25.Spieltag – 3.Liga 2013/2014

Spieltag 25 von 38. Extrem lang ist die Saison nicht mehr. Und gerade Siege in den direkten Duellen werden immer mehr Gold wert sein. In diesem Sinne ist es wieder von besonderem Interesse, dass vier der fünf Topmannschaften untereinander aktiv werden. Heidenheim muss dabei nach Rostock reisen. Und RB Leipzig könnte gegen Wehen Wiesbaden die Konstellation an der Spitze mit im Kern drei Teams, die die Plätze 2 und 3 untereinander ausspielen (Leipzig, Darmstadt, Rostock) zementieren. Wie man die dritte Liga kennt, kann aber auch alles ganz anders kommen.

Auch am Tabellenende einige direkte Duelle. Chemnitz konnte gestern bei der zweiten Mannschaft des BVB II den Abwärtstrend nicht stoppen. Ganz im Gegenteil, das 0:3 in Dortmund ist ein neuer Tiefpunkt und dürfte in Chemnitz langsam Panik auslösen. Münster gegen Elversberg ist heute ein sehr wichtiges Duell. Genauso wie Burghausen gegen Kiel. Und fast schon die letzte Chance wartet auf Saarbrücken im Spiel gegen Unterhaching. Aktuell liegen zwischen Platz 10 und 18 lediglich fünf Punkte. Sprich, der halben Liga hängt das Abstiegsgespenst im Nacken.

Das Angebot an Drittliga-Liveübertragungen ist heute wegen Olympia zwar ausgedünnt, aber immerhin gibt es drei Partien zu bestaunen. Von besonderem Interesse sicherlich das Spiel von Rostock gegen Heidenheim. Der MDR nimmt sich des Verfolgerduells Duisburg gegen Erfurt an und der Hessische Rundfunk bringt die Nummer 3 der Tabelle auf die Bildschirme, sodass sechs der ersten neun Teams in der Tabelle live zu bestaunen sind. (Livestream-Links am Ende des Beitrags).

Borussia Dortmund II (28 Punkte) – Chemnitzer FC (27 Punkte): Zwei Teams im Kampf gegen den Trend 0 Punkte und 2:7 Tore gegen 1 Punkte und 0:6 Tore in drei Spielen nach der Winterpause. Den negativen Trend stoppten letztlich die Gastgeber, sodass Chemnitz jetzt ganz tief im Abstiegsschlamassel steckt. Die den Wirbel um Sturmtalent Christian Mauersberger, der online Dankesworte für einen „deutschen, arischen Freund“ fand, eigentlich gerade überhaupt nicht brauchen können. Vor allem nicht nachdem Maik Kegel gerade erst alkoholisiert gestürzt war. Ganz schwere Zeiten in Chemnitz, wo es im Team überhaupt nicht zu passen scheint.

1. FC Saarbrücken (19 Punkte) – SpVgg Unterhaching (31 Punkte): So etwas wie die letzte Chance für den Tabellenletzten nach dem Rauswurf von Milan Sasic mit neuem Trainer noch die Klassenerhaltskurve zu kriegen. Ein Sieg gegen Unterhaching ist für die Stimmung im Umfeld fast schon Pflicht. Und letztlich hat der alte Co-Trainer und neue Chef-Trainer Fuat Kilic eine ganz einfache Aufgabe vor sich. Er muss nur die katastrophale Defensivarbeit der Saarländer verbessern und dem Team kollektives Verteidigen beibringen und den Rest erledigt die indivdiuelle Klasse des best of both Bundesligen im Team. Naja, wenn Fußball so einfach wäre. Zumal Kilic zuletzt davon sprach, an der Offensive der Saarländer arbeiten zu wollen. Aber grundsätzlich gilt, dass Saarbrücken viel Qualität im Kader hat und letztlich nur einen taktischen Rahmen braucht, in dem sich die Qualität auch entfalten kann. Unterhaching strauchelte zuletzt gegen die Spitzenteams, könnte in Saarbrücken einen Big Point im Abstiegskampf setzen. – 1

Stuttgarter Kickers (32 Punkte) – VfL Osnabrück (36 Punkte): Heimlich still und leise. Nach sieben Heimsiegen hintereinander und 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen haben sich die Stuttgarter Kickers in die vordere Tabellenhälfte geschoben und können für den Fall, dass sie die Heimserie ausbauen, ganz nah an Osnabrück heranrücken und das Abstiegsgespenst ordentlich verscheuchen. Die Kickers mit ihrem wohlorganisierten, fast schon nüchternen Fußball gegen die wild-aggressiven Niedersachsen, die seit der Winterpause noch ungeschlagen sind, allerdings in Rostock bei 11 gegen 9 auch den Sieg liegenließen, keine uninteressante Paarung. – 0

Hallescher FC (31 Punkte) – VfB Stuttgart II (32 Punkte): Die Lebensversicherung des HFC heißt in der Rückrunde Francky Sembolo. Vier Tore in den ersten drei Spielen für den neuen Verein trugen nicht unwesentlich zu sieben Punkten aus den ersten drei Spielen seit der Winterpause und einem relativ sicheren Mittelfeldplatz bei. Wobei der Weg nach unten kurz ist und entsprechend Punkte gegen den VfB wichtig wären. Der VfB-Nachwuchs mit sechs Punkten aus den letzten drei Spielen rein von den Zahlen her gut. Allerdings hätte man auch genausogut mit leeren Händen da stehen können und hätte sich nicht beschweren dürfen. Ob die spielerische Klasse reicht, um in Halle mitzuhalten, wird sich zeigen. – 2

Preußen Münster (28 Punkte) – SV 07 Elversberg (29 Punkte): Die Einschätzung, dass Münster aus der Winterpause gestärkt hervorkommen und noch einmal angreifen werde, kann man getrost als nicht eingetreten abhaken. Ein Punkt und kein Tor aus drei Spielen, die Bilanz ist ziemlich vernichtend für ein Team, das sich noch einmal mit Spielern aus der zweiten Liga verstärkt hat. Weswegen man weiterhin in unmittelbarer Abstiegsgefahr steckt. Gegen Elversberg wartet ein enorm wichtiges Duell gegen einen direkten Konkurrenten. Es müssen Tore her und die Abwehr muss gegen ein Team, das inzwischen auch Tore schießen und nicht nur verhindern kann, halten. – 0

SV Wacker Burghausen (21 Punkte) – Holstein Kiel (28 Punkte): Wie für Saarbrücken steht auch für Burghausen eine der letzten Chancen im Abstiegskampf an. Gegen die unmittelbar vor den Abstiegsrängen postierten Kieler muss fast schon ein Sieg her. Einerseits um zu einem direkten Konkurrenten halbwegs aufzuschließen. Andererseits um auch auf die anderen Teams nicht zu viel Boden zu verlieren. Kiel landete zuletzt nach neun Heimspielen ohne Sieg beim 3:0 gegen Münster den lang ersehnten Befreiungsschlag. Der aber im Abstiegskampf nur der Anfang gewesen sein kann. Kiel in der gesamten Saison auswärts erst mit drei Niederlagen. Burghausen zu Hause das zweitschlechteste Team der Liga. Vorteil Kiel. Auch wenn mehr als 900 km Entfernung von Burghausen eine ordentliche Anreiseherausforderung sind. – 2

MSV Duisburg (33 Punkte) – FC Rot-Weiß Erfurt (34 Punkte): Punktetechnisch ein absolutes Mittelfeldduell. Beide mit fast gleichvielen Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz bzw. Rückstand auf den Relegationsplatz. Wer das Spiel verliert, kann das Schielen nach oben wohl endgültig vergessen. Erfurt-Coach Kogler sprach zuletzt vom Klassenerhalt und zeigte damit, dass man eher nach unten als nach oben schaut. Duisburg seit der Winterpause mit einem glücklichen Sieg und zwei Unentschieden. Erfurt mit erst zwei Punkten und einem Tor. Kadertechnisch geht der Vorteil deutlich nach Duisburg. Was man auf dem Platz gegen kompakte Erfurter kaum sehen wird. – 1

SV Darmstadt 98 (40 Punkte) – Jahn Regensburg (34 Punkte): Regensburg ist neben den Stuttgarter Kickers ein wenig das Überraschungsteam der Stunde und hat sich mit 11 Punkten aus den letzten fünf Spielen einen guten achten Platz mit Blick auf den Relegationsplatz gesichert. Wie es der Zufall will, tritt man nun ausgerechnet in Darmstadt, beim Relegationsplatzteam an. Und könnte den Rückstand auf erstaunliche drei Punkte verkürzen. Darmstadt macht derweil da weiter, wo man in der Hinrunde aufhörte. Zwei Unentschieden in unangenehmen Auswärtsspielen in Osnabrück und Heidenheim, dazu ein sicherer Heimsieg gegen Unterhaching. Darmstadt spult überraschend konstant auf hohem Niveau das Pensum herunter und steht deswegen weiterhin auf Platz 3, auch wenn man zuletzt in Hessen immer noch vom Verhindern des Abstiegs sprach. Spätestens nach dem Spiel ist mit dieser Geschichte dann Schluss. – 1

FC Hansa Rostock (39 Punkte) – 1. FC Heidenheim (54 Punkte): Unheimlich interessante Partie. Das gerade zu Hause hitzige Rostock gegen die gerade auswärts extrem maschinige Spitzenreitermaschinerie aus Heidenheim. Für Hansa geht es um den Anschluss an die Plätze 2 und 3, für Heidenheim geht es um nicht mehr viel. Selbst wenn sie verlieren, würde ihr Vorsprung auf Platz 3 auf minimal 11 Punkte zusammenschmelzen. Sodass es für den Spitzenreiter tatsächlich vor allem um den rein sportlichen Vergleich und die 12 Spiele andauernde Ungeschlagenserie geht. Geht bei ihnen motivationstechnisch beim Betreten des Platzes der Knopf auf, gewinnen sie. Wenn nicht, dann hat Rostock ganz gute Karten, drei Punkte zu erkämpfen. – 2

RB Leipzig (43 Punkte) – SV Wehen Wiesbaden (37 Punkte): Zweiter gegen Fünfter und die Frage, ob ein Aufstiegskonkurrent distanziert wird oder ob das Aufstiegsfeld ganz eng zusammenrutscht. Die möglichen Extremfälle nach dem Spieltag: drei Punkte zwischen Platz 2 und 5 oder neun Punkte. Wichtiges Spiel für beide Clubs. Der Rest wie immer im ausführlichen Vorbericht. – 1

PS: Tippquote bisher an 24 Spieltagen: 107 von 237.

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Livestreams – Anpfiff Samstag, 14 Uhr

  • Hansa Rostock vs. 1.FC Heidenheim bei ndr.de
  • MSV Duisburg vs. Rot-Weiß Erfurt bei mdr.de [broken Link]
  • SV Darmstadt 98 vs. Jahn Regensburg bei hr-online.de [broken Link]

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