2.Bundesliga: Fortuna Düsseldorf vs. RB Leipzig 1:3

Endspiel Nummer 2 von 7 im Aufstiegskampf für RB Leipzig. Nach der Niederlage von Nürnberg gegen Duisburg die Chance, wieder sechs Punkte zwischen sich und Platz 3 zu legen. Am Ende gelang dies, weil man schwachen ersten 40 Minuten souveräne 50 weitere folgen ließ und lange starken Gastgebern mit zwei blitzsauberen Toren rund um die Halbzeit den Zahn zog.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit der offensiven Variante und entsprechend Massimo Bruno und nicht Stefan Ilsanker in der Startelf statt Rani Khedira. Dominik Kaiser rutschte im 4-2-3-1 bzw. gegen den Ball eher 4-2-2-2 auf die Doppelsechs neben Diego Demme. Bruno sollte offensiv Akzente setzen, was nur im überschaubaren Rahmen gelang.

Die Gastgeber ersetzten die gelbgesperrten Demirbay und Schmitz wie erwartet. Der Sechser Fink rückte auf die Zehnerposition und machte so auf der Sechs einen Platz für Sobottka frei. Die Kampfeslust in Spielerform Bellinghausen rutschte von der linken Offensivposition auf die linke Defensivposition, sodass Sararer offensiv wieder mitspielen durfte. Und Akpoguma ergänzte das 4-2-3-1 bzw. gegen den Ball 4-4-2 kurzfristig auf der Innenverteidigerposition, weil Madlung verletzt ausfiel.

Den Ton für die  ersten 40 Minuten gab gleich die erste Fortuna-Offensivaktion in der zweiten Minute vor. Massimo Bruno wurde im Mittelfeld mit viel, aber nicht geahndetem Körpereinsatz der Ball abgeknöpft. Schnelles Spiel in die Spitze, wo sich Sararer mit Leichtigkeit gegen Klostermann durchsetzt und dann an einem Reflex von Gulacsi und der Latte scheitert. Pech für die abstiegsgefährdeten Gastgeber, Glück für die Gäste.

RB Leipzig versuchte in der Folge ins Spiel zu kommen, war aber im Spiel mit dem Ball zu pomadig und zu ungenau, um bei den Gastgebern Wirkung zu hinterlassen oder sich länger in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. Immer wieder verlor man den Ball in schlechten Feldpositionen und lud die Fortuna, die den Gast sehr früh anlief und unter Druck setzte, dazu ein, sich gen RB-Tor zu kontern.

Dazu kam noch, dass die Strafraumverteidigung als finale Schutzinstanz teilweise nicht gut funktionierte. So wie auch beim verdienten Führungstreffer für die Gastgeber nach einer Viertelstunde. Djurdjic hatte eine Flanke von rechts nur halbherzig von Kaiser gestört mit Drall zum RB-Tor geschlagen. Eine Flanke, die relativ lange in der Luft war und trotzdem nicht geklärt werden konnte, weil Bruno zu weit von Sararer weg ist und ihn nicht daran hindern kann, die Flanke nach innen zu legen und Klostermann dort hinter Fink steht, der nur noch einschieben muss.

Auch in der Folge hatte Düsseldorf noch zwei, drei gute Kontersituationen, bei denen sie die Führung noch hätten ausbauen können. Doch RB rettete in diesen Fällen dann doch noch am eigenen Strafraum, auch wenn da manchmal eine ordentliche Portion Glück dabei war.

Man of the Match - Yussuf Poulsen in Düsseldorf schon in Bundesligaform | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Aber auch RB Leipzig kam mit zunehmender Spielzeit dem Fortuna-Tor näher. Emil Forsberg scheiterte frei vor Rensing aus ziemlich spitzem Winkel. Poulsen schoss aus guter Position knapp drüber.

Insgesamt wirkte Fortuna Düsseldorf bis zur 40.Minute aber wesentlich besser im Spiel, aggressiver in der Balleroberung und zielgerichteter im Spiel nach vorn. Gerade ins zentrale Mittelfeld bekam RB Leipzig kaum Kontrolle im Ballbesitz, aber auch im Gegenpressing, sodass man viel hinterherlief. Ordnung zog erst durch die Einwechslung von Stefan Ilsanker ein, der den gelb-rot-gefährdeten, aber auch sonst unglücklichen Demme ersetzte, und sich sofort als Organisator und Balleroberer präsentierte, durch den sich das Gewicht Richtung Gäste verschob.

Nicht ganz im direkten Zusammenhang, aber gewissermaßen auch folgerichtig, dass RB Leipzig noch vor der Pause das über 45 Minuten gesehen glückliche 1:1 erzielte. Das das offensive Dreieck Forsberg, Sabitzer, Poulsen auf Zuarbeit von Compper herausschoss. Der Innenverteidiger spielt den Ball hinten heraus. Poulsen sichert den Ball gen Forsberg, der ihn tief in den Lauf von Sabitzer spielt. Von da geht es quer in den Lauf von Poulsen, der per Heber über den vielleicht etwas voreilig aus dem Kasten eilenden Rensing einschießt. Blitzsauber herausgespielt. Eiskalt zugeschlagen. Und das nach einem Einwurf Düsseldorfs in der RB-Hälfte nur 15 Sekunden bevor die Nachspielzeit der ersten Halbzeit abläuft. Bitter, aber auch nicht ganz clever aus Sicht der Gastgeber, zu diesem Zeitpunkt in einen Konter zu laufen.

In der Halbzeitpause korrigierte Ralf Rangnick die zweite Personalie, nahm den etwas untergehenden Bruno zugunsten von Davie Selke aus dem Spiel und stellte so auf ein deutlicheres 4-2-2-2 um. Auch diese Einwechslung zeigte sofort Folgen. Yussuf Poulsen setzte sich kurz nach der Pause auf der rechten Seite im Doppelpass mit Sabitzer durch, nutzte seinen Platz zu einer präzisen Hereingabe auf den einlaufenden Selke, der Danke sagte und von Haggui kurz aus den Augen gelassen zum zehnten Saisontor einschoss. Und wieder war es blitzsauber herausgespielt.

Die zweite eiskalte Dusche rund um die Pause zog der Fortuna ein wenig den Nerv. Auch wenn man weiter von Ballverlusten im RB-Mittelfeld profitierte, kam man kaum noch in gefährliche Torabschlusssituationen, weil man mit zunehmender Spielzeit immer ungenauer agierte. Sararer versuchte es immer mal wieder über die linke Seite in Strafraumnähe und ließ dabei Klostermann oder aushelfende Spieler nicht immer gut aussehen, aber ansonsten war nur noch wenig Gefahr im Fortuna-Spiel zu sehen.

Trotzdem hatte man, solange es 1:2 stand, auch immer das Gefühl, dass das Spiel noch mal kippen könnte. Weil das RB-Gesamtsystem trotz inzwischen sehr gutem Anlaufen schon in der vordersten Linie nicht zu 100% stabil wirkte. Kleinere Wackler und Löcher stopfte man allerdings mit viel Aufwand, wobei man sich jederzeit auf die Hilfe des Nebenmanns verlassen konnte.

Die Entscheidung dann nach 73 Minuten, als RB Leipzig einen Standard verwandelte. Halstenberg flankte eine Ecke von der linken Seite herein. Davie Selke verlängerte per Kopf und Yussuf Poulsen schob am langen Eck ein.

Mit dem 3:1 war die Partie gelaufen. Die Fortuna glaubte nun nicht mehr an den Sieg und spielte in den jeweiligen Angriffsversuchen diverse ungenaue Pässe, mit denen man sich selbst darum brachte, noch mal in Schusssituation zu kommen. Einmal hatte RB Leipzig Glück, dass direkt nach dem 3:1 ein Foul im Strafraum ohne Folgen blieb, weil der Linienrichter zuvor auf Abseits entschieden hatte. Aber ansonsten hielt man sich Düsseldorf recht souverän vom Hals, auch wenn man das Pressing nicht mehr mit so viel Aufwand spielte, sondern den Gegner eher ab kurz vor der Mittellinie in kompakter Formation bearbeitete.

Auf diese Art und Weise und im Zusammenspiel von ungenauem Fortuna-Spiel und aufmerksamer RB-Verteidigung passierte vor dem RB-Tor nichts mehr, während die RasenBallsportler offensiv nicht mehr den allerletzten Aufwand betrieben, um das Ergebnis noch deutlicher in eine eigene Richtung zu gestalten. Wäre nach dem Spielverlauf wohl auch etwas des Guten zu viel gewesen.

Fazit: 40 Minuten lang spielte Fortuna Düsseldorf stark und RB Leipzig mit und gegen den Ball schlecht. Danach wendete sich das Blatt recht rigoros, weil Ralf Rangnick mit seinen Wechseln alles richtig machte, Ilsanker Stabilität in die Zentrale brachte und Poulsen und Selke rund um die Pause den Bemühungen der Gastgeber fast schon im Stile einer Spitzenmannschaft zwei eiskalte Stiche versetzten. Davon erholte sich Düsseldorf nicht mehr, auch weil man das Tempo der ersten Halbzeit nicht mehr gehen konnte und von der Bank in Sachen Blutauffrischung nichts entscheidendes kam. Über 90 Minuten gesehen war RB Leipzig entsprechend der verdiente und am Ende auch souveräne Sieger. Trotz guter 40 Gastgeber-Minuten, in denen man auch mehr als den einen Treffer hätte erzielen können.

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Randbemerkung 1: Rangnick vor dem Spiel mit der sinngemäßen Aussage, dass man gegen Bochum 80% von seinem Potenzial gezeigt habe und man in Düsseldorf auf 90% kommen wolle, weil Fortuna dann schon die beste Saisonleistung brauche, um was mitzunehmen. Oder verkürzt: Ey Fortuna, gegen euch reichen auch 90% dessen, was wir im Optimalfall können. Ist natürlich auch eine schöne Motivationssteilvorlage für das gegnerische Team und dessen Trainer. Man weiß schon ungefähr was damit gemeint ist, aber so richtig clever ist es vor so einem Spiel nicht.

Randbemerkung 2: Der Unterschied zwischen Düsseldorf und Leipzig demonstrierte sich vielleicht auch in den Wechseln. Ralf Rangnick mit den perfekten Anpassungen. Demme und Bruno, die enorme Probleme im Spiel gegen den Ball bzw. im Zweikampf hatten früh runter. Mit Ilsanker und Selke zwei Spieler eingewechselt, die das Spiel entscheidend wendeten. Auf der anderen Seite war es eher seltsam. Koch für Schauerte rechts hinten einzuwechseln, erschien merkwürdig, weil Koch von dieser Position aus bisher offensiv noch gar nicht positiv aufgefallen war. Und dies auch gegen RB Leipzig so blieb. Außenbahnsprinter Bolly für Dribbler Mavrias war auch seltsam, weil ersterer eher das Spiel in die Tiefe braucht, der Spielstand aber eher nach Lösungen im Eins gegen Eins, also eher nach dem Typ Mavrias verlangte. Und zehn Minuten vor Schluss Stürmer für Stürmer (Pohjanpalo für Djurdjic) zu wechseln, war auch nicht gerade die Ausgeburt von offensivem Mut beim Stande von 3:1 für den Gegner. Wechseltechnisch ein klarer Punktsieg für Rangnick, der die perfekten personellen Anpassungen für die Partie fand.

Randbemerkung 3: Das 3:1 in Düsseldorf war das fünfte Spiel, das RB Leipzig nach Rückstand noch gewann. Dreizehnmal lag man zurück. 1,38 Punkte holt man im Schnitt nach Rückständen. Mit Abstand der Bestwert der Liga. Zum Vergleich: Freiburg und Nürnberg lagen achtmal bzw. zwölfmal zurück und holten dann im Schnitt noch 0,63 bzw. 0,92 Punkte. Deutet darauf hin, dass RB Leipzig auch dann noch (spielerische) Lösungen findet, wenn der Gegner verstärkt auf Defensive setzen kann, weil er in Führung liegt. Deutet aber auch auf ein funktionierendes Team und auf gute Physis hin.

Randbemerkung 4: Traditionell die Musikauswahl in Düsseldorf. Wie schon letzte Saison wurde RB Leipzig mit speziellen Klängen begrüßt. „Ich find dich scheiße“ trällerte Tic Tac Toe. „Money, Money, Money“ schoben ABBA hinterher. Nun ja, jeder macht halt das beste aus dem, was sie oder er unter Tradition versteht.

Randbemerkung 5: Nach den schwarzen Müllsäcken letzte Saison diesmal Trillerpfeifeneinsatz bei RB-Ballbesitz aus der Fortuna-Kurve. Kannte man diese Saison schon aus Bielefeld. Nun ja.

Randbemerkung 6: Dass angesichts der Randbemerkungen 4 und 5 ausgerechnet Fortunas Sportchef Rachid Azzouzi Ralf Rangnick wegen Randbemerkung 1 fehlenden „Respekt“ vor dem Gegner vorwarf (und das kurz bevor Fortuna-Fans Ralf Rangnick aus der Kurve heraus während eines Sky-Interviews permanent beschimpfen), geht durchaus als vollends skurril durch. Ein Irrwitz, dass man immer beim Blick auf RB besonders genau weiß, was fehlender Respekt ist, während man vor der eigenen Haustür nur ungern kehrt..

Randbemerkung 7: Entgegen der Aufforderung vor dem Spiel seitens eines RB-Capos, einen zehnminütigen Stimmungsboykott gegen Montagsspiele durchzuführen, entschied man sich am Ende doch dafür, von Beginn an zu singen und seinen Unmut lieber durch Tapeten und ein „Scheiß DFL“ in Buchstaben-T-Shirt-Form auszudrücken. Wie auch immer man zu Montagsspielen steht (ich persönlich finde sie nicht extrem schlimm, sondern mag eigentlich den exklusiven Spieltermin für die zweite Liga), fällt zumindest auf, dass RB Leipzig mit den Montagsspielen diese Saison nicht sonderlich viel Glück hatte. Gleich vier Auswärtsspiele mit einer Entfernung von im Schnitt über 1.000 km Fahrtstrecke hin und zurück (Düsseldorf war die kürzeste Montagsauswärtsfahrt für RB!) lassen schon die Frage zurück, ob man die Spieltagsplanung seitens der DFL nicht cleverer angehen kann. Zumal wenn man bedenkt, dass RB Leipzig am Montag zu den vier am weitesten entfernten Zweitligisten geschickt wurde und nicht etwa zu Gegner, die halbwegs nah an Leipzig beheimatet sind. Das ist dann schon ordentlich übel für alle, die gern mit ihrem Team reisen.

Randbemerkung 8: Die LVZ vor dem Spiel in Düsseldorf mit einer seltsamen Nummer. Es könne, so schrieb man am Spieltag, noch ein wichtiger Mittelfeldspieler ausfallen, weil er im Abschlusstraining einen Pferdekuss eingesteckt habe. Man verrate aber den Namen nicht und leiste damit seinen Beitrag zum Vereinserfolg. Geht ja letztlich nicht um eine investigativ-journalistische Info, aber merkwürdig ist es schon, dass Regionalzeitungen in diesem Land sich in vielen Fällen eher als Erfüllungsgehilfen des jeweiligen Vereins von Vorort verstehen. Wobei die LVZ natürlich sonst nicht wirklich dafür bekannt ist, nur vereinsgenehme Infos zu verbreiten, sondern in Bezug auf Transfers und sonstige Vereinsaktivitäten im Normalfall auch ihre Infos unabhängig von der Vereinszufriedenheit der Öffentlichkeit zuführt.

Randbemerkung 9: Die spannende Frage dieser Woche ist, ob es Willi Orban schafft, sich im Spiel gegen Sandhausen seine zehnte gelbe Karte zu organisieren. In Düsseldorf kam er dank Schiedsrichter, der ihm eine durchaus gelbwürdige Aktion durchgehen ließ, ohne Karte davon. Neun hat er, eine braucht er noch, um das Spiel gegen seinen Ex-Club Kaiserslautern auch im zweiten Anlauf gelbgesperrt zu verpassen. Eine skurrile Geschichte wäre es, wenn er es schafft.

Randbemerkung 10: Den Relegationsrang hat RB Leipzig bei 15 Punkten Vorsprung und nur noch 15 zu vergebenen Punkten sicher. Nun ist der direkte Aufstieg das allein übrig bleibende Ziel. Sechs Punkte Vorsprung auf Platz 3 hat man aktuell. Rechnerisch braucht man noch drei Siege und ein Unentschieden aus den nächsten fünf Spielen. Gewonnen ist also noch nichts, auch wenn man mit dem Sieg in Düsseldorf einen wichtigen Schritt gemacht hat.

Randbemerkung 11: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit 18 Punkten und elf Toren (Tordifferenz) mehr nach dem 29. Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten 29 Spielen holte man diese Saison 20 Punkte mehr als im Vorjahr (wenn man den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt durch den schlechtesten Absteiger Paderborn, Ingolstadt durch Freiburg, Aue durch Bielefeld und Aalen durch Duisburg ersetzt). Und in den zwolf Spielen der Rückrunde hat man vier Punkte mehr geholt als in den Hinrunden-Spielen gegen dieselben Gegner.

Lichtblicke:

  • Yussuf Poulsen: Mann des Spiels. Zwei Tore, eine Vorlage. Viele Bälle gesichert. Immer unterwegs. Immer anspielbereit. Und auch im Kombinationsspiel wichtig. Überragende Partie des Dänen auf Bundesliganiveau.
  • Peter Gulacsi: Hat das Team in den ersten 40 Minuten im Spiel gehalten. Insbesondere der Reflex direkt nach Anpfiff war großartig. Später nicht mehr so viel zu tun gehabt.
  • Stefan Ilsanker: Kam in der 40. Minute für Demme und war so etwas wie der Gamechanger. Sofort mit einigen gelungenen Aktionen in der Defensive und im Gegenpressing und mit klarer aufrüttelnder Gestik gegenüber den Mitspielern die Ordnung im Spiel herstellend. Auch in der zweiten Halbzeit sehr guter Lückenstopfer und stellenweise auch Spieleröffner.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des Spieltags 29 gegen Fortuna Düsseldorf bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Fink (15.), 1:1 Poulsen (45.), 1:2 Selke (48.), 1:3 Poulsen (73.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Demme (40. Ilsanker), Kaiser – Bruno (46. Selke), Sabitzer (82. Teigl), Forsberg – Poulsen; Bank: Coltorti, Jung, Quaschner, Nukan; Nicht im Kader: Boyd, Khedira (beide verletzt), Hierländer, Strauß, Gipson, Bellot

Aufstellung Fortuna Düsseldorf: Rensing – Schauerte (62. Koch), Haggui, Akpoguma, Bellinghausen – Sobottka, Bodzek – Mavrias (66. Bolly), Fink, Sararer – Djurjic (80. Pohjanpalo)

Schiedsrichter: Christian Dingert (Insgesamt keine Probleme, die Partie über die Bühne zu bringen. Einige gewöhnungsbedürftige Zweikampfentscheidungen waren dabei. Schubser von hinten wurden fast generell nicht abgepfiffen. Vor der Fortuna-Großchance von Sararer gleich zu Beginn wurde entsprechend ein Foul gegen Bruno nicht als solches gewertet. Eher durchwachsene Schiedsrichter-Leistung ohne Auswirkungen auf das Resultat.)

Gelbe Karten: Fink, Sobottka – Demme (6.), Poulsen (6.), Halstenberg (5.)

Zuschauer: 25.474 (davon 350 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, F95-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 6: 13
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 4 : 9
  • Schüsse auf das Tor: 4 : 7
  • gewonnene Zweikämpfe: 52,2% : 47,8%
  • Ballbesitz: 50,4% : 49,6%
  • Passquote: 69,6% : 72,6%
  • Laufstrecke: 111,8 km : 113,1 km
  • Sprints: 234 : 206
  • Intensive Läufe: 672 : 608
  • Fouls: 11 : 15
  • Ecken: 5 : 5
  • Abseits: 2 : 1
  • Meiste Torschüsse: Fink: 3 – Poulsen: 5
  • Meiste Torschussvorlagen: Sararer, Bodzek: je 2 – Kaiser: 4
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Mavrias: 71,4% – Compper: 64,7%
  • Meiste Ballkontakte: Bellinghausen: 81 – Orban: 67
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Haggui: 84,2% – Demme: 88,0%
  • Größte Laufstrecke: Fink: 11,5 km – Kaiser: 10,9 km
  • Meiste Sprints: Bellinghausen: 32 – Poulsen: 28

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke – 10; Sabitzer, Kaiser, Poulsen – 7; Forsberg – 6; Compper – 3; Halstenberg, Bruno – je 2; Quaschner, Nukan, Ilsanker, Orban, Klostermann – je 1; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Forsberg – 7; Kaiser, Poulsen – 6; Klostermann, Sabitzer, Bruno – je 4; Selke, Demme – je 3; Halstenberg, Jung, Compper – je 2; Quaschner, Kalmár, Orban – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Sabitzer – 11; Halstenberg – 10; Kaiser – 8; Forsberg, Demme, Ilsanker, Poulsen, Compper – je 6; Klostermann, Orban – je 5; Bruno – je 4; Coltorti, Khedira – je 2; Nukan, Jung, Teigl, Quaschner – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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11 Gedanken zu „2.Bundesliga: Fortuna Düsseldorf vs. RB Leipzig 1:3“

  1. zu Randbemerkung 10 – da ich schon sonst wieviele Pferde habe kotzen sehen: Ganz ganz ganz ganz ganz theoretisch wäre ein Abrutschen auf 4 ja noch möglich (aber andererseits ja auch extremst unwahrscheinlich), oder übersehe ich eine Konstellation, die das unmöglich macht?

    LG Markus

    PS: Nein, ich will jetzt nicht das legendäre 6:0 5:0 40:0 bei den US-Open 1983 herbeireden 😉

    1. Ich bin ja auch gern übervorsichtig, aber schlechter als Platz 3 wird es diese Saison nicht mehr. Egal was die Mathematik sagt. 😉

  2. Eine gelungene Analyse mal wieder.

    Ich habe ja gestern auch die genialen Wechsel von Ralf R. gefeiert. Nur 12 Stunden später frage ich mich nur, ob es überhaupt dazu kommen musste. Sprich, wenn das wirklich stimmen sollte, daß Diego Demme nicht trainiert hat bzw. einen Pferdekuss hat(te), warum war er dann in der Startelf? (Würde ja auch zum #Schäfergate passen)

    Ist ja aber nochmal alles gut gegangen. Als ich beim letzten Training Selke+Poulsen in ihrer Extra-Schicht beobachten konnte, hatte ich schon ein gutes Gefühl bei den Beiden. Aber das dann so ein Ergebniss wie gestern rauskommt, hat wohl niemand erwartet.
    Jetzt hat RR gegen Sandhausen wieder die Qual der Wahl, was Aufstellung und System betrifft.

    Randbemerkung 6 ist in der Tat sehr skurril!

    Randbemerkung 12 – TV: Sky hatte wieder den Vogel abgeschossen und sprach im gesamten Spielverlauf vom RB aus Leipzig! War echt witzig. Und über Sport1 lieber ein Mantel des Schweigens (Ilsanker die offensivere Version!)

    Hoffentlich hast Du Deinen Infekt in DD gelassen 😉

  3. Schöne Sache. Die clevere Kaltblütigkeit vom Coach mit seinen Wechseln (Henne, wo bist Du?!) und die schwer Nerven zeigenden Clubberer mit den dummen Karten am Ende (Pistolengeste?!?) machen mich optimistisch Richtung Platz 1 oder 2. Und Poulsen wirklich sehr stark. Was ist aber bloß mit Forsberg los? 12 Tore hatte er sich vorgenommen, wenn ich mich nicht täusche, da muss er sowas wie die Riesenchance aber schon machen! Unverständlich, perfekte Bewegung vom Gegenspieler weg und dann dieser Abschluss?! Also Möglichkeiten hat doch wirklich genug.

    1. Selke und Poulsen mit Sabitzer und Forsberg immer vorn – wir wären schon längst ein Erstligist. Erst nach den Wechseln war es ein gutes Team – für die Startaufstellung war Herr Rangnick auch zuständig, diese war eindeutig „suboptimal“.
      Zweite HZ fand ich supi, wir können aber schon in der 1. Hälfte das Spiel verlieren.
      Ohne direkte Anfrage hätte ich heute geschwiegen, ich hoffe auf den Aufstieg gegen die Arminia und finde unsere Defensive weiter ohne Nukan nicht erstligareif, Halstenberg immer schlechter, Klostermann wohl überspielt, sieht wohl auch der liebe Horst Hrubesch so… Für Orban wird es in der 1. Liga eng, ich tippe auf Heimweh, auch sein Jubel ist ausbaufähig, als Mensch ist er mir sympathisch!

  4. Und wer zeigt eigentlich Selke mal, wie man richtig lossprintet? Durch diesen Mäuselsprung verliert er immer mindestens einen Meter!

  5. Flankenläufe und Flügelspiel ist ja auch mal eine Möglichkeit eine kompakte Defensive auszuhebeln.
    Endlich ist diese Erkenntnis auch bei RR angekommen.anstatt sich immer durch die Mitte durchwurschteln zu wollen.da macht endlich auch Poulsen und Selke einen Sinn .
    Bruno nach kurzem Hype wiedermal ohne Körperlichkeit und gegen robuste Abwehrspieler ohne Chance.
    Auf geht’s zu den nächsten Endrundenspielen. 👍

  6. Ilsanker hat mir persönlich noch nie gefallen, aber diesmal wirklich sehr präsent und aus den Ballgewinnen auch was gemacht.
    Für Coltorti wird es schwer wieder ins Tor zu kommen, dass war schön wie gegen Bochum ein sehr guter Reflex von unserer derzeitigen Nummer 1.
    Das die Außenverteidiger eine Pause brauchen sehe ich auch so. Wäre eine Chance für Teigl um seine Vertragsverlängerung zu kämpfen und last Minute noch ne Verlängerung zu bekommen so wie damals Heidi.

  7. Nach der besonders überzeugenden Düsseldorfer Vorstellung in der zweiten Halbzeit dürfte nicht nur das wacklige Spiel der Rasenballsportler in der ersten Hälfte in Vergessenheit geraten zu sein, zumal mit dem Pausenpfiff, wie vom heiteren Himmel, sogar der Ausgleich gelang. Nein, mit diesem richtig schönen Sieg wurde gleichzeitig kräftig das Tor zum angestrebten Direktaufstieg und damit zur langen angestrebten Erfüllung des „Projektes“ weit aufgeschlagen, zu dem ich hiermit bereits vorsorglich gratulieren darf.

    Mir persönlich ist es eigentlich egal, wie viele Minuten diese oder jene Mannschaft im Ballbesitz war, dabei wie oft mit und gegen den Ball trat oder gelbe Karten erhielt oder ob sie mit einem „Doppelsechser“ oder noch bisher nicht genannten Position „Fünfer“ in welcher „Kette“ spielte…. Nichts gegen Deine fleißigen Statistiken, „RB“ , doch das muntere Zuschauen, wie das gegnerische Tor möglichst mit wenigen Zügen (und dazu noch möglichst erfolgreich, wie geschehen) mit echten Stürmern angestrebt wird, ist doch das Wichtigste!

    Die immer wiederkehrenden „Nebenkriegsschauplätze“, die den Club allerdings bundesweit im Abseits stehen sehen, ist die Kehrseite der bereits schon jetzt glänzenden Medaille! Warum muss, wie gerade erneut gegenwärtig, der Vorstandsvorsitzende Mintzlaff angebliche „Geheimgespräche“ von Rangnick mit seinen eventuellen Nachfolgekandidaten (diesmal mit Hasenhüttl, der noch vertraglich an Ingolstadt, gebunden ist, bei dem ausgerechnet der früher RB- Sportdirektor Linke als Chef agiert…) ständig dementieren?

    Auch die Aufregung in der Regionalliga-Mannschaft, die besonders erfolgreich zu spielen scheint, als bekannt wurde, dass z.B. „Urgestein“, Trainer Tino Vogel, nach der Saison gehen soll, Vierländer gehen kann sowie Torhüter Bellot, trotz laufendem Vertrag bis 2017 (!), auch „freigegeben“ wird, ist u.a. darin begründet.

    Wenn schon von Verträgen geschrieben wird, sollte abschließend erneut erwähnt werden, dass die nach Außen wirkenden vorzeitigen Treueverträge, wie bei Sabitzer oder Forsberg (bis 2021… !) in der Praxis eigentlich untypisch lang sind und lediglich als „Lockmittel“ für ganz reiche Vereine wirken sollen! Blickt man auf dem steinigen Weg nach der Geburt 2009 in Markranstädt noch einmal zurück, so haben ca. 80 Spieler, mehrere Sportdirektoren, Trainer, Angestellte und Trainer den geforderten Druck „nach oben“ nicht ertragen können und scheiterten mehr oder weniger kläglich oder wurden meistens „vorzeitig freigestellt“. Diese sehr strenge Personalpolitik kann sich aber nur ein Verein leisten, der in Hinterhand eine gut funktionierende sprudelnde Quelle, trotz der geringen 17 (!) stimmberechtigten Mitglieder aufzuweisen hat…….

    1. HUKL – sehr gut, Note 1 – setzen. Sehe ich auch alles so – deshalb lieben wir ja unsere „Roten Bullen“ letztendlich so sehr und freuen uns auf den Freitag…

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