2.Bundesliga: SpVgg Greuther Fürth vs. RB Leipzig 1:2

Das letzte Spiel von RB Leipzig im Jahr 2015 fand in Fürth statt. Und setzte den I-Punkt auf sehr gute erste 19 Spieltage der Saison 2015/2016. Durch ein verdientes, in der Entstehung aber verrücktes 2:1 geht RB Leipzig als Tabellenführer in die Winterpause und hielt acht Punkte Vorsprung auf Nürnberg auf Rang 3.

Ins Spiel gestartet waren die Gäste gegen in der Zentrale spielstarke Fürther nicht überraschend mit einem verstärkten Mittelfeld und entsprechend Diego Demme als zusätzlichem Sechser neben Stefan Ilsanker. Davie Selke musste dafür auf der Bank Platz nehmen, sodass Yussuf Poulsen alleinige Spitze blieb, nachdem er in den letzten zwei Wochen mit guten Leistungen für sich geworben hatte. Durch den Wechsel liefen die RasenBallsportler wieder in einem 4-2-3-1 auf, statt wie letzte Woche im sehr offensiven 4-1-3-2.

Bei der SpVgg Greuther Fürth ersetzte der zuletzt gesperrte Goran Sukalo den diesmal gesperrten Andreas Hofmann in der Mittelfeldzentrale. Zudem musste der etwas formschwache Tom Weilandt auf der Außenbahn für den agilen Stephan Schröck Platz machen.


Die erste Halbzeit war insgesamt eine sehr ausgeglichene Veranstaltung mit optischen Vorteilen für RB Leipzig, ohne dass daraus die ganz große Torgefahr entstanden wäre. Man versuchte immer wieder schnell nach vorn zu spielen und den Ball laufen zu lassen. Aber Fürth hielt dagegen und setzte dabei auf eine sehr physische, erst einmal den gegnerischen Körper bearbeitende Spielweise und ging mit viel Engagement und Einsatz in die Zweikämpfe. Nicht ganz so wie es ein typisches Maik-Walpurgis-Team in Heimspielen gegen Leipzig machen würde, aber es war in manchen Situationen nah dran, drüber zu sein.

Schiedsrichter Dingert gefiel das Spiel trotzdem, sodass er es ohne große Eingriffe laufen ließ. Und so entwickelte sich ein eher verbissener Kampf, bei dem die Gastgeber offensiv nicht konnten und wollten und die Gäste offensiv zwar wollten, aber nicht die Mittel fanden, um Fürth-Keeper Mielitz ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Marcel Sabitzer kam nach reichlich 10 Minuten einen Schritt zu spät, um noch vor Mielitz an den Ball zu kommen. Forsberg scheiterte kurze Zeit später aus spitzem Winkel. Dominik Kaiser traf kurz vor der Pause nur das Außennetz. Und ansonsten blieben ein paar, oft geblockte Schussversuche übrig.

Auf der anderen Seite passierte bis fast zum Halbzeitpfiff fast nichts. Man versuchte immer wieder in Situationen zu kommen, um über Schröck, Stiepermann und Berisha in die Tiefe spielen zu können, aber die wenigen Male, in denen ein Pass gelang, war Fabio Coltorti aufmerksam und zur Stelle. Und doch hätte es fast mit dem Gang in die Halbzeit noch geklingelt, als Stiepermann im RB-Strafraum freigespielt wird, aber frei vor Coltorti scheitert. Es war der erste und einzige Torschuss der Hausherren in den ersten 45 Minuten.

Zur Pause geht das 0:0 durchaus in Ordnung. RB Leipzig macht zwar mehr für das Spiel, kommt aber nicht zu ganz großen Chancen. Fürth macht offensiv fast nichts, kommt aber zu einer Großchance. Ansonsten spielt sich die Partie auf intensivem Niveau zwischen den Strafräumen ab. Folgerichtig, dass bei diesem torfernen Gewitter die Treffer nicht wie reife Früchte vom Baum fallen.

Party on - Die ganze Freude über den 2:1-Sieg in Fürth und eine gelungene Hinrunde 2015/1016 muss raus | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann RB Leipzig mit zwei dicken Chancen im Umkehrspiel, von denen eine zum 1:0 führt. Zuerst bedient Sabitzer Forsberg, der mit einem flachen Schuss an einem gut reagierenden Fürth-Keeper Mielitz scheitert. Beim Nachschuss wird Sabitzer dann kurz vor dem Tor abgeblockt und Poulsen bekommt hinter den hochspringenden Ball beim Kopball keinen Druck mehr.

Nur ein paar Sekunden später dann aber die zu diesem Zeitpunkt völlig verdiente Führung. Orban hatte in der Innenverteidigung einen langen Ball der Gastgeber nach vorn geklärt. Im Mittelfeld hat Leipzig bei Zweikämpfen das größere Ballglück, sodass Forsberg den abprallenden Ball knapp in der Hälfte der Fürther aufnehmen kann und ihn sofort in die Tiefe auf den durchstartenden Poulsen spielt. In einer der wenigen Situationen, in denen man die Gastgeber mit Tempo überraschen kann, nimmt Poulsen gegen Röcker den Ball mit, umkurvt noch Mielitz und schiebt den Ball dann souverän ein.

Mit dem Tor ändert sich das Spielgeschehen deutlich. Fürth versucht, nachdem man sich ein paar Minuten schütteln musste, Fußball zu spielen. Leipzig lauert auf Ballgewinne und die entscheidenden Konter zur Entscheidung. In den nächsten 40 Minuten gibt es diverse Situationen, in denen man mit Raum und Platz Richtung Mielitz-Kasten zieht. Doch das meiste davon spielt man nicht erfolgreich zu Ende, sodass aus den Räumen und der eigentlich souveränen und überlegenen Spielkontrolle mit guter Defensivabsicherung keine guten Torabschlüsse mehr resultieren. Poulsen kommt am Fünfmeterraum nicht an einen von Sabitzer quergelegten Ball. Demme scheitert mit einem abgeblockten Schuss. Viel mehr war offensiv nicht zu verzeichnen.

In der Schlussviertelstunde wird der Druck der Gastgeber dann langsam größer. RB Leipzig hat teilweise Schwierigkeiten, den Ball geordnet aus der eigenen Hälfte zu spielen, sodass Fürth immer wieder schnell in Ballbesitz kommt. Ohne dass man bessere Offensivaktionen hat, kippt es optisch nun langsam in Richtung der Gastgeber, die den Glauben an die Möglichkeit eines Unentschiedens demonstrieren und zumindest bis zum Strafraum auch ganz gut spielen. Berisha hat es in der 83. Minute auf dem Fuß, trifft aber einen Ball, unter dem Teigl durchtaucht, nicht richtig, weil er ihn volley nehmen will, anstatt ihn links im Strafraum mit viel Platz um sich herum anzunehmen und zum gezielteren Torabschluss zu kommen.

Problem auch, dass RB Leipzig in der Schlussphase zu viele Eckbälle zulässt. Gegen auf vielen Positionen großgewachsene Gastgeber ein ziemliches Glücksspiel, bei dem man lange gut verteidigt. Ein ziemllich unnötig von Nukan produzierter Eckball kurz nach Ablauf der regulären Spielzeit führt dann aber doch zum Ausgleich. Nukan war nach der Ecke und einem Kopf-Zusammenprall mit Sukalo mitten im Strafraum am Boden liegen geblieben. Den geklärten Ball bringen die Gastgeber trotzdem wieder als Flanke genau Richtung Nukan. Röcker steigt dort in die Unordnung eines sich wieder aufrappelnden Nukan und eines dadurch leicht behinderten Coltorti am höchsten und köpft den Ball ins Tor. Wenn man die letzten 10 bis 15 Minuten des Spiels nimmt, durchaus folgerichtig. Über die ganze Spielzeit gesehen ein eher glückliches Tor.

Nachdem die RB-Spieler kurz und intensiv den Schiedsrichter bestürmt hatten, weil der die Partie wegen Nukans Bodenauszeit nicht unterbrochen hatte, ging man gleich wieder in den Angriffsmodus über. Keine Reaktion von ‚Mist, aber jetzt nehmen wir wenigstens das 1:1 mit‘, sondern eher ein ‚Kann doch nicht wahr sein, jetzt aber noch mal alles auf Sieg‘. Auch im Gästeblock ertönte nach kurzer Betroffenheit sofort wieder ein trotziges „Auf gehts Leipzig, kämpfen und siegen“. Nach schon 92 von 94 gespielten Minuten ein wenig wagemutig.

Doch es passt zum Verlauf der letzten Wochen, dass RB Leipzig sich tatsächlich noch mal die Siegchance holte und sie auch nutzte. Direkt nach dem Wiederanstoß ein langer Ball auf die Außenposition, wo Sukalo nur per Foul klären kann. Kaiser darf einen Freistoß von der linken Seite auf Höhe der Strafraumkante treten. Orban verlängert den Ball in der Mitte. Und Stefan Ilsanker ist es, der zum ersten Saisontreffer und zum Sieg einschiebt. Angesichts des Zeitpunkts zum glücklichen, aber insgesamt auch zum verdienten Sieg einschiebt. Inklusive der Emotionen, die so ein später Siegtreffer nach scheinbar abgeschenktem Spiel mit sich bringt.

Dramaturgisch hätte es für Leipzig natürlich nicht besser und für Fürth nicht bitterer laufen können. Ein extremes Wechselbad er Gefühle, das man hätte vermeiden können, wenn RB die Partie bei einer der vielen Kontersituationen früher durch besseres Ausspielen entschieden hätte. Was eigentlich der einzige Vorwurf ist, den sich die RasenBallsportler machen müssen. Dass sie aus vielen guten Ballgewinnen tief in des Gegners Hälfte und rund um die Mittellinie nicht genug gemacht haben und so den Versuchen der Gastgeber, wieder ins Spiel zurückzufinden, in die Karten spielten.

Fürth wusste dadurch zu gefallen, dass man sehr viel Einsatz in die Partie einbrachte und mit zunehmender Spielzeit und trotz sehr geringer Offensivaktionen nicht den Mut verlor, sondern den Druck sukzessive erhöhte. Bis dabei doch die ein, zwei Chancen abfielen, die ausreichten, um das eine Tor noch zu machen. Dass der Ausgleichstreffer in Folge eines Standards durch den aufgerückten Turm Röcker fiel, während der Gegenüberturm Nukan gerade zusammenprallsbedingt indisponiert war, war angesichts dessen, dass man sich spielerisch in Tornähe praktisch nie durchsetzen konnte, nur folgerichtig.

Fazit: Es war angesichts zweier Tore in der Nachspielzeit ein verrückter, glücklicher und intensiv gefeierter Sieg für RB Leipzig und eine bittere Niederlage für die SpVgg Greuther Fürth. Das 2:1 entsprach aber vollkommen den gezeigten Leistungen in den 90 Minuten zuvor, sodass die drei Punkte verdient mit auf die Heimfahrt gen Leipzig gingen. Der Siegtreffer war der Lohn für eine gute Partie, bei der einzig das Ausspielen von Kontersituationen Probleme bereitete und auch Lohn dafür, dass man selbst nach dem bitteren Ausgleich nicht aufsteckte, sondern noch mal direkt nach der Siegchance suchte.

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Randbemerkung 1: Immer mal was neues bei RB-Spielen. Diesmal wurde Öl im Gästeblock vergossen, was dazu führte, dass der Block eine gute Stunde vor dem Spiel erst mal geräumt und mit Sand bestreut wurde, um für die Sicherheit im komplett vollen Block zu garantieren. Wie es sein kann, dass ein Block so kurz vor dem Spiel unbemerkt mit nicht wenig Öl verschandelt werden kann, sollte man sich in Fürth vielleicht in der nächsten Beratung mit der Ordnerschaft mal etwas ernsthafter fragen. Denn die Aktion ist auf den entsprechend glatt werdenden Metalltreppen im Fürther Gästeblock kein Spaß, sondern in der Konsequenz eher versuchte Körperverletzung.

Randbemerkung 2: Nur halb so Spaß auch das Beschmeißen der Gästebank und des Trainerteams um Rangnick mit Bierbechern nach dem 1:1 von der Haupttribüne aus. Was Ralf Rangnick in selten zu sehender Art aufbrachte und ihn auf den vierten Offiziellen lossprinten und Bierbecher durch die Gegend kicken ließ. Nicht ganz unnachvollziehbar der Ärger, zumal angesichts dessen, dass man von hinten schon vorher zugetextet wurde und gerade der 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit gefallen war. Das 2:1 eine Minute später muss sich aus der Perspektive noch süßer angefühlt haben, auch wenn Ralf Rangnick auch dann noch ordentlich in Richtung der Zuschauer hinter sich wütete..

Randbemerkung 3: Erstaunlicherweise war man sich in Fürth nach dem Spiel ziemlich einig, dass man einen Punkt auf jeden Fall verdient gehabt hätte. Wenn man nur die letzten 10 bis 15 Minuten nimmt, als Fürth immer stärker ins Spiel und immer wieder auch mal an den Strafraum kam, mag diese Wahrnehmung stimmen. Wenn man das gesamte Spiel nimmt, dann wird es schon ziemlich schwierig. Klar hatte Fürth vergleichsweise viel (und fast so viel wie RB) Ballbesitz (was bei Rückstand über eine fast komplette Halbzeit nicht weiter verwundert), aber Richtung Tor blieb bis auf die Stiepermann-Großchance kaum gefährliches übrig. Die Torschussbilanz spricht da auch eine deutliche Sprache bei 8:17 Torschüssen insgesamt und 4:11 Torschüssen innerhalb des Strafraums aus Gastgebersicht. Im Gegensatz zum Hinspiel, als RB Leipzig glücklich einen Punkt holte, passte das Ergebnis diesmal gut zum Spiel.

Randbemerkung 4: Im vierten Spiel gegen RB Leipzig setze es nach drei Unentschieden erstmals eine Niederlage für Stefan Ruthenbeck. So schnell wird dann rhetorisch aus ‚ungeschlagen gegen RB‘ ein ’sieglos gegen RB‘..

Randbemerkung 5: Dreimal hatte Fürth in dieser Saison schon durch Tore in der Nachspielzeit Punkte geholt. Einmal ein Unentschieden, zweimal einen Sieg. Zudem gewann man gegen Karlsruhe durch ein Tor kurz vor Ende der regulären Spielzeit. Womit sie die unumstrittenen Könige der letzten Minuten in der zweiten Liga sind. Gegen RB Leipzig sah es so aus, als ob man dieser Statistik eine weitere Episode hinzufügen könnte. Bis Stefan Ilsanker kam und die Geschichte im Sinne seines Teams umschrieb.

Randbemerkung 6: Veton Berisha hatte im Hinspiel mit 52 Sprints die RB-Verteidigung mit und gegen den Ball fast schon totgelaufen. Auch diesmal legte er wieder phänomenale 46 Sprints auf den Rasen. Vor dem Tor konnte er allerdings nicht mehr so auffällig Akzente setzen wie noch in Leipzig, wo er verschiedenste Großchancen auf dem Fuß hatte und zumindest ein Tor schoss. Dass der Torabschluss nicht seine Paradedisziplin ist und ihm zu einem überragendem Stürmer fehlt, hatte man im Laufe der Saison allerdings schon in verschiedensten Spielen gelernt.

Randbemerkung 7: Neun der letzten zehn Spiele gewonnen. Alle fünf Spiele seit der letzten Länderspielpause gewonnen. Die fünf letzten Auswärtsspiele gewonnen. Im Moment kann man rund um RB Leipzig vielerlei Erfolgsserien niederschreiben. Erfolgsserien, für die man natürlich auch immer ein wenig Glück braucht. Wie bspw. in Karlsruhe oder in der Nachspielzeit in Fürth. Es werden, so realistisch sollte man sein, auch wieder Zeiten kommen, in denen man sich ausschließlich auf sein Können verlassen muss und einem das Glück nicht auch noch zusätzlich zufliegt. Aber mit so einer Erfolgsserie in die Winterpause zu gehen, ist natürlich ohne Einschränkung ein gutes Gefühl.

Randbemerkung 8: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit zwölf Punkten und drei Toren (Tordifferenz) mehr nach dem 19. Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten 19 Spielen des Vorjahrs holte man diese Saison elf Punkte mehr (wenn man den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt durch den schlechtesten Absteiger Paderborn, Ingolstadt durch Freiburg, Aue durch Bielefeld und Aalen durch Duisburg ersetzt). Tendenz Aufstiegskurs. Deutlich.

Lichtblicke:

  • Yussuf Poulsen: Sehr guter Job in der Sturmspitze. In der ersten Halbzeit ganz vorn. In der zweiten Halbzeit auch vermehrt hängend und teilweise hinter Sabitzer spielend. Viel Arbeit gegen den Ball verrichtet und den Gegner gut beschäftigt. Als Wandspieler wichtige Akzente in der Ballbehauptung und Ablage gesetzt. Beim 1:0 prima in die Gasse gelaufen und in typischer Manier den Ball den Keeper umkurvend versenkt. Tatsächlich aktuell etwas stärker und vor allem kompletter als Konkurrent Davie Selke.
  • Stefan Ilsanker: Phänomenal weiterhin, wenn er nach vorn verteidigt und so entstehende Aktionsräume für den Gegner sofort schließt oder gar den Ball zurückerobert. 76% gewonnene Zweikämpfe, gute Passquote. Hielt im zentralen Mittelfeld den Laden zusammen. Und schoss nicht zuletzt am Ende sein erstes Saisontor. Hätte vom Zeitpunkt her kein spektakuläreres sein können.
  • Fabio Coltorti: Vor allem in der ersten Halbzeit ein starker Rückhalt, der viele Pässe der Fürther in die Tiefe durch punktgenaues und konzentriertes Herauslaufen abfangen konnte und die Stiepermann-Großchance ganz in Ruhe abfing. In der zweiten Halbzeit vor allem bei Ecken und Flanken gefordert, wo er bis zur 90. Minute absolut sicher agierte. Sah lediglich beim 1:1 nicht gut aus, als er aber in seinem Aktionsradius auch vom vor ihm liegenden und dann wieder aufstehenden Nukan eingebremst wurde. Abgesehen davon wichtiger Spielorganisator von hinten heraus und sicherer Keeper. Gut, dass am Ende nicht ein Unentschieden im Gedächtnis bleibt, bei dem Coltorti beim Ausgleich unglücklich mitgewirkt hat.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des Spiels gegen die SpVgg Greuther Fürth bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 0:1 Poulsen (48.), 1:1 Röcker (90.+1), 1:2 Ilsanker (90.+3)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Teigl (86. Khedira), Orban, Nukan, Halstenberg – Demme, Ilsanker – Kaiser, Sabitzer, Forsberg (82. Jung) – Poulsen (82. Selke); Bank: Gulacsi, Sebastian, Bruno, Quaschner; Nicht im Kader: Boyd, Compper, Klostermann (alle verletzt), Bellot, Strauß, Gipson, Hierländer, Kalmár

Aufstellung Greuther Fürth: Mielitz – Caligiuri, Franke, Röcker, Gießelmann – Gjasula, Sukalo – Stiepermann, Zulj (76. Weilandt), Schröck (63. Tripic) – Berisha

Schiedsrichter: Christian Dingert (Nicht immer souverän. Verpasste in der ersten Halbzeit den Zeitpunkt, das überbtriebene oder taktische Foul mal mit einer gelben Karte zu bestrafen. Was er dann bei zwei harmlosen Geschichten (Torwartbehinderung, Ball wegschlagen) nachholte. Dazu nicht konsistent. Demme für das Wegschlagen des Balles gelb zu zeigen und deckungsgleiche Situationen in der zweiten Halbzeit gleich zweimal nicht zu bestrafen, ist zumindest schwierig. Schröck nicht vom Platz zu stellen und mit einer Auswechslung davonkommen zu lassen, war an der Grenze des Vertretbaren. Bei einem Nukan-Foul im Strafraum nicht auf Elfer zu entscheiden, war aus Stadionsicht nachvollziehbar, bei TV-Sicht nicht mehr ganz so sehr, auch wenn sich da Stiepermann zu sehr in Nukan hineinfallen ließ. Das Spiel vor dem 1:1 nicht zu unterbrechen, weil Nukan mitten im Strafraum im Spielgeschehen liegt und durch die Spielfortsetzung gefährdet wird, war ziemlich fragwürdig (eine deckungsgleiche Situation wurde bei St. Pauli gegen Karlsruhe an diesem Spieltag sofort abgepfiffen). Es gab einiges an Diskussionspotenzial und einiges, was von der Entscheidungslogik her (Stichwort Konsistenz und Angemessenheit) nicht so richtig zusammenpasste und die Spielleitung entsprechend unrund machte.)

Gelbe Karten: Berisha, Schröck, Zulj – Demme (4.), Poulsen (3.), Ilsanker (8.)

Zuschauer: 10.070 (davon 1.600 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], SpVgg-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 8 : 17
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 4 : 11
  • Schüsse auf das Tor: 2 : 6
  • gewonnene Zweikämpfe: 46,9% : 53,1%
  • Ballbesitz: 49,4% : 50,6%
  • Passquote: 66,2% : 66,1%
  • Laufstrecke: 116,6 km : 120,3 km
  • Sprints: 224 : 208
  • Intensive Läufe: 640 : 681
  • Fouls: 15 : 16
  • Ecken: 6 : 7
  • Abseits: 3 : 1
  • Meiste Torschüsse: Gießelmann, Stiepermann, Berisha: je 2 – Poulsen: 4
  • Meiste Torschussvorlagen: Gjasula, Sukalo, Zulj: je 2 – Sabitzer: 6
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Franke: 70,0% – Ilsanker: 75,9%
  • Meiste Ballkontakte: Gießelmann: 81 – Teigl: 75
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Franke: 80,5% – Forsberg: 81,3%
  • Größte Laufstrecke: Sukalo: 12,0 km – Demme: 12,9 km
  • Meiste Sprints: Berisha: 46 – Poulsen: 35

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke, Sabitzer – je 7; Forsberg – 5; Kaiser, Poulsen – 3; Halstenberg – 2; Quaschner, Nukan, Ilsanker – je 1; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Forsberg – 4, Klostermann, Poulsen, Bruno – je 3; Sabitzer, Selke, Demme, Halstenberg, Kaiser – je 2; Jung, Quaschner, Kalmár, Orban – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Sabitzer, Kaiser – je 8; Ilsanker – 5; Halstenberg, Forsberg, Bruno, Orban – je 4; Demme – 3; Klostermann, Coltorti, Poulsen – je 2; Nukan, Jung, Compper, Teigl – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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2 Gedanken zu „2.Bundesliga: SpVgg Greuther Fürth vs. RB Leipzig 1:2“

  1. Sehr gute Einschätzung insbesondere des Schiris. Wir haben wohl dasselbe Spiel gesehen. 😉
    Auch, wie das Öl reinkam. Köm
    nnen ja nur Ordner sein.

  2. Es gibt Schiedsrichter und Unparteiische.Zu letzteren konnte man Herrn Dingert nur mit verbundenen Augen rechnen. Ansonsten ein Spiel, dass man live erlebt haben muss. Jetzt noch Gänsehaut beim Abspielen der Videos von der Stimmung im RB-Block. Wieder mal eine Superrezession von Dir.

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