Höchst vergnügliches Format

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den TSV 1860 München (13.03.2016, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Rani Khedira. Ab 11 Uhr.]

Keine zwei Wochen ist es her, da steckte der TSV 1860 München im allertiefsten Jammertal. Sieben Spiele hatte man nicht gewonnen, fünf davon verloren. Auch aus der Winterpause war man wieder mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden gestartet. Auf Platz 17 war alles schlimm und der Untergang nah, wenn nicht schon lange vollzogen. Die Fans der Löwen reisten auswärts schon länger mit einem „Abschiedstour“-Banner durch die Republik. Das 0:3 bei Union Berlin Mitte Februar heizte diese selbstironischen Eskapden noch weiter an.

Eine englische Woche brauchte es, um das Gefühlsrad in München von Untergang auf Lebenslust zu stellen. Gut, es waren mit Düsseldorf, Sandhausen und Kaiserslautern nicht gerade die herausragenden Teams (genaugenommen gehören alle im Jahr 2016 zum letzten Drittel der zweiten Liga), die da von 1860 geschlagen wurden. Aber drei Siege am Stück, das hatte man zuletzt vor zwei Jahren erlebt, als man noch im vorderen Teil des Mittelfelds durch die zweite Liga schipperte.

Die drei Siege reichten, um erstmals seit dem dritten Spieltag wieder auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern. Ging es bis vor drei Spielen eigentlich nur darum, sich den Relegationsplatz zu holen, ist man nun wieder mittendrin im Kampf um einen ‚richtigen‘ Nichtabstiegsplatz. Und hat auch Teams wie Frankfurt, Bielefeld oder das taumelnde Sandhausen wieder tiefer in den Strudel gezogen.

Vor der Saison hatte man von einer ruhigen Spielzeit fernab von Abstiegssorgen geträumt. Aber so richtig nichts dafür getan. Verstärkungen gab es bis auf Michael Liendl oder Milos Degenek kaum. Dafür gingen Julian Weigl und das Spaniertrio Sanchez, Bedia und Rodri. Den Sportdirektor Poschner stellte man schließlich kalt, den Trainer Torsten Fröhling behielt man noch, auch wenn sich nirgendwo vermittelte, dass man von ihm überzeugt ist.

Fröhling folgte den Wegen Poschners dann früh im Oktober nach dem 10. Spieltag. Vier Unentschieden in Folge und noch kein Saisonsieg war den Verantwortlichen zu wenig. Auch wenn Fröhlling für die chaotische Teamplanung im Sommer nichts konnte.

Im Winter dann plante man unter dem anfangs auch nicht sonderlich mit Glück behafteten Neu-Coach Benno Möhlmann (acht Punkte aus den ersten neun Spielen) und unter Hilfe von Neu-Sportchef Oliver Kreuzer den Kader noch mal komplett um. Wobei dies durch die Weigerung des Investors Hasan Ismaik erschwert wurde, noch mal Geld zuzuschießen.

Angesichts dessen hat man im Winter auf dem Transfermarkt sehr gut agiert. Mit Wolf, Vollmann, Mulic, Mvibudulu und Taffertshofer gab man einiges an jugendlichem Tafelsilber ab (alle im Alter zwischen 20 und 22). Vor allem Wolf brachte gutes Geld ein. Von dem man sich dann mit Mauersberger und Sukalo zwei Spieler im ganz gehobenen Alters- und erfahrenen Zweitligasegment leistete und dazu Mölders, Beister und Aycicek von den Bundesligabänken lieh.

Das mag in Sachen Perspektive des Clubs nicht so richtig weit gedacht gewesen sein, die Jugend zu verscherbeln. Selbst wenn dies in den letzten Jahren der übliche Weg bei 1860 war. Aber es war der Weg, der dem Ziel des Überlebens in der zweiten Liga geschuldet war. Und ein Weg, der dem neuen Trainer Benno Möhlmann entspricht, der sich schon in Frankfurt beim FSV eine Mannschaft mit sehr viel Erfahrung zusammengestellt hatte, die nach seinem Abgang erstmal radikal verjüngt werden musste. In München hat er nun wieder eine mit einiger Erfahrung gespickte Mannschaft zusammen.

Eine vernünftige Grundordnung hatte das Team auch schon vor Möhlmann unter Fröhling. Dazugekommen ist nun also noch Erfahrung in allen Mannschaftsteilen. Zusammen ergibt das schon Erfolg. Zwar spielt man auch weiterhin kein Team an die Wand (wie Düsseldorf, Bielefeld und Duisburg hat man erst ein Spiel mit mehr als einem Tor gewonnen), aber man hat zusätzlich zu einem stabilen 4-4-2, das in Ballnähe auch aggressiv interpretiert wird, aber beileibe auch kein hoch angreifendes Pressingsystem ist, Standards an der Hand, um sich am Ende nicht mit 0:0, 1:1 oder 0:1 begnügen zu müssen, sondern Spiele auch gewinnen zu können.

Von den acht Toren im Jahr 2016, die zehn Punkte brachten, fielen gleich sieben nach Standards. Zweimal waren es Elfmeter, fünfmal waren es Ecken oder Freistöße mit anschließenden Kopfbällen. Kai Bülow, der in Leipzig eventuell mit gebrochenem Zeh ausfällt (und aktuell zusätzlich noch vergrippt ist), tat sich besonders hervor. Aber auch mit Mölders, Okotie, Mauersberger, Schindler und Co hat man viele Kopfball-Optionen. Und da ist Goran Sukalo, der Winterneuzugang und Kopfballexperte noch gar nicht genannt, weil der sich mit einer Verletzung herumplagt und nicht abzusehen ist, wann er wieder zurückkommt. Für 1860 stand er seit seinem Wechsel noch gar nicht auf dem Platz.

Verletzungsprobleme sind sowieso ein nicht kleines Thema bei 1860. Stahl, Sukalo, Adlung, Hain, Kovac, Simon und Neudecker fallen (teils langzeitverletzt) sowieso aus. Ex-RBLer Rodnei ist nach Verletzung vermutlich noch nicht so weit. Und Beister und Bülow drohen auch in Leipzig zu fehlen. Gerade in der defensiven Mittelfeldzentrale fehlt mit Sukalo, Adlung, Stahl und eventuell Bülow einiges an Qualität und Stabilität. Romuald Lacazette (22) könnte zusammen mit Milos Degenek (21) das sehr junge, zentrale Duo bilden.

Abgesehen von der Mittelfeldzentrale dürfte die Formation kaum Veränderungen erfahren und entsprechend eingespielt sein. Im Tor hat sich der junge, auf der Linie hervorragende, insgesamt aber auch nicht fehlerfreie und manchmal etwas unruhig wirkende Stefan Ortega den Platz gesichert. Davor verteidigen Kagelmacher, Schindler, Mauersberger und Wittek. Gerade das Innenverteidigerduo ist höchstens durch Geschwindigkeit, aber nicht wirklich über Physis zu beeindrucken.

Auf den Außenbahnen spielen der schnelle Levent Aycicek (der einst einmal im Dress von Werder Bremen in einem Testspiel gegen RB Leipzig sehr gut ausgesehen hatte) und der Österreicher Michael Liendl, der immer noch einen feinen Blick für die Situation und ein prima Füßchen (nicht nur bei Standards) hat. Und vorn spielt mit dem Duo Okotie/ Mölders eins, das an guten Tagen Bundesliga sein kann, aber auch immer mal Saisonphasen ohne Impact hat. Vor allem bringt das Duo aber viel Physis mit, der sich die RB-Innenverteidigung stellen muss.

Wenn 1860 bisher etwas gar nicht kann, dann mit Rückständen umgehen. Man ist eins von fünf Teams der Liga, die noch nie nach Rückstand gewinnen konnten (in 15 Versuchen kam man immerhin viermal noch zum Unentschieden). Was auch dafür spricht, dass man nicht über die Mittel verfügt, ein Spiel aktiv zu gestalten, sondern eine auf Umschaltspiel und Konter setzende 4-4-2-Mannschaft ist. Passend zu den nicht gedrehten Spielen vielleicht, dass 1860 die Mannschaft mit den wenigsten Einwechslertoren der zweiten Liga ist. Erst einmal traf ein Einwechsler. Und das war Marius Wolf, der inzwischen in Hannover unter Vertrag steht.

München ist über die Saison gesehen ein Team, das sich schwer tut, überhaupt Abschlüsse im Strafraum zu finden. Zudem sind nur Düsseldorf, Duisburg und Paderborn schlechter in Sachen Torschusseffektivität. Von 100 Torabschlüssen landen gerade mal knapp sieben auch im Tor. Wobei die diesbezüglichen Zahlen in den letzten Wochen besser wurden. Mal abwarten, inwieweit das Strohfeuer oder konstanter Trend war.

Konstant ist rund um 1860 München derweil vor allem die Unruhe um den Investor Hasan Ismaik, dem in regelmäßigen Abständen einfällt, wen aus dem Verein er eigentlich gerade loswerden will. In der Winterpause wollte er vor allem die 50+1-Regel loswerden, die ihn daran hindert, komplett Kontrolle über Verein und Geld zu haben. Vielleicht ist es ja die Suche nach Anschauungsunterricht, die Hasan Ismaik dazu treibt, in Leipzig erstmals ein Auswärtsspiel ’seiner‘ Löwen zu besuchen.

Vielleicht erklärt ihm ja auch mal jemand, dass es wenig zielführend ist, in der Winterpause via Facebook oder offenen Briefen eine Kommunikationspolitik am Verein vorbei (um nicht zu sagen gegen den Verein) zu betreiben und mal Vereinsvertreter, mal die bösen Medien als Ursache allen Übels auszumachen. Zwischendurch sträubt er sich mal wieder, noch mehr Geld in die Löcher bei 1860 zu stopfen und riskiert dabei die Zweitligalizenz bzw. DFL-Strafen. Dann will er plötzlich wieder im großen Stile investieren und ein neues Stadion bauen für die Löwen. Um im nächsten Augenblick mitten in der Saison die Absetzung der Geschäftsführer Rejek und Basha zu fordern. Woraufhin man ihm wieder mal erklären muss, dass das wegen 50+1 nicht in seiner Macht steht. (Warum haben Ismaik eigentlich nicht seine Berater vor seinem Einstieg bei 1860 die 50+Regel genau erklärt?)

Für Außenstehende und Journalisten ist 1860 ein höchst vergnügliches Format, bei dem man sicher sein kann, dass in regelmäßigen Abständen irgendwas völlig Unerwartetes (oder inzwischen wohl gar nicht mehr so unerwartetes) passiert. Für die sportlichen Akteure im Verein ist die Situation schon unangehmer, weil man eigentlich nie so richtig weiß, wann einen der Bannstrahl des Investors trifft und wie lange man mal in Ruhe arbeiten darf. Es sagt auf jeden Fall schon viel, wenn man von Vereinsverantwortlichen des TSV 1860 immer wieder hört, dass ihre wichtigste Aufgabe, die Beruhigung des Investors ist.

Nun ja, das alles wird beim Aufeinandertreffen zwischen Leipzig und 1860 am Sonntag wohl weniger eine Rolle spielen, das ist eher etwas, was die Langzeitperspektive des Vereins trotz Investorengeld nicht sonderlich rosig erscheinen lässt. In Leipzig ist ein (wie man es von Möhlmann-Teams kennt) gut aufgestelltes 1860 München zu erwarten, das nicht viel Ballbesitz haben wird, aber über Ballgewinne und gute Konter oder Standards zum Erfolg kommen will. Keine Neuerfindung des Fußballs, aber eine gut besetzte, stabile Formation, gegen die man schnell spielen muss, um sie durchschütteln zu können.

Nicht mitwirken kann dabei auf RB-Seiten Yussuf Poulsen, der in Freiburg seine fünfte gelbe Karte kassierte. Dafür steht Davie Selke in den Startlöchern. Oder alternativ Nils Quaschner. Sollte Selke trotz Poulsen-Ausfall nicht auflaufen, dürfte man intern ein ordentliches Thema haben. Dieses Stresspotenzial sollte allerdings auch nicht über die Aufstellung pro Selke entscheiden.

Abgesehen vom neuen Stürmer sind nicht allzu viele Wechsel zu erwarten. Die Rückkehr von Ilsanker für Khedira wäre denkbar, während Coltorti wohl für die Partie noch kein Thema und wenn dann nur eins für die Bank ist. Ansonsten wird es wohl die Elf vom Spiel gegen Freiburg sein, die auch gegen 1860 ihre Chance kriegt.

[Update: Alles neu macht eine Grippewelle. Die macht einen Einsatz von Sabitzer und Halstenberg unmöglich und lässt zusätzlich vielelicht auch Ilsanker, Kaiser und Gulacsi ausfallen. Gerade der gleichzeitige Ausfall von Sabitzer und Kaiser würde ein ordentliches Loch reißen, wenn man Poulsen noch mitzählt, der ja wegen seiner 5.gelben Karte ausfällt. Das grippebdingte Kadergepuzzle macht die Aufgabe 1860 München nicht gerade einfacher, ist aber für einige Spieler auch die Chance, sich mal zu zeigen. Ganz davon zu schweigen, wer da so plötzlich wieder oder erstmals auf der Bank sitzen darf.]

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi (Coltorti) – Klostermann, Orban, Compper, Jung – Ilsanker (Khedira), Demme – Kaiser (Bruno), Bruno (Quaschner), Forsberg – Selke
  • TSV 1860 München: Ortega – Kagelmacher, Schindler, Mauersberger, Wittek – Aycicek, Bülow (Degenek), Lacazette, Liendl – Mölders, Okotie

Nach der Niederlage in Freiburg und vor dem nächsten direkten Duell in Nürnberg ist das Spiel gegen 1860 für RB Leipzig ein sehr wichtiges, um die Konkurrenz auf Distanz und den Druck auf die Gegner, gewinnen zu müssen, hoch zu halten. Die Aufgabe 1860 ist als typische Zweitiligaaufgabe (gutes Umschaltteam, das auf Konter und Standards und auf eine stabile Defensive setzt) sicherlich nicht einfach, zumal die Gäste viel Physis und aus den letzten drei Spielen auch viel Selbstvertrauen mitbringen. Lösbar sollte die Aufgabe trotzdem sein, wenn RB Leipzig die eigenen Qualitäten am Ball auch auf den Platz bekommt.

Fazit: Mit dem 26.Spieltag bricht das letzte Viertel der Saison an. Gegen ein 1860 München im Aufwind will RB Leipzig den Vorsprung auf die Konkurrenz halten oder im besten Fall sogar ausbauen. Dafür wird man in der Offensive Geschwindigkeit brauchen, um die gegnerische Defensive auszuhebeln. Und am eigenen Strafraum sollte man wohl nach den Erfahrungen der letzten TSV-Spiele Standards tunlichst vermeiden.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den TSV 1860 München nicht vor Ort verfolgen kann und am 13.03.2016, ab 13.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. TSV 1860 München

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den TSV 1860 München. Mit Ralf Rangnick und Rani Khedira.

10.50

26.Spieltag in der zweiten Bundesliga. Langsam geht es in die heiße Phase. Die Situation vor dem 1860-Spiel ist wie die vor dem Heidenheim-Spiel. Drei Punkte sind für RB unheimlich wichtig, um mit Polster in das direkte und vielleicht schon vorentscheidende Duell gegen Nürnberg in einer Woche zu gehen. Einfach wird es nicht. Auch wenn Benno Möhlmann sich heute in der LVZ als Trainer der alten Schule bezeichnet hat, wer ihn gesehen hat, wie er nach dem Sieg in Kaiserslautern mit breiter Brust mit seinen Mitarbeitern gejubelt hat, weiß dass da noch ganz viel Feuer im Rekordtrainer der zweiten Bundesliga lodert.

11.56

Irgendwas um die 25.000 Zuschauer darf man zum Spiel gegen 1860 erwarten. 500 werden vielleicht aus München dazustoßen. Die ganz große Euphorie ist in der Stadt um den Tabellenführer offenbar noch nicht ausgebrochen..

10.58

Rani Khedira darf hier gleich vor Ralf Rangnick aufs Podium. Nachdem er zuletzt mal wieder auf Einsatzzeiten kam, nutzt man die Gunst der Stunde.

11.02

Rani Khedira zu 1860: „Ist ein Gegner mit viel Selbstvertrauen. Viele Tore über Standards. Haben zehn Punkte aus vier Spielen geholt. Mit Benno Möhlmann einen sehr erfahrenen Trainer. Wir versuchen gegen starke Sechziger die Punkte einzufahren.“

11.05

Khedira zu Freiburg: „Wollten versuchen, Fußball zu spielen. Hat nicht funktioniert. Ist uns schnell aufgefallen, hoch und weit Richtung Poulsen zu spielen. War aber allein, deswegen in der Halbzeit Quaschner gebracht.“

Khedira weiß nicht, ob er am Sonntag gegen 1860 auflaufen wird.

„Habe seit Monaten intensiv an mir erarbeitet.“ Zweikampfführung und Balleroberung war es im Kern. „Klappt jetzt besser und von daher darf ich jetzt auch mehr spielen.“

11.08

Khedira: Macht sich wenig Sorgen um die Sturmbesetzung nach Poulsen-Ausfall.

Einige Spieler, die in der Hinrunde weniger Einsatzzeit hatten als letzte Saison. Man müsse dann das Training intensiv nutzen. „Poulsen hat das gemacht. Daran können wir uns alle ein Beispiel nehmen.“

„Kenne die Tabelle natürlich. Aber am Sonntag kommt 1860 und da gibt es drei Punkte. Wenn wir die holen, sind wir glücklich, weil wir dann einen Schritt weiter sind. Und dann fahren wir nach Nürnberg und da gibt es wieder drei Punkte.“

„Sind die ganze Runde schon fokussiert. Jeder hat den Ehrgeiz, unter den ersten Zwei zu stehen. Machen uns nicht verrückt.“
Familie geht vor Deutschland, also Juve vor Bayern.

11.11

Das war es schon mit Rani Khedira. Gleich dann Ralf Rangnick mit seiner Einschätzung zum Stand der Dinge.

11.16

Ralf Rangnick: Yussuf Poulsen fehlt wegen fünfter gelber Karte. Ziemlich sicher raus sind Halstenberg und Sabitzer (wegen Grippe). Ilsanker, Gulacsi und Kaiser sind fraglich (wegen Grippe).

11.18

Rangnick: „Wollte bei Fabio eigentlich nach Verletzung erstmal gucken, ob er überhaupt im Kader ist. Solte Gulacsi ausfallen, dann wäre Fabio auf jeden Fall dabei. Wenn Gulacsi 100% belastbar ist, werden wir am Sonntag entscheiden, ob Coltorti dabei ist.“ Selke spielt auf jeden Fall. Ausfälle führen aber auch dazu, dass man noch genereller über die Offensivbesetzung nachdenken muss.

11.23

Rangnick: Vermutung liege nahe, dass die Grippewelle eine Folge der Freiburg-Reise inklusive Flug ist.

Bruno als möglicher Sabitzer-Ersatz. Auch Quaschner möglich in einer Zwei-Stürmer-Lösung.

Selkes Aufgabe ist es vorn zu stehen und dort die Bälle reinzumachen. Soll auch für „Unruhe“ sorgen. „Dafür muss er vor allem im Zentrum sein.“

Selbstvertrauen sei wichtig, um zu voller Leistungskraft zu kommen. Selke müsse sein Potenzial „mit voller Überzeugung auf den Platz bringen“. Kommt zurück, da ist sich Rangnick sicher.

11.26

Rangnick: Respekt vor 1860, aber auch mit Ausfällen traue man sich einen Sieg gegen sie zu. „Egal wer beim Gegner spielt.“

Maßnahmen gegen Grippe: Kein Handgeben mehr. Keine gemeinsame Saunabesuche. Nicht aus gleichen Flaschen trinken. Nicht in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen oder im Bus sitzen, wo Menschen husten könnten. Dazu kommt Immunsystemstärkung.

11.27

Rangnick: „Solange noch genug Spieler auf der Liste der spielberechtigten Spieler stehen (und das ist der Fall), kann man ein Spiel nicht absagen.“

11.29

Eher kurze Veranstaltung. Die Grippewelle mit ihren sicheren und möglichen Ausfällen ist hier ein bisschen eingeschlagen wie ein Bombe. Das wird ein ordentliches Kadergepuzzle am Sonntag, wenn tatsächlich bis zu vier Feldspieler wegen Grippe ausfallen. Das könnte dann auch den einen oder anderen der U19-Mittrainierer auf die Bank verschlagen. Spannend.

11.31

Das ändert natürlich die Ausgangssituation vor dem Spiel gegen 1860 schon ein Stück. Gerade im Offensivbereich auf verschiedenen Positionen neu besetzt zu sein, könnte durchaus einige Sandkörner ins Getriebe schmeißen und den Löwen entgegenkommen. Dürfte die Hoffnung Möhlmanns, aus Leipzig Punkte mitzunehmen, deutlich erhöhen.

11.34

Grippewelle also. Vielleicht müsst ihr nicht gerade Antigrippemaßnahmen im RB-Ausmaß durchführen, aber ein bisschen aufpassen solltet ihr vor dem 1860-Spiel vielleicht, wenn euch der Sinn nach Stadionbesuch steht. Ich habe mir aus dem Freiburger Schneematschinferno aus Solidarität auch ein paar Grippesymptome mitgebracht. Ein Ausfall für das Spiel gegen 1860 ist aber eher unwahrscheinlich..

11.35

In diesem Sinne einen guten Start ins Wochenende. Und viel Spaß am Sonntag mit dem Spiel und der Aufstellung.

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2 Gedanken zu „Höchst vergnügliches Format“

  1. Das sind also die Auswirkungen der Schneeballschlacht?!?!
    Sch*** auf die 3 verlorenen Punkte aus Freiburg, aber gesunde Spieler wären uns allen lieber gewesen.

    Aber da kann man nun nix ändern und allen Gute Besserung wünschen. Ich hatte mir insgeheim gewünscht, das Ilse und Sabitzer nicht spielen sollten im Hinblick auf Nürnberg und der drohenden Sperre. Aber eben nicht so.

    Gut das der Kader groß genug ist. Nun muss sich die zweite Reihe zeigen und ihren Mann stehen!

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