Die glorreichen Sieben minus Eins

Mal wieder den Bloggeburtstag vergessen. Nummer 6 wäre es vor genau einer Woche gewesen. Aber ganz im Duktus des modernen Fußballs gibt es ja sowieso nichts zu feiern, bevor nicht die Ziele erreicht sind (was auch immer da für Ziele sind).

Im Fußball hat man ja manchmal den Eindruck, dass gar nicht mehr gefeiert werden kann und das Ende eines Spiels (und sei es noch so wichtig) immer identisch ist mit der Vorbereitung auf das nächste. Mit Blogbeiträgen ist das so ähnlich..

Auf diese Art entstanden im sechsten Jahr der Blogexistenz 491 Beiträge aller Art rund um die tagesaktuellen, vor allem spieltagsbezogenen Dinge bei RB Leipzig, aber auch auf abstrakterer Ebene rund um strukturelle Dinge des Fußballs und des Umgangs mit RB Leipzig. Insgesamt 1013 Kommentare trudelten zu den Beiträgen ein. Das sind eine Handvoll weniger als noch im Jahr zuvor.

Inhatlich war das sechste Blogjahr für RB-Verhältnisse fast schon extrem ruhig. Keine Trainerentlassung, kein Lizenztheater, nur wenige spektakuläre Spielerwechsel (zumindest wenn man bedenkt, dass Sabitzer und Bruno formell schon ein Jahr zuvor kamen) und das normale Bohei um RB-Spiele und RB-Dasein.

Aber mir persönlich macht bei aller Freude an gesunder Polemik gegenüber Verbänden, Vereinen und Fanverhalten oder an Auseinandersetzung mit stürmischen Tagen wegen besonderer Ereignisse sowieso die ganz normale Auseinandersetzung mit dem Fußballalltag zwischen den Spieltagen am meisten Freude. Von daher passt es ganz gut, dass in den letzten 12 Monaten fast durchgängig viel Raum für den Sport blieb.

Vom LeserInneninteresse her war das vergangene Jahr eines der Konsolidierung. Sprich, die regelmäßig wiederkehrende Kernleserschaft wurde größer, während die Einmal- oder Seltenleser weniger wurden. Was auch nicht verwundert, wenn die ganz großen, bundesweiten Aufregerthemen wegfallen und fußballerischer Alltag im Mittelpunkt steht.

In Sachen Monetarisierung ist der Blog zumindest auf keinem schlechten Weg und wirft inzwischen eine finanzielle Unterstützung irgendwo im Minijob-Bereich ab. Ob Blogsupporter oder Spender oder Amazon-Besteller und und und, für den schon bis hierher gegangenen Weg, der mir ganz viel inhaltliche Freiheit erlaubt, bin ich extrem dankbar. Wer sich mit den Unterstützermöglichkeiten noch nicht so gut auskennt, aber sehr interessiert ist, findet sich unter Support your local rotebrauseblogger zurecht.

Bezüglich der Zukunft dieser kleinen, aber feinen Präsenz rund um den einzig wahren RasenBallsport ist der Stand der Dinge, dass es bis zum Saisonende auf jeden Fall weitergeht (also falls mir nicht die Finger abfallen oder andere schlimme Dinge passieren). Bei Aufstieg in die Bundesliga geht es hier im Blog auf jeden Fall noch ein Jahr weiter, bevor Bilanz gezogen wird, wie sehr sich das Tun und Schreiben mit Familie und Familienkasse verträgt. Bei Nichtaufstieg in diesem Sommer steht die Bilanzierung schon dann an.

Bis dahin geht es erst mal im gewohnten Modus weiter. Mit allem, was rund um die Spieltage interessant ist. Mit Blicken in den Rest der zweiten Liga. Mit Statistiken, Podcasts und Presseupdates. Und vielem mehr, worüber man in der Woche so stolpert. Phantastisch, dass es mir möglich ist, diesen Blog mit all den Dingen zu füllen, auf die ich Lust habe. Dafür danke an die, die es möglich machen.

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Meine persönlichen drei Text-Highlights im Blogjahr Nummer sechs:

  • Bullenseuche: Anmerkungen zu den Vorfällen am Rande des Spiels zwischen Karlsruhe und Leipzig inklusive „Bullenseuche“-Choreo.
  • Der FC St. Pauli macht den Watzke: Auseinandersetzung mit den Forderungen des FC St. Pauli, Vereine, die sich nicht an 50+1 halten, mögen von der Verteilung der Fernsehgelder ausgeschlossen werden.
  • Fragmentarisches zum Zeitgeschehen: Ein Versuch darüber, was die Möglichkeiten eines Fußballvereins sind, sich in tagesaktuelle Politik einzumischen.

Überdurchschnittlich häufig gelesen wurden auch noch folgende Artikel (von den Spielberichten und Vorberichten, die generell viel gelesen werden, wurde nur das St.-Pauli-Spiel exemplarisch als meistgelesenes aufgenommen):

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6 Gedanken zu „Die glorreichen Sieben minus Eins“

  1. Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

    Mögest du immer Rückenwind im Leben haben und stets Sonnenschein im Gesicht 🙂

  2. Schön, dass Du bei uns bist!!! Die tägliche Lektüre ist ein leibgewonnenes Ritual geworden. Zeit mal wieder DANKE zu sagen… 😉

  3. Alles Gute u weiter so.

    Ist bei der groben Auswertung oben bzgl. Konsolidierung der Leserschaft der rein mobil zugreifende Teil immer noch exklusive?

  4. Danke für so viele. tolle Texte, Podcasts, Videos und nicht zuletzt persönliche Gespräche rund um unseren Rasenballsport! Und jetzt: Weitermachen! 🙂

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