2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Fortuna Düsseldorf 2:1

Wenn man nach sieben Spielen ohne Niederlage als Aufstiegsmitfavorit den 16. der zweiten Liga empängt, dann agiert man zwangsläufig aus der Favoritenrolle heraus. Selbst wenn Fortuna Düsseldorf als Gast über einen nominell gar nicht schlechten Kader verfügt und einiges an Potenzial hat. Dieser Favoritenrolle wurde RB Leipzig über große Teile des Spiels gerecht und gewann auch mit einer nicht durchgehend sehr guten Leistung völlig verdient mit 2:1.

In die Partie gegangen war der Gastgeber wenig überraschend mit derselben Formation wie beim Auswärtssieg in Bochum. Im Gegensatz zur dortigen 4-3-3-Partie begann man allerdings in einem 4-2-3-1 mit einem offensiveren Kaiser und einem alleinigen Stürmer Selke. Wie immer allerdings dies nur die schematische Grundformation, da Forsberg und Sabitzer auch häufig mit in die vorderste Reihe rückten und ein Demme eine wesentlich offensivere Rolle bekleidete als ein Ilsanker.

Bei Fortuna Düsseldorf mussten kurzfristig Didier Ya Konan und Mathis Bolly passen. Vor allem letzterer wäre mit seiner Physis und Schnelligkeit auf der Außenbahn ein Gewinn gewesen. Fortuna-Coach Kramer entschied sich angesichts dessen zu einer Umstellung auf ein 4-2-3-1, in dem Kerem Demirbay auf die Zehn rückte, wo er wenigstens ein wenig Spielkultur und Struktur in das Spiel seiner Mannschaft brachte und sich spannende Duelle mit Diego Demme lieferte. Mike van Duinen rückte mit überschaubarem Erfolg auf die rechte Außenbahn.

Die erste Halbzeit war lange eine erstaunlich verhaltene Angelegenheit. Düsseldorf verteidigte meist sehr passiv und begann erst in der eigenen Hälfte so langsam mit dem Verteidigen. RB Leipzig hatte viel Ballbesitz und versuchte sich darin, die Gäste zu bespielen, hatte aber meist zu wenig Tempo oder zu komplizierte Lösungen oder zu viele, ungenaue lange Bälle im Angebot, sodass man in der ersten halben Stunde zeitweise ein wenig das Gefühl hatte, einem besseren Freundschaftsspiel zuzuschauen. Irgendwie alles ganz passabel, aber es fehlte die letzte Konsequenz in den Aktionen.

Trotzdem reichte es, um die Gäste aus Düsseldorf mal eben komplett unter Kontrolle zu behalten, weil man es immer wieder sehr gut schaffte, bei Ballbesitz der Fortuna die Räume sehr gut zu verdichten und sehr ordentlich offensiv zu verteidigen und gegen den Ball zu arbeiten. Düsseldorf half dabei mit einigen ungenauen Bällen in Situationen, in denen man die Gastgeber potenziell durchaus hätte in Verlegenheit bringen können.

RB Leipzig hatte derweil trotz nicht ganz konsequentem Spiel und einigen langen Bällen ins Nirvana einige Chancen, um in Führung zu gehen. Forsberg hatte ganz früh im Spiel das 1:0 bereits auf dem Fuß, als ein eigentlich schon abgewehrter Ball in einer prototypischen Aktion direkt wieder in den Fortuna-Strafraum zurückkam und der Schwede aus etwas spitzem Winkel am guten Rensing scheiterte.

Compper und vor allem Orban hatten nach Ecken jeweils auch ein Tor auf Kopf bzw. Fuß. Und zwischendurch versuchte sich Kaiser frei vor dem Tor mit einer Direktabnahme. Das war die Herrlichkeit der ersten halben Stunde, die spielerisch gar nicht so beeindruckend war, aber trotzdem immer wieder Gefahr heraufbeschwor und im Spiel gegen den Ball konzentriert und effektiv schien.

Gefährlich wurde es dann wieder kurz vor dem Halbzeitpfiff als RB Leipzig noch mal das Tempo anzog und energischer am Torerfolg arbeitete. Kaiser mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze und Selke freistehend auch von der Strafraumgrenze scheitern noch an Rensing, während es Emil Forsberg praktisch mit dem Pausenpfiff besser macht und frei vor Rensing zum 1:0 einschießt.

Mein Geburtstag, mein Ball, mein Spiel - Emil Forsberg trotz Zahnweh mit einigen überragenden Szenen gegen Düsseldorf | GEPA Pictures - Kerstin Kummer

Die Führung zu diesem Zeitpunkt angesichts der Chancen- und Spielverhältnisse absolut verdient. Und doch auch glücklich, weil die konkrete Torentstehung so nicht gewollt war. Eine abgewehrte Kaiser-Ecke schießt Klostermann Richtung Tor und trifft dort Forsberg, der das komplette Fortuna-Team in der Vorwärtsverteidigung erwischt und so völlig frei steht. Demirbay hatte neben ihm das Abseits aufgehoben, weil er nicht schnell genug herausrücken konnte und dann auch noch zu spät auf Forsberg reagiert und erst mal an ihm vorbeiläuft, sodass Forsberg überhaupt erst die zwei Meter Platz kriegt, die er zum Torabschluss braucht.

Die zweite Hälfte war dann 25 Minuten lang teilweise ein Feuerwerk an RB-Offensivaktionen, während die Fortuna mit Verteidigen beschäftigt war, aber auch etwas mehr offensive Räume bekam als noch vor der Pause. Allerdings hätte die Partie ergebnistechnisch früh kippen können, denn Pohjanpalo knallte den Ball nach 50 Minuten an den Pfosten des sich vor ihm leer auftuenden Tors, womit die Gäste ihrem statistischen Ruf, das Zweitligateam mit den meisten Alu-Treffern zu sein, alle Ehre machten. Coltorti hatte sich vorher eine misslungene Faustabwehr geleistet. Eine von zwei Unsicherheiten, die der Schlussmann in seinem Spiel drin hatte.

Den Treffer muss die Fortuna natürlich machen, auch wenn er das Spiel ein wenig auf den Kopf gestellt hätte. Da sie ihn nicht machen, spielt anschließend nur noch RB Leipzig und es beginnt die große Show des Emil Forsberg. Nach einigen vernünftigen RB-Angriffsversuchen ist es der Schwede, der auf Zuspiel von Orban im Mittelfeld mit einer Drehung Julian Koch wie einen fußballerischen Schuljungen aussehen lässte, den Platz vor sich hat, ein Stück läuft und den anspruchsvollen Pass durch zwei Düsseldorfer hindurch auf Sabitzer wählt, statt nach links in den freien Raum zu spielen. Der Österreicher lässt sich in vollem Tempo nicht zweimal bitten und schießt flach unten rechts ein.

Acht Sekunden vom Pass von Orban aus der eigenen Innenverteidigung heraus bis der Ball im Düsseldorfer Tor liegt. Forsberg und Sabitzer als Duo gegen dessen Tempo in der Situation kein Defensivgras gewachsen ist. Und vor allem auch gut zu sehen, wie Orban durch das offensive Pressing seiner Kollegen an der rechten Außenlinie überhaupt erst den Ball vor die Füße gerollt bekommt und er dann Mitte der eigenen Hälfte sofort den Gegenstoß einleiten kann.

Auf fast identische Art und Weise und ebenso großartig umgesetzt die nächste Szene nur zwei Minuten später. Wieder beackern alle konseqent den Ballführenden, bis der Ball irgendwann am eigenen Strafraum in den eigenen Besitz übergeht. Ilsanker, Demme, Forsberg und Sabitzer spielen sich in ein paar Kontakten den Ball zu, bis Forsberg endlich den Raum hat, um Geschwindigkeit aufzunehmen. Kurz vor der Mittellinie zaubert der Schwede dann einen Kimmich-Gedächtnispass zwischen zwei Fortunen hindurch auf den gerade eingewechselten, tief startenden Poulsen auf den Rasen, der noch mal durchdribbelt und Richtung Tor zieht, bevor er kurz vor dem Strafaum von Haggui abgeräumt wird.

Neun Sekunden diesmal von Balleroberung am eigenen Strafraum bis zum Foul am gegnerischen. Und sämtliche Elemente dessen, was Rangnick von seiner Mannschaft sehen will, vereint. Aktive Balljagd, gute Balleroberung, schnelles direktes Passspiel, wenn es nicht gleich tief geht, der tiefe Pass dann, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Könnte man ein Lehrvideo draus machen.

Ein Tor aus dieser oder einer der folgenden Szenen hätte das Spiel endgültig vorentschieden. Da dies nicht passierte, kam noch mal ein bisschen Nürnberg-Gefühl auf, als RB Leipzig fast noch eine 3:0-Führung verspielt hatte, nachdem man mit dem Gegner zuvor Katz und Maus gespielt hatte. Wie gegen Nürnberg war es auch gegen Düsseldorf ein Standard, diesmal eine Ecke, die den Gast plötzlich wieder ins Spiel brachte. Demirbay hatte sie nach 75 Minuten auf den kurzen Pfosten geschlagen, wo Haggui einlief und die Raumverteidigung der Gastgeber Raumverteidigung sein ließ und nur mäßig behindert von Halstenberg und Poulsen einköpfte.

RB Leipzig verlor nun wieder ein wenig die Ordnung und im Offensivspiel zu viele Bälle zu schnell und leichtfertig, sodass für ein paar Minuten das Gefühl eines offenen Schlagabtauschs entstand. Im Gegensatz zum Spiel gegen Nürnberg ließ man aber trotzdem keine Chancen mehr zu, auch wenn Düsseldorf optisch mindestens gleichwertig war. Zumal sich RB Leipzig mit zunehmendem Verstreichen der Schlussviertelstunde wieder stabilisierte und mit Jung und Sebastian noch mal frische, groß gewachsene Spieler mit Defensivqualitäten in die Partie warf.

Man durfte sich zwar leicht wundern, warum RB Leipzig nach einer jederzeit überlegen geführten Partie in der Schlussviertelstunde noch mal das große Flattern bekam, aber man musste es ihnen auch als Qualität anrechnen, dass sie bei allem Flattern und nicht mehr gutem Offensivspiel nicht mehr in ganz große Verlegenheiten kamen und die Partie inklusive dreiminütiger Nachspielzeit recht souverän über die Bühne brachten. Auch dies ein Beleg dafür, dass man in Sachen Balance und defensiver Stabilität (mal abgesehen von Standards) einiges dazugelernt haben in den letzten Wochen.

Fazit: Der Sieg von RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf war am Ende absolut verdient. In Bezug auf das Chancenverhältnis genauso wie in Bezug auf Mannschaftsorganisation, spielerische Qualitäten und individuelle Klasse. Düsseldorf wirkte trotz nicht durchgehend überzeugender RasenBallsportler nie in der Lage, ernsthaft Paroli bieten zu können  (was eigentlich am nachdenklichsten stimmen sollte, wenn man es mit der Fortuna hält). Zu passiv und im Verteidigen des Strafraums zwar gut, aber nicht sehr gut. Was man hätte sein müssen, wenn man wie Düsseldorf darauf setzt, tief verteidigend auf die eine Chance des Spiels zu lauern (die Pohjanpalo sogar hatte). Leipzig darf sich über drei Punkte, einen direkten Aufstiegsplatz und eine phasenweise gute bis sehr gute Vorstellung freuen. Es gab aber auch einige Phasen mit Luft nach oben, aber der Gegner war an diesem Tag zu schwach und von den Ausfällen zu geschwächt, um daraus Kapital schlagen zu können.

Randbemerkung 1: Merkwürdig manchmal. Flutlicht. Freitagabend. Die 24.000, die man zum Kernanhang zählen darf. Also genau jenes Setting, das meist den größten Spaß macht in der Arena. Aber genau wie die Mannschaft schien auch das Publikum zumindest in der ersten Halbzeit mit angezogener Handbremse und in halbem Freundschaftsspielmodus zu agieren. In der zweiten Halbzeit kam mehr Leben in die Bude, besonders als die Hälfte des Stadions anfing zu hüpfen oder das ganze Stadion Emil Forsberg bei der Auswechslung feierte oder der Fanblock nach dem Spiel dem Jubilar Forsberg ein Ständchen sang. Passt schon alles, wie es ist, aber manchmal sind die Gründe des Aufs und Abs im Zuspruch schwer nachzuvollziehen.

Randbemerkung 2: Drei Siege in Folge hat RB Leipzig bisher in der zweiten Liga noch nie geschafft. Damit ist man nun schon seit acht Spielen hintereinander ohne Niederlage. Die letzte Ungeschlagenserie, die länger war als die aktuelle, datiert aus der Schlussphase der Drittligasaison 2013/2014, als man 15 Spiele in Folge nicht verlor und davon 12 gewann. Ist also bei der aktuellen Serie noch Luft nach oben..

Randbemerkung 3: Erstmals seit dem dritten Spieltag steht RB Leipzig wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. War das damals in der frühen Saisonphase noch eher weniger aussagekräftig, ist es inzwischen dann doch Ausdruck der Kräfteverhältnisse in der Liga. Damit hat man zwar noch nichts gewonnen, aber es dürfte sicher auch mal ganz angenehm sein, wesentliche Teile der Konkurrenz hinter sich zu wissen..

Randbemerkung 4: In zwei Spielen hintereinander gerade mal ein Abschluss, der auf den Kasten von Fabio Coltorti ging. Und der war drin, ohne dass der Schlussmann hätte was machen können. Der Torwartjob ist aktuell bei RB Leipzig auch eher ein Scheißjob. Zumindest wenn man die Möglichkeiten, sich auszeichnen zu können, als Bewertungsmaßstab nimmt. Spricht aber natürlich auch für die Mannschaftsorganisation.

Randbemerkung 5: Drei Gegentore hat RB Leipzig in den letzten drei Spielen kassiert. Alle drei Gegentreffer resultierten aus Standards. Und Pohjanpalos Pfostenschuss war auch direkte Folge eines Standards. Dass man aus dem Spiel heraus seit drei Spielen ohne Gegentor ist, ist sicherlich bemerkenswert. Dass man bei Standards so anfällig bleibt, allerdings auch.

Randbemerkung 6: Die erste RB-Gelbsperre der Saison holte sich Stefan Ilsanker für ein Gerangel nach dem Anschlusstreffer ab. Nach elf absolvierten Spielen für einen Spieler, der in der Innenverteidigung und auf der Sechs agiert, nicht ganz ungewöhnlich, aber doch auch ordentlich. Der nächste gefährdete Spieler mit aktuell vier gelben Karten ist übrigens Willi Orban, der allerdings auch schon 155 Minuten mehr als Ilsanker auf seinem Innenverteidigerbuckel hat.

Randbemerkung 7: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit drei Punkten mehr und einem Tor (Differenz) weniger nach dem zwölften Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten zwölf Spielen holte man diese Saison genauso viele Punkte wie im Vorjahr (wenn man den schlechtesten Absteiger Paderborn durch den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt und Ingolstadt durch Freiburg ersetzt). Heißt also im Moment, dass man im Vergleich mit der Vorsaison etwas besser ist. Im Gegensatz zu vor einem Jahr liegt man statt auf dem Relegationsplatz 3 aber auf dem direkten Aufstiegsplatz 2. Dazu 12 Punkte aus den letzten sechs Spielen. Formtechnisch und in der Tabellentendenz passt alles zusammen.

Lichtblicke:

  • Emil Forsberg: Mag sein, dass der Schwede in irgendwelchen Sachen noch Luft nach oben hat. Aber ihm beim Kicken zuzugucken, ist manchmal schlicht atemberaubend. Die Vorbereitung des 2:0 (und der Poulsen-Chance kurz danach) war so sensationell, dass irgendjemand in England wohl schon seine Fernsehmillionen zusammenzählt und überlegt, wie viel er davon loswerden will. Matchwinner, herausragender Offensivspieler, einige phänomenale Szenen.
  • Willi Orban: Sicheres Spiel in der Innenverteidigung. Gewann fast alle direkten Zweikämpfe und versuchte sich auch im Offensivspiel einzubringen. Leitete das 2:0 mit einem schnellen Pass aus der Abwehr nach abgefangenem Ball ein. Nach seinen beiden Patzern in Heindenheim und München wieder sicherer und langsam auf dem Weg zum Kopf der Abwehr, der er nach Einsatzzeiten sowieso schon lange ist. Beim Eckballgegentor sieht er nicht gut aus, aber so richtig scheint der in den Strafraum einlaufende Haggui auch nicht in seinem Verantwortungsbereich gelegen zu haben.
  • Dominik Kaiser (hier hätten auch ein Sabitzer, Klostermann oder Demme stehen können): Stellvertretend auch für die letzten Spiele, in denen sich Dominik Kaiser nach etwas schwächerer Saisonanfangsphase wieder in gewohnter Form als in beide Richtungen des Spielfelds arbeitender Motor und würdiger Kapitän des Teams präsentiert hat. Egal ob als Sechser wie in Bochum oder in offensiverer Rolle wie gegen Düsseldorf bringt er viel Engagement in die Partie und arbeitet für das Team. Gegen Düsseldorf an verschiedensten Toraktionen direkt beteiligt. Ein bisschen mehr Gefährlichkeit bei der Vorbereitung und beim Abschluss sind sicherlich noch wünschenswert, aber die Richtung stimmt.

Fanarena-Spieltagsspieler:

Spieler des Spieltags 12 bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Forsberg (45.), 2:0 Sabitzer (64.), 2:1 Haggui (75.)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Ilsanker, Demme – Kaiser (90. Sebastian), Sabitzer, Forsberg (85. Jung) – Selke (66. Poulsen); Bank: Gulacsi, Teigl, Bruno, Quaschner; Nicht im Kader: Boyd, Strauß (beide verletzt), Bellot, Gipson, Hierländer, Kalmár, Nukan, Khedira

Aufstellung Fortuna Düsseldorf: Rensing – Koch, Haggui, Bodzek, Schauerte – Sobottka (82. Madlung), Fink – van Duinen (80. Iyhoa), Demirbay, Sararer (72. Akpoguma) – Pohjanpalo

Schiedsrichter: Harm Osmers (Brachte in eine eigentlich wenig hektische oder sonderlich umkämpfte Partie mit nicht immer konsistenten Entscheidungen eine Portion Hektik ein. Das Gespann lag bei einer Abseitsentscheidung gegen Akpoguma, der kurz vor dem 2:1 allein aufs Tor zulief, ziemlich deutlich komplett falsch, weil der Düsseldorfer ein, zwei Meter nicht im Abseits stand. Haggui nicht für sein Foul gegen Poulsen mit einer roten Karte zu bestrafen, lag dagegen definitiv im Rahmen des Möglichen. Es war zumindest nicht zwingend rot, weil von rechts noch zwei Verteidiger heranstürmten und eventuell noch hätten dazwischenspritzen können. Insgesamt vielleicht nicht die überzeugendste Schiedsrichter-Partie, aber ohne spielentscheidenden Einfluss.)

Gelbe Karten: Ilsanker (5.) – Bodzek, Haggui, van Duinen, Schauerte

Zuschauer: 24.095 (davon  300 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], F95-Bericht, Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Liveticker

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  • Torschüsse: 19 : 6
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 11 : 4
  • Schüsse auf das Tor: 7 : 1
  • gewonnene Zweikämpfe: 50,6% : 49,4%
  • Ballbesitz: 57,6% : 42,4%
  • Passquote: 74,1% : 60,8%
  • Laufstrecke: 119,2 km : 119,0 km
  • Sprints: 205 : 200
  • Intensive Läufe: 649 : 652
  • Fouls: 18 : 15
  • Ecken: 7 : 4
  • Abseits: 5 : 3
  • Meiste Torschüsse: Kaiser: 5 – Sararer: 2
  • Meiste Torschussvorlagen: Kaiser: 5 – Demirbay: 3
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Orban: 82,4% – Bodzek: 68,4%
  • Meiste Ballkontakte: Demme: 99 – Demirbay: 71
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Demme: 85,7% – Haggui: 78,3%
  • Größte Laufstrecke: Demme: 12,6 km – Fink: 12,3 km
  • Meiste Sprints: Klostermann: 29 – Koch: 25

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke – 6, Forsberg – 5; Sabitzer – 4; Halstenberg, Kaiser – je 1; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Klostermann – 3; Sabitzer, Selke, Forsberg – je 2; Jung, Quaschner, Kaiser, Bruno, Kalmár, Poulsen, Demme – je 1

Saisontorbeteiligungen: Ilsanker, Kaiser – je 5, Sabitzer – 4; Halstenberg, Demme, Orban – 3; Klostermann, Bruno, Forsberg – je 2; Coltorti, Nukan, Jung, Poulsen, Compper – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Kerstin Kummer

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5 Gedanken zu „2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Fortuna Düsseldorf 2:1“

  1. Erstmal von mir Alles Gute! Wenn man dem Internet glauben darf, durftest Du ja auch Kerzen auspusten!! 😉

    Guter Blog und gehe in allen Konform, nur ich behaupte der Pass von Klostermann war mit Absicht!!

    RB4: absolut richtig, die Dinger die auf das Tor von Coltorti kamen, waren unhaltbar. Die weiße Weste betrifft nur seine eigenen Torwartsachen.
    RB5: wirklich seltsam. Die eigenen Standards sehen mittlerweile immer besser und gefährlicher aus, aber bei dem vom Gegner will man gar nicht hinsehen.
    RB6: ich befürchte, das Willi sich gegen Sandhausen seine 5. Gelbe abholt – und gegen wen muss er dann pausieren???? 😉

  2. Tja, was will man da noch hinzufügen? Doch, etwas: Der rotebrauseblogger hat die am traurigsten schauenden Grinse-Smileys im gesamten Internet! Ich kann heute gar nicht meine Stimmung iconmäßig veroptisieren… 🙂

  3. Wieder mal ein schöner Bericht. Ich verstehe leider seit Wochen nicht, warum wir die Ecken immer vom Tor wegschießen. Klar kann Halstenberg nicht von rechts schießen, da er die komplette Seite wechseln müsste, aber muss denn Kaiser immer von rechts mit rechts schießen? Ich finde unsere Ecken zu ungefährlich und oft zu ungenau.

  4. Für mich gehört Compper definitiv zu den Lichtblicken. In Halbzeit 1 hat er alles weggeräumt, was ihm in den Weg kam. Sehr aufmerksam und sicher. Wenn man sich derzeit den RB-Proto-Innenverteidiger bauen könnte, wäre eine Mischung aus Sebastians Körperlichkeit und Comppers Antizipation nicht schlecht. 😉

  5. @Sebastian: Wenn Compper nicht vor allem in der ersten Halbzeit gefühlt die Hälfte der Bälle im Spielaufbau ins Nirvana geschlagen hätte, würde ich es genauso sehen wie du. Das war mir aber noch zu arg. Gebe dir aber Recht, dass Compper defensiv überraschend stabil auftritt.

    @tomsen: Bloggen ist ein hartes Brot. Da passen traurige Grinsesmileys doch perfekt. 😉

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