2.Bundesliga: Eintracht Braunschweig vs. RB Leipzig 1:1

Auswärtsspiel in Braunschweig am Montagabend unter Flutlicht. Für Sport 1 ein Topspiel, für beide Vereine ein Kampf darum, nach null Punkten aus zwei Spielen nach der Winterpause wieder in die Spur zu finden. Heraus kam vor allem auch dank defensiv schwacher Gäste ein unterhaltsames Spiel, bei dem es fast über die komplette Spielzeit hoch und runter ging und sich die Gastgeber am Ende aufgrund schwacher Chancenverwertung mit einem Punkt begnügen mussten.

Größte Überraschung in der Startelf von RB Leipzig sicherlich Stefan Hierländer, der auf der Sechs den verletzten Rani Khedira ersetzen durfte. Sicherlich mit der Idee verbunden die spielerischen Abläufe zwischen Verteidigung und Offensive zu stärken. Auch wieder im Team stand Dominik Kaiser, dem letzte Woche noch ein leerer Akku attestiert und ein Tribünenplatz verschafft wurde, der aber nur eine Woche später schon wieder nach einem sehr vollen Akku aussah. Dadurch rutschte überraschend Joshua Kimmich aus der Startelf. Dasselbe Schicksal ereilte Ante Rebic, den Omer Damari im Sturmzentrum ersetzte.

25 Minuten lang war es ein Duell auf Augenhöhe, bei dem keine der beiden Mannschaften in entscheidende Torabschlüsse kam, auch wenn die Gastgeber gerade am Anfang versuchten, Druck auszuüben. RB Leipzig in dieser Phase offensiv gar nicht ungefällig, aber vor dem Tor der Braunschweiger brachte man trotzdem nur wenig zustande, weil man sich bei den letzten Pässen viel zu häufig verzettelte und so die Vorteile, die man im Spiel bis zum Strafraum hatte nicht in direkte Torgefahr ummünzte. Wenn man mal von zwei alibihaften Torabschlüssen von Emil Forsberg absieht.


Spätestens ab der 25. Minute waren da die Gastgeber aus ganz anderem Holz geschnitzt und suchten auf immer direkterem Wege das RB-Tor. Der nicht zu stoppende Hochscheidt allein versuchte sich diverse Male erfolglos, aber nicht ungefährlich im Torschuss, bevor dann Braunschweigs starker Neuzugang Emil Berggreen direkt vor dem Pausenpfiff die mehr als verdiente Eintracht-Führung erzielte. Im ersten Anlauf hatte er begleitet von der RB-Defensive noch die Latte getroffen. Den Abpraller spielte Marc Pfitzner einmal quer durch den Strafraum, wo dann links vom Tor Berggreen unbedrängt von Teigl den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte zimmerte.

Begünstigt wurde das Treiben in der Viertelstunde vor dem 1:0 von einer alles in allem vogelwilden Defensive von RB Leipzig, die in dieser Phase teilweise nicht mal mehr aus der eigenen Hälfte kamen und vor allem im Sichern von von der Abwehrkette geklärten Bällen Riesenprobleme hatten. Was vor allem daran lag, dass das Mittelfeld zeitweise komplett unterging und sich die Braunschweiger in dem ihnen eröffneten Raum 10 bis 20 Meter vor dem RB-Strafraum nach Herzenslust austobten. Es erinnerte in dieser Phase manchmal ein wenig an Scheibenschießen mit allerlei Slapstick-Elementen.

Vor allem Zsolt Kalmár hatte dabei einen ganz schwarzen Tag erwischt und gewann in den 45 Minuten Einsatzzeit, die er hatte, gerade mal 24% seiner Zweikämpfe. Und stand damit prototypisch für ein Team, das bis zum Pausenpfiff nur 40% der direkten Duelle mit den Braunschweigern gewann. Es war vor allem diese Unterlegenheit bei der Ballbehauptung und -eroberung, die die Waage deutlich zugunsten der Gastgeber ausschlagen ließ.

Die Emotionen müssen raus - Dominik Kaiser, der letzte Woche noch auf der Tribüne saß, diese Woche mit starker Vorstellung und Ausgleichstor | GEPA Pictures/ Citypress24

Achim Beierlorzer hatte vor der Partie die Parole ausgegeben, dass man breiter spielen, also mehr auch die Flügel zum Offensivspiel nutzen und die Außenverteidiger einbinden will. Davon war vorerst nicht allzuviel zu sehen, allerdings sah man dafür sofort die negativen Folgen, die ein solches Spiel haben kann. Die darin bestanden, dass die Außenverteidiger von RB Leipzig defensiv permanent in Eins-gegen-Eins-Situationen gerieten, in denen sie allzuoft auch überlaufen wurden. Ein zeitweise nicht existentes Mittelfeld, drei Stürmer abseits des eigentlichen Defensivgeschehens und dazu Außenpositionen, auf denen sich die Braunschweiger austoben konnten. Im zweiten Teil der ersten Halbzeit passte im Defensivverhalten gar nichts bis überhaupt nichts zusammen. Und offensiv gelang auch nichts mehr, weil man dafür ja auch erst mal die Bälle hätte sichern müssen.

Das beste zumindest an den letzten 20 Minuten vor der Pause war dann die Tatsache, dass es tatsächlich nur 1:0 für Braunschweig stand, sodass man für die zweite Halbzeit noch Hoffnung haben durfte. Die auch dadurch genährt wurde, dass nach der Pause Kimmich für Kalmár kam und wesentlich mehr Zweikampfstärke und Ballsicherheit als sein Vorgänger mitbrachte.

RB Leipzig hatte sich nach der Pause von der Vorpausenkatastrophe etwas erholt und bemühte sich um das Spiel, scheiterte aber immer wieder im Spielaufbau spätestens irgendwo am Strafraum. Weil man sich entweder in Einzelaktionen verhaspelte oder mit langen Bällen die von der Braunschweiger Verteidigung gut markierten Stürmer suchte. Sodass auch in dieser Phase des Versuchs der Spielkontrolle die Gastgeber die deutlich besseren Chancen hatten. Hochscheidt durfte nach einem Freistoß am langen Pfosten ohne Gegenspieler in einem Umkreis von fünf Metern versuchen, den Ball ins Tor zu bringen, scheiterte aber an der Volleyaufgabe. Zudem trudelte ein Berggreen-Schuss noch abgefälscht am langen Pfosten vorbei, statt ins Tor zu gehen.

Mit der Einwechslung von Yordy Reyna als viertem Stürmer nach etwa einer Stunde und dem Setzen auf die komplette Offensive wandelte sich das Blatt nach und nach, auch weil die Gastgeber langsam aber sicher körperlich abbauten. Spätestens ab der 75. Minute spielten dann nur noch die RasenBallsportler angetrieben von Kimmich, Kaiser und Forsberg und unterstützt auf den Außen von den immer agiler werdenden Jung und Teigl. Dazu die Individualgeister Reyna, Poulsen und vor allem Rebic, die in Einzelaktionen ihre Stärken zeigten, ohne dass ihr Zusammenspiel zielführend gewesen wäre.

Bei einem Kimmich-Schuss nach 78 Minuten von der Strafraumgrenze hatten die RB-Spieler den Torschrei schon auf den Lippen. Nach 84 Minuten konnten sie dann ihren Emotionen freien Lauf lassen, als eine Flanke von Poulsen abprallte und beim in alter Manier in den Strafraum ziehenden Kaiser landete, der den Ball dann aus etwa 12 Metern mit voller Wucht in den Maschen versenkte.

Es sollte, abgesehen von einem Platzverweis für Poulsen, den man geben kann, der Schlusspunkt unter ein enorm rasantes Spiel mit ganz viel Tempo sein. Tempo, das auch dadurch entstand, dass man sich beiderseits fast nie lange im Mittelfeld aufhielt, sondern immer den Weg an den gegnerischen Strafraum suchte. RB Leipzig, weil das auch weiterhin ihr Spiel ist. Und Braunschweig, weil sich am RB-Strafraum fast durchgängig ordentliche Lücken auftaten. Prototypisch eine Szene tief in der zweiten Halbzeit, als gleich zwei Braunschweiger am RB-Strafraum zwischen den Innenverteidigern völlig frei stehen, sich noch den Ball zuspielen und den Abschluss suchen können.

Defensiv war das Spiel von RB Leipzig in Sachen Gesamtorganisation fast über die gesamte Spielzeit ein ziemliches Desaster. Natürlich irgendwann auch dadurch begünstigt, dass man für den Kampf um den Ausgleich noch mehr die Offensive suchte und defensiv automatisch Lücken entstehen mussten. Offensiv ist positiv festzuhalten, dass man gerade zum Ende hin immer wieder versuchte, den Gegner zu bespielen und durchaus die eine oder andere Kombination einstreute. So auch, wenn man die Außenverteidiger in das Passspiel einbinden konnte und Teigl mal bis zur Grundlinie durchzog oder Jung mit seiner typischen Art in die Mitte zog.

Zudem gewann man in der Schlussphase der Partie auch immer mal wieder Bälle schon im Mittelfeld und erwischte Braunschweig dabei in der Vorwärtsbewegung, sodass sich dadurch noch der optische Eindruck einer großen Dominanz verstärkte. Der Lohn für diese Phase war dann schließlich der Ausgleich. Man sollte allerdings auch nicht vergessen, dass die Phase nur ungefähr eine Viertelstunde umfasste.

Positiv kann man aus der Partie mitnehmen, dass RB Leipzig in einer sehr schnellen, intensiven Partie mit vielen Zweikämpfen am Ende mit allerlei individueller, gepaart mit aufblitzender mannschaftlicher Offensivqualität noch einen Punkt sichern konnte, über den man sich sichtbar freute. Achim Beierlorzer verkündete nach dem Spiel, dass dieser Punkt wichtig für das Selbstvertrauen gewesen sei. Das mag stimmen und für die kommenden Aufgaben noch mal mehr Überzeugung freisetzen. Wenn man allerdings keine Balance zwischen Offensive und Defensive findet und auch in den kommenden Spielen so viele Torschüsse zulässt wie in Braunschweig, kann es mit der frisch gewonnenen Überzeugung und dem ersten Schritt hin zu alter Stärke auch ganz schnell wieder vorbei sein.

Nicht unwichtig für die nächsten Entwicklungsschritte, dass man als Team auf dem Platz wieder zusammenwächst und so die individuellen Qualitäten gerade der Sturmreihe auch im Sinne der Mannschaft und nicht im Sinne von offensiven Einzelkämpfern, die den Erfolg vor allem über Einzelaktionen suchen, nutzbar macht. Inwieweit man dabei auch wieder auf (Gegen-)Pressing-Routinen setzt, ist allerdings nicht nur eine Frage der Spieler, sondern auch eine Frage, inwieweit dies unter Beierlorzer noch ein zentrales Element darstellt und wie es mit einem breit angelegten 4-3-3 gespielt werden kann, wenn man vielleicht bei Ballverlust in Ballnähe nicht ganz so kompakt steht und mit eigenen Spielern den direkt drumherum befindlichen Raum überladen kann. Die nächsten Wochen werden da sicherlich Auskunft geben, in welche Richtung man sich bewegt.

Fazit: Wenn Tempo und Torchancen das Kriterium für die Qualität eines Spiels sind, dann war das Aufeinandertreffen von Braunschweig und Leipzig ein sehr gutes. Allerdings blieben die Gäste über größere Teile der Spielzeit den Beweis schuldig, dass ihre Mannschaftsorganisation höheren Ligaansprüchen genügt. Dass man trotzdem mit einem Punkt zurück nach Leipzig reisen konnte, verdankten die RasenBallsportler der unterdurchschnittlichen Chancenverwertung der Gastgeber und andererseits ihrem bis zum Ende spürbaren Willen, den Rückstand noch wettzumachen. 25 ordentliche Minuten auf Augenhöhe mit den Gastgebern zu Beginn und 15 gute Minuten mit viel individueller Klasse am Ende reichten für ein Unentschieden. Das über die gesamten 90 Minuten und die Chancenverteilung gesehen ein sehr glückliches Unentschieden war, auch wenn man sich am Ende das Tor mit viel Einsatz verdient hat.

Randbemerkung 1: Viertes Montagsspiel von RB Leipzig, viertes Unentschieden. Wenn das mal nicht als Konstanz durchgeht. Zwei der kommenden drei Spiele sind auch Montagsspiele. Heißt, zwei der kommenden drei Spiele verliert RB Leipzig schon mal nicht..

Randbemerkung 2: Dominik Kaiser ist der erste Feldspieler von RB Leipzig, der in dieser Spielzeit in Ligaspielen nicht als Stürmer aufgestellt war und trotzdem aus dem Spiel heraus getroffen hat. Aus dem Spiel heraus trafen bis gestern nur Stürmer. Das war eines der Probleme der letzten 21 Spiele. Dass Kaiser in unnachahmlicher Drittligaart in Braunschweig in den Strafraum gezogen ist und dort zum Ausgleich vollendet hat, darf hoffnungsfroh stimmen, dass auch aus den Reihen hinter den Stürmern künftig wieder Torgefahr entwickelt wird. Oder aber Kaisers Tor war der berühmte statistische Ausreißer. Man wird in den nächsten Wochen sehen, was stimmt.

Randbemerkung 3: Gar nicht stimmte auf Seiten von RB Leipzig in Braunschweig (wie oben schon deutlich gemacht wurde) das Defensivverhalten des Teams. Die von den Gegentoren her beste Defensive der Liga ließ gleich 22 Torschüsse zu, nachdem man bisher im Saisoverlauf noch nicht mal 10 pro Spiel zugelassen hatte. 22 Torschüsse für den Gegner sind negativer RB-Rekord in dieser Spielzeit und lassen nicht gerade hoffnungsfroh in die Zukunft schauen. Man wird eine bessere Balance zwischen Offensive und Defensive benötigen, wenn man künftig erfolgreich Fußball spielen will. Dass man mit der höchsten Anzahl an zugelassenen Torschüssen ausgerechnet bei der vor dem gegnerischen Tor zweiteffektivsten Mannschaft der Liga nur ein Tor kassierte, geht in dem Zusammenhang durchaus als Ironie durch.

Randbemerkung 4: Die letzten knapp zwei Wochen bei RB Leipzig mit ihren Trainertausch-Wirren waren nicht unbedingt dazu angetan, dass die Fußballlust auf neue Rekordmaße stieg. Eher im Gegenteil. Das Spiel in Braunschweig war diesbezüglich – mal völlig unabhängig vom Spielverlauf – ein guter Appetitanreger. Flutlichtspiel, dazu auswärts in einem vollen Stadion gegen das man anspielen muss, das ließ das Fußballherz schon vor dem Anpfiff höher schlagen, weil es kaum eine Situation gibt, die schöner ist. Außer vielleicht Pokalspiele in der heimischen Arena unter Flutlicht..

Randbemerkung 5: Acht Punkte Rückstand auf die Aufstiegsrelegation, zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsrelegation. Für den Rest der Saison steht dann ab jetzt nur noch der von Saisonzielen befreite Fußball im Mittelpunkt. Zumindest im Liga-Betrieb. Klingt doch nach ganz passablen Aussichten mit viel Ball und grünem Rasen und wenig Rechenschieber.

Lichtblicke:

  • Dominik Kaiser: Vor einer Woche noch reichten die entladenen Akkus angeblich nicht mal für einen Platz auf der Bank. In Braunschweig zeigte Kaiser, dass seine Akkus doch enorm voll sind. 12,6 abgespulte Kilometer, 82 Ballbesitze, 77% Passquote, 6 Torschussvorlagen, 2 Torschüsse. Dominik Kaiser war in einem zeitweise komplett auseinanderfallenden Mittelfeld derjenige, der fast immer den Kopf oben behielt und versuchte klare Aktionen zu setzen und Struktur in die Aktionen zu bringen. Dass Kaiser letztlich den Ausgleich erzielte, passte gut zu seinem Auftritt, mit dem er an bessere Tage der Hinrunde anknüpfte.
  • Tim Sebastian: Nicht so präsent wie noch zuletzt gegen Frankfurt, aber in einer Abwehrviererkette, die viel zu häufig einem Torso glich, war Sebastian derjenige, der den Laden noch am ehesten zusammenhielt, in einigen Situationen rustikal rettete und auch im Aufbauspiel am wenigsten fehleranfällig war. Es war ein undankbares Spiel für einen Innenverteidiger hinter einem defensiv anfälligen Mittelfeld. Gut dass man mit Tim Sebastian dann dort jemanden hat, der von den Innenverteidigern sicherlich gerade der konstanteste ist.
  • Joshua Kimmich: Kam erst zur Halbzeit und brachte etwas mehr Stabilität in die Mittelfeldaktionen. Gewohnt ball- und einigermaßen passsicher versuchte er Bindung zwischen Defensivkette und Offensivreihe herzustellen. Was ihm zumindest ansatzweise gelang. Zudem im Vergleich zum Rest des Teams mit guter Zweikampfquote. Insgesamt sicherlich eine Empfehlung, dass es im kommenden Spiel wieder für einen Startelfeinsatz langt.

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Tore: 1:0 Berggreen (45.), 1:1 Kaiser (84.)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Teigl, Sebastian, Compper, Jung – Kaiser, Hierländer (61. Reyna), Kalmár (46. Kimmich) – Poulsen, Damari (67. Rebic), Forsberg; nicht eingewechselt: Bellot, Klostermann, Heidinger, Demme; nicht im Kader: Franke, Boyd, Ernst, Khedira (alle verletzt oder nach Verletzung noch nicht so weit), Dähne, Strauß, Hoheneder, Rodnei, Frahn

Aufstellung Eintracht Braunschweig: Gikiewicz – Kessel, Dogan, Reichel, Hedenstad – Pfitzner, Vrancic – Omladic (85. Sauer), Hochscheidt (77. Zuck), Boland – Berggreen

Schiedsrichter: Robert Hartmann (In der schnellen, zeitweise auch hektischen Begegnung fast immer auf Höhe der Anforderungen. Man kann über einzelne Zweikampfentscheidungen wie immer diskutieren, aber insgesamt hatte Hartmann eine klare Linie und die zog er beiderseits bis zum Ende durch und machte dabei (ohne Zeitlupenwissen) keine entscheidenden Fehler. Auch beim Einsatz der Karten im vertretbaren Rahmen. Gelb-Rot gegen Poulsen war sicherlich ebenso in Ordnung wie die Entscheidung sowohl für Braunschweig als auch für Leipzig in entsprechenden Situationen nicht auf Foulelfmeter zu entscheiden.)

Gelb-Rot: Poulsen (87./ wiederholtes Foulspiel)

Gelbe Karten: Boland, Reichel – Hierländer (3. gelbe Karte), Teigl (4.)

Zuschauer: 20.650 (davon  400 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], BTSV-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 22 : 11
  • gewonnene Zweikämpfe: 57,3% : 42,7%
  • Ballbesitz: 46,5% : 53,5%
  • Passquote: 62,5% : 69,4%
  • Laufstrecke: 117,7 : 120,9 km
  • Sprints: 175 : 189
  • Fouls: 18 : 27
  • Ecken: 8 : 5
  • Abseits: 3 : 2
  • Meiste Torschüsse: Hochscheidt: 7 – Forsberg: 3
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Dogan: 94,4% – Kimmich: 62,5%
  • Meiste Ballkontakte: Boland: 75 – Teigl: 91
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Pfitzner: 81,3% – Sebastian: 79,4%
  • Größte Laufstrecke: Reichel: 11,5 km – Kaiser: 12,6 km
  • Meiste Sprints: Hedenstad, Boland: je 25 – Teigl: 34

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Poulsen – 8; Kaiser, Frahn – je 3; Teigl, Boyd – je 2; Thomalla, Morys, Hoheneder, Holthaus (VfL Bochum/ Eigentor), Verhoek (St. Pauli/ Eigentor) – je 1 Treffer

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Bild: © GEPA pictures/ Citypress24

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8 Gedanken zu „2.Bundesliga: Eintracht Braunschweig vs. RB Leipzig 1:1“

  1. Ich geb dir bei Poulsen soweit recht das man für das 2. Foul Gelb Rot zeigen kann (aber nicht muss) allerdings war die erste Gelbe nichts mehr als ein schlechter Scherz da darf der Schiri nie und nimmer Gelb zeigen eigentlich war es nicht mal ein Foul.

  2. Sehe ich genauso. Weder ist das Foul gelb und schon gar nicht in der 10. Minute. Schlechter Scherz. Genau meine Meinung. Aber vielleicht hätte man ihn aus Selbstschutz auswechseln sollen.

  3. Mal aus des Gegners Sicht: Erstmal ein Lob zu Ihren meist sehr objektiven Berichten. So auch hier wieder. Ich informiere mich seit einiger Zeit (eigentlich seit dem Hinspiel- und ich war übrigens dabei 😉 ) über das „Projekt Red Bull“, weil ich nicht einfach nur dagegen sein wollte, ohne genaueres Hintergrundwissen. Dabei bin ich unter anderem auf Ihren Blog gestoßen und lese immer wieder gern mit.

    Wir haben da gestern ein richtig packendes Fußballspiel gesehen. So stelle ich mir Zweitligafußball vor. Für unsere Eintracht gilt eben die alte Phrase „Wer seine (vielen) Chancen nicht nutzt …. „. Ein Sieg wäre schön gewesen und sicher auch verdient, aber mich persönlich versöhnt eben auch das tolle Spiel. Da geht das Unentschieden in Ordnung. Zumal wir mit unseren Saisonzielen ja noch voll im Soll sind … 😉 . Ein bißchen enttäuschend fand ich die Anzahl der Gästefans. Die 200 km sollten doch auch an einem Montagabend kein Hindernis sein.

    Ich hoffe, es hat Ihnen in unserem schönen Traditions-Stadion (das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen) gefallen und Sie sind gut nach Hause gekommen. Ich denke, dass wir uns in der nächsten Saison wiedersehen werden.
    Gruß aus Braunschweig

  4. Der rotebrauseblogger vermeidet ja traditionell harte Formulierungen (ich eigentlich auch), aber gestern am Fernseher habe ich mehrmals gedacht „Welch ein Grottenkick!“. Immer derselbe Stiefel, wie es unlängst ein verliehener RB-Spieler formulierte. Einer, der seit Längerem nicht mehr zufriedenstellend funktioniert. Auf der RB-Homepage ist zu lesen „Auf uns wartet weiterhin viel Arbeit, doch es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.“. Bei aller Liebe, ich konnte davon nichts erkennen. Mit einem mulmigen Gefühl sehe ich auf die nächsten Spiele (Union, KSC, Düsseldorf, an das Pokalspiel gegen Wolfsburg gar nicht zu denken). Wenn Taktik und Spielaufbau unverändert bleiben, ist zu befürchten, dass wir in den nächsten Wochen in die untere Tabellenhälfte abrutschen. Ich hoffe ich irre mich.

  5. @Radlerschlumpf: Ja, war ein schöner Ausflug nach Braunschweig. Gern auf ein neues im nächsten Jahr. Falls denn die Eintracht nicht doch noch nach oben abhebt.

    Die Anzahl der Gästefans fand ich auch eher enttäuschend. Mit 200 km das zusammen mit Berlin zweitnächste Auswärtsspiel, da wäre noch mehr gegangen. Vielleicht muss man da auch die leise Enttäuschung seit der Winterpause und die Unruhe nach dem Trainerwechsel mit in Rechnung stellen. Und zudem waren es schon acht- bis zehnmal so viele Fans wie noch vor viereinhalb Jahren in der Regionalliga. Von daher dauert es nur noch drei, vier Jahre, dann ist der Gästeblock vielleicht auch mal voll. 😉

  6. Am 24.02.2015 schrieben zum Braunschweig-Spiel:

    rotebrauseblogger: „Begünstigt wurde das Treiben in der Viertelstunde vor dem 1:0 von einer alles in allem vogelwilden Defensive von RB Leipzig…“

    Henning Uhle: „Als Lichtblicke zu nennen sind zweifellos Tim Sebastian (der bei einer vogelwilden Abwehr den Laden wenigstens noch etwas im Griff zu haben versuchte)…“

    Guido Schäfer: „Unter dem Eindruck der vogelwilden ersten Halbzeit bleibt festzustellen: Die Umstellungen bringen rein gar nichts. …“

    So! Wer war der Dieb (waren die Diebe)? 🙂

  7. @tomsen: Naja, manchmal liegen die Formulierungen nahe angesichts des Geschehens auf dem Rasen. Aber zur Rechtfertigung: Ich habe es in der Halbzeitpause bei Twitter das erste Mal geschrieben. 😉

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