Interimsduell

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf (16.03.2015, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Achim Beierlorzer und Stefan Hierländer.]

25. Spieltag. Schon wieder Montagsspiel. Also ergo schon wieder ein Unentschieden, wenn man die entsprechenden RB-Resultate in den vergangenen fünf Anläufen diese Saison als Maßstab nimmt. Vielleicht ja auch das letzte Montagsspiel für den Rest der Saison, falls Sport1 von der sportlichen Entwicklung bei RB Leipzig und vom montäglichen Unentschieden-Gekicke enttäuscht ist.

Leipzig gegen Düsseldorf. Das hätte man wohl vor ein paar Wochen noch als absolutes Topspiel prognostiziert und hätte man in der Hinrunde als wichtiges Aufstiegsduell empfunden. Aktuell ist es eher das Duell zweier Enttäuschter. Was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass der Sechste gegen den Fünften spielt, also the best of the rest hinter den vier Teams an der Tabellenspitze aufeinandertreffen. Zumal der Sieger der Partie (vor allem wenn er Düsseldorf heißt) seine heimlichen Aufstiegsträume noch mal offener träumen könnte.

Wobei die Tendenz der letzten Wochen eigentlich trotz allerlei Kaderqualität auf beiden Seiten eigentlich für keines der beiden Teams spricht. Mit jeweils fünf Punkten aus den fünf Spielen seit der Winterpause haben weder Leipzig noch Düsseldorf Aufsteigerbilanzen. Weswegen sie statt zwei bzw. vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zur Winterpause nun bereits sechs bzw. acht Punkte hinterherhängen.

Für Düsseldorf spricht noch am ehesten, dass sie sich zumindest auswärts aufstiegsbereit präsentieren. In 12 Spielen holten sie dort bisher bereits starke 22 Punkte. Nur Ingolstadt hat noch einen Punkt mehr in der Fremde gesammelt. In den Heimspielen spielt die Fortuna aber im Normalfall komplett neben der Spur. 14 Punkte in 12 Spielen, die meisten Gegentore der Liga, negative Tordifferenz, nur vier schlechtere Teams. Das ist eine ziemliche Katastrophe, wenn du aufsteigen willst.

Es dürfte ziemlich schwer fallen, diese unterschiedlichen Bilanzen zu erklären. Dass man in Auswärtsspielen defensiv relativ gut organisert agieren kann und bisher nur 10 Gegentore (drittwenigste der Liga) kassierte, während man zu Hause regelmäßig ausgekontert wird, das erklärt sich auch durch unterschiedliche Spielanlagen höchst unzureichend.

Das Duell zwischen Leipzig und Düsseldorf ist auch das Duell der Interimstrainer. Zumindest sind sowohl Achim Beierlorzer als auch Taskin Aksoy derzeit als solche ausgerufen. Wobei Aksoy die wesentlich besseren (wenn auch nicht sehr guten) Karten hat, die Verantwortlichen in seinem Club durch passende Resultate von einer Weiterbeschäftigung zu überzeugen. Offenbar gibt es diesbezüglich im Club unterschiedliche Ansichten. Spätestens in der Länderspielpause wird man wohl sehen, ob Aksoy eine Chance hat oder doch ersetzt wird.

Ein Interimsduell ist es auch hinsichtlich der spieltaktischen Entwicklung beider Teams. Bei RB Leipzig ist das Zorniger-Pressing ein wenig zusammengebrochen, während die Entwicklung hin zu einem offensiv spielstarken, aber auch defensiv ausbalancierten System noch in der Kinderschuhen steckt. Mit den besonders in den ersten Halbzeiten in Braunschweig und Karlsruhe ersichtlichen Chaosfolgen.

In Düsseldorf versucht man sich derweil darin, in der Gesamtorganisation nicht mehr ganz so passiv, sondern aktiv-aggressiv und als Team gegen den Ball geordnet zu agieren. Was in den letzten zwei Spielen unter Aksoy dazu führte, dass man konditionell an die Grenzen geriet. Weswegen am Anfang dieser Trainingswoche erst mal Kondition gebolzt wurde. Aufgrund der langen, zehntägigen Pause für die Fortuna zwischen dem letzten Spiel gegen Bochum und Montagskick in Leipzig dürfte das allerdings keine negativen Auswirkungen auf die Frische der Spieler haben.

Negative Auswirkungen könnte aber vielleicht die Idee haben, die auch RB Leipzig verfolgt, nämlich den Ball besser zirkulieren zu lassen. Nicht weil es per se eine schlechte Idee ist, sondern weil eine solche Entwicklung immer auch Zeit braucht und gerade in der Anfangszeit auch nach hinten losgehen kann. Bisher jedenfalls war Düsseldorf zwar in Sachen herausgespielter Torabschlüsse das sechstschlechteste Team der Liga, dafür aber mit deutlichem Abstand das effektives Team. Was natürlich auch daran lag, dass man aus der gerade auswärts konterorientierten Formation vor allem auch Großchancen präsentiert bekam. Nicht absehbar, ob eine Orientierung hin zu mehr Ballkontrolle auch bedeutet mit den dann im Normalfall mehr Torschüssen auch ebensoviele Tore wie vorher zu erzielen.

Nicht absehbar sowieso, wie sich Düsseldorf (und das gilt für RB in diesen Wochen ja genauso) in der Umsetzung ihrer Spielidee in Leipzig präsentieren wird. Vermutlich wird man bei diesem Auswärtsspiel dann doch wieder stärker auf den schnellen, langen Ball, denn auf Passspiel setzen. Schließlich zeigte sich RB diesbezüglich in die letzten vier Pflichtspielen gerade über die Außenbahnen in unterschiedlichem Ausmaß immer anfällig.

Im letzten Auswärtsspiel in Heidenheim, das erste Spiel unter Aksoy, nachdem Oliver „Ich arbeite lieber bei einem Traditionsverein und lasse mir diesen Satz nicht verbieten“ Reck an der desaströsen Heimbilanz und an für Außenstehende nicht immer nachvollziehbaren Mannschaftsumbauten und Startelfneubesetzungen gescheitert war, funktionierte die Auswärtsstärke der Düsseldorfer weiter gut. Man war nach 20 guten Minuten der Gastgeber für den Rest der Partie das bessere Team mit den deutlich besseren Chancen und erspielte sich den verdienten Sieg. Verlass war dabei auch auf die Standards, bei denen Fortuna aufgrund der Physis vieler Spieler eines der gefährlichsten der Liga ist. Gegen die überschaubar hoch gewachsenen RB-Spieler sicherlich auch kein zu unterschätzender Vorteil.

Fortuna Düsseldorf ist ein Team, das über viel individuelle Klasse und spielerisches Vermögen verfügt. Gerade in Heimspielen tat man sich aber oft auch schwer im Defensivverhalten griffig genug zu sein. Die zweitwenigsten Foulspiele der Liga und die fünftwenigsten gewonnenen Zweikämpfe zeugen genauso davon wie gelegentliche Schlafeinlagen im Defensivverbund und Abstimmungsprobleme innerhalb der Abwehrkette und zwischen Abwehrkette und Mittelfeld.

Sucht man nach den zentralen Figuren im Spiel von Fortuna Düsseldorf, dann landet man wohl bei der Achse Rensing, Tah, da Silva Pinto, Liendl, Benschop. Wobei der qualitative Einfluss durchaus unterschiedlich ist. Rensing im Tor beispielsweise ist sicherlich ein Guter, der aber in seinem Wechsel zwischen großartig und weniger großartig ein wenig an Timo Hildebrand erinnert.

Innenverteidiger Jonathan Tah ist mit seinen 19 Jahren ein fantastisches Talent und zudem einer der stärksten Zweikämpfer der Liga. Im direkten Zweikampf ist Tah fast nicht zu besiegen. Trotzdem wirkt er manchmal in seinem Positionsspiel schwerfällig, sodass die prima Bilanz eines der jüngsten Stammspieler der Liga gelegentlich einen Schatten bekommt.

Viel Namen und Bundesligavergangenheit bringt auf der Sechs Sergio da Silva Pinto mit, dem man aber anmerkt, dass er mit seinen 34 Jahren auch langsam Qualitätseinbußen zu verkraften hat. Unangenehm zu bespielen ist er aber immer noch. Michael Liendl ist im offensiven Mittelfeld derweil der meisteingesetzte Spieler Düsseldorfs. Feine Technik, torgefährlich, an guten Tagen ein Unterschiedsspieler. An schlechten Tagen geht der 29jährige, der die meisten Torvorlagen aller Fortunen auf dem Konto hat (6) aber auch gern mal unter.

Bliebe noch Sturmwaffe Charlison Benschop. Schnell, technisch passabel, effektiv vor dem Tor, robust. Ein prima Komplettpaket, das Düsseldorfs bester Torschütze (11 Tore) und bester Scorer (16 Punkte) ist. Mit seinen 25 Jahren ist Benschop im besten Fußballeralter und sollte sich eher kurz- denn mittelfristig in der Bundesliga befinden. Sicherlich nicht bei einem Topclub, aber Erstligapotenzial hat der Stürmer auf jeden Fall.

Ergänzt wird die Fortuna im zu vermutenden 4-2-3-1 in der Innenverteidigung durch den physischen, aber nicht immer fehlerfreien Bruno Soares. Rechts außen sollte der recht dynamische Julian Schauerte gesetzt sein, der auch kleinere Defensivschwächen mitbringt. Links hinten fällt Lukas Schmitz wahrscheinlich aus. Für ihn könnte Axel Bellinghausen aus dem offensiven Mittelfeld zurückrücken, ein faszinierender Spielertyp, der seine Seite im Regelfall 90 Minuten ohne Unterlass und in beide Richtungen des Spielfelds beackert. Alternativ hat Coach Aksoy den eigentlich bei der U23 aktiven Routinier Christian Weber ins Spiel gebracht.

Auf der Sechs neben da Silva Pinto wird Oliver Fink auflaufen, der im Hinspiel noch fehlte und seit der Rückrunde nach langer Verletzung wieder dabei ist und dem Team Stabilität gibt.

Rechts offensiv könnte der erst 20jährige Finne Joel Pohjanpalo agieren, der von den Zweitligatopstürmern derjenige ist, der im Verhältnis zur Einsatzzeit am häufigsten trifft. Alle 133 Minuten trifft er ins Tor und kommt so auf insgesamt neun Treffer. Auf der rechten Außenbahn wirkte er mit der entsprechenden Distanz zum gegnerischen Tor zuletzt allerdings etwas verloren. Bliebe noch die Position links offensiv, wo entweder der schon erwähnte Bellinghausen oder auch der 22jährige Australier Ben Halloran starten könnte.

Auf Seiten von RB Leipzig stehen die Fragezeichen vor allem hinter der Abwehrkette, nachdem sich der gesperrte Marvin Compper zum verletzten Tim Sebastian auf die Ausfallliste gesellte und Anthony Jung immer mehr öffentlich in Frage gestellt wird.

Ziemlich sicher sollte sein, dass Georg Teigl, der im Hinspiel im Sturm aushalf und zwei phänomenale Treffer erzielte, nach auskurierter Verletzung rechts hinten startet. Rodnei und Klostermann wäre wohl das zu erwartende Duo in der Innenverteidigung. Bei Außenseiterchancen für Niklas Hoheneder, der seit der Winterpause noch gar nicht mitspielen durfte und dreimal nicht mal im Kader stand. Und links hinten balgen sich Anthony Jung (der zuletzt eher Opfer einer wenig kompakten Mannschaftsorganisation war und weniger formschwacher Krisenverursacher) und plötzlich auch wieder Sebastian Heidinger um den letzten Platz in der Kette.

Im Mittelfeld wird es wohl erneut auf das Trio Kimmich, Kaiser, Demme hinauslaufen. Zumindest die ersten zwei sind aktuell unersetzbar. Und das Offensivtrio sollte nach den letzten Leistungseindrücken Poulsen, Damari, Forsberg heißen. Wobei sich aus der Position von Forsberg ergibt, was es für ein System wird. Da ist vom 4-3-3 über das wahrscheinliche 4-3-1-2 (mit Forsberg als Zehner bzw. freies Offensivradikal) bis hin sogar zum 4-4-2 (mit Forsberg links in der Mittelfeldkette) alles möglich.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Coltorti – Teigl, Klostermann, Rodnei, Jung (Heidinger) – Kimmich, Demme, Kaiser – Forsberg – Damari, Poulsen
  • Fortuna Düsseldorf: Rensing – Schauerte, Tah, Soares, Weber (Bellinghausen) – da Silva Pinto, Fink – Pohjanpalo (Halloran), Liendl, Bellinghausen (Halloran) – Benschop

Fazit: RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf. Ein interessantes Duell zweier sehr gut besetzter Mannschaften, die in der Tabelle zumindest punktetechnisch etwas unter ihren eigenen Erwartungen stehen, sich beide gerade ein wenig im spieltaktischen Umbruch befinden und von da zu einem Aufbruch kommen wollen. Beide wollen gewinnen, beide haben Offensivpower und beide zeigten in der jüngeren Vergangenheit Abwehrschwächen. Für Freunde des Spektakels könnte das Spiel eventuell ein Fest werden. Wenn sich RB Leipzig mit den Montagsspielunentschieden treu bleibt, ergäbe das dann irgendwas Richtung 4:4 oder 5:5.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf nicht vor Ort verfolgen kann und am 16.03.2015, ab 20.15 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky und bei Sport1.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Fortuna Düsseldorf

  • 28.09.2014: Fortuna Düsseldorf vs. RB Leipzig 2:2

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf. Mit Achim Beierlorzer und Stefan Hierländer.

09.50

Nächstes Montagsspiel. Die Euphorie in der Stadt hält sich bisher in Grenzen. Dabei kommt mit Düsseldorf eine spannende Mannschaft und das Wetter soll auch gut werden. Fußball gucken könnte also eine gute Option sein.

09.52

Mit dem BILD-Gerücht um Markus Gisdol wurde heute die nächste Trainerkerze gezündet. Mag aus Rangnick-Sicht ein logischer Name sein, da Gisdol ja auch schon als Co-Trainer unter ihm arbeitete. Warum Gisdol seinen sicheren Erstligajob gegen den RB-Schleudersitz in der zweiten Liga inklusive Aufstiegsdruck in der kommenden Saison eintauschen sollte, erschließt sich aber nicht so richtig.

09.56

Naja, sei es drum, die Trainerdebatte lässt sich sowieso nicht beeinflussen und irgendjemand wird schon Bock haben unter Rangnick am Bundesligaaufstieg zu basteln.. Bis dahin heißt das Geschäft, die aktuelle Saison zu Ende zu bringen. Und da warten noch 10 durchaus spannende Spiele.

09.59

Für das Spiel gegen Düsseldorf steht für RB Leipzig die aktuelle Standardaufgabe, an der Balance zwischen Defensive und Offensive zu arbeiten, auf dem Programm. In den letzten Spielen sah das alles nicht sonderlich vertrauenserweckend aus, auch wenn die Grundbausteine sicherlich in der Mannschaft stecken. Aber aktuell ist es zu einfach, sich gegen RB Leipzig Torschüsse und Großchancen zu erarbeiten.

10.00

Nebenbei gesagt: In Stuttgart gibt es heute Mittag eine Pressekonferenz. Springt ja vielleicht ein Job für Alexander Zorniger dabei raus..

10.01

Gleich geht es hier los mit der Pressekonferenz. Mal sehen, ob es spannende Details gibt..

10.09

Stefan Hierländer zu Düsseldorf: “Schweres Spiel. Sehr gute Mannschaft. Müssen auf uns schauen. Wenn wir unsere Leistung abrufen können, wird es schwer uns zu schlagen.”

Zu Karlsruhe und den Vorfällen im Hotel: “Habe es persönlich nicht mitbekommen. Erst nach dem Spiel aus den Medien erfahren. Wir sind Profis und können Kleinigkeiten wie eine Polizeieskorte ausblenden. Beeinträchtigt uns nicht in unserer Leistung. Das was im Stadion war, ist im Fußballalltag von RB Leipzig normal.”

Zum erzwungenen Trikotrücktausch Demme-Max: “Fanden es eigentlich lustig. Ist nicht Diegos Problem und nicht unser Problem. Ein bisschen zum Schmunzeln.” Glaubt, dass die beiden das jetzt auf dem Postweg erledigt haben.

Zum Düsseldorfer Fanprotest: “Was in Düsseldorf passiert, ist mir persönlich egal. Kenne dort zwei, drei Spieler aus Österreich. Mit denen verstehe ich mich gut. Vielleicht werde ich das Trikot nicht tauschen, das kann ich dann in Österreich machen.” Die ganzen Drumherumthemen seien egal. Gehe um drei Punkte und ein gutes Spiel.

Zum Stand der eigenen sportlichen Dinge: “Bin ein neuer Spieler. Lange in Österreichs Bundesliga gespielt. Hier wird anderer Fußball gespielt. Darauf muss man sich einstellen. Zwischen Bank und Feld hin- und herzurotieren ist kein Problem. Stelle mich in den Dienst der Mannschaft. Wenn ich gebraucht werde, bin ich bereit. Aber natürlich ist mein Ziel, Stammspieler zu werden. Da fehlt vielleicht noch die Kontinuität. Aber ich bin auf einem guten Weg. Ich arbeite darauf hin.

10.11

Hierländer: “In der zweiten Liga hier werden die Zweikämpfe anders geführt. Kompromissloser.” “KSC ist kein Amateurverein, sondern eine gute Mannschaft. Vor so einer Kulisse zu spielen, ist immer eine schwere Angelegenheit. Wenn wir 100% abrufen können, sind wir immer schwer zu schlagen. In Karlsruhe war das nicht der Fall. In Unterzahl haben wir aber ein sehr gutes Spiel gemacht.”

10.23

Achim Beierlorzer: Schwierige Personalsituation diese Woche. Anthony Jung fiel aus, ist aber wieder im Training. Gestern Emil Forsberg nicht beim Training dabei. Diego Demme mit Problemen der Oberschenkelmuskulatur. Dazu kleinere Blessuren. “Müssen schauen, dass wir alle fit kriegen bis Montag und aus dem Vollen schöpfen können.” (Bis auf Langzeitverletzte und den gesperrten Compper) Georg Teigl trainierte gestern voll mit. Bei keinem Spieler steht aktuell fest, dass er für Montag ausfällt, bei allen kann es reichen.

“Düsseldorf will unbedingt aufsteigen. Mannschaft mit viel Potenzial. Durchwachsene Saison gespielt. Zentraler Spieler ist Benschop. Den müssen wir aus dem Spiel nehmen. Viele Topspieler. Müssen an der defensiven Stabilität arbeiten und unser offensives Potenzial ausschöpfen. Wollen das mal über 90 Minuten auf den Platz bringen.”

Innenverteidigung läuft auf Rodnei und Klostermann hinaus. In der zweiten Halbzeit in Karlsruhe habe das defensiv auch gut ausgesehen.

Zu Karlsruhe vor dem Spiel und dem Einfluss auf die Mannschaft: “Betrachte das lieber sportlich. Der KSC hat sich sehr viel vorgenommen. Waren extrem lauffreudig. Wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Konnten fünf MInuten gegenhalten und sind dann weggebrochen. Wir können jetzt ganz viele Alibis auf den Weg bringen mit drei Spielen in acht Tagen, den Vorkommnissen um das Spiel und dem Hass, aber das bringt nichts. Was es im Unterbewusstsein auslöst, kann ich nicht sagen.” Spieler betonen laut Beierlorzer, dass sie auf dem Feld davon nicht beeinflusst sind.

Beierlorzer sagt, dass er von den Vorkommnissen vor dem Spiel schon “beeindruckt” gewesen sei. Dass man auf dem Weg zum Stadion aus Sicherheitsgründen gestoppt wird, sei halt nicht gewöhnlich.

“Ziel in der Trainingswoche ist am Spiel gegen den Ball zu arbeiten und Bälle zu erobern. Haben Karlsruhe mit dem tiefen 4-4-1 vor große Probleme gestellt. Vielleicht braucht unsere Mannschaft aktuell auch gerade eine Doppelsechs und mehr Stabilität, um aus dieser besser ins Umkehrspiel zu kommen. Auf dem Platz wird es darauf hinauslaufen, dass wir die Zweikämpfe gewinnen müssen und die Laufwege des Gegners in die Schnittstellen mitgehen. Müssen professionelle Einstellung und 100% Wille auf den Platz bringen.”

Torlose Stürmer?: Es ist wie es ist und es gibt gute und schlechte Phasen. So ungefähr zusammengefasst. “Müssen die Stürmer aufbauen.” Die Klasse sei da.

Yussuf Poulsen habe in Karlsruhe sehr gut gespielt. “Sehr engagiert.” “Wollten ihm mit dem Bank auf der Platz den Druck nehmen.” Wird wohl gegen Düsseldorf wieder von Beginn an spielen.

10.29

Das war es schon von hier. Allerlei Phrasenbingo. Aktuell stehe die Arbeit am Spiel gegen den Ball und defensive Stabilität auf dem Programm. Mal sehen, was davon am Montag zu sehen ist. Mal ganz davon abgesehen, dass man mit dem Spiel gegen den Ball offenbar aktuell eine Baustelle ausgemacht hat, die vor ein paar Wochen noch die Vorzeigeabteilung von RB war. Aber beim Blick auf die letzten Wochen macht es durchaus Sinn.

Sei das wie das sei. Ich wünsche allseits ein schönes Wochenende und viel Spaß am Montag beim Spiel gegen Düsseldorf.

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