Vor dem Zweitligastart 2015/2016 – Teil I

In genau einer Woche eröffnen Aufsteiger MSV Duisburg und Doch-nicht-Aufsteiger 1.FC Kaiserslautern die neue Zweitligasaison. Eine Saison, in der es kein Team geben wird, das noch nie in der zweiten Liga gespielt hat, nachdem mit Heidenheim und Leipzig letzte Saison gleich zwei solche Teams in die Liga kamen. Und dort blieben.

Mitte Juli auf die Mannschaften zu gucken und daraus irgendwas für die Saison ablesen zu wollen, ist natürlich ein ziemlich schwieriges Unterfangen. Einerseits weil die Liga so eng ist, dass Prognosen schneller an der Ligenrealität zerbrechen können, als man sie aufgestellt hat. Andererseits weil noch eineinhalb Monate Transferzeit vor den Teams liegen und erst in drei, vier Wochen bei den Bundesligisten das Geld noch mal so richtig locker sitzen und der eine oder andere Zweitligatopspieler dem Ruf dessen vielleicht folgen wird bzw. andersherum Richtung Ende der Transferzeit z.B. noch Leihen von Bundesligatalenten in die zweite Liga denkbar sind, die jetzt noch gar nicht auf dem Plan stehen.

Entsprechend kann sich im Detail bei den verschiedenen Teams in der Zeit zwischen Saisonstart und dem Schließen der Transferliste, bis zu dem schon fünf Spieltage und eine Pokalrunde absolviert sein werden, noch allerlei ändern, was auch Einfluss auf die sportlichen Chancen der Teams nimmt. Die Richtung dürfte bei den Vereinen aber schon klar geworden sein und der Saisonstart steht sowieso an. Weswegen ein Blick auf die Liga natürlich trotzdem Sinn macht. Heute im ersten Teil die zweite Hälfte der letztjährigen Tabelle plus die Aufsteiger. Nächste Woche dann die restlichen Teams. In Klammern jeweils die Gesamtbilanz von RB Leipzig gegen die Mannschaften.

MSV Duisburg (2 Spiele, 0 S – 1 U – 1 N): Schon nach dem zweiten Jahr in der dritten Liga konnte der MSV Duisburg den Wiederaufstieg in die zweite Liga feiern, wohin der Club vom Klang her auch viel eher gehört. Coach Gino Lettieri, der einst beim SV Wehen Wiesbaden an der Aufstiegsaufgabe ziemlich krachend scheiterte, formte eine sehr homogene Mannschaft, die viel übers Team erledigt. Nach dem Aufstieg blieb die Elf im Kern zusammen und wurde durch moderate Neuzugänge wie Simon Brandstetter, Thomas Bröker oder Dustin Bomheuer vor allem in der Breite verstärkt. Der Kader hat bspw. mit Kevin Wolze oder Pierre de Wit oder Sascha Dum oder Kingsley Onuegbu durchaus ein paar bekanntere Bestandteile, ist aber in vielerlei Hinsicht ein guter bis sehr guter Drittligakader. Um in der zweiten Liga zu bestehen, wird man ganz viel von den Teamkomponenten der vergangenen Saison brauchen. Dazu ein bisschen Glück und einen halbwegs gelungenen Saisonstart. Der Kampf um den Klassenerhalt könnte für den Verein, der vor zwei Jahren fast pleite war und immer noch keine großen Sprünge machen kann, ein ganz hartes Stück Arbeit werden. Ein Happy End ist nicht sicher. Zumal vor dem Hintergrund, dass es in der kommenden Saison fast keine klaren Abstiegskandidaten gibt. Prognose Endplatzierung: Platz 15 bis 18.

Arminia Bielefeld (0 Spiele): In Bielefeld ist es ein bisschen ähnlich wie in Duisburg, nur auf sportlich sehr viel höherem Niveau. Auch hier konnte man den erfolgreichen Drittligakader fast komplett zusammenhalten. Lediglich Keeper Alexander Schwolow musste man nach Leihende nach Freiburg zurückziehen lassen. Mit dem Fürther Hesl und dem Ex-Braunschweiger Davari hat man sich aber mehr als adäquaten Ersatz zugelegt. Und auch im Feld hat man sich mit Görlitz, Jopek, Nöthe und Mast einiges an Potenzial und/ oder Zweitligaerfahrung ins Boot geholt. Nach dem Freakabstieg vor einem Jahr hat man sich in der dritten Liga mit kaum schlechterem Team sportlich konsolidiert und kehrt nun als gewachsenes, in der Breite verstärktes Team in die zweite Liga zurück. Angesichts der Qualität, die man in der vergangenen Saison in der dritten Liga gezeigt hat und angesichts des Kaders inklusive Vorzeigestürmer Fabian Klos sollte man mit dem Abstieg gar nichts zu tun haben. Vielmehr steht Trainer Norbert Meier dafür, dass er ein Team auch von unten kommend in der nächsten Liga perspektivisch nach oben coachen kann. Eine Rolle wie jene Heidenheims in der letzten Saison ist Bielefeld in jedem Fall zuzutrauen, weil man unangenehm zu bepielen und schwer zu schlagen, aber auch insgesamt zu schwach auf der Brust ist, um wie Darmstadt am ganz großen Coup zu schrauben. Prognose Endplatzierung: Platz 7 bis 11.

TSV 1860 München (2 Spiele, 1 S – 1 U – 0 N): Der Unterhaltungsclub der Liga. Auch in dieser Saison wieder. Während man sich anderswo an die Planung der neuen Saison machte, versuchte man in München erstmal rauszufinden, wer eigentlich das Sagen hat und stritt sich öffentlich zwischen Vereinsführung und Investor über den weiteren Weg. Felix Magath stand zwischenzeitlich mal zur Debatte als starker Mann des Vereins. Geblieben ist es letztlich Sportdirektor Gerhard Poschner. Bzw. eigentlich auch nicht wirklich, denn Poschner ist zwar noch im Amt, aber im Verein nicht mehr wirklich anerkannt und nur noch auf Bewährung arbeitend. Entsprechend bekam er Aufpasser an die Seite gestellt, die schon mal einen Transfer torpedieren können und hat über sich mit Markus Rejek und Investor-Mann Noor Basha zwei Leute sitzen, die nicht gerade Fußballfachleute sind. Entsprechend chaotisch geht es auch bei der Kaderplanung zu. Die vor einem Jahr geholte Spanierfraktion soll wieder gehen oder ist schon gegangen. Auch Talent Julian Weigl war neben anderen nicht zu halten. Auf der Zugangsseite stehen derweil mit Rodnei und Milos Degenek im Kern nur zwei Innenverteidiger, von denen man noch gar nicht weiß, inwieweit sie einem Zweitligateam dauerhaft weiterhelfen können. Die Konstante rund um die Mannschaft ist dabei Trainer Torsten Fröhling, der von den Turbulenzen innerhalb der Administration profitierte und tatsächlich die Sommerpause überstand. Und nun das Problem lösen muss, ein Team, das letzte Saison nie funktionierte, wieder auf Vordermann zu bringen und mögliche Neuzugänge erst im frühen Saisonverlauf einbauen zu können. Es gibt dankbarere Aufgaben. Grundsätzlich verfügt der Kader der Löwen weiterhin über eine Qualität, die in ruhigen Fahrwassern für deutlich mehr als Abstiegskampf reichen müsste. Angesichts der Unruhe an der Vereinsspitze, die auch in den kommenden Wochen und Monaten wohl immer wieder Thema sein wird und der chaotischen Kaderplanung könnte es bei der unteren Tabellenhälfte bleiben. Prognose Endplatzierung: Platz 12 bis 16.

FC St. Pauli (2 Spiele, 1 S – 0 U – 1 N): Neben 1860 das zweite Schwergewicht, das letzte Saison etwas überraschend tief im Abstiegskampf feststeckte und sich am Ende doch noch rettete (wie auch immer sie das geschafft haben). Für diesen sportlichen Misserfolg geht es im Sommer in Hamburg erstaunlich ruhig zu. Man freut sich, dass man mit Sobiech und Sobota zwei zuletzt nur geliehene Spieler auch nächste Saison noch im Kader hat, ganz so als hätte man damit die Kaderqualität erhöht. Mit dem Japaner Ryo Miyaichi glaubt man sich mehr Geschwindigkeit ins Team geholt zu haben. Auf der anderen Seite stehen diverse Abgänge gerade aus der Breite des Teams. Schachten, Nöthe, Trybull, Tschauner, Görlitz, dazu die Leistungsträger Daube und Koch weg. Angesichts dieses Transfermissverhältnisses, das eben auch bedeutet, dass der Kader, der letztes Jahr am Ende auch mit viel Defensive und Mauern zum Klassenerhalt kam, nicht verbessert wurde, kann man eigentlich nicht davon ausgehen, dass der FC St. Pauli in der neuen Saison wesentlich verbessert auftreten wird. Positiv könnte sich der schlankere Kader auf das Binnenklima auswirken, aber das war schon Richtung Ende der letzten Saison nicht das Problem. Hoffnungen könnte man auf Ewald Lienen setzen, der das erste Mal mit dem Team eine Saisonvorbereitung bestreiten kann. Andererseits war Lienen, der sich im Kiez sehr wohl fühlt, in den letzten Jahren nicht gerade für längerfristiges, erfolgreiches Arbeiten bekannt. Wobei man dabei auch beachten muss, dass er teilweise unter schwierigen Bedingungen arbeitete. Was für seine Arbeit beim FC St. Pauli nicht nachteilig ist, denn einfach wird es nicht, dasselbe Team, das in der vergangenen Saison teilweise fürchterlichen Fußball, den aber mit Herz gespielt hat, nun in sichere Tabellenregionen zu führen. Prognose Endplatzierung: Platz 13 bis 17.

Greuther Fürth (2 Spiele, 2 S – 0 U – 0 N): Im Gegensatz zum FC St. Pauli hat man in Fürth im Sommer einmal richtig durchgelüftet. Das war auch dringend nötig beim Team, das letzte Saison nicht deswegen nicht abgestiegen war, weil man selber so gut war, sondern weil die anderen ein Spiel zu wenig hatten, um noch an den Franken vorbeizuziehen. Mit Stefan Ruthenbeck hat man den wichtigsten Transfer wohl auf dem Trainerposten vollzogen. In Aalen letzte Saison manchmal noch mit eigenwilliger Rhetorik aufgefallen, ist Ruthenbeck auf jeden Fall ein dynamischer, fachlich sehr guter Coach, der in Fürth jenes Leben in Verein und Team pusten könnte, das letzte Saison oft noch fehlte. Dazu hat man einen Kader, dem man letzte Saison zutraute, zumindest oben mitzuspielen, mit Mielitz, Kumbela, Gjasula, Berisha und einigen mehr noch mal Qualität hinzugefügt, aber auf der anderen Seite mit Stephan Fürstner auch einen ganz zentralen Baustein im Mittelfeld verloren. Insgesamt wirkt das neue Fürth aber durchaus vielversprechend und mit Ruthenbeck könnten sie sowohl spielerisch als auch von den Punkten her zu einer positiven Überraschung werden. Prognose Endplatzierung: Platz 6 bis 10.

FSV Frankfurt (2 Spiele, 0 S – 1 U – 1 N): Viel Wind gab es auch beim FSV Frankfurt, wo der neue Coach schon vor der Sommerpause kam und sein Team im Abstiegskampf erst mal durch die Autowaschanlage schickte. Voran ging Tomas Oral bei dieser Aktion selber und auch künftig ist von dem agilen, selbstbewussten und immer viel fordernden Coach zu erwarten, dass er vorangeht und versucht sein Team zu Höchstleistungen zu ziehen. Gezogen werden dabei künftig viele junge Spieler, denn gerade im Offensivbereich holte man sich vor allem viel Talent ins Team und mit Besar Halimi (20) bspw. einen, der eigentlich von den Stuttgarter Kickers nach Mainz wechselte, vom Bundesligisten aber zur besseren Entwicklung erst mal beim FSV geparkt wurde. Mit Klandt, Balitsch oder Schlicke verlor der Verein einiges an Erfahrung. Was vielleicht verschmerzbar ist, wenn man bedenkt, dass Tomas Oral in der Vergangenheit mit jüngeren Spielern besser arbeiten konnte als mit erfahreneren. Trotzdem wird es interessant, inwieweit Oral mit seiner sehr aktiven Art das Team mitnehmen und zusammenschweißen kann oder ob er es damit überfordert und partiell verliert. Zu erwarten sind von Oral und dem FSV keine Wunderdinge, aber man wird ein sehr solides, williges Team auf den Platz schicken, das sich zu wehren wissen wird. Prognose Endplatzierung: Platz 14 bis 18.

SV Sandhausen (2 Spiele, 0 S – 1 U – 1 N): Vom Namen her gehört Sandhausen in der zweiten Liga ganz sicher mit zu den Abstiegskandidaten. Die drei Punkte Abzug, die man wegen Lizenzverstößen noch aus der vergangenen Saison mit in die neue Saison schleppt, sind zusätzlicher Ballast, der das Team schon von Anfang an an den Tabellenkeller bindet. Von der psychologischen Seite her ist das eher ungünstig, auch wenn man in Sandhausen versucht zu betonen, dass man durch die Strafe besonders motiviert ist. Transfertechnisch sieht es in Sandhausen gar nicht schlecht aus. Mit Lukas Kübler und Manuel Riemann hat man nur zwei Spieler verloren, denen man hinterher trauern muss und sich ansonsten vor allem von Spielern getrennt, die die Erwartungen nicht erfüllt haben. Mit Vunguidica oder Köngstransfer Kosecki, aber auch einigen anderen hat man Spieler geholt, die die Mannschaft in Spitze und Breite verbessern können. Dazu hat man einen Trainer Alois Schwartz, der der Mannschaft ein taktisch klares Gerüst mitgeben kann. Angesichts der Tatsache, dass man Abstiegskampf zudem gewohnt ist, könnte man fast vermuten, dass man sich auch diesmal wieder in der Liga wird halten können. Einfacher als letze Saison als man am Ende drei Punkte Vorsprung auf Platz 16 hatte, wird es aber sicher nicht. Prognose Endplatzierung: Platz 16 bis 18.

VfL Bochum (2 Spiele, 2 S – 0 U – 0 N): Der VfL ist aktuell noch eine ziemliche Wundertüte. Während man rund um den Verein immer heimlich auf die Bundesliga schielt, ist kadertechnisch noch nicht so recht klar, wo die Reise hingeht. Mit Torhüter Riemann, Haberer und Hoogland hat man ein paar kluge Transfers getätigt. Mit Latza, Tasaka oder Sestak hat man aber auch einige Qualität verloren. Zudem ist noch unklar, ob Thomas Eisfeld nach Leihhalbjahr auch nächste Saison in Bochum spielt und ob Michael Gregoritsch, gerade erst diesen Sommer für 500.000 Euro fest von der TSG Hoffenheim verpflichtet, für 3.000.000 Euro zum HSV weiterzieht. Die Kaderplanung ist also eine Woche für Ligastart noch Work in Progress und findet immer vor dem Hintergrund einer schmalen Vereinskasse statt. Das eigentliche Fragezeichen ist allerdings Coach Gertjan Verbeek, der sich schon ganz früh in seiner VfL-Amtszeit mit einigen Medienvertretern angelegt hatte und in seiner Zeit in Nürnberg in Bezug auf seine offensive Aufstellung, die schließlich gen Abstieg führte, als beratungsresistent galt. Kann Verbeek in Bochum ein taktisches System etablieren, das die Mannschaft sowohl annimmt, als auch so flexibel interpretieren darf, dass man nicht wie in den letzten Monaten gelegentlich gesehen dem Gegner ins offene Messer läuft? Spielerisch dürfte Verbeeks Team sicherlich zu den ansehnlicheren Teams der Liga gehören. Inwiefern damit Erfolg einhergehen wird, ist ziemlich offen. Da ist zwischen erfrischender Saison und ziemlich komplettem Zusammenbruch alles drin. Prognose Endplatzierung: Platz 13 bis 17.

Fortuna Düsseldorf (2 Spiele, 1 S – 1 U – 1 N): Bliebe aus der unteren Hälfte der vergangenen Saison noch die Fortuna aus Düsseldorf, die man als erstes hier besprochenes Team als engen Anwärter auf die Teilnahme am Kampf um den Aufstieg ansehen darf. Nicht zuletzt liegt das an einer klugen Transferpolitik. Mit Strohdieck, Haggui und Akpoguma hat man die Probleme auf der Innenverteidigerposition nach dem Leihende von Jonathan Tah mehr als gelöst. Dazu kommt ein Julian Koch fürs zentrale Mittelfeld, der bei Verletzungsfreiheit sehr wichtig werden kann. Im Sturm hat man den Abgang von Charlison Benschop mit der Verpflichtung von Mike van Duinen zumindest in der Theorie komplett kompensiert. Und noch den enorm treffsicheren Pohjanpalo oder Neuzugang Ya Konan, der wenn er noch mal durchstartet auch einer ist, der den Unterschied macht, in der Hinterhand. Kadertechnisch geht es auf allen Positionen sehr fein und vielversprechend zu. Und mit Frank Kramer hat man nun einen Trainer, der es auch verstehen dürfte, dem Team das taktische Rüstzeug an die Hand zu geben, das man braucht, um die Balance zwischen Offensive und Defensive zu wahren. Dazu scheint es aktuell rund um die Fortuna ziemlich ruhig zuzugehen. Nach der Trennung von Oliver Reck und später von Sportdirektor Helmut Schulte hat man zu einer klaren Linie zurückgefunden und mit Kramer und Azzouzi eine arbeitsfähige Struktur. Da passt gerade relativ viel in einem Verein, der ja schon letzte Saison sehr gute sportliche Grundlagen hatte. Ob das am Ende für den großen Wurf reicht, ist dann aber auch eine Frage von Saisonverlauf, Verletzungen und Pech. Eine ganz große Sensation wäre ein Aufstieg allerdings nicht. Prognose Endplatzierung: Platz 2 bis 6.

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3 Gedanken zu „Vor dem Zweitligastart 2015/2016 – Teil I“

  1. Bochum Platz 13 bis 17?
    Da halt ich dagegen und tippe auf einen einstelligen Tabellenplatz! Um was wollen wir wetten? Der Kicker sieht den VfL im übrigen auch im oberen Mittelfeld.
    Transfers:
    – Riemann für Esser: sicherlich nicht schlechter. Bin gespannt, ob er Luthe verdrängen kann: m.E: keine Verschlechterung
    – Hoogland für Latza: defensiv definitiv eher besser denn schlechter als Latza, der letzte Saison immer mal wieder leichtsinnige Ballverluste hatte. m.E: keine Verschlechterung
    – Rafael für Forsell: ist vermutlich etwas weniger abgezockt vor dem Tor als Forsell, aber dafür auch weniger eine Stehgeiger sondern deutlich dynamischer. m.E: keine Verschlechterung
    – Wijnaldum für Holthaus/Abdat: ist defensiv stärker als Perthel, dafür offensiv schwächer. Holthaus war eh immer verletzt, Abdat war noch nicht 2.Liga-tauglich. m.E: eher Verbesserung
    – Haberer für Tasaka: scheint in der Vorbereitung langsam in seinen Rhythmus zu kommen, war in den letzten Testspiele häufig einer der auffälligeren. Tasaka zudem verletzungsanfällig. m.E: nur geringe Verschlechterung

    mal sehen, ob Eisfeld noch kommt und Gregoritsch bleibt. Fände ich persönlich gut. Kann aber sein, das Eisfeld nur kommt, wenn Gregoritsch zum HSV wechselt. Die Position von Sestak auf rechts könnte normalerweise Gregoritsch einnehmen, aber auch Gündüz oder Bulut. Zudem hat Maria in den ersten Spielen auf links außen ganz gut gespielt. Zudem hoffe ich, dass Simunek und Weis jetzt wieder dauerhaft fit sind, gerade Simunek.

    Zum Transfer von Gregoritsch: Hochstätter scheint mit Hoffenheim den Wechsel zum VfL neu verhandelt zu haben. Statt der festgeschrieben 500k Kaufoption, die dem VfL im Mai vermutlich zu hoch war, hat der VfL scheinbar nur rund 200k zahlen müssen, musste dafür aber Hoffenheim stärker am Weiterverkauf beteiligen. Und zwar mit 1 Mio. Euro. Aus damaliger Sicht sicherlich die richtige Entscheidung von Hochstätter, um weniger Kapital durch die Kaufoption zu binden. Das 2 Monate später der HSV Gregoritsch haben will und der Spieler auch gerne wieder nach HH wechseln würde, ist jetzt aus Sicht des VfL eher semi, für Hoffenheim natürlich nicht schlecht. Deshalb beharrt Hochstätter auf den 3 Mio., damit wenigstens 2 Mio. in den Taschen des VfL landen.

    Zum Trainer: mein Eindruck ist, dass bis auf Droll von der Bild es an der Medienfront recht ruhig ist, allerdings gibt es derzeit natürlich auch keine wöchentlichen Pressekonferenzen mit einem schlecht gelaunten Verbeek. Die Spieler sollten die Philosophie von ihm jetzt eigentlich noch besser verstanden haben. Mal sehen wie es heute Abend gegen den BVB so läuft. Ausverkauftes Haus, wobei bestimmt 50% gelb-schwarz sein werden.

    1. Bin doch nicht verrückt und wette auf Zweitligaplatzierungen. Da könnte ich ja auch gleich Lotto spielen.. Meine Platzierungsprognose bei Bochum hängt wesentlich daran, dass ich nicht daran glaube, dass die Trainer-Vereins-Beziehung eine glückliche werden wird. Sportlich hat man sicherlich mehr Potenzial als Platz 13 bis 17. Aber das denken auch einige andere in der Liga von sich..

  2. Im Übrigen: der Streit zwischen Verbeek und Bild-Zeitung geht unvermindert weiter. Eigentlich sogar eskalierend weiter: siehe Pressekonferenz vor dem ersten Spieltag auf vfl-bochum.de zu sehen, später auch auf youtube im Vereinskanal.
    Da werden bald die nächsten Anti-Verbeek-Artikerl in der Bild erscheinen, die inaltlich unbegründet sind und nur eine Retour-Kutsche für das öffentliche Abwatschen auf Pressekonferenzen darstellen. Klug ist das nicht von Verbeek.

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