Vom einen Extrem ins andere

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth (24.05.2015, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Achim Beierlorzer und Rani Khedira.]

Keine Woche ist es her, dass RB Leipzig freundlicherweise zu einer Aufstiegsparty eingeladen war. Nachdem man Ingolstadt beim Feiern zugeschaut hat, geht es tabellarisch nun in die entgegengesetzte Richtung und es wartet das Spiel gegen Fürth, nach dem den Gästen im negativen Fall gar nicht nach Feiern sondern nach Abstiegstrauer zumute ist.

Einen Gegner in die extremste aller negativen Emotionslagen zu schießen, ist RB Leipzig im Gegensatz zum Beitragen zum Aufstieg bisher noch nicht wirklich passiert. 2011 hatte Havelse bei drei Punkten und neun bzw. 15 Toren Rückstand auf Magdeburg zwar noch theoretische Chancen, als sie am letzten Spieltag unter André Breitenreiter nach Leipzig reisten. Aber die Betonung lag auf theoretisch, sodass der sportliche Abstieg (der dann später am grünen Tisch aufgehoben wurde) niemanden mehr überraschte. Und vor einem Jahr kam Saarbrücken als bereits feststehender Absteiger zum Aufstieg-Mitbejubeln nach Leipzig.

Irgendwo zwischen Jubel und Tränen wird es sich emotional am Sonntag nach 90 Minuten aus Gästesicht in jedem Fall bewegen. Klassenerhalt, Relegation und direkter Abstieg ist das Spektrum der Möglichkeiten. Wobei ein direkter Abstieg eine sehr unwahrscheinliche Variante ist, denn dafür müssten gleich alle vier Konkurrenten im Abstiegskampf in ihren Auswärtsspielen mehr (und teilweise gar dreifach) punkten, während Fürth verliert. Schon ein Punkt würde den Franken dagegen reichen, um zumindest den Relegationsplatz sicher zu haben (wenn nicht jemand glaubt, dass Aue in Heidenheim mit neun Toren Differenz gewinnt).

Dass Fürth überhaupt bis zum letzten Spiel der Saison zittern muss, geht als ziemlich extremer Absturz durch. Denn vor einem Jahr war der Verein noch drauf und dran, sich in der Relegation gegen den HSV durchzusetzen und in die Bundesliga einzuziehen. Und steht nun nach einer Saison, die lange durchwachsen, aber auch nicht richtig schlecht war, bevor man so richtig abrutschte, kurz vor dem Absturz, der noch beim Hinspiel zwischen Fürth und Leipzig, als der Achte zum Neunten fuhr, undenkbar schien.

So richtig wird man in Fürth auch nicht wissen, was seit dem Spiel gegen St. Pauli am 21.Spieltag passierte und warum man die nächsten neun Spiele, darunter acht unter Neu-Coach Mike Büskens allesamt nicht gewinnen und nur fünf Punkte holen konnte. Schlimmer noch, dass sich die Leistungen wie in der ersten Halbzeit beim FSV Frankfurt immer mehr auch denen eines Abstiegskandidaten anpassten und man auf bedrohliche Art und Weise schon die dritte Liga durch das Team kriechen sah. Wobei man in dieser Zeit auch nur ein Spiel mit mehr als einem Tor Unterschied verlor, also nie so richtig chancenlos war.

Zum Glück kam am 31.Spieltag das zusammen mit Fürth aktuell schlechteste Rückrundenteam Fortuna Düsseldorf zu Besuch und ließ drei Punkte da. Diese und die drei Punkte gegen Darmstadt zwei Wochen später, als man durch einen Standard doch vergleichsweise glücklich und destruktiv gewann, führten schließlich zu der vergleichsweise guten Ausgangsposition im Abstiegskampf, die man als 13. inne hat.

Wobei das mit der guten Ausgangsposition in dieser Saison, in der sich der Wind schon so oft gedreht hat, dass wohl niemand mehr Prognosen abgeben will, so eine Sache ist. Schließlich hat Fürth die letzten sechs Auswärtsspiele seit St. Pauli, also alle unter Büskens nicht gewinnen können. Gerade das 0:3 vor zwei Wochen in Heidenheim war in Art und Entstehung eine ziemlich herbe Enttäuschung, die klar gemacht hat, dass noch lange nichts gewonnen ist.

Der Wechsel von Frank Kramer zu Mike Büskens auf dem Trainerstuhl hat sich jedenfalls nicht in der gewünschten Weise ausgezahlt. Neuer Schwung sollte durch den ehemaligen Fürther Aufstiegstrainer noch mal in die Mannschaft kommen. Geholt hat er alles in allem in elf Spielen zehn Punkte. Klar, es ist schwer, mitten in der Saison eine Mannschaft noch mal in Schwung zu bringen, aber da hätte man durchaus mehr erwarten können. Auch wenn Mike Büskens zuletzt mit stoischer Ruhe und dem permanenten Versuch, die Mannschaft stark zu reden, ein paar wichtige Punkte einsacken konnte.

Wenn man nur die Qualität der Einzelspieler nimmt, dann dürfte man Fürth auf keinen Fall zu den Abstiegskandidaten zählen. Freis, Przybylko, Stiepermann, Zulj, Caligiuri, Fürstner, Schröck, Gießelmann und wie sie alle heißen, sind sicherlich allesamt Spieler, die in der zweiten Liga von vernünftiger Klasse sind. Als Mannschaft aber (und davon weiß man ja in Leipzig in den letzten Wochen ein Lied zu singen) funktionierte es selten. Was nicht nur an individuellen Fehlern, wie sie einem Benedikt Röcker in Karlsruhe gleich zweifach zur 1:2-Niederlage passierten, lag.

In Leipzig darf man Fürth wie zuletzt im Heimspiel gegen Darmstadt auch erst mal eher defensiv-kompakt erwarten. Hinten die Null halten und vorn auf individuelle Klasse oder einen Standard hoffen, so wird vermutlich das Motto lauten. Den entscheidenden Sieg zum Klassenerhalt wird man jedenfalls eher nicht im Hurra-Stil anpeilen. Wenn man die letzten Wochen so Revue passieren lässt, wäre das auch nicht die Spielweise der Spielvereinigung.

Vielmehr spielt man ein eher tief verteidigendes 4-4-2, das auch gern als 4-2-3-1 interpretiert werden kann, denn der zweite Stürmer ist schon eher ein freier Offensivspieler mit Verbindungsaufgaben Richtung Mittelfeld und Außenbahnen als tatsächlich zweiter Stürmer. Problem des tiefen Verteidigens bleibt, dass man bei Ballgewinn im Normalfall recht große Teile des Feldes überqueren muss. Gegen Teams, die es gewohnt sind, schnell wieder mit vielen Spielern hinter den Ball zu kommen, wird das im Normalfall schwierig.

Viel wird bei den sonntäglichen Gästen davon abhängen, inwieweit sie über 90 Minuten konzentriert und kompakt verteidigen und wie sie es dabei schaffen, die Angriffe auch vom eigenen Tor ein Stück wegzuhalten. Wenn sie es nicht verstehen, Spieler wie Forsberg und Damari davon auszuschließen, Bälle zwischen den Ketten zu verarbeiten, könnte der Druck auf das eigene Tor auf Dauer zu groß werden. Bekommen sie an der Stelle einen Fuß dazwischen und verteidigen trotzdem gut in die Tiefe gegen die RB-Geschwindigkeit, könnte es ihnen auch reichen, ein-, zweimal ihre offensive Klasse auszuspielen. Vielleicht platzt ja auch einmal bei Winterneuzugang Sebastian Freis, der bisher erst einmal traf, der Knoten.

Insgesamt sollte es nicht allzusehr erstaunen, dass Fürth eine unterdurchschnittliche Saison spielt. Schon zu Saisonbeginn verließen wichtige Spieler wie Baba, Brosinski, Djurdjic oder Stieber den Club, ohne dass dies durch gleichwertige Neuzugänge aufgefangen worden wäre. Im Winter ging dann auch noch ein Thomas Pledl nach Ingolstadt, was dann eben im Endeffekt entscheidende Lücken reißt. Man hat im Kader sicherlich einige Spieler im auch noch entwicklungsfähigen Alter, sodass ihnen vor der nächsten Saison nicht bange sein müsste. Dafür muss man aber jetzt die Klasse halten, ansonsten bricht in Fürth einiges zusammen.

Bei RB Leipzig geht es derweil um gar nichts existenzielles. Vermutlich nicht einmal mehr für einzelne Spieler, denn fast alle dürften ihre Perspektiven oder auch Nichtperspektiven für die kommende Saison kennen. Es geht nur noch um einen vernünftigen Saisonabschluss und den Wunsch die Spielzeit nicht mit einer vierten Niederlage am Stück abzuschließen. Die letzten drei Spiele haben einen leichten Fleck auf einer Saison hinterlassen, die zwar bis dahin nicht überragend, aber angesichts der Begleitumstände von Trainerwechsel und Spielerumbruch zumindest vernünftig war.

Wenn es nicht gegen einen Abstiegskandidaten ginge, der in den letzten sechs Spielen sogar einen Punkt mehr holte als Leipzig und noch um seine Zweitligaexistenz kämpft, könnte man einen Sommerkick ohne Sommerwetter erwarten, bei dem es beide Seiten eher spielerisch angehen. Angesichts der tabellarischen Ausgangslage stellt sich für die RasenBallsportler das Problem, dass sie sich noch mal so hochfahren müssen, dass sie gegen einen kratzenden Gegner ihr Spiel durchsetzen können.

Die Ausfallliste bei RB Leipzig hat sich pünktlich zum Saisonende bis auf den Langzeitverletzten Terrence Boyd deutlich geleert. Durchaus möglich, dass die eine oder andere Blessur noch einen Einsatz verhindert, aber im Grunde wird Achim Beierlorzer bis auf den gelbgesperrten Anthony Jung aus dem Vollen schöpfen können.

Sodass vielleicht auch ein Joshua Kimmich vor seinem Wechsel zu den Bayern noch mal zum Einsatz kommen wird. Bei Daniel Frahn, Niklas Hoheneder oder Sebastian Heidinger wäre die Geste eines letzten Einsatzes auch nett, aber man wird angesichts der Wertigkeit des Spiels für den Gegner sicherlich noch mal die stärkste Elf auf den Platz schicken. Wobei Heidinger sicherlich ganz gute Karten hat, Anthony Jung zu ersetzen.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Bellot (Coltorti) – Teigl (Klostermann), Sebastian, Compper, Heidinger – Khedira – Poulsen, Kimmich, Kaiser, Forsberg – Damari (Reyna)
  • Greuther Fürth: Hesl – Wurtz, Caligiuri, Röcker, Gießelmann (Lam) – Rapp (Stiepermann), Sukalo, Fürstner, Schröck – Zulj (Trinks), Freis

Es ist der letzte Spieltag und damit auch das Ende einer langen Saison. Ein irgendwie auch sentimentaler Moment, in dem man sich die Spielzeit, deren Auf und Ab und die damit verbundenen Ereignisse und Erlebnisse durch den Kopf gehen lassen kann.

Eigentlich ist der letzte Heimspieltag auch ein Moment, an dem man sich von jenen, verdienten Spielern verabschieden will, die den Verein verlassen. Aus den letzten Jahren erinnert man sich allerdings lediglich an ein letztes Heimspiel, zu dem das praktiziert wurde. Und das war 2011, als man vor dem Sachsenpokal-Finale Blümchen und Dankeschöns verteilte.

Wäre phantastisch, wenn man dieses Mittel des Respekts mal wieder auspacken würde. Aber die Tatsache, dass Hoheneder und Heidinger unter der Woche schon angesäuert öffentlich mitteilten, dass ihnen gegenüber noch niemand eine Ansage gemacht habe, was mit ihren auslaufenden Verträgen wird, lässt befürchten, dass man auch in dieser Saison Spieler wieder leise in der Sommerpause durch die Hintertür gehen lässt, anstatt sie standesgemäß vor reichlich 20.000 Zuschauern zu verabschieden. Wäre sehr schade drum. Gerade auch wenn man an einen Daniel Frahn denkt.

Fazit: Der letzte Spieltag. Ein Team mit viel Potenzial für das es um nichts mehr geht gegen ein Team mit (nicht ganz so) viel Potenzial im Abstiegskampf. Die einen werden eher versuchen zu spielen, die anderen werden wohl vor allem über den Kampf zum Erfolg kommen wollen. Wenn man die letzten drei Wochen als Schablone nimmt, dann wäre Fürth im Vorteil. Wenn man bedenkt, dass man den letzten Spieltag im heimischen Stadion gern feierlich begeht, dann spricht das wiederum für RB Leipzig. Vielleicht feiert man ja am Ende einfach zusammen, weil RB gewonnen hat und Fürth trotzdem nicht abgestiegen ist.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth nicht vor Ort verfolgen kann und am 24.05.2015, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. SpVgg Greuther Fürth

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth. Mit Achim Beierlorzer und Rani Khedira.

09.46

Na dann, der letzte Schritt der Saison steht an. Einer Saison mit vielerlei Ereignissen. Positiver und negativer Natur. Viel Auf und Ab. Viel selbstproduzierte Probleme. Aber auch viele schöne Erlebnisse beim Reisen durch die Republik und beim Kennenlernen der Zweitligastadien und -städte.

09.51

Am letzten Spieltag geht es also gegen Fürth. Ein bisschen unentschlossen darf man da schon sein. Einerseits wünscht man sich natürlich einen schönen Saisonabschluss, andererseits fühlt es sich auch nicht ganz so gut an, jemanden im Fall der Fälle in die dritte Liga zu schießen. Aber es ist wie es ist und niemand steigt nur wegen einer Niederlage am letzten Spieltag ab. Und chancenlos ist Fürth gegen die RasenBallsportler nicht, zumindest nicht, wenn die so auftreten wie in den letzten drei Wochen.

09.53

Hier wird es heute sicherlich noch mal um allerlei Saisonrückblicke gehen. Eine vermutlich entspannte Veranstaltung ohne umfassendere Antworten auf die Fragen, die derzeit allgemein gestellt werden nach Kader und Trainer.

09.58

Erwartet werden gegen Fürth irgendwas über 25.000 Besucher. Circa 2.000 sollen davon den Franken im Abstiegskampf die Daumen drücken. Da die Oberränge (abgesehen vom Gästeblock) zu sind, wird es sich im Stadion entsprechend ansprechend füllen.

10.01

Henrik Ernst kriegt einen Zweijahresvertrag für die U23. Anthony Jung verlängert bis 2019. Ken Gipson kommt vom VfB Stuttgart. Kriegt nen Dreijahresvertrag.

10.09

Rani Khedira: “Waren drei unangenehme Monate für mich. Direkt im ersten Spiel unterm neuen Trainer verletzt. Untypische Verletzung für einen Fußballer und ein paar Komplikationen. Jetzt bin ich wieder zurück. Noch ein paar Wehwehchen, aber die stören nicht.”

Zu Fürth: “Für uns geht es natürlich um nichts mehr. Habe gedacht, dass Greuther Fürth oben mitspielt. Haben viel Potenzial. Sind es uns selbst schuldig, dass wir die drei Punkte behalten und ein gutes Spiel machen. Wollen unsere beste Leistung zeigen. Dann können wir uns alle wieder lieb haben und in die Sommerpause verabschieden.”

“Noch nicht mit Gipson gesprochen. Kenne ihn nur vom Sehen.”

“Bin froh nach Leipzig gekommen zu sein. Bis zur Verletzung für mich ein gutes Jahr. Immer ein Spieler der ersten 11. Von daher hat es sich gelohnt herzukommen. Hätten uns natürlich alle mehr erwünscht, aber wir waren nicht konstant genug, um andere Ansprüche anzumelden. Haben viele ordentliche Spiele gemacht, aber danach wieder schlechte. In Ingolstadt 30 Minuten sehr guter Fußball und dann bieten wir in der zweiten Halbzeit weniger. So war es in der ganzen Saison. Das unterscheidet eine gute von einer Spitzenmannschaft.”

Zur U21-Nationalmannschaft: “Gehe nicht davon aus, dass ich zur EM eingeladen werde, weil ich drei Monate nicht auf dem Platz stand und es viele andere gute Spieler gibt. Bin nicht unendlich traurig, sondern versuche einfach wieder auf mein Leistungsniveau zu kommen.”

Kein Kontakt zu Clemens Fandrich. Man versuche ihm und dem Ostclub Aue aber durch einen Sieg gegen Fürth zu helfen.

“Verzichte zum Großteil auf meinen Urlaub und gehe in Stuttgart zum Physiotherapeuten, um schmerzfrei aus der Sommerpause zu kommen.” Zwei Tage Urlaub wird er sich zwischendurch aber doch gönnen..

10.17

Achim Beierlorzer: Jung fällt gesperrt aus. Tim Sebastian mit Wadenproblemen. Unklar, ob es für Sonntag reicht. Joshua Kimmich ist auch wieder da.

“Geht gegen Fürth darum, einen versönlichen Abschied zu finden. Mit den Fans und mit uns selber. Für mich persönlich ein besonderes Spiel. Lange dort gespielt und dort Trainer gewesen. Bei einem Sieg könnte da fürchterliches passieren. Aber ich weiß, bei welchem Verein ich arbeite. Von daher bereiten wir uns akribisch vor und wollen eine Topleistung bieten. Zuschauer und Fans motivieren uns, alles abzurufen.”

“Gibt noch feste Banden nach Fürth. Habe schon Telefonate geführt. Aber es gibt natürlich keine Absprachen. Wir sind im Fokus, weil es ein total spannender Aufstiegs- und Abstiegskampf ist und wollen alles geben.”

Wer Anthony Jung ersetzt, ist noch unklar.

“Bin fokussiert auf die Situationen, die ich beeinflussen kann.” Antwort auf die Frage, ob er Wehmut verspüre, dass es sein letztes Spiel mit den Profis sein könnte.

Lässt noch mal durchblicken, dass er die Situation, Fürth abschießen zu können, nicht behagt.

“Haben im Training immer gut gearbeitet. Stimmung ist gut. Auch vor dem Sandhausen-Spiel griffige Einheiten gehabt. Warum wir das nicht immer auf dem Platz zeigen, das liegt auch am Gegner. Wenn man das beim FC St. Pauli sieht, wo die richtig gegen den Abstieg kämpfen, dann ist es schwer die Spielfreude auf den Platz zu bringen. Es fehlt halt Konstanz. Hat in Ingolstadt am Anfang gut funktioniert. Aber dann kommt der Trainer zurück und dann haben wir Probleme mit dem Schiedsrichter und dann lassen wir das Spiel aus der Hand. Auch in Heidenheim, die hatten wir lange komplett im Griff und verlieren das Spiel.”

10.22

“Am Willen der Mannschaft liegt es definitiv nicht. Dass man nach dem St-Pauli-Spiel erst mal ein Tal durchlebt, ist verständlich. Auch wenn es unglücklich ist für die Fans. Qualitativ müssen wir schauen, dass wir unsere Qualität nächste Saison noch mal erhöhen.”

“Nach zwei Aufstiegen ist das mannschaftliche Gefüge so, dass es Power erzeugen kann. Wenn man da Neue reinbringt, dann leidet da auch die mannschaftliche Geschlossenheit. Aber wir hatten auch tolle Spiele. Gegen Nürnberg beispielsweise in der zweiten Halbzeit gut reagiert. Nicht einfach, Spieler zu integrieren, aber wir waren auf einem richtig guten Weg. Auch wenn es schwierig ist, konstant zu spielen, wenn man auswärts gegen Mannschaften antritt, die mehr als 100% geben.”

Ab Dienstag geht es für Achim Beierlorzer in den Urlaub. “Dann schauen wir weiter.”

10.27

Das war es von hier. Rani Khedira will Aue im Abstiegskampf helfen. Achim Beierlorzer fühlt sich in der Rolle des Fürth-Abschießenden sichtlich unwohl. Ansonsten ist schon leichte Sommerpausenstimmung zu verspüren. Was ja auch ok ist. Die Sommerpause ist mit drei Wochen Urlaub für das Team wieder ordentlich gut. Fürs Umfeld gibt es ja quasi keine Sommerpause, da die Zeit vermutlich gut mit Transfergerüchten gefüllt wird.

Bevor uns dieses mühsame Geschäft wieder voll erfasst, freuen wir uns einfach noch mal auf den letzten sportlichen Vorhang und das Spiel am Sonntag. Auf ein Saison, die nicht optimal, aber doch sehr interessant war und Lust gemacht hat auf mehr Zweitligafußball. In diesem Sinne wünsche allseits ein schönes letztes Fußballwochenende.

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