Neue Runde, nächstes Glückslos?

Nach dem Achtelfinale ist vor dem Viertelfinale lautet eine nicht alltäglich verwendete Sportweisheit. Die nichtsdestotrotz sachlich absolut richtig ist. Weswegen dem samstäglichen erfolgreichen Bestreiten des Achtelfinals im Sachsenpokals für RB Leipzig bereits am heutigen trainingsfreien Tag die Auslosung für das Viertelfinale folgt. Und zwar als MDR-Livestream [broken Link] ab 15.30 Uhr. Alles was es davor, dazu oder danach zu sagen gibt, hier an dieser Stelle in Form von Gedankenanstrichen, die als zeitlich geordneter Liveticker daherkommen.

16.07

Was bleibt: Ein gutes Viertelfinal-Los nach einem lockeren Achtelfinal-Sieg in einem Wettbewerb, den man im günstigsten Fall der Fälle gar nicht braucht (wenn man in der Liga mindestens Vierter wird) und zum letzten Mal spielt (bei einem Zweitligaaufstieg würde man nächstes Jahr nicht im Landespokal antreten müssen, um sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren, sondern wäre von vornherein sicher qualifiziert). Eilenburg ist aus vielerlei Gesichtspunkten ein interessantes und machbares Los. Ein bisschen Regionalpflege inklusive. Schöne Sache alles in allem..

16.02

Schon wieder zwei Spiele zu früh: Der FC Eilenburg, als letzter Landesligist noch im Wettbewerb, empfängt im WERNESGRÜNER-Sachsenpokal den Titelverteidiger und derzeitigen Drittliga-Zweiten Rasenballsport Leipzig.

So titelten die Eilenburger auf ihrer Homepage [broken Link]. Schon wieder, weil man in der vergangenen Saison im Viertelfinale auf den Titelverteidiger und Drittligisten Chemnitzer FC traf und nach einem 0:4 ausschied. Ein ähnliches Schicksal ist natürlich auch in dieser Saison zu erwarten, auch wenn die Eilenburger auf ihrer Facebook-Seite von Halbfinal- und Final-Spielen gegen Zwenkau und Chemnitz witzeln.

Wann gespielt werden wird, ist noch völlig offen. Klar scheint nur, dass Eilenburg in der Lage sein dürfte, bei sich zu Hause zu spielen. So wie man das ja auch letztes Jahr gegen Chemnitz schon tat. Dass das Spiel noch in diesem Jahr über die Bühne geht, scheint dagegen eher unwahrscheinlich.

15.57

In den bisherigen Runden ist der FC Eilenburg meist souverän durch den Sachsenpokal marschiert. In der ersten Runde gab es ein 5:0 beim Bezirksligisten 1.FC Pirna. In der zweiten Runde musste man allerdings auch gegen einen Bezirksligisten, gegen die SG Handwerk Rabenstein allerdings das Elfmeterschießen bemühen. 9:8 hieß es in der Addition schließlich für Eilenburg. In der dritten Runde schaltete man dann den dritten Bezirksligisten aus. 2:0 bei Concordia Schneeberg. Schließlich das schon früher am Tag erwähnte 4:2 im Heimspiel gegen den Konkurrenten aus der Landesliga Stahl Riesa.

15.51

Aktuell steht der FC Eilenburg auf Platz 2 in der Landesliga. Und hat dort sieben Punkte Rückstand auf die zweite Mannschaft von RB Leipzig. Schillernste Figur im Team ist natürlich Ex-Bundesliga-Profi Tomislav Piplica, der in Eilenburg nicht nur das Tor hütet, sondern auch der Cheftrainer ist. Und nebenbei auch immer wieder als Gast in der Red Bull Arena und am Cottaweg zu sehen war und dem Geschehen rund um RB offen und positiv gegenüber steht.

Im Kader vom FC Eilenburg finden sich zudem noch einige Namen, die in den letzten Jahren auf dem einen oder anderen Wege in Fußballleipzig aktiv waren. Maruhn, Dietrich, Stöbe, Mende oder Fraunholz haben für den einen oder anderen sicherlich noch Klang. Und es sind sicherlich auch Spieler, die sich gerade gegen RB noch mal besonders zeigen wollen. Um schon mal das Starkreden des Gegners zu beginnen..

15.41

Aus RB-Sicht natürlich ein weiteres Glückslos. Luftlinie 25 km. Drei Klassen Unterschied. Ein Los, das natürlich nicht so leicht zu lösen ist, wie das Achtelfinallos Gelenau, aber sportlich trotzdem ein sehr dankbares ist.

15.36

So, da hätten wir dann also folgende Partien:

  • FC Eilenburg vs. RB Leipzig
  • VfB Zwenkau vs. VfB Auerbach
  • FSV Budissa Bautzen vs. FC Oberlausitz Neugersdorf
  • SSV Markranstädt vs. Chemnitzer FC

15.21

Bei all dem muss man auch immer beachten, dass der Sachsenpokal unter Umständen für RB Leipzig völlig unwichtig ist. Nämlich genau dann, wenn man am Ende der Drittligasaison unter den ersten Vier einkommt. Dann wäre man über die Ligaplatzierung für den DFB-Pokal qualifiziert und bräuchte den Sachsenpokalsieg nicht. Könnte sein, dass dieser Hintergedanke für die Motivation der Spieler in der nächsten Runde schon eine kleine  negative Rolle spielt angesichts vom aktuellen Tabellenplatz 2 in der dritten Liga..

15.19

Betrachtet man die noch im Topf befindlichen Gegner möchte man Chemnitz zu diesem frühen Zeitpunkt des Wettbewerbs wohl vermeiden. Ungemütlich wäre auch eine Reise nach Ostsachsen in die Oberlausitz zum letztjährigen Halbfinalgegner Neugersdorf, der nach seinem Aufstieg in die fünfte Liga gezeigt hat, dass die letztjährige Stärke kein Ausrutscher war. Aktuell steht man in der Oberliga auf einem für einen Aufsteiger phänomenalen zweiten Platz.

Gemessen daran wäre auch eine Reise nach Bautzer nicht sonderlich schonend. Die Budissen schicken sich als Tabellenführer an, den Aufstieg in die Regionalliga zu wagen. Und sind ein herzlich unangenehmes Spielpflaster.

Dass die ‘Reise’ nach Markranstädt Charme hätte, aber sportlich durchaus anspruchsvoll ist, wurde schon erwähnt. Und gegen Auerbach hat RB Leipzig zwar eine makellose Bilanz, aber in den bisher drei Spielen dort jeweils ganz hart arbeiten müssen.

Die wohl besten Lose im Topf heißen aus RB-Sicht sicherlich Eilenburg und Zwenkau. Kurze Reisewege direkt in die nähere Umgebung von Leipzig. Dazu sporlich eher nicht so große Herausforderungen. Wäre fürs Viertelfinale sicherlich ganz charmant.

15.12

Ausgetragen sollte die nächste Runde im Sachsenpokal laut Rahmenterminplan des Sächsischen Fußballverbands für die aktuelle Saison am 14./15.12. werden. Angedacht war, dass dann schon das Halbfinale stattfinden könnte. Da aber bereits der Achtelfinaltermin 31.10. von den meisten Teams nicht gehalten werden konnte, musste die Achtelfinalrunde zu großen Teilen am Termin des Viertelfinals ausgetragen werden. Was die Viertelfinals nun auf Mitte Dezember schieben würde. Was aber zumindest für RB Leipzig praktisch nicht möglich ist, da man die nächsten fünf Wochenenden bis Weihnachten jeweils am Samstag in der dritten Liga Pflichtspiele absolviert. Was auch bedeutet, dass die RasenBallsportler nach Lage der Dinge wohl erst im nächsten Jahr im Sachsenpokal weitermachen werden. Außer es findet sich ein Gegner, der auch gerne unter der Woche an einem Mittwoch spielt und – Stichwort Flutlicht – auch spielen kann.

13.51

Interessanterweise hat RB Leipzig noch nie ein Pflichtspiel gegen den SSV Markranstädt bestritten. Ein Testspiel steht gegen den Geburtshelfer für den einzig wahren RasenBallsport bisher lediglich zu Buche. Das eher glücklich mit einem 2:0 für RB Leipzig endete. Ein Sachenpokal-Viertelfinale gegen den SSV unter Coach Heiko Weber wäre sportlich eher anspruchsvoll, aber andererseits mit extrem kurzer Anreise verbunden und würde vielleicht dem einen oder anderen in den Weiten der Fußballwelt nebenbei noch beweisen, dass Markranstädt nicht von RB Leipzig übernommen und ‘ausgelöscht’ wurde, sondern als ganz normaler Fußballverein weiterexistiert hat und inzwischen ligentechnisch und tabellarisch am selben Punkt steht wie im Jahr 2009 als das Spielrecht der SSV-Männermannschaften an RB überging.

13.35

Nimmt man die Gesamtbilanzen in Pflichtspielen, dann steht folgendes zu Buche:

  • RB Leipzig gegen Chemnitzer FC: 5 Spiele – 2 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen, 7:7 Tore
  • RB Leipzig gegen VfB Auerbach: 5 Spiele – 5 Siege, 13:5 Tore
  • RB Leipzig gegen Budissa Bautzen: 3 Spiele – 2 Siege, 1 Niederlage, 4:1 Tore
  • RB Leipzig gegen FC Oberlausitz Neugersdorf: 1 Spiel – 1 Sieg (n.E.), 6:5 Tore
  • RB Leipzig gegen SSV Markranstädt: 0 Spiele
  • RB Leipzig gegen FC Eilenburg: 0 Spiele
  • RB Leipzig gegen VfB Zwenkau: 0 Spiele

13.21

Gegen vier der aktuellen Viertelfinalisten hat RB Leipzig schon Erfahrungen im Sachsenpokal gesammelt. Gegen den Chemnitzer FC stehen zwei Spiele und zwei Siege zu Buche. Es waren jeweils die Finals 2011 und 2013 (1:0 und 4:2).

Beim FC Oberlausitz Neugersdorf waren die RasenBallsportler im April im Halbfinale des Sachsenpokals 2012/2013 zu Gast. Am Ende stand ein knappes 6:5 nach Elfmeterschießen für RB Leipzig, nachdem es nach 90 und 120 Minuten jeweils 2:2 gestanden hatte. Benjamin Bellot hatte mit zwei gehaltenen Elfmetern besonderen Anteil am knappen Erfolg.

Beim VfB Auerbach gewann man 2011 ein hochemotionales Spiel (Sebastian-Rot, Kutschke-Siegtor, Bekanntgabe des Oral-Abgangs) mit 2:1.

Und bei Budissa Bautzen gewann man in der zweiten Hauptrunde des Sachsenpokals im Herbst 2010 mit 2:0.

12.58

12.48

Macht im Überblick folgende acht Teams, die für das Viertelfinale im Sachsenpokal noch übrig bleiben:

3.Liga

  • RB Leipzig
  • Chemnitzer FC

Regionalliga

  • VfB Auerbach

NOFV-Oberliga

  • FSV Budissa Bautzen
  • FC Oberlausitz Neugersdorf
  • SSV Markranstädt

Landesliga

  • FC Eilenburg

Bezirksliga

  • VfB Zwenkau

12.44

Überraschungen gab es im Achtelfinale des Sachsenpokals auch. Vor allem überraschend deutlich besiegte der Oberligist SSV Markranstädt den Regionalligisten VFC Plauen mit 3:0. Und Bezirksligist VfB Zwenkau kegelte mit einem 3:2 gegen den Landesligisten Gelb-Weiß Görlitz ebenfalls einen höherklassigen Konkurrenten aus dem Wettbewerb.

Keine Überraschungen in den anderen vier Partien. Bezirksligist Mittweida verliert gegen Oberligist Neugersdorf 0:4. Auerbach gewinnt bei der SG Sachsen Leipzig knapp und nach Rückstand und hartem Kampft mit 1:2. Und bereits Ende Oktober hatte Eilenburg Landesliga-Duell FC Eilenburg gegen Stahl Riesa mit 4:2 gewonnen und Oberligist Budissa Bautzen mit einem 7:0 beim Bezirksligisten Cossebaude nichts anbrennen lassen.

12.39

Neben dem RB-Spiel stand vor allem der Auftritt der BSG Chemie Leipzig gegen den Chemnitzer FC im Mittelpunkt. Knapp 3.000 Zuschauer suchten mal wieder den Alfred-Kunze-Sportpark heim. Der gastgebende Siebtligist hielt gegen den Drittligisten zumindest defensiv mit Glück und Verstand lange (fast) dich, sodass es bis eine Viertelstunde vor dem Schluss dauerte, dass der Favorit das vorentscheidende 2:0 erzielte. Und das auch nur nach direkt verwandeltem Freistoß, bei dem der Versuch die kurze Ecke (hinter der Mauer) durch einen Spieler auf der Torlinie abzudecken, auf abenteuerliche Art und Weise schief ging.

Am Ende hieß es zwischen BSG Chemie und Chemnitzer FC 0:4 und alle waren irgendwie zufrieden. Die einen, dass sie mal wieder ein sportlich großes Spiel hatten, die anderen, dass sich letztlich ohne große Mühe weitergekommen waren..

12.27

In den bisherigen zwei Sachsenpokal-Runden hatte es RB Leipzig nicht sonderlich schwer. Mit Lok Leipzig hatte man zwar einen wegen der lokalen Nachbarschaft zugkräftigen Gegner, dessen sportliches Niveau dann letztlich allerdings in weiten Teilen einem Klassenunterschied entsprach. Und mit dem BSV Gelenau erwischte RB Leipzig im Achtelfinale das rangniedrigste, noch im Wettbewerb befindliche Team. Gegen den Achtligisten erwischte man einen guten Tag und schoss sich vor 2.000 Zuschauern zu einem standesgemäßen 11:0-Sieg.

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4 Gedanken zu „Neue Runde, nächstes Glückslos?“

  1. Ach, cool, hier gab’s ja nen Live-Ticker. Viel zu spät gecheckt. Großartig. Trotzdem schön, nachzulesen.

  2. Nein, zweite Mannschaften sind von der Teilnahme am Landespokal ausgeschlossen. Vermutlich weil sie sowieso nicht im DFB-Pokal antreten dürfen.

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