Abwesenheit als Protestmittel

Mit 1860, Nürnberg, Union und Aue spielen wir in der 2.Liga gegen vier Klubs, die alle schon Testspiele gegen uns abgesagt haben. Vielleicht wollen ja jetzt auch einige dieser Vereine die Punktspiele gegen uns absagen. (Ralf Rangnick gegenüber dem Kicker vom 14.07.2014)

Der hiesige Sportdirektor meinte diese Aussage eher spaßig. Trotzdem zielt er mit dieser kleinen Polemik ein wenig am Gegenstand vorbei. Denn natürlich gibt es einen Unterschied zwischen einem Testspiel, das man sich aussucht und einem Pflichtspiel, das einem der Terminkalender auferlegt. Und in letzter Konsequenz – so frei ist die Welt, auch wenn man die Gründe mal mehr, mal weniger schwer nachvollziehbar finden mag – darf sich jeder Verein selbst aussuchen, gegen wen er testspielen möchte.

Und solange es nicht so unfassbar unprofessionell wie beim VfB Stuttgart läuft, die (wie Rangnick auch noch mal bestätigt) sich um das Testspiel gegen RB Leipzig selbst bemühten(!), um es dann abzusagen, wird man bei aller Doppelmoral, wenn bspw. VfB-Fans (also Bundesliga-Anhänger) wegen des Kommerzes gegen RB sind, damit leben müssen, dass ein nicht unwesentlicher Teil deutscher Vereine der ersten drei Ligen als freiwilliger Testgegner für RB Leipzig nicht zur Verfügung steht.

Die beiläufige Rangnicksche Polemik vergisst auch, dass sich mit Dirk Zingler, einer der Präsidenten der im Eingangszitat genannten Clubs, zuletzt im Kicker-Interview im Vorlauf der Zweitligasaison und des direkten Aufeinandertreffens deutlich bemühte, ein wenig den Dampf aus der RB-Geschichte zu lassen. Und davon sprach, „nicht RB Leipzig als Produkt zu bekämpfen“. Meint, nicht alles auf RB Leipzig abzuwälzen, was man an der Gesellschaft im Allgemeinen und am Fußball im Speziellen falsch finden möge. Testspiele gegen RB Leipzig dürften auch nach dieser Aussage nicht drinliegen, aber es bleibt der durchaus sinnige Versuch, die Pflichtspiele in einem vernünftigen (sicherlich aber nicht unkritischen) Rahmen über die Bühne zu bringen. Womit ein Dirk Zingler seiner Verantwortung als Vereinspräsident ein ganzes Stück nachkommt.

Dass diese mäßigende Position nicht unwichtig ist, sieht man nicht zuletzt daran, dass in der Ultraecke einiger Vereine das passiert, was beim ersten Aufeinandertreffen mit RB Leipzig bei vielen Vereinen mit relevantem Fananhang in den letzten Jahren passiert ist, nämlich ein gewisses Bedürfnis, sich über die Ablehnung zu Red Bull zu profilieren. Im Normalfall nicht wirklich mit gemäßigten Worten.

Beim Zinlger-Club Union Berlin denken einige Fangruppen z.B. über einen Boykott des Pflichtspiels in Leipzig nach. Bei der Eintracht aus Braunschweig ist man derweil schon einen Schritt weiter und einige der dortigen Fangruppierungen sind sich sicher, dass sie nicht nach Leipzig kommen wollen. Denn, so die Begründung, es sei „eine Schande für den deutschen Fußball“, dass man gegen den Red-Bull-Club antreten müsse. „Dass sowohl DFB, als auch DFL trotz aller Lippenbekenntnisse für das Wahren von Tradition in der Bundesliga den Leipzigern eine Lizenz erteilt haben, ist ungeheuerlich“.

Aber als Fans könne man mehr machen als die Verbände und deswegen boykottiere man das Auswärtsspiel in Leipzig: „Wir können Red Bull das zukommen lassen, was sie verdienen: NICHTS! Keine Aufmerksamkeit und nicht einen Cent an Eintrittsgeldern.“ Stattdessen soll Eintracht Braunschweig ein Public Viewing im eigenen Stadion ausrichten: „Eine solche Aktion würde den Verein und die Anhänger mit Sicherheit weiter zusammenschweißen!“

Die Geschichte erinnert ein wenig an das erste Mal als Braunschweiger Fans sich zu einem Boykott eines Spiels bei RB Leipzig entschlossen (wobei dieser ‚Boykott‘ letzte angesichts der Ausgangsbedingung eines Spiels der zweiten Mannschaft bei Minustemperaturen unter der Woche auch ohne offiziellen Boykott stattgefunden hätte). Damals hieß es fast deckungsgleich: „Dieser Beschluss ist einzig und allein ein Zeichen gegen RasenBallsport Leipzig, denen wir weder Eintrittsgelder, noch eine würdige Stimmung auf den Rängen gönnen.“

Die Antwort hier im Blog Anfang März 2011 am Rande eines Artikels, in dem es um Allmachtsgedanken von Fangruppen ging: „Es ist genau dieser überhöhte Glaube, dass es ohne die eigene Anwesenheit auf keinen Fall ginge, dass der Fußball in der Red Bull Arena abhängig sei von 50-100 Braunschweiger Ultras, die 90 Minuten dauersingen, der wahnwitzig anmutet.“ Ein Satz, der ziemlich deckungsgleich auch im Jahr 2014 und bei meinetwegen 500 bis 1000 fehlenden Braunschweiger Fans gilt.

Denn diese egozentrische Selbstsicht, dass Stimmung und Aufmerksamkeit enorm leiden, weil Braunschweiger Fangruppen ihre schönen Stimmen nicht bei einem „Marketingkonstrukt“ vorführen wollen, bleibt weiterhin ordentlich erstaunlich. Als ob der geneigte Leipziger Fußballanhänger dem Sport anhängen und die zweite Liga besuchen würde, weil man bei der Eintracht so schön laut „Scheiß Red Bull“ rufen kann. Oder das Spiel in den TV-Charts plötzlich auf den letzten Platz rutscht, weil ein paar Gästefans fehlen. Es macht für die vorhandene oder nicht vorhandene Vorfreude auf das Spiel gegen Braunschweig schlicht keinen Unterschied, wie viel Aufmerksamkeit man in Braunschweig dem Spiel schenkt, sprich ob der Gästeblock halb-, dreiviertel- oder komplett voll ist.

Es ist schon erstaunlich, dass sich das kritische Fandasein oft in inhaltlich überschaubarem Proklamieren und Demonstrieren erschöpft, bei dem vor allem die eigene Identität und die Imagepflege als aufrechte Fangruppe im vermeintlich gerechten Kampf gegen die bösen Verbände (auch wenn man von Statuten und Lizenzierungsordnungen wohl lieber nichts wissen will) und den bösen Kommerz (im Gegensatz vermutlich zum eigenen guten) im Mittelpunkt stehen. Die Überzeugung vom Wir ist dabei so stark, dass man davon ausgeht, dass die eigene Abwesenheit das heftigste Protestmittel ist, weil die gute Fußballwelt nur mit einem selbst funktioniert.

Jeder soll sich auf der Basis seiner demokratischen Rechte und im Rahmen dessen, was das Gesetz vorgibt, über Gott und alles unter ihm eine Meinung bilden und sich entsprechend seine Welt ordnen. Ob es unbedingt in der Art der schlichten Projektion Braunschweiger Fangruppen und deren Bezugnahme auf die „Werte, die wir als Fans eines Traditionsvereins im Herzen tragen“ (was auch immer damit inhaltlich gemeint sein könnte) sein muss, muss sich jedeR selbst beantworten. Fakt ist, dass es als Selbstüberschätzung durchgeht, wenn man glaubt, dass die Abwesenheit bestimmter Teile der Braunschweiger Fans beim Auswärtsspiel in Leipzig ein enormer Rückschlag für das Fußballvergnügen und die öffentliche Aufmerksamkeit an jenem Tag Mitte September wäre. Gäste sind in Leipzig immer willkommen. Aber wenn jemand nicht will, dann eben nicht.

Abgesehen davon kann man sich relativ sicher sein, dass das Boykott-Diskursrauschen wohl in den kommenden Monaten an der einen oder anderen Stelle zum Begleiter in der zweiten Bundesliga werden wird. Und man sich wohl am Zingler-Versuch, damit vergleichsweise entspannt umzugehen, orientieren sollte. Gibt ja schließlich auf dem Rasen wichtigeres, weil sportliches zu beobachten.

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17 Gedanken zu „Abwesenheit als Protestmittel“

  1. Traditionsverein Eintracht Braunschweig, da war doch was (Auszug aus Wikipedia)

    Der DFB verbot die Werbung allerdings wieder.[7] Eintracht Braunschweig griff die Idee der Trikotwerbung am 24. März 1973 wieder auf, als die Mannschaft, damals noch in der Bundesliga, von Jägermeister gesponsert mit Trikotwerbung spielte. Allerdings bediente man sich hier eines Tricks, um das Verbot zu umgehen, sodass die Eintracht kurzerhand das Firmenlogo von Jägermeister als Vereinswappen übernahm und so „legal“ werben konnte.

    Dies war zugleich der erste große Auftritt von Günter Mast. Der Wolfenbütteler Kräuterlikörfabrikant begleitete Eintracht in der Zeit von 1972 bis 1987 als Sponsor und 1983 bis 1986 auch als Präsident. Sein publikumswirksamer Dauerstreit mit dem DFB – er wollte ursprünglich die Mannschaft in „Jägermeister Braunschweig“ umbenennen lassen – verschaffte seinen Produkten in ganz Westdeutschland werbewirksame Schlagzeilen.

  2. Gut getroffen. Mindestens genau so eklatant sind allerdings die Wiedersprüche bei solchen Protesten.
    Zum einen dürfte keine Aufmerksamkeit das genaue Gegenteil dessen sein, was Proteste erzeugen, denn am Ende erzeugt man wesentlich mehr Aufmerksamkeit für RB Leipzig, als bei einem normalen Zweitligaspiel.
    Zum anderen ist schon erstaunlich das aus solchen Gruppen ja zumeist die ideologische Trennung zwischen „guten“ und „schlechten“ Fans vorgenommen wird, dabei ist das am meisten verwendete Argument, das die „guten“ ihre Mannschaft auch in den schlechtesten sportlichen Situationen unter den widrigsten Bedingungen unterstützen.
    Wie das in Einklang damit zu bringen ist, seine Mannschaft auswärts, auch noch bei einem Spiel was sich im Verlauf der Saison durchaus als entscheidendes Spitzenspiel entpuppen konnte, im Stich zu lassen, nur weil man persönlich etwas gegen den Gegner hat, dürfte sich kaum erschließen.

  3. Den Worten von dir und RBLObserver kann man nicht viel hinzufügen. Nur ein Gedanke noch. Ohne die Marketingabteilung von RedBull zu kennen, bin ich mir nicht sicher, ob die Fanproteste nicht doch an einer anderen Stelle nagen. Bewusst oder Unbewusst.
    RB will Getränke verkaufen. Dafür investiert man hier. DM ist nicht sportbegeisteter Mäzen sonden knallharter Marketingprofi. Die Frage, die sich mir stellt, funktioniert Marketing für Getränke, wenn der Marketingweg so massiv angegriffen wird? Reicht auch die schlechte Publicity in Braunschweig, Berlin etc. um, gemäß dem Motto: Any Publicity is good Publicity, mehr Dosen zu verkaufen und färbt das Hassbild RBL auf das Produkt RedBull ab. 1000 +/- X fehlende Fans aus Braunschweig oder sonstwo bringen RBL nicht um, aber fehlender und/oder negativer Marketingeffekt schon.
    Mir ist klar, dass es sich hier um ein Sportblog handelt und besonders diese Marketingaspekte weder von mir (da bin ich mir sicher) noch von dir (vermute ich zumindest) ernsthaft analysiert werden können, aber jeder Boykottaufruf macht mir doch leichte Bauchschmerzen, ob die schon ansich umstrittene Marke RedBull das lange mitträgt.

    1. Du sprichst von Fanprotesten. Beispiel VfB Stuttgart. Dort ist Bobic nach einer Saison am Rande ses Abstiegs und einem teuren Kader nicht unumstritten. Der Verein sucht erst den Kontakt zu RB um das Testspiel nach dem Protest von 1800 Leuten im Internet zu canceln. Ist der Protest von 5% des Stuttgarter Stadions so wichtig? Oder wollte Bobic sich bei den Fans nur anbiedern?
      Genauso der Anhang von Braunschweig. Laut kicker waren die mitgereisten Fans zum Beispiel bei Union so gering, dass dort unter 10000 Zuschauer waren. Was soll dann das Gerede? Simple PR Aktion eines unbedeutenden Vereins.

  4. Eintracht Braunschweig. Sind das nicht die „Kommerzhuren“, die das Trikotsponsoring im deutschen Profifußball eingeführt haben? [Anm. rotebrauseblogger: Bindestriche eingefügt.]

  5. Moin! Ich stimme Dir in großen Teilen zu, finde es aber schade, dass Du erst Rangnick (zurecht) (spaßige) Polemik vorwirfst und Zingler für seinen Versuch der Versachlichung lobst, um dann selbst eher polemisch/unsachlich die Ultras disst.
    Ja, den Boykott kann man doof finden und zurecht kritisieren.
    Indem Du sie aber teilweise ins Lächerliche ziehst, stellst Du Dich auf jenes hohe Ross, welches man „den Ultras“ mit ihrer Definition von richtigem und falschem Fan gerne unterstellt.

    Und: Natürlich mag es für den ein oder anderen Besucher sehr wohl einen Unterschied machen, ob der Gästeblock voll oder leer ist. Aus ganz unterschiedlichen Gründen, zugegeben.
    Aber ich persönlich gehe lieber zum Fußball, wenn ich auch zwei zahlenmäßig und akustisch lautstarke Fanblöcke habe, als wenn eine Fangruppe zuhause bleibt oder schlichtweg nicht existiert. Und auch für die Medien ist es spannender, wenn auf beiden Seiten was los ist. Nicht in dem Ausmaß, wie Ultragruppen es vielleicht gerne hätten, aber dieses Mosaiksteinchen komplett zu negieren trifft die Wahrheit auch nicht.

    Insofern: Mut zur Sachlichkeit. Ich freu mich auf die Spiele gegen Euch, wird sicherlich in vielerlei Hinsicht interessant.
    Braun-Weiße Grüße aus Hamburg!

  6. Sicher möchte Herr Mateschitz gerne Dosen verkaufen, allerdings dürften bei den Fußballprojekten auch Transfererlöse eine Rolle spielen.
    Siehe RB Salzburg, da sind die meisten Spieler wie Mane, Soriano oder Kampl enorm im Wert gestiegen und dürften demnach ordentliche Gewinne bringen.
    Sollte Leipzig eines schönen Tages in der 1 . Bundesliga spielen dürfte der Effekt dort der gleiche sein. Es werden günstig neue Talente gekauft und dann teurer verkauft, wie eben in Hoffenheim.

  7. @ackerhummel:

    deine frage ist nur dann relevant, wenn man davon ausgeht, dass red bull auf die zielgruppe deutsche „ultras“ der 1. und 2. liga abzielt.

    Meines Erachtens nach ist aber das gar nicht die Maßgabe. Die Zielgruppe ist hier deutlich internationaler zu sehen. Durch internationale Spiele ( wie Champions League) und durch (später) Spieler in Nationalmannschaften erntet man hier wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Diese internationale Zielgruppe erklärt auch RB L. In D mit seinem hohen Niveau schafft man eine dauerhafte ( und vor allem weit reichende) Präsenz im internationalen Fußball einfach eher als in Österreich mit seiner überschaubaren nationalen Liga.

    Dazu kommt noch die „nicht“ – ultras. Es gibt genügend neutrale Menschen, die sich eher für Leipzig freuen (auch ausserhalb) als gegen RB zu wettern. Alles in allem wirken zwar Ultra Gruppierungen und Kritiker von RB überwältigend, sind es aber ganz und gar nicht. Meiner Meinung nach sind es vlt. 20% der fußballbegeisterten Menschen die „schlimm“ sind ( in Bezug auf die Meinung). Da gibt es noch ganz viele „is mir egal“ Menschen und nochmal einige die es gut finden. ich tippe das Verhältnis so auf 20 : 60 : 20. Leider sind die 20% der extrem kritischen Leute einfach die, die man zu 80% wahrnimmt. aber auch das wird sich geben. es ist ein Prozess der langsam abläuft und je mehr Beachtung Leipzig bekommt umso mehr wird sich das legen und der Fokus wird von den Kritikern verschwinden.

    Im Moment wirkt es zwar so, als ob immer mehr kritik da ist .. aber das ist der größeren Reichweite von RB geschuldet.

    Daher auch die Taktik von RB einfach alles nicht zu kommentieren. Warum Öl ins Feuer gießen. Das legt sich alles noch.

    Gruß Matthias

  8. Na darauf ein Jägermeister!

    Schon interessant und zynisch wie sich gerade Braunschweig darüber aufregt, gelten sie doch als Geburtshelfer des sogenannten „modernen“ Fußballs mit all seinen Marketingauswüchsen.

    Grüße

  9. @Frodo: Witzig ist, dass ich per Mail für das Bemühen um Sachlichkeit gelobt wurde. So unterschiedlich sind die Sichtweisen.. Ich verstehe aber, was du sagen willst und war da selbst ein wenig unzufrieden damit. In früheren Versionen des Textes aber noch eher als bei der finalen Version, in der die polemische Übertreibung ja eher den Selbstbezug der Braunschweiger Fangruppierungen, die ich absichtlich nicht nur auf Ultras reduzieren wollte, charakterisieren soll. Aber klar, Polemik ist nicht gerade der Quell sachlicher Diskussionen.

    Ich glaube übrigens nicht, dass der Braunschweiger Fanblock leer bleiben wird. Selbst wenn Teile der Fanszene einen Boykott durchziehen, werden genug andere Fans diese Plätze einnehmen (erfahrungsgemäß ist Leipzig besonders bei Anhängern, die nicht jede Woche zum Auswärtsspiel fahren, ein gern genommenes Ziel). Vor diesem Hintergrund ist eine Polemik gegen die Selbstüberhöhung eines Boykott-Aufrufs auch zu verstehen.

  10. Man kann sich über alles aufregen. Und RB scheint bei den Ultras Aufreger Nr. 1 zu sein. Dabei ist ihre Argumentation gegen RB wacklig und oftmals auch scheinheilig. Aber es ist doch schön, auf der Seite des Guten und gegen das Böse zu sein, das man offenbar in RB entdeckt haben will.
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass normale Fußballfans oder -interessierte aus anderen Städten viel gelassener mit RB umgehen und sich ggf. sogar auf die Duelle freuen. Diese Mehrheit der Fußballfans ist nur nicht so laut wie die Ultras und hat deshalb nicht so viel Aufmerksamkeit in den Medien und bei ihren Vereinen.
    Schade eigentlich.

  11. …wenn man den Gedankengang der BS Ultras konsequent zu Ende denkt, dürften einige Vereine vor Freude in die Hände klatschen… Wie wäre es denn mit einem generellen Public Viewing bei Auswärtsspielen? Da könnte man quasi die Auslastung des eigenen Stadions verdoppeln… Die Fans sparen sich zeit- und kostenintensive Auswärtsfahrten, die Polizeiaufgebote vor Ort könnten halbiert werden, die Heimmannschaften erhöhen die Einnahmen durch Mitverkauf der Gästesektoren… Fussballerlebnis anno 2020???
    Darauf einen Jägermeister-Bull! 😉

  12. Jetzt, wo es langsam wieder losgeht, mit der Saison, komme ich gerade erst dazu diesen wunderbaren Text zu lesen.
    Kurz: perfekt zusammen gefasst und gerade mit dem „Zielbild“ BS-Ultras mit ihrem interessanten Boykott auf den Pkt gebracht, was RBL diese Saison „passieren“ dürfte.

    Ich sag’s gern immer wieder: Schaut auf EURE Wurzeln, bevor ihr andere verurteilt. Und das gilt insbesondere den RB-kritischen Mitlesern des Bloggs hier.

  13. Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche – bestätigt sich immer wieder.
    Wieder mal billige Werbung in den Medien – wie geil.
    Die Ordnungshüter in Leipzig sind bestimmt nicht böse, wenn bestimmtes Klientel zu Hause bleibt.

  14. Kein Mensch in Braunschweig hat je behauptet das die Fussballwelt ohne ihn nicht funktioniert. Das wird in dem Blogeintrag bestimmt dreimal erwähnt:

    „Die Überzeugung vom Wir ist dabei so stark, dass man davon ausgeht, dass die eigene Abwesenheit das heftigste Protestmittel ist, weil die gute Fußballwelt nur mit einem selbst funktioniert.“

    „Es ist genau dieser überhöhte Glaube, dass es ohne die eigene Anwesenheit auf keinen Fall ginge, dass der Fußball in der Red Bull Arena abhängig sei von 50-100 Braunschweiger Ultras, die 90 Minuten dauersingen, der wahnwitzig anmutet.”

    Das Hat auch NIE jemand behauptet. Aber der Boykott ist einfach der ausgewählte, und meiner Meinung nach auch ehrlichste Protest !! Kann ein Vegetarier, dadurch das er kein Fleisch ist, die Welt ändern und erreichen das nie wieder ein Tier geschlachtet wird. NEIN, aber er kann seinen persönlichen, wenn auch kleinen Teil, dazu beitragen und es wenigstens NICHT UNTERSTÜTZEN.

    „Denn diese egozentrische Selbstsicht, dass Stimmung und Aufmerksamkeit enorm leiden, weil Braunschweiger Fangruppen ihre schönen Stimmen nicht bei einem “Marketingkonstrukt” vorführen wollen, bleibt weiterhin ordentlich erstaunlich“

    Diese unterirdisch dumme Antwort ist „ordendlich erstaunlich“

    Aber von einem RED BULL Anhänger ist glaube ich nichts anderes zu erwarten. [Persönliches gelöscht/ rotebrauseblogger]

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