Gewittriges Mateschitz-Zwischenspiel

Die Lizenzgeschichte geht weiter. Mit lautem Knall. Der nicht so sehr von der allgemein erwarteten erstinstanzlichen, gestern eingetroffenen Ablehnung des Einspruchs von RB Leipzig gegen die Bedingungen für die Zweitligalizenz durch die DFL herrührt, von der die LVZ heute in der Printausgabe berichtet. Sondern von einem Interview mit Dietrich Mateschitz im selben Blatt, in dem dieser deutlich macht, dass er die Einsprüche der DFL nicht verstehen kann.

Wenn man dem Interview etwas an Fakten entnehmen kann, dann jenen, dass eine der DFL-Bedingungen offenbar darin besteht, dass Red Bull schriftlich erklärt, dass man keine Mitsprache im Verein RB Leipzig ausüben werde. Auf welcher Basis die DFL diese Erklärung verlangt, sei mal dahingestellt. Letztlich ist es ja so, dass die Einflussnahme durch nicht in Vereinsfunktionen tätige Leute bzw. durch Nicht-Vereinsangestellte von der DFL wohl sowieso sanktoniert werden könnte. Da bedarf es einer solchen Erklärung eigentlich nicht.

Dass Mateschitz diese Form der formalen Vorgabe der Nichteinmschung in die autarken Entscheidungen eines Vereins nicht versteht, wird darin deutlich, dass er das Verhältnis zwischen Red Bull und RB Leipzig mit dem zum Rennstall in der Formel 1 vergleicht. Letztlich informell natürlich das, worauf es zwischen Red Bull und RB Leipzig auch hinauslaufen soll, aber eben nicht das, womit man formell bei der DFL vorstellig werden kann, wo ja ein Verein eine Lizenz beantragt und nicht ein Finanzier eines Vereins.

Erinnert ein bisschen an die Geschichte, als Red Bull bei der Demission von Dietmar Beiersdorfer diesen auch gleich als Vorstandsvorsitzenden bei RB Leipzig ‚mitentlassen’ wollte und man scheinbar nicht so recht verstehen wollte, dass dies formal gar nicht möglich ist, weil dies letztlich nur den Weg über Vereinsgremien gehen kann (ganz egal, ob da Leute sitzen, die auch nur dasselbe umsetzen). Da ist natürlich viel formales Trallala dabei, aber genau darum geht es ja bei einer Konstruktion, wie sie Red Bull mit RB Leipzig wählte, manchmal. So auch bei einem Lizenzantrag..

Interessant, dass Mateschitz offen mit einem Ende der Investitionen in Leipzig droht, wenn er davon spricht, dass eine Nichterteilung der Lizenz das Aus bedeuten würde und man nicht in eine weitere Drittligasaison gehen würde (eine entsprechende Lizenz hätte man ja). Und man sich ein wenig fragt, auf wen der Druck wirken soll. Hofft man bei Red Bull und bei den Verantwortlichen von RB Leipzig, dass sich jetzt Fürsprecher bei den Verbänden für RB und die Erteilung der Zweitligalizenz ins Zeug legen und der Druck bspw. via Landesverband und DFB noch einmal stärker wird? Wäre zumindest eine mutige Hoffnung.

Der lange Hebel bestand ja letztlich nie in Massen an Unterstützern in entscheidenden Positionen in den Verbänden, sondern in der juristischen Handhabe (zumindest wenn man das formale Trallala und Prozedre ernst nimmt und einhält). In diesem Zusammenhang zumindest hat Mateschitz recht, wenn er darauf hinweist, dass mit der Unklarheit in Lizenzfragen auch die ganze Kaderplanung nicht weitergehen kann. Sprich, die Länge der (möglicherweise auch juristischen) Lizenzauseinandersetzungen letztlich zulasten von RB Leipzig geht, weil man die kommende Saison nicht planen kann, Spielern nichts anzubieten hat und nicht weiß, wie es weitergeht. Und es somit auch nicht wirklich hilft, dass man theoretisch eigentlich am längeren juristischen Hebel sitzen würde.

Bleibt noch die Frage, warum ausgerechnet jetzt dieses Interview lanciert wird. Bisher hat man sich bei RB Leipzig und Red Bull jedes Kommentars zur Lizenzthematik enthalten und nun äußert sich mit Mateschitz ein letztlich im ganzen Lizenzierungsprozess formal Außenstehender mit deutlichen Worten gegen die DFL (man stelle sich vor, Dietmar Hopp hätte sich damals eingefordert, den Verkauf von Luiz Gustavo an die Bayern bestimmen zu können und nicht auf die formale Entscheidung durch Vereinsangehörige verwiesen), ohne dass man genau wüsste, was der positive Effekt dieses Interviews auf das Lizenzierungsverfahren sein könnte. Dass Mateschitz im Verein mitsprechen möchte, ist gut und schön. Dass er dies als formal Außenstehender zumindest auf dem Papier gar nicht kann (dafür müsste er sich dann wohl in eine Vereinsfunktion ‚wählen’ lassen oder eine Kapitalgesellschaft ausgründen lassen, in der dann Red Bull Anteile hält), hätte man ihm vielleicht vor dem Interview mal stecken sollen.

Komische Geschichte, die viel Staub aufwirbeln wird, weil diejenigen, die RB Leipzig nicht leiden können, ob des in den Raum gestellten Aus des Vereins Speichelfluss kriegen werden, während die RB-Anhänger ähnlich aufgeschreckt Panikszenarien entwerfen. Nur diejenigen, die man mit einem öffentlichen Interview vielleicht ein wenig unter im RB-Sinne positiven Druck setzen wollte, die Verbandsentscheider, werden davon unbeeindruckt bleiben und wegen des über statuarische Formalien hinwegfegenden Untertons eher sackig reagieren. Also eigentlich eine Lose-lose-lose-Situation (außer für die LVZ, die sich extremer Aufmerksamkeit fürs Exklusiv-Interview sicher sein kann).

Letztlich wird es durch dieses Interview wahrscheinlicher, dass sich angesichts verhärteter Fronten die Frage der Erteilung einer Zweitligalizenz auf den Juni und auf eine Entscheidung des DFB-Schiedsgerichts verschieben wird (die sich einem endgültig negativen DFL-Bescheid am 28.05. und einem Einspruch gegen diesen anschließen würde). Auf Seiten von Red Bull scheint keine Bereitschaft vorhanden, das formale Spiel mitzuspielen und irgendwo zwischen Handreichen und Gegendruck kompromissbereit zu bleiben. Auf Seiten der DFL scheint man konfrontativ gewillt, irgendwas von RB in die Hand zu kriegen, was als Erfolg im Kampf gegen die Vereins’fremd’bestimmung gelten kann (ganz egal, ob dieser Erfolg in der Praxis relevant wäre). Und man scheint zu wissen, dass jede Woche weiteren Streits eher RB Leipzig weh tut als dem Verband und so auch der Druck eher hierzulande größer wird als in Frankfurt.

Dietrich Mateschitz scheint bei dem ganzen Prozess, so vermittelt es das Interview, dem Irrglauben anzuhängen, die DFL müsste aus lauter Freude darüber, dass jemand in Leipzig in den Fußball investiert, begeistert Ja sagen und die Lizenz durchwinken. Was erstaunt, wenn man bedenkt, dass die DFL ja eine Vereinigung von potenziellen Konkurrenten von RB Leipzig ist. Und als solche Vereinigung setzt sie dem von den DFL-Statuten eigentlich nicht angreifbaren Kniff von Red Bull, einen eigenen Verein zu gründen, eben den eigenen Kniff entgegen, den Lizenzierungsprozess zu verlangsamen. Und vielleicht spekuliert man ja tatsächlich darauf, diesen Prozess auch zu torpedieren. Auf welchen belastbaren Fakten auch immer diese Spekulation auf Wahrung des Status Quo in den bundesdeutschen Fußballoberhäusern beruhen mag.

Vor diesem Hintergrund eines formaljuristischen Hauens und Stechens unter Begleitung öffentlicher Ideologiedebatten ist das Die-DFL-ist-doof-und-wenn-sie-das-weiterhin-ist-machen-wir-nicht-mehr-mit-Interview („Wir wollen niemanden zwangsbeglücken, das haben wir ehrlich gesagt auch nicht notwendig.“) mit einem am Prozess nicht Beteiligten (Wenn wenigstens RB-Geschäftsführer Uli Wolter die öffentliche Klage für den Verein geführt hätte..) mindestens taktisch unklug. Einerseits im Sinne des öffentlichen Sturms, den es um dieses Interview definitiv geben wird. Andererseits in Bezug auf den Lizenzierungsprozess, in dem die DFL nun noch die Munition kriegt, dass der Chef des Finanziers öffentlich erklärt, dass er bzw. Red Bull die Entscheidungen treffen wollen, weil es ansonsten „nimmer funktionieren und zu sportlichem Erfolg führen“ kann. Das darf man gut und gern als unclever und als Interview zur falschen Zeit mit dem falschen Interviewpartner empfinden.

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50 Gedanken zu „Gewittriges Mateschitz-Zwischenspiel“

  1. Ja, ich teile deine Einschätzung, dass dieses Interview vielleicht nicht die cleverste Idee war. Anderseits: alle wissen es eh: RedBull will bei seinen Investments bestimmen und regieren und eben nicht nur einen Verein sponsoren und indirekt vom Erfolg partizipieren. Und vermutlich sind für die Verantwortlichen in Fuschl das Regelwerk des deutschen Fussballs und das Vereinsrecht eben nur „Trallala“ ;), dass man dehnen, beugen und nach eigenem Gusto ausnutzen kann. Bei so einer Haltung ist es dann eben nur logisch, wenn man kein Verständnis und Interesse daran hat wenigsten öffentlich so zu tun, als ob man die Regeln einhalten würde (so wie Hopp mit dem Verkauf von Gustavo versucht die Fassade aufrecht zu erhalten). So ein Schattenspiel kann man natürlich heuchlerisch nennen, wäre aber in meinen Augen eben auch eine Frage des Respekts gegenüber den Institutionen des deutschen Fussballs, wenn man diese Charade mitspielen würde.
    Mal sehen, wie es weitergeht. Speichelfluss stellt sich bei mir jetzt aber nicht ein. Am Ende werdet ihr doch irgendwie durchgewunken. Verstärkt halt nur noch mal die Gewisseheit, dass die jenigen, die immer behaupten RBL sei ein eigenständiger Verein und RedBull lediglich ein potenter Sponsor wie Gazprom bei Schalke, sich selbst die Taschen volllügen.

    1. mal ganz ehrlich – was bitte schön ist denn so schlimm am reinen vom Geldgeber selbst bestimmten Fußballverein? und jetzt komme mir nicht mit Mitgliederzahlen…das ist ja wohl lächerlich – eine gewisse Mitsprache oder besser eingeschränkte Mitgestaltung haben wir über die Dachvereinigung der OFC was schlussendlich nix anderes ist als ein gewisses eingeschränktes Mitspracherecht bei „normalen“ Vereinen – müsste RBL überhaupt nicht machen, machen Sie aber…RB investiert hier Millionen in die Gegenwart und Zukunft – den Steuerzahler kostet es kaum etwas – im Gegenteil man partizipiert von dieser WinWin Situation… Ja – natürlich verfolgt ein Geldgeber immer bestimmte Ziele wenn aber hier keine unmoralischen oder ethisch anfechtbaren Ziele dahinterstehen – wo ist denn eigentlich das Problem? Ahja…ich weiß – ist ja kein Traditionsverein – was fürn Totschlagargument…
      An der Nachwuchsarbeit werden auch andere Vereine in Zukunft partizipieren die mit RB nix anfangen können – sicher dauert dies noch…also ich verstehe euch total Ablehner überhaupt nicht…was ist der eigentliche Grund für diese Ablehnung die völlig irrational ist, aber nirgends auch nur ein Fünkchen von rationaler Begründung bereit hält, aber gut das sind Emotionen ja irgendwie immer…

  2. Wie immer ein sehr interessanter Beitrag. Aber hoffen wir alle mal darauf, dass es Herr Mateschitz nicht so gemeint hat wie er es gesagt hat. Es wäre der absolute Supergau wenn Leipzig so ein schnelles Ende finden würde. Bei dem Interview der LVZ habe ich echt Bauchschmerzen bekommen. Die Korruption der DFL hat ja fast schon russische Ausmaße. Unfassbar das mit dem Lizensierungsverfahren.

    1. Das was die DFL ausmacht, ist aber keine Korruption. Mir schwant manchmal, dass man mit einer verbalen Kriminalisierung der DFL gern etwaige Bauchschmerzen mit dem eigenen Verein etc. verdrängen will.

      Es war noch nie gut, einen Gegenspieler klein zu reden um sich selbst größer zu fühlen.
      Klar, die DFL ist eine Interessenvertretung und ein Funktionärshaufen, bei dem viel über Beziehungen läuft und die Durchlässigkeit der DFL ist ja seit Gründung oft diskutiert worden, aber korrupt ist sie nicht. Und unfassbar ist das Lizenzierungsverfahren nur, wenn es sich abseits der Statuten abspielt. Ansonsten völlig normal und irgendwer muss es ja machen. =)

  3. Das ist schon fantastisch. Ein Zusammenschluss von Firmen entscheidet darüber, ob sie Konkurrenten zulassen wollen oder nicht. Sollte es juristisch nicht unumgänglich sein, wird diesem Konkurrenten so lange (zeitlich) geschadet, bis er vielleicht sogar aufgibt. Dann kann man die Fahne der Verteidigung der Fussballtradition schwenken, alle Ultras bekommen feuchte Schlüppies vor Erregung (und merken dabei nicht mal, daß sie eigentlich von vorne bis hinten beschissen wurden, weil hier nur wirtschaftliche Interessen geschützt werden sollen) und das alte Spiel kann mit den alten Akteuren fein so weitergehen, wie es schon seit langer Zeit war.
    Ich muss brechen, wenn ich diese verlogene Heuchelei von Verbands-, Vereins- und WasWeissIch-Vertretern höre. Hätten sie wenigstens mal den Arsch in der Hose die wahren Beweggründe zu nennen… aber dann wird man sicherlich von seinem Sponsor – Verzeihung: Fan nicht mehr zum Vorstandsvorsitzenden mit einem Millionengehalt berufen.
    Eigentlich ist mir da ein „Besitz“ einer Fußballmannschaft lieber, als die Vorgaukelei von Mitspracherechten – ist ehrlicher.

  4. Sag mal hat den die DFL überhaupt ein Interesse an der 50+1 Regel?
    Wenn die fällt, könnten die doch vielleicht noch mehr Geld umsetzen bzw. hätten vielleicht besser finanzierte Vereine.

    Eine schnelles googlen fand das dazu: DFL empfiehlt Abschaffung 50+1
    http://www.handelsblatt.com/sport/fussball/nachrichten/fussball-bundesliga-dfl-wirbt-fuer-abschaffung-der-501-regel/2930220.html

    Hat sich seit 2008 hier die Meinung geändert?
    Wenn nicht ist RB und der Gang vor die Gerichte ja geradezu willkommen!

  5. Also, meine persönliche Reaktion bewegt sich zwischen baff sein und nicht weiter lesen wollen.

    Die Thesen, die diesem Interview entnommen oder auf Grund dessen aufgestellt werden (werden), werden zu 98,5% einen negativen Hintergrund haben.

    Wasser auf die Mühlen all derer, die fragen, was eigentlich passiert, wenn Red Bull sich zurück zieht. Bisher hab ich über solche Fragen geschmunzelt oder bin darüber hinweg gegangen, nun werde ich diese Handhabung nicht grundlegend ändern, aber wie dumm ist es eigentlich wenn Diddi vom Rückzug und Zwangsbeglücken spricht.
    Da hilft es eben auch nicht, dass wir einen cleveren Sportdirektor und einen sich sympathisch äußernden Trainer haben, wenn der Fisch am Ende doch vom Kopf her stinken sollte. Ich krieg die Krise, nicht weil ich denke, dass irgendwas Konkretes passieren wird, sondern nur ob der Idiotie der Äußerungen, inhaltlich wie aus taktischer Hinsicht. Uff.

    Da besaufen sich Kaiser und Co. am Ballermann, nachdem sie den Aufstieg klar gemacht haben und ausgerechnet in der LVZ kriegt RB einen unemotionalen, eher das Kalkül (das ja auch völlig unbestritten sein kann) in den Vordergrund stellenden Anstrich. Das führt Einiges ad absurdum imho.

    Auf den Nachgang bin ich sehr gespannt.

  6. 25 Jahre nach der Vereinigung ist es immer noch so wie zu Beginn.
    Die DFL ist ein verschworener Haufen von Besitzstandswahrern die keinerlei Interesse
    an einem starken Fussball im Osten haben.
    Von Anfang an wurde der torpediert und versucht aus der schönen BL-Welt raus zu halten.

    Frank

  7. @truckle
    genau so sehe und ich das auch. Und deshalb sage ich ja auch das die DFL koruppt ist. (@matthias)

    Letztenendes hofft glaube ich jeder RB Fan, dass das Interview mit Herrn Mateschitz reine Taktik im Lizenzierungsverfahren ist und er nicht in Erwägung zieht, sich zurückzuziehen. Es wird sich also zeigen wie sehr Herr Mateschitz an Leipzig hängt und wieviel es ihm wirklich Wert ist. Allerdings kann ich seine Ansichten auch vollstens verstehen. Ich hoffe die DFL verliert alles im Rechtsstreit. Und das Wichtigste: auf keinen Fall das Logo ändern! Das wäre echt zum Kotzen. Vielleicht dazu mal ne Anmerkung: man braucht sich doch nur mal das Logo von RB Salzburg in der EL ansehen und vergleichen. Ich glaube da ist nichts mehr dazu zu sagen. Und warum die DFL da ne Änderung verlangt ist mir schleierhaft. Ich finde die FIFA odet UEFA sollte mal darüber entscheiden. Dabn bekommt die DFL endlich mal nen saftigen Nackenschlag!

    Auf gehts in Liga 2! Nur der RBL!!!

    1. Schon interessant das du völlig die Fakten außer acht lässt. Ich kann ja verstehen, dass man gerne wieder einen starken ostverein haben möchte, aber deswegen kann red Bull doch nicht machen was es will! Es sind ja mehrere Dinge die bemängelt werden. Red Bull sollte nicht den Fehler machen zu glauben das die Fußballfans in Deutschland hinter dem Projekt stehen. Das ist sicher nur regional so (verständlicherweise). Mateschitz erweist sich einen bärendienst. Den kampf kann er nur verlieren, so oder so..

  8. das problem mit der kaderplanung sehe ich nicht so schlimm. die aktuelle mannschaft ist sicherlich in der lage, in der zweiten liga mitzuspielen. sollte also eine lizenz erst spät feststehen und man bis dahin wegen der unsicherheit verschiedene leute nicht verpflichten haben, macht man das eben im nächsten jahr (da wirds auch gute leute geben).

    richtig problematisch sehe ich dagegen die aussage, dass kein zweites jahr dritte liga gespielt werden soll. somit müssten sich die aktuellen spieler ja tatsächlich überlegen, jetzt noch den verein zu verlassen…

  9. Die Entscheidung der DFL ist einerseits auch irgendwie konsequent und im Endeffekt auch zu erwarten gewesen. Die Aussagen führender DFL-Vertreter in den vergangenen Wochen haben es zudem bereits angedeutet.
    RB hat aus meiner Sicht von Anfang an zu offensichtlich die vereinsrechtlichen Rahmenbedingungen für Fußballvereine ad absurdum geführt (Mitgliederzugang, Mitgliederbestimmung), was auch bei mir bisher immer für Unbehagen gesorgt hat. Bekanntlich hat man sich dabei zwar immer im rechtlichen Rahmen bewegt, doch damit wurden nicht nur die Anhänger anderer Vereine, sondern eben auch die Vereine selbst herausgefordert. Mag man damit beim DFB, der sich streng an seine Regularien gehalten hat und möglichweise auch wohlwollend gegenüber RB entschieden hat, erfolgreich gewesen sein, so fällt RB dieses Vorgehen jetzt auf die Füße.
    Andererseits ist die Entscheidung der DFL meines Erachtens auch willkürlich. Mal abgesehen davon, dass ich die von Red Bull geforderte schriftliche Unterlassungserklärung hinsichtlich der Mitsprache für rechtlich fragwürdig halte, so ist diese Forderung auch scheinheilig. Denn diese Mitsprache und in der Konsequenz ja auch die Kontrolle (um die es Dietrich Mateschitz vorrangig geht) gibt es auch bei anderen Vereinen (VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen etc.) in unterschiedlichen Ausprägungen. Zugegebenermaßen erfolgt dies aber nicht in der Offenheit wie bei RB.
    Im Ergebnis würde ich mir daher eine prinzipielle Öffnung für weitere Mitglieder bei RB Leipzig wünschen, um somit auch die gängigen Gegenargumente (9 Mitglieder, Jahresbeitrag) zu entkräften. Damit einhergehend könnte ich mir ein eingeschränktes Mitspracherecht vorstellen. Denn ich bin überzeugt davon, dass mittlerweile viele Anhänger (inkl. meiner Person) sich eine Mitgliedschaft durchaus vorstellen könnten und gleichzeitig aber auch auf Mitsprache bei Finanz- und Organisationsentscheidungen verzichten würden. Inwieweit dies rechtlich möglich ist, kann und muss ich auch nicht beurteilen.
    Denn im Prinzip möchte ich einfach nur guten Fußball (ohne Firlefanz abseits des Platzes) schauen und mich über einen professionell geführten Verein erfreuen. Gerade und besonders in Leipzig!

  10. Wieso erwartet man seitens RB ein bedingungsloses Durchwinken dieses Konstrukts?
    Die DFL muss zumindest versuchen ihr Gesicht zu wahren.
    Euer Diddi gibt sich die Blöße den Stellenwert Leipzigs und des Sports im eigentlichen öffentlich zu definieren. Dieser geht für ihn gen Null.

  11. Schön, dass auf dieser Seite ein so differenzierter Artikel zu lesen ist.

    Es ist nun mal so, dass im deutschen Profifussball die 50+1 Regel gilt um den übermässigen Einfluss von Sponsoren und Investoren zu verhindern. Das bedeutet schlicht und einfach, dass die Mehrheit der Anteile und damit auch der Stimmrechte beim Stammverein (e.V.) verbleiben muss. Die restlichen Anteile können frei an Investoren verkauft werden (beispielsweise hat der FC Bayern ja erst kürzlich einen großen Batzen Anteile an die Allianz verkauft).

    Meiner Meinung nach sind die Forderungen der DFL nicht unerfüllbar.
    1.) Änderung des Logos
    Wo ist das Problem? Einfach einen guten Designer beauftragen, dass er ein schönes Logo mit einem roten Bullen oder ähnlichem entwirft. In Hoffenheim ist auch kein Rückschluss auf SAP durch das Logo möglich, obwohl jeder weiß wo das Geld herkommt.

    2.) Besetzung der Führungsgremien unabhängiger von Red Bull
    Die Verpflichtung von Ralf Rangnick hat gezeigt, dass man im Bereich der Führung ohne Probleme gutes Personal an Land ziehen kann. Die Region Leipzig wird sicherlich gute und interessierte Leute en Masse haben die das Projekt selbstständig führen können. Mit denen wird sich auch Herr Mateschitz als „Mäzen“ an einen Tisch setzen können. Wieder: Das funtioniert in Hoffenheim auch!

    3.) Vereinfachter Zugang zu einer Mitgliedschaft
    Das Projekt RB hat in der Region Leipzig einen sehr regen Zuspruch. Ich verstehe daher nicht, warum man den Fans keinen normalen Zugang zum Verein ermöglichen sollte. Ganz im Gegenteil: Hier besteht die Chance das ganze Projekt weg vom Image des Marketing-Gags zu führen und eine breitere Akzeptanz zu erreichen!

    Herr Mateschitz muss sehr aufpassen wie sich Red Bull jetzt positioniert. Wenn Red Bull auf der aktuellen Struktur besteht und es auf einen harten Kampf vor Gericht anlegt, wird dies unweigerlich einen erheblichen Imageschaden nach sich ziehen. Gleichzeitig hat RB die Chance, das Projekt durch Änderung der Struktur gemäß der Forderungen der DFL noch stärker in der Region zu verwurzeln und das Image deutlich zu verbessern. Hiervon wird auch Red Bull als förderndes Unternehmen extrem profitieren.

  12. So sehr ich den Ausführungen des rotebrausebloggers in weiten Teilen zustimme, so sehr bin ich gleichzeitig überzeugt davon, dass ein ausgewiesener Marketing-Experte wie Mateschitz weiß, was er mit einem solchen Interview bezweckt und bewirkt. Noch dazu, wenn es ein äußerst seltenes Exklusiv-Interview ist. Allein die Anzahl und Art mancher Kommentare hier („korrupte DFL“) lässt darauf schließen, dass diese eventuelle Strategie aufgeht. RBL ist in aller Munde, der Druck auf die DFL wird etwas höher, die DFL und die Anhänger der Traditionsvereine fühlen sich wahr und ernst genommen und bestärkt.
    Nicht zuletzt macht dieses Interview meiner Ansicht nach deutlich, worum es letztendlich geht: Entweder, Ihr wollt uns, und dann bitteschön nach möglichst unseren Vorstellungen, oder Ihr lasst es bleiben.

  13. Machen wir uns nix vor. Im Endeffekt wird RB seine Lizenz mit der Erfüllung einerer kleinerer Auflagen bekommen, dafür haben sie (ich sage leider!) viel zu viele hochrangige Fürsprecher. Die gegenwärtige Verwehrung ist natürlich ein Schuss vor den Bug und für „Matte“, der seit 2 Dekaden keine Gegenworte oder-wehr mehr gewohnt war, völlig abwegig. Aber so ist halt auch für einen Milliardär das Leben und zwar manchmal auch nicht immer einfach. 🙂 Na schauen wir mal, wie die Angelegenheit um die RED BULL Werbemaßnahme weitergeht.

  14. @sunstroke
    Diese Ansichten kann man nur haben wenn man keinen Bezug zu RB hat oder Leipzig nicht kennt.

    zu 1.) Änderung des Logos??? Wohl kaum. Falls der Begriff Identifikation nicht bekannt sein sollte: so ein Wappen ist nunmal die Außendarstellung eines Vereins. Die Fans wachsen damit auf und fühlen dadurch eine gewisse Zugehörigkeit. So etwas kann man so etwas nicht einfach ändern. Das ist geschmacklos! Was würde ein FCB Fan sagen wenn man plötzlich das Logo ändert!? Da würde man sich doch irgendwie beklaut vorkommen und alles würde sich wie Neuanfang anfühlen.
    Und außerdem müsste dann die DFL auch konsequent durchgreifen und Leverkusen ebenfalls auffordern, das Logo zu ändern, da ja bekanntlich auch „Bayer“ drinsteht. Das Argument Werkself zählt hier nicht, denn erstens sind die Spieler garantiert keine Pharmazeuten und zweitens nennt die DFL als Begründung die Ähnlichkeit zum Sponsorlogo. Somit betrifft die Auflage automatisch auch Leverkusen, sollte die DFL sich nicht was anderes einfallen lassen!

    zu 2.) Diese Aussage lasse ich mal so stehen. Ich denke Red Bull weiß sehr gut, wie man dererlei Probleme einfach ungehen kann…

    zu 3.) Imageschaden durch diese Vorgehensweise??? Wohl kaum! Wenn Sie wüssten wieviel Zuspruch der Verein in Osten und vor allem ind Leipzig hat, dann würden Sie höchstens von einem Imageschaden für die DFL sprechen, denn wenn etwas auf große Ablehnung trifft dann ist das die Vorgehensweise der DFL beim Lizenzierungsverfahren. Und da spreche ich sicher auh für Vereine wie Dresden oder Aue

  15. @Reaper1706:
    Wie kommen Sie darauf, dass der Verein im Osten Zuspruch hat? Er hat rund um und in Leipzig Zuspruch. Fahren Sie mal nach Erfurt oder Dresden und erzählen denen was von RB Leipzig. Gegen Rostock waren sie sicher nicht im Stadion. Da hätten Sie was gemerkt. Und: Der Vergleich mit Leverkusen funktioniert nicht, da es das Logo schon gab als die Regeln aufgestellt wurden. Googeln Sie mal nach „Nulla poena sine lege“.
    Über die DFL kann man sicher trefflich streiten, aber hier den Brauseverkäufer als Opfer einer intriganten DFL darzustellen ist lächerlich.

    1. ich war in Rostock im Stadion. der RB Anhang war lauter.
      Der typische Rostocker ist still.
      Ein paar Chaoten haben ihre Tois zerlegt. offtopic

  16. Zu aller erst einmal ein herzliches Dankeschön an den Blogverfasser, tolle Arbeit die du da leistest! Auch deine Art und Weise an das ganze „Thema“ Rb Leipzig heranzutreten finde ich sehr, sehr gut, war schon immer ein Fan von Menschen die auch in „Grautönen“ denken.

    Nun zum Thema. Aus der Ferne betrachtet ( .at), gelange ich immer mehr zur Überzeugung, dass die DFL RB Leipzig durch diese weit über deren Kompetenzen gehenden Forderungen in einen Rechtsstreit zwingen will.
    Die DFL ist sich meiner Meinung nach durchaus bewusst, dass deren 50+1 Regel gegen EU Recht usw. verstößt und somit eine Regel mit sehr kurzer Halbwertszeit ist. ( Kind hat dadurch seine Forderungen durchgeprügelt, der „Kompromiss“ ist doch ein sehr fauler.)
    Also was würde sich mehr anbieten als böser, böser Vernichter der „Tradition“ im deutschen Fussball als RB ? – danach können ja dann alteingesessene Konzerne wie VW, Telekom, Audi, adidas usw…. deren Engagement ohne Verlust öffentlicher Meinung ausbauen, den schwarzen Peter hat ja RB. Für mich zumindest eine mögliche Begründung für diesen Affentanz ohne jegliche Rechtliche Grundlage ( die Idee von 50 + 1 blabla….. – Fakt: betrifft keine e.V. )

  17. @Reaper1706
    Nur mal so zur Diskussion der Wappenfolklore: Arsenal hat 2002 sein Wappen nach einem halben Jahrhundert (!) sehr deutlich umgestaltet. Swansea City verbraucht alle paar Jahre einen neuen Schwan.
    Man kann sich gewiss dazu erklären, dass einem persönlich die Logo-Identität enorm wichtig ist. Zu postulieren, dass dies überall eine universelle Konstante sei, halte ich aber für gewagt 😀
    Mich persönlich stört es zB viel mehr, wenn die Stadien aus meiner Jugend nicht mehr bei ihrem originären Namen genannt werden (sondern alle paar Jahre den eines neuen Sponsors erhalten.) Ich erwarte von jüngeren Generationen aber deshalb nicht, dass diese das genauso empfinden.

    1. Richtig!

      Mit persönlich kommt auch die Galle, wenn ich an´s GlücksgasStadion denke. RHS und gut.
      Meinetwegen auch ZS statt RBArena, aber das sind nun mal andere Zeiten und man holt die Kohle wo man kann. RB brauchte nicht zwingend Geld zu investieren um das ZS umzubenennen, aber es ist halt nun mal Markenphilosophie, dass die Stadien der RB Teams in der RB Arena spielen.
      Logowechsel und fertig!
      Bsp: Dynamo Dresden, LokLeipzig (VfB… huiiiiiii! Da fällt mir auf, die haben schon drei mal ihren Namen geändert und das Logo ebenso oft bis mindestens!) Denn, wer die Erfolge der Vergangenheit in Anspruch nimmt, wurde offensichtlich nie gelöscht, sondern hat sich immer nur umstrukturiert.

  18. @Reaper1706:

    Zu 1): Wie kommen Sie darauf, dass die Fans mit dem Wappen „aufgewachsen sind“? Den Verein gibt es doch erst seit vier Jahren.
    Interessant, dass Sie ausgerechnet den FC Bayern in Zusammenhang mit einem Wechsel des Logos nennen. Denn die Bayern haben sogar schon mehrfach das Logo geändert (Auf der Wikipedia-Seite gibt es hierzu eine schöne Animation).

    Zu 3.) Die 50+1 Regel gilt für alle Vereine gleich, obwohl Sie auch nicht allen passt. Hannovers Präsident Martin Kind versucht seit Jahren die Regel abzuschaffen. Solange dies nicht passiert erkennt er sie aber an. Ich denke nicht, dass hier für das Projekt RB eine Ausnahme gemacht werden sollte nur weil der Osten Deutschlands im bezahlten Fußball unterrepräsentiert ist.

    Ich habe eher das Gefühl Ihnen geht es nicht um die Anerkennung des Fußballstandortes Leipzig sondern um die finanziellen Vorteile für RB die aus der Alleinherrschaft von Red Bull resultieren.

    Ich persönlich halte den Standort Leipzig wie gesagt für stark genug, dass hier auch mit „normalen“ Vereinsstrukturen mittelfristig Bundesligafußball etabliert werden kann. RB kann hierfür die Grundlagen schaffen, sollte sich aber den Regeln die für alle anderen auch gelten anpassen.

    1. wem gehperen die Hamburger Spieler? Heinze! DM sollte erst mal die Auflagen erfuellen und dann in aller Ruhe klagen!

    2. Und das ist eben ein Fehler. Die 50+1 Regel (Gott, ich kann´s nicht mehr hören) gilt für Vereine mit einer ausgegliederten Fussball Abteilung (á la FC Bayern, H96 und Co.).
      Dazu kommt, dass Herr Kind von H96 nur noch 2 oder 3 Jahre warten muss um diese Regel außer Kraft zu setzen, denn diese 50+1 Regel beinhaltet wohl auch den Passus, dass nach einer 20jährigen Dauerinvestition eines Investors die Anteile abgetreten werden dürfen so das es zu einer Aufhebung der 50+1 Regel kommt.
      Herr Kind erkennt also faktisch diese Regel nur an, weil er nur noch warten muss, bis seine Zeit reif ist.

      Etwas, was RedBull in Leipzig auch anstreben sollte und dann können sie sich weiß Gott noch wie nennen oder präsentieren oder sonst irgend etwas.

    3. … genau das geht eben nich in Leipzig! Die Leipziger Vereine Lok/VfB-Leipzig und Chemie/Sachsen-Leipzig „bekriegen“ sich seit Jahrzenten! Es wurden nach der Wende Millionen nach Leipzig transferiert – Ende-> VfB Pleite / Chemie/Sachsen Leipzig Pleite – zum 2. mal. Lok dümpelt abstiegs gefährtet in der Regionalliga rum. Wären die Funktionäre und vor allen die Fans mal über ihren Schatten gesprungen und hätten einen (1!) starken Verein zugelassen/gegründet, würde Leipzig wahrscheinlich schon lange in der Buli spielen – und wir hätten diese ganze Getöse hier und heute nicht.

  19. 1. Warum sagt DM nicht, ach, geh, was geht mich euer Brief an? Wendet euch an den Verein, ich bin ein Aussenstehender.

    In Leipzig haben die Vereine so wenig Geld, die koennen nicht mal ihre Stromrechnung zahlen. Wie soll da Profifussball „wachsen“? Warum bringt Schaefer so ein Interview?

  20. Die wahren Verlierer sind wieder die, die die Relegation spielen müssen. Letztes Jahr war´s das sportliche qualifizierte Osnabrück (mit welchem Recht durfte bitte SV Sandhausen die Liga halten?!) und dieses Jahr erwischt es dann den SV98 oder die SGD1953/Armina. Weil die DFL ihre eigenen Termine nicht so koordinieren kann, dass noch VOR der Relegation, alles seinen Gang geht. Sollte es zum Lizenzentzug kommen/dabei bleiben, gibt es nur Verlierer. Denn auch andere Vereine wollen planen mit ihrem Kader.
    DFL ist und bleibt (in meinen Augen) ein Kuriosum!

    Das Herr Mateschitz grad verärgert ist, ist klar. Aber die werden schon eine Lösung finden. Und wenn sie sich FC Leipzig nennen (nach dem Vorbild des UEFA Logos von RBS!).

  21. Ach so, noch etwas.

    Mitgliedsbeitrag halbieren! Sind immer noch 400€ mit der Option auf unbegründeter Ablehnung. (Gibt´s in jedem Verein, nur die meisten sind so klamm, dass sie das nicht in Erwägung ziehen!)
    Dann die Mitgliedschaft auf passiv beschränken. (Gibt´s auch in vielen Vereinen.)

    Das Logo ist auch schnell geändert. (Wikipedia: FC Liefering oder eben das UEFA Logo FC Salzburg)

    Das Problem, was ich wirklich seh´, ist, die Vorstandsgeschichte. Aber, mein Gott. Dann werden die halt mit besonderen „Sponsoren“geschenken bei Laune und Stimmung pro RB gehalten.

    Daher, alles halb so wild. DM ist nur bissl „pissig“ (Sorry), weil es sich zieht und dauert und dauert und dauert. Weil deutsche Regeln und Mühlen langsam arbeiten. Kommt mir jetzt bitte nicht mit der Heuchelei, dass die „gute“ DFL da schon Recht hat. Wie oft haben einige hier diesen Trupp von alternden Herren aus einer vergessenen Dekade schon verteufelt?!

    Das RBL die Meinungen spaltet, war klar. Aber bitte bleibt auf dem Teppich!

  22. Der letzte Satz Deines langen, lesenswerten und inhaltlich sehr ausholenden Beitrages zu den näheren Erläuterungen des plötzlich großen Aufschreies, lieber „rotebrauseblogger“, müsste nur noch mit einem Wort ergänzt werden, das nämlich dabei eine besondere Bedeutung erfuhr:
    der „Interviewer“(!)…..,G.Sch., als schräger Typ bekannt und im MDR-Fernsehen neuerdings durch seine nichtalltägliche Anzugsordnung sowie Ausstrahlung auch ein gern gesehener Gast, hat es tatsächlich geschafft, seinen Partner durch gefährliche Fragestellungen auf einen ganz glittschischen Weg zu führen, der im wirklich ungünstigsten Fall mit einem „Sturz“ enden könnte, zumal Mitarbeiter der beiden o.g. Verbände mit Sitz in Frankfurt/M. bestimmte Leserantworten auf dieser Seite nicht mit Wohlwollen registrieren werden……

    Leider haben bestimmte Medienleute bei ihren ständigen Spielbewertungen oftmals vergessen, wie der Heimatverein des früheren Zentralstadion eigentlich wirklich heißt, da die „Roten Bullen“ lediglich das Symbol der Stärke und Unbesiegbarkeit darstellen sollen ! Die „Chemiker“ in Leutzsch werden doch auch nicht mit der jetzt wieder plötzlich dampfenden „Lok“ verwechselt……

    Das könnte auch eine der Ursachen eines Streites sein, der noch nicht zu Ende ist!

  23. Wie beKLOPPt ist der Guido, so ein Interview zu veröffentlichen, die Antworten von D.M. sind wenig zielführend und somit dem Verein eher schadend. Der Boss wirkt wie ein Kind, dem man die Schippe im Sandkasten geklaut hat…
    Ich erhielt mehrere SMS von Anti-RBLern, welche sich die Hände reiben, toller Tag.
    Ich würde das alles gern juristisch im Stillen aufgearbeitet sehen, RB wird gewinnen und im Osten eher vom Normalo gefeiert werden, die DFL (=“Besitzstandswahrer“) wird sich dann grundsätzlich in Frage stellen müssen.
    Leuten wie Christian Müller (Ex-DFLer) und insbesondere den so seriösen (west)deutschen Printmedien („Spiegel“ und „Südddeutsche Zeitung“ seien hier stellvertretend genannt) wird das jetzt breite Grinsen mit Sicherheit recht schnell vergehen, in der DFB-Zentrale ist man nicht unbedingt begeistert über die aktuelle Situation.
    Einen Vorteil hat das alles, es schweißt uns RBLer noch mehr zusammen!!!

    1. Und im Abendprogramm die Werbung rund um Bayern, BVB, DFB …
      Nicht auszuhalten.
      Ich habe mir jetzt erstmal eine Karte für Samstag besorgt. Jetzt erst recht.

  24. Dieses Interview kam zu einem seltsamen Zeitpunkt und ich weiß nicht ob Mateschitz hier bewusst als böser Mäzen auftrat um seinem Geschäftsführer die Chance zu geben als ausgleichender Verhandler mit der DFL einen Kompromiss in der Mitte der beiden Extrempositionen (DFL, Mateschitz) herbeizuführen.
    Die Alternative – nämlich Guido Schäfer veröffentlicht etwas was so nicht nach außen hätte dringen sollen – will man sich eigentlich gar nicht vorstellen.
    Das ganze passt aber nicht zur absoluten Stille zum Thema seitens des Vereins im Vorfeld. Dies erschien mir wesentlich klüger und die drei bekannt gewordenen Forderungen schienen mir für das clevere RB Team absolut managebar. Für den Red Bull-Konzern bestand jedenfalls nicht das Riskio, dass durch die Logo-Änderung jemand hätte vergessen können wer den Club finanziert…

    Was bleibt ist das Gefühl, dass der Verein hier a) seinen Finanzier nicht „im Griff“ hatte oder b) man gemeinschaftlich einen taktischen Fehler beging oder aber c) ein so cleverer Plan dahinter steckt, dass der gemeine Leser das heute noch nicht durchsteigt. Dies ginge aber nur auf wenn man seitens des Vereins aus den Hinterzimmern der Verbände oder aus dem eigenen Netzwerk das Signal bekommen hat, dass man das Thema am Ende mit der Brechstange lösen könne.
    Es fällt aktuell schwer am Interview viel sinniges zu finden. Da hätte ich als Verein lieber mit den vielen Zuschauern, der Bedeutung für die Region und anderen Dingen in meiner PR gepunktet.
    Bleibt nur zu hoffen, dass die RBL Mannschaft den Masterplan in der Schublade hat und uns alle überrascht.

    1. aber die genauen forderungen kennen wir ja immer noch nicht. mag ja sein, dass die drei immer wieder genannten tatsächlich nicht das problem sind, aber eben andere. wie z.b. die von mateschitz genannte forderung, eine schriftliche erklärung abzugeben, dass man keine mitsprache im verein RB Leipzig ausüben werde. wer weiß, was noch alles drin steht.

    2. Das stimmt natürlich. Wenn die hinter verschlossenen Türen noch ein paar Forderungen auf dem Tisch liegen haben, die bisher nicht nach aussen gedrungen sind wäre der Fall anders gelegt.
      Die LVZ hat u.a. heute einen Münchner Sportrechts-Anwalt zitiert, der dem Verein scheinbar sehr gute Chancen für den Rechtsweg einräumt. Und gerade die von Mateschitz thematisierte Forderung schriftlich auf Einflussnahme zu verzichten wäre IMHO sicherlich einklagbar.
      Mir schien jedoch – zumindest habe ich das seit Monaten unterstellt – dass die Geschäftsführung des Vereins direkt im Dialog mit der DFL stünde. Es hört sich immer weniger so an als ob das tatsächlich der Fall sei. Offenbar werden doch nur Briefchen ausgetauscht anstelle um einen runden Tisch zu sitzen. Möglich, dass der Verband das offiziell nicht vorsieht, aber versuchen sollte man es. Denn für die Kaderplanung wäre es der Supergau wenn sich das Drama bis weit in den Juni/Juli verschleppen (mittels Gerichtsverfahren) würde.

  25. Vielen Dank für die (fast durchgängig) sehr sachlichen Kommentare. Scheint enorm bewegend zu sein das Thema (berechtigt). Hoffe, ich kriege demnächst noch ein paar Anmerkungen hin. Gerade fehlt mir die Zeit.

  26. Im Endeffekt wird alles darauf hinauslaufen, dass RB die Lizenz am Ende bekommen wird. Red Bull wird bestimmt ein paar gute Anwälte haben und die DFL wird sich bestimmt nicht auf einen Rechtsstreit einlassen.

  27. Solchen Kunstclubs gehört die Lizenz entzogen! RedBull braucht kein Mensch.
    Dazu gehört auch Hoffenheim.

  28. Gude, sehr lesenswerter Blog den sie hier betreiben! Respekt! Die ganzen Diskussionen um RB sollten meiner Meinung nach etwas entschärft werden. Ich denke es gibt berechtigte Kritik an diesem Projekt. Mich persönlich stören Vereine wie Hoffe, VW und Leipzig nicht weil ich neidisch bin oder Traditionalist sondern weil sie einfach zu schnell gewachsen sind und so viele wichtige Entwicklungsschritte fehlen. Mich würde (wirklich ohne Häme) mal eine Fanbiographie eines RB Fan interessieren. Die „normale“ Fussballsozialisation, dass bspw man vom Vater mit ins Stadion genommen wurde kann ja höchstens einer ganz kleinen Altersgruppe wiederfahren sein. Ich las hier etwas „man ist mit dem Wappen aufgewachsen“ Hallo? Wir reden hier über einen Klub den es 5 Jahre gibt. Da musste ich schon schmunzeln. Also wie läuft das ab? Nehmen wir einen 30 Jährigen Fan. Saß der die ersten 25 Jahre zu Hause und hat den Fussball neutral verfolgt und denkt sich dann vor 5 Jahren „Hey, ab jetzt bin ich RB-Fan“!? Das ist echt eine ernstgemeinte Frage! Und die Beantwortung könnte eventuell viel zum Verständnis zwischen den Lagern beitragen. Auf jeden Fall mehr als sich anzufeinden. Ich persönlich sehe die Entwicklung von Vereinen wie Hoffe, Leipzig usw mit genervtem Auge weil ich lieber 5000 Düsseldorfer statt 234 Wolfsburgern im Gästeblock habe. Das macht einfach mehr Spaß. Und nach meinem Empfinden hat RB halt auch viele Eventfans. Eine Entwicklung in diese Richtung würde der Bundesliga irgendwann einen Flair wie der NFL-Europe geben. Ob da jetzt viel Geld im Spiel ist, ist nicht das wichtige Thema. Ob jetzt Bayern oder Leipzig Spieler von meinem Verein wegkauft ist mir egal, solange ich mit 12000 Leuten nach Bordeaux fahren kann. Es geht einfach darum, dass der Fussball eh schon krass eventisiert wird und das überall. Denke die Ablehnung gegen RB ist einfach nur da, weil das da ganz offensichtlich getan wird.

    1. Welche Entwicklungsschritte? Glaubst du, in Leipzig wird erst seit 5 Jahren Fußball gespielt? Mit dem Umbruch/ der Wende zerbrach aber die industrielle Basis, so dass ständig am Rande der Insolvenz gearbeitet werden musste. Ich will auch nicht diskutieren, ob Leipzigs Tradition nur blau-gelb, blau-weiß, grün-weiß, rot-weiß oder braun ist. Als Leipziger behaupte ich mal, dass Lok eine rechts-aggressive Tradition hat.

      Unabhängig von den Leistungen hat kein Konzern echt investiert. Weder BMW, Porsche nix. Osten nur verlängerte Werkbank und Absatzmarkt.
      Welcher konkurrenzfähige Erstligaverein ist denn wirtschaftlich unabhängig? Allianz München, …

      Gästefans? Hat wohl Leipzig in der 3. Liga mehr. Heute in Stuttgart ca. 700! 234? Auswärtsfans haben wir in Liga 3 ständig übertroffen. Was ist ein Eventfan? Geht nur bei Erfolgen ins Stadion? Tja, in Leipzig kommen seit Jahren immer mehr zu RB.
      Aber sind die Nazis von L-O-K besser? Oder Dresdner Ultras, die mit 50 Leuten einen Dönerladen zusammenschlagen?

      Kleiner Tipp: Leipzig hat schon gegen Bordeaux gewonnen, nur eben in den „falschen“ Farben.

    2. @leepzscher

      „Kleiner Tipp: Leipzig hat schon gegen Bordeaux gewonnen, nur eben in den “falschen” Farben.“

      Blödsinn! Nicht Leipzig hat gegen Bordeaux gewonnen – sondern Lok gegen Girondins. Red-Bull-Jünger-Versuche, sich jetzt diese Fußballgeschichte irgendwie einzuverleiben, sind einfach schäbig. Ihr hab damit nichts (mehr) zu tun.

      Im Gegenteil, ihr tretet diese Geschichte mit Füßen, weil ihr euch einem Marketingprodukt vor die Füße werft, anstatt euch den richtigen Verein zurückzuholen.

    3. Hi Basti Red,

      was ich in den letzten 5 Jahren gemacht habe, reicht dir nicht als Kriterium ob ich Fan einer Idee/Sache/Verein bin. Ob ich seit 5 Jahren jedes Spiel egal ob auswärts oder heim verfolge und mitfiebere, lässt in dir immernoch Zweifel ob „echter“ Fan bin? Es zählt auch was davor war, wie meine Eltern waren, etc. Dein Beitrag entlarvt die RB-Kritiker auf perfekte Art und Weise. Es gab zum Zeitpunkt X die Feststellung: „So gehts nicht!“ und das wird nun dafür sorgen, dass kein RB-Fan jemals als Teil der von „echten“ Fans betriebenen Fankultur werden kann. Genauso, wie die Auflagen der DFL nicht Ausdruck von rechtlichen/objektiven Kritikpunkten ist, sondern nur zeigen, dass irgendwo entschieden wurde: „RBL das geht gar nicht!“ Und nun wird, weil die Formalien eingehalten werden, halt solange im Dreck gewühlt, bis man irgendwie doch was findet. Nach dem Motto, ein „guter“ Verein bekommt die Lizenz, wenn er die Kriterien erfüllt und ein „schlechter“ Verein, der die Kriterien erfüllt bekommt unterstellt dass er trickst und nur die Regeln umgehen will.

      Ich vermute mal, dass ein Umzug meinerseits nach Gelsenkirchen vor 5 Jahren mit anschließender 5jähriger Verweildauer auf der Schalker Tribüne keinen Zweifel lassen würde, dass ich ein echter Schalker Fan bin. Aber 5 Jahre RB reichen natürlich nicht, um mich als Fan zu aktzeptieren.

      Nun gut ich bin mal gespannt, wann der DFB unseren kleinen Stadliga-Verein die Spielberechtigung entzeiht, wenn die mitbekommen, dass unser Vorstandvorsitzender ist und Hauptsponsor, außerdem Trainer und auch noch als Außenverteidiger mitspielt. Und im Tor steht senin Schwiegersoh.

      LG
      Kati
      RB-Fan!

  29. Jeweils am 10.Mai eines jeden Jahres treffen wir alten Chemiker uns und feiern den Tag der Meisterschaft aus der Saison 1963/64 von Chemie. Es gibt keinen ehemaligen aktiven Spieler oder Funktionär von damals der gegenüber RB feindselig eingestellt ist.
    Unter den Bedingungen des Profifußballs, konnte Leipzig nichts besseres passieren.
    Endlich sind hier Leute am Werk, die sowohl sportlich, aber auch wirtschaftlich wissen was sie wollen.
    Es ist auch kein Widerspruch, wenn ich nicht mehr in die Stadien gehe. Das ist eine reine persönliche Entscheidung.
    Ich betrachte lediglich den Profifußball als Bestandteil des gesellschaftlichen Systems und weiß, was dieser Fußball für viele Menschen und natürlich auch für die Infrastruktur der jeweiligen Bundesligastädte und Gemeinden bedeutet.
    Der gesamte Leipziger Fußball war nach 1990 nur noch als chaotisch zu bezeichnen. Möchtegerne versuchten sich als Präsidenten, teilweise aus dem Westen. Abgedackelte Profis als Spieler, aber auch Trainer verbrannten Millionen bis zu den folgerichtigen Insolvenzen.
    Heute sind die sogenannten Traditionsvereine bedeutungslos.
    Ich bin kein Jurist, sehe aber die Auseinandersetzung über die Lizenz für RB als eine eigenartige Darstellung von Moralvorstellung an.
    Es geht im Profifußball nur ums Geld. Und wer bezahlt der bestimmt auch nach welchen Noten gesungen wird. Glaubt wirklich jemand, dass der Michel in der Südkurve, selbst wenn er Mitglied des Vereins ist, irgendwas zu bestimmen hat?
    RB ist zum Feindbild von gewissen Fans geworden,teilweise geschürt von den Medien und muss genau das erfahren, was Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg schon erleben mussten und müssen.
    Mir fehlt dafür das Verständnis.
    Wenn, trotz Fernsehübertragungen, zu den letzten beiden Heimspielen über 40000 Zuschauer ins Stadion kamen, außerdem RB im Saisonverlauf die meisten Zuschauer generieren konnte, sogar im bedeutungslosen Spiel im Stuttgart 1000 Fans mitgefahren sind, ist doch klar ersichtlich, RB ist in Leipzig und Umgebung angekommen.
    Mich erinnert die Begeisterung der überwiegend friedlichen Zuschauer von RB an alte Chemiezeiten. Chemie in seinen Glanzseiten von 1949 – 1953 und dann wieder als sogenannter Rest von Leipzig bis zu seiner systematischen Vernichtung durch die damalige Sportführung in der DDR war Chemie Zuschauermagnet in Leipzig im täglichen Fußballalltag.
    Beide Streitparteien sollte sich gut überlegen, was für Folgen die Lizenzverweigerung für Leipzig und Umgebung auslöst, sowohl sportlich, aber auch wirtschaftlich und auch für Leistungen für junge Menschen, die die Stadt aus finanziellen Gründen nicht leisten kann.
    Der DFL sei angeraten sich endlich den Realitäten im deutschen Profifußball zu stellen und diese zu beachten. Die Fußballvereine sind Wirtschaftsfaktoren und da wird doch intern die 50 + 1 Regel schon lange in der Praxis aufgeweicht, wer das nicht sehen will, ist nach m. E.realitätsfremd.
    Lächerlich ist der Streit über das Vereinslogo. Nimmt RB die Bullen aus den kleinen Vereinslogo, bleibt doch noch die größere Werbung für Red Bull als Trikotwerbung für das Unternehmen.
    Bei Bayern ist doch auch das T , oder beim BVB Evonik deutlich zu sehen.

  30. hier mal Flagge zeigen – natürlich für RB

    http://www.faszination-fankurve.de/index.php?folder=sites&site=umfragen

    man kann ja der UEFA mal folgenden Vorschlag machen:
    Ostdeutschland gründet wieder die Oberliga – mit eigenem Verband, heist Austritt aus dem DFB!! und 50+1 ade – dafür wird die 3. Liga aufgelöst, denn die kann fast vollständig in die Oberliga überführt werden, da diese ja JETZT 2 neue „Ossis“ bekommt. Der DFB mit seiner DFL können ihren elitären Klüngel weiter betreiben und der Osten hat endlich wieder die Möglichkeit international zu zeigen was möglich ist.
    Der Deutschlandmeister wird ausgespielt – 1. der Buli gegen 1. der Oberliga. Die Champions League Plätze werden an die beiden Meister und die zweitplazierten vergeben.

    Den DFL-Elitären ist es doch vollkommen egal ob der Osten JEMALS wieder 1. Buli, geschweige denn Internatonal mitspielen kann – oder darf oder sollte. Die Frage ist auch, wie lange kann sich Aue noch in der 2. Buli halten??

    Ein anderer Vorschlag wäre -> an DFB/DFL – die Fernsehgelder gehen umgekehrt an die Ligen
    – 3. Liga, 2.Liga, 1. Liga – das wäre mal Solidarität… – den Aufschrei der Buli-Bonzen möchte ich dann hören. Die Fernsehgelder für internationale Spiele bleiben natürlich bei den jeweiligen Vereinen!

    schönen Tag noch…

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