24.Spieltag – 3.Liga 2013/2014

Der 24. Spieltag steht an. Anfang Februar. Und noch immer scheint man komplett ohne Spielausfälle zurecht zu kommen. Ein sehr erstaunlicher Winter bisher. Vor allem, wenn man an das Chaos im letzten Jahr denkt, das nicht nur die Regionalliga, sondern auch die 3.Liga erfasste. Aber ein paar Wochen sind ja für eine dauerhafte Rückkehr des Winters noch Zeit..

15 Spiele haben die Teams aktuell bis zum Saisonende zu bestreiten. Spitzenreiter Heidenheim hat dabei am 24. von 38 Spieltagen die Chance, mit einem Sieg im Duell mit Darmstadt, die aktuell Dritter sind, den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf 17 Punkte zu vergrößern. 17 Punkte und nur noch 14 Spiele bis zum Ende, das wäre dann in Sachen Direktaufstieg die erste Entscheidung. Bei einer Niederlage würde sich der Vorsprung auf nicht ganz so komfortable, aber immer noch ausreichende 11 Punkte verringern.

Ein Sieg Heidenheims würde auch RB Leipzig die Chance geben, im zweiten Spitzenduell  in Erfurt (5. gegen 2.) den Vorsprung auf Darmstadt und auf Platz 3 wieder ein wenig zu vergrößern. Ob RB seinen Teil zu dieser Rechnung beitragen kann, können die geneigten Fußballanhänger auch im Livestream oder im MDR verfolgen. Die Begegnung wird wegen der startenden Olympiaübertragung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die einzige Partie sein, die live zu verfoglen ist. (Livestream-Link am Ende des Beitrags).

Chemnitzer FC (26 Punkte) – MSV Duisburg (32 Punkte): Aus Abstiegsangst könnte in Chemnitz langsam Panik werden. Mit 0:6 Toren und null Punkten ist man denkbar schlecht in die Rückrunde gestartet. Auch wenn man weder in Heidenheim noch gegen Regensburg chancenlos war, blieb man offensiv glücklos und fing sich defensiv zu einfache Tore. Die Stimmung ist relativ im Keller und mit ihr das Selbstvertrauen. Garbuschewski wird dem Team nach seiner roten Karte zwei Spieltage fehlen. Und der ‚Vorsprung‘ auf Abstiegsplatz 18 beträgt gerade mal noch einen Punkt. Selbst Burghausen nähert sich langsam wieder an (5 Punkte zurück). Mit Duisburg kommt zudem noch ein auswärtsstarkes Team zu Besuch, das aus dem glücklichen Sieg gegen RB Leipzig vor Wochenfrist noch mal ordentlich Selbstvertrauen mitgenommen hat und auch noch Richtung Aufstiegsplätze schielt. – 0

SV 07 Elversberg (28 Punkte) – Hallescher FC (30 Punkte): Eines der entscheidenden direkten Duelle in der Abstiegszone. Halle mit sechs Punkten und 4:0 Toren perfekt in die Rückrunde gestartet. Mit einem weiteren Sieg könnte man fast schon für die kommende Drittligasaison planen, wäre zumindest deutlich aus der Gefahrenzone des unteren Tabellendrittels entwichen. Verzichten wird man wohl weiterhin auf Stürmer Timo Furuholm müssen. Aber man hat ja Neuzugang Francky Sembolo, der nach seinem Wechsel im Winter mit zwei Toren aus zwei Spielen einen optimalen Einstand feierte. Elversberg auf der anderen Seite durch den leichten Kaderumbau in der Winterpause mit mehr Qualität in der Breite und einer unglücklichen Niederlage kurz vor Schluss bei den Stuttgarter Kickers am letzten Spieltag. Dürfte ein ordentliches Kampfspiel werden.. – 2

VfL Osnabrück (33 Punkte) – 1. FC Saarbrücken (19 Punkte): Wenn man mit sieben Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz Tabellenletzter ist, wird es 15 Spiele vor Schluss langsam Zeit zu Punkten. Nimmt man Sasics Cluster-Theorie (pro vier Spiele sechs Punkte) ernst, dann bedeutet das nach der letztwöchigen Niederlage gegen den VfB II, dass man in den kommenden drei Begegnungen zweimal gewinnen muss. Da ist die Aufgabe in Osnabrück angesichts immer aggressiver Gastgeber eine Herausforderung. Zumal aktuell völlig unklar ist, wo die Wende zum besseren in Saarbrücken herkommen soll. In zwei Spielen hat man schon wieder fünf Gegentore kassiert. Und auch wenn die Pleite gegen den VfB II unglücklich war, eine überzeugende Spielidee präsentiert Saarbrücken weiterhin nicht. Aber vielleicht wird es ja, je länger die vielen Neuzugänge miteinander spielen, immer besser. Osnabrück derweil letzte Woche in Rostock mit dem Kunststück trotz langer doppelter Überzahl nur mit einem Punkt nach Hause zu fahren. Wollen sie Anschluss an Platz 3 halten, dann sollten drei Punkte her. – 1

SpVgg Unterhaching (31 Punkte) – FC Hansa Rostock (36 Punkte): Unterhaching  kurz vor Ende der Transferfrist noch mit zwei guten Transfers in Form zweier profifußballerfahrener Spieler. Mit Platz 11 liegt man weiterhin sehr gut im Rennen. Allerdings ist der Vorsprung auf Platz 18 auch nicht sonderlich beruhigend. Mit Hansa wartet eine schwere Aufgabe, da die Ostseestädter trotz der Ausfälle wegen der Rotsperren nach dem denkwürdigen Spiel gegen Osnabrück (wobei beide Elfmeter gegen Hansa und auch mindestens eine der beiden roten Karten völlig gerechtfertigt waren) und nur einem Punkt aus zwei Spielen mit ordentlicher Motivation auflaufen werden. – 2

1. FC Heidenheim (53 Punkte) – SV Darmstadt 98 (39 Punkte): Sehr spannendes Duell. Die Maschine in Teamform aus Heidenheim gegen den Überraschungsdritten aus Darmstadt, der nach eigenem Bekunden in Heidenheim den Klassenerhalt perfekt machen, also die Marke von 40 Punkten brechen will. Aus der Hinrunde steht für Heidenheim aus dem Spiel in Darmstadt eine der wenigen Niederlagen zu Buche. Ein Schönheitsfleck, den das Schmidt-Team sicherlich beseitigen will. Was bedeutet, dass dies eines der letzten Spiele sein könnte, in denen es beim Spitzenreiter noch keine Motivationsprobleme gibt. Gewinnen sie auch dieses Spiel, werden genau diese Probleme demnächst auf sie zukommen. – 1

Jahn Regensburg (31 Punkte) – Borussia Dortmund II (28 Punkte): Ein weiteres Duell, in dem es darum geht, Distanz zu den Abstiegsrängen herzustellen. Gut aus der Winterpause gekommene Regensburger, die in Chemnitz einen big Point verbuchten gegen den Nachwuchs der Borussen, die nach null Punkten aus zwei Spielen den Abstiegsrängen näher kommen. Allerdings ist der Bundesliganachwuchs top besetzt und die Niederlage gegen Heidenheim kein Beinbruch, sondern erwartbar gewesen. In Regensburg gilt es dann aber doch Punkte gegen den Abstieg zu holen. – 2

FC Rot-Weiß Erfurt (34 Punkte) – RB Leipzig (40 Punkte): Neben Heidenheim gegen Darmstadt das Topspiel des Spieltages. Aufgrund regionaler Nähe und der üblichen fußballkulturellen Scharmützel ein besonders aufgeladenes Spiel vor Erfurter Rekordkulisse. Geht es nach den normalen Kräfteverhältnissen ist RB Favorit. Angesichts der unangenehmen Spielweise der Gastgeber bleibt es ein offenes Duell. Der Rest wie immer im Vorbericht. – 2

SV Wehen Wiesbaden (34 Punkte) – SV Wacker Burghausen (21 Punkte): Wehen Wiesbaden ist in dieser Saison ein absolutes Mysterium. Eigentlich ist die Stimmung wegen sportlich überschaubarer Auftritte permanent schlecht und so steht auch Neu-Coach Kienle schon wieder in der Kritik. Tabellarisch liegt man als Sechster aber weiterhin absolut in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, zumindest zu Platz 2 und 3. Gegen Burghausen bietet sich die Chance, weiter Boden nach oben gut zu machen. Allerdings hapert es in Wiesbaden eben gerade in den Heimspielen, wo man nur vier von 12 Partien gewinnen konnte. Unter Kienle holte man zu Hause aus fünf Spielen nur einen Sieg und zwei Unentschieden. Burghausen kommt mit der Empfehlung gegen zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel vier Punkte geholt zu haben (Erfurt, Leipzig). Womit sie wieder an den Nichtabstiegsplätzen schnuppern. Mit ihrer taktisch wohlorganisierten Art wird man es auch den spielerisch nicht überdurchschnittlich guten Hessen, die letzte Woche in letzter Sekunde glücklich in Münster gewannen, schwer machen. – 0

Holstein Kiel (25 Punkte) – Preußen Münster (28 Punkte): Kiel bleibt mit nur einem Sieg aus den letzten 16 Spielen eines der großen Sorgenkinder in der Abstiegszone. Auch für Coach Neitzel wird die Luft langsam dünner. Ein günster Zeitpunkt für den Befreiungsschlag wäre das Spiel gegen Münster, die nach der Winterpaus noch torlos sind und bei einer Niederlage wieder ganz unten rein rutschen würden. Die erwartete Leistungssteigerung im Vergleich zur Zeit vor der Winterpause ist bei den Preußen jedenfalls bisher ausgeblieben. Sodass es in diesem Jahr endgültig wohl nur um den Klassenerhalt geht. Beide Teams seit der Winterpause mit der identischen Bilanz von einem Punkt und 0:1 Toren. Dürfte kein Spiel für Feinschmecker werden. Und Sportwetter sollten das 0:0 nehmen.. – 0

VfB Stuttgart II (32 Punkte) – Stuttgarter Kickers (29 Punkte): Das ‚Derby‘. Zumindest in der kleinen Form. Um das Aufeinandertreffen der Fanszenen zu verhindern, hat man die Partie parallel zum Heimspiel des VfB-Bundesligateams angesetzt. Also auf Sonntag 15.30 Uhr. Das und ein relativ volles Stadion riechen dann schon nach großer Fußballbühne. Die Stuttgarter Kickers mit der unfassbaren Serie von sieben Heimsiegen in Folge (drittbestes Heimteam der Liga). Zwar ist man nominell gegen den VfB II Auswärtsteam, aber man spielt im eigenen Stadion und die Mehrzahl der Zuschauer dürfte für Heimatmosphäre sorgen. Der Bundesliganachwuchs ist mit zwei Siegen sehr gut aus dem Winter gekommen und hat sich im Tabellenmittelfeld festgesetzt. Beide Spiele hätten aber auc hin die andere Richtung kippen können. Die fußallerisch feinere Klinge spricht für den VfB. Stadion und Umfeld sprechen für die Kickers. – 0

PS: Tippquote bisher an 23 Spieltagen: 103 von 227.

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Livestreams – Anpfiff Samstag, 14 Uhr

  • RB Leipzig vs. Rot-Weiß Erfurt bei mdr.de [broken Link] und im MDR-Fernsehen

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