Mit Freude ins Blaue hinein

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den VfR Aalen (02.08.2014, 13.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Ralf Rangnick, Daniel Frahn und Dominik Kaiser.]

Knapp drei Monate ist es nun inzwischen schon her, das letzte Pflichtspiel von RB Leipzig. Eine viel zu lange Zeit werden die einen sagen. Nach der quasi sommerpausenlosen Vorsaison eine dringend benötigte Pause wird der eine oder die andere einwerfen. Und als Gegenmittel gegen den kalten Entzug gab es ja für den geneigten Fußballanhänger die WM. Aber nun geht es wieder mit den Ligaspielen los und das ist angesichts diverser Debatten rund um RB Leipzig und den Kommerz und Boykotte anderer Fanszenen und merkwürdig anmutende Spielerwechsel wohl auch ganz gut so.

Wenn man in eine neue Liga startet, das war vor einem Jahr nicht anders, bleibt auch immer ein großes Gefühl an Unsicherheit, inwieweit man den neuen Herausforderungen gewachsen ist. Dieses Gefühl potenziert sich im Falle von RB Leipzig noch dadurch, dass im ersten Spiel gegen den VfR Aalen möglicherweise kein Neuzugang auf dem Platz steht bzw. der einzige ernsthafte Kandidat für einen Startelfeinsatz wohl Rani Khedira sein wird. Sprich, RB Leipzig geht de facto mit jenem Team in die Partie, das letzte Saison in der dritten Liga Zweiter wurde. Und es stellt sich schlicht die Frage, inwieweit sich die Einzelspieler über den Sommer noch einmal verbessert haben. Individuell und im Zusammenspiel im Mannschaftsverbund.

Mit dem VfR Aalen besucht ein Team Leipzig, das wohl ziemlich perfekt aufzeigen wird können, wo RB Leipzig gerade tatsächlich steht. Nimmt man die allgemeinen Erwartungen an die Saisonabschlussplatzierungen in Leipzig und Aalen und allgemein in der Liga als Maßstab, dann gingen die RasenBallsportler als klarer Favorit durch. Was natürlich angesichts der Aalener Ergebnisse in den letzten zwei Jahren, in denen sie zweite Bundesliga spielen durften, eher Quatsch ist. Denn mit dem VfR kommt ein Team, das spieltaktisch gut vorbereitet sein und relativ genau wissen wird, was man in Leipzig spielen kann und was nicht.

Verantwortlich für die spieltaktische Klasse und Flexibilität zeigt sich Coach Stefan Ruthenbeck. Der folgte vor einem Jahr Ralph Hasenhüttl, der den VfR Aalen 2012 in die zweite Bundesliga geführt hatte, den Verein aber wegen wirtschaftlich bedingter, fehlender Perspektive verließ, nachdem er das überzeugende erste Zweitligajahr mit Rang 9 abgeschlossen hatte. Ruthenbeck, mit 42 Jahren immer noch einer der jüngeren Trainer der Liga, übernahm die etwas undankbare Aufgabe, den Verein, der aufgrund des Ausfalls eines Großsponsors den Gürtel enger schnallen musste, weiter in der Bundesliga zu halten. Ohne größere Neuzugänge gelang auch Ruthenbeck diese Aufgabe auf relativ famose Art und Weise, sodass der Club letztlich als Elfter einkam.

Schwer wiegen dürfte vor dieser Saison auf Abgangsseite beim VfR Aalen, der den erneuten Klassenerhalt dringend zur wirtschaftlichen Konsolidierung braucht, der Verlust gleich dreier Stammspieler in der Abwehrkette. Sascha Traut, Daniel Buballa und Benjamin Hübner zog es zu ambitionierteren Zweitligaclubs. Auch die Abgänge von Enrico Valentini und Joel Pohjanpalo dürften im Offensivbereich schmerzen.

Allerdings konnte man die Abgänge diesmal durchaus mit einigen Neuzugängen kompensieren. Wobei man vor allem bei auffälligen Drittligaspielern zuschlug. Innenverteidiger Sebastian Neumann kam aus Osnabrück (ist aber aktuell nicht einsatzfähig). Linksverteidiger Arne Feick, der vor einigen Jahren auch mal bei RB Leipzig im Gespräch war, kam aus Bielefeld. Rechtsverteidiger Phil Ofosu-Ayeh, der vergangene Saison bei beiden Spielen gegen RB Leipzig ausfiel, kam derweil aus Duisburg. Vergessen darf man auch nicht einen Maximilian Welzmüller, der letztes Jahr zu den auffälligeren Spielern in Unterhaching zählte oder einen Dominick Drexler, der aus Fürth kam oder einen Andreas Ludwig, der von den Löwen aus München nach Aalen wechselte.

Insgesamt kann man die Sommerpause und die Transferaktivitäten beim VfR Aalen durchaus positiv bewerten. Für einen Verein mit relativ geringen finanziellen Mitteln ist diese Zeit auch immer ein Spagat, da man sich eigentlich nur in unteren Spielklassen oder auf den Ersatzbänken der eigenen Liga bedienen kann und entsprechend darauf hoffen muss, dass diese Spieler trotzdem eine Qualitätssteigerung herbeiführen oder die Abgänge adäquat ersetzen können. Das kann ein paar Jahre gut gehen, aber wenn man dann einen Sommer Pech hat, geht es auch schnell mal nach unten. Ist halt immer auch ein kleines Glücksspiel, ob die Spieler, die nach oben wechseln den Sprung schaffen und ob Spieler, die bei Ligakonkurrenten nur Nebenrollen hatten, nun in Hauptrollen schlüpfen können.

Wenn man die Neuzgänge sieht, kann man dem VfR Aalen in der Theorie jedenfalls keine Vorwürfe hinsichtlich der Kaderplanung machen. Das scheint Hand und Fuß und angesicht des teilweise noch jungen Alters der Spieler auch Perspektive zu haben. Und der Vorteil für die Neuzugänge könnte sein, dass man in eine Mannschaft mit klaren taktischen Vorstellungen und Ideen kommt.

Und dazu gibt es natürlich auch noch ein Gerüst an Spielern, die schon im vergangenen Jahr dabei waren. Als da im Tor Jasmin Fejzic wäre, der mit Bosnien-Herzegowina (Torwarttrainer dort Tomislav Piplica) an der WM teilnahm, allerdings ohne Einsatz blieb. Vor ihm dürften auf den Außenverteidigerpositionen die schon genannten Ofosu-Ayeh und Feick (in Cottbus ausgebildeter Berliner, der immerhin Juniorennationalspieler war) spielen. Während innen Oldie Oliver Barth und der Kanadier André Hainault den Ausfall von Neumann kompensieren sollen und so auch Neuzugang Sascha Mockenhaupt auf die Bank verdrängen.

Im Mittelfeld ist Leandro Grech fraglich. Der in Argentinien geborene, 33 Jahre alte Kapitän laboriert an einer Magen-Darm-Geschichte, wird aber mit nach Leipzig fahren und im Fall der gesundenden Fälle definitiv in der Startelf stehen. Im zentral-defensiven Mittelfeld würde dazu Jürgen Mössmer dazustoßen, der bereits in seine fünfte Saison beim VfR Aalen geht. Auch eher defensiv orientiert ist Andreas Hofmann, immerhin seit 2007 in Aalen aktiv, nachdem er zuvor unter Alexander Zorniger bei Normannia Gmünd gespielt hatte.

Offensiv fehlt dem VfR derweil Routinier Robert Lechleiter langfristig wegen eines Kreuzbandrisses. Auflaufen werden wohl neben Neuzugang Dominick Draxler der 27jährige Nejmeddin Daghfous, der erst im Winter von der U23 des FSV Mainz kam und Manuel Junglas.

Insgesamt dürfte das ganze eher als 4-2-3-1 denn als 4-3-3 daherkommen, wobei taktische Flexibilität in unterschiedlichen Spielsituationen das von Coach Ruthenbeck ausgegebene Motto ist. Was auch alle Chancen für bspw. Andreas Ludwig lässt, noch ins Team zu rutschen. Letztlich wird es aber unabhängig von der einen oder anderen Personalie darauf ankommen, ob der VfR mit seinem Plan, das Pressing von RB Leipzig mit schnellem, direkten Spiel ohne allzuviele lang herausgeschlagene Bälle zu umgehen, durchkommt oder ob es beim Plan bleibt.

Letztlich ist dies eine der interessanten Fragen der Saison, inwieweit die Zweitligisten pressingresitenter sind als das eine oder andere Drittligateam. Immerhin hat Ruthenbeck, der in Leipzig Chancen sieht, Punkte zu holen, eine klare Idee, wie er RB Leipzig weh tun will und eine Aufstellung ohne ganz klassischen Mittelstürmer verweist auch darauf, dass man nicht glaubt, im gegnerischen Strafraum mit einer kompakten Abwehr kämpfen zu müssen, sondern dass man eher auf Situationen spekuliert, in denen man die gegnerische Abwehr mit Tempo überläuft.

Das ist natürlich letztlich die Taktik, die sich im Spiel gegen RB Leipzig aufdrängt. Zumal es der VfR Aalen sehr gut versteht, selbst eine dichte Abwehr zu bauen, gegen die sich die RasenBallsportler im Spiel mit dem Ball schwer tun könnten. Zumindest wenn man bedenkt, dass RB im Spiel mit dem Ball gegen kompakte Defensivreihen nicht immer die allerbeste Figur gemacht hat. Gegen den VfR Aalen wird sich schon mal in Ansätzen zeigen, inwiefern man gegen eine individuell gut, aber sicherlich auch nicht überragend besetzte Mannschaft mit klarem taktischen Plan und eher überschaubarer eigener Aktivität im Spiel mit dem Ball, also gegen einen durchschnittlichen Zweitligisten (und das ist nicht abwertend gemeint) bestehen kann. Diese Erkenntnisse werden sicherlich nicht vorentscheidend für die Saison, aber sie werden einen kleinen Fingerzeig geben.

Stellen wird sich der Aufgabe im Kern die Mannschaft, die vor Wochenfrist im letzten Testspiel gegen die Queens Park Rangers aufgelaufen ist. Da Diego Demme wieder fit ist, wird er zurück in die Mannschaft rücken. Fraglich letztlich nur, ob er Khedira verdrängt oder auf die rechte äußere Sechs rutscht. Tendenz wohl eher zu zweiterem. Was John-Patrick Strauß auf die Ersatzbank spülen würde. Joshua Kimmich wird keine 48 Stunden nach seinem Triumph bei der U19-EM mit der deutschen Nationalmannschaft sicherlich kein Thema für die Startelf. Maximal für die Bank und für 15 Minuten am Schluss. Kein Thema war zuletzt auch Sebastian Heidinger, der maximal noch Anthony Jung verdrängen könnte, was aber aktuell nicht sehr wahrscheinlich scheint.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Bellot – Teigl, Hoehender, Sebastian, Jung (Heidinger) – Demme (Strauß), Khedira (Demme), Thomalla – Kaiser – Poulsen, Frahn
  • VfR Aalen: Fejzic – Ofosy-Ayeh, Barth, Hainault, Feick – Hoffmann, Mössner – Junglas, Grech (Ludwig), Daghfous – Drexler

RB Leipzig hat in zwei Versuchen bisher zu Hause noch nie ein Ligaauftaktspiel gewonnen (jeweils 1:1 gegen Türkiyemspor und Union 2010 und 2012) . Man ist aber auch noch nie mit einem Trainer ins dritte Jahr gegangen und hat eine praktisch mit dem Vorjahr identische Startelf aufgeboten. Diese Elf hat gegenüber dem VfR Aalen sicherlich den Vorteil,  sehr eingespielt zu sein und entsprechend ein wirkungsvolles Pressing spielen zu können. Bei dieser Elf stellt sich aber weiter die Frage, inwieweit der nötige Qualitätssprung hin zu einem Zweitligateam geschafft wurde. Zumal man mit Coltorti, Boyd, Franke, Sumusalo, Ernst und möglicherweise auch Fandrich diverse Ausfälle zu beklagen hat.

Fazit: Es wird ein spannender Start in die zweite Liga. Einerseits, weil die Ungewissheit bleibt, welchen Leistungsstand RB Leipzig nun eigentlich hat. Andererseits, weil man nicht genau weiß, auf welches Niveau man in der zweiten Liga im Allgemeinen und gegen den taktisch gut organisierten VfR Aalen im Speziellen treffen wird. Vermutlich mehr als 20.000 Zuschauer werden sich ein Bild davon machen, wie die Kräfteverhältnisse zum Auftakt sind. Man darf sich freuen auf diesen Starschuss in die Saison, von der man wohl erst nach und nach ein genaues Bild kriegen wird.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den VfR Aalen nicht vor Ort verfolgen kann und am 02.08.2014, ab 13.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. VfR Aalen

  • keine

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Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den VfR Aalen. Mit Alexander Zorniger, Ralf Rangnick, Daniel Frahn und Dominik Kaiser.

16.51

Das war es dann von hier. Zuletzt hat offenbar der Server etwas Probleme bereitet. Hoffe, es funktioniert wieder alles, wie es sollte. Pressekonferenz war umfangreich. Viele Fragen aber auch zum Drumherum und zur Kritik an RB und der Akzeptanz. Sportlich spürt man die Vorfreude auf die zweite Liga und auf Aalen ziemlich deutlich. Mal sehen, wie das dann morgen auf dem Rasen und auf den Rängen aussehen wird. In diesem Sinne viel Spaß morgen und kommt gut durch die letzte Nacht vor dem Zweitligastart. Wer es nicht aushält, kann sich heute Abend ab 20.30 Uhr ja schon mal abgucken, wie mit Düsseldorf und Braunschweig zwei Topteams der Liga den Saisonauftakt bestreiten.

16.51

Zorniger: Überzeugung in der zweiten Liga bestehen zu können, komme zu 50% aus ihm selbst und zu 50% aus dem Umfeld, in dem tolle Leute arbeiten.

Zorniger: War ihm nicht bewusst gewesen, was in Leipzig auf ihn zukommt. Bei seiner ersten PK so viele Leute da wie heute. “Akzeptiere, dass es Leute in der Stadt gibt, die RB nicht gut finden.” Aber jetzt habe die Stadt einen Bundesligisten. “Das hat was mit Lebensqualität zu tun. Aufstieg gibt in der Stadt einen Schub.” Viele positive und bestärkende Reaktionen.

Rangnick ist genervt von der Frage, ob bei eventuellem CL-Scheitern von Salzburg Spieler von Salzburg nach Leipzig wechseln würden. Gehe weiter darum in Salzburg und Leipzig bestmöglich aufzutreten. Alles andere entscheide sich, wenn sich neue Situationen ergeben.

Rangnick will sich nicht zur Kritik an RB Leipzig äußern, tut es dann aber doch. Fanzuspruch spreche für sich. Man hole viele junge Spieler. Man verpflichte zum zweiten Mal hintereinander keinen Spieler aus der eigenen Liga. Man schwäche nicht die Konkurrenten. “Hans-Joachim Watzke weiß nichts von unseren Transferaktivitäten, genauso wenig wie ich sie vom BVB kenne.” Dass er sich mit RB beschäftige, sei eine Ehre.

11.44

Ralf Rangnick zu Kimmich und der U19: Hat weder das Spiel gesehen, noch mit Kimmich bisher gesprochen. Titel hat ihn aber nicht überrascht.

Ralf Rangnick: Kann wenig zur zweiten Liga sagen, da er im vergangenen Jahr kaum was davon gesehen hat. “Kenne de facto die Liga nicht. Gab bisher keinen Grund, mir das anzuschauen. In vier, fünf Wochen kann ich da mehr zu sagen.”

Rangnick zu möglichen Neuzugängen: Windet sich. Man scoute das ganze Jahr und bis zum Transferende sei immer was möglich. Aber Torwart und Innenverteidiger sind als Neuzugänge gewünscht und werden wohl kommen. Darüber hinaus müsse man abwarten.

Zorniger zu Kalmár: “Gut eingefügt. Sehr passsicher, sehr viel Gefühl für die Räume. Letzter Schritt fehlt aber noch. Ob er mit dabei sei, sei unklar. Angebot im Mittelfeld sei sehr groß. “Demme ist ein sehr wichtiger Spieler. Khedira wird auf der zentralen Position (der Sechs) starten. Demme auch von Beginn an. Kaiser sowieso.” Bleibt noch ein zu vergebener Platz.

Zorniger: Khedira bringe körperliche Robustheit mit und könne auch mal Kopfballstärke einbringen. Erkenne Situationen schon schneller als noch ein paar Wochen zuvor. Müsse sich umstellen vom sicheren Passspiel des Sechsers hin zum schnellen vertikalen Spiel. “Demme ist nicht ersetzbar.” Wenn Khedira weiter gut bleibe, spielen Khedira und Demme nebeneinander.

Ralf Rangnick: “Sind optimistisch und freuen uns, dass es losgeht. Aufgabe besteht darin, das Spiel am Samstag zu bestreiten. Danach schauen wir auf das nächste Spiel. Was in einem Jahr ist, kann keiner sagen. Wollen trotzdem jedes Spiel gewinnen.” Man stelle sich trotzdem nicht hin und stelle Zeitpläne für die Bundesliga auf. Man sei schnell aufgesteigen, könne das jetzt genießen und wertschätzen, müsse aber trotzdem weiter machen. “Kommt immer drauf an, wie man sich entwickelt. Seit Weihnachten sehr gut entwickelt und darum geht es.”

Rangnick: “Unerfahrenheit kann auch Vorteil sein. Jedes Spiel ist eine Herausforderung. Spielen gegen alle Teams bis auf die anderen Aufsteiger zum ersten Mal.”

Zorniger: Voller Fokus auf Aalen. Testspiele sind aus dem Kopf, aber hatten glücklicherweise einen Lerneffekt. “Konzentrieren uns auf Aalen und nichts anderes.” Spieler seien konzentriert auf die Infos über den Gegner. Im Sommer null Stunden Zweitligstunden geguckt. “Hat mich null interessiert. Im Modus VfR Aalen bin ich seit eineinhalb Wochen. Vorher ging es mir darum, die Mannschaft besser zu machen. In den nächsten Wochen werde ich mich dann intensiver mit der zweiten Liga beschäftigen.” Mannschaft müsse sich sicherlich daran gewöhnen, dass es in der zweiten Halbzeit weniger Pausen gebe. Man werde sehen, wer da den nächsten Schritt machen kann.

11.25

Alexander Zorniger zu den letzten zwei Jahren: “Richtig guten Job gemacht in den letzten zwei Jahren. Das genießen wir. Ständig nur nach vorne gucken ohne das erreichte zu genießen, da macht man was falsch. Will die zweite Liga genießen. 11 von 27 Spielern sind noch aus der Regionalliga dabei. Versuchen Kontinuität reinzukriegen bei aller Leistungsorientierung. Entwicklung auch der Zuschauerzahlen zeigt, dass hier was gutes passiert.”

Ralf Rangnick: “Alex hat schon alles gesagt. Waren klasse zwei Jahre. Gibt nicht so viel, das wir völlig anders machen würden. Jetzt geht es darum, genauso weiter zu machen. Werden mit die wenigsten Spieler mit Zweitligaefahrung von allen Teams haben. Daraus resultiert auch Aufregung und Vorfreude.”

Alexander Zorniger zu den Ausfällen: Neben Coltorti, Boyd, Ernst und Franke wird auch Kimmich nicht im Kader stehen. Kriegt das Wochenende frei und soll den Erfolg genießen. Ansonsten stehen alle zur Verfügung, also auch Sumusalo und Fandrich.

Zorniger zu Aalen: Früher in unserer Region immer ein Highlight gegen die zu spielen. “Letztes Jahr mit geringen Mitteln den Klassenerhalt geschafft. Viele Veränderungen im Kader, aber die zentale Achse ist vom letzten Jahr und funktioniert. Werden sehr kompakt spielen und keine Räume hergeben.”

11.18

Daniel Frahn zum Konkurrenzkampf mit Boyd: “Nicht in erster Linie Konkurrenzkampf mit Terrence, sondern auch mit allen anderen. Konkurrenzkampf ist in jedem Jahr gegeben. Ist nicht einfach. Haben das beste draus gemacht. Freut mich nicht, dass Boyd ausfällt, hätte mich lieber auf normalem Wege durchgesetzt.”

Dominik Kaiser zum Mittelfeld: “Darf mich nich ausruhen. Konkurrenzkampf trifft auch mich. Haben sehr gute neue Spieler dazubekommen. Das alte Mittelfeld ist noch da. Viele Spieler mit viel individueller Qualität. Bin nicht von vornherein gesetzt. Funktioniert im Mittelfeld aktuell schon ganz gut. Gibt immer Ansatzpunkte, sich zu verbessern, aber haben uns schon sehr gut aufeinander eingestellt. Insgesamt haben wir in den Tests gezeigt, dass mehrere Spieler gut zusammenpassen. Schwere Entscheidung für den Trainer.”

Kaiser zum Wirbel um den Verein: “Lässt mich zum größten Teil kalt. Konzentriere mich auf das sportliche.”

Frahn: “Man kann stolz sein, was hier in Leipzig passiert. Sollte auf das positive gucken, als immer nur die Keule rauszuholen.” Stimmung in der Stadt sei deutlich mit RB Leipzig.

Frahn zum Torwartausfall: “Dass Bellot von der Ausstrahlung her nicht mit Coltorti vergleichbar ist, ist klar. Da kann man noch zehn andere Torhüter aufzählen. Bellot hat andere Qualitäten und die bringt er auf den Platz. Haben einen guten Mann im Tor.”

Kaiser: “Bellot wird seine Leistung bringen, da bin ich überzeugt. Dass er seine Leistung bringt, hat er letztes Jahr gezeigt.”

11.11

Vorverkauf: Mehr als 16.000 Tickets weg inklusive Dauerkarten (7.500). Bierpartner bleibt (Ur-Krostitzer). Tipico will auch sein Geld bei RB Leipzig einbringen..

Daniel Frahn: “Vorfreude riesig. Freuen uns schon seit dem Aufstieg. Kribbeln ist da.”

Kaiser: “Aufstieg war unser Ziel. Morgen ist es soweit mit der zweiten Liga. Für die meisten Spieler Neuland. Kribbeln extrem. Aalen sehr interessant. Ist ja quasi meine Heimat. Schwierige Aufgabe. Unangenehmer, kompakter Gegner, der schnell umschaltet. Müssen uns darauf einstellen. Werden unsere Waffen gut einsetzen, um eine Chance zu haben zu punkten.”

Frahn zur zweiten Liga: “Gucken nicht unbedingt darauf, auf was wir uns einstellen müssen, sondern die anderen müssen sich auch auf uns einstellen. Mehr Erfahrung, größere individuelle Klasse.”

Kaiser muss noch mal die Spielweise erklären.. “Wollen unsere Spielweise auch in der zweiten Liga einbringen. Bin sehr optimistisch, dass das funktioniert.” Hoch verteidigen, schnell umschalten, viel Aggressivität..

Frahn: “Ausfälle sind ärgerlich für uns.” Dass man quasi mit dem Kader der letzten Saison auflaufe sei nicht Vorteil, aber auch kein Nachteil.

Kaiser: Hat nicht viel vom U19-Finale gesehen, aber Kimmich gleich gratuliert. “Haben uns riesig gefreut, dass er das gepackt hat. Wird heute zurückkommen. Da kriegt er noch mal einen Klapps und vielleicht noch was anderes. Und dann geht es weiter. Darf sich nicht drauf ausruhen, muss weiter Gas geben.”

11.02

Gleich geht es los. Daniel Frahn und Dominik Kaiser sind schon da.

10.57

Medialerseits auch ein ordentlicher Aufgalopp. Viele neue Gesichter aus den diversesten Medienrichtungen. Mal sehen, wie sich das über die Saison entwickelt, aber zweite Liga ist dann eben doch ein Ereignis von bundesdeutschem Interesse.

10.53

Sonst noch Dinge, die man wissen muss, bevor es losgeht? Eigentlich nicht, denn eigentlich reicht es zu wissen, DASS es losgeht.  In dem Sinne geht es hier sicherlich auch gleich los.

10.51

Fakt ist, dass die kommende Saison eine sehr spannende wird. Eine sehr ausgeglichene Liga. Ein in der Breite deutlich höheres Niveau. Viel öffentliche Aufmerksamkeit. Permanente Fernsehpräsenz. Für den geneigten RB-Fan könnte die Saison ein richtiggehendes Schlaraffenland in Sachen Informationsgewinnung werden.

10.49

Hier ist gleich großer Bahnhof mit gleich vier Gesprächspartnern. Wie oft bei Veranstaltungen dieser Größe könnte es sein, dass dabei nicht so viel spannendes rumkommt. Aber vielleicht täusche ich mich da auch.

10.46

Wer sich noch auf die Saison vorbereiten und die Sommerpause aufarbeiten will, dem sei an dieser Stelle noch der Podcast vor der Saison, die Saisonvorschau und das Interview mit Fabian Franke empfohlen, die allesamt in den letzten Wochen hier im Blog erschienen. Ansonsten hilft aktuell auch immer ein Blick in die täglichen Presseupdates.

10.41

Mit dem VfR Aalen kommt ein Team, das nicht den ganz roßen Namen hat, aber einen guten Eindruck vermitteln dürfte, wie die Qualität der zweiten Liga im Schnitt so ist. Interessant an Aalen auch die Trainerliste seit 2003: Peter Zeidler, Slobodan Pajic, Frank Wormuth, Edgar Schmitt, Jürgen Kohler, Kosta Runjaic, Petrik Sander, Rainer Scharinger und Ralph Hasenhüttel. Da sind einige größere Namen bei den Vorgängern vom aktuellen Coach Stefan Ruthenbeck dabei..

10.37

Na dann, ein freundliches Hallo an die neu entstehende Zweitligagemeinde. Es ist wieder mal Zeit für die Pressekonferenz vor dem Spiel. Heißt auch, dass es langsam Ernst wird. Zeit wirds.

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4 Gedanken zu „Mit Freude ins Blaue hinein“

  1. Endlich – Sommerpause vorbei. Normalität. Jedes Wochenende wieder Fußball.
    Doch dieses Jahr ändert sich auch einiges:
    – Kein offensichtlicher Favorit in der Liga und
    – „Bilder gibt es live natürlich bei Sky.“ – Jaaaa, natüüüürlich!!! 😉

    Und dieses Jahr müssen sich RB-Fans an eines leider gewöhnen: Man wird nicht jedes Spiel gewinnen. Aber irgendwie steigt da auch die Spannung.

  2. Es geht wieder los. Eine gefühlte Ewigkeit, diese Sommerpause.
    Allen Lesern, eine interessante Saison 2014/2015.

    Mögen die Spiele beginnen!

  3. @Christian: Leider zu spät. Ich hoffe, es dauert noch ein bisschen. So lange profitiere ich davon noch ein bisschen. 😉

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