Was von Spieltag 21 bleibt

So schnell geht es. Letzte Woche schon fast durch auf dem Weg in die Bundesliga. Diese Woche mit mehr als überschaubarer Leistung gegen einen Abstiegskandidaten völlig verdient verloren. Und schon fühlt es sich gar nicht mehr so souverän an. Mal sehen, wie es für Ingolstadt nach der 1:3-Pleite gegen Sandhausen weitergeht und ob die Nerven flattern werden.

Dass das Nervenflattern gering bleiben kann, dafür sorgt die Konkurrenz, denn bis auf Karlsruhe und Kaiserslautern gewann kein einziges der Teams, die vor dem 21.Spieltag in der vorderen Tabellenhälfte standen. Zu verzeichnen waren Pleiten, Pech und Pannen, vor allem bei den (selbst)ernannten Aufstiegsfavoriten Braunschweig, Düsseldorf und Leipzig, die alle drei zusammen bisher an zwei Spieltagen nach der Winterpause einen einzigen Punkt holten. Eine Ausbeute, die definitiv höher wird, wenn am kommenden Montag Braunschweig und Leipzig zum ultimativen Topspiel am Montag gegeneinander antreten.

In Darmstadt bliebt man derweil der Erfolgsserie treu, selbst wenn man nicht gut spielt. Auch gegen den TSV 1860 München verlor man nicht. Es war das zwölfte Spiel in Folge ohne Niederlage für den Aufsteiger, bei denen man trotzdem ein wenig mit dem spielerischen Output unzufrieden ist. Interessant auch, dass von den zwölf Spielen ohne Niederlage gleich acht Unentschieden endeten (zuletzt drei am Stück). Sodass man insgesamt zwar zusammen mit Ingolstadt die wenigsten Niederlagen der Liga verzeichnet (2), aber bei gleich 11 Unentschieden in 21 Spielen eben doch ein ganzes Stück hintenansteht.


Hintenanstehen wird künftig wohl auch Markus von Ahlen, der nach übereinstimmenden Berichten beim TSV 1860 München am 21.Spieltag seine letzte Begegnung als Trainer erlebte. Wo ein Ende, da auch ein Anfang. Der war es am selben Spieltag für Achim Beierlorzer bei RB Leipzig. Ein Start in ein neues Lebenskapitel, der mit einem 0:1 gegen Frankfurt ziemlich unglücklich verlief.

Unglücklich dürfte man auch beim FC St. Pauli sein, die trainerwechseltechnisch ihr Pulver diese Saison wohl schon vollständig verschossen haben, aber trotzdem nicht aus dem Keller rauskommen. Nur ein Punkt und kein Tor aus zwei Spielen zuletzt gegen Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg ist viel zu wenig. Der letzte Tabellenplatz der Lohn. Und die Schlinge, auf der dritte Liga steht, wird immer enger, wenn man bedenkt, dass Teams wie Aue, Sandhauen oder Fürth nun anfangen, Punkte zu sammeln und 1860 vielleicht bald einen neuen Trainer hat, der eventuell die Wende schaffen kann.

Fürth beendete derweil eine grausame Serie von sechs Spielen in Folge ohne Tor und gewann mit 1:0 beim FC St. Pauli. Vielleicht ganz passend zu der Statistik durch einen schlecht verteidigten Standard. In ähnlichen Dimensionen ist auch RB Leipzig aktuell weiter unterwegs. Sechs Punkte und nur zwei Tore aus den letzten sieben Spielen sind nun wirklich kein Eventfußball, eher die Bilanz eines Teams aus dem Tabellenkeller.

Nach der Winterpause noch ohne Niederlage sind Kaiserslautern, Karlsruhe, Darmstadt, Frankfurt, Sandhausen und Aue. Noch ohne Sieg bleiben Darmstadt, Braunschweig, Düsseldorf, Leipzig, Aalen, 1860 und St. Pauli. 1860 München ist dabei mit sieben sieglosen Spielen hintereinander aktuell das Team mit dem schlechtesten Trend. Kaiserslautern, Karlsruhe, Ingolstadt und Nürnberg sind mit je 13 Punkten aus den letzten sechs Spielen die heißesten Mannschaften.

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Kleine Tabellenspielerei. Für alle Teams in der ersten Spalte eine Art subjektives Ranking, welcher Rang den aktuellen Fähigkeiten der jeweiligen Mannschaft entspricht. In den anderen Spalten in der Reihenfolge: aktuelle Punktzahl, Punktzahl nach der Winterpause, Punktzahl in den letzten sechs Spielen, Punkte in der Rückrunde.

SubjektivGesamtn WPletzte 6RR
Kaiserslautern13861310
Karlsruhe2374137
Ingolstadt3433137
Darmstadt4352106
Nürnberg5303137
Aue620687
Frankfurt727699
Berlin8273106
Heidenheim928343
Braunschweig1033076
Düsseldorf1132174
Bochum1226375
Leipzig1329052
Sandhausen1424484
Fürth1526365
München1618133
Aalen1718152
St. Pauli1817154

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