Bestmögliches Los

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie im DFB-Pokal von RB Leipzig bei Dynamo Dresden (20.08.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.]

Da hat er uns also endlich wieder nach einer ewigen (aber wohltuenden) Sommerpause. Der Pflichtspielfußball in seiner ernsthaften Form. Und angesichts dessen, dass Dynamo Dresden und RB Leipzig aufeinandertreffen, sogar in seiner allerernsthaftesten Form.

Die Sommerpause hatte wohl wenig spektakulärere Momente als jenen, in dem irgendwann kurz vor gefühlt früh um drei in der ARD zuerst das Los Dynamo und dann das Los RB aus den jeweiligen Töpfen gezogen wurde. Ah, oh, ausgerechnet. Spontan wurde der Ausnahmezustand prognostiziert, der Polizei in Twitter-Witzen der Urlaub zwecks Spielabsicherung gestrichen und über Derby oder doch nicht Derby debattiert..

Nur Freude kam nirgendwo so recht auf. In Dresden hatten viele Angst, dass man nach dem Spiel mal wieder aus dem DFB-Pokal ausgeschlossen wird. Und in Leipzig hielt und hält sich hartnäckig das Gefühl, dass ein Ausflug nach Dresden wie das naive Hereinspazieren bei einem Haufen Kannibalen kurz vor dem Abendessen wäre. Was sich auch darin bemerkbar macht, dass der Gästeblock bei diesem Spiel nicht ausverkauft sein wird.

Nur einer freute sich letztens über diese Pokalpaarung (und überzeugte damit offenbar auch ein paar seiner Spezi im Verein) und das war Ralf Rangnick, der (sinngemäß) vom bestmöglichen Los sprach. Schon Ende letzten Jahres hatte Rangnick für ein großes Echo gesorgt, als er davon sprach, dass Dynamo gegen RB „ein fantastisches“ (äh, hüstel, kurz weghören in Dresden) „Derby“ wäre, um fortzufahren: „Da wären richtig Emotionen drin, da ginge richtig die Post ab.“ Womit er vermutlich sogar absolut Recht hat..

Dass eine Auswärtsfahrt nach Dresden in der ersten Runde des Pokalwettbewerbs eine ganz prima Aufgabe ist, begründet Ralf Rangnick damit, dass damit die Gefahr wegfalle, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Wenn da nicht die hohe Wahrscheinlichkeit bestehen würde, dass es das mit dem DFB-Pokal nach einem Spiel schon wieder war, könnte man ihm da vielleicht sogar zustimmen. Obwohl, dass man auch gegen scheinbar leichte Gegner deutlich unter Dynamo-Niveau sportlich ausscheiden kann, hatte man ja letzte Saison eindrucksvoll demonstriert.

Festhalten kann man, dass das Spiel in Dresden der perfekte Start in die Bundesliga ist. Zumindest dahingehend, dass es in Sachen Intensität und Schwierigkeitsgrad den meisten Duellen der nächsten Monate in nichts nachstehen wird. Nach den (hoffentlich) 90 oder auch 120 Minuten wird man in Leipzig sehr genau wissen, wo man leistungstechnisch steht.

Und genau das ist ja zum Saisonstart immer die Frage, die niemand so richtig zu beantworten weiß. Testspiele ersetzen den Ernstfall nur höchst unzureichend und inwiefern die vielen Gegentore der letzten Tests stilbildend werden, kann niemand seriös beurteilen. Man darf dabei am Ende auch nicht vergessen, dass für RB Leipzig in Dresden die letztjährige Zweitligamannschaft plus (einem noch nicht fertig integrierten) Keita und (Klostermann-Ersatz) Schmitz auflaufen wird.

Neben dem Heimvorteil und dem geringeren Druck dürfte Dynamo Dresden im Gegensatz zu RB Leipzig vor allem davon profitieren, dass man bereits zwei Pflichtspiele absolviert hat und schon ein wenig mehr im Rhythmus ist als der sächsische Konkurrent. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass der Bundesligist sich in der ersten Runde des Pokals unheimlich schwer tut, gegen schon deutlich vorher in den Spielbetrieb gestartete Mannschaften zu bestehen.

Nein, man muss RB Leipzig deswegen nicht zum Außenseiter in diesem Spiel machen, weil sie als Neu-Bundesligist gegen den Neu-Zweitligisten per se favorisiert sind. Aber die Differenzen auf dem Platz dürften (wenn man sich schon zu Prognosen hinreißen lassen will) nicht allzu groß sein.

Dazu trägt auch bei, dass auch Dynamo Dresden auf den ersten 13, 14 Positionen sehr gut besetzt ist. Wenn man eine Schwäche suchen will, dann findet man die noch am ehesten in der Innenverteidigung, in der Giuliano Modica ausfällt. Das Duo Ballas (vom FSV Frankfurt gekommen) und Müller (Jannik) könnte man durchaus auch mal vor Probleme stellen, wenn man Poulsen oder Sabitzer oder ja auch Werner heißt.

Der Kaderumbau hielt sich bei Dynamo Dresden nach dem Aufstieg insgesamt in Grenzen. Man hat im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ein paar kluge Neuverpflichtungen getätigt. Neben Ballas fällt da vor allem der erfahrene Mittelfeldmann Manuel Konrad auf, der auch vom FSV Frankfurt kam und in der jüngeren Vergangenheit in Spielen gegen RB Leipzig immer besonders motiviert war.

Akaki Gogia kommt dazu, der bis vor einem Jahr noch in Halle wirbelte und über die Zwischenstation des englischen Zweitligisten FC Brentford nach Dresden kam.

Bercko, Hilßner, Wachs und Starostzik sind gute Verstärkungen in der Breite. Da könnte man auch Ex-RBL-Trikot-Küsser Stefan Kutschke dazuzählen, auch wenn hierzulande manch einer in ihm sicherlich mehr sehen würde (zudem ist Kutschke natürlich kein echter Neuzugang, sondern wurde nur erneut von Nürnberg ausgeliehen).

Und nicht vergessen sollte man auch Torwart Marvin Schwäbe, der eines der größeren Talente des Unterhauses ist und ein wenig wie eine junge Version des Bochumer Manuel Riemanns wirkt. Viel Ruhe am Ball auch unter Druck. Gut mit dem Fuß, gut auf der Linie. Nachvollziehbar, dass man ein solches Talent nur zur Leihe bekommt (von Hoffenheim).

Den Fuß braucht Schwäbe in Dresden ziemlich viel, denn der Torwart ist im Spielaufbau permanente Anspielstation. Zwischen zwei sehr weit auseinander und sehr tief stehenden Innenverteidigern ist Schwäbe oft fast schon so etwas wie ein Sechser. Das Passspiel zwischen Innenverteidigern und Torwart am eigenen Strafraum auch unter Druck ist nicht ungefährlich, gerade wenn man gegen ein Pressingteam wie RB Leipzig spielt. Wird interessant, ob man diese Taktik aus der Liga trotzdem weiterspielt oder ob man doch stärker und schneller auf lange Bälle zurückgreift.

Das Mittel der Ballzirkulation am eigenen Strafraum soll vermutlich bewirken, dass der Verbund des Gegners sich weiter nach vorn verschiebt und vielleicht auch nicht mehr ganz so kompakt ist, weil die Abstände zwischen den vordersten, die Dynamo-Verteidiger anlaufenden Spielern und den Verteidigern groß werden und sich dadurch Räume ergeben, in die man hinein spielen kann.

Die Qualität, die Dynamo in der Vorwärtsbewegung auf verschiedensten Positionen hat, ist nämlich durchaus sehr ansehnlich. Wenn man sie denn ins Spiel kriegt. Das gilt sowohl für die individuelle Qualität, aber auch für die taktische Qualität. Es gibt abseits der Innenverteidiger eigentlich keinen Spieler auf dem Platz, der im Laufe des Spiels und abseits von Standards nicht irgendwann mal im gegnerischen Strafraum auftaucht. Und immer wieder sind es mehrere Spieler, die überfallmäßig im Strafraum des Gegners unterwegs sind.

Dass der Ball auch in den Strafaum kommt, dafür sind jenseits von langen Bällen, die vor allem dann eingesetzt werden, wenn Stefan Kutschke auf dem Platz ist, in herausragendem Maße Aias Aosman und Marvin Stefaniak verantwortlich. Aosman (genauso wie Stefaniak in der Vergangenheit mal bei RB Leipig im Gespräch) ist ein ballsicherer und technisch beschlagener Akteur im Mittelfeld, der relativ pressingresistent agiert. Stefaniak beeindruckte in seinen bisherigen Zweitligaauftritten mit einer feinen Mischung aus Technik und Durchsetzungsvermögen auf dem linken Flügel. Dass einer wie Stefaniak immer mal wieder in die Bundesliga gerüchtelt wird, ist angesichts seines Niveaus absolut nachvollziehbar.

Auf der linken Außenbahn wird Stefaniak von Fabian Müller unterstützt, der sich genauso wie rechts Nils Teixeira immer wieder versucht in die Offensivaktionen einzuschalten. Komplettiert wird die nicht ungefährliche Flügelzange bisher von Niklas Kreuzer auf der rechten Seite, der vor allem über Geschwindigkeit kommt.

In der Mittelfeldzentrale agiert in zentral-defensiver Position als erster Abräumer der Ex-Hallenser Marco Hartmann, neben dem bei defensiven Wünschen auch Manuel Konrad spielen könnte. Ansonsten ist dies in etwas offenisverer Version eher die Heimat von Aosman. Davor ist in relativer Freiheit Andreas „Lumpi“ Lambertz im Offensivbereich unterwegs. Hier könnte dann Akaki Gogia auch eine Rolle finden. Am Ende wird es in der Mittelfeldzentrale davon abhängen, welche Idee das Trainerteam präferiert. Aus dem Quintett Hartmann, Konrad, Aosman, Lambertz, Gogia lässt sich etwas sehr defensiv orientiertes und etwas sehr offensiv orientiertes zaubern.

Bliebe noch im Sturm Pascal Testroet, der sich dort bisher den Stammplatz vor Stefan Kutschke und Tim Väyrynen organisiert hat. Und vor der schwierigen Aufgabe steht, die eigenen 18 Drittligatore zu bestätigen und die 23 Tore des zu Werder Bremen gewechselten Justin Eilers gleich mit aufzufangen. Ein (schönes) Tor aus dem Spiel gegen Nürnberg hat er schon auf seinem Konto. Die zweite Liga wird für Testroet sicherlich eine Herausforderung, aber nach Jahren der Wanderschaft hat er in Dresden endlich mal die Chance auf längere Sicht anzukommen und auf hohem Niveau eine zentrale Rolle zu spielen.

Trainiert wird das ganze von Uwe Neuhaus, der in sieben Jahren bei Union Berlin den Verein aus der sportlichen Versenkung holte und in der zweiten Liga etablierte. Und zwar so etablierte, dass man in Berlin auf die Bundesliga zu spielen begann und irgendwann fand, das könnte ohne Neuhaus schneller gehen als mit. Diese Erwartungshaltung konnten seine Nachfolger allerdings bisher auch nicht erfüllen und lagen in ihren zwei Spielzeiten jeweils circa auf dem Punkteschnitt, den auch Neuhaus in fünf Zweitligaspielzeiten hatte.

Dass Uwe Neuhaus in der Lage ist, etwas aufzubauen, ist also beim Blick auf seine Historie unstrittig. Bei Union Berlin hatte man immer ein wenig das Gefühl, dass Neuhaus vor allem auf erfahrene Kräfte setzt. Bei Dynamo gibt es zwar auch drei, vier Spieler aus dem höheren Alterssegment, aber insgesamt ist es eine mit vielen jungen Akteuren besetzte Mannschaft, der dadurch neben der Zweitligagegenwart auch die Zukunft gehört.

Ob Neuhaus mit Dresden auch irgendwann mal der Schritt in die Bundesliga gelingt, ist natürlich völlig offen. Aktuell geht es sowieso erstmal darum, sich in der zweiten Liga sportlich zu etablieren und wirtschaftlich zu konsolidieren und nicht wie in der Vergangenheit nach Kurzausflügen wieder in der Drittklassigkeit zu verschwinden und mit dem sportlichen Aufbau von vorn anzufangen.

Auf RB-Seite ist die Ausgangslage kadertechnisch vor dem Spiel in Dresden relativ klar. Das Team steht auf fast allen Positionen, lediglich hinter den Personalien Ilsanker oder Compper und Sabitzer oder Werner stehen noch leichte Fragezeichen, wenn sich nicht noch jemand verletzt. Mit deutlicher Tendenz zu Ilsanker und Sabitzer.

Abgesehen davon lässt sich über das RB-Team nur wenig sagen. In den Testspielen schien die Tendenz zuletzt eher abwärts zu gehen, wobei der finale Test gegen Betis Sevilla ordentlich und in den 20 Minuten nach der Pause sogar sehr gut war. Inwieweit sich aus der Partie defensive Stabilität gegen schnelles Umkehrspiel ableiten lässt, ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass Dynamo durchaus über einige Qualitäten im Diagonalpass und in der Geschwindigkeit und im direkten Zug nach Ballgewinn verfügt, mit denen sie RB Leipzig weh tun können. Vor allem wenn die RasenBallsportler defensiv so auftreten wie beim 4:4 gegen Liefering oder auch partiell beim 3:2 gegen Eibar.

Überlässt man Dynamo nicht das Momentum, indem man sie ins Laufen kommen lässt, dann haben sie bisher in der Liga durchaus Spielelemente gezeigt, die der Spielweise von RB Leipzig entgegenkommen. Sprich, der Versuch mit Zweitligaspielern aus der Abwehr heraus und durchaus mal durch die Mitte zu kombinieren, kann gegen die RasenBallsportler auch in die Hose gehen. Wenn man diesen Versuch denn startet.

Mögliche Aufstellungen:

  • Dynamo Dresden: Schwäbe – Teixeira, J. Müller, Ballas, F. Müller – Hartmann, Aosman (Konrad) – Kreuzer, Lambertz (Gogia), Stefaniak – Testroet
  • RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz, Ilsanker (Compper), Orban, Halstenberg – Demme, Keita – Kaiser, Forsberg – Sabitzer (Werner), Poulsen

Fazit: Sieht man mal vom aufgeregten Drumherum und manch martialischer Drohung und aufgeladenem Protest ab, dann wartet ein sportlich sehr interessantes Spiel zwischen zwei Mannschaften, von denen eine den Heimvorteil und den Pflichtspielvorsprung auf ihrer Seite hat und die andere individuell besser besetzt ist. Dass letzteres bei einem Pokalspiel in Dresden nicht viel zu bedeuten hat, hat man in der Vergangenheit schon sehen dürfen (frag nach in Leverkusen und Gelsenkirchen). Atmosphäre und sportlicher Gegenwind werden für das junge RB- und frische Bundesligateam schöne Herausforderungen. Will man das positiv sehen, dann sind Herausforderungen dazu da, um daran zu wachsen. Prima Los eben. Oder so.

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Dynamo Dresden nicht vor Ort verfolgen kann und am 20.08.2016, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Dynamo Dresden

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Erste Spieltags-PK, natürlich mit Kapitän Dominik Kaiser | Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig bei Dynamo Dresden mit Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.

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12.44

Livefußball, Livefußball! Mit RB Leipzig! Ole!

12.47

Für einen Saisonstart ist die Reise nach Dresden eine ganz schön ordentliche Nummer. Ein lockerer Start ist es jedenfalls gar nicht. Kann man positiv sehen, kann man aber auch negativ sehen.

12.50

Technisch scheint hier mit dem Ticker und mit dem W-Lan alles zu funktionieren. Ich hoffe, das bleibt dann auch so für die nächste Stunde. Mal sehen auch, was der neue Trainer so wie zu sagen hat und wie viel davon sich um sportliche Dinge drehen wird. In zehn Minuten geht es los.

12.57

Der Worte sind vor dem Spiel eigentlich fast schon genug gewechselt. Derby oder nicht Derby. Neutraler Bus oder nicht neutraler Bus. Produkt oder nicht Produkt. Demokratisch oder nicht demokratisch. So richtig viel will man schon gar nicht mehr wissen. Sportlicherseits ist oben schon das meiste geschrieben. Mal sehen, ob es hier heute noch erheblichen Erkenntnisgewinn gibt.

13.02

Dominik Kaiser zur Kapitänsrolle: „Trainer hat mir in der Woche vor dem Test die Entscheidung mitgeteilt. War vorher schon im Mannschaftsrat, aus dem der Trainer einen bestimmt hat. Freue micht, das Amt auszuüben. Ist was besonderes, den Verein in die erste Bundesliga zu führen. Versuche, das Amt bestmöglich auszufüllen. Werde mein Ding machen und hoffe, dass das passt.“

Zum Spiel in Dresden: „Riesengroße Vorfreude. Lange Urlaub gehabt. Viele Testspiele und Trainingseinheiten. Wollen im Pflichtspiel zeigen, wie weit wir sind. Extrem reizvolle Aufgabe am Samstag. Wollen weiterkommen. Gradmesser für die Bundesliga.“

13.07

Kaiser zur Atmosphäre in Dresden: „Halte uns für sehr abgehärtet. Haben letzte Saison gezeigt, wie abgebrüht wir teilweise aufgetreten sind und dass wir auch in großen Stadien unser Spiel durchziehen können. Fans pushen die Mannschaft in Dresden nach vorn. Das kennen wir aber aus den letzten Jahren. Denke, dass wir standhalten können.“

„Professionell vorbereiten. Freue mich aufs Spiel und die Stimmung. Wenns laut ist, macht es richtig Bock zu spielen.“

„Wird in der Spielvorbereitung noch das ein oder andere an Mentalvorbereitung kommen. Bisher taktisch mit Dresden auseinandergesetzt. Mal sehen, was Trainer und Sascha Lense noch vorbereitet haben.“

„Wollen unser Spiel durchziehen. Haben gestern noch mal im physischen Bereich ein bisschen was gemacht (Explosivität und Aggressivität). Taktisch einiges angesprochen.“ Macht man jetzt noch weiter und dann hofft man vorbereitet zu sein.

13.09

Kaiser: „Darf kein Nachteil und keine Ausrede sein, dass wir noch kein Pflichtspiel hatten. Am Samstag geht es zur Sache und wir wollen gewinnen.“

„Wir fühlen uns tatsächlich wie ein Aufsteiger. So werden wir die Saison auch angehen. Wird jede Woche schwierig. Haben noch nicht so viele Spieler, die gezeigt haben, dass sie in der Bundesliga mithalten können. Haben aber Riesenpotenzial. Individuell und als Mannschaft. Schwer uns zu bezwingen und das wird auch in der ersten Liga so sein.“

13.12

Kaiser: Im Kontakt mit Klostermann und Selke über SMS und Whats App. „Ist Thema hier. Freuen uns für die zwei. Hoffen, dass sie die Goldmedaille mitbringen. Beide haben gezeigt, dass sie für die Olympiatruppe ein ganz wichtiger Faktor sein können.“

„Bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung. Im letzten Test überwiegend sehr gut gemacht. Defensiv stabil und vorne haben wir gezeigt, dass wir Dinge kreieren können.“ Torabschluss sei noch ein Thema. „Geht um Sicherheit in den Abschlüssen.“ „Sind so vorbereitet, dass wir gewappnet sind für einen Pokalfight.“

13.14

Kaiser: Hoffenheim-Spiel ist in den letzten Tagen kein Thema. War es eher als der Spielplan rauskam. „Erstes Bundesligaspiel. Gegen meinen Ex-Club. Zuletzt als Thema deutlich in den Hintergrund gerückt, weil wir Dresden vor der Brust haben.“

„Gibt teilweise Unterschiede zwischen Hasenhüttl und Rangnick. Aber beide gucken sehr auf Details.“ Videoanalyse kann auch schon mal länger dauern. „Nur so werden wir auch besser. Bisher funktioniert es sehr gut.“

13.18

Ralf Rangnick sitzt jetzt neben Ralph Hasenhüttl auch mit auf dem Podium.

13.20

Hasenhüttl: „Endlich geht es los. Sportlich könnte ich mir kaum ein bessere Los wünschen. Gegner mit ähnlicher Erfolgsgeschichte wie wir. Zwei Erfolgsmannschaften treffen aufeinander. Sind gut vorbereitet. Holen uns jetzt noch den Feinschliff und dann geht es los.“

Rangnick: „Haben die Erfahrung gemacht, dass leichte Lose nicht immer das beste sein müssen. Bei dem Los Dresden wussten wir, dass es ungefähr das schwerst ist, was im Topf war. Werden komplett gefordert. Hat viel mit einem Bundesligaauswärtsspiel zu tun. Und so werden wir das auch angehen.“

13.27

Rangnick sitzt nicht auf der Bank, sondern auf der Tribüne. Man sehe von oben besser und distanzierter. Halbzeit dient zum Austausch. War früher auch so.

Hasenhüttl: „Haben abgewogen und dann entschieden, dass es so sinnvoll ist. Sicht von oben ist gut und vielleicht hilfreich bei Entscheidungen.“

Rangnick: „Fahren zu jedem Auswärtsspiel einen Tag vorher.“ Letzte Saison nur zweimal am Tag geflogen bei Montagsspielen. „Einziger Grund für Anreise am Spieltag wäre gewesen, dass wir nichts ums Hotel herum hätten befürchten müssen. Aber wenn das nicht gewährleistet wäre, hätten wir generell ein Problem mit dem Spiel. Für uns war klar, dass wir uns so vorbereiten, wie bei jedem anderen Pflichtspiel auch.“ Sei ja auch im Interesse des Heimteams, dass Hotel abgesichert sei.

Hasenhüttl: „Vorbereitungsplan zielt auf Punkt X. Beim letzten Testspiel ist man noch nicht in allen Bereichen bei 100%. Nach einer Vorbereitung weiß man nicht so richtig, wo man steht. Gegner ist nach zwei Pflichtspielen weiter.“

Hasenhüttl: „Geht um Fußball mit zwei Mannschaften mit viel Tempo. Wird ein interessantes Spiel mit eininge Torszenen. Wissen, was für eine Mentalität uns erwartet. Dresden steckt nie auf. Bin überzeugt, dass wir damit umgehen können. Gepaart mit unserem klaren Plan werden wir unsere Voraussetzungen so in die Höhe treiben, dass wir gewinnen können.“

Hasenhüttl: „Sehe keinen Grund, erst am Spieltag anzureisen. Provozieren niemanden. Sollten in der Lage sein, eine normale Anreise und Übernachtung hinzubekommen. Wenn es dazu kommt, dass das nicht geht, dann wirft es ein schlechtes Licht auf den Fußball. Wünsche mir ein Fußballfest mit hoher Qualität, das die Menschen im Stadion begeistert. Können zeigen, dass mit dem Fußball in Sachsen einiges passiert ist.“

13.34

Hasenhüttl: Lobt die Spieler, die zuletzt hintendran standen. Druck sei auch gut für die ersten Elf. „Trainer muss Schmerzen haben bei der Überlegung, wen er aufstellt.“ Schließt Änderungen in der Startelf nicht aus.

Rangnick: Beharrt darauf, dass man zu dem Spiel Derby sagen kann. „Wenn irgendwelche Leute in Dresden das anders sehen wollen, dann ändert das ja auch nichts an der Brisanz des Spiels.“ Man wolle sich sportlich messen. „Ganz Deutschland wird auf dieses Spiel sehen.“ „Bin großer Fan der englischen Art, auf dem Fußballplatz zu unterstützen.“ „Dass es am Samstag ein Hochsicherheitsspiel liegt nicht an unseren Fans.“ Über die Dinge, die in der Dresdner Fancharta stehen (keine Tests gegen RB) mag sich Rangnick keinen Kopf machen. Zu viel Energie. Redet sich ein bisschen in Rage (Nürnbergs Busausflug auf den Parkplatz, Spieler, die ihre Trikots abgeben müssen). „Wohin sind wir gekommen in Deutschland?“

Hasenhüttl: „Keine großen Schmerzen bei der Kaderauswahl, weil uns ja zwei Spieler fehlen.“ Sendet Glückwünsche nach Rio zu Selke und Klostermann.

13.36

Hasenhüttl: „Wird Härtefälle bei der Kaderauswahl geben. Jeder möchte dabei sein. Wer die Chance bekommt, muss sich dieser Exklusivität bewusst sein.“

Hasenhüttl: „Nicht so prickelnd im DFB-Pokal auszuscheiden.“ „Stellenwert des Pokals ist hoch. Ziel Berlin gilt für jeden Verein. Man stellt sich zum Saisonstart immer das bestmögliche vor. Wollen erste Runde überstehen und uns dann auf die nächste Runde freuen. Aber Tagesgeschäft ist die Bundesliga. Pokal ist Zubrot, das man gern mitnimmt.“

Rangnick zu Neuverpflichtungen: „Schauen uns weiter um, vor allem nach einem zentralen Abwehrspieler. Mal sehen, ob wir noch jemanden finden, der uns weiterhilft.“

13.40

Hasenhüttl: „Stimmung in Dresden war immer gut. Phantastische Choreographien. Fand es immer spannend in Dresden zu spielen. Zu Drittligazeiten das Spiel, auf das man sich am meisten gefreut hat.“ „Werden die Jungs so vorbereiten, dass sich sich höchstens von ihrem eigenen Spiel beeindrucken lassen.“ Man werde fokussiert auf die eigene Leistung zu sein.

Hasenhüttl: „Denke gar nicht an Europa. Kann sein, dass der Weg nach Europa kürzer ist, aber trotzdem extrem weit. Glaube nicht, dass wir schon zu den Vereinen gehören, die auf einen Titel im Pokal schielen, weil sie in der Meisterschaft an den Bayern nicht vorbeikommen.“

13.46

Hasenhüttl: „Zu einer neuen Mannschaft gekommen. Vorbereitung dazu genutzt zu erfahren wie die Spieler ticken.“ Ralf Rangnick habe die Mannschaft befähigt durch die zweite Liga zu kommen. In Ingolstadt habe Hasenhüttl seine Zweitligamannschaft in der Bundesliga spielen lassen. In Leipzig ähnlich. Die letzten Jahre in Leipzig müssen befähigen, in der Bundesliga zu bestehen. „Jungs müssen zeigen, wohin es mit ihnen geht.“

Hasenhüttl: „Pokalbilanz hat Luft nach oben.“

Rangnick: „Richtiger Austausch auf der Ebene der Sportdirektoren mit Dynamo findet nicht statt. Aehlig hat schon noch aus der Vergangenheit Kontakt und steht mit Minge im Austausch. Nicht ungewöhnlich, weil man auch mit anderen Vereinen nicht ständig im Kontakt steht.“

Rangnick: Hat sich über die Aufsteige der sächsischen Clubs in diesem Sommer sehr gefreut. „Auch zwei Bundesligisten stünden der Region gut zu Gesicht.“

13.56

Das war es von hier (hätte ich euch auch schon vor zehn Minuten sagen können, was). Rangnick redet sich in Rage über die Zustände im deutschen Fußball (bzw. abseits davon), obwohl er gar nichts dazu sagen wollte. Hasenhüttl will seine Pokalbilanz verbessern. Und Dominik Kaiser ist die Frohnatur, die man in den letzten vier Jahren hier in Leipzig ja schon intensiv kennenlernen durfte.

Nun ja, einen Tag mit allerlei sinnigen oder weniger sinnigen Aussagen halten wir wohl noch aus. Und dann gehts los..

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2 Gedanken zu „Bestmögliches Los“

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