Augsburg im Paderborn-Gewand

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur DFB-Pokal-Partie von RB Leipzig gegen den SC Paderborn (17.08.2014, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Diego Demme.]

Weiter geht es mit dem Sport. Übrig geblieben ist für RB Leipzig aufgrund des Aufstiegs in die zweite Liga nur noch ein Pokalwettbewerb. Durch den Sachsenpokal zu schippern, war sicherlich in der Vergangenheit für manch einen ein ganz annehmbares Erlebnis, auch wenn es sportlich nicht immer gut ausging. Nun kann man sich aber voll und ganz auf den DFB-Pokal konzentrieren, in dem RB Leipzig vielleicht ja schon zum letzten Mal im Amateurtopf gelandet ist und den SC Paderborn gezogen hat.

Zum dritten Mal nimmt man am bundesweiten Pokalwettbewerb teil. Bisher stehen ein Sieg (gegen Wolfsburg) und zwei Niederlagen (jeweils gegen Augsburg) zu Buche. Auch im vierten Spiel trifft man auf einen Bundesligisten. Der wie der FC Augsburg im vergangenen Jahr und vor drei Jahren nicht den ganz großen Namen hat, dafür sportlich aber ziemlich unangenehm ist.


Wie der FC Augsburg vor drei Jahren ist auch der SC Paderborn ein frisch gebackener Aufsteiger in die Bundesliga, der sich durch eine kompakte, klar durchdachte Spielanlage auszeichnet, gegen die es sich schwer anspielt. Zudem fällt der Pokal-Effekt der Unterschätzung bei einem Verein wie Paderborn weg, da man noch zu frisch Bundesligist ist, um sich so etwas wie Überheblichkeit gegenüber einer Liga zugelegt zu haben, in der man bis letztes Jahr selbst noch gespielt hat.

Dass Paderborn in die neue Saison als Erstligist geht, dürfte sowieso zu den größeren Wundern der jüngeren deutschen Fußballgeschichte gehören (selbst der Braunschweiger Aufstieg 2013 war im Vergleich dazu fast schon normal). Zumal vor einem Jahr noch nichts auf diese besondere Story hindeutete. Mit André Breitenreiter war wieder mal ein neuer Trainer gekommen und früh in der Saison in die Krise geraten. Im DFB-Pokal Ende September in der zweiten Runde mit mehr als mäßiger Leistung in Saarbrücken ausgeschieden (woraufhin Diego Demme, damals noch Paderborner, wegen unkollegialem Verhalten auf dem Platz nach dem Spiel suspendiert wurde). Dazu in der Liga zum selben Zeitpunkt nach neun Spielen mit nur neun Punkten Drittletzter in der Tabelle. Nichts deutete auf ein Aufstiegswunder hin.

Und doch steht man jetzt in der Bundesliga. Was man zu einem nicht unwesentlichen Teil der Arbeit von Coach André Breitenreiter verdankt. Der die Krise mit Unterstützung der Ruhe bewahrenden Vereinsführung meisterte und seine Ideen konsequent umsetzte und seinem Team einimpfte. Und damit fortsetzte, was er zuvor auch schon in Havelse gezeigt hatte. Nämlich, dass er in der Lage ist, ein Team so zu coachen, dass es über das eigentliche Leistungsvermögen deutlich hinauswachsen kann. Denn schon die Zeit in Havelse war eine pure Erfolgsstory, bei der Breitenreiter aus einem Fast-Regionalliga-Absteiger ohne größere finanzielle Mittel ein Team formte, das 2012/2013 relativ lange um den Aufstieg in die dritte Liga mitspielte.

Ähnliches nun also in Paderborn, das in der vergangenen Saison budgettechnisch zu den unterdurchschnittlichen Teams der zweiten Liga gehörte und trotzdem und trotz des ungünstigen Saisonstarts am Ende aufstieg. André Breitenreiter dürfte spätestens jetzt in einem Atemzug mit Leute wie Augsburg-Coach Markus Weinzierl genannt werden und zu den interessanten Trainernamen der Republik gehören. Einer, dem man durchaus eine längere, erfolgreiche Karriere in der höchsten deutschen Spielklasse zutrauen kann, auch wenn er irgendwann nicht mehr in Paderborn Trainer sein sollte. Weil er offenbar in der Lage ist, modernen spieltaktischen Anforderungen gerecht zu werden.

Was es letztlich für RB Leipzig ähnlich schwierig macht wie in den letzten beiden Pokalspielen gegen den FC Augsburg als man es mit einem gut organisierten, kompakten Gegner zu tun hatte, der eher auf das schnelle Umschaltspiel denn auf Ballbesitz setzte. War die Begegnung zwischen 1860 München und RB Leipzig am vergangenen Sonntag noch ein Aufeinandertreffen völlig unterschiedlicher Spielphilosophien, dürften sich die Spielanlagen beim Aufeinandertreffen von RB Leipzig mit dem SC Paderborn eher ähneln. Konsequentes Anlaufen schon im Mittelfeld und in der Spitze und der Versuch mit hohen Ballgewinnen in schnelle Abschlüsse zu kommen.

Aus Sicht von RB Leipzig sicherlich eine unangenehme Variante, denn wenn man in den vergangenen Zorniger-Jahren Probleme hatte, dann mit Mannschaften, die selbst einen aggressiven, nicht zuvorderst ballbesitzorientierten Stil pflegten. Wenn dieser noch von einem Bundesligisten mit entsprechenden individuellen Fähigkeiten gepflegt wird, dann potenziert sich die Problematik noch. Wobei die Partien gegen die (nicht ganz so aggressiven) Augsburger trotz der Niederlagen auch gezeigt haben, dass man grundsätzlich mit dem ligenhöheren Team mithalten kann und man in beiden Spielen eher an mangelnder Cleverness, dem fehlenden allerletzten Mut bzw. ungünstigem Spielverlauf gescheitert ist, denn daran, dass man komplett unterlegen gewesen wäre. Trotzdem, kein Tor in den beiden Spielen gegen Augsburg zeigen auch, dass man sich jeweils schwer tat mit den bundesligareifen Abwehrleistungen des Kontrahenten.

Inwieweit Paderborn auch (schon) bundesweit verteidigt, wird sich erst noch zeigen. In der Hinrunde der letztjährigen Zweitligasaison war man mit 32 Gegentoren noch so etwas wie die Schießbude der Liga. In der Rückrunde kassierte man allerdings nur noch halb so viele Treffer und legte auch damit den Grundstein für den Aufstieg. In der Vorbereitung auf die Bundesliga ließ man zuletzt gegen teils namhafte Gegner auch nicht allzu viele Gegentore zu, nachdem man zu Beginn der Vorbereitung vor sieben Wochen noch mit 0:4 gegen den Viertligisten SC Verl untergegangen war. Ähnliches ist am Ende der langen Vorbereitung im ersten Pflichtspiel wohl nicht mehr denkbar, da genau auch dem Aspekt des Umschaltens nach Ballverlust vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Nicht mithelfen bei der Arbeit auf dem Platz wird in Leipzig wegen einer Meniskusverletzung Mittelfeldmann und Standard-Experte Alban Meha, der letzte Saison mit 12 Toren in 25 Einsätzen noch wichtiger Bestandteil der Aufstiegself war. Mit dabei sein wird entgegen anderslautender Befürchtungen von Anfang der Woche dagegen wahrscheinlich Keeper Lukas Kruse. Mit 31 Jahren und 138 Zweitligaspielen ein erfahrener Rückhalt. So richtig Stammkeeper ist Kruse, der bis auf zwei eher erfolglose Jahre in Dortmund und Augsburg durchgängig in Paderborn aktiv war, allerdings erst seit 2011.

Vor Kruse ist in der Innenverteidigung Kapitän Uwe Hünemeier gesetzt, der in Dortmund eine Handvoll Bundesligaeinsätze sammelte, sich aber nie final durchsetzen konnte. In drei Jahren Cottbus entwickelte er sich zwischen 2010 und 2013 zu einer festen Zweitligagröße und macht in Paderborn nun den nächsten Schritt hin zu einer zentralen Figur in einem Bundesligateam. Neben dem 28jährigen Hünemeier dürfte entweder das Paderborner Eigengewächs Christian Strohdiek (26 Jahre) oder der vor zwei Jahren aus Unterhaching gekommene Patrick Ziegler (24 Jahre) verteidigen.

Hinten links scheint sich das vor einem Jahr von Werder Bremen gekommene Talent Florian Hartherz (21 Jahre) durchgesetzt zu haben. Alternativ stünde der ehemalige Erfurter Daniel Brückner, der seit 2009 in Paderborn zu Hause ist und zum Publikumsliebling wurde, parat. Mit seinen 33 Jahren wird Brückner aber wohl langsam vornehmlich zum (gefährlichen und technisch beschlagenen) Ergänzungsspieler. Rechts hinten sollte die Viererkette von Jens Wemmer (28 Jahre), der auch schon in sein siebtes Jahr in Paderborn geht, ergänzt werden. Alternative ist hier der 22jährige Michael Henloth, der vor einem Jahr in Nürnberg noch als nicht bundesligatauglich aussortiert wurde.

Im Mittelfeld wird viel davon abhängen, ob Breitenreiter im 4-4-2, 4-1-4-1 oder im 4-2-3-1 antreten wird. Aufgrund der Stärken von RB Leipzig im Zentrum ist wohl letzteres wahrscheinlicher. In der Mittelfeldzentrale dürfte dabei das defensive Herzstück Mario Vrancic auflaufen. Mit fünf Toren und zehn Vorlagen war der 25jährige in der vergangenen Saison auch Richtung Offensive sehr wichtig. Neben Vrancic würde dann Marvin Bakalorz auflaufen. Der 24jährige, der sich in Frankfurt und Dortmund nicht entscheidend durchsetzen konnte, wurde nach einem halben Leihjahr nun fest verpflichtet.

Geht man von einem 4-2-3-1 aus, dann wird die offensive Dreiermittelfeldreihe wohl zum einen aus Lukas Rupp bestehen, der aus Mönchengladbach nach Paderborn wechselte, wo der inzwischen 23jährige 2012 schon mal für ein halbes Jahr spielte. Süleyman Koc (25 Jahre) kam im Januar aus Babelsberg, wo er nach Gefängnisaufenthalt spielte und mit seinen fußballerischen Fähigkeiten angesichts des Regionalligaumfelds immer ein wenig deplatziert wirkte. Nummer drei in dieser Reihe wäre dann möglicherweise Moritz Stoppelkamp, der im Sommer von 1860 München kam bzw. gerade noch rechtzeitig den Absprung schaffte, wenn man sich die aktuell chaotische Lage bei den Löwen anschaut. 6 Tore und 13 Vorlagen bei 1860 in der vergangenen Saison sind seine vorzeigbare Bilanz. Mit dem aus Dresden bekannten Flügelspieler Idir Ouali (26), Marc Vucinovic (25), den Breitenreiter aus Havelse mitbrachte und dem erst 18jährigen Mirnes Pepic gäbe es hinter den dreien auch noch genügend Alternativen.

Alternativen ist auch das Stichwort für den Sturm, wo natürlich der Ex-RBLer und Neu-Paderborner Stefan Kutschke zumindest aus hiesiger Sicht herausragt. Kutschke wird in Leipzig sicherlich einen warmen Empfang kriegen und hat zudem keine schlechten Karten, von Beginn an aufzulaufen. Mit seiner kämpferischen Art und seinem Einsatz in dieser Partie, in der er besonders motiviert sein wird, ein unangenehmer Gegenspieler für die RB-Innenverteidigung.

Alternativ zu Kutschke steht Mahir Saglik, 31jähriger Wandervogel, bereit, der in der letzten Saison in Paderborn sesshaft wurde und mit 15 Treffern erheblich zum Aufstieg beitrug, in der Vorbereitung aber ein wenig wegen fehlender Systemtreue in Ungnade fiel. Nicht vergessen sollte man auch Marvin Ducksch, den Paderborn für ein Jahr leihweise aus Dortmund holte, wo sich das 20jährige Talent bisher nicht entscheidend durchsetzen konnte. Ducksch kennt man natürlich noch aus der dritten Liga im letzten Jahr, wo er sich als ballsicherer und abschlussstarker Stürmer zeigte, der die Option Nummer 1 sein dürfte, falls sich Breitenreiter doch für ein 4-4-2 entscheiden sollte. Ein System, in dem Ducksch sehr gut den hängenden Stürmer spielen könnte. Und da haben wir noch nicht mal über den ehemaligen Gladbacher Elias Kachunga (22) gesprochen, der vom Mittelstürmer bis hin zum Flügel auch alle Positionen besetzen könnte.

Das Team von André Breitenreiter wirkt insgesamt recht ausgeglichen besetzt und vernünftig zusammengestellt. Sicherlich kein Überkader, aber einer mit dem man in der zweiten Liga auf jeden Fall zu den großen Favoriten gehören würde. Verstärkt hat man sich vor allem offensiv, wo man dadurch auch auf jeder Position mindestens doppelt besetzt ist und entsprechend über eine ordentliche Kadertiefe verfügt. Je weiter man zurück Richtung Defensive geht, desto länger gehören die Spieler dem Verein schon an. Sodass das Spiel des SC Paderborn auf einem funktionierenden und eingespielten Fundament stehen dürfte.

Auf RB-Seiten fehlen weiter die Langzeitverletzten Coltorti, Franke, Ernst und Boyd. Abgesehen davon sollten eigentlich alle Spieler an Bord sein. Größere Veränderungen gegenüber der Startelf aus dem Spiel gegen 1860 sind allerdings nicht zu erwarten. Möglich höchstens, das Neuzugang Marvin Comper erstmals in die Innenverteidigung rutscht, aber auch dies ist nach den eigentlich guten Leistungen der beiden Innenverteidiger Sebastian und Hoheneder zuletzt eher unwahrscheinlich.

Mögliche Aufstellungen:

  • SC Paderborn: Kruse – Wemmer, Strohdiek, Hünemeier, Hartherz – Bakalorz, Vrancic – Koc, Rupp (Ducksch), Stoppelkamp (Ouali) – Kutschke (Saglik)
  • RB Leipzig: Bellot – Teigl, Hoheneder, Sebastian (Compper), Jung – Demme, Khedira, Kimmich – Kaiser – Poulsen, Frahn

Letztlich ist der SC Paderborn, auch wenn das die Buchmacher anders sehen, als Erstligist natürlich Favorit. Schließlich sind sie nicht umsonst aufgestiegen, sondern weil sie in der vergangenen Saison die zweitbeste Zweitligamannschaft waren. Wovon RB Leipzig noch ein ganzes Stück entfernt ist. Ein kleiner Vorteil könnte darin bestehen, dass die RasenBallsportler bereits zwei Pflichtspiele absolviert haben und entsprechend schon mehr im Saft stehen als der SC Paderborn. Andererseits weiß man bei RB auch nicht wirklich, was einen mit dem SC Paderborn erwartet, da Testspiele diesbezüglich nur wenig Aussagekraft haben.

Bliebe noch der Heimvorteil, der im Fall der Fälle für RB spricht. Vor allem, wenn es ein umkämpftes, lange offenes Spiel wird. Was angesichts zweier sich ähnelnder Systeme und einem resultierenden Abnutzungskampf durchaus zu erwarten wäre. Zumal die Abstände zwischen einem Zweitligateam, das vermutlich mit dem Abstieg nichts zu tun haben und einem Erstligisten, der ausschließlich gegen den Abstieg kämpfen wird, zwar vorhanden, aber nicht extrem sind.

Fazit: Der SC Paderborn ist gewissermaßen der Wiedergänger des FC Augsburg aus den letzten Pokalpartien von RB Leipzig. Ein gut organisiertes Team mit sehr gutem Trainer und vernünftiger Besetzung, das ohne größere Versuchungen, den Zweitligisten zu unterschätzen, nach Leipzig reisen wird. Angesichts dieser Voraussetzungen ist Paderborn zumindest leichter Favorit. Heimvorteil und schon zwei Runden Pflichtspielpraxis sprechen allerdings für RB und könnten zu einer spannenden Partie mit völlig offenem Ausgang führen.

[Wer das DFB-Pokal-Spiel von RB Leipzig gegen den SC Paderborn nicht vor Ort verfolgen kann und am 17.08.2014, ab 18.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. SC Paderborn

  • keine

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Bisherige DFB-Pokalrunden von RB Leipzig

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den SC Paderborn. Mit Alexander Zorniger und Diego Demme.

10.24

Na dann, wieder mal DFB-Pokal. Für die ganz fleißigen RB-Gucker ist es das vierte Mal. Nach Wolfsburg und zweimal Augsburg nun Paderborn. Am Sonntagabend. Für Flutlichtatmosphäre wird das Spiel leider etwas früh angepfiffen. Könnte man wohl nur bei einer Verlängerung ansatzweise in den Genuss kommen. Muss man halt gewinnen, dann hat man das Flutlichtspiel in der nächsten Runde..

10.27

Paderborn ist nach dem Aufstieg ein wenig eine Unbekannte. Aus den letzten Testspielen könnte man schließen, dass sie schon ganz ok drauf sind, aber so richtig weiß man nicht, welchen Sprung sie im Vergleich zur Vorsaison gemacht haben. Gegen ein RB Leipzig, das weiterhin mit einem, höchstens zwei Neuzugängen aufläuft, ist man aber als gewachsene, ehemalige Zweitligamannschaft trotzdem erstmal in der Favoritenrolle.

10.28

Gleich geht es los. Diego Demme ist schon da und wird sicherlich gleich auch zum Ex-Club SC Paderborn befragt..

10.35

Diego Demme: “Freue mich riesig gegen die alten Kollegen zu spielen und denen das Stadion zu zeigen. Wollen natürlich gewinnen. Grundgerüst von Paderborn ist geblieben. Vorn haben sie sich verstärkt. Spielen immer kompakt und versuchen schnell umzuschalten.”

“Gegen Aalen waren die letzten Minuten fitnessmäßig noch schwer. In München hab ich schon gemerkt, dass ich mehr Power habe. Gegen Paderborn bin ich vielleicht schon bei 100%.”

“Werden vorn pressen und hoffen, dass Paderborn nicht so gut damit klar kommt. Wird entscheidend sein, dass wir aggressiv angreifen.”

Zu Breitenreiter: “Kontakt zu ihm habe ich keinen mehr. Bin gut mit ihm klargekommen bis auf die Situation mit der Suspendierung. Spielen mehr auf Ballbesitz wie wir, setzen aber trotzdem auf Umschaltspiel und Pressing.”

Vergleich Paderborn-Leipzig hinsichtlich der Euphorie: “Schwer zu sagen. Kann nicht beurteilen, wie sich die Stadt hier verändert hat. Starten voller Euphorie.”

“Meine Lieblingsposition ist schon die Sechs, aber Rani macht das auf der Sechs sehr gut. Zusammen mit Kimmich auf der Acht macht es auch viel Spaß.”

10.54

Alexander Zorniger: “Favoritenrolle geht an Paderborn. Spiel kann man mit Augsburg letztes Jahr vergleichen. Paderborn wird nicht mit Leichtsinn anreisen. Werden in der Vorbereitung eine Mentalität eingeimpft bekommen haben, in jedem Spiel alles zu geben, um die Bundesliga zu halten. Macht es für uns nicht einfacher, da der Faktor Fehleinschätzung seitens des Bundesligisten wegfällt. Werden sehen, welchen Schritt wir seit letztem Jahr gemacht haben. Große Euphorie in der Mannschaft. Gefällt mir nicht immer, weil sie manchmal zu viel wollen und im Training die taktische Ordnung nicht ganz halten.”

Mannschaft mache einen homogenen Eindruck. Kadertechnisch könne Compper ins Team rücken. Die Spieler von letzte Woche haben es aber gut gemacht.

Paderborn mit schnellen Außenspielern. Auf seinen Ex-Spieler Kutschke könne Zorniger durchaus auch verzichten in dem Spiel. Offensivstarke Außenverteidiger. Hünemeier kopfballstark. “Gesamtentwicklung in Paderborn sehr positiv.”

Frahn habe in München gegen den Ball sehr viel richtig gemacht. Was nicht so gut war, habe man wie mit anderen Spielern aufgearbeitet und analysiert. “Drei von vier Stürmern haben in München getroffen. Da muss man sich keine Gedanken machen, wenn Frahn mal nicht trifft.”

Dass es für Paderborn das erste Pflichtspiel ist, könne ein leichter Vorteil sein. Könne sich aber dadurch aufheben, dass Paderborn 100% motiviert anreist.

Zu Ante Rebic: “Ein bisschen angeschlagen. Probleme am Fuß. Müssen wir dran arbeiten. Am Montag könne er vielleicht wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.” Wäre dann fitnesstechnisch auf dem Stand, wie er bei seiner Verpflichtung war. Brauche also noch eine Weile, bis er ins Team rutschen kann. Andere Spieler zu gut, als dass man mal eben einen nicht fitten Neuzugang ins Spiel bringt.

“Favorit ist der SC Paderborn. Gehen das Spiel wie zuletzt an und dann werden wir schauen, was rauskommt. Laufen mit der Mannschaft von 1860 auf und dann sagt uns unsere Siegermentalität, dass wir gewinnen wollen.” Ob ein Ausscheiden eine Enttäuschung wäre, müsse man anhand des Spieles sehen.

Werde darum gehen, die Flügel des Gegners gut zuzustellen. “Diagonale Wechsel kontrollieren.” Gehe wie immer darum, auch im Mittelfeld und vorn gegen den Ball genau zu arbeiten.

Mögliche Zugänge und Abgänge: Man schaue weiter, was auf dem Platz passiert und entsprechend bis zum Transferschluss Anfang September entscheiden. Man sei gerade mit sehr vielen Spielern zufrieden.

Morys habe eine sehr gute Vorbereitung gespielt. “Kann viel von der Bank bringen.” Prevljak habe im ersten Spiel gegen Aalen seine Chance nicht genutzt, dann komme im nächsten Spiel halt der nächste. Dass sechs Feldspieler nicht mal im Kader stehen können, sei für den einzelnen schwierig. Letztlich müsse man sich anhand von taktischen Erwägungen und möglichen Szenarien für die Spieler im Kader entscheiden.

Vorbereitung auf Paderborn sei nicht anders als sonst. Abschlusstraining am Samstag zur Spielzeit. Nur eine Doppelschicht in dieser Woche gemacht. Elfmeterschießen werde man vielleicht noch mal trainieren.

10.55

Vorverkaufsinfo: Insgesamt mehr als 18.000 Tickets sind weg. Hochgerechnet dürften das schließlich irgendwas um die 25.000 Besucher werden. Vielleicht wird es ja aber an der Abendkasse doch noch ein wenig belebter.

10.58

Das war es dann schon von hier. Insgesamt eine entspannte, aber vorfreudige Stimmung. Zwei Tage sind es noch bis zum Spiel. Bleibt auch noch genug Zeit, seine Vorfreude zu genießen. In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Start ins Wochenende und hoffentlich ganz viel Spaß am Sonntagabend. Man liest sich dann in der zweiten Runde wieder. Bis dahin.

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