29.Spieltag – 3.Liga 2013/2014

Der 29.Spieltag steht an. Und gleich vier der ersten fünf Mannschaften spielen in direkten Duellen gegeneinander. Zwei gegen vier, Leipzig gegen Osnabrück und fünf gegen drei, Rostock gegen Darmstadt. Das ganze genüsslich beobachtet von Spitzenreiter Heidenheim. Nach dem Spieltag wird noch einmal klarer sein, in welche Richtung das Saisonfinale an der Tabellenspitze läuft.

Am Tabellenende sicherlich am interessantesten die Heimspiele der beiden schlechtesten Teams der Liga Burghausen und Saarbrücken, die vermutlich nur mit Siegen gegen die Konkurrenten im Abstiegskampf Unterhaching und BVB II ihre Chancen auf den Klassenerhalt intakt halten. Bei Niederlagen könnte der Rückstand aufs rettende Ufer auf bis zu 10 Punkte anwachsen.

Live übertragen werden am Samstag insgesamt vier Partien. Darunter das Spitzenspiel in Rostock. Auch das Abstiegsspiel und bayerische Derby in Burghausen wird man live verfolgen können, wenn man sich dafür erwärmen kann. Das RB-Spiel schafft es dagegen nicht in die Live-Verlosung. Der MDR setzt stattdessen wieder auf Regionalliga und die Begegnung zwischen Jena und Magdeburg (Livestream-Link am Ende des Beitrags).

SV Wacker Burghausen (25 Punkte) – SpVgg Unterhaching (32 Punkte): 20. gegen 18., mehr Abstiegsduell geht nicht. Zieht man den überraschenden Sieg in Leipzig ab, Burghausen seit der Winterpause mit überschaubarer Ausbeute (fünf Punkte aus sechs Spielen). Jedenfalls nicht genug Punkten, um den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz entscheidend zu verkürzen. Unterhaching auf der anderen Seite im freien Fall und das schlechteste Team der dritten Liga in 2014, nur einem Punkt aus den letzten sechs Spielen und gerade mal fünf aus den letzten 12. Der ‚Lohn‘ ist der Absturz vom Relegationsplatz 3 auf den Abstiegsplatz 18. Das junge Team braucht eine Trendwende, um die Leichtigkeit der Hinrunde wiederzufinde, sonst findet man sich bald in der Regionalliga wieder. – 1

FC Rot-Weiß Erfurt (36 Punkte) – VfB Stuttgart II (34 Punkte): Noch ein Aufeinandertreffen zweier Krisenteams. Erfurt blieb seit der Winterpause viermal ohne eigenes Tor und holte ohne Sieg immerhin noch vier Punkte. Der VfB mit nur zwei Punkten aus den letzten fünf Partien und davor zwei glücklichen Siegen. Macht summasummarum ein Duell, bei dem es darum geht, der Krise ein Schnippchen zu schlagen und nicht noch weiter unten rein zu rutschen. Erfurt hofft dabei auf Brandstetter und Kammlott, Stuttgart auf ein reiferes Auftreten. Daniel Divadi soll für den VfB in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Vielleicht kommen ja künftig, nachdem bei den Profis Stevens übernommen hat, Khedira und Yalcin wieder dauerhaft zur zweiten Mannschaft zurück. Würde das Ziel Klassenerhalt sicherlich zu einem einfacher erreichbaren machen. – 0

SV Wehen Wiesbaden (39 Punkte) – SV 07 Elversberg (35 Punkte):  Der Relegationsplatz ist in Wiesbaden bei 11 Punkten Rückstand wohl kein Thema mehr. Dagegen muss man bei nur sieben Punkten bis zu einem Abstiegsrang aufpassen, nicht noch unten reinzurutschen. Mit acht Punkten seit der Winterpause punktet man eher durchschnittlich, die Stimmung ist nach dem 0:3 in Kiel wieder mal im Keller. Elversberg macht derweil weiter das beste aus den eigenen Möglichkeiten, punktet regelmäßig und gewann auch das wichtige Spiel gegen Erfurt. Sodass man in der Tabelle weiter von oberhalb  der Abstiegsränge grüßt. Auswärts hat Elversberg allerdings sechs Spiele hintereinander verloren. Darunter aber bei den Spitzenteams aus Heidenheim, Rostock, Leipzig und den Stuttgarter Kickers. Beim Spiel bei heim- und offensivschwachen Wiesbadenern dürfte man sich berechtigte Hoffnungen machen, die Negativserie zu durchbrechen. – 2

MSV Duisburg (37 Punkte) – Holstein Kiel (32 Punkte): In Duisburg kann man wie in Wiesbaden das heimliche Schielen Richtung Aufstiegsplätze nach nur neun Punkten seit der Winterpause endgültig abhaken und den Blick eher nach unten richten. Verliert man gegen Kiel hat man auf ein Team im Abstiegskampf nur noch zwei Punkte Vorsprung. Bei nur einem Punkt aus den letzten zwei Spielen und lediglich zwei glücklichen Siegen in 2014 ist der Trend ein schlechter und beunruhigender. Dass man mit dem Kader noch mal gen Abstiegsrängen gucken muss, ist jedenfalls eine ziemliche Enttäuschung. Kiel auf der anderen Seite in 2014 noch ohne Auswärtstor, aber nach dem 3:0 gegen Wiesbaden ein wenig mit Rückenwind. Um dem Abstieg zu entgehen, müssen aber weiter Punkte her. – 0

FC Hansa Rostock (43 Punkte) – SV Darmstadt 98 (50 Punkte): Die vielleicht letzte Chance für Hansa, noch mal Richtung Relegationsplatz 3 anzugreifen. Drei Punkte gegen den direkten Konkurrenten würden noch mal Fahrt in die Saison bringen, nachdem acht Punkte aus den letzten sieben Spielen zu wenig waren, um höheren Aufstiegsansprüchen gerecht zu werden. Ein Sieg gegen Darmstadt wird allerdings ein ziemlich schweres Unterfangen, denn die Hessen haben seit 11 Spielen nicht mehr verloren und in dieser Zeit 25 von möglichen 33 Punkten gesammelt. Genauso viele wie RB Leipzig, zwei mehr als Heidenheim, fünf mehr als Rostock und sieben mehr als Heidenheim. Darmstadt punktet unheimlich konstant und überstand auch die schweren Auswärtsspiele in Osnabrück, Heidenheim und Chemnitz in diesem Jahr ohne Niederlage (gewann allerdings auch keins davon). Rostock zudem in den letzten drei Heimspielen mit 2:4 Toren und nur einem Punkt. Insgesamt trotzdem ein völlig offenes Spiel, das durch Kleinigkeiten entschieden werden könnte. – 0

1. FC Saarbrücken (25 Punkte) – Borussia Dortmund II (34 Punkte): Für Saarbrücken war das 0:2 beim direkten Abstiegskonkurrenten Chemnitz vor einer Woche ein schwerer Rückschlag beim Versuch, Anschluss an Platz 17 zu finden. Weswegen man nun die Punkte im Spiel gegen Dortmund umso dringender braucht. Einerseits um nicht noch einem Konkurrenten Punkte zu überlassen, andererseits um den Abstand zu den rettenden Plätzen nicht zu groß werden zu lassen. Dortmund weiter ohne Ducksch und in den sieben Spielen in 2014 eher schwach und auswärts noch ohne Punkt. – 1

Stuttgarter Kickers (40 Punkte) – Chemnitzer FC (34 Punkte): Die Kickers sind zusammen mit den drei Topteams der Liga die aktuell beste Mannschaft. In Heimspielen ist man seit neun Partien ohne Niederlage. Nur Heidenheim konnte zuletzt nach einem 0:3-Rückstand immerhin noch einen Punkt mitnehmen. Mehr Heimstärke geht eigentlich nicht. Chemnitz hat wiederum nach drei Spielen ohne Niederlage und zuletzt zwei Siegen zurück in die Spur gefunden und sich auf einen Nichtabstiegsplatz zurückgearbeitet. Verliert man in Stuttgart könnte man aber auch schnell wieder in die rote Zone rutschen. In Stuttgart zu punkten, ist allerdings wie gezeigt mehr als anspruchsvoll. – 1

Hallescher FC (38 Punkte) – Jahn Regensburg (35 Punkte): Halle ist direkt hinter den Stuttgarter Kickers und dem Toptrio das fünftbeste Team der Liga in 2014. Man hat sich von der Negativbilanz vor der Winterpause nicht verrückt machen lassen und erntet nun den Lohn für eine recht gute Kaderplanung, sowohl im Sommer als auch im Winter (Sembolo). Mit Regensburg kommt eines der schwächeren Auswärtsteams der Liga, das den Klassenerhalt noch lange nicht sicher hat. Halle dagegen wäre mit einem Sieg schon über der 40-Punkte-Marke und sehr nah dran am sicheren Klassenerhalt. Dass dahingehend noch etwas schief gehen könnte, kann man angesichts des Trends aber sowieso nicht glauben. – 1

Preußen Münster (36 Punkte) – 1. FC Heidenheim (62 Punkte): Vor der Saison hätte man dies wohl als absolutes Spitzenspiel prognostiziert. Nun trifft ein unterdurchschnittliches Heimteam auf das Überteam der Liga und jene Mannschaft, die auswärts in 14 Spielen erst einmal verloren und zehnmal gewonnen hat. Heidenheims drei Unentschieden in den letzten fünf Spielen interpretieren manche schon als kleine Krise, aber mit 15 Punkten seit der Winterpause kann der Tabellenführer trotzdem auf eine sehr gute Ausbeute zurückblicken. Bei kampfstarken Westfalen wird man keine Punkte geschenkt kriegen, zumal die Gastgeber die Punkte im Abstiegskampf zur Beruhigung gut gebrauchen könnten. Weiterhin ist die entscheidende Frage, ob in Heidenheim angesichts von 12 Punkten Vorsprung auf Platz 3 der Schlendrian ausbricht oder ob man die Saison konzentriert weiterspielt. – 2

RB Leipzig (55 Punkte) – VfL Osnabrück (43 Punkte): Quasi das ewig junge Duell zwischen Zorniger und Walpurgis. Dreimal spielte RB bisher gegen Walpurgis-Mannschaften (zweimal Lotte, einmal Osnabrück) und immer waren es intensive, umkämpfte Spiele mit viel Körpereinsatz. Nicht immer mit letzter spielerischer Klasse, aber mit viel Herz und Leidenschaft. Und das wird wohl auch in Duell Nummer vier so bleiben. Alles weitere wie immer im Vorbericht. – 1

PS: Tippquote bisher an 28 Spieltagen: 126 von 275.

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Livestreams – Anpfiff Samstag, 14 Uhr

  • Hansa Rostock vs. SV Darmstadt 98 bei ndr.de [broken Link] und im NDR-Fernsehen
  • MSV Duisburg vs. Holstein Kiel bei [broken Link]
  • Preußen Münster vs. 1.FC Heidenheim bei [broken Link]
  • Wacker Burghausen vs. SpVgg Unterhaching bei [broken Link]

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2 Gedanken zu „29.Spieltag – 3.Liga 2013/2014“

  1. „Das ganze genüsslich beobachtet von Spitzenreiter Heidenheim.“

    Damit sollte erst einmal Schluss sein 😉
    (wenn unser RBL heute die 3 Punkte macht)

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