer (15.), 0:2 Kaiser (45./ FE), 1:2 Kutschke (47./ FE), 2:2 Kutschke (78.)

Elfmeterschießen: 2:3 Kalmár, 3:3 Testroet, 3:4 Orban, 4:4 Stefaniak, 4:5 Ilsanker, 5:5 Teixeira, Kaiser gehalten, 6:5 Gogia, 6:6 Halstenberg, 7:6 Aosman

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz, Ilsanker, Orban, Halstenberg – Keita (89. Werner), Demme – Kaiser, Forsberg (77. Compper) – Sabitzer (117. Kalmár), Poulsen; Bank: Coltorti, Gipson, Khedira, Bruno; Nicht im Kader: Selke, Klostermann (beide Olympia), Janelt, Fechner, Touré (alle Nachwuchs), Nukan, Boyd, Müller

Aufstellung Dynamo Dresden: Schwäbe – J. Müller, Ballas, Starostzik (46. Teixeira) – Kreuzer, Hartmann, Konrad (74. Testroet), F. Müller – Aosman, Stefaniak – Kutschke (88. Kutschke)

Schiedsrichter: Felix Brych (Insgesamt eine fehlerlose und souveräne Spielleitung. Manchmal wünscht man sich, dass gerade in aufgeladener Atmosphäre aufgehitzte Spieler und Schubser und Aktionen jenseits des Balles und von Zweikämpfen rigoroser geahndet werden. Aber da steht in der modernen Spielleitung Stressfreiheit meist über Einschreiten. Solange es nicht klare Tätlichkeiten sind. Von daher kein Vorwurf an Brych, der das Spiel souverän über die Bühne brachte und mit allen wichtigen Entscheidungen richtig lag.)

Gelbe Karten: Hartmann, Aosman – Kaiser, Poulsen

Zuschauer: 29.222 (davon 1.800 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, SGD-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 10 : 17
  • gewonnene Zweikämpfe: 49% : 51%
  • Ballbesitz: 41% : 59%
  • Passquote: 68% : 78%
  • Fouls: 19 : 23
  • Abseits: 4 : 4

Statistiken von kicker.de

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Saisontorschützen DFB-Pokal: Kaiser, Sabitzer

Saisonvorlagengeber DFB-Pokal: Demme

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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19 Gedanken zu „DFB-Pokal: Dynamo Dresden vs. RB Leipzig 7:6 n.E.“

  1. Alles in allem finde ich es für Sachsen für Leipzig und für Dresden klasse, dass man ein friedliches Fussballfest feiern konnte.
    Als Neufussballfan (vor RB wusste ich nicht mal das der Ball rund ist) lassen mich solche Gesten von Kutschke völlig kalt. Das ist so, als wenn Franke letzte Woche sagt „Halle…. Da wollte ich schon immer spielen“. Es gehört dazu, dass man dem Verein ggü. loyal ist, für den man spielt.
    Ich finde die Aufregung übertrieben. Als er für uns gespielt hat, hat er einen guten Job gemacht.

    Ich fand das defensive Verhalten in Halbzeit zwei grauenhaft. Da war nicht mal Ansatzweise etwas von Pressing und gemeinsamer Arbeit gegen den Ball zu sehen.

  2. Ärgerlich ist nicht, dass man gegen Dynamo verloren hat. So etwas kann im Pokal passieren. Mich ärgert die einseitige Berichterstattung und Häme in den Medien. Dynamo wird als Hüter des Grals des Traditionsfußballs gegen RB als das neureiche Böse an sich inszeniert. Dass es auch sachlich geht, kann man beim Rotbrauseblogger nachlesen. Danke dafür!

    Ich habe das Spiel beim Livestream von mdr 1 Radio Sachsen verfolgt. Man hätte es auch Dynamo-Radio nennen können. Erstaunlicherweise fand ich heraus, dass der öffentlich-rechtliche Sender als Sponsor von Dynamo Dresden dient. Ich möchte nicht, dass meine Rundfunkgebühren an Dynamo Dresden fließen!

  3. Und Kalmar legt sich einfach mal als erster den Ball hin und verwandelt sicher. Hut ab! Auch nach seiner einwechslung gleich auffällig, Leider mit etwas (Abseits?)-Pech

  4. Noch ein Nachtrag zu Kutschke und Brych, wenn man einem Spieler auf die Hand tritt, dann zieht man schnell den Fuß weg. Aber da noch länger darauf zu stehen und wie eine Kippe austreten den Fuß zu bewegen, ist meiner Meinung nach grob unsportlich und hätte geahndet werden müssen. Genauso wie mehrmaliges wegstossen eines gegnerischen Spielers, der sich um einen am Boden liegenden Mitspieler kümmern wollte.
    Ändert aber nix an der schlechten Darstellung in HZ 2.

  5. Fakt ist , das es immer zu einem Einbruch gegen ein bis in die Haarspitzen motivierten Gegner kommt.siehe letzte Saison Nürnberg. Kaiserslautern.Pauli. Freiburg
    Da frage ich mich was nützen die ganzen perfekten Bedingungen , wenn einfach der absolut letzte Willen der Mannschaft fehlt (doch Legionäre)?
    Und zu den Typen Kutschkes gibt es nur eins zu sagen , RB wird immer wieder auf ex RBL er treffen , die denken sie sind vom Leben benachteiligt wurden.Da fällt mir gleich Rebic ein , der in der Kroatenconnection sich jetzt sehr wohl fühlt und alles gegen RB raus hauen wird.
    Und die Dynamoführung hat ja auch alles richtig gemacht .Publikum und Mannschaft waren auf Grund desVorgeplänkels bis zum Umfallen motiviert.

  6. Wie immer hier alles sehr schön zusammengefasst. Ich musste es erst einmal sacken lassen, für mich wurde gestern gezeigt, wohin die Reise diese Saison geht, es kann mit „Jugend forscht“ nur der Abstiegskampf werden. Zwei erfahrene nicht maximal 23-jährige abgezockte Spieler als Korsettstangen oder ein richtiger Leader – wir wären nie so ausgeschieden und hätten einen guten Einstieg in den Pflichtspielbetrieb gehabt.
    Hochgepushte Spiele wie dieses gewinnen wir ja selten, s.a. letzte Saison.
    Standards hätten wir uns wie fast immer sparen können, Kaiser wirkte im Spiel leicht überfordert, sein zweiter Elfer war Pech, er hat Verantwortung übernommen, nur das zählt. Kann ja alles nur noch besser werden.
    Bei unserer aktuellen Offensive ohne Werner zu starten, ich verstehe es nicht.
    Die Besetzung der Torwartposition ist mir unbegreiflich, weniger „Präsenz“ als bei Gulácsi geht eigentlich nicht mehr. Wer stand im wichtigsten Spiel dieses Jahr im Tor und rettete spektakulär und räumte alles ab?
    Compper kam zum Sichern des knappen Vorsprungs, kannte ich irgendwie, musste ja mal schief gehen.
    Trotzdem finde ich, Hasenhüttl tut RB mehr als gut, mit dem Pokal hat er es eben noch nicht so…
    Dynamo war letztendlich das beste Los, was wir bekommen konnten, so wurden die aktuellen Baustellen mehr als offenkundig, gut so für alle Beteiligten.
    Dynamo und Kutschke – beide Problemfälle existieren für mich nicht mehr, ansonsten nehme ich mich wie empfohlen dann mal lieber zurück. Dem normalen Fan gönne ich den Sieg, das wird uns noch länger verfolgen.
    Demme und Kutschke – beide wohl neue „Freunde fürs Leben“, der vorsätzliche Tritt auf die Hand war glatt „Rot“, wollte wohl der Brych nicht sehen.
    Der etwas indisponierte Selke und der Super-Klostermann haben mit Rio letztendlich alles richtig gemacht, Poulsen hat seine „Chance“ des „freiwilligen“ Hierbleibens eher nicht genutzt, Forsberg – ohne Worte.
    Buseinfahrt über einen Nebeneingang wohl polizeilich verordnet, wäre dann ja o.k.
    Es werden jetzt wohl noch Zugänge kommen, die die selbst gesetzten „Limits“ deutlich überschreiten werden, hoffentlich nicht aus Salzburg oder Schwaben, das wäre mal wieder wenig kreativ. Keita hat offensichtlich Anpassungsprobleme im deutschen Fußball, wird hoffentlich auch noch.
    Freue mich weiter extrem auf die erste Bundesliga und die TSG, rechne leider mit einer Niederlage, hoffe mich zu irren.

    1. Henne treffend👍man sieht halt immer wieder das die Österreichische Liga nur eine 2.Liga ist und die Spieler extrem lange brauchen um sich hier einzugewöhnen .Ein Boyd als Gegenstück zu Kutschke in der 2.Halbzeit wäre auch mal eine Maßnahme gewesen.Frage mich echt auch warum Gulasci vor Coltorti steht .bin mir sicher einen hätte er gehabt.weiterhin ist ja Selke mit den Olympiaauftritten mehr mehr zum schlaksigen, technisch nicht beschlagenen Herumstolperer geworden

    2. Pefekte Analyse! Hoffe das, solche Kommentare irgendwie an der richtigen Stelle, ankommen!

  7. Ja. Genau. Das Spiel zeigte bei allen Nebengräuschen eben doch ganz deutlich, dass das Ziel „ruhige Saison“ mit diesem Kader sehr schwer zu erreichen sein wird. Ich hoffe, dass wir als Kommerzklub nun noch mal unserem Namen alle Ehre machen und entsprechend aufrüsten. Perspektivspieler mit Erstligaformat müssen her. Davon habe ich gestern nur ganz wenige gesehen. Werner, Orban, Demme, Potential haben auch Keita, Forssberg, Poulsen, Kaiser, Ilsanker, Sabitzer, Halstenberg, davon aber sicher der ein oder andere nur als Backup oder in richtig guter Verfassung. Loss RR! Ginter, Gnabry und ein Torwart müssen nach Leipzig! Locke sie doch mit der Aussicht auf ein Leben in boomtown oder womit man Fußballer eben noch so lockt…

  8. Abgetrennter Bullenkopf im Innenraum eines Stadion s, sollte man mal Herr Minge auf den Schreibtisch legen.
    Gelebte und tolerierte Fankultur ala SGD .
    Jeder Verein bekommt die Fans die er verdient.

  9. Mal schauen, wann Rangnick den Panik Button drückt. Sollten Kaiser und Keita länger ausfallen, stellt sich das Team gegen Hoffenheim von selbst auf.

    Ich habe generell inzwischen ein ungutes Gefühl, was die Saison angeht. Ein sinnloser 3-Kampf im Tor mit durchschnittlichen Keepern, ein Teigl für Arme rechts hinten, Ilsanker in der IV statt des eingespielten Duos Orban+Compper, Forsberg seit Vertragsverlängerung unter dem Radar.

    Lichtblicke für mich: Demme, Sabitzer, Orban, Halstenberg (mit Abstrichen). Wird nicht reichen in den ersten Spielen.

  10. Rangnick sprach vom Derby. Ihr habt eines bekommen.
    zu Randbemerkung 2 und 3: könnte vermutlich an der spezifischen Gründungs-, Konstruktions- und Ausstattungssituation liegen, dass RBL eben noch mal eine andere Hausnummer als andere Plastikvereine darstellt und dementsprechend auch noch mal andere Reaktionen auf Fan- wie Vereinsseite auslöst. Sich nach all den Jahren immer noch zu wundern, vermundert mich wiederum. Wenn bei Clasico ein Schweinekopf auf den Rasen fliegt, ist es Folklore, der in jeder Aufzählung der berühmtesten Clasicos nicht fehlen darf, bei euch ist ein Bullenkopf ein Skandal.

    1. Tja, so einfach ist das. Der „Derby“-Begriff wird einem verwehrt, aber der Bullenkopf war Folklore. Es ist doch alles bestens im deutschen Fußball. Ich nehme an, die Rauchbomben in Magdeburg waren Teil des neuen Katastrophenschutzkonzeptes der Bundesregierung. „Verdunklung!“

  11. Abgetrennte Tierköpfe, Hassparolen, Morddrohungen……

    Alles ganz normal gegen Plastikclubs…..

    Man kann nur den Kopf schütteln bei soviel Dummheit und Ignoranz….

  12. Kein Grund zur Panik, man ist in einem am Ende hitzigen Erstrunden-Pokalspiel gegen einen Zweitligisten im Elfmeterschießen ausgeschieden.
    Ingolstadt hat das letztes Jahr gegen einen Regional-Ligisten (Unterhaching) in der regulären Spielzeit hinbekommen. Und was haben die dann für eine tolle erste (!) Bundesligasaison unter einem gewissen Trainer Hasenhüttl (!) gespielt.
    Apropos FCI, da hat doch ein Bekannter aus LE (Jung) gestern gegen Aue im Pokal nicht mitgespielt, sondern saß auf der Bank.
    Apropos auf der Bank sitzen, das wird ein weiterer Bekannter aus LE im nächsten Pflichtspiel für Dresden wohl wieder machen. Der Name ist mir ist mir entfallen, irgendwas mit Kuuuhhh und Arschloch.
    Womit ich bei hitzig wäre. So aufgeheizt, wie man es im Vorfeld dieser Begegnung hätte annehmen können und auch ich erwartet hatte, war es beileibe dann doch nicht. Die Mühe den ganzen auf Tapete gemalten Mist zu lesen, habe ich mir nicht gemacht und drüber aufregen tue ich mich schon lang nicht mehr. Potenzial für eher unangenehmen Krach in Form von sehr kurzhaarigen, kriegsbemalten und bodygebildeten Dynamos war aber trotzdem da, wie ich selbst im Block R (direkt neben dem RB-Gästeblock) feststellen durfte. Und Leute, die verbal mal ordentlich aus dem Sattel gehen, kenne ich sogar aus dem (Event)-Sektor A der RB-Arena, wo ich sonst Spiele mit RB-Beteiligung verfolge. Und was es übrigens nicht im fast ausverkauften DDV-Stadion gab, sind lange Schlangen am Einlass, an Imbiss- und Getränkeständen oder vorm WC.

    Wie bereits eingangs gesagt, sehe ich keinen Grund zur Panik, dass es RB nicht gelingen sollte, mindestens 3 Mannschaften am Ende seiner Premieren-Saison hinter sich gelassen zu haben. Auch im Hinblick auf die dargebotenen Leistungen der Konkurrenz aus ihren Vorbereitungen und den bisherigen Pokalspielen dieser Spielzeit.

    Vielleicht sollte man es auf RB-Seite einfach mit Horst Hrubesch halten und der jungen und unerfahrenen Mannschaft vertrauen, Geduld zeigen, sie spielen lassen und nicht wie bereits aus verschiedenen Richtungen gewünscht/gefordert/prognostiziert, erstligaerfahrene Führungsspieler für viel Geld panisch nach Leipzig zu holen, um das vorhandene Personal mal so richtig zu „motivieren“!

  13. Fosberg,Schmitz und Keita eine Frechheit deren Auftretten.Kaisers Standards da braucht man nicht drüber reden, wenn er Sie nicht schießen würde man nicht merken das er mitspielt, es kann wohl ein Anderer mal schießen oder?
    Fosberg eine Unverschämtheit wie der spielt, seit er sein Vertrag verlängert hat, bloß nicht weh tun, diese Tussy.
    Schmitz ist nicht mal 2.Liga tauglich,
    Und Keita sehr gute Ansätze mit Harakiri Ende, für einen Denker und Lenker sehr wenig Leidenschaft und viel Arroganz.
    Die Auswechslung von Comper war auch nicht Gut, die Innenverdeidigung stand sicher bis dahin, ich hätte Positiosgetreu ausgewechselt Khedira für Keita.
    Die einzigen Lichtblicke , waren Ilse, Orban , Demme und Sabitzer, diese Spieler haben sich gewährt und mit Leidenschaft gekämpft.Aber ich glaube wir werden trotzdem in Hoffenheim Punkten , RH weis was zu tun ist.Forza RBL

  14. „ABSOLUT WIDERLICH!“ DYNAMO-BOSS VERURTEILT BULLENKOPF-AKTION
    Zitat aus der MoPo:

    „… Leider gab es vereinzelt Spruchbänder und Meinungsäußerungen am Rande des Spiels, die weit unter die Gürtellinie gingen. Auch die Aktion mit dem abgetrennten Bullenkopf war absolut widerlich, damit wurde eine Grenze deutlich überschritten und es wirft ein schlechtes Licht auf diesen besonderen Fußball-Tag, der ansonsten eine großartige Werbung für unsere Stadt und unseren Verein war“ , erklärte Geschäftsführer Michael Born am Sonntag gegenüber MOPO24.

    Hach, immer diese Fußball-Tage, ansonsten aber großartige Werbung für Stadt und Verein. Außer ein paar Spruchbändern und einem abgehackten Rindskopf offenbar alles im Sinne des Vereins. Scharfe Worte – bis zum nächsten Eklat. Die „vereinzelten“ Spruchbänder im Detail:

    „Mutter auf dem Strich. Mein Sohn spielt im Abfall. Egal, Hauptsache bei RB seh´ ich 1. Liga!“ „Für 1. Liga Fußball hättet ihr sogar Eure Mutter verkauft!“ „RB-Schweine“ „Rattengift tötet!!!“ „Rasenstecherei jetzt!!!“ „Wir f*cken Eure Mütter!“ „RB bekommt Prügel“ „RB F*tzen!“ „Bullenschweine köpfen!!!“ „Leipzigs Verräterbande!“ „Rattenball verpisst Euch!“ „Bullen töten!“ „All Bulls Are Bastards!“ „In Leipzig nur Faschisten-Chemie und Antifa-Lok!!“ „Ihr zerstört unseren Sport! Dafür zerstören wir Euch!!!“ „Prügel!!!“ „RB verleiht Flügel? NA UND! Dynamo verteilt Prügel! RB schlagen!“ „Lügenpresse!“ „Rübe ab dem Bullenpack!“ „Rangnick Bastard – Fick Dich RB – RB F*tzen“.

    Zwei Zitate aus der Dynamo-„FANCHARTA“:

    1.1 Respektvolles Miteinander
    Alle Fans und Vereinsvertreter verpflichten sich sowohl in der öffentlichen Darstellung, als auch im direkten Gespräch oder in schriftlichen Auseinandersetzungen (z.B. in Internet-Foren) zu einem angebrachten, ehrlichen und respektvollen Umgang…

    2.4.1 Gästefans erfahren nach Möglichkeit eine Gleichbehandlung in allen sie betreffenden Punkten der FANCHARTA …

    Man darf den Dresdner Fans den Hass nicht übel nehmen, sie schreiben ja „erfahren nach Möglichkeit“. Die „Möglichkeit“ zum respektvollen Miteinander war einfach nicht da. Was soll ein Vereinsvertreter da jetzt Maßnahmen ankündigen. An Herrn Born´s „Werbung für unsere Stadt“ zweifle ich. Dass Erstligisten seit Jahren aus dem DFB-Pokal fliegen, ist nichts Aufregendes, dass ein abgehackter Kopf ins Stadion fliegt, sehr wohl. Und ziemlich sicher ist der nicht imagefördernd.

    Dabei täte Dresden positive Werbung gut und ich würde sie der Stadt auch wünschen. Aber das haben die Dresdner – wie vieles andere – selbst in der Hand:
    http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Tourismusbranche-zieht-Bilanz-Weniger-Uebernachtungen-in-Dresden

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