2.Bundesliga: SV Sandhausen vs. RB Leipzig 1:2

RB Leipzig nach der Niederlage in Unterhaching mit der schweren Aufgabe beim SV Sandhausen. Vom Grundgedanken her sicherlich ein ähnliches Spiel mit einem auf Konter lauernden Gegner. Es wurde die erwartet schwere Aufgabe gegen einen verbissen verteididgenden Kontrahenten mit besserem und auch verdientem Ende für die Leipziger.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzgi nach den Ausfällen von Ilsanker und Forsberg mit Khedira und Bruno. Also relativ klaren Eins-zu-Eins-Wechseln statt Kaiser auf die Sechs zu ziehen und die Offenisvkette zu verändern.

Die Gastgeber mussten derweil eine im Vergleich zu den letzten Ligaspielen stark veränderte Viererkette in der Abwehr aufbieten, weil Paqarada und Kistner ausgefallen waren. Zudem saß Wooten angeschlagen nur auf der Bank und stand Kosecki verletzungsbedingt nicht mal im Kader. Für einen Verein wie den SV Sandhausen fast schon exorbitante Ausfälle.

Der Beginn der Partie war trotz der unterschiedlichen personellen Voraussetzungen weitgehend ausgeglichen. Sandhausen nicht ausschließlich mit langen Bällen unterwegs, sondern immer wieder auch und vor allem über rechts Kombinationen suchend. RB Leipzig versuchte, sich der Vehemenz der Gastgeber zu erwehren und selbst Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, ohne dass dies von besonderem Glück beschieden worden wäre.

Das Spiel kippte dann nach etwa einer Viertelstunde mit der ersten Großchance von RB Leipzig, als Marcel Sabitzer Davie Selke freispielte, der mit einem ganz passablen Schuss von halbrechts am gut aufgelegten Torhüter der Gastgeber Marco Knaller scheiterte.

Von da an dominierte Leipzig die Partie und suchte immer wieder den konstruktiven Weg nach vorn, band dabei auch Klostermann und Halstenberg rechts und links ein und versuchte den Gastgeber unter Druck zu setzen. Da Sandhausen aber in bewährter Manier den eigenen Strafraum verteidigte, entwickelte sich daraus auch nicht die ganz große Torgefahr.

Stattdessen bekam Leipzig ein Unterhaching-Gedächtnistor eingeschenkt. Compper verteidigt nach vorn und verliert an der Mittellinie den Zweikampf gegen Kuhn. Deswegen dahinter beim Gegenstoß über Bouhaddouz und wieder Kuhn Desorientierung in der Hintermannschaft von RB, auch weil Klostermann rechts hinten wegen einer Verletzung nicht auf seinem Platz war und dort stattdessen Dominik Kaiser spielt. Der muss wegen dem aus dem Spiel genommenen Compper und dem am linken Flügel verteidigenden Orban in die Mitte nachrücken und Innenverteidiger gegen Bouhaddouz spielen. Komplett chancenlos Innenverteidiger spielen. Denn die Drehung von Bouhaddouz und das Vollenden mit links war von Kaiser gar nicht zu verteidigen. Schön abgeschlossen vom Sandhäuser Stürmer, aber gegen eine auch innen vorhandene Innenverteidigung wäre es vielleicht nicht ganz so einfach gewesen.

Viele Zweikämpfe in einem umkämpften Spiel zwischen Sandhausen und Leipzig - Am Ende waren die Gäste obenauf | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Glücklicher Umstand für RB Leipzig, dass es nur ein paar Minuten dauerte, bis man den (verdienten) Ausgleich erzielte. Denis Linsmayer hatte den Ball nach einem eigentlich nicht sonderlich gefährlichen Schuss von Marcel Sabitzer an die Hand bekommen. Schiedsrichter Winkmann entschied völlig regelkonform auf Strafstoß. Den Dominik Kaiser trocken mit einem Schuss in die Mitte versenkte.

Den Rest der ersten Halbzeit war RB Leipzig dann komplett im Vorteil. Sicherlich kein Sturmlauf auf das Sandhäuser Tor mit Chancen im Minutentakt, aber absolute Spielkontrolle und Dominanz. Und die langen Bälle, auf die Sandhausen inzwischen stärker zugriff, verteidigte man relativ souverän.

Da offensiv auf Leipziger Seite bis auf einen Pfostenschuss aus unmöglichem Winkel von Selke auch nichts mehr geschah, ging man mit einem 1:1 in die Pause. Das insgesamt auch in Ordnung ging. Weil Leipzig das Spiel zwar dominierte, aber daraus keine Durchschlagskraft erwuchs und sich Sandhausen gut wehrte und selbst nicht chancenlos war.

Die zweite Halbzeit wurde dann zu einem extemen Abnutzungskampf und einem Spiel, das weitgehend zwischen den Strafräumen stattfand. RB Leipzig war zwar weiterhin spielerisch dominierend, am Sandhäuser Strafraum war aber meist Feierabend, sodass Fernschüsse von Kaiser und Gipson die bemerkenswertesten Aktionen blieben. Fernschüsse wohlgemerkt, die wenig bis keine Aussichten hatten, zum Torerfolg zu werden.

Sandhausen beeindruckte mit einer auch in veränderter Formation hervorragenden Defensivleistung und versuchte über lange Bälle und eingestreute Konter zum Erfolg zu kommen. Entlastung schaffte man dabei allerdings nur selten. Bis zur 67. Minute zumindest, als Moritz Kuhn auf und davon war, ihm Willi Orban nicht folgen konnte und Marcel Halstenberg aushalf, den Sandhäuser in seinem Weg zum Tor so zu bedrängen, dass sein Winkel beim Schuss auf Coltorti ungünstig wurde und der RB-Keeper halten konnte.

Es kam, wie es in diesem Spiel fast kommen musste. Ein Standard entschied letztlich über den Ausgang. Erstaunlicherweise war RB Leipzig und nicht die bei Standards starken Sandhäuser nach einer Ecke erfolgreich, nachdem die ruhenden Bälle zuvor fast keine Gefahr versprühten. Yussuf Poulsen spielte dabei in der Mitte nach Kaiser-Ecke mal wieder seine Sprungkraft aus und übersprang die gegnerischen Verteidiger so wie er es vielleicht zuletzt vor einem Jahr im Pokal gegen Aue getan hatte. Den Kopfball konnte Knaller noch geradeso abwehren. Den Nachschuss schob dann Halstenberg freistehend aus Nahdistanz über die Linie.

Nach 74 Minuten schien damit RB Leipzig angesichts der Partie bis dahin deutlich im Vorteil zu sein. Tatsächlich brauchten die Gastgeber ein paar Minuten, um sich zu schütteln. Um dann in den letzten 10 Minuten die Partie noch mal in die eigenen Hände zu nehmen und vehemnt und mit viel Physis auf den Ausgleich zu drängen. Dabei griff man auf viele lange Bälle zurück, die die RB-Defensive immer wieder ein wenig in die Bredoullie brachten.

Die Leipziger wirkten in dieser Phase leicht unorganisiert und ohne die nötige Ruhe und spielten den Gastgebern duch viele leichtfertig zurückgegebene Bälle in die Karten. Häufig, dass der Ball einfach nur rausgeschlagen wurde, ohne dass Poulsen und Selke ihn vorn trotz ihrer Physis sichern konnten. Dazu immer wieder auch Bälle, die dem Gegner direkt wieder in die Füße gespielt wurden und von dort erneut gen RB-Strafraum segelten. Erstaunlich daran, dass die RB-Hintermannschaft oft und trotz der Einwechslung von Sebastian als zusätzlichem Kopfballspieler in Duellen am eigenen Strafraum häufig in Eins-gegen-Eins-Duelle geriet und immer die Gefahr bestand, dass mal ein Ball durchrutscht und es richtig gefährlich wird. Auch deswegen tat die ausbleibende Ballkontrolle im vorderen Drittel nach den Auswechslungen von Kaiser und Bruno weh.

Die eine große Chance kam aber nicht mehr, sodass das letzte Aufbäumen der Gastgeber unbelohnt blieb. Selke und Sabitzer verpassten es auf der Gegenseite bei Großchancen, die Entscheidung herbeizuführen, wobei man Selke zugute halten muss, dass er bei einem Foul nicht den Sturz und die mögliche rote Karte für den Gegner wegen Notbremse suchte, sondern auf den Beinen blieb. Wo er aber durch das Stolpern in Folge des Fouls in eine nachteilige Schussposition geriet und mit seinem Abschluss scheiterte.

Am Ende stand ein Sieg für RB Leipzig, der den Chancenverhältnissen auf dem Platz ganz gut entsprach. Zwei ruhende Bälle brachen das Defensivgeschick der Gastgeber und führten zu einem hart erarbeiteten Sieg, den man in den letzten Minuten erfolgreich über die Zeit schaukelte. Der ganz große Glanz mag der Partie gefehlt haben, aber es war ein verbissener Kampf um Raum, Chancen und Punkte und damit genau das, was man vorher erwarten konnte. Dass die RasenBallsportler aus diesem engen Kampf als Sieger hervorgingen, dürfen sie sich durchaus sehr positiv anrechnen.

Fazit: Ein insgesamt völlig verdienter Sieg des aktiveren Teams mit den wesentlich besseren und häufigeren Torabschlüssen. Ein wenig Glück hatten die RasenBallsportler dabei aber trotzdem, dass man über zwei ruhende Bälle in einer Partie zu Torerfolgen kam, in der ganz viel Offensivgefahr oder Dauerdruck aufgrund gut verteidigender Gastgeber auch nicht aufkam. Wie die Sandhäuser ihre (zu den Langzeitverletzten hinzukommenden) Ausfälle  vor allem defensiv wegsteckten, durfte durchaus beeindrucken, reichte aber letztlich trotzdem nur zu einer knappen Niederlage, weil die Leipziger die Herausforderung, sich durch die Partie zu kämpfen, annahmen, spielerisch zumindest zeitweise ein paar Schlaglichter setzten und in den entscheidenden Situationen das Glück auf ihrer Seite hatten.

Randbemerkung 1: Nächste Woche steht das Duell mit dem 1.FC Kaiserslautern an. Für Willi Orban wäre es nach seinem Sommer-Wechsel nach Leipzig ein ganz besonderes Spiel gewesen. Zumal nachdem zuletzt Stefan Kuntz vom FCK den Wechsel als „Dolchstoß“ für die Fans bezeichnet hatte. Passenderweise holte sich Orban nun in Sandhausen die fünfte gelbe Karte ab (in einer Situation, wo er zwingend foulen und sich zwingend gelb abholen muss). Und dreht damit allen eine lange Nase, die schon ihre Orban-FCK-Storys rund um das Spiel fertig hatten. Jetzt muss er es nur noch hinkriegen, sich die zehnte gelbe Karte fürs Rückspiel zu organisieren..

Randbemerkung 2: Davie Selke spielte in Sandhausen eine sehr engagierte Partie. Kurzzeitig drüber war er, als er in der zweiten Halbzeit vom Gegenspieler an der Seitenauslinie Richtung RB-Bank gestoßen wurde. Dass er darüber sauer war und von den Betreuern erst mal eingefangen werden musste, ok. Dass Selke die Entschuldigung von Florian Hübner, der sofort schuldbewusst und mit erhobenen Händen Richtung Bank und Selke hinterhergegangen war, ausschlug und kurz darauf sogar Hübners ausgestreckte Hand nicht nur ausschlug, sondern gar wegschlug, war dagegen nicht ok. Macht man nicht, gehört sich nicht. Darf man für die Zukunft durchaus draus lernen.

Randbmerkung 3: Zum ersten Mal seit dem dritten Spieltag der letzten Saison ist RB Leipzig wieder Zweitligaspitzenreiter. Damals zum sehr frühen Saisonzeitpunkt noch ohne Aussagekraft, steckt da diesmal schon mehr an Substanz und Ausdruck der Qualität des Teams drin. Von der höchsten Pflichtspielauswärtsniederlage zu stimmungstechnisch obenauf dauert es im Fußball manchmal nur ein paar Tage..

Randbemerkung 4: Armer Massimo Bruno. Der Belgier durfte in der Liga aufrund des Forsberg-Ausfalls wieder von Beginn an ran und spielte oft glücklos und nicht zielstrebig genug, hielt mit seiner Ballsicherheit aber auch viele Bälle in der gegnerischen Hälfte. Nach 65 Minuten schien dann seine Erfolglosigkeit vor dem Tor endlich zu enden, als er einen der wenigen Bälle, die in den Strafraum durchkamen, schön und direkt im kurzen Eck versenkte. Doch die Freude über das erste Saisontor und den vielleicht platzenden Knoten währte nur kurz, denn der Linienrichter hatte auf Abseits entschieden. Pech gehabt. Und direkt danach war auch Schluss für Bruno, der Yussuf Poulsen weichen musste.

Randbemerkung 5: Verwirrung gab es durchaus beim Strafstoßpfiff von Guido Winkmann. Vor allem am anderen Ende des Stadions, wo der Pfiff nicht zu hören war und man erst merkte, dass etwas komisch ist, als dem locker von Knaller gefangenen Ball plötzlich nicht die Spielfortsetzung per Abschlag, sondern eine gelbe Karte für den Sandhäuser Linsmayer folgte und sich Dominik Kaiser den Ball nahm und auf den Elfmeterpunkt legte.

Randbemerkung 6: Deutlich unter 70% angekommene Pässe bei RB. Für die aktuelle Spielzeit ein ziemlich geringer Wert. Sandhausen mit deutlich unter 60%. Auch diese Zahlen drücken das umkämpfte Spiel mit allerlei langen Bällen und nicht ganz so vielen gelungenen Aktionen im Offensivdrittel ganz gut aus.

Randbemerkung 7: Überraschung vor dem Spiel, dass der erst 17jährige Idrissa Touré erstmals mit den Profis die Reise zu einem Auswärtsspiel mitmachen durfte. In den Kader schaffte er es zwar letztlich nicht, aber es war für den sehr talentierten Sechser bzw. Innenverteidiger sicherlich ein schönes Zeichen, statt mit der (dieses Wochenende spielfreien) U19 zu sein, mal bei den großen Profis reinschnuppern zu dürfen. Kommt bei Pflichtspielen ja auch nicht so oft vor, dass da mal einer aus dem Nachwuchs mitfährt.

Randbemerkung 8: Wie schwer es ist, gegen Sandhausen offensiv erfolgreich zu sein, hatten zuletzt schon einige Gegner erfahren müssen. In fünf Spielen hintereinander (inklusive Pokal) hatte man nur einen Gegentreffer kassiert. Und das war ein abgefälschter Fernschuss. Und auch gegen Leipzig ließ man die ganz großen Chancen erst zu, als man in Rückstand lag. Zuvor tat sich RB sehr schwer in aussichtsreiche Schusspositionen zu kommen. Zwei-, dreimal gelang es, aber insgesamt war das eher selten. Sodass es zwei ruhende Bälle richten mussten. Dass man den Siegtreffer ausgerechnet nach einer Ecke gegen standardstarke Gastgeber erzielte, war dann wiederum auch eine besondere Geschichte.

Randbemerkung 9: Sieben Auswärtsspiele, vier Siege und als einziges Team der Liga noch keine Niederlage. Bei 10:5 Toren darf man 15 Punkte aus diesen Spielen auf jeden Fall effektiv nennen. Nachdem man sich letztes Jahr schwer tat, auf fremden Plätzen abgeklärt aufzutreten, durchaus eine bemerkenswerte Entwicklung. Und ein wichtiger Baustein in der aktuell sehr positiven Bilanz.

Randbemerkung 10: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit sechs Punkten und einem Tor (Differenz) mehr nach dem 13. Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten 13 Spielen holte man diese Saison zwei Punkte mehr als im Vorjahr (wenn man den schlechtesten Absteiger Paderborn durch den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt und Ingolstadt durch Freiburg ersetzt). Heißt also im Moment, dass man im Vergleich mit der Vorsaison besser ist, was sich auch im Spitzenplatz ausdrückt. Dazu vier Siege am Stück in der Liga. Formtechnisch und in der Tabellentendenz gibt es gerade wenig zu meckern.

Lichtblicke:

  • Marel Sabitzer: Durch den Forsberg-Ausfall mit mehr Verantwortung für die Offensivabläufe ausgestattet, war der Österreicher wieder mal derjenige, der an vielen torgefährlichen Aktionen direkt beteiligt war. Kurz vor Schluss vielleicht etwas zu eigensinnig und manchmal ist die Abstimmung mit den Kollegen noch nicht perfekt, aber insgesamt überzeugt Sabitzer sehr mit Geschwindigkeit, Ballbehandlung, Blick für Räume und vor allem auch Zug zum Tor.
  • Diego Demme: Einmal mehr eine ganz wichtige Partie als Scharnier zwischen Defensive und Offensive. Viele Ballkontakte, viel gelaufen, gerade im Vergleich mit Nachbar Khedira sehr präsent und auch immer mal mit dem Mut, Offensivaktionen einzuleiten. Passt gerade sehr gut mit Demme und RB.
  • Ken Gipson: Überraschte bei seinem ersten Einsatz bei den Profis nach Einwechslung für den verletzten Klostermann mit einer couragierten Leistung, bei der er weitgehend fehlerfrei blieb und auch immer wieder Offensivakzente setzte. Klar fehlt da auch noch einiges an Physis und Zielstrebigkeit, aber für einen ersten Profieinsatz war das, was der 19jährige da hinten rechts anbot, sehr überzeugend.

Fanarena-Spieltagsspieler:

Spieler des Spieltags 13 bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Bouhaddouz (27.), 1:1 Kaiser (31.), 1:2 Halstenberg (74.)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Klostermann (30. Gipson), Compper, Orban, Halstenberg – Demme, Khedira – Kaiser (82. Sebastian), Bruno (66. Poulsen) – Sabitzer, Selke; Bank: Gulacsi, Teigl, Nukan, Quaschner; Nicht im Kader: Boyd, Strauß, Jung, Forsberg, Hierländer, Kalmár (alle verletzt oder krank), Bellot, Ilsanker (gesperrt)

Aufstellung SV Sandhausen: Knaller – Klingmann, Hübner, Schulz, Roßbach – Kulovits, Linsmayer – Thiede (85. Bieler), Zillner, Kuhn (68. Wooten) – Bouhaddouz (68. Jovanovic)

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Souveräne Leistung mit fast durchgängig vernünftigen Zweikampfentscheidungen und passenden individuellen Strafen. Auch zwischendurch immer wieder im Kontakt mit den Spielern und beispielsweise so auf die aufgebrachten Bouhaddouz und Selke einwirkend. Elfmeter wegen Handspiels zu geben, war bei der aktuellen Regelauslegung absolut richtig.)

Gelbe Karten: Hübner, Linsmayer, Kulovits, Schulz, Thiede – Gipson (1.), Khedira (1.), Orban (5.), Demme (3.)

Zuschauer: 5.811 (davon 350 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], SVS-Bericht [broken Link], Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 7 : 18
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 4 : 9
  • Schüsse auf das Tor: 3 : 8
  • gewonnene Zweikämpfe: 52,2% : 47,8%
  • Ballbesitz: 44,9% : 55,1%
  • Passquote: 57,4% : 66,9%
  • Laufstrecke: 113,8 km : 117,0 km
  • Sprints: 198 : 198
  • Intensive Läufe: 613 : 639
  • Fouls: 18 : 18
  • Ecken: 3 : 4
  • Abseits: 1 : 4
  • Meiste Torschüsse: Kuhn, Thiede, Zillner: je 2 – Sabitzer: 4
  • Meiste Torschussvorlagen: Kuhn: 3 – Sabitzer: 5
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Roßbach: 66,7% – Orban: 61,5%
  • Meiste Ballkontakte: Schulz: 64 – Demme: 92
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Linsmayer: 65,0% – Bruno: 79,2%
  • Größte Laufstrecke: Zillner: 11,4 km – Demme: 12,4 km
  • Meiste Sprints: Zillner: 30 – Selke: 27

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke – 6, Forsberg – 5; Sabitzer – 4; Kaiser, Halstenberg – je 2; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Klostermann – 3; Sabitzer, Selke, Poulsen, Forsberg – je 2; Jung, Quaschner, Kaiser, Bruno, Kalmár, Demme – je 1

Saisontorbeteiligungen: Kaiser – 6, Ilsanker – 5, Sabitzer – 4; Halstenberg, Demme, Orban – 3; Klostermann, Bruno, Forsberg – je 2; Coltorti, Nukan, Jung, Poulsen, Compper – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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6 Gedanken zu „2.Bundesliga: SV Sandhausen vs. RB Leipzig 1:2“

  1. Zu Randbemerkung 2:
    Ich kann Selke da schon verstehen, inzwischen ist es auch bei Fouls (üblen) auf dem Feld selbstverständlich sich „sofort zu entschuldigen“. Wie ernst solche Entschuldigungen tatsächlich gemeint sind sieht man dann an den Gesichtern und der Körpersprache des betroffenen. Dass man da dann irgendwann diese Heuchelei nicht mehr aushält ist verständlich.

    1. Ich wollte auch gerade schon in die selbe Kerbe schlagen. 🙂
      Wir sind immer noch beim Männerfußball, oder? Da muss nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen zwischen den Mannschaften sein…

    2. sehe ich genauso wie Beback. Die Entschuldigung war meiner Meinung nach wirklich nur für den Schiedsrichter, weil der Sturz in die Bank doch schon etwas heftig war.
      Der Rempler war völlig unnötig, denn der Ball war schon im Aus bzw. nicht vor dem AUS zu retten. Es war kein unabsichtliches Foul, sondern er wollte Selke noch einen mitgeben – somit unsportlich. Die Entschuldigung somit nur scheinheilig.

    3. Zumal ich auch nicht verstehe, wie man glaubt, wie Spieler auf dem Platz agieren, in einem Spiel, dass jeder als intensiv und umkämpft beschreibt. Auf der einen Seite verlangt man Hingabe und absolute Fokussierung sowie Kampf bis aufs Messer und dann soll der Spieler binnen Zehntelsekunde wieder runter kommen, nachdem ihm sein Gegner mit einem Stoß in die Trainerbank beförderte, wobei auch mehr hätte passieren können. Interessant ist hier, dass nicht das Verhalten Hübners kritisiert wird, sondern das von Selke.

  2. Gute Analyse, und auch Lichtblicke.
    Seit Demme dabei Ist( 9 Spiele) haben wir kein Spiel verloren, er ist das richtige Bindeglied zwischen Abwehr, Mittelfeld und Sturm.Ich habe es nach den ersten Spielen geschrieben, wurde mehr oder weniger ausgelacht das er als 6er hinter Ilsacker , Khedira und Co anstehen muss.
    Aber wie wichtig seine laufbereitschaft und seine Spieleröffnung sind haben wir ja in den letzten 9 Spielen gesehen, er wird Zeit das man über seinen Marktwert diskutiert für mich ist er unterbewertet .
    Er ist für mich im Moment noch besser als er in Paderborn war.

  3. Das hatte etwas von Darmstadt. Kämpfen, rennen, 2 Standardtore. Und das in Sandhausen, wo jede Mannschafft Probleme bekommt. Ich schreibe jetzt nicht: So steigt man auf 😉

    Beste Passquote bei Bruno mit 79%?? Der Junge hat soviel Potential, das wird schon noch. Sehe bei ihm und Poulsen einen leichten Trend nach oben.

    Gipson anstelle von Teigl zu bringen war mal wieder eine typische Rangnick-Idee. Und das finde ich richtig gut, wie er da mit den jungen Leuten umgeht. Ich kann mir gut vorstellen, daß er gegen den FCK in der Startelf steht, wenn Klostermann ausfallen sollte.

    Das Orban nun ausfällt ist vlt. Zufall, aber richtig, das nimmt etwas Dampf aus dem Kessel und im Rückspiel wird er „Aua“ haben oder so.

    Zu der Aktion mit Selke bin ich bei meinen Vorrednern.

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