Wichtiges Duell im Tabellenmittelfeld

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei der SpVgg Greuther Fürth (12.12.2014, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Niklas Hoheneder. Ab 10.30 Uhr.]

Wenn man diese Form der Überzeichnungen mag, dann brauchte RB Leipzig nur ein paar Tage von einem Topduell gegen den Spitzenreiter Ingolstadt hin zum grauen Mittelfeldduell in Fürth. Der Anführer der Teams aus der unteren Tabellenhälfte trifft auf das Schlusslicht der Teams, die Richtung Aufstiegsränge gucken. Und die Gastgeber aus Fürth wollen nichts lieber, als ihre Ergebniskrise von vier Spielen ohne Sieg und nur einem Punkt aus den letzten drei Heimspielen mit einem Sieg zu beenden und wieder Anschluss an die vorderen Plätze zu erhalten.

Am 17. Spieltag gibt es zwar noch kein Muss in Sachen Siegen, aber eine weitere Niederlage wäre für die leisen Ambitionen Fürth fast schon ein Killer. Schon jetzt hat man sechs Punkte Rückstand auf Platz 3 und gar zwölf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Etwas viel für jenes Team, das in der vergangenen Saison via Relegation fast noch den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft hätte.

Deswegen und weil es lange so schien, als ob man in Fürth den letztjährigen Kader weitgehend zusammenhalten könnte, hatten viele die Franken auch ganz oben auf dem Zettel, was die diesjährigen Aufstiegskandidaten anging. Doch einige Abgänge später standen von den 11 meisteingesetzten Spielern der letzten Saison nur noch sechs im Kader. Baba, Brosinski, Stieber und Mavraj wechselten in die Bundesliga, Sparv nach Dänemark. Dazu fällt der letztjährige Topstürmer Ilir Azemi bereits seit seinem schweren Autounfall Mitte August aus und kommt offenbar auch noch nicht so schnell wieder zurück.

Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht weiter verwunderlich, dass Fürth ein wenig im Niemandsland der Tabelle festhängt. Sechs Punkte bis zum oberen Relegationsrang, sechs Punkte bis zum unteren Relegationsrang. Fünf gewonnene Spiele, fünf verlorene Spiele. Nicht sonderlich schlecht, aber auch nicht sehr gut. Es fehlt oft ein kleines Detail, um dann doch die drei Punkte mitzunehmen. Aus zwei, drei guten Chancen auch mal ein Tor zu machen wie in Darmstadt. Oder defensiv besser stehen wie in Düsseldorf, wo man binnen vier Minuten einen Vorsprung herschenkte und einem Rückstand hinterherrannte.

Fürth ist eine gut besetzte Zweitligamannschaft, die wie viele andere auch Probleme hat, wenn sie selbst das Spiel machen soll und auch mal ganz gut bis überragend aussieht, wenn man kontern kann. Für letzteres steht insbesondere das 5:1 im wichtigen Duell gegen den Nachbarn aus Nürnberg, das aber zu Saisonbeginn auch ein wenig den Blick für die realen Kräfteverhältnisse in der Liga verschleierte.

Die Fokussierung auf den Konterfußball wird durch das in den letzten Spielen gepflegte 4-4-2 mit einer Doppelsechs noch bestärkt. Wenn man mit diesem System mal Platz kriegt, weil man irgendwo im Mittelfeld den Ball gewonnen hat, kann es über die Flügel und einlaufende Stürmer schnell gefährlich werden. Wenn man diesen Raum nicht findet, hat man das Problem, dass man über die Außenpositionen zu wenig Überraschungsmomente schaffen kann und aus der Mittelfeldzentrale zu wenig Bindung zum Sturm besteht, sodass es oft relativ mühselig aussieht, wenn Fürth aus dem Ballbesitz heraus versucht, Tore zu erzielen.

Trainiert wird Greuther Fürth von Frank Kramer, einem erst 42jährigen Übungsleiter, der lange im Fürther Nachwuchs arbeitete, bevor er im Sommer 2011 zur U23 von Hoffenheim wechselte, von wo aus er im März 2013 wieder nach Fürth zurückkehrte, um dort die in der Bundesliga abgeschlagene Spielvereinigung zu übernehmen. Gut gemeistert hat Kramer die Herausforderung der letzten Saison, nach dem depremierenden Abstieg sofort wieder die Kurve zu kriegen und in der neuen Liga neu anzugreifen. Und auch in dieser Saison macht der sympathische Coach aus den in Fürth bestehenden Möglichkeiten (dass der Umbruch wegen der finanziell gewinnbringenden Verkäufe so groß war, gefiel Kramer überhaupt nicht) relativ viel. Bzw. das, was man nach all den Abgängen realistischerweise erwarten konnte.

Nicht zu den Abgängen gehörte Keeper Wolfganng Hesl, der seit 2012 in Fürth spielt. Der 28jährige Ex-HSVer und Dresdner fehlte in dieser Saison zwischenzeitlich für fünf Spiele, ist seit drei Spielen wieder dabei und konnte trotz kleinerer Unsicherheiten zuletzt zweimal torlos bleiben. Vielleicht am Rande erwähnenswert, dass Hesl 2011 auch in Leipzig im Gespräch war, sich damals sogar die Bedingungen vor Ort angeschaut haben soll, aber dann doch nicht zu Peter Pacult in die Regionalliga wechselte.

In der Innenverteidigung vor Hesl verteidigen Marco Caligiuri und Benedikt Röcker. Letzterer mit etwas gröberer, ersterer mit etwas feinerer Klinge. Caligiuri ist mit seinen 30 Jahren mit einiger Erst- und Zweitligaerfahrung aus Mainz, Duisburg und Braunschweig (100 Erstligaeinsätze) ausgestattet und spielte zwischen 2007 und 2010 schon in Fürth, bevor er diesen Sommer über die Stationen Mainz und Braunschweig wieder zurückkehrte. Sein Nebenmann Röcker ist mit 25 Jahren noch vergleichsweise jung und spielte einst bei der SG Sonnenhof Grossaspach unter Zorniger, bevor er zweieinhalb Jahre lang beim VfB Stuttgart in der zweiten Mannschaft unterkam, sich dort aber nicht dauerhaft für die erste Mannschaft empfehlen konnte. Mit der U23 des VfB Stuttgart war Röcker vor einem reichlichen Jahr auch direkter Augenzeuge des RB-Blitztores durch Frahn nach inzwischen zur Routine verkommenen Anstoßtrick.

Als linker Außenverteidiger hat sich Niko Gießelmann etabliert. Ein 23jähriger in Hannover ausgebildeter Spieler, der viel Dynamik mitbringt. Rechts spielte sich zuletzt der erst 20jährige Thomas Pledl ins Team, auch eher eine spielstarke Außenverteidigervariante. Alternativ steht auch Stephan Schröck (28) zur Verfügung, der sich in den letzten zwei Jahren in Hoffenheim und Frankfurt in der Bundesliga zu etablieren versuchte, aber schließlich einsah, dass er in Fürth fußballerisch zu Hause ist, zurückkehrte und dort jetzt zwischen defensiverer Position rechts hinten und offensiverer Position auf dem Flügel im Mittelfeld wechselt.

Im zentral-defensiven Mittelfeld ist Stephan Fürstner (27) gesetzt. Fürstner wurde bei den Bayern ausgebildet, kam vor fünf Jahren nach Fürth und ist dort verlässlicher Staubsauger vor der Innenverteidigung. Nicht gerade eine herausragende Kreativ- und Offensivkraft, aber unheimlich wichtig für die Balance im Spiel. Auf der zweiten Sechser-Position könnte der etwas offensivstärkere Goran Sukalo (drei Tore) spielen, der mit seinen 33 Jahren bereits auf fast 300 Zweitligaspiele zurückblicken kann. Möglichkeit Nummer 3 wäre Marco Stiepermann (23), der in Dortmund ausgebildet wurde, zwei Jahr lang führender Kopf im Cottbuser Mittelfeld war und in Fürth trotz kleinerer Anlaufschwierigkeiten fester Bestandteil des Teams ist und auch schon an vier Toren beteiligt war.

Möglich ist auch, dass alle drei zentralen Mittelfeldspieler auflaufen. Nämlich dann, wenn Coach Kramer vom 4-4-2 auf ein 4-2-3-1 zurückstellt. Dann würde Stiepermann wohl auf die Zehn rücken und Fürstner und Sukalo würden die Doppelsechs bilden.

Auf den Mittelfeld-Außenbahnen sollte die Wahl zwei aus drei lauten. Links könnte Tom Weilandt spielen, der der Topscorer im Team ist. Fünf Tore und zwei Vorlagen stehen zu Buche beim 22jährigen, ehemaligen Rostocker, der über gute Technik und viel Zug zum Tor verfügt. Wahlmöglichkeit Nummer zwei ist der schon genannte kampfstark-wuselige Stephan Schröck, der links und rechts spielen kann. Und Wahlmöglichkeit Nummer 3 ist Johannes Wurtz (22). Der ehemalige Saarbrücker, Bremer und Paderborner ist aber vermutlich die unwahrscheinlichere Wahl.

Blieben noch zwei Sturmplätze zu vergeben (zumindest im 4-4-2). Zum einen wäre da der 21jährige Kacper Przybylko, der vergangene Saison noch von Köln nach Bielefeld verliehen war, jetzt aber endgültig Köln verließ und nach Fürth wechselte. Przybylko ist ein ziemlich bulliger, aber auch schneller Stürmer, der bisher vier Tore erzielte, aber auch schon drei vorbereitete. Nicht ganz so bullig ist der mit 22 Jahren ebenfalls noch sehr junge Stürmer Robert Zulj. Der Österreicher kam vor der Saison aus Salzburg, die ihn erst ein halbes Jahr zuvor aus Ried geholt hatten. Zulj saß in Fürth lange nur auf der Bank, ist aber seit fünf Spielen in der Stammelf und traf seitdem zweimal (in Düsseldorf). Zulj ist wohl insgesamt eher der Typ Konterspieler, der es versteht, im Strafraum so einzulaufen, dass Zuspiele von außen auch verwertet werden können.

Der Kader von Greuther Fürth verfügt auf vielen Positionen über ordentliche Erst- und Zweitligaerfahrung, aber wenn man an die Stürmer oder an die Außenverteidiger denkt auch über einige entwicklungsfähige Talente. Insgesamt hat man eine gute Zweitligamischung zusammen, für die extrem viel passen müsste, um so konstant aufzutreten, dass man wirklich ernsthafter Aufstiegsaspirant werden könnte. Aber man verfügt trotzdem über die Qualität, es in der zweiten Liga in einem einzelnen Spiel mit jedem Gegner aufnehmen zu können. Insbesondere dann, wenn die Defensive wie in den letzten beiden Spielen steht und wenn die für die offensive Kreativität wichtigen Außenbahnen gut funktionieren.

Auf Seiten von RB Leipzig wird kadertechnisch bis zum Freitag wohl noch ein bisschen gepuzzelt werden. Terrence Boyd ist nach seinem Kreuzbandriss für lange, lange Zeit raus aus dem Sturm. Wo in Fürth auch Daniel Frahn gelbgesperrt fehlen wird. Unklar ist aktuell noch die Situation von Yussuf Poulsen, der Probleme mit dem Oberschenkel hat. Wenn Poulsen auch ausfällt, würden faktisch im Sturm nur noch Morys und Rebic übrigbleiben. Wobei Rebic für Zorniger aufgrund dessen Fitnesszustand bisher keine Option für die Startelf war. Vielleicht macht das ja den Weg frei für Tom Nattermann aus dem Nachwuchs. Auf jeden Fall wird Zorniger im Sturm ganz schön zaubern müssen. Eine Überraschungsoption wie Georg Teigl wäre möglich, aber gegen eine eher tief verteidigende Mannschaft auch nicht sehr naheliegend.

Aufgrund der geringen Stürmerauswahl wird Dominik Kaiser wohl auf die Zehn zurückkehren. Demme und Khedira sind dahinter gesetzt. Der dritte Platz geht dann an Kalmár oder Hierländer oder (für den unwahrscheinlichen Fall einer Blitzheilung inklusive Blitzfitnessisierung) Joshua Kimmich. Und in der Verteidigungskette müsste nach Lage der Dinge Georg Teigl wieder zurückkehren. Insgesamt viel Raum für Umstellungen jedenfalls.

Mögliche Aufstellungen:

  • Greuther Fürth: Hesl – Pledl, Röcker, Caligiuri, Gießelmann – Schröck (Wurtz), Fürstner, Sukalo (Stiepermann), Weilandt (Schröck) – Zulj (Stiepermann), Przybylko
  • RB Leipzig: Coltorti – Teigl, Hoheneder, Compper, Jung – Demme, Khedira, Kalmár (Hierländer) – Kaiser – Morys, Poulsen (Rebic, Nattermann)

Das Spiel in Fürth ist der Auftakt in die letzte Phase des Jahres. Nur noch drei Spiele sind es bis zur Winterpause in einer englischen Woche, die aufgrund ihres Rhythmus von Freitag-Mittwoch-Montag für die RasenBallsportler wieder die längstmögliche aller englischen Wochen ist. Drei Spiele in 11 Tagen lautet das, angesichts eines sowieso in vielen Teilen langsam auf dem Zahnfleisch kriechenden Kaders, anspruchsvolle Programm. Das noch dadurch anspruchsvoller wird, dass RB gegen Ingolstadt auch erst am Sonntag spielte und so vier Spiele in 16 Tagen bestreiten muss. Der eine Tag mehr Vorbereitungs- und Erholungszeit, den Fürth dank samstäglichen Spiels hatte, könnte jedenfalls ein kleiner Vorteil im direkten Duell sein. Da man in Darmstadt ein nicht gerade unintensives Spiel hatte, dürfte dies aber wohl keine allzu große Rolle spielen.

Fazit: Es ist für beide Mannschaften ein sehr wichtiges Spiel, aus dem sie drei Punkte brauchen, um oben dran zu bleiben bzw. wieder Anschluss an die Aufstiegsanwärter zu bekommen. Nach beidseitig zuletzt ergebnistechnisch eher negativen Erlebnissen wird es im direkten Aufeinandertreffen wohl vor allem darauf ankommen, wer stärker von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt ist. Sollte Fürth wie schon teilweise in Darmstadt verstärkt auf lange Bälle setzen, könnte das Spiel für die Zuseher zu einem harten Brot werden. Versuchen sie mitzuspielen, könnten sie andererseits auch schnell mal (wie beim 0:3 gegen Karlsruhe) ins offene Messer laufen.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth nicht vor Ort verfolgen kann und am 12.12.2014, ab 18.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. SpVgg Greuther Fürth

  • keine

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth. Mit Alexander Zorniger und Niklas Hoheneder. Ab 10.30 Uhr.

10.20

Na dann. Nach der Niederlage gegen Ingolstadt gibt es nur wenig Zeit zum Nachdenken, sondern geht es gleich in das nächste Spiel. Diesmal geht es nach Fürth. Auch keine einfache Aufgabe, zumal der Gastgeber angesichts der Tabellensituation ein wenig unter Druck steht.

10.25

Letztes Spiel der Hinrunde, drittletztes Spiel vor der Winterpause. Auch für RB Leipzig ist die Partie in Fürth nicht unwichtig. Zumindest wenn man bis zur Winterpause nicht noch entscheidenden Rückstand auf die Tabellenspitze ansammeln will.

10.28

500 Tickets, so vermeldete der Verein vorhin, seien an RB-Fans für das Auswärtsspiel in Fürth im Vorverkauf verkauft worden. Läuft also auch auf durchaus vernünftige Unterstützung am Freitagabend in Fürth hinaus.

10.38

Niklas Hoheneder zu Ingolstadt: “Haben wir in der ersten Halbzeit verloren. Kein guter Auftritt. in der zweiten Halbzeit ganz anderen Fußball gespielt, nämlich den, den wir uns vorgenommen hatten. Tut uns weh, dass sich Terrence Boyd verletzt hat. Wollen in Fürth dort anknüpfen, wo wir gegen Ingolstadt in der zweiten Halbzeit aufgehört haben. Ist auf jeden Fall sehr viel drin gegen Greuther Fürth.”

Sei egal gewesen, dass das Comeback in Sandhausen aus dem Kalten und ungeplant war. Habe ihm Leid getan für Tim Sebastian.

“Bin zu 100% in der Lage, der Mannschaft zu helfen. Arm hindert mich nicht mehr im Spiel, fühlt sich aber noch nicht so an wie vor der Verletzung.” Müsse noch Muskulatur aufbauen.

“Wissen, wo Fürth die Schwächen hat. Sind aber ballsicher und trauen sich viel zu. Haben robuste Stürmer, die im 16er stark sind.”

Niklas Hoheneder kriegt jetzt noch nen Schwibbogen vom MDR geschenkt. Bezieht sich wohl auf ein Interview am Anfang der Saison, als er nichts über das Erzgebirge wusste.

10.51

Zorniger: “Vorne wird es eng.” Boyd wird heute operiert. Frahn gesperrt. Poulsen musste gestern eine Laufeinheit abbrechen. Kimmich könnte heute wieder ins Training einsteigen, aber war zu lange verletzt. “Tendiere dazu, ihn nicht mitzunehmen.” Teigl kommt zurück. Franke, Ernst und Sebastian sind (weiter) verletzt raus. Sebastian könnte nächsten Mittwoch in Aalen wieder dabei sein.

“Fürth mit sehr gutem Trainer. Sehr kampfstark. Körperlich beeindruckend. Publikum wird sie ständig nach vorne peitschen. Der Atmosphäre müssen wir uns stellen und uns durchsetzen. Werden uns mit allem, was uns zur Verfügung steht, wehren.”

Ante Rebic und seine Fitness für 90 Minuten? Zorniger glaubt nicht, dass er so lange durchhalten kann, aber aufgrund der Sturmsituation wird Rebic wohl in der Startelf stehen. Man habe darüber nachgedacht, Nattermann mit in den Kader zu nehmen, aber bisher sei das “kein Thema.” “Stand jetzt” zumindest.

Man wolle Fürth gegen den Ball unter Druck setzen. So wie gegen Ingolstadt in der zweiten Halbzeit. “Kompaktheit, Mut nach vorne. Mut auch zum Nachschieben.” Über das “Teamplay” die individuellen Stärken ausspielen.

Schon länger das Gefühl, dass für einige die Winterpause schnell kommen sollte. Aber es sind Profis und deswegen muss man nicht jammern. Gehe darum, sich mental auf die Aufgaben einzustellen und sich durchzubeißen. Zorniger habe auch das Gefühl, dass es mit den Belastungen der zweiten Liga noch mal zunehme, dass Spieler auf dem Zahnfleisch kriechen. Man müsse jetzt “noch mal richtig Gas geben”, dann könne man am Ende sagen, dass man ein rundum sehr gutes Jahr gespielt habe.

“Poulsen hatte für Kopf und Beine ein unheimlich intensives Jahr. Vielleicht das intensivste aller Spieler.”

Zorniger habe dem Schiedsrichter nach dem Spiel gegen Ingolstadt nur erklärt, wie er seine Leistung sieht. Keine Beleidigungen oder ähnliches. Schiedsrichter habe ihm auf dem Bogen vermerkt. Von Verbandsseite sei ihm signalisiert worden, dass der Schiedsrichter mit diesem Vermerk etwas übertrieben habe..

10.57

Zorniger zu Niklas Hoheneder: Habe in seiner Verletzungszeit Muskelmasse verloren. Habe gegen Ingolstadt seine Sache gut gemacht. “Erhoffe mir noch mehr Qualität in der Offensive bei Standardsituationen.”

Das war es schon von hier. Kurze Sache, sowohl mit Niklas Hoheneder als auch mit Alexander Zorniger.

Ohne Stammstürmer nach Fürth. Könnte auch einfachere Aufgaben geben. Aber ist ja auch eine Situation, in der sich andere Spieler mal zeigen können. Auch ein Palacios Martinez und ein Teigl wurden hier als Sturmoptionen neben Rebic und Morys genannt. Dass es Poulsen schafft, bleibt sehr unwahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich.

Man darf gespannt sein, wie Zorniger das Sturmpuzzle lösen wird. Und wie sich die Mannschaft in Fürth schlägt. Gerade die körperliche Robustheit dürfte eine Herausforderung werden.

In diesem Sinne viel Spaß mit dem Spiel in Fürth. Ganz egal, ob ihr vor Ort oder vor welchem Medium auch immer dabei seid.

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2 Gedanken zu „Wichtiges Duell im Tabellenmittelfeld“

  1. Ohne zu pesimistisch zu sein. Man kann sich über jeden Punkt aus den nächsten 3 Spielen freuen. Die Mannschaft ist arg gebeutelt und geht auf dem Zahnfleisch, das zeigen auch die letzten Aussagen der Verantwortlichen. Ich erwarte da nicht mehr viel dieses Jahr.

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