Favoritenduell

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den SC Freiburg (24.09.2015, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Marcel Sabitzer. Ab 13 Uhr.] Als man vor der Saison die typischen Umfragen gemacht hat, wer wohl in der zweiten Liga die großen Favoriten sind, hatten fast alle den SC Freiburg und RB Leipzig ganz oben auf der Liste.

Die einen standen da, weil sie unter welchen Bedingungen auch immer nachgewiesen haben, dass sie immer eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen können und als Erstligaabsteiger durchaus auch über die Substanz verfügen, die vielen Abgänge aufzufangen. Die anderen, weil der enorme Zuwachs an Talent und individueller Qualität in der Sommerpause eine andere Einschätzung gar nicht möglich machte.

Während sich RB Leipzig noch ein bisschen schwer tut, der Favoritenrolle vollumfänglich gerecht zu werden, hat der SC Freiburg in den ersten sieben Spielen erst zweimal nicht gewonnen und nur einmal verloren und ist damit angesichts des Umbruchs im Team fast schon perfekt in die Saison gestartet. Bei vier Punkten Vorsprung auf RB kann man jedenfalls relativ entspannt nach Leipzig fahren und sich mit einem Sieg schon ein ordentliches Polster auf den als solchen ausgemachten Konkurrenten zulegen.

Der SC Freiburg ist durchaus ein Phänomen. 1990/1991 war man letztmals in der zweiten Liga schlechter als 5. Seitdem stehen 16 Erstligaspielzeiten und 8 Zweitligaspielzeiten in der Vereinsgeschichte. Immer mal mit Ausreißern nach oben (3., 5. oder 6. in der Bundesliga), nie mit extremen Ausreißern nach unten. Wenn man denn einen Abstieg aus der Bundesliga bei einem Verein wie Freiburg nicht für einen Ausreißer nach unten hält.

Man hat in den letzten 20 Jahren Vereine wie Kaiserslautern oder Nürnberg in vielerlei Hinsicht hinter sich gelassen und sich als das konstituiert, was viele andere gern wären. Ein Club, der zur Top 20 bis Top 25 in Deutschland gehört. Ein Club also, für den ein Abstieg immer mal zum sportlichen Alltag gehört. Ein Club aber auch, der an keinem der Abstiege in den letzten knapp 20 Jahren auch nur im Ansatz zerbrechen konnte.

Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigt der Vergleich mit dem Absteiger ein Jahr zuvor, dem 1.FC Nürnberg. Für beide Teams war der Abstieg angesichts der personellen Voraussetzungen und des Saisonverlaufs eigentlich vermeidbar bis überflüssig. Beide Teams verloren nach dem Abstieg fast die komplette Stammelf und nahmen dabei sehr viel Transfergeld  von um die 20 Millionen Euro ein. Doch während Nürnberg seit einem Jahr am Straucheln ist und sich in der zweiten Liga einzurichten scheint, ist der SC Freiburg in aller Ruhe schon wieder in der Spur und verfügt über eine gut zusammengestellte Mannschaft mit viel Potenzial und Zukunft und funktionierender Spielidee. Es wirkt so einfach, wie Freiburg immer wieder auf die Füße fällt und scheint doch, wenn man sich bundesweit umschaut, nicht ganz so einfach kopierbar zu sein.

18 Tore aus den ersten sieben Spielen belegen, dass man in Freiburg nach dem Abstieg sehr schnell wieder in die Spur gefunden hat. Wobei 10 der 18 Tore aus den zwei Heimspielen gegen Nürnberg und Sandhausen stammen. Ein Spiel ohne Freiburger Tor gab es allerdings auch noch nicht. Wenn die Freiburger Offensive um Nils Petersen (7 Tore, 2 Vorlagen), Mike Frantz (2, 4), Maximilian Philipp (1, 5) oder Karim Guede (0, 3) mal ins Rollen kommt, gibt es wenig Möglichkeiten sie zu halten. Sodass selbst der bittere, verletzungbedingte Ausfall des ebenfalls schnell integrierten, vom FSV Frankfurt gekommenen Vincenzo Grifo (3 Tore und 2 Vorlagen in 5 Spielen) in den letzten beiden Spielen durchaus kompensiert werden konnte.

Gerade das letzte Spiel war trotz scheinbarem Punktverlust eher ein Beweis für die Stabilität des SC Freiburg. Gegen einen defensivstarken Gegner hat man trotz Rückschlags in Form zweier Gegentore rund um die Halbzeitpause und trotz lange Zeit an der Bielefelder Abwehrmauer zerschellender Angriffsversuche immer weiter und weiter angespielt und nie die Ruhe verloren und wurde am Ende noch mit dem völlig verdienten Ausgleich belohnt.

Spielerisch erinnert es ein wenig an das, was Kaiserslautern letzte Saison versuchte. Nämlich im Spiel mit dem Ball über die Innenverteidiger und Sechser sich Lücken erspielen und auf die offensiven Chancen warten. Höchster Ballbesitzwert der Liga (57,4%), beste Passquote (80%), die meisten Passversuche aller Teams. Freiburg versucht es, und das ist in der zweiten Liga beileibe nicht selbstverständlich, mit Fußballspielen. Und erstaunlicherweise gelingt es ihnen bisher auch recht häufig.

Wobei nicht nur das offensiv Wilde, das in den Spielen wie gegen Nürnberg oder Sandhausen durchbrach, zu beeindrucken wusste, sondern bspw. auch eine abgeklärte Vorstellung wie die gegen Kaiserslautern, wo man beim 2:0-Auswärtssieg den Gegner fast durchgängig vom eigenen Kasten weghalten konnte und im Laufe des Spiels immer gefährlichere Nadelstiche setzte und verdient drei Punkte mitnahm. Alle drei Auswärtsspiele hat der SC Freiburg bisher im Saisonverlauf schon gewonnen. Und bei allen Auftritten eine erstaunliche Abgeklärtheit gezeigt.

Man war bei weitem nicht in allen Spielen besser. In München oder Düsseldorf hätte man genauso gut verlieren können, wenn die Gegner ihre Chancen genutzt hätten. Haben sie aber nicht und so hat Freiburg eben mit Toren zugeschlagen und dann die Siege über die Zeit gebracht. Nicht nur in diesen beiden Spielen hat man aber auch sehen können, dass die Freiburger Defensive noch nicht so sattelfest ist, wie sie sein könnte. 10 Gegentore sind bestenfalls Zweitligaschnitt. Was auch schon deswegen nicht unbedingt verwundern mag, da in den bisherigen sieben Spielen bereits drei verschiedene Innenverteidigerpärchen und mit Torrejon, Höhn, Föhrenbach und Kempf auch schon vier verschiedene Innenverteidiger zum Einsatz kamen. Lediglich der 23jährige Immanuel Höhn lief bisher in allen sieben Spielen als Starter auf.

Interessant dabei, dass es in Freiburg offenbar immer wieder gut funktioniert, junge Spieler ins eiskalte Zweitligawasser zu schmeißen. Der 19jährige Jonas Föhrenbach war sofort da, als er in der Innenverteidigung gebraucht wurde. Der aus Unterhaching gekommene, 21jährige Lucas Hufnagel schoss zuletzt den Ausgleich gegen Bielefeld. Und im Hintergrund wartet die Hoffenheimer Leihgabe Jsohua Mees schon auf seinen Moment.

Doch Freiburg besteht nicht nur aus Talenten wie Linksverteidiger Günter oder Offensivkraft Philipp oder Innenverteidiger Kempf oder Torwart Schwolow, sondern auch aus einer ganzen Reihe erfahrener Akteure. Der zuletzt die Kapitänsbinde tragende Mensur Mujdza, der im bisherigen Saisonverlauf ein wenig Probleme mit dem Einsatz seines Ellenbogens im Luftzweikampf hat oder der in der Schweizer ersten Liga gewachsene Mittelfeldbeißer Amir Abrashi oder Offensivkraft Mike Frantz gehören zu den zentralen Figuren im Team, genauso wie ein Nils Petersen natürlich, der nach eher durchwachsenen Bundesligazeiten in München oder Bremen mit Freiburg seinen passenden Deckel auf den Karrieretopf gefunden zu haben scheint.

In Leipzig wird Freiburg sicherlich weitgehend unverändert gegenüber dem Bielefeld-Spiel auftreten. Der letzte Saison nach Bielefeld ausgeliehene Alexander Schwolow wird im Tor stehen. Der 23jährige bringt viel Talent und Qualitäten im Spiel mit dem Ball am Fuß mit, gehört allerdings statistisch in dieser Saison nicht zu den besten Keepern der Liga und hälte nur drei von fünf Bällen auf sein Tor (normal gut sind drei von vier Bällen). Wobei ihm da trotz Zahlen nicht viel anzukreiden war.

Vor Schwolow haben sich zuletzt Immanuel Höhn und der im Sommer auch in Leipzig gehandelte Marc-Oliver Kempf in der Innenverteidigung etabliert. Vielleicht nicht das robusteste und härteste Duo der Liga, aber eines mit zum Verein passender Spielstärke und sehr guter Zweikampfquote. Alternativ steht hier auch noch Routinier Marc Torrejon zur Verfügung, den man eigentlich auf der Bank, wo er zuletzt nach Ablauf einer Rotsperre saß, auch nicht erwarten würde.

Links hinten verteidigt der vor einem reichlichen Jahr als Nationalspieler debütierende Christian Günter, der mit seinen 22 Jahren den besseren Teil seiner Karriere auch noch vor sich hat. Und rechts hinten wird die Kette durch Mensur Mujdza ergänzt. Im zentralen Mittelfeld ziehen Amir Abrashi und Nicolas Höfler die Fäden und lassen sich abwechselnd immer wieder fallen, um als Spielaufbaustation zwischen den Innenverteidigern zur Verfügung zu stehen.

Als Sechser stehen sie aber nicht nur für eine stabile, bissige Defensive, sondern stoßen auch immer wieder in offensive Räume vor. Mit dem Führungstreffer von Abrashi in Kaiserslautern und dem Siegtreffer durch Höfler in Düsseldorf bewiesen sie auch schon ihre Wichtigkeit in der Vorwärtsbewegung. Besonders wichtig für das Offensivspiel sind aber die Außenspieler Mike Frantz und Maximilian Philipp. Beide haben die Fähigkeiten, in Spielen und im Eins gegen Eins den Unterschied zu machen. Besonders beim 21jährigen, ehemaligen Cottbuser Philipp macht das Zusehen beim Kicken gerade viel Spaß. Mit seiner quirligen, zielstrebigen Art und Weise ist er vielleicht das entscheidende Puzzlestück in der Freiburger Offensive.

Bleiben im 4-4-2 noch zwei offensive Plätze übrig. Den einen hatte zuletzt nach der Grifo-Verletzung der bullig-robuste Karim Guede inne, der eine Innenverteidigung als zweiter Stürmer gut bearbeiten kann. Den anderen besetzt Nils Petersen, der nicht unbedingt ein guter Kombinationsstürmer ist, aber im Sturmzentrum in der Verarbeitung und Verwertung von Bällen überragende Qualitäten hat. Sieben Tore in nur 515 Minuten sind eine überragende Quote. Selbst wenn da drei Elfmeter dabei sind. Nicht jedes Tor von Petersen ist spektakulär. Aber der 26jährige macht die richtigen Wege und verwertet seine Chancen gerade im Vergleich mit anderen Zweitligastürmern sehr zuverlässig.

Die Freiburger Mannschaft ist individuell gut besetzt, aber auch nicht so überragend, dass sie zwangsläufig in dieser Liga alles dominieren müsste. Man hat aber eine sehr gute funktionierende Mischung aus Erfahrung und Talent zusammengestellt. Und vor allem hat man ein Team zusammengestellt, das zusammen Fußball spielen kann und dabei trotzdem Spieler hat, die auch in der Defensive Löcher stopfen können. Dazu denkt man bei Ballverlust auch oft blitzschnell um und geht in die Ballrückeroberung. Insgesamt gibt es in Freiburg sicherlich keinen Pressing-Fimmel, aber einen durchaus zielgerichteten Einsatz von Gegenpressing und situativem Pressing.

Wenn man Freiburg nur mit Spektakel assoziiert, dann tut man dem, was sich Freiburg nach dem Abstieg bereits erarbeitet hat, doch einigermaßen Unrecht, wenn man an einige erstaunlich routiniert abgespulte Partien in dieser Spielzeit denkt. Trotzdem hat man im Offensivbereich Spieler versammelt, die den sachlichen, technisch durchaus sauberen Vortrag im Spiel mit dem Ball im Fall der Fälle auch mal spektakulär zu veredeln wissen. Freiburg ist immer für ein eigenes Tor gut, aber auch für ein Gegentor (da täuscht das nur eine Gegentor in drei Auswärtsspielen etwas über die tatsächlichen Geschehnisse hinweg), weil man als Ballbesitzteam mit offensivem Fokus immer mal defensiv anfällig ist. Wobei die Tendenz trotz der zwei Gegentore gegen Bielefeld (die auch über die realen Geschehnisse hinwegtäuschten) eher positiv ist.

Auf RB Leipzig wartet im Spiel gegen Freiburg eine echte Herausforderung. Nicht nur weil mit Freiburg ein sehr guter Gegner wartet, sondern auch weil man mit Blick auf die Tabelle ein wenig unter dem Druck steht, das Spiel besser nicht zu verlieren. Interessant wird dabei sein, ob Christian Streich seine Mannschaft weiter Ballbesitzfußball spielen lässt oder ob man gegen RB Leipzig wie so viele andere Teams zuvor eher auf das defensiv sicherere, pressingumgehende Spiel mit dem langen Ball setzt, das man in Freiburg vor nicht allzulanger Zeit auch mal sehr gut beherrschte (langer Ball und alle pressend hinterher).

Leipzig gegen Freiburg, das ist auch das Duell zweier recht unterschiedlicher Trainertypen. Auf der einen Seite der eher ruhige, technokratische Ralf Rangnick, auf der anderen Seite der eher emotionale, ständig mit Schiedsrichtern in Konflikt stehende, auch gesellschaftliche Fragen im kritischen Blick (egal wie man inhaltlich dazu stehen mag) habende Christian Streich. Auf Fußballfachmannsebene nehmen sich beide sicherlich nicht sonderlich viel. Als Menschen sind sie dann (zumindest in dem, wie sie sich in ihrem öffentlichen Auftreten darstellen) doch sehr unterschiedlich.

Genauso wie Christian Streich wird wohl auch Ralf Rangnick keine großartig veränderte Elf auf den Platz schicken. Dafür gäbe es nach dem Spiel in Heidenheim wenige Gründe. Ein Davie Selke hatte bei dem Spiel sicherlich wenig Bindung, dürfte aber weiter gesetzt sein. Vielleicht noch möglich, dass ein Massimo Bruno auf die Bank rutscht, Marcel Sabitzer etwas zentraler auftritt und dafür Yussuf Poulsen auf der Außenbahn aufläuft. Aber auch das ist rein spekulativ. Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Orban, Ilsanker, Halstenberg – Demme, Kaiser – Sabitzer (Poulsen), Bruno (Sabitzer), Forsberg – Selke
  • SC Freiburg: Schwolow – Mujdza, Kempf (Torrejon), Höhn, Günter – Frantz, Abrashi, Höfler, Philipp – Guede, Petersen

Fazit: Es ist das erste Duell zwischen RB Leipzig und dem SC Freiburg. Und es ist gleich ein ganz wichtiges zwischen zwei Mannschaften, die beide gern am Ende der Saison den Aufstieg in die Bundesliga feiern würden. Angesichts dessen, dass beide Mannschaften für den Versuch stehen, im Spiel mit dem Ball die saubere Spieleröffnung zu bevorzugen, könnte sich ein hübsches Spielchen entwickeln. Könnte aber auch darauf hinauslaufen, dass man sich ein wenig belauert und keiner den ersten Fehler machen will. Viel Potenzial hat das Spiel zumindest, wenn man die beidseitigen Möglichkeiten im Offensivspiel sieht.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den SC Freiburg nicht vor Ort verfolgen kann und am 24.09.2015, ab 20.15 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sport1 oder bei Sky.] ———————————————————————————–

Bisherige Duelle RB Leipzig vs. SC Freiburg

  • keine

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den SC Freiburg. Mit Ralf Rangnick und Marcel Sabitzer.

12.55

So, Spitzenspielzeit. So richtig fühlt es sich irgendwie noch nicht nach Spitzenspiel an. Die entsprechende Aufregung rund um das Spiel fehlt. Aber vielleicht kommt ja noch Christian Streich mit ein paar Äußerungen zu Red Bull um die Ecke und lädt die Partie ein bisschen auf.

12.56

Reichlich 20.000 Tickets sind bisher weg. Auch das fühlt sich selbst für den Europa-League-Donnerstagabend-Termin und einen gesperrten Leipziger Hauptbahnhof eher unterdurchschnittlich an.

13.00

Aber ist auch egal, wie es rund um die Partie ist. Sportlich wartet eine sehr spannende Aufgabe und das ist es letztlich, worum es geht.

13.12

Marcel Sabitzer zu Freiburg: „Vorfreude ist groß. Topspiel. Flutlichtspiel. Schweres Spiel. Freiburg ist gut gestartet. Wollen Freiburgs Serie brechen und die drei Punkte hier behalten.“

Zu Heidenheim: „Haben uns noch mal das Spiel angeschaut. Spiel komplett unter Kontrolle gehabt. Killerinstinkt hat gefehlt. War gegen Paderborn schon so, als wir viele Chancen ausgelassen haben. Wenn wir gegen Freiburg eiskalt sind, werden wir das Spiel für uns entscheiden.“

„In Deutschland steht der unbedingte Wille ein Tor zu verhindern im Mittelpunkt. Geht robuster, körperlicher als in Österreich zu.“

Zur EM-Quali: „Haben bis jetzt ein gute Qualifikation gespielt. Ist für mich und Österreich ein super Sache. Verschwende aber noch keinen Gedanken an die EM. Konzentration ist auf Leipzig.“

„Am Anfang war es schwierig reinzufinden, weil wir viele Neuzugänge hatten. Wird immer besser. Gegen Paderborn und Heidenheim absolute Spielkontrolle gehabt. Hinten gut gestanden, gut gespielt. Müssen halt am Killerinstikt arbeiten. Fußballerisch hat es aber gut ausgesehen.“

Zu Petersen: „Guter, abgezockter Spieler. Da müssen unsere Verteidiger gut aufpassen. Freiburg hat aber auch andere Qualitäten bspw. auf den Außenpositionen.“

Im Training werden oft Torschüsse trainiert und Routinen aufgebaut. Im Spiel sei es dann aber doch noch was anderes.

„Kann sowohl Torjäger als auch Vorbereiter sein. Bin aber nicht ganz zufrieden mit der Ausbeute aus den ersten Spielen.“

Hat sich keine Torquote gesetzt. Zweistellig wäre schön.

13.13

21.000 Tickets wurden bisher verkauft. 700 davon gingen nach Freiburg.

13.28

Ralf Rangnick: Yussuf Poulsen wird wahrscheinlich ausfallen. Gestern schon nicht wegen Erkältung trainiert, heute wird er auch nicht dabei sein. Diege Demme nach Schlag auf das Knie fraglich. Mediziner sagen aber, dass es klappen könnte.

„Jede Woche ist richtungsweisend. Gegen Freiburg ist ein Spitzenspiel. Als solches gehen wir das Spiel auch an. In Heidenheim leider nur unentschieden gespielt, auch wenn der Gegner nur einmal auf das Tor geschossen hat. Jetzt ist es umso wichtiger, auf ein Unentschieden einen Heimsieg draufzulegen.“

„Haben bisher die wenigsten Schüsse aufs Tor aller Zweitligisten zugelassen. Das muss uns auch gegen Freiburg gelingen. Wollen Druck machen, Chancen herausarbeiten. Unser Fußball gefällt mir im Moment sehr gut. Wollen mehr als ein Tor schießen.“

„Noch zwei Trainingstage. Kann hinsichtlich der Aufstellung noch viel passieren. Trainingseindrücke werden auch in die Entscheidung einfließen. Gibt nicht so viele Gründe die Formation zu verändern.“

„Mannschaft hat kein Abschlussproblem. Kann mich nicht an klare Chancen erinnern, die wir kläglich vergeben haben. Müssen daran arbeiten, den noch besser postierten Mann anzuspielen. Wenn wir das in Heidenheim gemacht hätten, hätten wir drei, vier klare Chancen gehabt, wie beim Halstenberg-Tor.“ Man arbeite weiter auch am Pressing und Gegenpressing und daran, das nicht nur über 45 oder 70 Minuten spielen zu können, sondern über 90 Minuten. Sei auch am Donnerstag wichtig, um Freiburgs Konter zu unterbinden.

Zu Nils Petersen: „Kann Tore schießen. Dazu braucht er Vorlagen und Anspiele. Seine Stärke ist sein Riecher  und seine Coolness.“ Aber nicht unbedingt ein Typ, der sich selbst Chancen kreiert. Läuft darauf hinaus, dass man Petersen dadurch aus dem Spiel nehmen könne, dass man Anspiele auf ihn verhindere.

Zu Marvin Compper: „Nukan wird wahrscheinlich in zwei Wochen wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Vielleicht reicht es schon für Einsatzzeit im Test gegen Bremen (09.10.2015).“ „Compper ist schmerzfrei. Jetzt geht es darum, sich Schritt für Schritt Wettkamffitness und -härte zuzulegen. Gehe davon aus, dass er gegen Bremen länger spielt. Ob es vorher schon was wird, hängt auch von unserer Personalsituation ab.“

„Momentan ist Bochum das beste Team der Liga. Grundsätzlich ist es bei Freiburg als Absteiger und mit der Mannschaft keine Überraschung, dass sie vorn mitspielen. Klarer Mitfavorit Richtung Aufstieg.“ „Vor zwei Jahren haben unsere Vereine noch drei Klassen getrennt.“

13.32

Das war es schon von hier. Marcel Sabitzer eher ein sehr nüchterner, aber auch durchaus angenehmer Typ, der gern noch mehr direkte Torbeteiligungen auf seinem Konto hätte. Ralf Rangnick will derweil die verlorenen Punkte aus dem Heidenheim-Spiel gegen Freiburg zurückgewinnen. Topgegner hin oder her.

Man darf sich sicherlich auf ein kleines Fußballfest freuen. Mal sehen, ob es ein Spitzenspiel wird, das an den Erwartungen scheitert oder ob beide Mannschaften ihr hervorragendes Offensivpotenzial auch auf den Platz kriegen können.

Zwei Tage noch bis zum Montagsspiel am Donnerstag. Macht was aus eurer Woche und viel Spaß mit dem ungewöhnlichen Spieltermin, Spitzenspiel und Flutlicht.

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