2.Bundesliga: VfL Bochum vs. RB Leipzig 0:1

Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer und dem allseits als Aufstiegsfavoriten ausgemachten Fünften. Überraschend ist es Bochum, das als Maß der Tabelle Leipzig zum heißen Tanz empfing. Ein Spiel, das letztlich viel von dem hielt, was es versprach. Auch wenn klare Toraktionen auf beiden Seiten eher Mangelware blieben. Dafür war es ein hochintensives Spiel mit enorm hohem Tempo und Unterhaltungswert. Mit glücklicherem Ausgang für RB Leipzig. Was angesichts der klareren Aktionen vor dem gegnerischen Tor auch verdient war.

In die Partie gegangen war der VfL Bochum mit der identischen Startformation der ersten acht Spieltage. Lediglich am neunten und zehnten Spieltag musste man verletzungsbedingt umstellen. Bei RB Leipzig rückte Emil Forsberg erwartungsgemäß wieder ins Team zurück, was Massimo Bruno einen Bankplatz einbrachte.

Taktisch hatte Ralf Rangnick etwas umgestellt und sein Team in einer Art 4-3-3 aufgestellt. Ilsanker spielte den zentralen Sechser. Demme und Kaiser daneben irgendwas zwischen Sechs und Acht und mit wesentlich mehr Offensivaufgaben als Lückenschließer Ilsanker. Vor den drei Sechsern spielte Selke den zentralen Stürmer und Forsberg und Sabitzer Außenstürmer, die außen auch defensiv viel arbeiteten, sodass sich die Formation immer wieder auch in Richtung 4-1-4-1 verschob. Das hatte man so in der Vergangenheit immer wieder mal gespielt. Unter Rangnick lief es diese Saison eigentlich eher auf ein 4-2-2-2 und in den letzten Wochen vermehrt auf ein 4-2-3-1 hinaus.


Die Umstellung erwies sich über die ganze Partie als sehr stabilisierend für die Balance zwischen Defensive und Offensive. Durch die drei Offensivkräfte, die den Spielaufbau der Gastgeber störten, kam der Spielfluss beim VfL Bochum von hinten heraus nicht so zustande, wie sonst aus dieser Saison gewohnt. Einige lange Bälle waren die Folge. Und auch einige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, bei denen die Bochumer Glück hatten, dass sie nicht bestraft wurden.

Hinter der Offensivreihe fraß die RB-Mittelfeldreihe vieles auf, was noch durchkam und ließ dem VfL keine Luft zum Atmen und schon gar nicht zum Fußballspielen rund um den RB-Strafraum. Auch bei Seitenverlagerungen, wenn sich Bochum dem Pressing entziehen konnte, reagierte der Mannschaftsverbund sehr schnell und sehr präzise, sodass an ungestörte Toraktionen seitens der Gastgeber nicht zu denken war.

Keinen einzigen Torschuss sollte Fabio Coltorti in 90 Minuten deshalb trotz einigem Betrieb vor seinem Kasten und einigen abgefangenen Flanken zu halten bekommen. Bei den bekannt offensivstarken Bochumern durchaus eine bemerkenswerte Statistik. Die darauf beruhte, dass RB Leipzig vor allem das Offensivquartett Bulut, Terrazzino, Haberer und Terodde sehr gut unter Kontrolle hatte. Am extremsten vielleicht Bulut, der an keinem einzigen Torschuss direkt beteiligt war.

Die erste halbe Stunde der Partie war von einem unheimlichen Tempo geprägt. Wobei in den ersten 20 Minuten vor allem RB Leipzig dem ganzen seinen Stempel aufdrückte und sich immer wieder Bälle erkämpfte und Chancen herausspielte. Die zwei größten Chancen hatten Forsberg, der aus spitzem Winkel zu eigensinnig abschließt, anstatt in der Mitte Selke zu bedienen und Selke, der allein auf Bochum-Keeper Luthe zulaufend scheitert. Kaiser und Halstenberg versuchten es nicht ganz so zwingend.

Auf und davon - Torschütze Marcel Sabitzer entwischt mal wieder seinem Gegenspieler | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Der Rest der ersten Halbzeit war weitgehend ausgeglichen zwischen zwei Mannschaften, die mit viel Einsatz darauf lauerten, doch mal entscheidend durchzukommen. Der VfL Bochum versuchte es wenn, dann vor allem über Schüsse aus größerer Entfernung. Losilla, Perthel, Terrazzino oder Terodde blieben aber glücklos und vergleichsweise ungefährlich, auch wenn manche Aktion am Strafraum im Ansatz durchaus gefährlich aussah. Nur dass eben kein Ball entscheidend durchrutschte.

Marvin Compper setzte dann den Schlusspunkt unter die erste Hälfte, indem er nach einer Ecke mit dem Kopf VfL-Keeper Luthe prüfte. Trotz Überlegenheit bei den Chancen blieb es also erst einmal beim 0:0. Das entsprach nicht ganz den Verhältnissen auf dem Platz, war aber auch durchaus noch vertretbar.

In der Phase nach der Pause versuchte RB Leipzig noch mal an die Frühphase der Partie anzuknüpfen. Aber ganz konnte man die Kontrolle nicht mehr an sich reißen, auch wenn man spielerisch besser war als der Kontrahent, sodass zeitweise ein wildes Spiel zwischen den Strafräumen entstand. Der eingewechselte Mlapa stand für den VfL nach einer reichlichen Stunde mal halbwegs frei, wurde aber noch bedrängt und vergab eher kläglich.

Kurz darauf dann die Führung, die vom Zeitpunkt und von der Entstehung her glücklich war. RB Leipzig in dieser Phase nicht unbedingt mit dem ganz großen Druck. Poulsen war entsprechend schon für den immer unauffälliger werdenden Selke gekommen, um noch mal Frische in den Offensivpunch zu bringen. Das 1:0 hatte damit aber wenig zu tun, sondern war eine kleinere Zufallsproduktion, weil Marcel Sabitzer von links auf den langen Pfosten flanken wollte und den Ball nicht ganz genau traf, sodass die Kugel im langen Eck hinter Luthe einschlug.

In der Entstehung des Tors drückte sich trotz glücklichem Abschluss aber auf recht eindrückliche Art und Weise aus, wie RB Leipzig in Bochum auftrat. Die vordersten drei Spieler stellen schön den Spielaufbau des VfL zu, sodass denen nur der lange Ball aus der Innenverteidigung heraus bleibt. Im Mittelfeld erobern Demme, Kaiser und Ilsanker in einer Co-Produktion den Ball, den dann der filigranste der drei Richtung Sabitzer weiterspielt. Und den Rest erledigt der Österreicher zusammen mit Forsberg im Zusammenspiel der besten Offensivkräfte an diesem Tag.

Der VfL Bochum versuchte es nun zunehmend, mit einer Mischung aus Verzweiflung und erhöhter Vehemenz. Dem Spiel fehlte zwar die Genauigkeit, aber aufgrund des Einsatzes, den man in die Angriffe legte, kam man doch noch einige Male gefährlich in den Strafraum und holte sich ein paar Ecken, die RB Leipzig an diesem Tag aber erstaunlich gut verteidigte. Und wenn es doch mal richtig gefährlich wurde, war immer noch ein Bein dazwischen oder ein Körper in den Weg gestellt, sodass die große Torchance am Ende auch nicht mehr dabei war. Die Verteidigung des eigenen Strafraums, sonst nicht unbedingt die Paradedisziplin von RB Leipzig, funktionierte mit viel Leidenschaft ziemlich gut.

Zugute kam RB Leipzig dabei auch ein wenig, dass Schiedsrichter Brand nach 86 Minuten mit einer eigenen Verletzung das Spiel unterbrechen musste, behandelt wurde und schlielich durch den vierten Offiziellen ersetzt wurde. Das ganze dauerte einige Minuten. In einer Phase, in der das Spiel noch mal zu kippen drohte, war es aus Leipziger Sicht sicherlich nicht das schlechteste, dass sich Ralf Rangnick seine Schäfchen noch mal an den Seitenrand holen und sie auf die verbleibenden Minuten einschwören konnte. Auch die Tatsache, dass der Bochumer Druck kurz ausgebremst wurde, war sicherlich kein Nachteil für die leicht wankenden Gäste.

Gewankt hatten die RasenBallsportler auch deswegen, weil man kaum noch etwas produktives für die Offensive tat. Einige Male, dass man die Chance hatte, über einen Konter die Entscheidung herbeizuführen, aber immer wieder vertändelte man den Ball oder scheiterte an Bochumer Defensivbemühungen rund um deren starke Innenverteidigung. Auffällig dabei, wie zuletzt auch schon, dass man viel zu selten den tiefen Ball sucht. Mindestens zwei Situationen, in denen Spieler in die Gasse einlaufen, aber der Ballführende nicht darauf reagiert und durchsteckt, sondern den Ball weiterführt, bis der Mitspieler im Abseits steht, nicht mehr angespielt werden kann und sich der Ballführende entsprechend festdribbelt. Und auch in vielen anderen Situationen schon zuvor im Spiel boten sich immer wieder Spielsituationen, in denen man tief spielen hätte können, aber entweder das Anspiel nicht kam oder der Anzuspielende den Weg in die Tiefe nicht ging oder beides. Da verschenkt man sich weiterhin einiges an Offensivpotenzial.

Dass man noch mal ins Wanken kam, könnte auch damit zu tun haben, dass mit Forsberg und Sabitzer jene Spieler ausgewechselt wurden, die in 75 bis 80 Minuten zuvor diejenigen waren, die in der Offensive auch mal einen Ball halten und zielgerichtet verarbeiten konnten. Mit Poulsen, Jung, und Quaschner kam zwar noch mal Energie für die Arbeit gegen den Ball. Da man den Ball im eigenen Besitz aber immer wieder viel zu schnell herschenkte, hatte man trotzdem das Gefühl, dass Bochum noch mal Oberwasser gewinnt. Ein Forsberg oder auch ein Sabitzer hätten da sicher noch mal anders für Enlastung sorgen und beispielsweise einen Poulsen auch mal tief einsetzen können.

Beim Schlusspfiff merkte man der Mannschaft die Erleichterung an, dass man den 1:0-Sieg mit viel Laufbereitschaft und Energie über die Zeit gerettet hatte. Ein knapp behaupteter Sieg, noch dazu beim Spitzenreiter nach den Unentschieden nach Führungen und dem fast noch hergeschenkten Sieg gegen Nürnberg, das war offensichtlich Balsam auf die Seelen der RasenBallsportler.

Fazit: Ein ganz wichtiger Sieg für das Selbstverständnis von RB Leipzig und die Tabelle. Vor allem die Tatsache, dass es am Ende ein Sieg der Bereitschaft und nicht der Schöngeistigerei war, war durchaus bemerkenswert. Auch wenn das häufige offensive Kleinkleinspiel natürlich trotzdem in Richtung Zielstrebigkeit verbesserungswürdig bleibt. Aber auch mal in knappen Spielen einen dreckigen und trotzdem angesichts der Verteilung der klaren Toraktionen verdienten Sieg mit viel Aufwand und kluger taktischer Einstellung über die Runden zu bringen, gehört zur Tätigkeitsbeschreibung eines Aufstiegskandidaten ganz unbedingt dazu. Von daher war dieser Sieg bei in Sachen Laufbereitschaft und Vehemenz auch sehr guten Bochumern absolut Gold wert.

Randbemerkung 1: Eine Partie als echtes Laufmassaker. Beide Teams mit über 120 absolvierten Kilometern. RB brachte es gar auf 124, was enorm viel und Ligabestwert für die aktuelle Saison ist (bisher Bochum mit 122,2). Entscheidend für das Tempo der Partie allerdings, dass auch überdurchschnittlich viel Entfernung in höchstem Tempo zurückgelegt wurde. Bochum war schon vor dem Spiel als Mannschaft bekannt, die im Ligavergleich sehr häufig in schnellem Tempo unterwegs ist. Leipzig im direkten Duell dem nicht nur nicht nachstehend, sondern sogar noch leicht toppend. Von den 12 km, die jeder RB-Feldspieler im Schnitt auf 90 Minuten gerechnet zurücklegte, waren noch mal rund 500 gesprintete Meter. In Sachen Laufarbeit darf die Partie zwischen Bochum und Leipzig sicherlich als der aktuelle Maßstab der Zweitligadinge gelten. Bzw. vom Tempo her war das bundesligareif.

Randbemerkung 2: Ziemlich absurd, dass die Bochumer Offiziellen um Verbeek und Hochstätter nach dem Spiel verbal auf Schiedsrichter Benjamin Brand einprügelten. Warum man ihnen denn so einen jungen Mann geschickt hatte, fragte man allen Ernstes. Warum denn die Verletzungspause so lange dauerte, wo doch die eigenen Spieler bei Verletzungen immer so schnell vom Platz müssen, fragte man sich auch. Keine Ahnung, was da in die beiden gefahren war, aber Benjamin Brand leitete eine intensive Partie mit vielen Zweikampfsituationen sehr souverän und mit fast durchgängiger Anerkennung seitens der beteiligten Spieler auf dem Platz. Das ist bei solch umkämpfter Partie keine Selbstverständlichkeit und sollte Brand aus jeder Schusslinie nehmen. Und zu fordern, dass das Wechseln des Schiedsrichters schneller gehen möge, mag zwar aus Sicht des Trainers, der sieht, dass sein Team am Drücker ist, nachvollziehbar sein, ist halt aber faktisch sinnlos. Denn man kann ohne Schiedsrichter nun mal nicht genauso weiterspielen wie ohne einen Spieler, der behandelt werden muss. Und Verletzungsbehandlung, Umkleiden des vierten Offiziellen und Verkabeln mit dem Headset des Hauptschiedsrichters dauert eben nun mal nicht nur zwei Minuten. Ist doof, aber ist halt so. Und kein Grund im Nachgang der Partie respektlos zu werden.

Randbemerkung 3: Wichtiger Sieg, auch mit Blick auf die Tabellensituation. Bei einer Niederlage wäre RB Leipzig schon sieben Punkte hinter Bochum und Freiburg zurückgewesen. So liegt man mit nur noch einem Punkt Rückstand auf Bochum und weiter vier auf Freiburg auf dem Relegationsplatz in Lauerstellung und kann viel entspannter in die kommenden Spiele gehen. Was ja vielleicht auch zu einer befreiten Spielweise beiträgt.

Randbemerkung 4: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit einem Punkt mehr und zwei Toren (Differenz) weniger nach dem zehnten Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten elf Spielen holte man diese Saison genauso viele Punkte wie im Vorjahr (wenn man den schlechtesten Absteiger Paderborn durch den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt und Ingolstadt durch Freiburg ersetzt). Heißt also im Moment, dass man im Vergleich mit der Vorsaison auf punktetechnischer Augenhöhe agiert. Im Gegensatz zu vor einem Jahr hat man jetzt allerdings ’nur‘ vier Punkte Rückstand auf dden Tabellenführer statt wie damals sechs. Identisch ist wiederum der Relegationsplatz. Die Tendenz ist mit zwölf Punkten aus den letzten sechs Spielen allerdings durchaus positiv. Passt soweit schon.

Lichtblicke:

  • Nehmen wir der Einfachheit halber das Mittelfeldtrio Demme, Ilsanker, Kaiser, die zusammen einen entscheidenden Anteil daran hatten, dass die drei Punkte nach Leipzig gingen. Sehr präsent, laufstark und zweikampfstark. Gingen immer wieder weite Wege, um Lücken zu schließen oder Akzente nach vorn zu setzen. Ilsanker aus einer etwas defensiveren Rolle als Balleroberer, Demme und Kaiser auch immer wieder mit dem Versuch das Offensivspiel anzukurbeln. Die drei stehen sinnbildlich für das RB-Spiel in Bochum, das sich durch sehr viel Einsatz im Kampf um den Ball in beide Richtungen des Spielfelds auszeichnete.

Fanarena-Spieltagsspieler:

Spieler des Spieltags 11 bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 0:1 Sabitzer (65.)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Ilsanker, Kaiser – Sabitzer (80. Jung), Selke (64. Poulsen), Forsberg (76. Quaschner); Bank: Gulasci, Sebastian, Teigl, Bruno; Nicht im Kader: Boyd, Strauß (beide verletzt), Bellot, Khedira, Hierländer, Nukan, Gipson, Kalmár

Aufstellung VfL Bochum: Luthe – Celozzi, Fabian (86. Fabian), Bastians, Perthel – Losilla, Hoogland – Bulut (77. Eisfeld), Haberer, Terrazzino (61. Mlapa) – Terodde

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Pfiff souverän und lag fast durchgängig richtig. Zog die Zügel an, wenn nötig. Ließ laufen, wenn möglich. Trug so dazu bei, dass die intensive Partie ausgefochten werden konnte, ohne aus dem Ruder zu laufen. Musste kurz vor Schluss wegen einer Verletzung vom Assisten Steffen Mix ersetzt werden (Mix‘ Platz an der Linie nahm der vierte Offizielle Torsten Bauer ein), der die letzten Minuten trotz aller Aufregung auf dem Spielfeld auch noch ruhig über die Bühne brachte.)

Gelbe Karten: Perthel, Celozzi – Ilsanker (4.), Orban (4.), Sabitzer (2.)

Zuschauer:  20.704 (davon 500 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], VfL-Bericht [broken Link], Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 17 : 15
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 8:11
  • Schüsse auf das Tor: 0:5
  • gewonnene Zweikämpfe: 53,4% : 46,6%
  • Ballbesitz: 53,7% : 46,3%
  • Passquote: 70,1% : 64,5%
  • Laufstrecke: 120,2 km : 124,0 km
  • Sprints: 257 : 256
  • Intensive Läufe: 727 : 714
  • Fouls: 17 : 14
  • Ecken: 8 : 8
  • Abseits: 0 : 1
  • Meiste Torschüsse: Losilla: 4 – Selke: 4
  • Meiste Torschussvorlagen: Terodde: 3 – Kaiser: 4
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Celozzi, Bulut: je 66,7% – Kaiser: 62,5%
  • Meiste Ballkontakte: Perthel: 91 – Demme: 72
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Bastians: 92,6% – Kaiser: 78,1%
  • Größte Laufstrecke: Haberer: 12,2 km – Demme: 13,4 km
  • Meiste Sprints: Hoogland: 33 – Klostermann: 40

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke – 6, Forsberg – 4; Sabitzer – 3; Halstenberg, Kaiser – je 1; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Sabitzer, Selke, Klostermann – je 2; Jung, Quaschner, Kaiser, Bruno, Kalmár, Poulsen, Demme, Forsberg – je 1

Saisontorbeteiligungen: Ilsanker, Kaiser – je 5, Sabitzer – 4; Halstenberg, Demme – 3; Klostermann, Bruno, Forsberg, Orban – je 2; Coltorti, Nukan, Jung, Poulsen, Compper – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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11 Gedanken zu „2.Bundesliga: VfL Bochum vs. RB Leipzig 0:1“

  1. Ich kann mit dem Spielbericht soweit leben 😉
    Schiri: für mich schon ab und an im Zweifel pro-RBL. Zum Bsp. als Selke (?) mit dem Ellenbogen Bastians ne blutige Nase verpasst hat, der Schiri lässt weiterlaufen, 5 sek. später dann Foul gepfiffen gegen Perthel (und 5. gelbe Karte). Sabitzer und Kaiser haben in HZ 1 dem Bastians auch 2-3 mal einen mitgegeben, erst beim dritten Mal gab es die gelbe Karte gegen Sabitzer.

    Neben Onut war auch Haberer gestern nicht wirklich in der Lage sich gegen die RBL-Spieler durchzusetzen. Da wurden beiden ihre derzeitige individuelle Grenze aufgezeigt. Aber gut: wird nicht viele Teams in der Liga geben, bei denen die individuelle (und gestern auch mannschaftliche) Klasse so hoch ist wie gegen euch.

  2. Noch ne kleine Anmerkung: ich bin mir nicht sicher, ob RBL die Standards wirklich so gut verteidigt hat. Aus den bisherigen Spielen von Bochum würde ich da eher ableiten, dass Bochum bei Standards einfach sehr sehr viel Luft nach oben hat. Das 1:0 gegen Fürth nach einer Ecke ist glaube das einzige Tor in dieser Saison aus einem Standard.

  3. Selke kann auch mit dem Kopf gewesen sein. Da zerren beide an den trikots. Dafür war der skymoderator bis in 2. Hz nur mit Bochum beschäftigt.

    M.E. sind die Schiris contra RB. Was war mit dem Foul an Poulson. Kojnte man als Elfer geben. Aber Schiri hatte nicht den A… In. Der Hose

  4. Definitiv ein wichtiger Sieg. Und eigentlich vom emotional angeschlagenen und daher etwas skeptischem RB-Zugeneigten nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Mir fehlen jedoch immer wieder die offen gezeigten, positiven Energien, siehe der wirklich zarte Jubel von Sabitzer nach dem doch so wichtigen Tor.
    Die Innenverteidigung ist nach meinem Geschmack immer noch nicht so stabil, wie es zu wünschen wäre. Irgendwie befürchtet man von Orban und Compper bei fast jeder Ballberührung einen Bock. Aber das kann auch nur gefühlt so sein.

    Der Schiri hatte keinerlei Aktie am Spielausgang, wobei auch ich, @Wuppertaler, keine Bevorteilung der Heimmannschaft, eher das leichte Gegenteil, erkennen konnte. Für so einen jungen Mann war das jedenfalls eine ansprechende Leistung. Erwähnenswert und amüsant und aus meiner Sicht die Randbemerkung 5 ist, dass der verletzte Schiri ausschliesslich und rührend von der medizinischen Abteilung der Gäste versorgt worden ist. Entweder ist diese besser ausgerüstet als die Bochumer oder hatte den Auftrag, den Schiri schnell wieder so fit zu bekommen, dass er das Spiel auch beenden kann.

    1. wäre jetzt eher skurril, wenn sich die beiden Mannschaftsärzte streiten würden, wer den jetzt den Oberschenkel von Schri behandeln darf. Wenn euer Mannschaftsarzt aktiv ist, braucht unserer da jetzt nicht auch noch mitmischen.

    2. Na, ist denn nicht der gastgebende Verein auch für die „Schiedsrichterpflege“ zuständig?! Ich glaube mich zu erinnern, das vor einigen Jahren dabei sogar einmal gewisse, spezielle Dinge dazu diskutiert bzw. gewisse Grenzen überschritten worden sind. Prinzipiell denke ich schon, dass der Gastgeber und Ausrichter der Partie die Rahmenbedingungen „bedienen“ sollte und muss. Keine Ahnung, wie und ob das irgendwie geregelt ist. Lustig war die Situation schon. Und im Nachhinnein auf dem Schiri rumzuhacken, wie vom rbbl beschrieben, ist sicher völlig ungemessen.

    3. Das war doch ganz einfach. Der Schiri kam doch an die Mittelauslinie angehumpelt und stand doch eher bei der RBL Bank und unser Doc ist dementsprechend sofort hingegangen. Warum sollte der VfL-Doc dazu, wenn die ärtzliche Versorgung seitens RBL gewährleistet wird. Völlig normaler Vorgang. Da kann der VfL nun nix dazu.

  5. Ihr beschäftigt Euch wirklich mit Schiri, Jubel und Elfmeter? Oder mit der IV die gegen den VfL nix zu gelassen hat und Coltorti mit sauberen Trickots nach Hause schickt?
    Das was ich gestern sah, war eine Top-Leistung der Rasenballer, die sich endlich mal für ihren Aufwand belohnt haben! Auch scheinen die berühmten Mechanismen und Laufwege immer besser zu greifen, sowie die 3-fache-MF-Achse mehr Stabilität bringt. Auch hatten die 3 Auswechslungen alle ihre Berechtigung (was sie daraus machten, steht auf einem anderen Blatt).
    Meine Kritik: Ich hätte am Ende gerne mehr „DA“ von uns gesehen. Legitimes Zeitspiel, Ball in den eigenen Reihen halten, auf die Eckfahne gehen, Gegner aus dem Rythmus bringen usw. Und auf keinen Fall dürfen bei 1:0 Führung und bei eigenen Eckball Beide IV’s in der 85. Minute mit vorne im Strafraum sein!

    Auswärts ungeschlagen und ab jetzt kommen Stand heute nur noch Gegner aus der 2. Tabellenhälfte (Außnahme Sandhausen) in der Hinrunde. (Ich weiß, das hat nix zu sagen, tiefstehende Gegner und so), aber man ist im Soll und kann sich oben festsetzen.

  6. Die unser Offensivspiel jeweils schwächenden Wechsel des Herrn Rangnick werde ich nie verstehen, die letzten 10 Minuten haben wir um den Ausgleich förmlich gebettelt, da muss nur ein Schuss durchkommen, dann sieht hier alles weniger euphorisch aus!
    Selke erneut nach gut einer Stunde raus, von Poulsen kam weniger als nix. Er tut mir einfach nur noch leid, auch Orban bleibt ein Risikofaktor in jedem Spiel. Forsberg ein ständiger Unruheherd, geht auch vorzeitig vom Platz, unklar.
    Verlängert sich bei Jung bald der Vertrag auf Grund seiner vielen Einsätze?
    Trotzdem: Könnte am Ende ein extrem wichtiger Sieg gewesen sein, also freue ich mich hier mal mit und fiebere der „Fortuna“ entgegen, Ausgang wie immer mehr als offen…

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