Sich schließende Kreise

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den Halleschen FC (21.12.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Fabio Coltorti und Daniel Frahn.]

Der letzte Akt vor der Winterpause, mit dem sich der Drittligakreis vorerst schließt. Denn mit dem Halleschen FC wartet jenes Team, bei dem die Reise ins Ligenneuland für RB Leipzig vor fünf Monaten begann. Erfolgreich begann, wenn man an den Schuss von Daniel Frahn ins Auftaktglück unter Flutlicht denkt.

Wusste man damals noch nicht so recht, wo die Reise für RB Leipzig und den Halleschen FC hingehen könnte, sieht man nun schon etwas klarer. RB wird angesichts von drei Punkten und 11 Toren Vorsprung auf Platz 3 und Hansa Rostock definitiv als Tabellenzweiter überwintern. Die Frage ist nur noch wie groß der Abstand schließlich sein wird. Zwischen null und sechs Punkten ist letztlich alles möglich. Und Halle wird definitiv in der unteren Tabellenhälfte hängen bleiben, in Schlagdistanz zu den Abstiegsrängen.

In Halle löst diese Tabellensituation, die sich durch eine Niederlage in Leipzig noch verschärfen würde, vor allem im Umfeld Unruhe aus. Das Hauptthema der letzten Zeit ist dementsprechend die Frage, ob man in der Winterpause mit Neuzugängen auf die Situation reagieren wird. Eine Frage mit wechselhaften Antworten. Hieß es zuerst, dass dafür kein Geld da sei und Trainer und Mannschaft in der Pflicht stünden, scheint man nun doch geneigt, dem Wunsch von Sven Köhler auf der Hallenser Bank nach zwei Spielern für den Offensivbereich bzw. für die Sechser-Position nachgeben zu wollen. Am liebsten würde man dafür Spieler wie Adli Lachheb oder Anton Müller abgeben wollen. Die dafür aber auch ihre Bereitschaft signalisieren müssten.

Ob Neuzugänge überhaupt die Probleme beim zweitschlechtesten Offensivteam der Liga lösen würden, müsste man erst mal abwarten, denn in den letzten Jahren schien es eher so, dass die Probleme beim Torerfolg durchaus immanenter Teil der Spielidee des Vereins waren. Denn seitdem Sven Köhler, noch knapp vor dem Heidenheimer Frank Schmidt der dienstälteste Trainer aller Drittligateams, seinen Job in Halle im Jahr 2007 antrat, stand sein Verein in der Tabelle der geschossenen Tore in jedem Jahr drei bis neun Plätze schlechter als in der Punktetabelle.

Auf der anderen Seite war man bei der Anzahl der Gegentore fast immer besser als es der Tabellenplatz auswies (oder bei Platz 1 gleich gut). Gleich dreimal in sechs Spielzeiten war man das defensivstärkste Team der Liga (zweimal Regionalliga, einmal Oberliga). Lediglich in der vergangenen, der ersten Drittligasaison war man nach defensiv bombensicherem Start und nur einem Gegentor aus den sechs Auftaktpartien von Abwehrstabilität weit entfernt und kassierte in 32 weiteren Partien 49 Treffer.

In diesem Jahr erlebt man diesbezüglich wieder einen typischen HFC. 24 Gegentore sind kein perfekter Wert, aber von den Topteams nicht allzuweit weg (RB und Rostock haben 22 bzw. 26 Gegentore auf dem Konto). Die 19 erzielten Treffer verdeutlichen weiterhin das Manko im vorderen Spieldrittel.

Nach nur einem Tor in den ersten vier Spielen schien man durch die Verpflichtung von Timo Furuholm (letztes Jahr noch ausgeliehen) spät im August eigentlich offensiv ganz gut aufgestellt. 18 Tore in den nächsten 13 Spielen sind ganz guter Ligaschnitt gewesen. Doch in den letzten drei Begegnungen zeigte sich, dass ein Furuholm außer Form die Probleme wieder offen zutage treten lässt. Kein Tor seit 320 Minuten für den HFC. Viele Punkte lassen sich so nicht sammeln. Auch wenn es vor allem in Burghausen nicht daran lag, dass man keine Chancen herausspielte.

Und so doktert man aktuell in Halle ein wenig an der Offensive herum. In einigen der letzten Spiele versuchte man sich in einer ungewöhnlich offensiven Formation mit zwei Stürmern und einer Raute. Mit Pierre Becken sicherte nur ein Sechser die Bemühungen der Mittelfeldreihe Bertram, Gogia und Ziegenbein ab. Und im Sturm durfte Pierre Merkel neben Furuholm ran. Zuletzt traf es nach Merkel-Verletzung Tony Schmidt, der mit vier verschiedenen Clubs (SGD II, Meuselwitz, Plauen, Halle) bereits sieben Mal gegen RB spielte und noch nie gewann, als zweiten Stürmer. Geholfen hat es nicht so recht und auch wenn Sven Köhler ankündigte, dass man sich in Leipzig nicht hinten reinstellen werde, wäre es schon erstaunlich, wenn es derart offensiv auch in Leipzig zuginge.

Kadertechnisch kriecht der Hallesche FC kurz vor der Winterpause auf dem Zahnfleisch. Kapitän Maik Wagefeld spielte zuletzt Ende August und fiel seitdem verletzt aus. Ein Blitzcomeback in Leipzig ist offenbar ausgeschlossen. Dazu fehlt mit Robert Schick ein Linksverteidiger, der aber sowieso nicht allzu viele Einsatzzeiten bekam und mit Toni Lindenhahn und Pierre Merkel zwei Offensivspieler, die oft spielten, aber meist glücklos blieben.

Was auch darauf verweist, dass es letztlich im Kader des Halleschen FC nicht an der fehlenden Masse oder an fehlendem Potenzial bei den Offensivspielern liegt, dass man keine Tore schießt. Denn mit Gogia, Bertram, Furuholm, Lindenhahn oder Ziegenbein hat man höherklassig erfahrene und oder talentierte Spieler in den eigenen Reihen. Allerdings fehlt es in der Breite des Kaders doch deutlich. Und wenn von dem existierenden Personal ein, zwei ausfallen oder nicht in Form sind, wird es schon deutlich eng.

Was erschwerend hinzukommt ist, dass der Hallesche FC vor der aktuellen Saison einen erheblichen Umbruch plante und umsetzte. Insgesamt 14 Spieler verließen den Verein, darunter die wichtigen Leistungsträger Dennis Mast, Marco Hartmann, Toni Leistner und Darko Horvat. 12 neue Spieler kamen dafür. Vornehmlich Spieler mit Regionalligahintergrund oder vor allem jüngere Akteure, die sich in erster, zweiter oder dritter Liga noch nicht durchsetzen konnten und einen Neuanfang suchten.

Dass man unter diesen Voraussetzungen eine Weile brauchen würde, bis man in Fahrt kommt, war eigentlich mehr als absehbar. Sodass der Saisonstart mit vier Niederlagen am Stück eigentlich nicht erstaunen konnte. Dass in jenen Tagen trotzdem schon wieder Unruhe aufkam und der Trainer in Frage gestellt wurde, lässt sich nur mit reflexhaftem Agieren erklären.

Insgesamt war die Hinrunde unter diesen Neuzugangs-Umständen und angesichts der Ausfälle der Leistungsträger Wagefeld und Ziegenbein sogar lange Zeit mehr als brauchbar. 24 Punkte in den Spieltagen 5 bis 18 sind vom Schnitt her gehobenes Drittliganiveau gewesen. Also insgesamt mehr als man vor der Saison von der Hinrunde erwarten durfte. Letztlich hat man sich mit den zwei jüngsten Niederlagen ein wenig den Gesamteindruck versaut. Wobei die völlig unnötige Niederlage in Burghausen hier die Hauptlast trägt. Drei Punkte aus diesem Spiel und man hätte Burghausen praktisch schon zum Absteiger gemacht und sich selbst ins bequeme Tabellenmittelfeld geschoben.

Eine Geschichte, die auch zeigt, wie dicht eine positive Bewertung einer Spielzeit und eine negative Bewertung einer Spielzeit eigentlich beeinander liegen. Wenn man die Situation des Halleschen FC allerdings realistisch betrachtet, hat man unter den Kadervoraussetzungen eine mindestens gute Hinrunde gespielt, allerdings ein paar Punkte zu wenig auf dem Konto. Von daher ist es schon erstaunlich, dass man anhand der öffentlichen Berichte rund um den Verein den Eindruck gewinnen könnte, dass die Saison bisher verkorkst sei.

Auch wenn es künftig beim HFC in Sachen Spielidee um mehr Dominanz und spielerische Klasse mit offensiver Power gehen soll, wird man beim samstäglichen Drittligaspiel wohl eher jenen HFC vom ersten Spieltag vor fünf Monaten bzw. auch einen ähnlichen HFC wie vor zwei Jahren beim aus RB-Sicht bitteren 0:1, für das immer noch ein wenig die finale Revanche aussteht, sehen. Aggressiv gegen den Ball, wenn es gut läuft wenig Torchancen zulassend und idealerweise vorn nach Ballgewinnen die zwei, drei entscheidenden, schnell vorgetragenen Angriffe setzen.

In der Abwehrkette wird dabei links hinten der erstligaerfahrene Daniel Ziebig verteidigen. Rechts neben ihm darf Marcel Franke hoffen, dass ihm Daniel Frahn nicht wieder wie im Hinspiel entwischt. Der Finne Christian Kojola hat Adli Lachheb als zweiten Innenverteidiger verdrängt. Und rechts steht Florian Brügmann, der mit dem HSV II schon zweimal gegen RB Leipzig gewonnen hat.

Im Mittelfeld dürfte Pierre Becken als ein Sechser klar sein. Daneben würde, wenn sich Sven Köhler tatsächlich für das 4-2-3-1 entscheidet, Platz für Anton Müller werden.

Etwas offensiver ist links der in der Hinrunde herausragende Spieler des HFC gesetzt. Sören Bertram, der wie Brügmann auch bereits zweimal gegen RB gewann, fehlte in nur einem Spiel und verbuchte insgesamt 10 Scorerpunkte, sodass er mit jeweils fünf Treffern und Vorlagen die teaminterne Wertung anführt. In der Mitte wartet mit dem Ex-Wolfsburger Akaki Gogia ein weiterer starker Individualist, der an guten Tagen jeden Drittligisten demontieren kann und mit vier Treffern und drei Vorlagen zweitbester Scorer seines Teams ist. Auf der rechten Seite dürfte es sich im 4-2-3-1 zwischen dem erst gegen Erfurt nach langer Zeit sein Startelfcomeback feiernden Björn Ziegenbein und Tony Schmidt entscheiden. Tendenz eher zum ersteren.

Im Sturm ist Timo Furuholm trotz Formkrise gesetzt. Lediglich eine Torbeteiligung in den letzten acht Spielen sind auch Teil der Erklärung, warum es gegen Ende der Hinrunde offensiv wieder ein wenig hapert. Mit drei Toren in den ersten drei Spielen hatte er die Erwartungen sehr hochgeschraubt. Nun versucht er die selbst gelegte Latte wieder nach unten zu verschieben.

Falls sich Köhler doch für eine offensivere Formation entscheidet, würde Anton Müller für Tony Schmidt weichen, sodass es dann eher ein Rauten-System werden würde. Mit Gogia auf der Zehn, Ziegenbein rechts und Schmidt im Sturm. Wie wahrscheinlich das ist, muss man am Samstag sehen.

Auf RB-Seite wird die auffälligste Veränderung im Vergleich zur Vorwoche darin bestehen, dass Dominik Kaiser zurückkehrt. Zudem wäre die Frage, ob André Luge als offensivere Außenbahnvariante ins Team rutscht und dort den kompletteren Denis Thomalla ersetzt. Ansonsten werden wohl die bekannten Gesichter auflaufen und versuchen, die aufkommende Müdigkeit nach einem langen Fußballjahr zumindest für 90 Minuten abzuschütteln und die (schwarze) Serie der sieglosen Spiele gegen NOFV-Teams zwischen Ende November und Winterpause zu beenden.

  • RB Leipzig: Domaschke – Müller, Hoheneder, Willers, Heidinger – Kaiser, Ernst, Kimmich – Thomalla (Luge), Frahn, Poulsen
  • Hallescher FC: Kleinheider – Brügmann, Kojola, Franke, Ziebig – Becken, Müller (Schmidt) – Ziegenbein (Schmidt), Gogia, Bertram – Furuholm

Vor zwei Jahren sahen reichlich 18.000 Zuschauer (diesmal könnte man die 20.000er-Marke knacken) das 1:0 des HFC bei RB Leipzig, das überhaupt erst den Startschuss gab für eine Saison an deren Ende der Hallenser Aufstieg stand. Nach den Verletzungen von Wagefeld und Lindenhahn bleiben mit Patrick Mouaya und dem in der Schlussminute eingewechselten Anton Müller lediglich zwei Spieler, die an der damaligen Demontage von RB direkt beteiligt waren.

Auf RB-Seite werden vier Spieler, die 2011 eingesetzt wurden, ziemlich sicher auch in der Startelf auflaufen (Frahn, Heidinger, Ernst, Müller). Röttger, Schulz und Kammlott haben unterschiedlich ausgeprägte Chancen auf Einsatzzeit von der Bank aus. Und Thiago Rockenbach wird vielleicht von der Tribüne lunschen. Letztlich immer noch ein ordentliches Grüppchen, für die der Revanche-Gedanke sicherlich nicht ganz fremd ist.

Fazit: Wäre RB Leipzig gegen den HFC ein normales Spiel des 2. gegen den 15., dann wäre die Favoritenrolle klar vergeben. Da man aber weiß, wie wichtig dieses Spiel gegen den ‚Kommerz’nachbarn in Halle ist, ist es eben kein normales Spiel und die Gäste werden unterstützt von vielleicht noch ein paar mehr als den 5.000 Fans von vor zwei Jahren nur ganz schwer zu besiegen sein. Lässt man sie in einen Flow kommen, dann sind Punkte für Halle nicht unwahrscheinlich. Wenn RB Leipzig früh den Gegner mit Aggressivität in der Balleroberung beeindruckt, könnte es für Halle auch ein langer Nachmittag werden.

Randbemerkung: Irgendwas mit nicht ausreichenden Gästekarten. In der ganz kurzen Kurzfassung ist man in Halle sauer, dass RB Leipzig zusätzlich zum ausverkauften Gästeblock nicht auch noch einen Teil des ehemaligen Gästeblocks im Sektor D für mögliche andere Interessierte in möglicherweise sogar vierstelliger Zahl zur Verfügung stellt. Wer, was, wohin, in welchem Ton kommuniziert hat, ist in vielerlei Beziehung unklar. (Ein kleiner Versuch drüben in den Presseupdates..) Die Aufregung darum, dass man den Hallensern zumutet, nun Karten für andere Bereiche im Stadion zu erwerben, wenn sie das Spiel doch sehen wollen, scheint insgesamt aber arg übertrieben. Was hat, so fragt man sich in Halle, Rostock, die ein Stück D bekamen, was wir nicht haben. Vermutlich einfach ein ganzes Stück früher nach zusätzlichen Kartenkontingenten gefragt. Mehr zum Thema vielleicht ja noch im Rahmen einer Randbemerkung nach dem Spiel. Falls man bis dahin mehr dazu weiß.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den Halleschen FC nicht vor Ort verfolgen kann und am 21.12.2013, ab 14.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und das Fanradio oder das MDR-Fernsehen oder den MDR-Livestream [broken Link].]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Hallescher FC

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den Halleschen FC mit Alexander Zorniger, Fabio Coltorti und Daniel Frahn.

14.21

Das war es von der letzten Vorspieltags-PK. Lockeres Gespräch. Zorniger gut drauf und schon im erholten Weihnachtsmodus..

In diesem Sinne können wir uns auf Samstag freuen. Hoffentlich gibt es um 15.45 Uhr auch noch was zum freuen. Wünsche einen schönen Rutsch ins Wochenende und ein gutes Spiel. Bis dahin.

14.17

Zorniger bedankt sich noch bei den Medienvertretern für die Arbeit des Jahres. “Zusammenarbeit auf gutem Niveau.” Nun denn..

14.16

Irgendwas mit ‘Wie ist Zorniger’. Bestreitet, dass er lockerer geworden sei. Sei derselbe wie eh und je. Kritisch, wenn nötig. Mit Respekt, wo angebracht.

Wenn jemand meint, RB spiele “Magerkost”, dann habe Zorniger große Probleme damit.

Irgendwas mit Autovergleichen undPorsche, Ferrari und Trabant.

Man könne es nicht jedem recht machen. Man könne nur seine Philosphie verfolgen. Und wenn Zorniger die euphorischen Fans sieht, vermutet er, dass das funktioniert.

Zorniger bittet sich ein Weihnachtsgeschenk von der Mannschaft aus, das diese ihm nicht machen wollten.

Geplänkel. Irgendwas mit Lattenschießen, Perry Bräutigam, Eckenschießen. Ich verweise auf das Video von der Veranstaltung irgendwann am Abend auf der Vereinswebsite, wenn das jemand genauer wissen will.

Die Nichtexistenz von Rockenbach im Kader liege nur an diesem selbst und ausschließlich an seinem Umschaltverhalten. Das heiße nicht, dass Rockenbach nicht umschalten will, sondern dass er da nicht schnell genug ist. Man müsse schon im Moment des Passes die folgenden Optionen im Kopf haben. Also als Anspielstation zur Verfügung zu stehen oder ins Gegenpressing zu gehen. Rockenbach tue Zorniger leid, auch weil er Rockenbach mag, aber die Relation zwischen etwas besonderes auf den Platz bringen und Basisarbeit für die Mannschaft stimme aktuell nicht.

Mannschaft sei so flexibel, dass man auch Ausfälle kompensieren kann und auch Poulsen oder Morys ersetzen könnte. Man sei in verschiedenen Systemen und Ausrichtungen zu Hause. “Bin froh, dass wir diese Variationsmöglichkeiten haben.”

Kutschke-Thema: in den letzten Tagen habe sich nichts daran geändert, dass Kutschke aktuell kein Thema ist. Man müsse sich bei dem Namen auch fragen, wie er in die Mannschaft passt. Von der Mentalität her würde er ohne Zweifel mit der aktuellen Ausgangsposition sehr gut passen, aber mit dem aktuellen System mit zwei oder drei Stürmern müsse man sich fragen, wie ein solcher Spieler überhaupt in die Mannschaft passen würde, da Kutschke wie Frahn eher Zentrumsstürmer ist.

Zorniger selbst sucht keine Spieler, das macht Rangnick.

Zorniger versucht auch nicht durch Videostudien von Heidenheim bspw. Defensivverhalten zu lernen, da das von den Spielsystemen her nicht kompatibel wäre.

13.58

Zorniger: Stand heute fallen nur Coltorti, Franke und Morys aus. Jung habe einen Infekt gehabt, könne aber wohl im Kader stehen. Alle anderen seien fit, der eine oder andere etwas müde. Entscheidend sei aber, dass alle am Samstag frisch auf dem Platz stehen.

Halle sei unberechenbar. Nach schlechtem Start ins Mittelfeld gearbeitet. Spiel gegen den Ball ist unangenehm. Können mit viel Begeisterung und schnell umschalten. Gogia ein hervorragender Indiviualist. Nichtausnützen von Torchancen sei relativ, wenn es dann im Spiel gegen einen selber doch mal für einen Tag funktioniert. “Interessante Aufgabe zum Ausklang.”

Zorniger blickt auf Nachfrage zurück. Benennt Ernst als positive Überraschung. In der Balance zwischen Offensive und Defensive habe man sich über die Runde weiterentwickelt. Zuletzt habe man sich vor allem mit individuellen Fehlern beschäftigen müssen. Das Ausspielen von hohen Ballgewinnen sei noch verbesserungswürdig, gerade was das Passspiel mit mehreren Pässen unter Geschwindigkeit angeht.

In der dritten Liga müsse man immer auf hohem Niveau spielen, um Punkte zu holen. Der aktuelle Punktestand zeige, dass man dies meist geschafft habe. Liga habe wirtschaftliche Probleme, sportlich sei sie aber sehr gut.

“Ein Aufstieg kommt niemals zu früh.” (auf die Frage, ob die tabellarische Entwicklung nicht zu schnell gehe) “Sehe eine überragende Vorrunde von uns.” Nach Münster zu einer Mannschaft mit viel höherklassiger Erfahrung als Favorit zu fahren, ist schon ordentlich. “Die Leute, die was vom Fußball verstehen, können unsere Leistung dieses Jahr richtig einschätzen.” Tabellenplatz sei ein großer Erfolg und erleichtere das Arbeiten. Auf Platz 2 zu überwintern, sei beruhigend.

Macht sich ein bisschen über Kommentare in sozialen Netzwerken lustig, wenn dort nach einem 0:0 in Münster der Untergang beschrieben werde. Habe RB Leipzig bei Facebook deswegen zuletzt geliket und dann gleich wieder entliket.

13.46

Frahn denkt nicht darüber nach, ob man den Sechs-Punkte-Vorsprung verspielt. Egal wie das Halle-Spiel ausgeht, man habe eine gute Hinrunde gespielt. Und gegen Halle möchte man noch gewinnen. Tabelle sei den Spielern bewusst, aber nicht so relevant im Alltag.

Coltorti zu Domaschke: Habe in Bezug auf ihn nie Bedenken gehabt. Trainiert ja auch schon länger mit ihm und kennt deswegen seine Qualitäten. Jeder Spieler trage mit seinen Qualitäten zum Mannschaftserfolg bei. Ein Vergleich zwischen den Torwartypen Domaschke und Coltorti sei schwierig, weil jeder Torwart seine eigene Note habe.

Wenn es gut läuft, sollte Coltorti zum Beginn der Hinrunde wieder im Tor stehen könne.

Frahn freut sich auf Halle, aber die anstehende Winterpause locke und tue gut.

Coltorti zur relativ hohen Anzahl von Gegentoren: Habe mit dem offensiv-verteidigenden Spielstil zu tun. Sei aber nicht dramatisch, weil man trotzdem die Punkte holt. Es gebe aber sicherlich noch Verbesserungspotenzial.

Die Serie in der Vorweihnachtszeit gegen Ostclubs mit vier Spielen in vier Jahren (Chemnitz, Halle, Jena, Rostock), die man nicht gewinnen konnte, spiele in den Gedanken von Daniel Frahn keine Rolle. Serien seien auch dazu da, gebrochen zu werden. Am besten am Samstag.

13.41

Daniel Frahn: “Gehen mit positiven Erwartungen in das Spiel. Wollen zum Jahresabschluss drei Punkte einfahren und diese unseren Fans schenken.”

Coltorti: Mit der Verletzung gehe es vorwärts. Im Januar hoffentlich wieder im Mannschaftstraining.

Colorti: Erfolgreiches Drittligajahr. “Konnten uns behaupten. Jeder Punkt muss hart erarbeitet werden. Haben aber noch Verbesserungspotenzial.” Mit einer weiteren Vorbereitungzeit in der Winterpause werde man hoffentlich noch besser auftreten.

Frahn habe sich sein Tor in Halle mehrer Male eingeschaut. Hofft darauf, erneut gegen Halle zu treffen. Spiel in Leipzig ist für Halle was besonderes. Müssen gewinnen, um nicht weiter in die Abstiegszone zu rutschen.

Frahn meint, dass ihm sein Freund Kutschke noch nicht verraten habe, dass er zur Rückrunde neben ihm in der Kabine sitzen werde. Freuen würde er sich natürlich, wenn er zurückkommt. “Soll aber in Wolfsburg erst mal Gas geben.”

Coltorti redet darüber wie er Weihnachten feiert. Auf jeden Fall in Familie. Das sei das wichtigste, weil sie das Jahr über in Spanien lebe. Frahn so: Weihnachten mit Fisch, Gans und Oma..

Weihnachtsgeschenk gibt es für den Trainer laut Frahn und Coltorti nicht. Höchstens in Form für drei Punkten gegen Halle.

Frage danach, ob Frahn als Erster oder Zweiter aufsteigen will und ob nicht alles andere ein Misserfolg wäre. Antwort von Frahn und Coltorti: Wichtig ist Halle und danach von Spiel zu Spiel denken.

13.28

Nicht mit Teil dieser Veranstaltung wird mit einer Wahrscheinlichkeit auf Sechser-im-Lotto-Niveau die Verkündung einer Rückkehr von Stefan Kutschke sein..

13.27

Mehr Gehalt gibt es hoffentlich bei den gleich folgenden Ausführungen von Fabio Coltorti, Daniel Frahn und Alexander Zorniger. Wobei angesichts der Größe der heutigen Presseveranstaltung eher vom Gegenteil auszugehen ist (Erfahrungswert).

13.24

Interessanter Seitenfakt: Halle-Offensivkraft Tony Schmidt versuchte es bereits siebenmal mit vier verschiedenen Vereinen gegen RB Leipzig zu gewinnen, schoss dabei sogar zwei Treffer und ging doch nie als Sieger vom Platz. Sollte Schmidt auch diesmal wieder auflaufen, ist das quasi die Nicht-Verlier-Garantie für RB. Soviel zum Statistik-Teil ohne tieferen Gehalt..

13.22

Dass es kein ganz normales Spiel ist, äußert sich auch darin, dass hier mehr Presse aufläuft als normal und die Anzahl der Kameras höherklassiges Format hat..

13.19

Zum Ende der Hinrunde gibt es auch Lesestoff in Form von Analysen zur Hinrunde. Einmal ein Blick auf den Kader und einmal ein Blick auf den Verlauf der Hinrunde.

13.18

So, da sind wir wieder, reichlich 48 Stunden vor dem letzten Anpfiff des Jahres. Einer, der es noch mal in sich hat, weil auf der anderen Seite des Spielfelds mit dem HFC der lokale Nachbar Stellung bezieht. Und bei seinen Bemühungen von mehr als 5.000 Fans unterstützt wird. Und nein, ich will gerade nicht mehr von Kartenkontingenten für Gästefans reden. Nach dem Spiel vielleicht noch mal.

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2 Gedanken zu „Sich schließende Kreise“

  1. Hehe, die Wahrscheinlichkeit muss natürlich reziprok zum Sechser-im-Lotto-Niveau sein. Merke: Lass die Finger von der Mathematik, wenn es im Ticker mal schnell gehen muss.. 😉

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