19.Spieltag – 3.Liga 2013/2014

Zum Abschluss der Hinrunde, der aber noch nicht das Ende vor der Winterpause ist, hat sich der Spielplangott zur Abwechslung gleich drei Freitagsspiele ausgedacht. In denen heute gleich vier der ersten sechs Teams der Tabelle antreten. Und der Logik der dritten Programme folgend, die nur am Wochenende Spiele live übertragen, nicht im Stream zu bestaunen sein werden. Besonders interessant dabei das hochkarätige Verfolgerduell zwischen Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock. Die Partie Unterhaching gegen Heidenheim dagegen ist zwar nominell ein Spitzenspiel, aber trotzdem irgendwie ein ungleiches Duell.

Übertragen werden am Samstag insgesamt nur drei Partien, eben weil die Fernsehanstalten nur aus sieben Partien auswählen können (Übersicht Livestreams am Ende des Beitrags). Darunter den ‚Knüller‘ Burghausen gegen Halle. Aber auch die klangvolle Paarung Münster gegen Duisburg. Und auch die Partie von RB Leipzig gegen die Stuttgarter Kickers.

VfB Stuttgart II (25 Punkte) – Chemnitzer FC (21 Punkte): Lediglich acht Punkte Rückstand auf Platz 3 hat der Chemnitzer FC aktuell. Trotz einer ziemlich enttäuschenden Hinrunde ist man also immer noch in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Und steht gleichzeitig nur zwei Punkte vor den Abstiegsrängen. Punkte wären also wichtig für die Sachsen, die zuletzt ziemlich wechselhaft agierten (2 Siege, 2 Niederlagen, 1 Unentschieden unter Neu-Coach Heine). Die Chancen für einen dreifachen Punktezuwachs stehen an Spieltag Nummer 19 gar nicht schlecht. Denn dem talentierten VfB-Nachwuchs ging zuletzt ein wenig die Puste aus. 0:9 Tore aus den letzten drei Spielen, kein Punkt. Zuletzt ein depremierendes, ziemlich chancenloses 0:2 in Regensburg. Der Trend spricht ganz klar für Chemnitz, auch wenn die Mannschaft des VfB von der Qualität her auf jeden Fall auf Augenhöhe agiert. – 2

SpVgg Unterhaching (27 Punkte) – 1. FC Heidenheim (42 Punkte): Das Spitzenspiel mit klarer Rollenverteilung. Heidenheim seit fünf Spielen ohne Gegentor, die letzten vier Spiele gewonnen, klarer Spitzenreiter. Unterhaching dagegen mit zwei klaren Auswärtsniederlagen in den letzten zwei Spielen und so ein wenig ausgebremst an der Tabellenspitze. Auch hier gilt, dass den jungen Spielern im Schlussspurt vor der Winterpause vielleicht ein wenig die Puste ausgeht. Beim Duell zwischen dem 15. der Heimtabelle und dem klaren Tabellenführer der Auswärtstabelle kommt eigentlich nur ein Auswärtssieg in Frage. – 2

SV Wehen Wiesbaden (28 Punkte) – FC Hansa Rostock (28 Punkte): Topduell im vorderen Tabellenviertel und für beide Vereine die Chance, sich ganz oben festzubeißen. Wehen Wiesbaden sucht unter Neu-Coach Kienle immer noch ein wenig die Linie, wovon vier Unentschieden in den letzten fünf Spielen zeugen. Hansa dagegen mit 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen neben Heidenheim das Team der Stunde, die damit auch zeigten, wie schnell es eine Mannschaft ganz nach vorn in der Tabelle spülen kann. Einschränkend muss man erwähnen, dass Hansa das letzte Mal Anfang September mit mehr als einem Tor Vorsprung gewann, also auch in den letzten Spielen keine Übermannschaft war. Das Plus ist sicherlich eine klar verbesserte Defensive. Ob die auch beim aktuellen Tabellenvierten hält, wird sich zeigen. Dem Gastgeber fehlt Topstürmer Vunguidica, was sicherlich eine ziemliche Schwächung ist. Dürfte eine eher torarme Partie werden.. – 0

VfL Osnabrück (25 Punkte) – Jahn Regensburg (23 Punkte): Osnabrück ist mittlerweile im Mittelmaß der dritten Liga angekommen. Vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen machen es möglich. Und trotzdem schaut man weiter nach oben. Weswegen gegen Jahn Regensburg auch dringend drei Punkte her sollen. Regensburg ist dabei ein dankbarer Gegner, denn seit Ende August haben die Bayern in der Fremde nicht mehr gewonnen, dank einiger Heimsiege aber immerhin Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt. Wenngleich das Abstiegsgespenst weiter Begleiter ist und wohl auch noch ziemlich lange in der Saison bleiben wird. Klarer Vorteil für die Gastgeber. – 1

SV 07 Elversberg (25 Punkte) – Borussia Dortmund II (22 Punkte): Dass Elversberg weiter näher an Platz 3 als an Platz 18 liegt, bleibt eine größere Überraschung. Gegen Dortmund hat man trotz des Fehlens von Topstürmer Angelo Vaccaro, der nach Tätlichkeit gesperrt fehlt, gute Chancen, die nächsten Punkte einzufahren. Denn auch der Nachwuchs des BVB wirkt wie der des VfB und die Unterhachinger müde. Kein Sieg in den letzten vier Spielen. Gegen Kiel letzte Woche kurz vor Abpfiff noch durch einen Ducksch-Streich zum glücklichen Ausgleich gegen die quasi seit Beginn der modernen Drittliga-Zeitrechnung sieglosen Kieler gekommen. Und nun bei laufstarken, sehr gut organisierten Elversbergern. Eine Herausforderung an den eigenen Geist, die man verlieren wird. – 1

Holstein Kiel (20 Punkte) – SV Darmstadt 98 (26 Punkte): Geht es nach dem Trend, dann steigt Holstein Kiel am Ende der Saison ab. Denn seit bereits 12 Spielen sind die Norddeutschen sieglos. In den letzten sechs Heimspielen hat man viermal verloren. Silberstreif am Horizont ist dabei, dass man einige Male nah dran an drei Punkten war. Wie letzte Woche in Dortmund. Darmstadt auch in einer Art Mini-Krise. Nur ein Punkt aus den letzten vier Spielen ließen die Hessen wieder ins Tabellenmittelfeld zurückrutschen. Letztlich ein Spiel, in dem beide gegen den Trend kämpfen. Mit ziemlich offenem Ausgang. – 0

FC Rot-Weiß Erfurt (29 Punkte) – 1. FC Saarbrücken (16 Punkte): Bei Saarbrücken darf man sich langsam ein wenig fragen, in welche Richtung die Reise künftig gehen wird. In der relativ starken Phase nach dem Trainerwechsel zu Sasic hat man zu wenig Punkte mitgenommen. Und inzwischen scheint die Luft schon wieder ein wenig raus. Gegen RB und den ersatzgeschwächten BVB spielte man zweimal blutleer, was angesichts der numerisch knappen Niederlagen erstaunlicherweise trotzdem Zufriedenheit bei Coach Sasic hervorrief. In den drei verbleibenden Spielen vor der Winterpause wird es aber darum gehen, Punkte auf das Board zu kriegen. Wenn man weiterhin defensiv so nachlässig spielt wie in den letzten Wochen (12 Gegentore in den letzten sechs Liga-Spielen), wird das schwer. Auch und vor allem bei in der taktischen Gesamtorganisation sehr guten Erfurtern. Die präsentierten zwar unter der Woche für die vergangene Saison ein finanzielles Minus, stehen aber sportlich umso besser da. Platz 3 nach 18 Spielen. Wenn das den Thüringern vor der Saison angeboten worden wäre, hätten sie wohl sofort zugeschlagen. Gegen Saarbrücken geht Erfurt mit Personalsorgen ins Spiel. Laurito, Möhwald und Brandstetter fallen aus. Aber wie man in der bisherigen Saison gesehen hat, kann man das aus irgendeinem Grund immer wieder ausgleichen und trotzdem erfolgreich agieren. Gegen Saarbrücken ist man aufgrund der bisherigen Saison jedenfalls Favorit. – 1

RB Leipzig (33 Punkte) – Stuttgarter Kickers (19 Punkte): Klare Ausgangslage eigentlich. Der Tabellenzweite empfängt das auswärtsschwächste Team der Liga zum Tanz. Andererseits trifft ein Team, dem die Hauptachse Coltorti, Kaiser, Frahn ausfällt, auf einen defensiv gefestigten Gegner, der heiß darauf ist, seine Auswärtsmisere zu beenden. Die Favoritenrolle geht nach Leipzig, chancenlos sind die Kickers aber nicht. Alles weitere im ausführlichen Vorbericht. – 1

SV Wacker Burghausen (13 Punkte) – Hallescher FC (24 Punkte): Burghausen ist schon sieben Punkte vom rettenden Ufer weg. Zuletzt kam zu fehlendem Können auch noch Pech, wenn man an die unglückliche Niederlage gegen Saarbrücken oder die späten Gegentreffer bei den Stuttgarter Kickers denkt. Man wird jetzt im Wochentakt letzte Chancen ausrufen, aber in den letzten beiden Heimspielen vor der Winterpause gegen Halle und Münster sollte Burghausen tatsächlich Punkte einfahren, wenn man nicht chancenlos aus der Winterpause kommen will. Gegen Halle wird das Punkten aber schwer. Viele Torchancen wird es gegen die kompakt verteidigende Gäste jedenfalls nicht geben. In Halle ist man binnen Tagen von der Idee, in der Winterpause keine Spieler holen zu wollen, wieder abgekommen und will nun doch nach Stürmer und offensivem Mittelfeldspieler Ausschau halten. Können sie auch gut gebrauchen, zumindest wenn man die Anzahl der geschossenen Tore als Maßstab nimmt (weniger oft trafen nur Elversberg und Burghausen). In Burghausen ist man trotz einiger Ausfälle mindestens leichter Favorit und könnte schon ein erstes Licht bei den Oberbayern ausschießen. – 2

Preußen Münster (20 Punkte) – MSV Duisburg (26 Punkte): Klanghaftes Duell. Hätte auch sportlich eine absolute Toppartie des 19.Spieltags werden können. Doch während der MSV noch halbwegs oben dran bleibt, schwächelt Münster angesichts der Aufstiegsträume vor der Saison doch enorm. Von den letzten fünf Partien gewann man nur eine. Und das war ein dürftiges und glückliches 1:0 gegen die Stuttgarter Kickers. So steht man weiterhin mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone auf dem letzten Nichtabstiegsplatz. Duisburg auf der anderen Seite mit wechselhaften Ergebnissen hin- und hergerissen zwischen Mittelmaß und Schielen nach oben. Mit 26 Punkten sind sie inzwischen nur noch drei Punkte von Platz 3 entfernt. Mit dieser oder einer noch besseren Ausgangssituation in die Winterpause zu gehen, ließe dem nominell hochwertigen Kader alle Chancen auf den Aufstieg. In diesem Sinne täten Punkte aus dem Spiel in Münster gut. Wird gegen Gastgeber, die selber jeden Punkt brauchen, aber sehr schwer. – 0

PS: Tippquote bisher an 18 Spieltagen: 81 von 178.

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Livestreams – Anpfiff Samstag, 14 Uhr

  • Wacker Burghausen gegen Hallescher FC bei mdr.de [broken Link]
  • Preußen Münster gegen MSV Duisburg bei wdr.de [broken Link]
  • RB Leipzig gegen Stuttgarter Kickers bei swr.de

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