Topduell mit Bundesligaanstrich

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim SC Freiburg (07.03.2016, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz drei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.]

Topspielspieltag. Wie in der Bundesliga wartet auch in der zweiten Liga das Duell Zweiter gegen Erster. Wobei in der zweiten Liga die beiden Teams dem Rest nicht ganz so entrückt sind wie BVB und Bayern in der obersten Spielklasse.

Freiburg gegen Leipzig, das ist das Duell der beiden Mannschaften, die bisher in der Saison ihrer Favoritenrolle in der zweiten Liga absolut gerecht geworden sind und völlig verdient die beiden Aufstiegsplätze besetzen. Ein absoulutes Topduell mit Bundesligaanstrich am Montagabend, wenn große Teile der Fußballrepublik live die Chance haben, sich selbst ein Bild vom Leistungsstand der Mannschaften zu machen.

Wenn der SC Freiburg und RB Leipzig aufeinandertreffen, ist das vor allem ein Duell zwischen den am besten besetzten Offensivreihen der Liga. Den Herren Sabitzer, Forsberg, Poulsen, Selke, Kaiser oder Bruno stehen die Herren Niederlechner, Philipp, Frantz, Petersen, Grifo und Guede zumindest in aktueller Verfassung in nichts nach. Auf RB-Seiten mag das Entwicklungspotenzial angesichts des Alters der meisten Offensivkräfte größer sein, aber das spielt am Montag noch keine Rolle.

Es ist durchaus beeindruckend, was sich der SC Freiburg da im Offensivbereich zusammengestellt hat. War es schon vor dem Winter. Mit Florian Niederlechner, der letzte Saison in Heidenheim wahrscheinlich der beste Offensivspieler der zweiten Liga war und nach einem Kurzausflug nach Mainz nun bis 2017 nach Freiburg verliehen wurde, hat man sich seitdem noch mal ordentlich verstärkt und sich einen Stürmer ins Boot geholt, der ein famoses Komplettpaket ist, weil er sich körperlich durchzusetzen weiß, am Ball mit sehr guten Bewegungen glänzt, einen Blick für den Mitspieler hat und über einen überdurchschnittlichen Torabschluss verfügt. Niederlechner war schon letzte Saison ein Stürmer, der Chancen selber (für sich oder für andere) kreieren kann und Lücken reißt, wo vorher keine waren und hat dies auch in Freiburg schon wieder gezeigt.

Dahinter tummelt sich die altbekannte Besetzung aus der Hinrunde. Grifo, ein prima Spieler im Eins gegen Eins mit famoser Schusstechnik und sehr guten Standards, der manchmal ein wenig zu eigensinnig ist. Petersen, der überragende offensive Laufwege und eine unglaubliche Torquote hat und nach Verletzung wieder voll fit ist. Frantz, der auf der Außenbahn ganz viel wühlt und arbeitet und Zug zum Tor hat. Philipp, der das anarchische Element in den Angriff bringt und die unerwarteten Dinge macht. Und Guede, der den rustikalen Part spielt und den gegnerischen Verteidigern mit seiner Zweikampfführung auf den Sack geht. Und da hat man über Winterneuzugang Havard Nielsen, der von Salzburg kam und sich noch schwer tut, seine Fähigkeiten einzubringen, noch gar nicht geredet.

Aus diesen sechs bis sieben Spielern muss Coach Christian Streich vier für die Offensive auswählen und zwei, drei andere, die in den meisten anderen Zweitligatopteams gesetzt wären, auf die Bank setzen. Probleme, die andere gerne hätten.

Wie bei RB Leipzig ist es auch beim SC Freiburg unheimlich schwer, die Offensivmaschine zu stoppen, wenn sie sich erstmal an den Strafraum gespielt hat. Wenn Freiburg den Ball im vorderen Offensivdrittel behaupten kann, dann verfügt man jederzeit über die individuelle Klasse und über die technischen Fähigkeiten bzw. die mannschaftliche Abstimmung im Passspiel, um daraus sofort Kapital zu schlagen.

Dazu kommt, dass der SC Freiburg das Team mit der besten Chancenverwertung der Liga ist (15 von 100 Abschlüssen landen im Netz, bei RB Leipzig sind es 10; 27 von 100 Abschlüssen innerhalb des Strafraums landen im Tor, bei RB Leipzig sind es 17). Sprich, man kann im Normalfall als Gegner noch nicht mal darauf hoffen, dass die Offensive wenigstens in der Chancenverwertung sündigt. In den ersten zwei Spielen nach der Winterpause hatte man noch ordentliche Probleme, wieder in den offensiven Tritt zu kommen, auch weil sich in der Winterpause mit Frantz, Philipp und Petersen gleich drei der Offensivspieler verletzt hatten und dies und der Einbau der Neuzugänge dann doch zulasten der Effektivität ging. Aber schon in Sandhausen und gegen Kaiserslautern, aber vor allem zuletzt in Bielefeld zeigte man sich wieder von der besten Seite. So fertigte man die Arminia mit gnadenloser Effektivität ab. Vier Tore auf der Bielefelder Alm, wo das Heimteam bis dahin in elf Spielen insgesamt nur acht Tore kassiert hatte, sprechen Bände. Und Bielefeld spielte noch nicht mal sonderlich schlecht..

Von der spielerischen Herangehensweise her bietet Freiburg eine recht bunte Mischung. Wie man es von ihnen erwartet, verstehen sie es sehr gut, den Ball vor allem in dergegnerischen Hälfte laufen zu lassen und den Kontrahenten durch Kombinationen zu zerspielen. Dabei greift man auch immer wieder auf Überladungen einer Seite zurück. Sprich, ein Grifo rückt bspw. von links nach rechts und spielt bspw. mit einem Frantz zusammen plötzlich auf der selben Seite und schafft dort im Idealfall Verwirrung und Überzahl.

Genausogut können sie aber auch das Spiel über lange Bälle und den Kampf um den zweiten Ball aufziehen. Keeper Schwolow leitet so viele Angriffe ein (1:0 in Bielefeld), aber auch aus der Innenverteidiung heraus werden immer wieder lange Bälle auf startende Offensivspieler geschlagen.

Garniert wird das Auftreten mit einem recht aggressiven Spiel gegen den Ball. Das fängt bei den intensiv anlaufenden Offensivkräften an, umfasst aber auch die Sechser Abrashi und Höfler. Vor allem der Schweizer Abrashi ist ein sehr unangenehmer Terrier, der viele Wege nimmt und sich gern in die Zweikämpfe wirft. So ein bisschen das Äquivalent zu Demme auf RB-Seite. Manchmal werden die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen beim Pressing etwas groß, weil die Abwehrkette nicht im gleichen Maße mit nach vorn schiebt. Gut möglich, dass sich da zwischen den Ketten für RB Leipzig ein paar Räume ergeben.

Die immerhin 16 Gegentreffer in zwölf Heimspielen, die Freiburg schon kassierte, könnten zu der Annahme führen, dass der Sportclub in der Defensive sehr anfällig ist. Das stimmt nur teilweise. Tatsächlich führt das mannschaftliche gute Verteidigen dazu, dass man nach RB Leipzig und auf Augenhöhe mit Braunschweig und Karlsruhe ligaweit die wenigsten Schüsse auf das eigene Tor zulässt. Allerdings verwandeln die Kontrahenten relativ viele ihrer Chancen.

Das könnte man als Zufall interpretieren, was ein wenig einfach wäre. Vielmehr war die Viererkette in der Abwehr schon die ganze Saison nicht der konstanteste Mannschaftsteil. Immer wieder erforderten Verletzungen und Sperren einen Umbau in der Viererkette. Dazu kommt, dass Freiburg in diesem Mannschaftsteil einige sehr junge Spieler unter Vertrag hat, die naturgemäß nicht nur noch nicht auf allerhöchstem Konstanzlevel spielen, sondern dazu natürlich auch noch Fehler machen. Dem technisch starken 19jährigen Rechtsverteidiger Pascal Stenzel (kam im Winter leihweise aus Dortmund) merkte man beispielsweise sein Alter und seine Unerfahrenheit bei der Defensivarbeit zuletzt durchaus an. Aber damit, Talente ins kalte Wasser zu werfen und ihnen auch bei Fehlern den Rücken zu stärken, kennt man sich in Freiburg aus.

Um die Defensive zu stabilisieren, zog Christian Streich vor drei Spielen den erfahrenen Marc Torrejon wieder von der rechten Verteidigerposition in die Mitte, wo er gleich Ruhe und Sicherheit einbrachte. In Bielefeld musste er allerdings kurz nach der Pause verletzt vom Platz und droht wird gegen RB Leipzig auszufallen. Was bedeutetn würde, dass man erneut umbauen muss müsste in der Abwehr. Als erfahrener Akteur stünde auch noch Rechtsverteidiger Mensur Mujdza nach Verletzung zur Verfügung und könnte seinen jungen Kollegen Kempf, Höhn und Günter anstelle von Stenzel zur Seite stehen.

Auch noch sehr jung ist Keeper Alexander Schwolow, der nach seiner letztjährigen Leihe nach Bielefeld nun Stammkeeper in Freiburg ist. Der 23jährige macht seine Sache sicher nicht schlecht und ist lernwillig und lernfähig. Wackler bei der Strafraumbeherrschung bzw. eine nicht ganz so große Strafraumpräsenz und eine eher durchschnittliche Quote gehaltener Bälle zeigen aber auch, dass Schwolow bei allem Talent noch Luft nach oben hat.

Der Abwehrverbund aus Kette und Torwart könnte gegen RB Leipzig also so etwas wie die Achillesferse des SC Freiburg sein. Im Saisonverlauf hat sich jedenfalls schon desöfteren mal gezeigt, dass der SC dort durchaus verwundbar ist und man sie auch mal gut durchschütteln kann.

Interessant vielleicht noch, dass Freiburg zuletzt am ersten Spieltag gegen eines der derzeitigen fünf Topteams der Liga gewinnen konnte. Man erinnert sich vielleicht noch gut an das 6:3-Spektakel zu Beginn der Saison gegen Nürnberg. Seitdem stehen ein Unentschieden und vier Niederlagen zu Buche (zwei Niederlagen gegen Bochum, eine gegen St. Pauli, eine gegen Nürnberg und ein Unentschieden gegen Leipzig). Wobei nur eines dieser Sieglos-Spiele zu Hause stattfand. Trotzdem interessant, dass man nach dem 6:3 in den folgenden fünf Topspielen nur noch drei Tore schoss.

Aufpassen müssen sowohl Freiburg, als auch Leipzig auf die Standards des jeweils anderen. Beide Teams haben sich auf diesem Wege in dieser Saison schon einige Male den entscheidenden Vorteil verschafft. Leipzig ist dabei vor allem in der jüngeren Vergangenheit sehr erfolgreich. Freiburg hatte seine diesbezügliche Glanzzeit eher vor der Winterpause.

Wer auf Seiten von RB Leipzig mithelfen soll, gegen Freiburg zu glänzen und das möglichst nicht nur bei Standards, wird sich final natürlich erst am Spieltag entscheiden. Viele Umbauten sind allerdings nicht zu erwarten. Halstenberg könnte nach Pause für seinen Körper unter der Woche gegen Heidenheim wieder zurück ins Team kehren und Anthony Jung auf die Bank verdrängen.

Daneben ist die Besetzung der zweiten Sechserposition wohl die interessanteste Personalie. Stefan Ilsanker hatte gegen Heidenheim einen rabenschwarzen Tag und wird auf Wiedergutmachung brennen. Stellt sich halt die Frage, ob Ralf Rangick eher dazu neigt, einen gestürzten Springer gleich wieder auf die Schanze zu schicken oder ob er bei der in der zweiten Halbzeit gegen Heidenheim gut funktionierenden Besetzung im zentralen Mittelfeld mit Demme und Kaiser bleibt. Zumal mit Abrashi und Höfler keine Riesen als Gegenüber warten. Spielt Kaiser erneut in der Zentrale, wäre sein Platz vorn rechts frei für Massimo Bruno. Oder gar für eine Variante mit Sabitzer oder Poulsen rechts und einem in der Startelf stehenden Selke. Ganz konservativ könnte man natürlich auch Khedira vor Ilsanker in die Startelf stecken. Das dürfte aber eher unwahrscheinlich sein.

Mögliche Aufstellungen:

  • SC Freiburg: Schwolow – Stenzel (Mujdza, Frantz), Höhn, Kempf, Günter – Frantz (Philipp), Abrashi, Höfler, Grifo – Petersen (Guede, Philipp), Niederlechner
  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg (Jung) – Ilsanker (Kaiser), Demme – Kaiser (Poulsen), Sabitzer, Forsberg – Poulsen (Selke)

Viel mehr Maß der Zweitligadinge als in diesem Spiel kann es eigentlich nicht geben. Bestes Heimteam gegen bestes Auswärtsteam. Das Team mit den meisten erzielten Toren gegen das Team mit den meisten Torabschlüssen. Die beiden besten Teams, was das Verhältnis zwischen Schüssen auf das Tor und zugelassenen Schüssen auf das eigene Tor angeht. Die bestbesetzten Offensiven der Liga. Zwei Mannschaften, die ihr Spiel aggressiv interpretieren, ohne das Spiel mit dem Ball und das Kombinationsspiel zu vernachlässigen. Selbst wenn man weder Freiburg noch Leipzig sonderlich zugeneigt ist, muss man sich als Anhänger des Fußballsports an sich die Finger nach diesem Duell lecken.

Von Vorteil könnte dabei sein, dass es für beide Mannschaften (noch) nicht um die Wurst geht. Egal wie die Partie ausgeht, man wird damit auch in Bezug auf die Tabelle leben können (Leipzig im Negativfall etwas besser als Freiburg im Negativfall). Sprich, beide Seiten haben wenig zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Denn ein Sieg in diesem Duell der Aufstiegsfavoriten wäre ein Statement an die Liga, ein ordentlicher Schub fürs eigene Ego und dann auch tabellarisch ein Schritt nach vorn. Wenn zwei Teams mit vielen Qualitäten in der Offensive in ein Spiel gehen, ohne etwas zu verlieren zu haben, könnte daraus ja dann durchaus auch ein überdurchschnittliches Fußballspiel und nicht nur ein gegenseitiges Belauern wie oft in großen Spitzenspielen werden.

Fazit: Im Spiel zwischen dem SC Freiburg und RB Leipzig wird der Aufstieg nicht entschieden werden. Nur die Voraussetzungen für die letzten neun Spieltage können sich je nach Ausgang leicht verschieben. Aber allein rein fußballerisch bietet das Duell eine Menge Anreize, die ausreichen, um in den Bann zu ziehen. Das Offensivpotenzial, das auf beiden Seiten auf dem Platz steht, hat bereits einen deutlichen Bundesligaanstrich. Mehr geht diesbezüglich in der zweiten Liga nicht. Bringen Freiburg und Leipzig das nur halbwegs auf den Platz, wird es ein prima Montagabend. Bei völlig offenem Ausgang.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig beim SC Freiburg nicht vor Ort verfolgen kann und am 07.03.2016, ab 20.15 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sport1 oder bei Sky.] ———————————————————————————–

Bisherige Duelle RB Leipzig vs. SC Freiburg

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Pressekonferenz drei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den SC Freiburg. Mit Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.

13.45

Da sind wir also schon wieder. Heidenheim ist noch nicht lange her und verschwimmt doch schon wieder in der Erinnerung. Was nicht zuletzt daran liegt, dass mit Freiburg ein Gegner wartet, bei dem es sich noch mehr lohnt als sonst, nach vorn zu schauen und sich auf das Spiel zu freuen.

13.50

Freiburg gegen Leipzig, das ist nicht nur das Duell der Teams, die von allen vor der Saison als Aufstiegsfavoriten ausgemacht wurden und die diese Erwartungshaltung als Zweiter und Erster bisher erfüllen. Es ist auch das Duell mit den spektakulärsten Offensivreihen der Liga. Die eine ist effektiver als die andere, aber ansonsten nimmt sich das zwischen beiden Vereinen nicht viel. Insgesamt ist RB Leipzig im Gesamtkader sicherlich ausgeglichener besetzt und besitzt aufgrund der Altersstruktur die besseren Entwicklungsperspektiven in Richtung einer möglichen Bundesligazukunft. Aber ansonsten ist man zum jetzigen Zeitpunkt der Entwicklung ziemlich nah beeinander und sich fußballerisch in vielerlei Hinsicht ähnlich.

13.51

Auf Heimseite wird das Montagsspiel sicherlich ausverkauft sein. Auf Gästeseite wird es noch Plätze geben. Irgendwas bis 400 oder 500 Leipziger, die den Weg auf sich nehmen, dürften zu erwarten sein.

13.53

Drei Tage vor dem Spiel schon die Pressekonferenz. Liegt natürlich am dazwischen liegenden Wochenende. Heißt aber auch, dass zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht so viele Infos in Bezug auf einsatzfähige Spieler und den Stand der Dinge zu erwarten sein werden. Läuft dann also (noch mehr als sonst) auf eher allgemeine Aussagen zur Aufstiegssituation und Wertschätzung gegenüber dem Gegner hinaus.

13.57

Ein Sieg für RB Leipzig wäre im Aufstiegskampf und vor den kommenden Wochen mit den Spielen in Nürnberg und gegen Bochum natürlich ein absoluter Big Point. Ein Unentschieden wäre gut. Eine Niederlage wäre verschmerzbar. Eigentlich fast ideale Voraussetzungen, um nach Freiburg zu fahren.

14.02

Dominik Kaiser: „Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Super Ausgangssituation für das Spiel. Richtig schwieriges Spiel. Sind gut drauf und haben großes Selbstvertrauen. Richtiges Topspiel. Warten drauf.“

„Freiburg zeichnet eine sehr gute Mannschaftstaktik aus. Viele Spieler, die schon in der ersten Liga gespielt haben. Individuell große Qualität. Müssen wir in den Griff kriegen. Vor allem die Offensive. Gilt es dagegenzuhalten. Müssen unseren Plan auf den Platz bringen. Wird sich zeigen, wer an dem Tag die bessere Mannschaft ist.“

14.06

Kaiser: „Letzten Gegner waren sehr defensiv. Da war uns bewusst, dass wir Ballbesitz haben und wir viel in des Gegners Hälfte spielen und uns durchkombinieren müssen. Freiburg wird ihr Spiel nicht großartig verändern. Stehen für einen offensiven Fußball. Werden sie auch am Montag versuchen, auf den Platz zu bringen. Ist für sie eine Möglichkeit, Punkte auf uns gutzumachen. Könnte ein Spiel mit offenem Visier werden. Wollen unsere Spielweise durchziehen, die sich durch die Offensive auszeichnet und durch das Spiel gegen den Ball. In den nächsten zwei Tagen genauer überlegen, wie wir das angehen.“

Zu Standards: „Haben ein Repertoire an Standards. Für jedes Spiel versuchen wir daraus drei, vier passende auszuwählen. Blickkontakt mit Compper gibt es nicht direkt. Gibt bestimmte Räume und Laufwege. Versuche den Ball möglichst präzise dahinzubekommen. Hat zuletzt gut geklappt. Sind da sehr präsent und unterstützen uns im Sechzehner gegenseitig.“

14.12

Kaiser: „Uns ist bewusst, dass wir in dem Spiel und in den nächsten Spielen einen richtigen Schritt Richtung Aufstieg machen können. Ist unser Ziel, in den direkten Duellen zu zeigen, wie gut wir sind. Fahren da nicht hin, um den Abstand zu halten. Wollen das Spiel gewinnen. Haben eine gute Ausgangssituation in der Tabelle. Würde mit einem Sieg noch viel besser werden. Letztlich ist es entscheidend, dass wir ein gutes Spiel machen und unser Ding durchziehen. Und dann bin ich mir sicher, dass wir auch was mitnehmen.“

„Freiburg und wir haben uns seit dem Hinspiel entwickelt. Wir spüren bei uns, dass es offensiv flüssiger aussieht und abgestimmter ist. Spielen inzwischen flexibel, um Gegner auszuspielen. Gegen Freiburg ist es aber auch wichtig, deren Offensivkräfte in den Griff zu bekommen. Kriegen wir nur als Mannschaft hin. Wollen Bälle so früh erobern, dass in der eigenen Hälfte wenig anbrennt.“​

„Sind gegen Heidenheim nicht gut ins Spiel gekommen. Lag an uns selbst, weil wir viele Fehler gemacht haben und an Heidenheim, die taktisch gut eingestellt waren. War schwierig durchzukommen. Funktioniert nur, wenn wir schnell spielen. Hat eine Zeitlang gebraucht. Die Halbzeit war dann ganz gut, um uns zu sammeln. Dass wir dann so rauskommen, ist nicht immer so, war aber sehr wichtig. Nach dem Tor hat man gemerkt, dass Druck und Tempo so hoch waren, dass Heidenheim nicht mehr rauskam. Haben das dann gut gemacht.“

14.17

Kaiser: Laune der Ersatzspieler „gerade nicht das große Problem“. Viel Qualität im Kader und jeder wolle spielen. „Versuchen das als Mannschaft gut aufzufangen, den Jungs, die auf der Bank oder auf der Tribüne sitzen, den Glauben zu geben, dass sie zum Team gehören. Funktioniert ganz gut und hat uns auch schon zu einigen Punkten verholfen.“ Einwechsler haben immer wieder gute Spiele gemacht. „Ist für den ein oder anderen Spieler schwierig. Das ist aber halt so. Lässt sich keiner hängen. Die ganze Mannschaft verfolgt ein klares Ziel. Alle ziehen an einem Strang.“

„Hab mit der U17 oder U19 oft gegen den SC Freiburg gespielt. War zumindest schon in dem Stadion mit den Hoffenheimer Profis, wurde aber nicht eingesetzt. Spielerisch haben die Jugendmannschaften von Freiburg mit den besten Fußball in Deutschland gespielt. Sehr interessanter Verein. Freue mich, gegen sie zu spielen. Werden auch ein paar aus meiner Heimat dabei sein im Stadion.“

14.18

Das war es mit einem gut gelaunten Kapitän. Gleich dann der Coach auf dem Podium.

14.27

Ralf Rangnick: „Ist ein Spitzenspiel. Offensichtlich, wenn Zweiter gegen Erster spielt. Heimbester gegen Auswärtsbester. Meiste Tore gegen wenigste Gegentore. Ein Sieg wäre ein wichtiger Schritt Richtung Aufstieg.“

Schwierig, jetzt schon was zur Formation zu sagen, da man erst ab morgen wieder richtig trainiere. „Ilsanker hat gegen Heidenheim nicht seinen besten Tag erwischt. Kann passieren, wenn das eine oder andere Sandkorn im Getriebe ist. Werden im Training sehen, wie sich die Jungs präsentieren.“ Entscheidung, wer in der Mittelfeldzentrale aufläuft erst nach den nächsten zwei Trainingstagen. Theoretisch wäre auch die offensive Aufstellung aus der zweiten Halbzeit von Heidenheim denkbar. „Will ich nicht ausschließen. Aber muss man erst mal die Trainingseindrücke abwarten.“

Bruno-Leistung sei keine „Eintagsfliege“ gewesen. Habe das vorher schon gezeigt. „War schade, dass er kein Tor geschossen hat. Aber durch ihn hat das Spiel eine andere Richtung genommen und waren mehr Spieler an der Box.“

„Im Hinspiel war Freiburg die erste halbe Stunde besser. Später waren wir spielbestimmend und haben uns den Ausgleich verdient. Auch in Freiburg wird es auf Kleinigkeiten ankommt. Müssen gegenüber der letzten zwei Spiele zulegen, wenn wir in Freiburg gewinnen wollen. Kommt in solchen Spielen auch darauf an, wer seine Chancen nutzt und wer in Führung geht.“

14.30

Rangnick: Lob für Selke. Im Training auf einem guten Weg und in immer besserer Verfassung. Gehe nicht unbedingt um Selke oder Poulsen, sondern darum, ob es „Argumente“ gibt, dass „beide zusammen spielen“. Selke hadere nicht, sondern arbeite daran, „in Topform zu kommen“.

„Glaube, dass Streich an der Formation vorn festhalten wird und Petersen auf der Bank sitzt. Niederlechner hat getroffen und Guede hat hohe Bereitschaft im Spiel gegen den Ball. Petersen und Philipp kommen dann gegebenenfalls von der Bank.“

„Beide Mannschaften wollen den Gegner vom Sechzehner fernhalten. Grifo guter Standardschütze.“

Rangnicks Trainerlizenz läuft noch bis Ende 2017.. (Damit wir das auch mal wussten.)

14.38

Rangnick: Zweitligapunkterekorde interessieren Rangnick nicht. Man schaue nur von Spiel zu Spiel und will am Ende auf einem der ersten beiden Plätze stehen. Egal mit wievielen Punkten.

Interessiert sich noch gar nicht für das Spiel in Nürnberg. „Gibt in den nächsten Wochen keinen Grund, Spiele zu priorisieren. Geht jeder Woche um drei Punkte.“

Kaderplanung zur kommenden Saison: Dasselbe machen wie in den letzten Jahren. „Wenn man weiß, in welcher Liga man spielt, mit den Spieler, die eher unzufrieden sind, zu eruieren, für wen es Sinn macht, weiter bei uns zu spielen. So wie im Winter bei Sebastian oder Kalmár.“ Große Kaderänderungen wird es im Sommer nicht geben. „Dem Kern werden wir weiter vertrauen.“ Die 14, 15 aktuellen Kernspieler werden auch nächste Saison da sein. Vorbehaltlich dessen, was ein neuer Trainer sagt. Aber Rangnick lässt schon durchblicken, dass dies schwerlich verhandelbar ist.

Zu den Gerüchten, Beierlorzer wechsle zum HFC: Wie es mit den Co-Trainern weitergehe, hänge davon ab, wer nächste Saison RB trainiere. „Muss dem neuen Trainer die Chance geben, sein Trainerteam zumindest teilweise zusammenzustellen.“ „Mit Personalfragen beschäftigen wir uns, wenn wir wissen, wo wir spielen.“ Zu den HFC-Gerüchten kann Rangnick nichts sagen, hätte Beierlorzer gern weiter im Verein. Gelte auch für Zsolt Löw. Unabhängig vom neuen Trainer wolle man Konstanz.

14.42

Das war es von hier. Entspannt-fokussiert. Man freut sich durchaus auf Freiburg, weiß um die große Chance, dort einen Schritt in der Tabelle zu machen und will bei allem Respekt vor dem Gegner Punkte mitnehmen.

Ich für meinen Teil freue mich auch sehr auf das Spiel. Auch wenn es sportlich noch nicht final entscheidend ist. Den zwei Topteams der Liga beim Kicken zuzugucken und dem heimstärksten Team vielleicht Punkte abzunehmen, ist eine hübsche Verlockung. In diesem Sinne allseits ein schönes Wochenende und dann einen guten Montagabend.

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