Kein Spitzenspiel mehr

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1.FC Heidenheim (22.03.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Achim Beierlorzer und Rodnei.]

Als RB Leipzig und der 1.FC Heidenheim vor 17 Spielen aufeinandertrafen, war es das Spiel Zweiter gegen Vierter. Gerade mal ein Punkt lag zwischen beiden Teams, die nur ein bzw. zwei Punkte hinter Spitzenreiter Ingolstadt lagen.

Mitte März treffen nun der Fünfte und der Elfte aufeinander. Sechs Punkte liegen zwischen den beiden Mannschaften. Und 11 bzw. 17 Punkte Rückstand hat man auf Ingolstadt inzwischen schon angesammelt. Das typische Los von Aufsteigern, die nach gutem Start langsam in der neuen Welt ankommen, könnte man lapidar anmerken, wenn es da nicht Darmstadt in der Liga geben würde.

Der ‚Absturz‘ ist für Heidenheim den Zahlen nach (bei völlig anderen sportlichen Voraussetzungen) noch extremer als für RB Leipzig. Bis zum 14.Spieltag hatte man 23 Punkte gesammelt und lag auf Platz 4. Seitdem holte man in 11 Spielen nur noch acht Punkte, so wenig wie kein anderes Zweitligateam.

Alle vier Heimspiele in diesem Zeitraum verlor man (nachdem man zuvor achtmal unbesiegt geblieben war). Nur in den sieben Auswärtspartien holte man ordentliche acht Punkte. Wäre man nicht so gut in die Saison gestartet, befände sich der Aufsteiger inzwischen auf Abstiegskurs.

Dabei hat sich so grundlegend am Spiel des 1.FC Heidenheim gar nichts geändert. Man versucht auch weiterhin vor allem aus der Umschaltbewegung heraus Torgefahr zu generieren. Dazu greift man vom 4-2-3-1 über ein 4-1-4-1 bis hin zum 4-4-2 mit Doppelsechs auf allerlei Formationen zurück, in denen man vor allem Druck auf den ballführenden Spieler (und deren kurzen Anspielstationen) ausübt. Sprich, Spieler rücken aus der Formation, um den ballführenden Spieler anzulaufen und lassen sich sofort wieder in die Formation zurückfallen, wenn sie damit keinen Erfolg hatten.

Man muss sich da gar nicht so sehr an den Zahlen aufhalten, denn auf dem Platz ist das alles sehr flexibel, sodass wie zuletzt in Bochum auch zeitweise eine Fünferkette in der Abwehr entstehen kann, wenn man der Meinung ist, dass dies das Flügelspiel des Gegners erfordert.

Letztlich ist das spieltaktisch alles mehr als ordentlich, aber individuell scheint man nach dem grandiosen Drittligajahr langsam an die Leistungsgrenzen zu kommen. Was auch daran liegt, dass man kaum relevante Neuzugänge ins Team integrieren konnte. Von den 11 meisteingesetzten Spielern standen nur zwei nicht auch schon letzte Saison im Heidenheimer Kader. Keeper Zimmermann (kam aus Darmstadt) und Offensivmann Robert Leipertz (kam von Schalkes U23). Beides gute Leute, aber in Sachen Blutauffrischung insgesamt vielleicht doch ein bisschen wenig, zumal im Winter mit Andreas Voglsammer ein weiterer Spieler kam, der aktuell vor allem die Breite des Kaders stärkt.

Das alles führt dazu, dass man nach dem Abflauen des ersten euphorischen Durchstartens und des Überraschens der Gegner nun in einem Zweitligaalltag angekommen ist, in dem man nie wirklich unterlegen ist, weil man es wie erwähnt taktisch sehr, sehr ordentlich spielt, aber man insgesamt in allen Bereichen ein, zwei Prozent zu wenig hat, um konstant zu punkten. Sprich, die Abwehr ist zwar robust, aber gegen schnelles Spiel mit mehreren Offensivspielern auch absolut nicht unanfällig. Und offensiv kreiert man durchaus die eine oder andere Chance, aber auch nicht mehr mit der Leichtigkeit des Überraschungseffekts und des Überrennens aus der Anfangsphase der Saison.

Ganz schön macht sich dies am offensiven Traumduo Schnatterer – Niederlechner fest, die in der ligaweiten Scorerliste Platz 3 und 4 belegen. Bis zum 14.Spieltag sammelten die beiden zusammen unglaubliche 29 Scorerpunkte. In den elf Spielen seitdem sind es zusammen gerade mal noch sechs (gesammelt allesamt in den sechs Spielen seit der Winterpause).

Auch an die Grenzen kommt man in Heidenheim, wenn es um den Spielaufbau geht. Innenverteidigung und Sechser geben nicht so viel spielerische Qualität her, sodass der Ball oft hinten rum auf der Suche nach einer Lücke quergespielt wird, bis man irgendwann bis zum eigenen Strafraum zurückgerückt ist und den langen Ball spielt. Den man dann aber vorn nicht so richtig oft sichern kann. Das dokumentiert sich auch darin, dass man im Ligavergleich einen unterdurchschnittlichen Ballbesitz und eine unterdurchschnittliche Passquote aufweist.

Das alles bleibt solange unproblematisch, solange die Defensive wie beim Auswärtsspiel in Nürnberg stabil steht (wobei den Defensivspielern entgegen kommt, wenn man versucht, sie mit hohen Bällen zu bearbeiten) und man aus dem Mittelfeld und Ballgewinnen dort in schnelle Spielzüge zum gegnerischen Tor kommt. Ein Marc Schnatterer, ein Florian Niederlechner und auch ein Robert Leipertz (zwei Tore in den letzten drei Spielen) verfügen dann durchaus über die Qualitäten und die Dynamik, die Abwehr des Kontrahenten in Verlegenheit zu bringen.

Aus dem ehemaligen Aufsteigerhimmelsstürmer Heidenheim ist jedenfalls inzwischen ein recht normaler, durchschnittlicher Zweitligaclub geworden, der in den letzten Wochen (insbesondere zu Hause) sicherlich leistungsgerecht noch den einen oder anderen Punkt mehr hätte mitnehmen können, der aber und das ist das Entscheidende inzwischen bei seinem normalen Potenzial irgendwo im halbwegs gesicherten Tabellenmittelfeld angekommen ist.

Darin steckt überhaupt keine negative Implikation, denn Zweitligamittelfeld ist unter Heidenheimer Voraussetzungen, was Kader und Vereinsfinanzierung angeht, sicherlich absolut in Ordnung. Und sowieso kann ein durchschnittlicher Zweitligist an jedem Tag auch einen leicht überdurchschnittlichen Zweitligisten, wie es RB Leipzig bspw. ist, schlagen. Nürnberg, die vor zwei Wochen gegen Heidenheim verloren, kann davon ein Lied singen.

Mit welcher Formation der dienstälteste Trainer der Liga Frank Schmidt (seit 09/2007 in Heidenheim im Amt, Vertrag bis 2020) seine Mannschaft ins Rennen schickt, ist vergleichsweise offen. Möglich dass man nach zwei 4-1-4-1-Versuchen wieder zum 4-4-2 zurückkehrt. Zumal falls Marcel Titsch-Riveros Verletzung aus dem letzten Spiel weiter Probleme macht.

Im Tor steht in jedem Fall Jan Zimmermann, der im Herbst für Furore sorgte, als bei ihm nach einem Tritt von Ante Budimir zufällig ein gutartiger Tumor im Kopf entdeckt und anschließend operativ entfernt wurde. Auch als Keeper ist er ein guter, auch wenn manchmal das Gefühl bleibt, er habe von seinem hohen Niveau Darmstädter Tage ein wenig eingebüßt.

Auf den Außenverteidigerposten agiert ein dynamisch-humorloses Duo. In der vielleicht etwas filigraneren Art auf der rechten Seite mit Robert Strauß, in der nicht ganz so filigranen Art links mit Philip Heise, dem Dauerbrenner im Team, der seit 2013 nur drei Ligaspiele und überhaupt Spielminuten verpasste, weil er verletzt war.

Recht robust geht es in der Innenverteidigung zu, in der zuletzt Mathias Wittek und Kevin Kraus gesetzt waren. Mit Tim Göhlert lauert dahinter einer, der das Konzept der Robustheit noch mal auf eine neue Stufe heben würde.

Auf der Sechs ist Sebastian Griesbeck gesetzt, der dort versucht einige Lücken zuzulaufen und sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Sein Offensivspiel ist dagegen eher unausgeprägt. Neben ihm im 4-4-2 (oder 4-2-3-1) bzw. vor ihm im 4-1-4-1 könnten in zentraler Mittelfeldposition Julius Reinhardt und/ oder Marcel Titsch-Rivero auflaufen. Beide sicherlich die etwas offensiveren und spielstärkeren Varianten. Der Ex-Meuselwitzer und -Bielefelder Philipp Riese wäre hier noch eine Option.

Der offensive Rest ist relativ klar und besteht aus den schon genannten Schnatterer, Leipertz (die links und rechts spielen) und Niederlechner (im Sturm). Spielt Schmidt mit dem zu Hause gewohnten 4-4-2, dann könnten Andreas Voglsammer oder der noch aus Osnabrück bekannte Adriano Grimaldi den letzten Platz im Team besetzen. Beide hatten sich in den letzten Spielen nicht zu 100% aufgedrängt. Die Tendenz könnte zu Voglsammer gehen.

Für RB Leipzig geht es völlig unabhängig von Tabellenpositionen und -träumereien nach den letzten zwei Katastrophenauswärtsspielen mit jeweils über 20 zugelassenen Torschüssen und mehr als glücklichen Unentschieden darum, die angedeutete neue Balance zwischen Defensive und Offensive aus dem Düsseldorf-Spiel auch nach Heidenheim zu tragen und dort mit einem spielerisch klaren und im Passspiel sicheren Auftritt die existierenden Schwächen der Hausherren, die nach vier Heimniederlagen sicherlich mit aller Macht wieder mal gewinnen wollen, auszunutzen.

Vermutlich wird dabei am 4-4-2 aus dem Spiel gegen Düsseldorf nur wenig vorbeigehen, da es sich als Stabilitätsfaktor und mit seiner leichten Asynchronität durch Forsbergs offensive Linksaußenrolle zuletzt bewährt hat. Neu besetzen muss Achim Beierlorzer dabei lediglich den Außenverteidigerposten, weil Georg Teigl eine Gelbsperre absitzt. Da zuletzt Mittelfeldmann Diego Demme zweimal für Teigl rechts hinten aushalf, darf man sicherlich guten Gewissens davon ausgehen, dass er dies auch in Heidenheim tun wird. Etatmäßig stünde auch noch Sebastian Heidinger zur Verfügung, der aber unter Achim Beierlorzer bisher nur im DFB-Pokal und dort nur wegen der Sebastian-Verletzung eingewechselt wurde.

Mögliche Aufstellungen:

  • 1.FC Heidenheim : Zimmermann – Strauß, Kraus (Göhlert), Wittek, Heise – Leipertz, Titsch-Rivero (Reinhardt), Schnatterer – Voglsammer (Grimaldi), Niederlechner
  • RB Leipzig: Coltorti – Demme (Heidinger), Klostermann, Rodnei, Jung – Hierländer, Kimmich, Kaiser, Forsberg – Damari, Poulsen

Der Wandel in den letzten eineinhalb Jahren seit dem ersten Aufeinandertreffen zwischen Heidenheim und Leipzig ist durchaus erstaunlich (wenngleich nicht wirklich überraschend). Im ersten Duell fuhr Leipzig noch als Außenseiter zum Überflieger der dritten Liga. Das wandelte sich bei den nächsten beiden Duellen und im Zweitligahinspiel war RB Leipzig bereits das deutlich überlegene Team. Inzwischen fährt man als leichter Favorit nach Heidenheim, die nach vier Heimspielen ohne Sieg und Punkt ein wenig angeschossen wirken.

Fazit: Das Aufsteigerduell, das in der Hinrunde noch ein echtes Spitzen- und sogar ein Montagsspiel war, ist nun ein Duell aus dem aktuellen Graubereich der Liga. Gastgeber Heidenheim will endlich mal wieder den Bock umstoßen und die Negativheimserie beenden. Bei RB Leipzig träumte man in der vergangenen Woche nach dem überzeugenden Sieg gegen Düsseldorf immer mal wieder öffentlich vom Aufstieg. Wenn man das ernst meint, muss man in Heidenheim drei Punkte mitnehmen. Die Gelegenheit scheint jedenfalls günstig wie selten.

[Wer das Spiel von RB Leipzig beim 1.FC Heidenheim nicht vor Ort verfolgen kann und am 22.03.2015, ab 13.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. 1.FC Heidenheim

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig beim 1.FC Heidenheim. Mit Achim Beierlorzer und Rodnei.

10.24

Weiter geht es im Ligabetrieb mit dem Spiel bei alten Bekannten. Also beim 1.FC Heidenheim. Eine schwere, aber auch nicht unlösbare Aufgabe, wenn da nicht die defensiv katastrophalen Auswärtsauftritte von RB in den letzten Spielen gewesen wären.

10.26

Irgendwas deutlich über 10.000 Zuschauer werden am Sonntag den Weg ins Heidenheimer Stadion finden. Handgeschätzt sollten irgendwas um die 300 Gäste-Anhänger die Anreise wagen.

10.29

Heute findet die Pressekonferenz mal im Musiksaal des Funktionsgebäudes der Red Bull Arena statt. Der Bestuhlung nach kommen hier heute Trillionen Journalisten. De facto wird es wohl auf die üblichen Verdächtigen hinauslaufen, die sich offenbar nicht nur Trainer und Spieler anhören, sondern auch ein Video angucken sollen..

10.32

Volker Brehmer von der Tourismus- und Marketing GmbH Leipzigs ist erstmal da. Und jetzt läuft ein Video, in dem es um RB und Leipzig geht. “Leipzig, Heimat der Roten Bullen” ist der Titel des Clips.

10.35

Brehmer outet sich als RB-Fan und begründet, warum man RB Leipzig als “Vehikel” für das Stadtmarketing heranzieht. Clip wurde in Zusammenarbeit mit dem RB-Marketing und Salzburger Medienproduktion hergestellt. “Wollen Sportinteressierte auf eine Fahrt nach Leipzig neugierig machen.” Man zeige den Clip in großen Kinohäusern der Städte, die als nächste zur Auswärtsfahrt nach Leipzig anstehen. Zuletzt also Düsseldorf, als nächstes Nürnberg, Darmstadt und Co. Die Darmstädter Jubelstürme sind schon bis nach Leipzig zu hören..

10.44

Rodnei: “Sehr glücklich über Düsseldorf-Sieg. Sehr wichtig die drei Punkte. Wichtig, dass ich hinten meinen Part spiele. Diese Woche war gute Stimmung und gutes Training. Hoffen in Heidenheim auf ein gutes Spiel und drei Punkte.”

“Wichtig für mich, dass ich spiele. Glücklich über das Tor gegen Düsseldorf. Hoffe weiterhin die Leistung zu bringen und der Mannschaft zu helfen.”

Nach Leipzig gekommen, weil man ihm gesagt hat, dass er mit seiner Erfahrung in Leipzig mehr helfen könne als in Salzburg. In Salzburg habe er wenig Chancen auf Einsatzzeit gehabt.

Aufstieg: “Wollen erfolgreich spielen. Momentan ist es aber nicht einfach, weil wir acht Punkte zurück sind. Im Fußball ist aber alles möglich. Wir müssen nur an unsere Spiele denken und dann schauen, was passiert.”

Familie und Freunde in Brasilien verfolgen Rodneis Spiele und waren auch glücklich über Rodneis Tor gegen Düsseldorf.

“Hatte in Deutschland meine beste Zeit im Fußball. RB Leipzig hat gute Perspektive auf Bundesliga-Fußball.” Deswegen gut, nach Leipzig zu kommen.

10.51

Benjamin Bellot mit Vertragsverlängerung bis 2018.

Beierlorzer: “Bellot absoluter Toptorhüter. In der Anfangsphase der Saison Superleistung. Froh, dass wir ihn bis 2018 verpflichten konnten.” Bellot würde gern Nummer 1 werden. “Liegt in seiner Hand, diese Veränderung herbeizuführen.”

“Drei wichtige Punkte gegen Düsseldorf. Für die Trainingswoche sehr positiv. Dazu strahlendes Wetter. Waren schöne Trainingseinheiten. Düsseldorf war wichtig, weil wir einen direkten Kontrahenten besiegen konnten. Aufstieg ist immer noch möglich. Das ist wichtig für die Motivation der Mannschaft.”

Georg Teigl ist gesperrt und hat Probleme mit der Hüftmuskulatur. Khedira und Sebastian sind noch nicht so weit. Ansonsten alle fit. Man habe überlegt, die gelbe Karte von Teigl offiziell anzuzweifeln Da er aber eh verletzt ist, hat man davon abgesehen. Heidinger mit Problemen am Sprunggelenk, aber kein Problem für das Heidenheim-Spiel.

“Große Rivalität zwischen Heidenheim und Leipzig.” Wegen Drittligaduellen. Man wolle die Aufstiegshoffnungsflamme am lodern halten und in Heidenheim gewinnen. Man wolle an den offensiven Leistungen des Düsseldorf-Spiels anknüpfen. “Heidenheim eine gewachsene Mannschaft.” Starke Offensivspieler, große Willensstärke.

Man habe Benjamin Bellot bei der Verlängerung nichts versprochen. “Bellot wird hier gut entwickelt und hat ein sensationelles Umfeld. Kann zweite Liga jederzeit spielen. Er nimmt den Kampf um die Nummer 1 an. Traut sich das zu. Wunderbar für RB Leipzig, nächste Saison zwei solche Toptorhüter [Coltorti und Bellot offenbar] zu haben.”

10.58

Beierlorzer: “In Heidenheim zeigen, dass man dominant spielen kann. In den letzten Auswärtsspielen Gegner gehabt, die es nicht zugelassen haben, dass wir gut waren. In Heidenheim an aggressives Zweikampfverhalten mit zwei, drei Spielern auf dem Ballführenden anknüpfen. An Psyche und Einstellung arbeiten, dass wir das Heidenheimer Stadion zum Heimstadion machen.”

“Defensive Stabilität war gegen Düsseldorf absolut vorhanden. Mit Kimmich und Kaiser zwei Spieler auf der Doppelsechs, die das sehr variabel spielen können.” Offensiv und defensiv stark. “Ziel muss sein, dass man nicht in einem System verharrt, sondern variabel in Spielsituationen gehen. Aktuelles System mit den entsprechenden Spielern gefällt mir diesbezüglich gut.”

“Ein sehr gutes Spiel gespielt. Da bin ich sehr zufrieden. Werden nur Dinge verändern, die man auch zwingend verändern muss.” Heißt, bis auf Teigl wird es wohl keine Änderungen im Team geben. Heißt nicht, dass die aktuelle Elf so jetzt immer feststehe. “Unsere Motivationslage muss sehr viel höher sein als die von Heidenheim.”

“Aufstieg ist kein Tabu. Macht nur keinen Sinn das Wort in den Mund zu nehmen, wenn man acht Punkte zurückliegt. Haben es nicht in der eigenen Hand. Ist aber trotzdem gut, an etwas zu glauben und ein Ziel zu haben. Für die Mannschaft ist es wichtig ein Saisonendziel zu haben, dass über einzelne Siege hinausgeht. Kein Tabu vom Aufstieg zu sprechen. Müssen uns aber erstmal präparieren, viele Punkte zu sammeln.”

“Müssen uns auf uns fokussieren, nicht mit Gedanken auf fremden Plätzen sein. Müssen in Heidenheim unsere Topleistung abrufen. Klar schauen wir uns die anderen Spiele an, aber der Fokus liegt auf Heidenheim.”

11.04

Beierlorzer: Frage nach den “Fußballmörder”-Plakate in Heidenheim (Spieltagsankündigungsplakate wurden überklebt)?: “Wenn die Spieler auf dem Rasen stehen, kriegen sie das nicht mit. Fans haben aber natürlich eine große Wirkung, das ist ja bei unseren tollen Fans nicht anders. Wir müssen mit unserer Spielweise in Heidenheim so auftreten, dass beim Gegner keine Euphorie aufkommt.”

Mag nicht über die nächste Saison sprechen und wo er dann Trainer ist. “Macht mir Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten und Cheftrainer bei einem Zweitligisten zu sein. Alles andere wird sich zeigen.”

“Ralf Rangnick ist sehr druckresistent.” Auf die Frage, ob jedes gute Spiel von Beierlorzer den Druck auf Rangnick erhöht. “Mir ist wichtig, in diesem tollen Verein bleiben zu können. Macht unheimlich viel Spaß, mit den tollen Trainern in diesem Verein zusammenarbeiten zu dürfen.”

Diego Demme wird wohl gegen Heidenheim für Teigl beginnen, weil er sich da zuletzt mit guten Leistungen angeboten hat.

11.06

Für die, die beim ersten Mal weggeguckt haben, läuft jetzt noch mal der Leipziger Stadtmarketing RB-Clip. Irgendwas mit jubelnden Fans, Weisheitszahn, Red Bull Arena und so. Im 30-Sekunden-Format. Ich sags mal so, man muss ihn nicht unbedingt gesehen haben..

11.08

Das war es dann schon von hier. Man träumt von Aufstieg und hat es als Ziel im Hinterkopf, will aber das Wort nicht in den Mund nehmen..

Ansonsten ist alles positiv. Wetter prima, Stimmung prima, Werbeclip prima. Wenn es noch primaer wird, dann muss man langsam darüber nachdenken, depressionsauslösende Pillen zu schlucken. Machen wir natürlich nicht und freuen uns auf ein ganz prima Wochenende. In diesem Sinne bis bald..

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5 Gedanken zu „Kein Spitzenspiel mehr“

  1. ja mit dem unbeliebsten Klub Deutschlands Stadtmarketing zu betreiben ist wirklich grandios. Ich stelle mir das so richtig vor, wenn man kurz vor dem Spieltag in Düsseldorf/Darmstadt/Nürnberg im Kino sitzt und jetzt auf einmal was mit Rote Bullen auf der Leinwand sieht und 30-50 Leute im Saal zu pfeiffen und zu puhen anfangen.

    1. Wenn es kein Film über Fußball ist, werden es wohl eher 3-5 Leute sein. Aber schon ein lustiger Gedanke. Ob diese Leute danach ihr „Traditions“-schauspielhaus boykottieren? Das große Kinosterben bekommt einen neuen Turbo 😉

    2. Sehr gut möglich und sehr viel wahrscheinlicher weil ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung sich einfach überhaupt nicht für Fußball und schon mal gar nicht für Fußballgeningel der achso tollen Ultras interessiert dass einfach gar nichts im Kino passiert.

  2. Ich finde es zwar nicht schlecht gemacht, aber auf die Idee, das in den Städten der kommenden Gegner zu zeigen, muss man erst einmal kommen. Selbst jemand wie ich, der überwiegend positiv zu RB steht, hat angesichts der Kritik an RB wenig Verständnis für dieses Werbefilmchen.

    Wenn man das Image von RB verbessern will (die Stadt Leipzig braucht m.E. keine Werbung), dann sollte man zu offensives Auftreten in der Öffentlichkeit vermeiden und stattdessen für ein offensives Auftreten der Mannschaft, d.h. schönes Spiel, auf dem Rasen sorgen.

  3. Ich finde den Film genial, die PR-Abteilung ist schon irgendwie in der CL, wohin ich gar nicht kurzfristig will.
    Einfach Fußball in der 1. Liga ohne Mülltüten etc. und alles ist gut…

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