3.Liga: MSV Duisburg vs. RB Leipzig 2:1

Das Spiel beim MSV Duisburg war für RB Leipzig der erste Ausflug in den Ruhrpott. Es dürfte für die, die zu dem Spiel mitreisen durften, konnten und wollten, insbesondere für Joshua Kimmich, in eher unangenehmer Erinnerung bleiben. Denn nach einem zumindest in der zweiten Halbzeit guten Spiel von RB Leipzig verlor man in der Nachspielzeit noch mehr als unglücklich mit 1:2.

Die Partie begann auf Seiten von RB Leipzig mit einer taktischen Umstellung. Statt des gewohnten Systems mit drei Stürmern probierte man es in Duisburg mit einem 4-3-1-2 mit Dominik Kaiser auf der Zehn. Eine Umstellung, die zumindest dahingehend aufging, dass Dominik Kaiser zum vielleicht besten Mann auf dem Platz wurde und seine neuen Freiheiten auf für viele gelungene Aktionen und Anspiele nutzte.

Neu im Team auch Tobias Willers in der Innenverteidigung, der genau jene Mentalität auf den Platz brachte, die man von ihm erwartet und noch im Heimspiel gegen Burghausen fehlte. Insbesondere nach dem Rückstand war er derjenige, der auf dem Platz Aufbauhilfe leistete, seine Mitspieler anfeuerte und als Fels in der gelegentlichen Brandung voran ging. Willers ist vielleicht nicht unbedingt der beste Innenverteidiger im Team, aber er ist derjenige, der als Motivator immer vorangeht und dadurch eine wichtige Rolle spielt, die ihn aktuell über seine Kontrahenten hebt.

Die ersten 15 Minuten des Spiels gehörten vornehmlich RB Leipzig, die ohne großen Glanz oder allerletzte Konsequenz Duisburg unter Druck setzten und das Spiel im Griff zu haben schienen. Danach kam Duisburg aber besser ins Spiel und konnte im vorderen Drittel ein paar Bälle sichern, sodass sich eine ausgeglichene Partie ohne sonderliche Glanzpunkte entwickelte. Eher so eine Art typische 0:0-Begegnung.

Nach 25 Minuten hätte man dieses Spiel aus Gästesicht auf angenehme Art und Weise auflockern können, wenn denn Daniel Frahn nach einem Standard den Ball ins Tor und nicht an den Pfosten gedrückt hätte.

Am Ende blieb nur die eine Emotion: Fassungslosigkeit - RB Leipzig nach der Niederlage in letzter Minute beim MSV Duisburg | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Da das nichts wurde, kam nach einer halben Stunde die Führung der Gastgeber zwar nicht aus dem Nichts, denn der Druck des MSV auf das RB-Tor war stärker geworden. Ein wenig überraschend war sie schon, weil die großen Aktionen vor dem Gästetor ausblieben. Nicht zuletzt war die Führung auch in der Art der Entstehung überraschend, denn nachdem die Innenverteidigung die größte Gefahr gegen die MSV-Stürmer Zoundi und Onuegbu schon geklärt hatte, versuchte sich Joshua Kimmich am Fünfmeterraum in einem Dribbling gegen Deniz Aycecik, der diese Einladung und den Ball dankend annahm und den überraschten Erik Domaschke im RB-Tor mit einem Schuss in die kurze Ecke überraschte. Das nennt man dann wohl den Gegner stark machen..

Auch wenn die halbe RB-Mannschaft sofort zum geschockten Unglücksraben lief, um ihn aufzumuntern und aufzubauen, merkte man die Verunsicherung im Team für die restlichen 15 Minuten der ersten Halbzeit noch stärker als gelegentlich in den 30 Minuten zuvor schon, sodass offensiv nicht mehr viel zusammen lief. Aber auch beim MSV war man nicht mehr zu 100% auf das Erzielen von Toren aus, sodass es mit dem 1:0 auch in die Kabine ging. Das ein wenig glücklich war, aber auch nicht unverdient, wenn man bedenkt, dass der MSV noch ein bis zwei Elfmeter nach Handspiel (Ernst) oder Foulspiel (Poulsen) hätte kriegen können.

Wo ungefähr das Leistungspotenzial von RB Leipzig liegt, sah man dann über weite Strecken der zweiten Halbzeit. Denn von Beginn an übernahmen die Gäste das Kommando und erarbeiteten sich im Laufe der folgenden 30 Minuten diverse Großchancen, an denen immer wieder vor allem die Herren Kaiser, Frahn und der agil über links stürmende Poulsen beteiligt waren. Was vor allem daran lag, dass man im Mittelfeld nun komplett die Kontrolle übernahm und der MSV den in der ersten Hälfte noch vorhandenen Zugriff verlor.

Eine der vielen Chancen nutzte Daniel Frahn dann nach einer knappen Stunde zum verdienten Ausgleich, nachdem er ein paar Minuten zuvor noch freistehend an MSV-Keeper Ratajczak gescheitert war. Zu mehr als diesem einen Tor reichte es aber nicht, weil Daniel Frahn später allein vor dem Tor noch mal drüber schoss, Dominik Kaiser den Ball über den Kasten spitzelte und ansonsten einige Anspiele aus völlig freier Position über die Flügel in die Mitte um ein paar Zentimeter oder auch mal mehr zu ungenau waren, um verwertet werden zu können. Insbesondere Yussuf Poulsen scheiterte gleich mehrmals daran, einen Assist zu produzieren und sich für seinen Aufwand und seine körperliche Präsenz zu belohnen.

Ab der 80. Minute kippte das Spiel dann wieder ein wenig zurück zu den Gastgebern, die im Mittelfeld wieder besser in die Zweikämpfe kamen und so einige potenziell gefährliche Situationen und Standards generierten. Freilich ohne ganz große Gefahr für das RB-Tor. Zumindest nicht bis in die Nachspielzeit hinein als der MSV die zweite Chance nach einem eigentlich fast schon abgewehrten Standard sehr gut ausspielte, sodass Kingsley Onuegbu den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Was Fassungslosigkeit nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Gästeblock hervorrief.

In der kurzen verbleibenden Zeit hatte dann Tobias Willers nach einem Standard noch den Ausgleich auf dem Fuß, aber da sein Ball auf der Linie geklärt wurde, blieb es beim – angesichts des Spielverlaufs – bitteren 1:2 aus RB-Sicht. Und einer Niederlage, die ein wenig an das Spiel in Osnabrück erinnerte, als sich RB nach gutem Spiel auch durch eigene Fehler um den verdienten Lohn brachte.

Was bleibt, ist ein Spiel, in dem sich RB Leipzig eigentlich durch einen couragierten und auch spielerisch stellenweise guten Auftritt in der zweiten Halbzeit an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zog (bemerkenswerterweise auch ohne Wechsel, der erste und einzige fand erst nach 84 Minuten statt). Um dann doch ohne Punkte dazustehen.

Am neuen bzw. aus der vergangenen Saison ja altbekannten 4-3-1-2-System lag es jedenfalls nicht. Auch nicht an der neu formierten Innenverteidigung, die insgesamt – abgesehen von ein paar Kerzen und Querschlägern – einen guten Job machte. Letztlich lag es an ein, zwei individuellen Fehlern in der Defensive und an der mangelnden Chancenverwertung.

Es war nicht 90 Minuten lang Gold und insbesondere auf der rechten Verteidigungsseite bedarf es mit Neuzugang Georg Teigl noch einiger Abstimmung, aber gerade im Vergleich mit dem Burghausen-Heimspiel und insbesondere in der zweiten Halbzeit hatte man das alte RB Leipzig aus der Hinrunde auf dem Platz. Nämlich ein Team, das aggressiv Bälle erobert und seine Chancen sucht und entsprechend auch bekommt.

Mit dieser Spielweise hatte man in der zweiten Halbzeit auch das in den ersten 45 Minuten sehr präsente Publikum aus dem Spiel genommen. Erst in den letzten 10 Minuten kamen die Heimanhänger wieder lautstark zurück und halfen damit vielleicht auch ein wenig, den vielumjubelten Siegtreffer zu erzielen.

Fazit: Eigentlich lässt sich das Fazit auf ein Wort zusammenfassen und das heißt bitter. In einem Spiel, das mit zunehmender Spielzeit zu einem rassigen, hochklassigen Drittligaspiel und in den letzten 10 Minuten mit offenem Visier geführt wurde, belohnten sich die Gastgeber am Ende dafür, dass sie nie aufgaben und sich wieder ins Spiel zurückkämpften. Und RB Leipzig wurde für eine ganz schlechte Chancenverwertung bzw. auch für ein schlechtes Ausspielen von vielversprechenden Spielsituationen auf ziemlich radikale Art bestraft. Zwei Niederlagen in zwei Spielen nach der Winterpause sind oll und die kommenden Aufgaben (Erfurt, Wehen Wiesbaden, Kiel) werden sportlich ziemlich harzig, aber mit der Courage der zweiten Halbzeit sollte man demnächst auch wieder Erfolge erzwingen können. Wenn man denn die Chancen reinmacht.

Randbemerkung 1: Der Stadionsprecher so direkt nach dem Abpfiff im Überschwang der Gefühle: „So geht Tradition.“ Eine hämisch-dusselige Aktion, die man sich als Offizieller des Heimvereins nicht unbedingt leisten muss. Aber solche Sachen sind immer gut, um sie für eine eventuelle Zukunft im motivierenden Hinterkopf zu behalten..

Randbemerkung 2: Vor dem Spiel noch mit dem Duisburger Blogger Trainer Baade geplauscht, der meinte, dass das Spiel und dessen Verlauf wichtig sei für die Stimmung im MSV-Vereinsumfeld. Von der Seite aus gesehen, hätte man sich wohl keinen besseren Spielverlauf denken können, als einen Sieg in der Nachspielzeit. Die Reaktionen der Duisburger, bei denen bis zum letzten Mann auf der Bank alle am Austicken waren, zeigten dann auch recht eindrücklich, was für ein wichtiger und emotionaler Sieg dies für den Verein war.

Randbemerkung 3: Vor ein paar Tagen hatte ich hier erst die Statistik präsentiert, dass Duisburg sehr gut darin ist, Führungen noch zu verspielen. Und lange sah es so aus, als würden sie es auch diesmal wieder schaffen. Um dann doch mit den Zahlen zu brechen. Erfurt wiederum holte entgegen einer anderen Statistik gestern zum ersten Mal in dieser Saison nach einem Rückstand noch einen Punkt. Was zusammengefasst heißt: Statistiken schießen keine Tore. Wenn man den Spruch ‚Geld schießt keine Tore‘ dazunimmt, folgt formallogisch ‚Statistiken sind Geld‘. Gut zu wissen..

Lichtblicke:

  • Dominik Kaiser: Machte auf der Zehn eine prima Partie, war an allen Ecken und Enden des Spielfelds zu finden, war der Vorvorbereiter des 1:1, war an fast allen guten Aktionen beteiligt und sicherte mit sehr guter Technik viele Bälle. Stand nach den vielen vergebenen Chance tief in der zweiten Halbzeit einmal richtiggehend fassungslos am gegnerischen Strafraum, deutete mit seinen Armen an, dass er nun aber auch nicht mehr weiterwisse und verharrte in dieser Position für zwei, drei Sekunden, bevor er sich entschloss wieder am scheinbar absurden Offensivtreiben teilzunehmen. Wenn es jemand verdient gehabt hätte, den Sieg herauszuschießen, dann wohl Dominik Kaiser. Aber dieses I-Tüpfelchen blieb ihm verwehrt, auch weil er in mancher Situation zu uneigennützig abspielte, statt den Torschuss oder den eigenen Weg zum Tor zu wagen. Trotzdem war das Experiment mit ihm auf der Zehn durchaus ein gelungenes. Was dann auch den netten Nebeneffekt hat, Kimmich und Demme im Team zu haben, ohne Ernst (wieder wesentlich sicherer als noch vor Wochenfrist) aus der Mannschaft zu nehmen.

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Tore: 1:0 Aycicek (30.), 1:1 Frahn (57.), 2:1 Onuegbu (90.)

Aufstellung: Domaschke – Teigl, Willers, Franke, Hoheneder – Demme, Ernst, Kimmich (84. Morys) – Kaiser – Poulsen, Frahn

Zuschauer: 11.012 (davon 300 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], MSV-Bericht, Kicker-Bericht

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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15 Gedanken zu „3.Liga: MSV Duisburg vs. RB Leipzig 2:1“

  1. Wie einige Mitfahrer die Partie erlebt haben, sah man gestern gut an der Tweet – Flut, deren Inhalte auf Duisburger Seite schnell „das große Geld“ zum Thema machten und auf unserer Seite schon erste Beistandsbekundungen erzeugten. Ich wage jetzt mal zu bezweifeln, dass letztere nötig waren und sind. Halt zwei Mal verloren, ja, aber wären doch zwei in weiten Teilen sehr verschiedene Spiele. Die größte Gemeinsamkeit vielleicht noch, dass individuelle Fehler zur gegnerischen Führung geführt haben. Nur das 1:2 gestern sah mir schon nach kollektiverem Versagen aus, aber kollektiv auch eher an den Zahlen an Bullen festgemacht, die in der Situation zuschauen (müssen).

    Nächste Woche geht’s weiter und auch dort treffen wir auf einen hoch motivierten Gegner, der sich gegen Wacker sicher mehr erhofft hatte. Aber an der Stelle sei mal dran erinnert, dass dieses weit vor sich her getragene Mantra, in der Dritten kann Jeder Jeden schlagen, auch und insbesondere für RB gilt. Nicht jeder Sieg bisher war wunderschön oder völlig verdient. So ist das eben. Dritte Liga macht trotzdem mehr Spaß. Lieber gegen den MSV verlieren vor 11.000 als gegen Neustrelitz vor ein paar Hundert. Und vielleicht freuen wir uns nächste Saison wieder auf ein Spiel vor ein paar hundert Leuten wie sie regelmäßig in Ingolstadt im Stadion sind oder ich kann unsere Mannschaft am Millerntor begrüßen. We’ll see. Ick freu mir drauf.

  2. Gute Analyse. Die Duisburger haben uns gestern das vorgemacht, was uns seit 2 Spielen abgeht, die Effektivität vor dem Tor. Aus dem Spiel heraus waren sie doch eher selten gefährlich. Was hängen bleibt, ist dennoch ein gutes Spiel in der Vorwärtsbewegung. Die Umstellung des Systems scheint sich positiv auf den Spielfluss und die Aktionen nach vorne ausgewirkt zu haben, wenn auch noch nicht in jeder Aktion. Aber die Richtung stimmt. Wenn man in den kommenden Spielen hier anknüpft und die rechte Außenposition in der Viererkette nochmal hinterfragt, werden die zwei Spiele schnell wieder vergessen sein.

  3. Danke fürs nette Plauschen vor dem Spiel. Immer sehr nett, Bloggerkollegen in realiter kennenzulernen.

    Das Spiel hatte in meiner Wahrnehmung den grundsätzlich erwarteten Charakter. Leipzig war extrem gut aufgestellt in Form eines so flexibel agierenden Mittelfelds, das scheinbar mühelos die Hoheit über jenes gewann, dass einem ständig angst und bange wurde, es schien wie nur eine Frage der Zeit, wann sich diese Qualität in Toren äußern würde. Die Vielzahl der frei vor dem Torwart vergebenen Chancen war dann allerdings schon frappierend. Solch häufiges Scheitern sieht man selten im Stadion.

    Dass eine Mannschaft, die spielerisch so klar besser ist wie Leipzig es war, am Ende bezwungen wurde, ist auch eine seltsame Ironie des Fußballs, da man zum Beispiel gegen das kellertief unterlegene Saarbrücken zu Hause nur 3:3 spielte, wo ein 6:1 den Spielverlauf gespiegelt hätte.

    Neben dem Pfostentreffer gab es noch so viele weitere Szenen für Leipzig, dass der Sieg äußerst glücklich zu nennen ist. Womit er die zuvor gezeigte Heimschwäche konterkariert.

    Widersprechen möchte ich dem Text nur in einem Belang: ich empfand das Publikum als in der ersten Halbzeit eher lahm und in der zweiten Halbzeit sehr präsent und als einen Faktor, der dem Spiel Einfluss gab. Aber da ich mittendrin stand, weiß ich natürlich nicht, wie es außen wirkte.

    Bedauerlich auch die Zuschauerzahl, die von 18.000 auf jetzt unter 12.000 gefallen ist. Vielleicht hilft aber dieser tatsächlich so wichtige Sieg, da wieder mehr Leute zu mobilisieren.

    Traurig stimmt mich allerdings, dass das womöglich der letzte Festtag in diesem Stadion gewesen sein könnte.

    Vielen Dank für den ausführlichen Text, gerne gelesen.

  4. feiner Blog. Mannschaft hat sich gesteigert, Massen von Chancen erzeugt und ungluecklich verloren. Kann passieren.

  5. Wie immer eine sehr gute und treffende Analyse! Ich lese deinen Blog extrem gern – an dieser Stelle ein großes Dankeschön!!

    Nach meiner Meinung hat die Systemumstellung in der 2. Halbzeit aufgezeigt welches Potential in der Mannschaft steckt. Die Umstellung auf das bekannte 4-3-3 in der 84. Minute hat nach meiner Meinung für extreme Unruhe gesorgt. Wir verloren die Gewalt über das Mittelfeld und damit leider auch den fast sicheren Punkt. Dies an einer Personalie festzumachen ist sicherlich falsch, aber ich denke das ein 1:1 Tausch eines Stürmers mehr hätte bewirken können und vorallem wäre die negative Wirkung auf das Mittelfeld nich so ausgeprägt ausgefallen.

    Nächstes Wochenende wird es bestimmt besser.

    Auf geht’s rot-weiß !!!

  6. Welcher Spieler hat wirklich eine positive Entwicklung unter dem A.Z. gemacht?
    Der wirklich tolle Poulsen stagniert mehr oder weniger, wenn er auch von mir immer beim derzeitigen Kader eine Einsatzgarantie bekommen würde, andere Spieler werden immer schlechter um so länger sie im Verein sind (Ausnahme ist da wohl der Kaiser).
    Was hat der Luge verbrochen? Hat uns gegen Halle 2 Punkte mehr gebracht. Zwickau nur schwächen, das kann das Ziel seiner Verpflichtung doch nicht wirklich gewesen sein.
    Palacios für viel Geld vorzeitig geholt, um bei der aktuellen Abschlussschwäche auf der Bank zu versauern?
    Erste Halbzeit mal wieder verpennt, hat sich dann am Ende bitter gerächt.
    Auf der Torwartposition haben sich A.Z. und R.R. nun einmal total verzockt, jetzt unfähig zum Wechsel, wo hat sich Domaschke seit Rostock empfohlen, kein überragendes Spiel war dabei, auch gestern nicht.
    Gegen Erfurt gibt es die nächste Enttäuschung, wir bleiben aber Zweiter (was nicht für die Liga spricht),Wiesbaden und Kiel werden dann richtungweisend für den Rest der Saison.
    Kann die Mannschaft auch mal defensiver spielen, da dürfte manch Underdog gegen uns nicht so aufblühen, wie es zuletzt fast regelmäßig passiert.
    Kommendes Jahr wird der Aufstieg nicht wie in diesem auf dem Silbertablett serviert.
    Wollen wirklich alle Spieler den direkten Aufstieg bei fehlender Perspektive in der 2. Liga? Mit der „geballten Faust“ bei Motivator Willers (kann ich nicht mehr sehen bei der spielerischen Leistung) ist es dann auch nicht mehr getan…
    Irgendwie stimmt auch das Transferverhältnis zwischen Salzburg (dort ist der teuerste Spieler fast soviel „wert“ wie unser gesamtes Team) und Leipzig nicht, mit der Sparvariante ab durch die 3. deutsche Bundesliga, macht irgendwie keinen wirklichen Sinn.
    Jeden Tag bin ich mehr froh darüber, wie wir Lotte mit einer großen Portion Glück eliminiert haben.

    1. Sparvariante….? Es werden im Moment halt vor allem junge Leute geholt. Da wird aber nicht gegeizt. Siehe aktueller Startseitenartikel auf RB-Fans. Wenn du den Erfolg nicht abwarten kannst bist du vielleicht doch bei Bayern besser aufgehoben..? Mit 18 Jährigen bekommt man schonmal ein Gegentor wie gestern das 0:1. Dennoch ist es gut sie zu haben. Wichtig für die Identitätsbildung. Einfach ein paar fertige Spieler zusammenkaufen kann schliesslich jeder mit ausreichend Kleingeld. Und selbst das ist keine Erfolgsgarantie 😉

    2. Mh, find’s auch recht unreflektiert was du schreibst. Würde dir inhaltlich in mehreren Punkten, wenn nicht sogar nahezu allen widersprechen, aber es ist Sonntag und die Sonne scheint.

  7. Ohne jetzt irgendwelche Verschwörungstheorien in die Welt setzen zu wollen, aber im TV sah die Teigl-Aktion schwer nach Foul AN Teigl aus und nicht umgekehrt…der MDR hat die Aktion nicht mal gezeigt, wohingegen der Sportschau-Kommentator als einziger in der gesamten Berichterstattung hierauf aufmerksam machte. Und ich muss ehrlich sagen, egal, wie oft ich mir die Situation ansehe, ich kann einfach kein Foul von Teigl erkennen, ist ein normales Laufduell…

    1. Von den Rängen aus gesehen, galt der Pfiff dem Laufduell vorher und den Armbewegungen beider dabei. Ist für mich oft nicht ganz einsichtig, in welche Richung in diesen Fällen gepfiffen wird, wenn gepfiffen wird. Der Sportschau-Kommentor geht also aus meiner Sicht am Thema vorbei.

    2. Sehe ich ähnlich. Der Schiedsrichter zeigte nach dem Pfiff deutlich, dass er etwas vor der letzten Aktion, die deutlich ein Foul an Teigl war, meinte. Was die sportschau in ihrem überschaubar guten Spielbericht aber übergeht.

  8. @Dürrenberger Jung: Durchaus ein interessanter und berechtigter Gedanke, dass die Systemumstellung vielleicht nach hinten losging. Im Stadion fühlte es sich noch logisch an, mit einem schnellen Außen noch mal alles für die verdienten drei Punkte zu tun. Aber stimmt schon, die Mittelfeldkontrolle ging etwas verloren. Wobei Teigl den Ball vor Duisburgs Freistoß trotzdem besser klären muss, dann würde man auch nicht über die geringere Mittelfeldkontrolle diskutieren müssen.

  9. naja – also es sit ja vieles schon gesagt – aber: ein Spiel mit solch einem Chancen/Möglichkeiten Überschuß darf man auf keinen Fall verlieren…spricht momentan nicht gerade für eine starke Mentalität innerhalb der Mannschaft – geschweige denn von der hochgelobt und oft zitierten Siegermentalität…ich meine es wird schon noch 2-3 Spiele dauern bis die neuen Spieler in das Team und die Spielweise integriert sind…ansonsten abhaken und nach vorne schauen – war Samstag mehr als bedient…weil so darf man eigentlich beide Spiel nicht verlieren…

  10. Dominik Stroh-Engel hat fast halb so viele Tore wie das gesamte Team von RB auf seinem Konto! Irgendwie hat da doch wohl die hochgelobte Scouting-Abteilung von RB versagt, der schwäbische „Jugendwahn“ lässt scheinbar grüßen. Zwei Routiniers hätten im Winter einfach kommen müssen und kein Dauerverletzter aus Finnland, bei dessen Verpflichtung ich zunächst fast schon euphorisch war.
    Kingsley Onuegbu als zweitbester Vollstrecker der Liga steht in der Nachspielzeit allein vor dem RB-Tor, kann Zufall sein, bei dem Equipment von RB muss das aber nicht unbedingt passieren.
    Und damit mich keiner falsch versteht, ich hinterfrage hier einfach mal die aktuelle Gesamtausrichtung von RB Leipzig (Ausbildungsverein, „Barmherzige Samariter“ oder ein weiteres zukünftiges Aushängeschild von Red Bull weltweit).
    Der A.Z. ist mir sonst durchaus sympathisch und hoffentlich „lernfähig“…
    Kampl bei RBS ist übrigens aktuell mehr „wert“ als der gesamte (!) RBL-Kader, das gibt mir doch zu denken.
    In Kiel bin auch mal wieder auswärts dabei (allerdings auf der Tribüne, mach ich auswärts als „Erfolgsfan“ immer so, ist dann eine sehr entspannte An- und Abreise)…
    Heute trainingsfrei bei RB, das hat ja schon HSV-Dimensionen!
    Und, ich finde RB und den Blog hier mehr als toll, muss mir keiner glauben, jetzt bin ich wieder lieb!!!

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