2.Bundesliga: Arminia Bielefeld vs. RB Leipzig 0:1

Auswärtsspiel in Bielefeld. Nach der etwas ernüchternden Niederlage gegen Kaiserslautern eine ungewisse Reise. Es wurde für RB Leipzig die erwartet schwere Aufgabe, die man mit etwas Glück und Geschick löste und mit drei Punkten heimkehrte. Für die Gastgeber war es das siebte Heimspiel ohne Sieg. Für die Gäste bedeutete das, auch im achten Auswärtsspiel ohne Niederlage zu bleiben.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit der zu erwartenden Mannschaft. Lukas Klostermann und Willi Orban kehrten nach Verletzung bzw. Sperre in die Abwehrkette zurück und verliehen ihr wesentlich mehr Stabilität als zuletzt gegen Kaiserslautern. Ansonsten lief dieselbe Elf auf wie vor der Länderspielpause.

Ein wenig angepasst hatte man die Taktik. Statt des gewohnten 4-2-3-1 bis 4-2-2-2 spielte man eher ein 4-1-2-2-1. Sprich vor einem zentralen Sechser Stefan Ilsanker spielten links und rechts versetzt Diego Demme und Dominik Kaiser und dann davor rechts und links Sabitzer und Forsberg. Was dazu führte, dass Dominik Kaiser anfangs oft sehr tief agierte und Bälle von der Sechserposition aus verteilte und Diego Demme oft sehr offensiv stand und fast schon den Zehner gab.


Etwas ungewöhnlich dies zu sehen und so richtig schien es von der ganzen Raumaufteilung her zumindest in der ersten halben Stunde nicht zu funktionieren. Auch das Zusammenspiel zwischen den Mannschaftsteilen war schwierig, weil Kaiser in den Zwischenräumen häufig fehlte. Im Laufe des Spiels agierte Kaiser aber nicht mehr ganz so tief wie teilweise zu Beginn, sodass es besser wurde.

In den ersten fünf Minugten war RB Leipzig eigentlich ganz gut im Spiel und versuchte sich, in den Strafraum von Bielefeld zu spielen. Allerdings ohne zwingende Aktionen, weil die Bielefelder gut zupackten. An diesen ersten erfolgreichen Defensivaktionen zog man sich dann hoch und übernahm relativ schnell das Kommando. Nicht unbedingt in Sachen Ballbesitz, aber vor allem in Sachen Zug zum Tor. Immer wieder profitieren die Gastgeber dabei von Ungenauigkeiten im Spiel von RB Leipzig und davon, dass die Gäste im Mittelfeld teilweise nicht so recht den Zugriff auf ihre Gegenspieler fanden und entsprechend nicht in die Zweikämpfe kamen.

Die erste halbe Stunde war vor allem geprägt von Christopher Nöthe, der nicht nur dadurch auffiel, dass er extra zum Schiedsrichter lief, um dem das mit Blut verschmutzte Trikot von Willi Orban zu petzen, sondern vor allem dadurch, dass er zwischen der 10. und 30. Minute bei allen gefährlichen Arminia-Aktionen der finale Akteur war. Also der Vollstrecker sein sollte, der normalerweise Fabian Klos ist.

In der zehnten Minute wurde er fünf Meter vor dem Tor noch gerade so von Marvin Compper abgeblockt. Acht Minuten später spritzte er aus ähnlicher Entfernung an Willi Orban vorbei in eine Hereingabe von Manuel Junglas, der überraschend für David Ulm in die Mannschaft kam, zielte aber einen halben Meter am Pfosten vorbei. Noch mal drei Minuten später boxte Coltorti noch gerade so einen Nöthe-Kopfball aus zehn Metern über den Kasten. Und weitere sechs Minuten später nahm der Stürmer eine Hereingabe aus zwölf Metern direkt und scheiterte erneut am gut reagierenden Coltorti.

Klostermann hatte zwischenzeitlich eine gute Vorarbeit von Sabitzer nicht richtig verwerten können, was aber in Sachen Gefahr auch schon fast alles war in dieser RB-Phase. Das solle sich in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte deutlich ändern, denn zuerst öffnete Ilsanker nach 37 Minuten mit einem phänomenalen Pass nach links das ganze Spiel, sodass Halstenberg Sabitzer bedienen kann, in dessen Schuss sich dann aber kurz vor dem Tor die Arminia-Abwehr schmeißt.

Glückliches Geburtstagskind kriegt Geburtstagsständchen - Diego Demme nach einer guten Partie in seiner Heimat | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Und fast im direkten Anschluss klingelt es auch schon. Diego Demme holt sich einen aus der Arminia Abwehr herausgeköpften Ball, steckt dann in den Strafraum durch, wo Selke schon lauert und durch die Beine von Hesl verwandelt. Wenn man die ersten 30, 35 Minuten nimmt, sicherlich überraschend. Angesichts starker zehn Minuten bis zur Pause, die auch nach dem Tor noch mit einer Eingabe von Sabitzer, an der Forsberg um Zentimeter vorbeirutscht, weitergingen, allerdings auch nicht völlig unverdient.

In der zweiten Halbzeit musste der Gästeanhang nach der Einwechslung des Bielefelder Offensivmanns Christian Müller, der länger verletzt gewesen war, 15 bis 20 Minuten um RB Leipzig zittern. Der mangelnde Zugriff auf den Ball im Mittelfeld und im vorderster Linie war in dieser Zeit recht deutlich sichtbar, sodass sich Bielefeld zeitweise recht unbedrängt den Ball von einem Flügel auf den anderen legen konnte und sich immer wieder recht gefährlich an den Strafraum heranspielte. Bis auf einen Schütz-Schuss entstand daraus aber nichts direkt torgefährliches.

Ralf Rangnick machte nach 65 Minuten das einzig richtige, nämlich Emil Forsberg, der nach den Länderspielen mit Schweden noch ziemlich platt wirkte, vom Platz nehmen und mit Anthony Jung einen für die offensive linke Position bringen, der noch mal vor allem im Spiel gegen den Ball Akzente setzt und den fehlenden Zugriff auf den Gegner ein wenig einzudämmen hilft. Das klappte mit nun auch immer besser, sodass RB Leipzig die Partie ab der Jung-Einwechselung und spätestens ab der 70.Minute trotz immer wieder willig anrennender Bielefelder im Griff hatte.

Offensiv verpasste man es allerdings, den Sack frühzeitig zuzumachen. Die größte Chance hatte Stefan Ilsanker, der ein sehr gutes Spiel machte und sich die Chance mit seiner größten Stärke, der Balleroberung durch Vorwärtsverteidigung im Mittelfeld, selbst einleitete. Sabitzer hatte wieder mal die Zwischenstation gespielt, die den Torschuss vorbereitete. Stefan Ilsanker stand dann frei vor Hesl und zeigte, warum er nicht gerade ein Torjäger ist, als er aus 12 Metern mit eher schwachem Schuss am Arminia-Torwart scheitert. Doch der Ball bekommt noch mal Effet und fällt hinter Hesl herunter und springt Richtung Tor, wo er von Innenverteidiger Salger von der Linie gekratzt wird. Möglich auch, dass der Ball schon drin war, aber nur die Torlinientechnologie hätte dies endgültig klären können. Aber diese Technologie gibt es in Liga zwei noch nicht.

Mit der Einwechslung von Yussuf Poulsen kommt bei RB Leipzig zusätzlich noch mal ein wenig neuer Schwung in die Angriffsbemühungen. Da der Däne aber immer wieder auf die Außen ausweicht, fehlt in der Mitte jemand, der was mit dem hätte anfangen können, was Poulsen da auf den Außen durchaus an gutem gemacht hat.

Auch bei den Gastgebern kommt noch mal neuer Wind in die Angriffsbemühungen. David Ulm war eingewechselt worden und zeigte, dass er mit seiner Quirligkeit dem Team auch von Beginn an schon sehr gut getan hätte. In der 90. Minute löste er noch in der eigenen Hälfte eine Situation unter Druck so, dass sein Team in die RB-Hälfte rücken kann. Dort übernimmt er wieder den Ball, legt ihn butterweich in den Strafraum auf Fabian Klos, der mit seinem ersten und einzigen Torschuss frei vor Coltorti aus 12 Metern den Ausgleich hätte machen können. Aber am Gäste-Keeper scheitert.

Positiv an dem Spiel aus Sicht von RB Leipzig neben den drei Punkten, dass man durch sehr hohes Engagement vor allem am eigenen Strafraum vor allem in der zweiten Halbzeit nicht viel zugelassen hat. Und selbst in der ersten Halbzeit hatte die Arminia gute, aber auch nicht wirklich die ganz großen Chancen. Die RB-Abwehrviererkette war stabil und agierte trotz Lücken im vorderen Verteidigungsbereich und immer wieder mal auf sie zurollenden Wellen sehr souverän.

Nicht so richtig überzeugend phasenweise, dass man die Kontrolle über das Spiel zu verlieren schien. In der ersten halben Stunde oft, weil man im Mittelfeld zwar am Gegner dran war, aber trotzdem immer wieder gen Flügel überspielt wurde und den Zugriff nicht fand. In den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit weil das Spiel gegen den Ball der Offensivspieler dem Gegner zu viel Platz ließ, sodass immer wieder diagonale Bälle auf die Seite flogen, von wo der Mannschaftsverbund gerade wegverschoben hatte.

Nicht ganz so gut auch der Umgang mit Möglichkeiten, sich Richtung Strafraum auch noch mehr Chancen herauszuarbeiten oder nach einer gut aufgelösten Eins-gegen-Eins-Situation auch mal einen Mitspieler in guter Schussposition zu finden. Gerade mal acht Torschüsse in 90 Minuten ist für RB Leipzig aktuell sehr unterdurschnittlich und spricht auch für Bielefeld. Daraus dann aber das 1:0 zu machen, zeugt auch von einem gewissen Effektivitätsgewinn.

Fazit: 1:0 am Ende für RB Leipzig. Über 90 Minuten gesehen war es wohl ein klassisches Unentschieden-Spiel. Mit Vorteilen mal für die eine, dann für die andere Mannschaft (erste halbe Stunde Bielefeld, 15 Minuten RB Leipzig, 20 Minuten Bielefeld, 25 Minuten RB Leipzig). Der Unterschied zwischen RB Leipzig und Arminia Bielefeld war an diesem Tag der zwischen Davie Selke und Christopher Nöthe. Da auch individuelle Klasse zum Fußball gehört, ist der Sieg für die RasenBallsportler sicherlich bei weitem nicht unverdient, auch wenn sich die Teams eigentlich nichts genommen haben. Es war aus RB-Sicht definitiv nicht das herausragende Saisonspiel, dazu stimmten zu viele Sachen mit und gegen den Ball nicht. Aber man hat sich mit viel Engagement in die Aufgabe geworfen, die Herausforderung Bielefelder Alm angenommen, sich gegenüber dem Kaiserslautern-Spiel und im Verlauf des Spiels um einiges verbessert und einen dreckigen Sieg eingefahren. Das wiegt die negativen Beobachtungen vor allem aus der ersten Halbzeit durchaus auf.

Randbemerkung 1: Trillerpfeifen im Heimblock, die immer dann geblasen wurden, wenn RB im Ballbesitz war. Störte den Schiedsrichter offensichtlich nicht in seiner Spielleitung, sondern war nur ein bisschen nervig. Dazu ein Riesenbanner vor dem Anpfiff am Seitenrand, das sich quer vor der kompletten Haupttribüne erstreckte und ein „Die Ware Fußball ist nicht der wahre Fußball“ verlauten ließ. Mal vom Inhalt ganz abgesehen (wenn jemand irgendwie davon anfängt, etwas „wahres“, ursprüngliches, echtes retten zu wollen, sollte man zumindest aufmerken), ist es immer wieder erstaunlich, dass sich Vereine zum Handlanger von Fanbannern machen und statt Sportsgeist zum Anpfiff lieber Stimmungsmache präsentieren. Nichts dagegen, das auf irgendeine Tapete im Fanblock zu malen oder im Umfeld des Spiels via Medien oder Website oder was auch immer den Zustand des Fußballs im Red-Bull-Zeitalter zu thematisieren, aber ein Verein sollte sich in der Spieltagsdurchführung anderen Dingen widmen, als hochoffiziell Banner gegen den Gastverein mitzutragen. Dass man auch noch die Schweigeminute für die Terroropfer von Paris damit hinterlegte, war da nur noch der Gipfel der Stil- und Geschmacklosigkeit.

Randbemerkung 2: Neben Hierländer und Bellot, die dies schon gewohnt sind, schafften es auch Sebastian, Kalmár, Bruno und Gipson nicht in den Spieltagskader. Sebastian und Gipson waren im letzten Spiel gegen Kaiserslautern noch gestartet. Kalmár immerhin mit nach Bielefeld gereist. Und Massimo Bruno, den Rangnick vor einem Jahr für diverse Millionen geholt hatte, muss sich ein wenig wie im falschen Film vorkommen. Wobei man ehrlicherweise zugeben muss, dass er im Testspiel in der Länderspielpause nichts gezeigt hat, mit dem er sich hätte aufdrängen können. Weswegen seine Ausbootung für das Bielefeld-Spiel nicht unlogisch war. Wenn bei RB Leipzig nahezu alle Spieler fit sind, geht es schon bei der Bestimmung des Spieltagskaders sehr rau zu..

Randbemerkung 3: 8:9 Torschüsse aus Sicht von RB Leipzig, auch innerhalb des Strafraums gaben die RasenBallsportler einen Schuss weniger ab als der Gegner. Untypisch für die letzten Wochen, in denen Leipzig jeweils deutlich mehr Torschüsse hatte als der jeweilge Kontrahent. Spricht sicherlich auch für Bielefeld und ihre sehr gute Balance im Spiel.

Randbemerkung 4: Acht Auswärtsspiele, fünf Siege, drei Unentschieden. Das ist einfach nur wow. RB hat es gelernt, sich von der Atmosphäre in fremder Umgebung nicht beeindrucken zu lassen und allerlei knappe, dreckige Siege einzufahren. Das ist definitiv der Schlüssel zur aktuellen Tabellensituation.

Randbemerkung 5: 29 Punkte. Spitzenreiter. Klingt prima. Wenn man bedenkt, dass dem eine Tordifferenz von gerade mal plus sieben und nur 21 geschossene Tore in 15 Spielen zugrundeliegen, dann ist es fast schon beeindruckend. Oder eine Aussage über die Qualität der Liga in der Spitze. Kann sich jeder selbst aussuchen.

Randbemerkung 6: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit fünf Punkten mehr und drei Toren (Differenz) weniger nach dem 15. Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten 15 Spielen holte man diese Saison vier Punkte mehr als im Vorjahr (wenn man den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt durch den schlechtesten Absteiger Paderborn, Ingolstadt durch Freiburg und Aue durch Bielefeld ersetzt). Heißt also, dass die Tendenz im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiv ist.

Lichtblicke:

  • Fabio Coltorti: Zuletzt mit dem Problem, nicht auch mal eine 100%ige herauszufischen. In Bielefeld auch wieder mit dem Glück behaftet, das du als Keeper brauchst, als er in der 90. Minute die Großchance zum Ausgleich entschärft. Auch zuvor schon in einigen Situationen absolut sicher zupackend und die Null festhaltend. Dazu auch als Leader vorangehend und sich immer wieder ins verbale Getümmel mit dem Kontrahenten stürzend und die Mitspieler schützend. Partie ohne Fehl und Tadel. Fast schon wie ein Kapitän.
  • Willi Orban: Sehr gute Vorstellung des Innenverteidigers, der alles entschärfte, was auf ihn zukam und besonders ind er zweiten Halbzeit zum Fels in der Brandung wurde und viele potenziell gefährliche Situationen clever löste (über 80% gewonnene Zweikämpfe). Gab der gegen Kaiserslautern etwas wackligen Abwehr wieder Halt.
  • Davie Selke: Machte auch jenseits des Tors in Bielefeld sehr viel richtig. Lief immer wieder steil in die Räume, um angespielt werden zu können. Arbeitete auch in den Luftduellen und im Spiel gegen den Ball enorm viel und beschäftigte den Gegner dadurch. Ab und zu ist das Fußballfeld für Selkes raumgreifende Dribblings etwas zu kurz, aber ansonsten hat der Mittelstürmer bis zu seiner Asuwechslung sehr viel zum Sieg beigetragen.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des 15.Spieltags bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 0:1 Selke (40.)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Kaiser, Ilsanker, Demme (84. Khedira) – Sabitzer, Forsberg (66. Jung) – Selke (74. Poulsen); Auf der Bank: Gulacsi, Teigl, Quaschner, Nukan; Nicht im Kader: Boyd, Strauß (beide verletzt), Bellot, Kalmár, Sebastian, Hierländer, Bruno, Gipson

Aufstellung Arminia Bielefeld: Hesl – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Junglas (66. Görlitz), Behrendt (85. Ulm), Schütz, Hemlein (46. Müller) – Nöthe, Klos

Schiedsrichter: Timo Gerach (Machte sich die Sache durch einige seltsame Zeikampfentscheidungen selbst schwer. Zudem stark mit dem klassischen Schiedsrichterproblem behaftet, Fouls erst zu pfeifen, wenn jemand hingefallen ist und nicht schon Hakeln und Stoßen zu bestrafen, dass genauso zum Ballverlust oder zum Verhindern einer Chance führt. Positiv die Art und Weise immer wieder auch kommunikativ auf die Spieler einzuwirken, ohne es zu übertreiben und zu nerven. Insgesamt eine solide Spielführung mit Luft nach oben.)

Gelbe Karten: Salger – Kaiser (4.)

Zuschauer: 18664 (davon 700 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], DSC-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 9 : 8
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 6 : 5
  • Schüsse auf das Tor: 5 : 5
  • gewonnene Zweikämpfe: 54,2% : 45,8%
  • Ballbesitz: 47,4% : 52,6%
  • Passquote: 67,2% : 70,6%
  • Laufstrecke: 113,2 km : 119,5 km
  • Sprints: 196 : 214
  • Intensive Läufe: 643 : 684
  • Fouls: 14 : 13
  • Ecken: 2 : 6
  • Abseits: 2 : 3
  • Meiste Torschüsse: Nöthe: 3 – Selke: 3
  • Meiste Torschussvorlagen: Behrendt, Junglas: je 2 – Sabitzer: 3
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Börner: 76,0% – Orban: 82,6%
  • Meiste Ballkontakte: Schuppan: 77 – Ilsanker: 83
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Börner: 79,2% – Ilsanker: 82,4%
  • Größte Laufstrecke: Dick: 11,9 km – Sabitzer: 12,3 km
  • Meiste Sprints: Klos: 23 – Selke: 34

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke – 7, Forsberg – 5; Sabitzer – 4; Kaiser, Halstenberg – je 2; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Klostermann – 3; Sabitzer, Selke, Poulsen, Forsberg, Demme – je 2; Jung, Quaschner, Kaiser, Bruno, Kalmár – je 1

Saisontorbeteiligungen: Kaiser – 6; Ilsanker, Sabitzer – je 5; Halstenberg, Demme, Orban – 3; Klostermann, Bruno, Forsberg – je 2; Coltorti, Nukan, Jung, Poulsen, Compper – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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4 Gedanken zu „2.Bundesliga: Arminia Bielefeld vs. RB Leipzig 0:1“

  1. Das ist also annähernd der Fußball, den der zufriedene Rangnick sehen will – ich nicht!
    Unsere Top-Nationalspieler (sehr gut spielten sie alle noch vor einigen Tagen) werden bei RB in ein Spielsystem gezwungen, welches jegliche Freude am Spiel im Keim erstickt. Ballbesitz und Zweikampfquote charakterisieren das RB-Spiel schon ganz gut.
    Wo das bei entsprechender Gegnerschaft endet, das sieht man derzeit sehr gut in Stuttgart.
    Freue mich jetzt auf 1. Liga-Handball in der Arena, hier sehe ich die Leidenschaft beim Spiel, welche ich bei RB schon lange vermisse.
    Ja, über die 3 Punkte bin ich auch sehr froh, ist besser als kein Punkt und schön gespielt… Und ja, ich will nie wieder in meinem Leben nach Bielefeld zum Fußball!

    1. War gestern auch bei DHfK. Super!! Das kann man aber bezüglich Leidenschaft nicht vergleichen. Handballer würden auch noch nach Amputation beider Arme versuchen, aufs Tor zu werfen. Und möglicherweise ist durch die physische Betonung auch der eine oder andere taktische-strategische Schnitzer leichter zu verkraften.
      Fand die Emotionalität der Spieler von RB gegen Bielefeld gar nicht so fad wie sonst. Soviel ausgelassenen Jubel nach dem Tor hab ich bei ihnen lange nicht mehr bewusst gesehen. Tja, und das System… der Erfolg heiligt am Ende die Mittel. Wir werden es ja sehen.
      Stuttgart wirkt hoffnungslos. Unter Umständen spielt da so eine gewisse Sturheit und Unflexibilität eine Rolle, (also insgesamt dann eine Kombi aus System und Persönlichkeit) die ihm auch in LE die Stelle gekostet hat.

  2. Stuttgarts Abwehr am Samstag ohne Einsatz. Auch die wenigen Torchancen leicht vergeben.
    Leider bei RB zu wenig Chancen. Aber Bielefeld mauerte auch nur.
    Freistöße üben. Weitschuesse. Härter schießen. Da ist noch Luft zur 1. Liga

  3. „Das ist also annähernd der Fußball, den der zufriedene Rangnick sehen will – ich nicht!“
    @Henne:
    Was willst Du denn sehen?
    Solch Galvorstellungen wie gegen Saarbrücken wird es in dieser! 2. Liga nicht geben, auch wenn ich es mir auch ab und zu wünschen würde. Wenn es dieser jungen Mannschafft gelingt über Zweikampf, Disziplin und gesunder Härte in der 2. Liga zu bestehen und am Ende Platz 1 oder 2 rauskommt, dann ist mMn alles gut. Selbst in 2 Wochen gegen Duisburg wird es kein Selbstläufer.

    Zum Spiel/Blog:
    Auch aus TV-Sicht alles soweit richtig beschrieben. Lichtblicke ebenso. Irgendwann wird Ilse darin schon auftauchen. Kommt mMn immer näher zu dem „Krieger“. Hätte das Tor verdient gehabt, was es mMn auch war, wenn man das Standbein des Bielefelders betrachtet.
    Ja, der junge Schiri hatte (wie allgemein gewohnt) seine Probleme mit der Zweikampfbewertung, aber mir hat auch gefallen, wie er sich mit den Spielern öfters „unterhalten“ hat. Nur hätte es auch 2 Elfer geben können/müssen. Anfangs gegen Selke und am Ende gegen Poulsen.

    Ach ja. Ihr waren wirkklich 700 Gästefans anwesend? Philipp K. sagte etwas anderes 😉

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