2.Bundesliga: SC Paderborn vs. RB Leipzig 0:1

Der Spitzenreiter zu Besuch beim 16. der zweiten Liga. RB Leipzig erstmals zu Besuch beim SC Paderborn. Zumindest vom Ergebnis her wurde RB der Favoritenrolle gerecht und gewann die Partie glücklich mit 1:0.

Begonnen hatten beide Teams die Begegnung in derselben Formation wie am letzten Spieltag. Bei RB Leipzig stand Stefan Ilsanker nach eigentlich ausgeheilt geglaubter Schulterverletzung überraschend nicht mal im Kader, sodasss es komplett beim 4-2-3-1 bzw. gegen den Ball mehr ein 4-2-2-2 der Vorwoche blieb. Beim SC Paderborn änderte sich zwar personell nichts, taktisch wurde es aber eher ein 4-4-2, in dem man sehr mannorientiert agierte und die jeweiligen Gegenspieler verfolgte.

Das Spiel lief so, wie man es bei RB-Spielen inzwischen erwartet. RB Leipzig hat den Ball und versucht gegen einen tief verteidigenden Gegner Lücken und Räume zu finden, die man bespielen kann. Der Gegner lauert auf Balleroberungen, Kontersituationen und Diagonalpässe. RB Leipzig versucht das zu unterbinden, indem man direkt nach dem Ballverlust den Gegenspieler wieder attackiert.

Sieht man die gesamten 90 Minuten, schaffte es RB Leipzig nicht immer, das Spiel gegen den Ball in derselben Konsequenz umzusetzen wie noch in der Vorwoche gegen Union Berlin. Immer wieder entstanden Lücken auf der Außenbahn und vor allem auch in der Mitte, in die die Paderborner hineinstoßen und in potenziell oder tatsächlich gefährliche Situationen kommen konnten.

Gut war der Gastgeber zudem darin, dem RB-Pressing aus dem Weg zu gehen bzw. Ballverluste durch Pressingsituationen nur in eher ungefährlichen Feldpositionen zu riskieren. Immer wieder spielte man noch mal hinten rum, um dem pressenden RB-Spieler zu entgehen und einen anderen Weg zu finden, den Ball nach vorn zu bewegen.

Hauptaugenmerk des SCP-Spiels allerdings die kompakte Defensive, die mit sehr viel Laufaufwand sehr aggressiv umgesetzt wurde und den RB-Spielern keinerlei Luft zum Spielen ließ. Was dazu führte, dass Leipzig zwar viel Ballbesitz hatte, dabei aber in Richtung Tor komplett unproduktiv blieb. Den ersten Ball musste Paderborn-Keeper Heuer Fernandes nach einer reichlichen Stunde halten. Insgesamt gab es in 90 Minuten eine einzige Großchance, die man sich aus dem Spiel heraus erarbeitete.

Genaugenommen waren es zwei, wobei die erste eher entstand, weil Paderborns Thomas Bertels am Strafraum ausrutschte und Dominik Kaiser so plötzlich komplett frei vor dem Tor stand. Der Kapitän zielte aber zu genau und traf nur den Pfosten. Sechs Minuten waren da gespielt und es hätte der Türöffner zu einem aus Gästesicht entspannten Zweitligaspiel werden können. Man hätte sich mit einer frühen Führung vielleicht den harten Kampf erspart, der in den kommenden reichlich 80 Minuten folgen sollte.

Denn nach zehn Minuten witterten die Gastgeber ihre Chance auch in der Offensive. Allerdings blieben viele Versuche und viele Pässe in die Spitze ungenau, spielte man manche Situation im Umkehrspiel trotz vorhandenem Raum schlecht aus. Chancen waren entsprechend für den SC Paderborn Mangelware (während RB bis zur Pause schlicht keine mehr hatte). Koc scheiterte nach einer reichlichen Viertelstunde freistehend vor Gulacsi, nachdem sich Klostermann im Zweikampf abkochen ließ. Sebastian setzte nach dem folgenden Eckstoß einen Kopfball neben das Tor. Und auch der wegen seiner Körpergröße unangenehm zu verteidigende dänische SCP-Winterneuzugang Nicklas Helenius war mit dem Kopf nach 35 Minuten zu unpräzise. Zwischenzeitlich hatte Kapitän Bakalorz einen Fernstoß knapp über die Latte gezimmert.

Nach Großchancen stand es zur Pause ungefähr 2:1 für die Gastgeber, weswegen das 0:0 in einem intensiven Fight auch ungefähr in Ordnung ging. Ineffektivität am und im Strafraum traf auf unproduktiven Ballbesitz. Tore fallen da fast notgedrungen hintenrunter.

Ein lichter Moment reicht für drei Punkte - Natürlich ein Standard bringt das 1:0 von RB Leipzig beim SC Paderborn | GEPA Pictures - Roger Petzsche

In der zweiten Halbzeit grundsätzlich dasselbe Bild wie in der ersten Halbzeit mit Ballbesitz für RB Leipzig und Defensivarbeit und Kontersuche seitens des SC Paderborn. Wobei die Gastgeber nun noch einmal gefährlicher wurden und vehementer an ihre Chance zu glauben schienen.

Schon nach 50 Minuten belohnten sie sich für ihren Aufwand und schossen durch Thomas Bertels das 1:0, nachdem RB Leipzig in der Mitte einen Ball nicht klären konnte und Bakalorz durch aggressive Balleroberung vorbereitete. Dachten zumindest große Teile des Stadions, dass dies das 1:0 sein würde, aber der Linienrichter zeigte Abseits an, sodass der Treffer nicht zählte. Eine falsche Entscheidung wie die entsprechenden TV-Bilder deutlich belegen (siehe Schiedsrichterkritik unten).

Pech für die Gastgeber, die kurze Zeit später durch Koc erneut die Chance zur Führung hatten, aber Koc schoss aus sieben Metern zwischen zwei RB-Spielern hindurch dem sicheren Gulacsi in die Arme.

Zehn Minuten reichten RB Leipzig dann, um das Spiel zu gewinnen, ohne die mögliche Entscheidung herbeizuführen. Nach Sabitzers zaghaftem Schussversuch von der Strafraumgrenze war es dann Marvin Compper, der eine Minute später (63.) die zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende RB-Führung erzielte. Da aus dem Spiel heraus nichts bis gar nichts ging, musste es fast schon notgedrungen ein Standard sein. Hauke Wahl, der in der Innenverteidigung von Paderborn zusammen mit Ex-RBLer Tim Sebastian eine starke Partie spielte, ließ Compper ziehen, der dankend annahm und die Ecke von Dominik Kaiser einköpfte.

Ein Haken unter die Partie hätte man machen können, wenn Emil Forsberg nach 70 Minuten ganz allein auf Heuer Fernandes zulaufend das 2:0 erzielt hätte. Oder wenigsten den Ball auf Poulsen quergelegt hätte, der das leere Tor vor sich hatte. Der Schwede, dessen neuer Vertrag bis 2021 gilt, scheiterte mit seinem Schuss aber am Keeper der Gastgeber.

Für den Rest der Partie war deswegen das ganz große Zittern angesagt. Je länger die Partie dauerte, desto mehr wurden die Bälle von den RasenBallsportlern nur noch rausgeschlagen, sodass phasenweise die Ballkontrolle komplett abgegeben wurde und man sich vielen Angriffen erwehren musste.

Großchancen hatte Paderborn allerdings auch nur noch zwei, weil das Spiel in den Strafraum trotz deutlicher Verbesserungen ein Problem bleibt. Stellvertretend dafür zwei komplett ohne Not in den Strafraum geschlagene Flanken aus dem linken Halbfeld, die nicht mal in die Nähe eines Paderborners kamen, sondern in den Armen von Gulacsi landeten.

Den Ausgleich auf dem Kopf und vermutlich den Torschrei schon auf den Lippen hatte mal wieder Nicklas Helenius, der aus sechs Metern an einem überragenden Reflex von Peter Gulacsi scheiterte. Jakub Sylvestr ließ dem Keeper von RB Leipzig fünf Minuten vor Schluss dann aber keine Chance zum Eingreifen, zielte mit seinem Drehschuss aus sieben Metern nach Standard allerdings einen halben Meter auf der falschen Seite neben den Pfosten.

Die restlichen sieben, acht Minuten überstand RB Leipzig dann mit Glück und Geschick. Und mit Kopfballungeheuer Atinc Nukan, der für Kaiser eingewechselt wurde, um mit Orban und Compper eine Dreierkette zu bilden und alles rausköpfte, was nur halbwegs in Richtung RB-Strafraum geschlagen wurde.

Zählt man das RB-Tor mit, dann lag das Chancenverhältnis in der zweiten Halbzeit bei ungefähr 4:2 für Paderborn und über 90 Minuten entsprechend bei 6:3. Auf der Anzeigetafel stand aber ein 0:1, weil RB Leipzig an diesem Tag das eine, um das es im Fußball geht, nämlich den Ball ins Tor zu schießen, ein bisschen besser und effektiver konnte als der Abstiegskandidat, der viel investierte und nichts erntete.

Paderborn muss sich entsprechend vorwerfen, aus ihren Chancen kein Tor gemacht zu haben bzw. darf man auch ein nicht gegebenes, reguläres Tor betrauern. Ob RB Leipzig von einem Rückstand noch mal zurückgekommen wäre, ist anzuzweifeln. Was nicht heißt, dass das Engangement bei den RasenBallsportlern nicht stimmte, denn in Sachen Laufbereitschaft und Einsatz lieferte man eine tadellose Partie ab. Nur in der Wahl der spielerischen Mittel war man über große Teile des Spiel nicht sehr überzeugend.

Fazit: Es war ein dreckiger, sehr glücklicher Sieg von RB Leipzig, den man sich passenderweise durch ein Standardtor sicherte. Ein Sieg, der an manch Auswärtsspiel der Hinrunde (Karlsruhe oder Bielefeld) erinnerte, wo man auch manchmal einfach nur das effektivere Team war. Letztlich ist auch das eine Qualität des Teams, aus solchen Spielen noch drei Punkte mitzunehmen. Wenn man am Ende ganz oben stehen will, dann muss es eben manchmal auch dreckig sein. Bitter für Paderborn, gut für Leipzig.

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Randbemerkung 1: Ralf Rangnick so auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Wir hatten zumindest eine oder zwei Chancen mehr. Deswegen haben wir den Sieg um das eine Tor verdient.“ Ja klar, Analysen direkt nach dem Spiel sind immer schwer. Aber nach einer Partie, in der der Gegner mehr lief, mehr Zweikämpfe gewann und vor allem mehr und (wenn man von Forsberg absieht) bessere Chancen hatte, davon zu reden, dass der Sieg verdient war, ist sehr schwierig nachzuvollziehen. Klar auch, zum Fußballspielen gehört das Erzielen von Toren dazu und wenn man am Ende eines mehr hat als der Gegner, muss man etwas besser gemacht haben als das Gegenüber und sich den Sieg irgendwie auch verdient haben. Wenn man das Wort „verdient“ aber dafür reserviert, dass man mehr Chancen erspielt als zulässt und ansonsten in nichts komplett unterlegen ist, dann war dieser Sieg von RB Leipzig vieles, aber sicherlich nicht verdient. Oder um es mit Marvin Compper zu sagen: „So wie sie [Paderborn] gespielt haben, hatten sie sich mehr verdient.“

Randbemerkung 2: Lustig in dem Zusammenhang auch die Geschichte vom Eckenverhältnis. Im Sky-Interview meinte Rangnick noch man habe ungefähr fünfmal so viele Ecken gehabt wie Padeborn. In der Pressekonferenz wurde daraus von ihm ein Verhältnis von 11:3 gemacht. Tatsächlich waren es laut Datenerfassung 9:5..

Randbemerkung 3: Wahr ist, dass der Ballbesitz von RB Leipzig nicht immer die ganz klare Einschusschance ergibt, weil die Gegner tief am Sechzehner verteidigen, aber daraus sehr viele Standards, seien es Ecken oder Freistöße in Strafraumnähe entstehen. Es ist in dieser Saison durchaus eine Qualität von RB, dass man über diese Standards auch den Ballbesitz in Tore ummünzt. Vier von sechs Toren im Jahr 2016 erzielte man in der Folge von Standards. Inklusive Handelfmeter in Sandhausen sind es im Saisonverlauf bereits 15 von 37 Toren, die nach ruhenden Bällen erzielt wurden. Wobei nur drei der ersten 16 Saisontreffer ruhenden Bällen folgten. Diesbezüglich hat man sich also im Saisonverlauf deutlich gesteigert und die Verwertung von Standards zu einem Qualitätsmerkmal entwickelt. Wobei zugegebenermaßen in Paderborn nur eine der vielen Standardsituationen überhaupt auch zu Gefahr führte.

Randbemerkung 4: Zwei Tore, ein Vorlage jeweils bei Standards oder in der Folge von Standards. Marvin Compper ist im Jahre 2016 der Inbegriff der Gefährlichkeit bei Standards. Der Innenverteidiger ist gerade sehr ordentlich in Fahrt.

Randbemerkung 5: Weniger gelaufen als der Gegner und weniger Schüsse aufs Tor. Nur eins von beiden ist für RB Leipzig diese Saison schon extrem selten (bzw. kam ersteres noch nie vor). Beides zusammen ist damit fast eine Art Weltwunder.

Randbemerkung 6: Wollen wir noch mal über Davie Selke reden? Schon zum zweiten Mal 2016 komplett ohne Einsatzminute geblieben. Zum zweiten Mal wurde ihm Nils Quaschner als Einwechselstürmer vorgezogen. Aus Beobachtersicht nachvollziehbar, aus Selke-Sicht sicherlich schwerlich zu verkraften. Die Personalie hat einiges Konfliktpotenzial. Würde aber andersherum genauso gelten, wenn Poulsen stattdessen auf der Bank sitzen müsste. Mal sehen, ob man schon bald mal wieder das Experiment mit Poulsen und Selke zusammen auf dem Platz sieht. Müsste halt jemand anderes raus dafür. Auch schwierig, sich da derzeit jemanden vorzustellen..

Randbemerkung 7: Nach 23 Spielen bleibt es bei neun Punkten Vorsprung auf Nürnberg, da die Franken ihr Derby gegen Fürth in der 84. Minute für sich entschieden. Neun Punkte Vorsprung bei elf ausstehenden Spielen, wobei RB Leipzig noch nach Freiburg und nach Nürnberg muss. Rechne sich jeder selbst die Aufstiegswelt schön oder schlecht.

Randbemerkung 8: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit 17 Punkten und zehn Toren (Tordifferenz) mehr nach dem 23. Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten 23 Spielen des Vorjahrs holte man diese Saison 14 Punkte mehr (wenn man den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt durch den schlechtesten Absteiger Paderborn, Ingolstadt durch Freiburg, Aue durch Bielefeld und Aalen durch Duisburg ersetzt). 50 Punkte, die nun auf dem Konto von RB Leipzig stehen, bedeuten auch, dass man jetzt schon so viele Zähler gesammelt hat, wie in der Vorsaison in 34 Spielen. Und in den sechs Spielen der Rückrunde hat man vier Punkte mehr geholt als in den Hinrunden-Spielen gegen dieselben Gegner.

Lichtblicke:

  • Marvin Compper: Wieder mal eine sehr gute Partie des Innenverteidigers. Defensiv sicher und auch immer wieder mit Gespür, wann er rausrücken und den Gegenspieler angreifen kann. Viele gewonnene Kopfballduelle, wobei die Duelle mit dem langen Helenius Schwerstarbeit waren. Dazu immer wieder in das Offensivspiel eingeschaltet und das entscheidende Tor geschossen. Prima Abend.
  • Peter Gulacsi: Hielt den Sieg mit guten Paraden fest. Bekam zum ersten Mal seitdem er für den verletzten Coltorti einspringen durfte, die Chance sich zu beweisen und löste die Aufgabe sehr gut. Selbst wenn das Gefühl bleibt, dass der Ungar beim Thema Flanken und Co nicht dieselbse Präsenz ausstrahlt wie ein Coltorti.
  • Diego Demme: Agil, laufstark, engagiert in Offensive und Defensive. Gerade neben dem immer mal wieder abtauchenden Rani Khedira sehr auffällig und spielprägend.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des 23.Spieltags aus der Partie beim SC Paderborn bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tor: 0:1 Compper (64.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Khedira – Kaiser (88. Nukan), Sabitzer, Forsberg (75. Jung) – Poulsen (83. Quaschner); Bank: Bellot, Teigl, Selke, Bruno; Nicht im Kader: Boyd, Coltorti, Ilsanker (alle verletzt bzw. nach Verletzung noch nicht bereit), Strauß, Hierländer, Gipson

Aufstellung SC Paderborn: Heuer Fernandes – Heinloth, Sebastian, Wahl, Hartherz – Krauße (85. Sylvestr) – Koc (67. Brasnic), Pepic, Bakalorz, Bertels (75. Stoppelkamp) – Helenius

Schiedsrichter: Florian Meyer (Souveräne Spielleitung. Ließ meist viel laufen, was den Gastgebern entgegen kam. Tat dem Spiel und dem Spielfluss aber auch gut. Pech, dass sein Linienrichter beim Bertels-Tor fälschlicherweise Abseits entschied. Lässt sich nur dadurch erklären, dass der Assistent in der unübersichtlichen Situation mit Bakalorz, der zwischen zwei RB-Spielern agiert und von dem dann der Ball Richtung Bertels prallt, den Zeitpunkt zu dem Bakalorz den Ball spielt auf etwas später verortet, als es tatsächlich geschah. In Realgeschwindigkeit könnte man glauben, Bakalorz spielt den Ball noch mal zu einem Zeitpunkt, zu dem Bertels tatsächlich im Abseits steht. In der Zeitlupe, die der Schiedsrichter nicht hat, sieht man, dass das nicht stimmt.)

Gelbe Karten: Stoppelkamp – Sabitzer (4.)

Zuschauer: 8838 (davon 400  Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, SCP-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 9 : 9
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 7 : 5
  • Schüsse auf das Tor: 5  : 3 (+ eimal Aluminium)
  • gewonnene Zweikämpfe: 53,7% : 46,3%
  • Ballbesitz: 45,5% : 54,5%
  • Passquote: 64,9% : 71,2%
  • Laufstrecke: 126,9 km : 123,6 km
  • Sprints: 191 : 189
  • Intensive Läufe: 747 : 684
  • Fouls: 15 : 19
  • Ecken: 5 : 9
  • Abseits: 4 : 5
  • Meiste Torschüsse: Koc: 4 – Compper, Sabitzer: je 2
  • Meiste Torschussvorlagen: Helenius, Koc, Hartherz: je 2 – Kaiser: 3
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Sebastian: 75,0% – Halstenberg: 72,2%
  • Meiste Ballkontakte: Heinloth: 66 – Orban: 120
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Sebastian: 85,4% – Demme: 79,7%
  • Größte Laufstrecke: Pepic: 13,1 km – Demme, Sabitzer: je 12,8 km
  • Meiste Sprints: Pepic: 25 – Sabitzer: 25

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke, Sabitzer – je 7; Forsberg – 6; Kaiser, Poulsen – je 4; Halstenberg, Compper – 2; Quaschner, Nukan, Ilsanker, Orban – je 1; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Forsberg, Kaiser – 5; Klostermann, Poulsen, Bruno – je 3; Sabitzer, Selke, Demme, Halstenberg, Jung – je 2; Quaschner, Kalmár, Orban, Compper – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Sabitzer, Kaiser – je 8; Ilsanker, Halstenberg – je 5; Forsberg, Bruno, Orban, Demme – je 4; Poulsen, Compper, Klostermann – je 3; Coltorti – 2; Nukan, Jung, Teigl, Khedira – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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8 Gedanken zu „2.Bundesliga: SC Paderborn vs. RB Leipzig 0:1“

  1. Spieler ders Tages = Forsberg ist doch ein Scherz oder ?
    war gestern überhaupt nicht in Form und das Nichtabspielen bei der Großchance
    sehr egoistisch, wenn er wenigstens getroffen hätte…

  2. Vor dem Spieltag hast du ja den Zusammenhang zwischen Auswärtssiegen und Aufstiegswahrscheinlichkeit analysiert. Sollte es auch einen signifikanten Zusammenhang zwischen glücklichen, also unverdienten, Auswärtserfolgen und Spitzenreiter geben, ist RB gefühlt wohl schon aufgestiegen.

  3. War Forsberg schonmal nicht Spieler des Tages? Das ist doch mittlerweile unabhängig davon wie er spielt… Find aber die Diskussion über verdient und unverdient etwas müßig, spiele erstmal auf solchem Acker und gegen ein Team, was wirklich alles reinwirft und gewinne dann noch. Ein unentschieden wäre hier auch ok gewesen. Zusätzlich hab ich das Gefühl das Khedira dem Aufbauspiel nicht sooo gut tut, wie das ein Ilsanker fertig bringt. Finde auch die Leistungsschwankungen relativ enorm aktuell, Sabitzer, Poulsen, Forsberg alle bissel im abwärtstrend die letzten zwei Spiele (auf hohem Niveau kritisiert natürlich!). Klar gegen Union 3/0 gewonnen, das war aber auch mehr B-Mannschaft als alles andre.

  4. Macht Kaiser das Ding, ist das Spiel gelaufen. Durch den Fehlschuß baut er den Gegner ungewollt auf und in den Köpfe kommt sofort Paulifatalismus auf.
    Fußball wird zu großen Teilen im Kopf gespielt…
    Drei-Mann-Deckung gegen Forsberg und trotzdem haut er fast das Ding rein – ist schon genial, unser Schwede.

  5. Forsberg als Spieler des Tages zu sehen, finde ich auch sehr interessant. Er hatte kaum Entfaltungsmöglichkeiten, was an der Manndeckung lag. Ja, an der Stelle würde auch ich die http://www.fan-arena.com hinterfragen.
    Aber aus meiner Sicht ist hier die „30 Jahre alte Taktik“ von Paderborn völlig aufgegangen. Völlig wurscht, wie alt diese Taktik ist, sie hat funktioniert. Man hat die offensivstarken Spieler aus dem Rennen genommen. Forsberg hatte kaum Zeit und Raum trotz seiner individuellen Stärke, Zuspiele zu verarbeiten. Und wenn doch, wurde er gedoppelt. Dass Paderborn seine Chancen nicht verwertet, wurde ja hier im Blog schon in der Vorbetrachtung erläutertet.
    Ich denke, dieses Spiel ist die Blaupause für den Taktik-fuchs Frank Schmidt. Wir werden diese Spielweise in etwas präziserer Form am Mittwoch sehen können. Jedoch werden die Konter besser und schneller ausgeführt werden.

  6. Nachvollziehbar die Kritik an der Forsberg-Wahl. Ist halt das Problem bei der fanarena-App, dass schon vor Spielbeginn begonnen werden kann, den Spieler des Tages zu voten (damit das Ergebnis der Wahl kurz nach dem Schlusspfiff bekannt ist). Dadurch kommt natürlich meist ein Spieler nach vorn, der sowieso gerade populär ist oder besonders in der Öffentlichkeit steht. Forsbergs Vertragsverlängerung dürfte entsprechend einen sehr großen Einfluss gehabt haben.

  7. interessant finde ich den auch bei den Analysen stehts vorhandenen „kopf“.

    Wird bei dem Spiel Pauli vs Leipzig ein „gewinnt pauli nicht unverdient…“ ist es andersrum ein „sehr glückliches…“

    Keine Ahnung woraus sowas resultiert, ist mir aber schon öfter aufgefallen. Gewinnt man als Favorit mal „dreckig“ heisst es immer „glück gehabt“ .. erkämpft ein völlig unterlegenes team sich mit gaaaanz viel dusel die 3 punkte ist es ein „nicht unverdienter Sieg“.

    M.E. nach ist es wichtig, auch mal solche „Glücksspiele“ zu gewinnen. Oft ging man in der Vergangenheit leer aus.. diesmal halt nicht.

    Am Ende des Tages sind auch einfach nur die Punkte wichtig und der Rest egal. in 1 jahr wird es keinen mehr interessieren wie wir gewonnen haben!

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