2.Bundesliga: RB Leipzig vs. SC Freiburg 1:1

Das Aufeinandertreffen der vor der Saison als Topfavoriten auf den Aufstieg auserkorenen Teams aus Leipzig und Freiburg im Montagsspiel am Donnerstagabend. Mit Spannung erwartet, hielt die Partie über weite Strecken, was sie versprach und endete mit einem aufgrund des Verhältnisses klarer Chancen durchaus gerechten 1:1, bei dem beide Teams ihre Klasse zeigen konnten.

Ins Spiel gegangen waren beide Mannschaften trotz englischer Woche mit derselben Formation wie am letzten Spieltag. Unter der Woche hatten beide Trainer diesbezüglich noch rumgedruckst und auf mögliche Änderungen verwiesen. Am Ende entschieden sie sich dafür, die zuletzt funktionierenden Gebilde nicht zu verändern.

Die ersten fünf Minuten gingen zwischen beiden Teams als Abtasten durch. Wobei die Hausherren aus irgendeinem Grund mit einer guten Portion Nervosität in die Partie gingen. Stellvertretend dafür eine Szene von Stefan Ilsanker, der an der rechten Seitenauslinie zweimal den Ball bei Rettungsaktionen nicht richtig traf und schließlich ein Foulspiel an der Eckfahne begehen musste, um die Situation zu bereinigen. Auch Fabio Coltorti mit einem gewagten Pass im Spielaufbau kurz danach, den die Freiburger Dominik Kaiser abjagten, passte dazu.

Entsprechend hatte Freiburg, die ohne Nervosität auftraten, die erste Torchance als Nils Petersen nach sechs Minuten den Ball von halbrechts links am Tor vorbeischoss. Auf der anderen Seite hatte Davie Selke im Duell der Stürmer in einer deckungsgleichen Situation ein paar Minuten später von halblinks genausowenig Glück mit seinem ordentlichen Schuss, der entsprechend rechts am Tor vorbeiging.

Anschließend war die Zeit der Standards, die RB Leipzig nur mit viel Glück und einem phänomenalen Fabio Coltorti überstand. Nach 12 Minuten stand Mike Frantz nach einer Ecke völlig frei und platzierte seinen Kopfball so gut, dass der Einschlag eigentlich schon feststand. Nur Fabio Coltorti sah das nicht so und tauchte ab und fischte den Ball sensationell mit einer Hand aus der von ihm aus gesehenen rechten Ecke. Sechs Minuten später stand wieder nach einer Ecke Maximilian Philipp völlig frei, weil ihn Massimo Bruno komplett aus den Augen verloren hatte und köpfte Richtung Tor, wo Innenverteidiger Immanuel Höhn in den Ball spritzte, aber ebenfalls an einem resolut aus seinem Kasten kommenden und sich ganz breit machenden Coltorti scheiterte.

Die ersten 20 Minuten gehörten chancentechnisch klar den Gästen, sodass das 0:0 bis dahin eher schmeichelhaft war. Defensiv spielte es Freiburg sehr clever und unterband durch Petersen (laufstärkster Freiburger) und Guedè resolut den Spielaufbau von RB Leipzig über die Innenverteidiger, sodass die Gastgeber größere Mühe hatten, den Ball aus der Defensive dorthin zu befördern, wo die große kreative Qualität in Form von Forsberg, Sabitzer und Bruno lauert.

Phantastische Tat - Fabio Coltorti kratzt gegen den SC Freiburg einen Kopfball von der Linie | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Ab der 20. Minute kam dann auch RB Leipzig so langsam in Fahrt und konnte sich immer öfter in die Freiburger Hälfte spielen. Halstenberg, der als Linksverteidiger nicht ganz so auftrumpfen konnte wie zuletzt (was auch daran lag, dass Mike Frantz auf der Seite defensiv für Freiburg viel Unterstützung leistete) prüfte Gäste-Keeper Schwolow mit einem Aufsetzer-Schuss. Marcel Sabitzer setzte anschließend nach einer Ecke einen Kopfball an den rechten Außenpfosten. Wobei Schwolow den Ball vermutlich auch ohne Unterstützung des Pfostens gehalten hätte.

Als man das Gefühl hatte, dass die Gastgeber das Spiel unter Kontrolle kriegen, schlug Freiburg eiskalt zu. Vorn kann RB einen langen Ball nicht festmachen und kriegt dann im Mittelfeld keinen Zugriff. Kaiser rutscht an einem langen Günter-Pass vorbei und ist, dadurch dass er am Boden ist, aus dem Spiel genommen. Ilsanker versucht, die entstehende Lücke zu schließen und rückt aus seiner Innenverteidigerposition heraus, um Guedé quer zum Strafraum zu verfolgen. Zugriff auf den Ball und auf den Pass zu Philipp kriegt er aber auch nicht, sodass der Freiburger in die durch Ilsankers Heraustreten entstandene Lücke zu Petersen spielen kann, der in seiner unnachahmlichen Art, den Ball fast schon locker im kurzen Eck versenkt, nachdem er vor dem Schuss noch mal den Kopf gehoben und sich den Torhüter ausgeguckt hatte. Perfekt gespielt von der Balleroberung tief in der eigenen Hälfte über das Umspielen des Pressings bis hin zum Spiel in die Tiefe und den Torabschluss. Aber auch durchaus unterstützt von einer RB-Defensive, die immer versuchte, das Loch zu schließen, dabei aber jeweils eine neue Lücke öffnete.

Nach dem Gegentreffer brauchte RB Leipzig einen Moment, um sich zu schütteln, bevor man verstärkt um den Ausgleich bemüht war. Die umstrittenste Szene nach knapp 40 Minuten, als der Ball schon im Tor lag, das Schiedsrichtergespann aber auf Abseits entschied. Eine Entscheidung, für die es gute Argumente gab. Ob sie wirklich richtig war, lässt sich selbst mit Fernsehbildern nicht wirklich auflösen. Tendenziell ja und im Zweifel hat der Schiedsrichter, der es in Sekundenbruchteilen entscheiden muss, sowieso recht.

In die zweite Halbzeit startete RB Leipzig ohne Stefan Ilsanker, der sich am Kopf verletzt hatte, aber vor allem auch aus taktischen Gründen und weil er in der ersten Halbzeit nicht wirklich ein Sicherheitsfaktor war vom Feld musste. Klostermann spielte nun Innenverteidiger und Georg Teigl verteidigte rechts.

Die Wechsel hatten primär nichts damit zu tun, dass der Start in die zweiten 45 Minuten perfekt war. Diego Demme, vielleicht er beste Mann auf dem Platz, hatte den Ball nach vorne verteidigend an der Mittellinie erobert und tief in die gegnerische Hälfte getragen. Zusammenspiel mit Forsberg und Demme steht zentral vor dem Strafraum mit dem Ball, schaut sich die Szene in aller Ruhe an, spielt dann den Pass scharf links in den Strafraum, wo Selke ihn perfekt mit rechts direkt in die lange Ecke schießt.

Freiburg verliert nun phasenweise ein wenig die Ordnung und es gelingt kaum noch, zu verhindern, dass die Gastgeber die Bälle in der gegnerischen Hälfte zu den Kreativspielern bringen. Bis zur 70. Minute belagert RB Leipzig so immer wieder den Gäste-Strafraum. Bruno hat eine sehr gute Kopfballchance, bringt aber nicht genug Druck und Präzision hinter den Ball. Sabitzer steht völlig freigespielt im Strafraum, denkt aber zu lange nach, was er mit seiner Freiheit tun will. Forsberg und Selke zerren an ihren Ketten. Doch in vielen Szenen fehlt die letzte Konsequenz im Strafraum und der direkte Weg zum Tor, steht manchmal zu viel Kunst über Entschlossenheit und Zielgerichtetheit, um vielversprechende Szenen auch in konkrete Torgefahr oder Tore umzumünzen.

Auf der anderen Seite kommt Freiburg auch in dieser schwierigen Phase zu Chancen und spielt diese aufgrund größerer Räume direkter aus. Maximilian Philipp gelingt aus vielversprechender Position nur ein Schüsschen. Abrashi fehlt die letzte Präzision.

In den letzten 20 Minuten werden die Aktionen von RB Leipzig (auch weil Demme angeschlagen den Platz verlassen muss) ungenauer, gelingt es Freiburg nun wieder besser, das Feld abzusichern und die Kreativspieler von RB Leipzig schon aus dem Spiel zu nehmen, bevor sie an den Ball kommen. Einige lange Bälle, die RB Leipzig nun spielt und wenn man aus der Innenverteidigung den flachen Pass in die Tiefe versucht, ist Freiburg aufmerksam und kann einige Male dazwischenspritzen und mit viel Platz vor sich in Kontersituationen gehen. Und auch wenn man mit zunehmender Spielzeit verstärkt das Gefühl bekommt, dass Freiburg vielleicht noch eher den lucky Punch setzen könnte als RB, werden die Kontersituationen nicht gut ausgespielt oder von der Leipziger Verteidigung aufmerksam verteidigt.

Bis zum Ende legt RB Leipzig alle Energie in den Versuch, doch noch drei Punkte mitzunehmen. Doch kopfklare Aktionen sind selten. Und auch ein paar Standards in den letzten Minuten bringen keine entscheidende Gefahr mehr. Zu wenig jedenfalls, um das Spiel noch komplett zu drehen.

Ein 1:1 gegen Freiburg ist grundsätzlich und nach dem Spiel völlig in Ordnung. Angesichts der Lage vor dem Spiel und mit Blick auf die Tabelle fühlt es sich aus Gastgebersicht trotzdem eher mau an. Die Punktverluste vor allem in den Spielen in Heidenheim oder gegen St. Pauli werfen einen Schatten auf das eigentlich ordentliche Unentschieden gegen Freiburg. Drei Punkte mehr aus diesen zwei Spielen und das Ergebnis aus dem Spiel gegen Freiburg hätte man einfach abhaken können. So bleibt der Fakt, dass man zwar die letzten vier Spiele gut gespielt, aber trotzdem nur sechs Punkte mitgenommen und drei Tore aus dem Spiel heraus erzielt hat. Was für ein Zweitligatopteam sicherlich zu wenig ist.

Fazit: 20 Minuten lang sah RB Leipzig eher schlecht aus. 50 Minuten lang hat man sehr gut gespielt und sich viele Chancen und gute Spielsituationen erarbeitet. Und in den letzten 20 Minuten haben sich Leipzig und Freiburg weitgehend neutralisiert. Insgesamt geht das Unentschieden bei 6:5 Schüssen aufs Tor und Ausgeglichenheit bei den klaren Chancen in Ordnung. Auch weil die RasenBallsportler am und um den Strafraum weiterhin zu häufig in Schönheit sterben. Es bleibt dabei. Wenn man in der Liga was reißen will, muss man das gute und ansehnliche Spiel mit mehr Zielstrebigkeit vor dem Tor veredeln.

Randbemerkung 1: Immer wieder schön zu sehen, dass es jenseits der fanseits oft formulierten Ablehnung von RB Leipzig auf Verantwortlichen- oder Spielerseite ein völlig normales Verhältnis geben kann. Selbst bei einem kritischen Geist wie Christian Streich, der an Leipzig und Red Bull sicherlich nicht alles toll findet. Durchaus bemerkenswert das sehr gute und lebhafte Verhältnis zwischen Streich und Rangnick und sehr bemerkenswert, wie Streich direkt nach dem Abpfiff auch mit den RB-Co-Trainern sofort ins freunschaftlich-interessierte Gespräch ging.

Randbemerkung 2:Davie Selke wurde von den Kicker-Lesern zum Newcomer des Jahres gewählt (15% Stimmen bei 40.000 Wahlteilnehmern) und entsprechend vor der Partie dafür geehrt. Durchaus eine Auszeichnung, auf die der Stürmer stolz sein kann. Zumal es nicht selbstverständlich ist, mit einem RB-Trikot in einer Publikumswahl ganz vorn zu landen. Schöne Geschichte für den 20jährigen.

Randbemerkung 3: Zuschauerzahlen versteht man manchmal nicht. Reichlich 25.000 wurden es am Ende gegen Freiburg. Für einen Donnerstagabend sicherlich ok. Andererseits aus sportlicher Sicht für das Aufeinandertreffen der Topfavoriten der zweiten Liga auch etwas wenig. Zumal man davon ausgehen kann, dass bei einem Spiel gegen St. Pauli zur selben Anstoßzeit mal eben deutlich mehr Zuschauer gekommen wären, selbst wenn die Hamburger nur als 12. anreisen würden. Ist so ähnlich wie mit dem Spiel in München am Wochenende, wo auch mal wieder eben 2.000 Leipziger dabei sein werden, während bei ähnlich weiten oder gar näheren Auswärtsspielen bei sportlich interessanteren Gegnern bei weitem nicht so viele Anhänger mitreisen. Völlig wertfrei ist es zumindest interessant, was für Spiele beim Publikum so ziehen und was für Spiele nicht ganz so sehr ziehen.

Randbemerkung 4: Zehn Tore in acht Spielen. Das ist absolut eine ausbaufähige Offensivbilanz. Neun Tore hatten einen direkten Vorbereiter. Und jedesmal war es ein anderer. Diesmal war Diego Demme dran, sich in die lange Vorbereiterliste einzutragen. Bemerkenswert weiterhin die Breite in der Torvorbereitung, was für die Spielweise des Teams und die Einbindung aller Spieler spricht. Bemerkenswert aber auch, dass sich weiterhin nicht zwei, drei Spieler herauskristallisieren, die in Sachen Torvorlagen Team und Offensive stärker tragen.

Randbemerkung 5: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit zwei Punkten und drei Toren (Differenz) weniger nach dem achten Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten acht Spielen holte man diese Saison zwei Punkte mehr als im Vorjahr (wenn man den schlechtesten Absteiger Paderborn durch den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt und Ingolstadt durch Freiburg ersetzt). Heißt also im Moment, dass man weiterhin ziemlich im Gleichschritt mit der vergangenen Saison, die manch einer so enttäuschend fand, unterwegs ist. Spielerisch bleibt die Entwicklung gut. In Sachen Effektivität ist es nach wie vor ausbaufähig.

Lichtblicke:

  • Diego Demme: Ein Phänomen. Am Anfang der Saison weit hinten dran. Bei Union Berlin wegen Ausfällen ins Team gerutscht und seine Chance genutzt. Seitdem in blendender Verfassung. Auch gegen Freiburg wieder ein Spieler, der unheimlich wichtig für die Balance war und die Verbindung zwischen Defensive und Offensive hergestellt hat. Inklusive Torvorbereitung. Wie wichtig Demme für das Spiel war, sah man auch daran, dass nach seiner Auswechslung in der Mittelfeldzentrale nicht mehr allzu viel ging und einige Löcher entstanden. In der aktuellen Form ist Demme der wohl beste der zur Verfügung stehenden Sechser.
  • Davie Selke: Sehr viel stärker als zuletzt ins Spiel integriert. Warf sich mit viel Engagement in viele Luftduelle und sicherte so einige Bälle. Sehr überlegt und präzise beim Abschluss. Dazu immer mal wieder auf die Flügel ausweichend und Torschüsse von Mitspielern vorbereitend. Ein Leistung auf die sich absolut aufbauen lässt.
  • Fabio Coltorti: Wurde gegen Freiburg zwei-, dreimal dringend gebraucht und war dann auch zur Stelle. Die Parade gegen den den Kopfball von Frantz nach 12 Minuten nach einer Ecke war unfassbar gut. Auch gegen Höhn ein paar Minuten später ein typischer Coltorti, der sich ohne Angst ins Getümmel stürzt. Beim Gegentor vielleicht etwas zu viel kurze Ecke offen gelassen, ohne dass das als Fehler durchgehen würde.

Fanarena-Spieltagsspieler:

Spieler des Spieltags bei fan-arena.com - RB Leipzig gegen den SC Freiburg - Emil Forsberg, Davie Selke, Fabio Coltorti

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 0:1 Petersen (29.), 1:1 Selke (47.)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Ilsanker (46. Teigl), Orban, Halstenberg – Demme (75. Jung), Kaiser – Bruno (84. Quaschner), Sabitzer, Forsberg – Selke; Bank: Gulasci, Khedira, Sebastian, Kalmár; Nicht im Kader: Nukan, Boyd, Poulsen (verletzt oder krank), Hierländer, Strauß, Bellot, Compper, Gipson

Aufstellung SC Freiburg: Schwolow – Mujdza, Höhn, Kempf, Günter – Frantz (90. Kath), Höfler, Abrashi, Philipp (70. Hufnagel) – Guedé (85. Kleindienst), Petersen

Schiedsrichter:  Benjamin Cortus (Insgesamt eine durchwachsene Partie mit vielen umstrittenen Zweikampfentscheidungen auf beiden Seiten. Am Anfang sehr kleinlich pfeifend. Später wechselnd zwischen kleinlicher Linie und Nichtabpfeifen von Situationen. Vielleicht stellvertretend für Cortus‘ Spielleitung der Schlusspfiff mitten hinein in einen Flankenlauf des völlig freistehenden Teigl. Kann man machen, muss man aber nicht machen. Kein Vorwurf dagegen für das Abpfeifen eines RB-Tores nach 39 Minuten wegen einer angeblichen Abseitsstellung. Solche Situationen sind so eng und unübersichtlich, dass Fehlentscheidungen zwangsläufig passieren. Zumal selbst in der fünften Wiederholung nicht klar wird, ob Abseits vorliegt oder nicht. Denn insgesamt gibt es drei Situationen, die hinsichtlich einer Abseitsstellung bewertet werden konnten. Kein Abseits auf jeden Fall beim Demme-Schuss. Dafür fälscht Orban eventuell den Schuss noch ab, bevor Selke an den Ball kommt und da ist es bezüglich Abseits schon sehr knapp. Und dann kommt noch das Gestocher auf der Torlinie, wo Orban beim Drücken des Ball über die Linie den vor ihm befindlichen Selke anzuschießen scheint bzw. selbst wenn nicht, dann Selke vor Orban im Abseits liegt und den Torhüter durch Anwesenheit behindert haben könnte und damit aktiv bei Orbans Schuss im Abseits stünde bzw. läge. Tendenziell hatte der Linienrichter mit seiner Fahne also Recht, auch wenn er die Situation so nicht gesehen hat, denn die Fahne, das legen zumindest Fotos von der Situation nahe war schon vor der Stocherei an der Torlinie oben.)

Gelbe Karten: Kaiser (3.) – Mujdza, Günter

Zuschauer: 25.869 (davon 600 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], SCF-Bericht, Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Liveticker

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  • Torschüsse: 27 : 11
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 10 : 8
  • Schüsse auf das Tor: 6 : 5
  • gewonnene Zweikämpfe: 46,3% : 53,8%
  • Ballbesitz: 53,4% : 46,6%
  • Passquote: 71,0% : 64,0%
  • Laufstrecke: 120,3 km : 118,4 km
  • Sprints: 195 : 206
  • Intensive Läufe: 631 : 593
  • Fouls: 16 : 19
  • Ecken: 7 : 3
  • Abseits: 3 : 1
  • Meiste Torschüsse: Forsberg: 6 – Frantz: 3
  • Meiste Torschussvorlagen: Kaiser: 6 – Günter, Frantz: je 3
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Klostermann: 60,0% – Höfler: 59,5%
  • Meiste Ballkontakte: Kaiser: 71 – Höfler: 66
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Ilsanker: 87,9% – Höhn: 81,5%
  • Größte Laufstrecke: Sabitzer: 12,0 km – Petersen: 12,1 km
  • Meiste Sprints: Klostermann: 29 – Frantz: 27

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Forsberg, Selke – je 3, Sabitzer – 2, Halstenberg – 1; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Jung, Klostermann, Quaschner, Kaiser, Bruno, Kalmár, Poulsen, Sabitzer, Demme – je 1

Saisontorbeteiligungen: Sabitzer, Ilsanker, Demme, Kaiser, Klostermann, Bruno – je 2; Coltorti, Nukan, Halstenberg, Forsberg – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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19 Gedanken zu „2.Bundesliga: RB Leipzig vs. SC Freiburg 1:1“

  1. Mal wieder Punkte verschenkt aber zu einem großen Teil Freiburg dominiert. Das lässt hoffen für den Rest der Saison.

  2. Ich fand es extrem schade, dass die Mannschaft in so ein wichtiges Spiel nicht mit einer anderen Körpersprache startet und stattdessen nervös und passiv wirkt (Druck?). Wenn man wie gegen Paderborn zu Hause früh ein Tor erzielt, kann sich so ein Spiel in eine ganz andere Richtung entwickeln.

    Das Gegentor war, wie schon im Blog beschrieben, diletantisch verteidigt. Dass ausgerechnet Petersen derart viel Platz bekommt ist ein Unding, zumal Rangnick ja in der PK noch vehement auf ihn hingewiesen hat.

  3. Wieso keinen Vorwurf dem Schiri wegen dem Abseitstor? Wenn auch in der Wiederholung nicht klar wird, ob es Abseits war, gibt es eigentlich eine klare Regel: Im Zweifel für den Angreifer! Daraus folgt, dass es schon eine Fehlentscheidung war. Aber der Assistent war sich ja scheinbar sicher.

    Daran hält sich leider kaum noch ein Schiri, eher andersrum hat man oftmals das Gefühl.

    1. Es gibt keine „Im Zweifel für den Angreifer!“-Regel bei Schiedsrichtern. Das ist lediglich ein moderner Medien-Mythos. Der Linienrichter war sich offenbar sicher und spätestens beim Gestocher vor dem Tor hat eher Recht als Unrecht. Auch wenn er offenbar die Situation vorher, als Orban den Schuss von Demme scheinbar auf Selke verlängert, als Abseits im Blick hatte.

  4. Dieser Linienrichter war sich sicher? Nein, dies stimmt nicht! Es gab ein paar Situationen, wo dieser anders als der Schiedsrichter entschied, daraufhin aber seine „Meinung“ änderte. Die folge war, dass die weiteren Entscheidungen (Ecke oder Abstoß, usw.) zeitverzögert traf.

  5. Das Widerum ist korrekt, wenn die beiden geteilter Meinung sind, darf der Schiri überstimmen. D.h. der Linienrichter hat seine Meinung mitunter nicht freiwillig geändert. Es spricht aber wirklich gegen seine Qualitäten.

  6. Tor oder nicht Tor, da rege ich mich nicht auf, weil eben Pfiff. Aber was mMn gar nicht geht, daß 2x!!! der Schiri den jeweiligen Angriff von RBL am Ende der Halbzeiten abgepfiffen hat.

    Ansonsten Top Blog bzw Zusammenfassung der Ereignisse von Donnerstag Abend, die ich so auch unterschreibe. Nur die Einwechslung von Jung habe ich nicht verstanden. Er wirkt momentan etwas unglücklich und bei 2-3 Szenen musste man die Luft anhalten. Sebastian, Kalmar bzw vor allen Khedira wären da die bessere Alternative gewesen.

    Wer das Glück hat und wie ich im A-Block steht/sitzt, den empfehle ich in der Hz oder am Ende hoch auf den Oberrang zur Presse zu gehen. Freier Einblick in die Zusammenfassung von Sky exklusive!! Lohnt sich trotz der vielen Stufen.

    1. Die Spielzeit war einfach um. Geade am Spielende hat der Schiri für die Auswechslung der Freiburger noch ein bischen draufgepackt. Bei 2 angezeigten Minuten hat er bei 2:20 abgepfiffen. Nicht immer nach Feinden suchen, wo keine sind 😉

      Abseits war es aber definitiv nicht. Stürmerfoul auch nicht. War einfach ein reguläres Tor und Pech.

    2. @roger: Das mit dem Abseits kann man so aber auch definitiv nicht sagen. Beim Schuss steht klar niemand im Abseits. Aber es gibt die eine Situation (falls Orban den Demme-Schuss noch abfälscht, bevor Selke an den Pfosten schießt), die viel zu knapp ist, um definitiv entscheiden zu können, ob Abseits oder nicht. Und es gibt die Situation beim Gestocher, die mehr oder minder definitiv Abseits ist. Falls Orban mit seinem Schuss den liegenden Selke noch berührt, ist es sowieso Abseits und wenn nicht ist die Frage, ob er aktiv im Abseits liegt, weil er den Torwart im Aktionsradius liegt. Da er direkt vor Schwolows Füßen lümmelt, spricht mehr dafür, dass Selke aktiv im Abseits liegt, als dass es passives Abseits ist. Von daher wurde mit dem Abseits-Pfiff im Endeffekt die richtige Entscheidung getroffen und alles passt wie es ist.

    3. @roger:
      Ich spreche von der Stadionsicht und da hat es sich für mich so angefühlt, daß in dem Moment als der 4. Offizielle die Tafel hochhält Sekunden!! später als RBL im Ballbesitz am 16er war abgepfiffen wird. Wenn denn da 92:20 rum waren, ist es natürlich in Ordnung, aber bleibt es trotzdem ärgerlich bzw wünscht man sich ein wenig mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter.

  7. @ausLE: Jung habe ich auch erst nicht verstanden, zumal ja auch noch Khedira auf der Bank saß und hat sich auch nicht ausgezahlt. Wer weiß, der Trainer wird schon eine (gute) Idee damit verbunden haben.

    @fly: Ich höre recht regelmäßig Collinas Erben (ein Podcast), der im aktuellen Schiedsrichterwesen sehr nah dran ist und die immer wieder betonen, dass eine solche Regel oder entsprechende Umsetzung (im Zweifel für den Stürmer) auf dem Platz nicht existiert. Bzw. aus schiedsrichtertaktischen Gründen kann sogar tatsächlich eher das Gegenteil Sinn machen. Denn ein nicht gesehenes Abseits, aus dem ein Tor resultiert, bringt sehr viel mehr Aufregung bei den Beteiligten und zudem eine Veränderung des Spielstands, während ein schnelles Fahne heben und mal knapp daneben liegen schon eher Akzeptanz auf dem Feld findet, weil sich dadurch eben auch nichts am Spielstand ändert und man eher zu einem ‚hat er eben Abseits gesehen, vielleicht stimmts ja sogar‘ übergeht.

    1. Das sag ich ja, es wird mehr und mehr andersrum gehandhabt und ich find das eher schade. 1-2 Tore mehr wären doch ne feine Sache, da braucht man dann auch keine Tore mehr zu vergrößern. Am Ende der Saison gleichen sich die „Fehl“-entsdcheidungen für oder gegen alle Teams sicher etwas an.

      Wahrscheinlich ist dieser Trend aber auf die penibel genauen Fernsehauswertungen zurück zu führen und die Schiris trauen sich schon kaum noch was.

  8. Zum Thema Jung:

    Ich fand die Einwechslung okay – er kann die 6 offensichtlich spielen neben der LV- und IV-Position. Khedira als reinen Zerstörer kannst du in der Schlussphase nicht bringen, wenn du noch was holen willst. Selbiges gilt für Sebastian. Über Kalmar kann man sicherlich diskutieren. Er wurde vor ein paar Wochen noch für seine Trainingsleistungen gelobt und bekommt trotzdem kaum Einsatzzeiten. Ich würde ihn gerne mal eine Partie von Anfang an sehen, vielleicht für Bruno.

  9. Ich fand den Linienrichter vor Sektor C auch sehr unsicher. Häufig hat er auf die Entscheidung des Schiris gewartet, ob Ecke oder Abstoß oder Einwurf in diese oder jene Richtung, obwohl er es hätte sehen müssen. Das nicht gegebene Tor finde ich nicht so tragisch, im Stadion sah es für mich (ich saß auf Höhe Elfmeterpunkt in Sektor A) wie Abseits aus – so wie es der Rotebrauseblogger beschreibt. Fernsehbilder habe ich noch nicht gesehen.

    Jedenfalls lag es nicht daran, dass RB nicht gewonnen hat. Eher waren es mangelnde Chancenverwertung, fehlende Zielstrebigkeit zum Tor hin und ein vermeidbares Tor der Freiburger, das m.E. ein Trainerfehler war. Mitentscheidend für das Gegentor war, dass der eben am Kopf verletzte Ilsanker noch etwas orientierungslos in der eigenen Hälfte herumirrte. Da muss Rangnick entweder gleich auswechseln oder so umstellen, dass durch den verletzten Spieler keine Gefahr entsteht, aber mit Sicherheit ihn nicht in einer Schlüsselposition in der Innenverteidigung belassen (Kopfball stelle ich mir unschön vor mit einer frischen Kopfwunde).

  10. Schiri hin oder her, Chancen müssen effektiv genutzt werden und nicht noch ein Pass mehr und mehr.entscheidende Szene in der 2.Halbzeit als Bruno durch war und allein vor Schwulow stand und nur schießen brauchte stattdessen Haken und schauen und vorbei.
    Zusammenfassend geben die letzten 3 Spiele Grund zur Hoffnung .
    Mannschaft findet sich langsam und das Zusammenspiel verbessert sich immer mehr.
    Es kommt langsam alles ins Rollen,ein d bissel Körperlichkeit vermisse ich noch ,da wäre ein Boyd mal hilfreich.
    Auf nach München

  11. Randanmerkung , hat schon ein seltsames Geschmäckle wenn Fotografen nicht zugelassen werden.
    Somit macht sich RB ohne Grund für alle Gegner wiedermal angreifbar.
    Fotos erscheinen ja so oder so .hier geht es ja immerhin nicht um Staatsgeheimnisse.

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