3.Liga: RB Leipzig vs. Stuttgarter Kickers 2:1

Dem Ergebnis nach zu urteilen, bestätigte sich die Tabellensituation von vor dem Spiel zwischen RB Leipzig und den Stuttgarter Kickers dann auch auf dem Platz. Denn der Tabellenzweite bezwang das Schlusslicht der Auswärtstabelle und den Drittletzten nach 18 Spielen am 19. Spieltag mit 2:1. Allerdings bedurfte es aus Gastgebersicht eines harten Stücks Arbeit, um dieses Ergebnis einzufahren. Was vor allem auch daran lag, dass man sich das Leben in vielen Situationen selbst schwer machte.

Begonnen hatte das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers den Erwartungen entsprechend mit nur einer Änderung auf Seiten von RB Leipzig. Für den gesperrten Dominik Kaiser kam positionsbezogen deckungsgleich Clemens Fandrich in die Partie. Zwei Minuten nach Anpfiff erfuhr die Starformation aber ihre zweite, ungeplante Veränderung im Vergleich zum Saarbrücken-Spiel. Denn Fabian Franke verletzte sich schwer, nachdem er von Gäste-Stürmer Soriano am Kopf getroffen wurde (siehe Randbemerkung unten) und musste Platz machen für Niklas Hoheneder.

Taktisch fächerte sich das Spiel in einem 4-3-3 mit je nach Erfordernissen defensiv tief fallenden Flügelstürmern Luge und Poulsen und zwei äußeren Sechsern Kimmich und Fandrich in der Mittelfelddreierreihe, die eher Achter und manchmal auch Zehner sind. Ein System, das weiterhin physisch viel Bewegung und dazu kognitiv auch viel Verständnis und situativ richtiges Positionsentscheiden erfordert.

Wer gedacht hätte, dass die üble Franke-Verletzung bei den RasenBallsportlern Wirkung hinterlassen würde, sah sich schnell getäuscht, denn die ersten 30, 35 Minuten gehörten eindeutig den Gastgebern, die ohne Ball viel Druck auf die Stuttgarter Kickers ausübten, sodass die Kickers bei Ballbesitz teilweise bis in den eigenen Strafraum zurückfielen, von wo aus sie dann den Ball lang und planlos nach vorne schlugen.

RB Leipzig war eindeutig Herr im Haus und erspielte sich ein paar mehr oder weniger gute Torchancen. Bis sich nach 20 Minuten Druck und Überzahl im Mittelfeld auszahlten und der Ball bei Fandrich landete, der ihn schön in den Lauf von Thomalla legte, der wiederum den Ball noch schöner in einer Bewegung aus einem Guss mit der Brust mitnahm und dann mit rechts versenkte. Ein blitzsauberes Tor, das die Verhältnisse auf dem Rasen widerspiegelte.

Quasi im direkten Gegenzug nach dem folgenden Anstoß hatten die Stuttgarter Kickers dann sofort den – zu diesem Zeitpunkt – überraschenden Ausgleich auf dem Fuß. Soriano setzte sich rechts durch und spielte einen Pass einmal quer durch den Strafraum, wo er Baumgärtel auf der linken Seite erreicht, der allein vor dem Tor an einer starken Fußbabwehr von Domaschke scheiterte.

Von der Tribüne zum Matchwinner in zwei Spielen - André Luge schreit sein Glück  heraus | GEPA Pictures - Sven Sonntag

In der Folge behielt RB Leipzig die souveräne Spielkontrolle, ohne dass man die letzte Konsequenz im Spiel nach vorn an den Tag legte. Man verwaltete den Vorsprung und ließ dem Gegner ein wenig die Chance, wieder Luft zu holen und Mut zu schöpfen. Freilich ohne dass das gegen meist harmlose Gäste irgendwie Konsequenzen zu haben schien.

Bis zur 38.Minute jedenfalls nicht, denn dann zauberten Willers und Heidinger am eigenen Strafraum eine unfreiwillige Slapstick-Einlage und produzierten einen gemeinschaftlichen Querschläger, der auf halbrechts 18 Meter vor dem Tor bei Fabian Gerster landete. Gerster wiederum nahm sich an seinen Gegenübern ein Beispiel und produzierte auch einen Querschläger. Der aber – aus RB-Sicht unglücklicherweise – in zentraler Position bei Kickers-Kapitän Vincenzo Marchese landet, der noch Christian Müller aussteigen lässt und dann aus 18 Metern flach ins untere Eck verwandelt. Zu diesem Zeitpunkt ein Ausgleich, der sich nicht unbedingt ankündigte, der aber auch zu dem nur noch verwaltenden Spiel von RB passte.

Nach dem Ausgleich verlor RB Leipzig bis zur Pause ein wenig die Spielkontrolle. Die Souveränität im Verwalten des Spiels war weg. Und den Schalter umlegen hin zum aggressiv-offensiven Spiel der ersten 20-25 Minuten konnte man auch nicht mehr. Das RB-Spiel war nun geprägt von Ballverlusten und entsprechend vermehrter Beschäftigung in der Rückwärtsbewegung. Gegen weiterhin meist harmlose Gäste war die Gefahr eines weiteren Gegentors aber gering.

Nach dem Seitenwechsel gehörte die Partie zunächst RB Leipzig. Sodass die erneute Führung nach 50 Minuten nicht überraschte. Poulsen hatte nach einer schwachen Abwehr des Stuttgarter Innenverteidigers Julian Leist auf der linken Seite den Ball gesichert, von dort aus Joshua Kimmich bedient, der wiederum von halblinks die Situation durch einen Pass nach rechts in den Strafraum auf den völlig freien Luge öffnet. Luge tanzt dann noch ein paar Meter durch den Strafraum, legt sich den Ball auf den starken linken Fuß und versenkt den Ball unter der Latte. In Entstehung und Abschluss ein sehr schönes Tor. Ausgerechnet Luge, der erst zum zweiten Mal in dieser Saison für die Startelf berücksichtigt wurde und insgesamt für seine Leistung in Hälfte 1, insbesondere nach der eigenen Führung von Coach Zorniger im Anschluss an die Partie (wie auch andere Offensivspieler) gerüffelt wurde. Aber was soll es, das Tor war schön und dem Torschützen wird es sicherlich gut tun.

Erstaunlich, dass mit diesem Tor keine Sicherheit ins RB-Spiel einzog. Ganz im Gegenteil wurde es nun stellenweise sehr wild und fast jedem Ballgewinn folgte der sofortige Ballverlust. Ball- und damit Spielkontrolle und Ballsicherheit waren weitgehend Fehlanzeige. Weswegen optisch das Gefühl blieb, dass die Gäste mehr vom Spiel haben und drauf und dran sind, den Ausgleich zu erzielen. Waren sie aber fast nie (womit sie aber trotzdem torgefährlicher waren als RB für den Rest des Spiels).

Lediglich in zwei Situationen geriet der Kasten von RB Leipzig noch mal unter richtigen Druck. Einmal war der Kopfball des eingewechselten Badiane zu schwach, sodass Domaschke das Leder relativ entspannt über die Latte lenken kann. Beim zweiten Mal steht nach einem Abstimmungsfehler zwischen Willers und Hoheneder Kickers-Stürmer Calamita frei vor Domaschke und will ihn umspielen. Allerdings zeigt sich der RB-Keeper hier wieder stark mit dem Fuß und grätscht dem Gäste-Angreifer den Ball einfach ab.

Viel mehr an Situationen, in denen der RB-Anhang durchpusten musste, gab es nicht. Auch weil bei aller fehlenden Ballkontrolle der Einsatz und die Intensität im Spiel der RasenBallsportler bis zur 90. Minute jederzeit hoch war und man so in der Rückwärtsbewegung alle Situationen mehr oder weniger elegant löste.

Zwischendurch wurde nach einer reichlichen Stunde noch Timo Röttger für André Luge eingewechselt. Ein Wechsel, der sicherlich mit der Hoffnung verbunden war, dass sich die Ballsicherheit erhöht. Aber in dem wilden, unruhigen und ungenauen Spiel seiner Kollegen ging auch Timo Röttger weitgehend unter. Wenn man mal von seiner Ballsicherung an der Eckfahne in der Nachspielzeit der Partie absieht.

Fazit: Letztlich rettete man den Sieg mit wenig Souveränität, aber insgesamt doch auch verdient über die Ziellinie. Verdient, weil man gegen einen engagierten, aber in Sachen Torgefahr auch limitierten Gegner nicht viel zuließ. Wenig souverän, weil man zu wenig Sicherheit im Spiel mit dem Ball ausstrahlte und an manchen Stellen tatsächlich die ordnende Mittelfeldhand Dominik Kaiser zu fehlen schien. Was bleibt ist ein insgesamt schmuckloser Arbeitssieg gegen die nur auf den letzten 20 Metern vor dem Tor schwachen Stuttgarter Kickers. Ein Sieg, den man sich trotz fehlender Leader-Achse Coltorti-Kaiser-Frahn mit hoher Intensität im Rückwärtsgang, mit starken ersten 25 bis 35 Minuten und zwei blitzsauberen Toren auch verdiente. Ein Sieg auch, mit dem man die drei in Saarbrücken gewonnenen Punkte sehr erfolgreich veredelte. Bei winterlichen Temperaturen und im Lauf des Spiels immer stärker einsetzenden Schneefall keine Gala, s0ndern die bodenständige und nichtsdestoweniger für eine Mannschaft aus dem oberen Tabellenviertel auch wichtige und spannende Variante des Fußballs.

Randbemerkung 1: ‚Nur‘ 7.000 Besucher. Saisonminusrekord. Das geht doch als kleine Enttäuschung durch. Wieder einmal wurde aber der Beweis geführt, dass eine geringe Zuschauerzahl nicht unbedingt auch eine schlechte Stimmung zur Folge hat. Gerade aus dem Fanblock heraus war die Unterstützung ordentlich und umfassend. Was man insbesondere bei den Hüpfeinlagen durchaus auch optisch präsentiert bekam. Mit 7.000 Besuchern hat man wohl letztlich auch das aktuelle Drittliga-Kernpublikum von RB Leipzig gesehen.

Randbemerkung 2: Vom Heimblock in den Gästeblock, wo es in der Halbzeitpause zu Auseinandersetzungen kam, die offenbar dem Versuch folgten, einen (oder mehrere) der rund 150 Anhänger per Polizei und Ordnungskräften aus dem Block zu entfernen. Die typische Solidarisierung der Umstehenden gegen die Ordnungskräfte später gab es allerlei Gerenne, Geschubse und auch Geboxe mit den Ordnungskräften, die ihrerseits in in Leipzig fast schon traditionell nicht unbekannter Art und Weise ordentlich zulangten. Mal fernab dessen, was da wie der Auslöser war und ob die Art und Weise des Ordner-Einsatzes angemessen war, worüber es sicherlich wie immer unterschiedliche Geschichten und Ansichten gibt. Aber aus mindestens 100 Metern Entfernung den Gästefans, die abgeführt werden oder ‚freiwillig‘ gingen aus dem Heimblock vernehmbar ein „Auf Wiedersehen“ und ein „Ihr habt bezahlt, ihr könnt jetzt gehen“ hinterher zu rufen, ist angesichts dessen, dass niemand in der RB-Kurve auch nur ansatzweise wissen konnte, was da wirklich passiert, mehr als geschmacklos und schlechter Stil. Häme ohne nachvollziehbare Basis wirkt immer auch peinlich.

Randbemerkung 3: Üble Geschichte die Franke-Verletzung nach bereits 2 Minuten, als ihm Soriano den Fuß ins Gesicht kickt. Eine überflüssige Aktion des Stuttgarter Stürmers, der in der Situation schlicht in Kauf nimmt, dass er nicht nur den Ball, sondern auch den Verteidiger an ungünstigen Stellen trifft. Klar, böse Verletungsabsicht kann man ihm nicht unterstellen und wird auch nicht im Spiel gewesen sein, aber in der Situation kurz nach Anpfiff oberhalb der Schulter mit dem Fuß voll durchzuziehen, ist mindestens dummes Zweikampfverhalten. Wie auch immer, für Franke endete das Spiel sehr früh. Und zwar mit einem doppelten Jochbeinbruch nachdem anfangs der Verdacht auf einen Oberkieferbruch bestanden hatte. Dadurch hat Franke auch vorzeitig Winterpause. Nach allem, was sich im Netz über die Verletzung erfahren lässt, wäre er zum Rückrundenauftakt Ende Januar langsam wieder einsatzbereit. Nachdem er im Sommer in der Vorbereitung schon eine längere Zeit ausfiel, wäre es für den Innenverteidiger natürlich bitter, auch die nächste Vorbereitngszeit zumindest in Teilen zu verpassen. Denn Teile des Fitnessprogramms wird er eventuell nach der Weihnachtspause schon wieder absolvieren können. Vielleicht bastelt man ihm ja eine Carbon-Maske, damit auch mehr geht.

Randbemerkung 4: Erstaunlich die Reaktion des Schiedsrichters, der nach dem Foulpfiff erst einmal eine ganze Weile um die Szenerie herumschleicht und keinerlei Anstalten macht, nach einer Karte zu greifen und erst als die Betreuer schon auf dem Platz sind und er ein paar Sekunden den am Boden liegenden Franke begutachtet und merkt, dass der schwer verletzt ist und blutet, dem Stuttgarter Stürmer Gelb zeigt. Vermutlich würde er es nicht zugeben, dass er Gelb erst nach Verletzungsansicht gezeigt hat, denn das wäre nicht regelkonform, aber die Interpretation lag bei Ansicht des Schiedsrichterverhaltens nahe. Erstaunlich neben dieser Reaktion, dass man trotz der längeren Pause (zwei bis drei Minuten) wegen der Franke-Verletzung- und Auswechslung (und noch zweier Tore) in Halbzeit 1 gerade mal eine Minute nachspielen ließ. Die Taktik bei der Festlegung der Nachspielzeit werde ich wohl nie verstehen.

Randbemerkung 5: 19 Spiele sind absolviert in Liga 3 und damit die Hinrunde. RB Leipzig steht mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz 3 (den aktuell das Team der Stunde Hansa Rostock belegt) als Zweitplatzierter unerwartet hervorragend da. Und ist jetzt in einer Position, in der den Spielern und Verantwortlichen das Ziel Aufstieg schon sehr viel natürlicher vorkommt als noch vor der Saison oder auch vor ein paar Wochen. Mal sehen ob und wieviel Vorsprung man mit in die Winterpause nehmen kann. Platz 1 ist jedenfalls aktuell und vermutlich auch für den Rest der Saison unerreichbar. Heidenheim stellt derweil mit 45 Punkten nach der Hinrunde einen neuen Drittligarekord auf und hat schon 14 Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 3. Und nichts an Teamzusammenstellung, Taktik und Konkurrenz deutet darauf hin, dass Heidenheim in den verbleibenden Spielen der Rückrunde diesen Vorsprung noch aus der Hand geben könnte.

Lichtblicke:

  • Joshua Kimmich: Aus meiner Sicht der auffälligste Spieler auf dem Platz. Und zwar in beide Richtungen des Platzes. Auch ihm fehlte es offensiv an Genauigkeit, aber wie er immer wieder die Lücken schloss und nach Ballverlusten nachsetzte, Räume dicht machte und Bälle wiedereroberte, war sehr gut. Genau so wie der eine oder andere öffnende Pass, so wie vor dem 2:1 als er Luge auf rechts bedient. Nicht so gut sein Aussetzer in der ersten Hälfte, als er einen Stuttgarter in einer Spielunterbrechung einfach umstößt und mit Gelb gut bedient ist (auch wenn man des Schiedsrichters Interpretation, dies sei nur eine Unsportlichkeit und keine Tätlichkeit gewesen, durchaus teilen kann). Wegen dieser Szene und weil er mit zunehmender Spieldauer immer stärker unter Strom schien, wandelte er am Rande von Gelb-Rot und wurde kurz vor Schluss ausgewechselt. Trotzdem war er im nach Kaiser-Ausfall neu formierten Mittelfeld ein auffälliger und wichtiger Aktivposten.
  • Denis Thomalla: Zweites Spiel als Frahn-Ersatz in der Sturmmitte. Ging im Laufe des Spiels zusammen mit den Nebenleuten in Ballunsicherheit unter, war aber über 90 Minuten unheimlich viel unterwegs als erster Stürmer, der die gegnerischen Innenverteidiger anläuft und sie im Spielaufbau stört. Dazu die perfekte Verwertung des Fandrich-Anspiels zum 1:0. Ein Ball den er großartig mitnimmt, abschirmt und versenkt. Thomalla hat sich jenseits seiner zuletzt gespielten Zehner-Rolle auch als fußballerisch vollwertiger Frahn-Ersatz empfohlen.
  • Erik Domaschke: Viel kam nicht auf sein Tor, aber bei allem, was in seine Richtung flog, war er ein sehr sicherer Rückhalt. In der ersten Halbzeit direkt nach dem 1:0 schon mit starker Fußparade, rettete er den Sieg zehn Minuten vor dem Schluss, indem er Calamita den Ball vom Fuß grätschte, als dieser frei vor dem Tor ihn umspielen und den Ausgleich erzielen wollte. Spiele, in denen man nicht so viel zu tun kriegt, sind vermutlich für einen Keeper etwas undankbar. Umso mehr ist es gut, eine Nummer 2 zu haben, die im Fall der Einsatzfälle wie jetzt nach der Coltorti-Verletzung ein sicherer Rückhalt sein kann.

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Tore: 1:o Thomalla (21.), 1:1 Marchese (38.), 2:1 Luge (50.)

Aufstellung: Coltorti – Müller, Willers, Franke (4. Hoheneder), Heidinger – Fandrich, Ernst, Kimmich (84. Schulz) – Poulsen, Thomalla, Luge (63. Röttger)

Zuschauer: 7.021 (davon 150 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], SVK-Bericht, Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Liveticker

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Bild: © GEPA pictures/ Sven Sonntag

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12 Gedanken zu „3.Liga: RB Leipzig vs. Stuttgarter Kickers 2:1“

  1. Wir schießen das Führungstor und unsere Jungs bekommen das Flattern. Warum dies so ist, keine Ahnung. Ansonsten, ein dreckiger Sieg und Strich drunter.

  2. Zur Randbemerkung 2: Das sehe ich auch als stillos an, kann aber die Eigendynamik solcher Vorgänge durchaus nachvollziehen. Ich hoffe, dass sich zumindest zwischen den Heimfans und den Ordnungshütern nicht ein ähnlich schlechtes Verhältnis entwickelt wie anderswo.
    Ansonsten: Super Zusammenfassung (wie immer), danke für das Engagement!

  3. Danke für den Rückblick.
    Ich wünsche „unserem“ Blogger und seiner Familie und all seinen „Unterstütztern“ einen schönen 2. Advent.
    Die erste Hälfte ist geschafft. Lasst uns nun gemeinsam die Rückrunde genießen.

  4. Ich merke an.. Im Kern der RbL Fans fehlte Daniel Rasenball aus familiären Gründen 🙂

    Wie man auf Spio sieht zwei sehr schöne Tore…
    Wenn man die Zusammenfassung sieht kann man sich gar nicht vorstellen das die 2. Hz so schlimm war.

  5. Bei so nem Vorfall wie im Gästeblock würde mich mal interessieren, wie der Verein damit umgeht. Im Forum der Kickers ist neben den üblichen Querschlägern vor allem von bewusster Provokation seitens des Sicherheitsdienstes und vor allem viel von Hools und Glatzköpfen zu lesen.
    Keine gute Werbung für RBL und die Sicherheit.

    1. …passend auch zu diesem Thema: – 3 Kickers Fans, welche mit ihrem Arbeitskollegen (OFC Mitglied RB) gemeinsam friedlich im Sektor A (Karten extra gekauft, trotz Dauerkarte im Sektor B) die 1. Halbzeit gesehen haben, kehren vom Getränke holen zur HZ Pause nicht zurück…. Der Grund: Sie wurden von den Secus freundlich, aber auch unmissverständlich in den Gästeblock geleitet…. – von daher sehe ich noch Schulungs- und Nachholbedarf bei den Kollegen in Orange….

  6. also zum Thema Gästeblock kann ich vielleicht etwas mehr Licht ins Dunkel bringen – da ich und mein Kollege nach dem Spiel vom Sportforum bis Gördelerring mit einpaar netten Stuttgartern mitgefahren sind, die uns etwas aufklärten: also ein bei den Stuttgarter Fans bekannter Kollege war wohl während der Pause stockbetrunken und krakehlend dem Ordnungspersonal aufgefallen und sollte „entfernt“ werden. Dieser wollte aber nicht freiwilliggehen und so kams zu einem Handgemenge, wo laut Aussage der Stuttgarter, der Ordnungsdienst etwas übermotiviert und darauf wartend, bereitwillig die Aggression einzelner Stuttgarter annahm und mal hier und da ordentlich zulangte – also ich habs icht gesehen, aber kann mir schon vorstellen das dies so oder ähnlich passiert ist, da ja ab und an soetwas schon geäußert wurde…

    Ansonsten dreckiger Sieg, den ich bis auf die eine Chance der Stuttgarter wo Calamita den Ball schön in den Lauf bekommt, nie ernsthaft gefärdet sah.

    Eine Anmerkung hab ich dann doch noch: sehr auffällig der Schiedsrichter und vom Sektor B aus der Linke Assistent – die zumindest gefühlt – jede Kleinigkeit gegen RB pfiffen (geil war die Theatereinlage von einem Stuttgarter – aus dem B-Sektor schön zu sehen, das dem hinfallen des Stuttgarters rein gar nix – schon gar keine Berührung – vorausging, aus einer anderen Perspektive sah das vielleicht anders aus aber da war wirklich überhaupt nix! stand mindestens einen Meter weit weg der nächste Spieler). Sah man auch an den gelbverteilten Karten die hier ein deutliches Übergewicht gegenüber RBL aufzeigten, obwohl die Stuttgarter hier und da deutlich robuster zu Werke gingen…naja werden wir uns wohl dran gewöhnen müssen 😉

    Trotz des Wetters ein schöner emotionaler Fußballnachmittag – nun gehts gegen Münster und dann ein paar Tage vor Weihnachten dann noch ein hoffentlich sußes Geschenk mit einem Sieg gegen Halle 🙂

  7. Eine Anmerkung zu Kimmichs gelber Karte:
    Ich war nicht im Stadion, habe stattdessen die Übertragung des SWR gesehen. Gegen Hitzköpfigkeit kann man wohl keine großen Aussagen machen, ob sie sich oder überhaupt mit dem Alter legen würde. Klar er hat seinen Gegenspieler noch weg gestoßen, nachdem er gefoult wurde… das ist für mich eine Unsportlichkeit, für die man Gelb vergeben kann und darf. Dass der Geschubste dann aber gleich umfällt, halte ich aber gleichfalls für eine übertriebene Reaktion. Den Live-Bildern plus Zeitlupe zufolge war das ein harmloses Wegschubsen, bei dem auch ich definitiv nicht umgefallen wäre.

    1. Naja, Du oder ich wären bei solch einem Schubser nicht umgefallen, aber Fußballer sind so leicht auf den Füßen, dass sie doch bei jeder Berührung umfallen. Das passiert täglich auf allen Plätzen und wird meines Erachtens von Jahr zu Jahr schlimmer oder ich auf ein solches Verhalten sensibler. Eine Beinberührung und die Spieler wälzen sich schmerzverzerrt, wenn es geht noch mit 3 Rollen seitwärts über den Boden. Auch am vergangenen Samstag. Ein Spieler wird gefoult, am Hacken berührt! und hält sich das Schienbein, als wenn es ein offener Bruch wäre. Kurz gewartet, bis der Schiedsrichter es registriert hatte udn dann aufgestanden. Den Freistoß schoß er dann selbst. Diese Schmerzgrenze von Fußballern ist unglaublich. Ich möchte dabei betonen, dass mir Fouls generell mißfallen und ich für ein faires Spiel bin. Aber solches übertriebenes Verhalten von gefoulten Spielern macht mich jedes mal fuchsig.

    2. Schon klar Smood, wir verstehen uns da sicher auch nicht falsch: Fallen können sie alle. Ich wollte eben nur betonen, dass der „Fouler“ selbst nach einer „genervten“ Reaktion des Gefoulten noch die „Schwalbe“ gemacht hat… so als Sahnehäubchen für den Schiri. Mit oder ohne Fallen hätte der Schiri sicher dennoch Gelb für Kimmich geben können, der Schubser war nicht nötig, aber eben genauso wie das Fallen seines Gegners. Eine Schwalbe vorm Tor würde geahndet, nach Freistoßpfiff gilt solche wohl als zu passiv um als unsportlich zu gelten, vermutlich. Den Freistoß gab es ja für uns zumindest…

    3. @Lausi: Kenne die Fernsehperspektive nicht, aber in live sah es schon so aus, als mache Kimmich einen sehr energischen Schritt auf den Stuttgarter zu und holt dann ordentlich Schwung zum Wegstoßen. Das sah schon etwas grenzwertig aus. Aber die Fernsehbilder mögen da meine Sicht etwas relativieren. Dass dieses Umgefalle, wenn man nur mit dem kleinen Finger berührt wurde, nervt, ist die andere unschöne Seite der Medaille.

  8. der junge herr der stuttgarter hatte in der toilette randaliert und Einrichtungsgegenstände beschädigt, deshalb wurde er aus dem block geholt, was sicher nicht optimal gelaufen ist, allerdings das komplette spiel über als judenschweine und ossipack bezeichnet zu werden, trägt wahrlich auch nicht zur deeskalation bei.

    ein herr in orange ….

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