Auf gutem Wege

Der erwartete oder erhoffte Qualitätssprung ist bei RB Leipzig jedenfalls im Vergleich zur Rückrunde der vergangenen Saison noch nicht eingetreten. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Kaderverstärkungen in diesem Sommer aus RB-Sicht ein unbefriedigender Befund. Insgesamt ist aber auch der Weg klar, auf dem sich die Mannschaft zusammen mit den Veranwortlichen befindet bzw. den sich letztere für die Mannschaft ausgesucht haben. Jetzt muss sich halt nur noch zeigen, ob die Mannschaft diesen fußballerischen Weg gehen kann.

Fünf Spiele sind es bis zur nächsten Länderspielpause, darunter eine englische Woche mit den Spielen in Heidenheim, gegen Freiburg und in München. Dazu die Heimspiele gegen Paderborn und Nürnberg. Am Ende dieses zweiten Ligaspielblockes mit einigen Herausforderungen wird man schon genauer wissen, wie RB Leipzig sportlich funktioniert, ob man eine Entwicklung hinbekommt und inwiefern man mit der Spitze (Platz 1 und 2 sind schon sieben bzw. vier Punkte weg) mithalten kann oder weiter Boden verliert. (Erwartbar unbefriedigend, Bilanz nach fünf Spieltagen)

10 Spieltage sind in der zweiten Liga vorbei. Nach knapp einem Drittel der gesamten Saison haben sich die ersten Tendenzen verfestigt und sich Problemkinder und Überraschungsteams herausgeschält. Zu diesem Zeitpunkt der Saison darf man dann doch schon mal anfangen, die sportlichen Entwicklungen und den Stand der Dinge ernst zu nehmen und entsprechend zu bewerten. Alles immer noch kein Zeitpunkt für ganz große Panik, wenn man auch bedenkt, dass Karlsruhe vor einem Jahr nach zehn Spielen Neunter war und fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsrang hatte, den man am Ende der Saison belegte. Aber immerhin ein Zeitpunkt, an dem sich schon besser einschätzen lässt, ob die Ideen, die am Saisonanfang in ein Team und den Kader gesteckt wurden, funktionieren oder nicht.

Nimmt man mal nur die Punkteausbeute als Maßstab, dann hat sich die Situation für RB Leipzig nur unwesentlich verbessert. Statt der acht Punkte aus den ersten Spielen sammelte man zwischen den Spieltagen sechs und zehn neun Punkte. Was nur eine minimal verbesserte Ausbeute ist und weiterhin deutlich von den im Schnitt zwei Punkten entfernt ist, mit denen man am Ende (ziemlich) sicher aufsteigen würde. Die Punkteausbeute erklärt zumindest ein Stückweit, warum der Stand der Dinge um den RasenBallsport aktuell eher kritisch gesehen wird.

Im Hinterkopf sollte man behalten, dass RB Leipzig bisher schon gegen fünf der sechs aktuell neben ihnen die ersten sieben Plätze belegenden Teams gespielt hat. Gewonnen hat man von diesen Partien lediglich eine, was auch erklärt, warum man von den direkten Aufstiegsrängen ein Stück entfernt ist. Bei lediglich einer Niederlage in den fünf Toppartien hat man allerdings hierbei auch keinen entscheidenden Boden verloren.

Widmet man sich den fünf letzten Spielen im Detail und vergleicht sie mit den ersten fünf Spielen, fällt relativ schnell auf, dass man zuletzt Punkte verschenkt hat, während man am Anfang der Saison eher zu viele Punkte denn zu wenige einsammelte, wenn man die zugrunde liegenden Leistungen und Kräfteverhältnisse bedenkt. So bleiben die Auswärtsunentschieden in Heidenheim und München Ärgernisse, während man zu Beginn der Saison vor allem in Frankfurt und gegen Fürth Punkte mitgenommen hat, die man nicht zwangsläufig hätte mitnehmen müssen. In der Addition hat man im Moment vielleicht zwei Punkte weniger als man hätte haben sollen.

Es bleibt trotzdem der Fakt, dass die zurückliegenden fünf Spiele in vielerlei Hinsicht ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Saisonauftakt waren. In fast allen Spielen trat man dominant auf und brachte die spielerische Qualität auf den Platz, um aus der Dominanz auch Torgefahr zu entwickeln. Die erzielten neun Tore in fünf Spielen sind nicht überragend, aber zumindest in Ordnung und auf dem Niveau, was ein Spitzenteam wie Freiburg auch auf den Platz bringt.

Auffällig allerdings, dass man in Sachen Effektivität weiterhin vielen Teams der Liga hinterherläuft und nur Durchschnitt darstellt bzw. weit hinter Mannschaften wie Freiburg, Nürnberg, Braunschweig oder auch Sandhausen zurückfällt. Sprich, RB Leipzig betreibt viel Aufwand im Erspielen von Chancen, scheitert dann aber im Veredeln des Aufwands. Wobei dies aber auch damit zu tun hat, wie Spiele mit Beteiligung von RB Leipzig laufen und die Gegner immer auch darauf bedacht sind, rückwärts zu verteidigen und am und im Strafraum vielbeinig und kompakt zu bleiben. Sodass für die RasenBallsportler Torabschlüsse meist nur unter Bedrängnis und immer wieder mit einem Bein in der Schussbahn möglich sind, während die Gegner gegen den hoch verteidigenden Abwehrverbund schon eher mal in den Genuss einer freien Schussbahn kommen und in den Spielen gegen RB ihre wenigen Chancen etwas effektiver nutzen.

Das Verhältnis verdeutlicht sich mit einem Blick auf die Zahlen. RB Leipzig gab in bisher zehn Spieltagen im Schnitt ungefähr sieben Torschüsse mehr ab als die Gegner. Was genau wie die 17 Torschüsse im Schnitt der absolute Topwert der Liga sind. Allerdings werden nur reichlich die Hälfte aller Torschüsse innerhalb des Strafraums abgegeben (der niedrigste Anteil aller Topteams) und gerade mal 30% der Schüsse gehen dann auch auf das Tor und bleiben nicht in Abwehrbeinen hängen oder gehen daneben (gleich 10 Zweitligateams haben höhere Anteile).

Macht ergo das, was man auch vom Augenschein her erkennen konnte. Viele Versuche rund um den Strafraum und im Strafraum mit vergleichsweise wenigen klaren Aktionen. Trotzdem ist RB Leipzig hinter Bochum das Team der Liga, das die meisten Schüsse im Strafraum und auf das Tor abgibt. Dass gleich sieben Teams mehr Tore erzielt haben als RB Leipzig ist entsprechend durchaus zu wenig.

Interessanter allerdings auch hier die Entwicklung in den letzten fünf Spielen gegenüber den ersten fünf Spielen. Am Anfang der Saison hatte RB Leipzig abgesehen vom überlegenen Auftritt in Braunschweig an einem ganz schwachen Tag der Gastgeber in den anderen vier Spielen keinen Vorteil bei den Schüssen, die auf das Tor gingen, sondern sogar eine leicht negative Bilanz. Sprich, die Gegner prüften oder überwanden Coltorti häufiger als die RasenBallsportler den gegnerischen Keeper. In den fünf Spielen seitdem wandelte sich das Bild komplett und RB zielt im Schnitt zwischen drei- und viermal häufiger auf das gegnerische Tor als die Kontrahenten auf Coltortis Kasten (wie viel das ist, zeigt sich darin, dass bis auf Bochum alle Teams bisher im Schnitt überhaupt nur drei- bis fünfmal pro Spiel auf das gegnerische Tor schießen bzw. dieses auch treffen). Ein Bilanz, die deutlich dafür spricht, dass die Balance zwischen Defensive und Offensive in den letzten Spielen wesentlich besser geworden ist und man diesbezüglich auf einem guten Weg ist.

Umso ärgerlicher aus Leipziger Sicht, dass man sich jenseits einer verbesserten Balance und spieltaktischen Aufstellung das Leben zuletzt duch individuelle Patzer und schlechtes Verteidigen von Standards selber schwer machte. Beide Auswärtsunentschieden waren die Folge von schlechtem Verhalten vor allem in der Innenverteidigung nach leichten Ballverlusten im Spiel nach vorn. In Heidenheim folgte daraus eine überflüssige Orban-Grätsche, die zum Elfmeter führte. In München lässt sich Orban von Okotie locker düpieren, der deswegen ein Tor vorbereiten kann und später gegen Orban und Klostermann fast ungestört zum Endstand einschießt. Gegen Nürnberg fängt man sich zudem zwei Gegentore nach Freistößen aus dem Halbfeld. Du kannst eine gute und zielführende Spielanlage haben, wie du willst (und in jedem Spiel drei- bis viermal häufiger auf das Tor zu schießen als der Gegner spricht für eine zielführende Spielanlage), wenn du dir das Leben durch individuelle Schnitzer und schlechte Organisation bei den Fußball-Basics (schon vier Gegentore nach ruhenden Bällen in dieser Saison) selber schwer machst.

Insgesamt ist der Trend von der Umsetzung der spieltaktischen Idee her deutlich positiv. Mit der weiterhin in Bezug auf die tatsächlich auflaufenden Spieler jüngsten Mannschaft der Liga kommt man langsam an den Punkt, auswärts und zu Hause die für diese Liga komplett untypische, dominante, auch durchaus ballbesitzorientierte (hinter Freiburg und Bochum das Team mit dem meisten Ballbesitz und den meisten Pässen) Spielweise so auf den Rasen zu kriegen, dass man sich darüber Chancenvorteile und damit auch Vorteile in der Wahrscheinlichkeit, Spiele zu gewinnen, erarbeiten kann.

Die höhere Wahrscheinlichkeit auch in tatsächliche Punktgewinne umzumünzen, dazu fehlt es in manchen Spielen noch an Cleverness und Abgeklärtheit. Auch Zielstrebigkeit im Offensivspiel bleibt bei allen Torschussbilanzen ein Thema. Manchmal vertut man sich ein wenig in Schönspielerei und hier noch einem Pässchen und dort noch einem Dribbling bis der Ball dann doch weg ist, anstatt den direkteren Weg in die Tiefe und den dort einlaufenden Mitspieler zu suchen und dabei vielleicht die Gefahr zu haben, dass die Hälfte der Pässe nicht ankommt, aber die andere Hälfte auch gleich direkt Gefahr hervorruft.

Vielleicht haben sich da auch einfach noch nicht die Abläufe in einer gerade im Offensivbereich auch recht neuen Mannschaft so eingeschliffen, dass Pässe und Laufwege perfekt zusammenpassen. Interessant in dem Zusammenhang vielleicht die Statistik, dass es noch keinen herausragenden Torvorbereiter gibt. Es gibt zwar bereits 10 Spieler, die ein Tor direkt mit einem letzten, entscheidenden Pass vorbereitet haben, was zeigt, dass die Offensivaufgaben auf vielen Schultern ruhen und damit ein Problem aus der vergangenen Spielzeit, als nur wenige Spieler in der Lage waren, Tore vorzubreiten, behoben wurde.

Aber es gibt keinen Spieler, der öfter als zweimal direkt ein Tor vorbereitet hat. Ein Massimo Bruno enttäuscht in dieser Kategorie mit nur einer Vorbereitung bisher etwas. Emil Forsberg erzielte zwar bisher viele Tore, bereitete aber noch gar keins direkt vor. Und Marcel Sabitzer steht immerhin schon bei zwei. Im Schnitt nur eine direkte Torvorbereitung der drei Spieler, die bisher am häufigsten die Offensivkette hinter Davie Selke bildeten, ist aber dann doch eher zu wenig. Aber eben vielleicht auch eine Folge dessen, dass zwei der Spieler plus Stürmer Selke neu im Team sind.

Der 20jährige Davie Selke ist derweil in Leipzig sportlich angekommen. Nachdem man mit ihm, wie Rangnick bekannte, noch mal seine Positionierung auf dem Spielfeld neu besprochen hatte und ihn offensiver und zentraler spielen lässt, ist er enorm wirkungsvoll. An allen sechs Treffern der letzten drei Spiele war Selke direkt beteiligt, vier davon schoss er gleich selbst. An acht Toren war der Sommer-Neuzugang bisher insgesamt beteiligt. Auf genauso viele Beteiligungen kommt nur noch Marcel Sabitzer (allerdings auch in deutlich mehr Spielzeit), der bereits zwei Tore selbst schoss, zwei direkt vorbereitete und bei vier Toren an der Entstehung beteiligt war. Nimmt man noch Forsberg und Kaiser dazu, hat man schon die aktuell zentralen und konstanten Offensivspieler. Stefan Ilsanker als wichtiger Balleroberer und die Außenverteidiger Klostermann und Halstenberg runden das Bild einer spielstarken Mannschaft ab.

Ein Bild, das vor allem bis zum Strafraum sehr gut aussieht. Wie es aussehen könnte, wenn dem dann noch ein sehr gutes Spiel in den Strafraum folgt, konnte man beim 1:0 gegen Nürnberg sehen, als Sabitzer im Mittelfeld mit reichlich Gegenspielern um sich herum mit klarem Kopf und viel Klasse Kaiser schön freispielt und der den tiefen Ball mal gut platziert und Selke sogleich einen Strafstoß und rot herausholt. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Bausteine für ein gelungenes Offensivspiel trotz Gegnerschaft, die auf defensive Kompaktheit bedacht ist, vorhanden sind und die Rädchen auch langsam ineinandergreifen.

Wie weit man bei diesem Entwicklungsschritt ist, ist schwerlich genau zu sagen. Das ganze Konstrukt wirkt immer noch recht fragil, wie man in den letzten Spielen desöfteren gesehen hat. Gruppengefüge und Hierarchien scheinen da nicht wirklich so gefestigt, dass man Spieler hätte, die in Situationen, in denen Spiele beginnen zu kippen, vorangehen können und sich gegen das Kippen stemmen und den Rest mitreißen. Das ist von Ralf Rangnick, der Klasse immer als Klasse der Gruppe als gesamtes und nicht von Führungsspielern (ein Begriff, der tatsächlich doof ist) ansieht, auch so gewollt, bleibt aber wie hier im Blog schon am Ende der vergangenen Saison angemahnt ein Problem, das dem Erfolg im Wege stehen kann. Über kurz oder lang werden sich allerdings (wenn man es nicht wieder in den nächsten Transferperioden auseinanderreißt) interne, hilfreiche Hierarchien bilden. Gerade neue Spieler wie Ilsanker und Orban, die für Führungsrollen in Frage kommen, sind derzeit aber noch zu oft mit sich und ihren Leistungen beschäftigt, als dass sie sofort zentrale Anker des Teams sein könnten.

Problematisch aktuell auch noch die Inkonstanz bei der Besetzung der Viererkette in der Verteidigung. Der Innenverteidigerpartner von Orban wechselte so häufig, dass selbst Orban nicht hinterhergekommen sein dürfte. Klostermann, Sebastian, Nukan, Ilsanker und Compper durften sich dort schon versuchen. Für gerade mal 10 gespielte Spiele eine beeindruckende Bilanz. Klostermann wiederum wechselte bisher im Kreis von der Innenverteidigung über rechts hinten nach links hinten und zurück, während rechts hinten auch noch Teigl und Hierländer und links hinten Jung und Halstenberg zum Einsatz kamen. Abgesehen von Orban also neun Spieler, die die anderen drei Positionen in der Kette abwechselnd ausfüllten. Ein Wechselspielchen, das man langsam beenden sollte, will man die defensive Stabilität erhöhen. Sechs Gegentore in den letzten vier Spielen sind insgesamt etwas zu viel.

Gar nicht viel ist das, was bisher bei RB Leipzig von der Bank kommt. Neben Paderborn und 1860 München, also jenen beiden Teams, die gerade erst ihren Trainer wechselten, ist RB Leipzig das einzige Team der Liga, bei dem noch kein Einwechsler getroffen hat (wenn man nicht gerade Quaschners irgendwie beteiligt sein am Ausgleich in Berlin als Tor bezeichnen will, offiziell war es sowieso ein Eigentor). Das ist angesichts eines auch in der Offensive breit besetzten Kaders durchaus erstaunlich, zumal es einige Spiele gegeben hätte, in denen neuer offensiver Schwung gebraucht worden wäre und noch zusätzliche Punkte gebracht hätte.

Rückstände aufgeholt hatte man in den ersten fünf Saisonspielen immerhin zweimal (gegen Fürth und in Berlin). In den letzten fünf Spielen gelang dies noch einmal gegen Freiburg. Allerdings verspielte man gleichzeitig in Heidenheim und München auch zweimal Führungen und hätte das Kunststück fast auch gegen Nürnberg bei Überzahl und 3:0-Führung geschafft. Souveränität geht anders und genau in dieser Systematik des Verspielens von Vorsprüngen und der Unsouveränität bei umkämpften Spielständen begründet sich wohl auch am ehesten das aktuell trotz all der guten Entwicklungen und Statistiken spürbare Misstrauen im Vereinsumfeld gegenüber dem Stand der Dinge bei den RasenBallsportlern. Man holt aus den engen Spielen schlicht zu wenig Punkte (1,38 in Spielen mit maximal einem Tor Unterschied; Bochum, Freiburg und St. Pauli zwischen 1,71 und 1,88). Die nächsten Wochen werden zeigen, ob man da abgeklärter sein kann.

Für den Weg durch die nächsten Wochen hat sich in den letzten Wochen ein relativ klares Korsett an Spielern empfohlen. Neben all den genannten ist noch Diego Demme zu nennen, der sich von seinem Bankplatz am Anfang der Saison in Heidinger-Manier zu einer zentralen Figur auf der Sechs gespielt hat. Mit Demme hätte man aktuell wohl folgende Topbesetzung: Coltorti – Klostermann, Orban, ???, Halstenberg – Demme, Ilsanker – Kaiser, Sabitzer, Forsberg – Selke. Also eine Besetzung, in der die zweite Innenverteidigerposition eine Baustelle bleibt und in der in Abhängigkeit von Verletzungen und Formschwankungen auch allerlei Verschiebungen denkbar sind. Aber gerade in der Abwehrkette wäre Stablität gerade die zielführendere Variante.

Fazit: Fußballerisch ist RB Leipzig inzwischen auf einem guten Weg und hat in den letzten Wochen einiges richtig gemacht. Das spiegelt sich in vielen Dingen optisch und statistisch wider. Es beginnt zusammenzuwachsen, was von der individuellen Qualität her hervorragend ist, auch wenn sich das in den letzten fünf Spielen nicht in dazu passender Punkteausbeute niederschlug. Insgesamt fehlt es dem Team noch bei allen spielerischen Qualitäten an Abgeklärtheit und Stabilität. Sowohl im Defensivverhalten, als auch im Verwalten von Führungen und im konsequenten Ausspielen von Offensivsituationen. Im Gegensatz zu spieltaktischen Abläufen ist Abgeklärtheit schwierig zu trainieren (wobei spieltaktische Abläufe sicherlich eine wichtige Stütze für abgeklärtes Auftreten sind) und Teil einer Entwicklung, die schlicht Zeit braucht. Die aktuellen Probleme hinsichtlich der Stabilität verdeutlichten sich beim Spiel gegen Nürnberg in einem 60 bis 75 Minuten lang souveränen Auftreten und einem anschließenden Fast-Zusammenbruch. Man wird nach der Länderspielpause sehen, ob das Pendel künftig stärker Richtung Souveränität oder weiterhin oft Richtung fehlender Abgeklärtheit ausschlägt.

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2 Gedanken zu „Auf gutem Wege“

  1. Das klingt doch alles super. Und mein Gefühl bestätigt dann auch, die mir unmöglichen, gekonnten, statistischen Analysen.
    Und wenn es eben die Abgeklärtheit ist, die fehlt und die ich auch vermisse oder hier im Diskurs bereits vermisst habe, dann gibt es doch als Antwort auf die ??? in der Topformation nur eine sinnvolle Option: Tim Sebastian!

  2. Ich kann mich nur wiederholen: Ich mag Dein Aufarbeiten der Statistiken. Man hat beim Blick auf das Spiel öfters eine ganz andere Wahrnehmung. Wie zum Beispiel Forsberg, wo ich dachte, daß er an allen!! Toren (die er nicht erziehlte) bisher beteiligt war. Oder aber daß noch keine Auswechselspieler getroffen hat, wundert mich in der Tat. Aber es klingt doch gut, wenn so viele Spieler mittlerweile an Toren beteiligt sind, Stichwort der Gegner kann nicht nur auf einen „schauen“ und bei Poulsen und Bruno wird auch der Knoten platzen (müssen!)

    Deine Top-Aufstellung ist für mich eine Bestätigung, was ich an andere Stelle geschrieben habe. Die Achse Coltorti-Orban-Ilsanker-Selke sollte gesetzt sein. Und richtig, neben Ilse würde ich nicht Kaiser sondern Demme spielen lassen und dafür Domme weiter vorne. So hat man mMn mehr Staiblität im Defensivverbund.
    In der IV wäre ich auch für Tim, aber was wird aus Nukan?

    Ach ja, wo ich sehr erstaunt bin, daß Du auch vom „Konstrukt“ schreibst 😉

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