Finaler Jahresendakt

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den TSV 1860 München (22.12.2014, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Ralf Rangnick und Matthias Morys. Ab 09.30 Uhr.]

Kaum ein Verein in der zweiten Liga läuft den eigenen Erwartungen von vor der Saison so hinterher wie der TSV 1860 München. Nicht mal mehr 14.000 Zuschauer wollten sich nach dem Fall in die Abstiegszone unter der Woche das Spiel gegen Kaiserslautern noch angucken. Bei gerade mal 20% Auslastung in einer 70.000er-Arena wird die Tristesse auch auf den Zuschauerrängen spürbar.

Kaum ein Verein in der zweiten Liga hat seit Saisonbeginn eine so extreme Wandlung vollzogen wie der TSV 1860 München, der vom Ballbesitzteam unter Ricarco Moniz zum versuchten Konterteam unter Markus von Ahlen wurde und damit eine Philosophiekehrtwende ohne Kaderveränderungen versuchte. Bzw. die Kaderveränderung nur die Trennung von Moniz-Musterschüler Leonardo war, dessen Vertrag vor etwa einem Monat aufgelöst wurde. Der Individualist auf dem Platz versucht sich seitdem darin, öffentlich gegen die Verantwortlichen bei 1860 in der Nach-Moniz-Zeit zu schießen.

Mal abgesehen von Stilfragen liegt er faktisch gesehen damit gar nicht mal so falsch, denn verbessert hat sich seit der Entlassung von Ricardo Moniz auf den ersten Blick nichts. Ricardo Moniz verlor vier seiner sieben Spiele nicht und holte dabei Unentschieden gegen Ingolstadt und Darmstadt (also die jetzigen zwei Topclubs der Liga) und Heidenheim (die zu jenen Zeiten auch sehr gut waren). Markus von Ahlen verlor seitdem vier der folgenden 11 Spiele nicht, wobei die einzigen richtigen Ausrufezeichen die deutlichen 3:0- und 4:1-Siege beim VfL Bochum und bei Union Berlin waren.

Von der Punkteausbeute her ist von Ahlen komplett auf Moniz-Niveau von nicht einmal einem Punkt pro Partie. Was in letzter Konsequenz dann eben auch das Niveau eines möglichen Absteigers ist. Dazu kommen depremierende Niederlagen in Aalen, Aue oder gegen den FSV Frankfurt, die dazu führten, dass der Trainerwechsel ohne sportlichen oder emotionalen Umschwung verpuffte. Sodass Markus von Ahlen bereits wackelt und das Spiel in Leipzig für ihn bei einer Niederlage schon das letzte sein könnte.

Geändert hat sich zwar nicht das Ergebnis, aber der Weg dahin wurde vom neuen Coach dann doch verändert. Suchte Moniz noch den permanenten Ballbesitz und Spielaufbau über die Zentrale, versucht von Ahlen dem Team kompaktes Verteidigen, Kontern und Spiel auch über die Außen beizubringen. Mit nur mäßigem und oft auch nicht über 90 Minuten durchgehaltenem Erfolg.

Auffällig dabei vor allem, wie oft die Mannschaft bei Problemen auseinanderfällt und defensiv anfällig wird. Selbst beim 4:1 bei Union Berlin geriet die Mannschaft nach einer Führung dermaßen unter Druck, dass der Sieg bei einem lockeren halben Dutzend 100%iger Chancen für die Gastgeber fast noch glücklich war. Dass das nicht immer reicht, zeigte sich dann gegen den Karlsruher SC vor einer Woche im Heimspiel, als man zwar 1:0 führte und ein gutes, defensiv stabiles Spiel machte, sich aber im zweiten Abschnitt binnen neun Minuten dreimal überrumpeln ließ und das Spiel nach teils nicht vorhandener Abwehrarbeit verlor.

Insgesamt kann man zwar konstatieren, dass das Defensivverhalten des TSV, solange man konzentriert und als Team auftritt, deutlich verbessert ist im Vergleich zu den Spielen zu Beginn der Saison und man damit durchaus dem Gegner auch den Zahn ziehen könnte. Allerdings bleibt man hinter St. Pauli mit 30 Gegentoren die Schießbude der Liga. Und in den letzten vier Spielen blieb man mit acht Gegentoren sogar noch mal deutlich über dem Schnitt von 1,6 Toren pro Spiel in den 14 Partien zuvor.

1860 München wird zur Lösung der eigenen tabellarischen Probleme nicht umhin kommen, die defensiven Probleme zu lösen. Sonst droht tatsächlich der schlimmste aller Fälle, der Abstieg. Wobei Defensive nicht nur die Verteidigungskette, sondern das Verhalten des ganzen Teams in kniffligen Spielphasen betrifft.

Wenn man die Probleme in den Griff bekommt, steht man eigentlich ganz gut da, denn in der Offensive hat man weiterhin die nötigen Waffen, um konstant torgefährlich zu sein. Wenn man mal davon absieht, dass man auf der Sturmposition durch den längeren Ausfall des Spaniers Rodni zu dünn besetzt ist. Aber die erste Wahl ist mit dem österreichischen Nationalspieler und mit 11 Treffern Topstürmer der dritten Liga Rubin Okotie natürlich mehr als gut besetzt. Ein beweglicher, athletischer Stürmer mit viel Gefühl für die freien Räume und gutem Kopfballspiel.

Meist irgendwo versetzt hinter Okotie oder gegen den Ball auch mal neben ihm ist Daniel Adlung (27) zu finden, der mit sechs Assists Topvorbereiter und mit dazu zwei Toren zweitbester Scorer im Team ist. Unter Moniz stand Adlung noch auf dem Abstellgleis, unter von Ahlen ist Adlung völlig zurecht unumstritten und gesetzt. Alle seine Scorerpunkte holte der unermüdliche und mit über 200 Zweitligaspielen auch sehr erfahrene Adlung in den 11 Spielen unter von Ahlen.

Wichtig für das Offensivspiel ist auf der linken Seite zuletzt auch Valdet Rama mit seinen Qualitäten im Eins gegen Eins gewesen. Wobei beim 27jährigen Albaner manchmal der Eigensinn zu stark ausgeprägt ist, sodass viele seiner Dribblings uneffektiv bleiben. Enorm gefährlich ist der Offensivmann trotzdem, wenn man ihn nicht eng verteidigt. Besonders in Berlin war er mit einem Tor und zwei Vorlagen der entscheidende Mann. Noch ist aber unklar, ob Rama in Leipzig nach Rückenproblemen überhaupt mit von der Partie sein kann.

Auf der rechten Seite spielte zuletzt mit Offensivdrang der erst 19jährige Marius Wolf. Einer der in der Regionalliga schon sein Können zeigte, für den der Sprung in die zweite Liga aktuell aber noch ganz schön groß scheint. Was sich gelegentlich im Stellungsspiel oder im allgemeinen Verhalten bei allerlei Spielsituationen widerspiegelt.

Die Abteilung ‚Jugend forscht‘ war bei 1860 München schon immer sehr stark ausgebildet, wenn man an die Bender-Zwillinge oder an einen Moritz Leitner denkt. Und auch aktuell sind wieder eigene Spieler aus dem eigenen Nachwuchsstall in der Mannschaft. Neben Wolf zum Beispiel der 19jährige Julian Weigl auf der Sechs, der nach Gelbsperre wohl wieder ins Team rücken wird. Zumal der auffällige und von Darmstadt umworbene Yannick Stark (24) gelbgesperrt ausfällt.

Sehr jung ist auch der Linksverteidiger der Löwen Maximilian Wittek (19), der gegen Karlsruhe mit einem Traumtor aus 25 Metern Entfernung auffiel und ein spielstarker, moderner Linksverteidiger ist. Wesentlich robuster ist da schon der erst 20jährige Rechtsverteider Martin Angha. Der Schweizer kam vor der Saison aus Nürnberg und war zuletzt meist gesetzt. Sein Konkurrent Grzegorz Wojtkowiak (30) aus Polen wirkt jedenfalls sehr viel grobschlächtiger und zu unsicher im Passspiel, um die Position ausfüllen zu können.

Ergänzt wird das Team auf der Sechs durch den Spanier Ilie Sanchez (24), eine Ballverteilmaschine, der etwas die Torgefahr abgeht. Auch ein Spanier verteidigte zuletzt in der Innenverteidigung. Guillermo Vallori, der nach Verletzung seit sieben Spielen keine Minute auf dem Feld verpasst hat. Rechts neben ihm könnte der 24jährige Ur-Münchener und Kapitän Christopher Schindler zurückkehren. Oder auch der Uru­gu­a­yer Gary Kagelmacher (26) im Team bleiben, der nach Problemen zu Beginn der Saison inzwischen zumindest solide agiert.

Im Tor hat es sich derweil mit dem 22jährigen Stefan Ortega auch ein sehr junger Keeper bequem gemacht. Hinter dem Nürnberger Patrick Rakovsky ist Ortega der zweitjüngste Torwart der Liga. Einer, der auf der Linie über herausragende Reflexe verfügt. Aber auch einer, dem alterstypisch noch die Erfahrung fehlt, sodass auch immer mal ein kleiner Wackler beim Einschätzen von Spielsitationen zu bemerken ist.

Dass es rund um den TSV 1860 München in der bisherigen Saison unruhig zuging, sieht man auch daran, dass noch kein Spieler im Team in allen Spielen eingesetzt wurde und erst drei Spieler überhaupt auf je 16 Startelfeinsätze (bei 18 möglichen) kommen. Sprich, verlässlich war bisher lediglich der Wandel. Gerade mal knapp 63 Minuten standen die 11 meisteingesetzten Spieler der Löwen pro Spiel auf dem Feld, während es selbst bei verletzungsgebeutelten RasenBallsportlern fast 69 Minuten waren. Eine eingespielte Stammelf war der TSV bisher im Saisonverlauf noch nicht, wobei man diesbezüglich in den letzten Spielen doch anfing Konstanz zu entwickeln.

Wenn der TSV 1860 München so etwas wie eine Stärke hat, dann liegt die in Auswärtsspielen. Drei der insgesamt vier Saisonsiege holte man in der Fremde. 15 von 23 Toren erzielte man dort. Gerade die Orientierung hin zu einem Konterspiel mit kompakter Verteidigung hilft an der Stelle ungemein. Zumindest solange es denn mit dem kompakten Verteidigen klappt. Dass die Löwen hinter St. Pauli und deutlich vor dem Rest die meisten gelben Karten kassierten, ist in diesem Zusammenhang nämlich nicht unbedingt einer überharten Spielweise zuzuschreiben, sondern dass man in der Defensivarbeit auch gern mal zu spät kommt und entsprechend die Karten eher die Folge nicht ganz so guter Gesamtorganisation sind.

Gut würde sich für RB Leipzig gegen 1860 München in der Offensive Geschwindigkeit machen, um hinter die Verteidigungskette der Gäste zu kommen. Und auch Ballsicherheit wäre gegen die eher tief verteidigenden Löwen nicht ganz verkehrt. Könnten Yussuf Poulsen und Joshua Kimmich in die Startformation zurückkehren, dann hätte man in Bezug auf beide Eigenschaften wieder mehr Qualität im Team. Gerade bei Kimmich hat man in Aalen nach seiner Verletzung in mehr als Ansätzen schon wieder gesehen, wie er in Ball- und Passsicherheit all seine Mannschaftskollegen im Mittelfeld überragen kann.

Abgesehen davon wird man wegen der Jung-Sperre nach Platzverweis in Aalen auf den Außenverteidigerposten umbauen müssen. Wahrscheinlich dass Teigl rechts beginnt und Heidinger nach links auf die Position von Jung rutscht. Käme Kimmich zurück in die Startelf, hätte man wieder das aktuelle Topmittelfeld mit ihm, Demme, Khedira und Kaiser zusammen. Während im Sturm Frahn, Morys, Palacios Martinez und eben Poulsen zwei Plätze unter sich ausmachen. Poulsen/ Frahn wäre bei Verletzungsfreiheit wohl keine unwahrscheinliche Variante.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Coltorti – Teigl, Hoheneder, Compper, Heidinger – Demme, Khedira, Kimmich (Fandrich) – Kaiser – Frahn, Poulsen (Morys)
  • TSV 1860 München: Ortega – Angha, Kagelmacher (Schindler), Vallori, Wittek – Wolf, Weigl, Sanchez, Rama – Adlung – Okotie

Das Spiel zwischen RB Leipzig und dem TSV 1860 München hätte man vor der Saison vielleicht als Spitzenspiel antizipiert. Nun ist es das Duell 6 gegen 16. Gewissermaßen auch die Partie zweier Enttäuschter. Wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gesichtspunkten. Während bei RB Leipzig sich die Enttäuschung vor allem im Umfeld des Vereins auf die mehr als überschaubaren Offensivdarbietungen bezieht, während man punktetechnisch voll zufrieden sein kann, ist bei 1860 vom Hausmeister bis zum Fan in der Ecke im Oberrang wohl jeder enttäuscht über so ziemlich jeden Aspekt der Runde.

Das Spiel ist insofern für beide Mannschaften auch eines, das nicht nur die Ausgangsposition für die Spiele nach der Winterpause, sondern auch die Stimmungslagen verbessern kann. Bei RB Leipzig mag dies angesichts eines sportlich überragenden Jahrs etwas irrational sein, aber mit einem negativen Erlebnis in die Winterpause zu gehen, würde wohl gerade im Zuschauerumfeld zur Folge haben, eine gewisse Enttäuschung mit in die letzten 15 Spiele zu nehmen. Aber im Fall der Fälle soll es dann eben so sein.

Aus der Starformation des Hinspiels der damals 0:3 unterlegenen Löwen werden in Leipzig wohl noch fünf Spieler zu Beginn aufs Feld laufen: Okotie, Weigl, Sanchez, Wittek und Schindler oder Kagelmacher. Leonardo und Kiraly sind nicht mehr da (letzerer ging noch unter Moniz), Steinhöfer und Wood fielen in Ungnade und wurden in die zweite Mannschaft gesteckt (an Wood soll Kaiserslautern Interesse haben) und Edu Badia verletzt (Schambeinentzündung). Wenn bei RB Leipzig Poulsen und Kimmich zurückkehren, würden dagegen bis zu acht Spieler aus der Hinspielstartelf auch im Rückspiel in der Startelf stehen.

Fazit: Klar, dass man bei einem Spiel Sechster gegen Sechszehnter die Favoritenrolle nicht dem Gast zuschreiben kann. Zumal die Probleme des TSV 1860 unter neuem Coach nicht kleiner geworden sind. Andererseits verfügen die Löwen auf allen Positionen und vor allem im Offensivspiel weiterhin über genügend Qualität (auswärts erst zweimal ohne Tor diese Saison), um jedem Gegner in dieser Liga unangenehm zu werden. Diese spielerischen Qualitäten kann man unter Kontrolle bekommen, wenn man den Gast bearbeitet, wofür das aggressive Pressing von RB Leipzig schon mal eine gute Voraussetzung ist. Mal sehen, ob die RasenBallsportler im letzten Spiel vor der Winterpause noch mal den Zugriff finden.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den TSV 1860 München nicht vor Ort verfolgen kann und am 22.12.2014, ab 20.15 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky und bei Sport1.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. TSV 1860 München

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den TSV 1860 München. Mit Alexander Zorniger, Ralf Rangnick und Matthias Morys.

09.15

Guten Morgen allerseits, der letzte Akt des Jahres steht vor der Tür. Am Montag geht es gegen 1860 München. Gestern hat die Konkurrenz in der oberen Tabellenhälfte gewonnen. Würde drei Punkte für RB Leipzig im zweiten Rückrundenspiel noch wichtiger machen.

09.18

Grundsätzlich gilt wohl, dass man die Löwen aus München wohl kaum in einer besseren Phase als der jetzigen erwischen kann, weil das individuell gut besetzte Team aktuell kaum was auf die Reihe bekommt. Andererseits ist 1860 auch eine Art angeschlagener Boxer und die interessante Frage wird sein, ob sie die Mentalität mitbringen, sich aus dieser Situation befreien zu wollen. Qualitativ haben sie es auf jeden Fall drauf, auch in Leipzig zu punkten. Die Frage ist, ob sie das auch auf den Platz kriegen und wie es RB schafft, die Gäste am Spielen zu hindern.

09.23

20.000 Tickets sind für das letzte Spiel 2014 bisher weggegangen. Wird also irgendwas bis 25.000 Zuschauer werden. Ist ja auch eigentlich ein schöner Anlass ein insgesamt trotz der letzten Offensivprobleme aus RB-Sicht großartiges Fußballjahr noch mal würdig zu beschließen und zu feiern.

09.29

Gleich hier Zorniger, Rangnick und Morys mit den letzten Einschätzungen des Jahres. Vermutlich gibt es einiges an positiven Rückblicken. Macht ja auch Sinn.

09.39

Matthias Morys zu Aalen: “Schweres Spiel. Platzverhältnisse nicht so besonders. Aalen hat es wesentlich besser gemacht. Wir hatten gute 10 bis 15 Minuten. Nach dem Platzverweis müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Können mit dem Punkt leben. Gegen 1860 das Jahr mit einem Dreier krönen. 1860 individuell eine sehr, sehr gute Mannschaft. Wenn sie das auf den Platz bringen, wird es ein richtig dicker Brocken. Wir wollen noch mal alles auf den Platz bringen, was uns bisher stark gemacht hat.”

“Montagsspiele sind immer was besonderes, aber ein Samstagspiel wäre auch schön gewesen..” Weil es die Weihnachtspause verlängert hätte..

“Im großen und ganzen mit mir und der Mannschaftsleistung diese Saison zufrieden. Immer mal wieder Aussetzer, aber das kommt vor.” Weil die Liga auch stark sei. “Können stolz auf uns sein.” “Tabelle sagt nicht immer, wie stark ein Gegner ist.” Darüber erklären sich auch die Probleme in Aalen und Sandhausen.”

Warum die Offensivprobleme? “Spielen es allgemein schlechter aus im Aufbauspiel und in der Durchschlagskraft vorne. Arbeiten dran und trainieren es täglich.”

“Würde nicht sagen, dass wir vom Kopf her in manchen Halbzeiten nicht da sind, aber von außen sieht es vielleicht so aus. Gucken, dass wir am Montag die positiven Halbzeiten auf den Platz bringen.”

Neuer Rasen in der Red Bull Arena?: “Hoffe, wir können am Montag früh noch mal auf den neuen Rasen. Guter Platz ist für uns sicher von Vorteil.” Nicht so rutschiger Platz sei auch für einen antrittsstarken Spieler wie Morys von Vorteil.

09.47

Alexander Zorniger: Jung fällt gesperrt aus. “Für mich der konstanteste Spieler dieses Jahr”. Frahn gestern nicht im Training, sollte aber dabei sein. Auch Coltorti wird wohl spielen. Poulsen wird wahrscheinlich zurückkommen. Bis auf die Langzeitverletzten keine weiteren Ausfälle.

Zu Aalen: “Sehr guter Start, danach vieles zu passiv. Konnten uns individuell gar nicht mehr durchsetzen. Mussten mit dem Punkt absolut zufrieden sein. Zustand des Platzes ist komplett irrelevant. Man kann auch auf so einem Geläuf gute Spiele abliefern. Im letzten Spiel des Jahres geht es darum, noch mal alles rauszuhauen.”

Ralf Rangnick zu 1860: “Im letzten Spiel wäre es schön drei Punkte zu holen. Aber auch zu Weihnachten ist es kein Wunschkonzert. Müssen unsere Leistung bringen. Phantastischer Abschluss eines sehr erfolgreichen Jahres. Letztes Spiel vor Weihnachten, das im deutschen Profifußball stattfindet.” 1860 aktuell nicht gerade mit viel Selbstvertrauen.

Rangnick zu Bruno und Sabitzer und warum sie in Salzburg bleiben: “Sind beide erst vier, fünf Monate da und hatten verständliche Anpassungsprobleme. Sind jetzt erst regelmäßig in der Mannschaft. Macht keinen Sinn, sie jetzt schon wieder zu transferieren. Für keine Seite.”

Rangnick zur Hinrunde: “Überrascht hat mich eigentlich nichts. Sehr ausgeglichene Liga. Ob es die beste Liga aller Zeiten ist, darf man bezweifeln. Es wird wieder so sein wie die letzten Jahre. Es kommt auf Konstanz an.” Wenn sich die Mannschaft weiterentwickle, wird sie bis zum Schluss oben dabei sein. “Oben und unten bis zum Schluss spannend.”

Rangnick zu Ingolstadt: “Glaube nicht, dass sie einbrechen. Aber das kann man auch nicht wissen, falls sie Verletzungsprobleme kriegen. Überrascht mich auch nicht, dass sie eine sehr gute Saison spielen. Spielt noch mal das bisschen konstanter und mit und gegen den Ball ausgewogener als der Rest der Liga. Zurecht weit vorn.”

10.00

Zorniger: Wenn Poulsen fit ist, spielt er von Anfang an. Ob dann Frahn oder Morys an seiner Seite spielt, will der Trainer nicht verraten. “Erwarte von den Spielern wesentlich mehr Durchschlagskraft als in den letzten Spielen.”

Irgendwas mit Reus und Führerscheinen. RB-Spieler haben ihre Führerscheine alle beim Verein vorweisen müssen, als sie einen Dienstwagen erhalten haben.

Zorniger zu Offensivproblemen: Sei auch eine Frage des individuellen Könnens. Defensivspieler in der Liga seien besser, sodass sich die Offensivspieler sehr schwer taten, selbst wenn sie körperlich gut drauf waren. “Wenn du an einem Spieltag keine Torchance herausspielst, fehlt es in jedem Fall an individueller Qualität.” Aber auch Probleme als Team, an denen man arbeiten muss. In der Vorbereitung in der Trainingsarbeit “nachjustieren.” Aber offenbar auch personell. Balance zwischen Offensive und Defensive verbessern. Seien Spiele dabei gewesen, in denen man richtig gut war (Braunschweig, Paderborn, 1860 usw.), aber über die Runde war es nicht konstant genug. In der zweiten Liga müssen individuelle Qualität und Mannschaftskreativität zusammenspielen und verbessert werden.

Zorniger zur Entwicklung der Mannschaft: “Noch keine Analyse der Vorrunde durchgeführt, deswegen schwer zu beantworten.” Wenn man physisch und psychisch voll da sei, dann könne man in dieser Liga sehr gut mithalten. Auch gegen Ingolstadt in der zweiten Halbzeit gesehen. “Wenn wir das Mannschaftsspiel auf den Platz kriegen, hat es der Gegner schwer.” Einige Spieler haben sich auch individuell gut weiterentwickelt.

Zorniger zu Rebic: “Wird im Moment hier behandelt und geht über Weihnachten in die Heimat und wird dort behandelt. Wird hoffentlich im Trainingslager wieder einsteigen.”

Zorniger: Man werde vor dem Spiel sicher noch mal in der Red Bull Arena auf dem neuen Rasen trainieren.

10.18

Zorniger: Spieler, die sich weiterentwickelt haben, sind vor allem Bellot, aber auch Coltorti. Die Innenverteidigung auch trotz Alters mit Entwicklungsschritt. Anthony Jung “der überragende Spieler der Vorrunde”. Poulsen und Khedira. Letzterer habe das Glück gehabt, das immer auf ihn gesetzt wurde und habe das sehr gut gemacht, angesichts dessen, dass er sich in das Spielsystem hereinfinden musste. Mit Abstrichen auch Kimmich, der mit dem Hype um ihn umgehen muss.

Rückrunde konstanter?: Zorniger will im Vergleich zur Hinrunde noch mal einen Sprung machen. Ob das dann in der engen Liga noch mal zu höherer Konstanz führt, muss man sehen. “Augenmerk liegt ganz klar auf der Entwicklung von Mannschaft und Spieler, basierend auf der Analyse der Hinrunde.” Rangnick sieht insbesondere in den Auswärtsspielen eine schwere Rückrunde. Man müsse an der Torgefahr arbeiten, auch Torgefahr aus dem Mittelfeld. “Genug Entwicklungsmöglichkeiten.” Wenn man sich entwickle, sei vieles möglich. “Hilfreich wäre ein Dreier am Montag gegen 1860.”

Rangnick: Mateschitz mit der Gesamtentwicklung sehr zufrieden. Im Detail keine Analyse mit Mateschitz zu sportlichen Fragen. Das passiere mit Zorniger und dem Team.

Zorniger: Doha als Ziel des Trainingslager sportlich sehr reizvoll. “Sportlich das beste was uns passieren kann.”

Rangnick: Topbedingungen in Doha. Schon letzte Saison das Angebot gehabt. In der dritten Liga aber richtig sich dagegen zu entscheiden. Bedingungen auch finanziell sehr reizvoll. Salzburg gegen Leipzig als Testspiel dort. Frage danach, ob das Reiseziel aus Menschenrechtsfragen richtig bzw. fragwürdig sei, sei “populistisch”, weil man dann viele Länder der Welt in Frage stellen könnte. In Brasilien zur WM habe auch niemand nach Arbeitsbedingungen gefragt.

Rangnick: Entwicklung der U23 sehr prima. Auch U19 und U17 mit sehr positiven Entwicklung, nicht nur von den Tabellenplätzen her, sondern auch von der sportlichen Entwicklung eines Wiedererkennungswertes, was den Spielstil angeht.

Rangnick: Absoluter Befürworter der Youth League. Wenn sich Salzburg dafür qualifiziert hätte, hätte man sich sehr gefreut. Diskussion über zu große Belastung “Blödsinn”, da seien andere Sachen wie manche DFB-Lehrgänge überflüssiger.

Rangnick: Man mache sich Gedanken über Neuzugänge. Wenn dann Spieler holen, die auch über ein halbes Jahr hinaus helfen und die schnell integrierbar seien (Sprache). Bei Spielern mit wenig Spielpraxis werde man gucken, ob man Lösungen findet (sprich Leihen/ Abgänge). Zwischen den Zeilen klingt es bei Rangnick durch, dass man wohl vor allem überlegt, Langzeitausfälle wie Boyd und Franke sinnvoll aufzufangen. Sprich, Sturm und Innenverteidigung könnten wichtige Ziele für Neuverpflichtungen sein.

10.20

Info noch, dass die Vorverkaufszahl für 1860 bereits bei über 21.000 liegt. Christian Müller wird am Montag im Bullenfunk das Spiel als Co-Kommentator begleiten. Alexander Zorniger zudem noch mit einem Jahresenddank an die Journalisten für die meist sehr gute Zusammenarbeit. Friede, Freude, Eierkuchen im Konferenzsaal..

10.22

So, das war heute ein bisschen länger hier. Aber dafür auch das letzte Mal für die nächsten Wochen. Freuen wir uns auf den letzten Akt eines interessanten und vielschichtigen und erfolgreichen Jahres 2014. Viel Spaß mit dem Wochenende allerseits, einen schönen vierten Advent und dann bis Montag im Stadion. Bis dahin.

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