Vertauschte Rollen

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim Chemnitzer FC (26.10.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Yussuf Poulsen.]

Wenn man vor der Saison den Spielplan überflog, dann blieben sicherlich viele Augen am 14.Spieltag und dem Auswärtsspiel von RB Leipzig beim Chemnitzer FC hängen. Man erwartete im aus RB-Sicht besten Fall ein absolutes Topduell zweier Teams aus dem oberen Tabellendrittel mit einem aufgrund der sommerlichen Zugänge favorisierten Gastgeber. Man erwartete, dass der reiche Aufsteiger zum Herausfordern beim Aufstiegsfavoriten antreten würde.

Und nun ist (fast) alles anders, denn weiterhin bleibt das Duell natürlich ein höchst umkämpftes, aber aufgrund der sportlichen Misere der Chemnitzer in der bisherigen Spielzeit und angesichts von gleich drei Niederlagen in Folge, haben sich die Rollen doch erheblich verschoben. Was sich auch darin zeigt, dass hier der Tabellensechszehnte den Tabellenzweiten empfängt. Und Chemnitz bei einer Niederlage sogar auf einen Abstiegsplatz zurückrutschen könnte.

Das letzte Spiel beider Mannschaften in Chemnitz ist lange her und es blieb bisher das einzige Spiel, das der Chemnitzer FC gegen RB Leipzig auch gewinnen konnte. Es war im Mai 2011, als man an der Gellertstraße mit einem 1:0 den Aufstieg in die dritte Liga und damit auch den Triumph über RB Leipzig perfekt machte. Einer der unangenehmeren Ausflüge für die RasenBallsportler. Konnte an jenem Tag keiner ahnen, dass man ein Jahr später das unangenehme Spiel wiederholen und nach Halle fahren würde, um dort bei den Aufstiegsfeierlichkeiten zuzugucken..

Was sich seitdem tat, lässt sich gut in Zahlen ausdrücken. Nach Chemnitz reiste 2011 zum vorletzten Ligaspiel der Saison eine kleine Trauerabordnung von 150 RB-Fans. Ein Jahr später feierten in Halle bereits 800 Anhänger trotz verpasstem Aufstieg sich selbst und auch ihr Team. Und nun, im Herbst 2013 werden 1.500 bis 1.700 Leipziger unter freilich nicht ganz so depremierenden Umständen wie 2011 nach Chemnitz reisen. Es hat sich deutlich was verändert in den letzten zwei Jahren. Und wenn man dem einzig wahren RasenBallsport zugeneigt ist, dann fast nur zum positiven.

Viel verändert hat sich zuletzt auch beim Chemnitzer FC. Wie schon vor der Regionalliga-Saison 2010/2011 als man schließlich in die dritte Liga einzog, favorisierte man auch in diesem Jahr einen sehr schlanken, aber dafür in der Spitze hochklassig besetzten Kader. Damals ging der Versuch, mit 11 bis 16 Topspielern aufzusteigen gut, in diesem Jahr kommt man damit noch nicht so gut klar, auch weil einige der Hoffnungsträger zu Saisonbeginn ausfielen oder patzten und man dadurch früh ins tabellarische Hintertreffen geriet. Wo dann oft auch noch das viel gepriesene Pech hinzukam.

Nicht mit Pech begründete Gerd Schädlich, gerühmter Aufstiegscoach von 2011, seinen Rücktritt vor nun bereits fast drei Wochen. Direkt nach dem 0:4 gegen Preußen Münster, dem ergebnistechnischen Tiefpunkt, verkündete er nach der Pressekonferenz sein Aus. Weil er die Verantwortung für den angesichts der Ziele misslungenen Saisonstart übernehmen wollte und offenbar nicht sah, dass er die Mannschaft wieder auf den richtigen Weg führen könnte. Bzw. gegen Münster gezeigt bekam, dass die Mannschaft vielleicht auch nicht mehr unbedingt an ihrem Trainer hängt.

Dazu passt zumindest das, was Spieler nur kurz nach Schädlichs Rücktritt bei einem Stammtisch mit Fans erzählten, als sie Schädlich eine zu deftige Ansprache, zu wenig Eingehen auf individuelle Bedürfnisse und taktische Defizite vorwarfen. Also letztlich vieles der aktuellen Situation des Chemnitzer FC jenem Trainer zuschoben, der zuvor aus einer grauen Regionalligamaus unter wirtschaftlich engen Rahmenbedinungen binnen fünf Jahren erst ein Drittligatopteam geformt hatte.

Für dieses Topteam hatte er unter besonderem Einsatz seiner Person aus Aue den dort nicht mehr wohl gelittenen ehemaligen Publikumsliebling Marc Hensel (der vor zwei Jahren mal bei RB Leipzig und beim HSV im Gespräch war) als neuen Kopf für das CFC-Mittelfeld geholt. Schlappe 94 Zweit- und 80 Drittligaspiele wechselten damit den Verein.

Die zweite Verpflichtung im Sommer hatte es mindestens genauso in sich. Denn mit Ronny Garbuschewski kehrte der verlorene Sohn (dem die Medien auch ein Angebot aus Leipzig andichteten, was Alexander Zorniger immer dementierte) wieder nach Chemnitz zurück. 2010/2011 hatte Garbuschewski mit 11 Toren und 20 Vorlagen erheblichen Anteil am Aufstieg. Ein Jahr später steuerte er in der dritten Liga acht Tore und 18 Vorlagen für einen locker geschafften Klassenerhalt bei.

Dann unterschrieb er in Düsseldorf, nachdem er ein Jahr zuvor schon nach Cottbus gehen wollte, aber an der mangelnden Bereitschaft des CFC scheiterte, ihn abzugeben. Und unterschrieb in Düsseldorf eigentlich bei einem Zweitligisten, ehe sich die Fortuna durch einen starken Schlussspurt und Relegationsspiele in die 1.Liga katapultierte. Was gut für Düsseldorf war, war aber schlecht für Ronny Garbuschewski, denn die 1.Liga war im ersten Anlauf schlicht eine Nummer zu groß für ihn. Weshalb er wieder dahin ging, wo er so aufblühte, nach Chemnitz. Und trotz der eher schlechten Auftritte seines Teams nach 12 Spielen schon wieder drei Tore und vier Vorlagen auf dem Konto hat.

Nimmt man diese Verpflichtungen als Maßstab, dann waren Josef Cinar, der Topinnenverteidiger, der von Wacker Burghausen kam (aber bisher eher eine gebrauchte Saison in Chemnitz absolviert) und Stefan Riederer, Torwart aus Unterhaching, der Druck auf Stammkeeper Pentke machen sollte, eher kleine Fische. Von den jungen Spielern Pusch, Conrad, Scheffel, Mauersberger (spielte am vergangenen Wochenende mit der U19 bei RB Leipzig), mit denen man den Kader auffüllte, ganz zu schweigen.

Abgegeben hatte man im Sommer dagegen nur Quanitität. Unter anderem musste Adrian Mrowiec, der 2012 eigentlich bei RB Leipzig unterschrieben hatte, aber nach dem Trainerwechsel von Pacult zu Zorniger und nur einem einzigen Testspieleinsatz schon wieder auf der Straße stand und später in Chemnitz unterkam, nach einem knappen Jahr und einigen Verletzungsausfällen, den Verein wieder verlassen. Sträßer, Wilke und Jansen sind Namen, die man noch kennen könnte, aber die sicherlich qualitativ keine argen Verluste fürs Team waren.

Bliebe noch eine wichtige Person zu nennen. Ein aus RB-Sicht alter Bekannter, der in Chemnitz der Neue ist. Nämlich Karsten Heine, der nach mehr als 19 Jahren Hertha-Trainer bei der dortigen U23 (und zwischendurch Interimstätigkeiten bei den Profis) im Sommer in Berlin gegangen wurde und nun in Chemnitz in die großen Fußstapfen von Gerd Schädlich treten und zeigen darf, ob er auch wirklich ein guter Coach ist. Die Bilanz als Hertha-Coach gegen RB Leipzig ist jedenfalls desaströs, denn in sechs Spielen hagelte es bei 3:10 Toren bisher fünf Niederlagen. Nur einmal konnte Heine ein Unentschieden verbuchen und das aber auch nur in der Endphase der Saison 2010/2011 als es für RB schon lange um nichts mehr ging und man die ganze Rückrunde über ohne Auswärtssieg blieb.

In Chemnitz wird Karsten Heine versuchen, dem Team ein aggressives Spiel gegen den Ball und daraus resultierende schnelle, offensive Ideen beizubringen. Was ein wenig die oben erwähnte Kritik am taktischen Stillstand unter Schädlich bestätigen würde. Die Frage ist in letzter Konsequenz, ob Heine die richtigen Spielertypen für ein aggressives Spiel gegen den Ball hat. Ein Garbuschewski beispielsweise ist nicht unbedingt dafür bekannt, 90 Minuten lang dem Ball hinterherzusprinten oder mögliche Anspielstationen zuzustellen.

Letztlich ist es wie immer nach einem Trainerwechsel. Die Mannschaft, die man gerade vielleicht noch halbwegs gut einschätzen konnte, verändert plötzlich ihr Gesicht und ihre Spielphilosopie. Ob und wie sie das tut, kann man aber noch nicht wirklich prognostizieren. Klar scheint nur, dass die Chemnitzer trotz dreier Niederlagen in Folge und trotz der Niederlage im ersten Heine-Pflichtspiel in Burghausen gelöst und hoch motiviert in das Duell mit RB Leipzig gehen werden. Einerseits wegen des Gegners, andererseits aber auch, weil mit einem neuen Trainer auch eine neue Zeitrechnung losgeht, für die sich jeder wird anbieten wollen.

Angeschlagene Gegner sind am gefährlichsten, heißt es so schön. Und der Chemnitzer FC wurde bisher in der Saison schon ordentlich angeschlagen und die Spieler dort finden es offenbar eine überaus prächtige Idee, mit dem Zurückschlagen gegen RB Leipzig zu beginnen.

Von Beginn an auflaufen werden ziemlich sicher Philipp Pentke im Tor, Kapitän Silvio Bankert und Josef Cinar in der Innenverteidigung, Marc Hensel in der Mittelfeldzentrale, Ronny Garbuschewski auf der rechten Außenbahn und der Anführer der ewigen Torschützenliste der dritten Liga Anton Fink im Sturm.

Maik Kegel sollte nach Gelbsperre wieder zurück ins defensive Mittelfeld neben Hensel rücken. Falls Benjamin Förster wieder fit ist, würde er wohl den Ex-Spieler des FC Sachsen Tino Semmer im Sturm verdrängen. (Bei beiden ist aber unklar, ob sie auflaufen können. Fallen beide aus, käme auch eine Systemumstellung in Frage.) Und falls der leicht verletzte Sascha Pfeffer wieder mitmachen kann, wäre er eine Option für links vorn.

Links hinten könnte derweil Fabian Stenzel verteidigen, wenn denn Kegel ins Mittelfeld rückt. Falls nicht wäre Stenzel die Option neben Hensel und links hinten würde wohl Thomas Birk verteidigen. Rechts hinten ist vermutlich aufgrund des Ausfalls von Pierre le Beau der 23jährige Kevin Conrad die einzig verfügbare Option. Aber wie gesagt, mit einem neuen Trainer kommt auch immer frischer Wind, der solche Prognosen durcheinander wirbeln kann. Andererseits ist der Kader der Chemnitzer ziemlich überschaubar.

Auf RB-Seiten wird man wohl trotz des schlechten Spiels gegen Jahn Regensburg wenig Veränderungen sehen. Wenn man denn von Verletzungen verschont bleibt. Matthias Morys dürfte (wenn er nach leichter Verletzung aus dem Heidenheim-Spiel wieder fit ist) auf jeden Fall für Carsten Kammlott im Sturm auflaufen. Im Mittelfeld scheint mir das Trio Kaiser, Ernst, Kimmich vor allem aufgrund der Leistung in Heidenheim noch einen Bonus zu haben. Im Tor steht natürlich Fabio Coltorti. Auf den Außenverteidigerpositionen gibt es durch die Sperre von Christian Müller nicht viele Optionen, sodass Sebastian Heidinger und Anthony Jung gesetzt sein dürften. Und in der Innenverteidigung ist Niklas Hoheneder eine Bank, neben der Fabian Franke aufgrund seiner Unsicherheiten im Aufbauspiel wackeln könnte. Tobias Willers oder Tim Sebastian stünden bereit.

Wenn Alexander Zorniger nicht noch Kaninchen wie Bastian Schulz oder Timo Röttger oder Clemens Fandrich oder Juri Judt aus dem Hut zaubert, dann sähe das ganze beim 4-4-2 meets 4-3-3 wie folgt aus:

  • Chemnitzer FC: Pentke – Conrad, Cinar, Bankert, Stenzel (Birk) – Garbuschewski, Hensel, Kegel (Stenzel), Pfeffer – Förster, Fink
  • RB Leipzig: Coltorti – Heidinger, Hoheneder, Franke (Willers), Jung – Kaiser, Ernst, Kimmich – Poulsen, Frahn, Morys

Wenn man Chemnitz eine Schwäche andichten will, dann vielleicht in der Viererabwehrkette. Wobei die bisher auch deswegen nicht ganz glücklich aussah, weil sie vom Rest der Mannschaft bzw. vom System etwas im Stich gelassen wurde. Trotzdem sollte im Duell zwischen der Dreieroffensive von RB und der Viererkette vom CFC ein kleiner Vorteil bei den Gästen liegen.

Letztlich sollte man nicht den Fehler machen, aus der Tabellensituation einen klaren sportlichen Favoriten abzuleiten. Heidenheim hatte gegen RB Leipzig vor knapp drei Wochen, die Chance im Duell mit einem Konkurrenten auf 11 Punkte wegzuziehen. RB hat nun eine ähnliche Chance mit Chemnitz in Chemnitz (Abstand auf 13 Punkte ausbauen). Man erinnert sich gut, wie kläglich Heidenheim gegen RB scheiterte und der Chemnitzer FC hat definitiv von den Einzelspielern her immer noch alle Klasse, RB Leipzig ebenso scheitern zu lassen. Nicht zuletzt die im Schnitt pro Spieler höchsten Marktwerte der Liga zeigen das.

Um in Chemnitz zu bestehen, brauchen die RasenBallsportler einen außergewöhnlich guten Tag, wie sie ihn in Heidenheim hatten. Zwischen dem CFC und RB Leipzig bestand bisher in allen Duellen eine starke Rivalität, die aber nie den Rahmen verließ. Aufgrund der Rivalität werden beide Teams mit besonderer Motivation ins Spiel gehen. Wobei die 2:4-Klatsche aus dem Sachsenpokal-Finale im Mai den Chemnitzern sicherlich noch als Zusatzmotivation in den Knochen stecken wird.

Fazit: RB Leipzig gegen den Chemnitzer FC ist vielleicht die Rivalität schlechthin, die es in der Vereinsgeschichte von RB Leipzig bisher gibt und die tatsächlich am ehesten das Wort Derby verdient. (Wer sich an den Ausbruch des Stadions beim 1:1 von Rockenbach im Sachsenpokal im Mai erinnert, wird wissen ,was gemeint ist.) Was dieses Duell bei jedem Aufeinandertreffen zu einem besonderen macht. Dass beim fünften Aufeinandertreffen RB Leipzig zum ersten Mal in der Tabelle vor dem Chemnitzer FC steht, dürfte für das Spiel selbst nur eine uninteressante Randnotiz sein. Denn in diesem Spiel starten beide bei Null und letztlich wird sich wohl der durchsetzen, der mehr Feuer in die Partie schmeißt. Im Mai war das RB Leipzig. Mal sehen, wie das nun im Oktober aussieht.

[Wer das Spiel von RB Leipzig beim Chemnitzer FC nicht vor Ort verfolgen kann und am 26.10.2013, ab 14.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und das Fanradio oder greife auf den Livestream [broken Link] oder das TV-Programm vom MDR zurück.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Chemnitzer FC

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel Chemnitzer FC gegen RB Leipzig mit Alexander Zorniger und Yussuf Poulsen.

11.02

Jetzt bleibt dann also nur noch, die folgenden 48 Stunden irgendwie bestmöglich rumzukriegen und dann dem Anstoß entgegenzufiebern. Ein bisschen ist das Spiel nach dem Chemnitzer Wechsel zu Heine eine Wundertüte und man weiß nicht so recht, was für einen Chemnitzer FC man kriegt. Aber man wird es bald wissen und der geneigte RB-Fan wird hoffen, dass die RasenBallsportler die nötigen Antworten finden werden. In diesem Sinne eine schöne Restwoche und einen schönen 14.Spieltag.

10.58

Das war es dann von der Pressekonferenz. Yussuf Poulsen sicherlich inhaltlich nicht sonderlich  erhellend, aber dass er sich mit seinen frischen Deutschkenntnissen in diese Pressekonferenz setzt und in der hiesigen Landessprache antwortet, ist enorm respektabel. Sympathischer, junger Mann.

10.56

Jetzt Yussuf Poulsen zur bisherigen Zeit in Leipzig: “Gefällt mir hier zu sein. Erster Eindruck war gut. Menschen im Verein sind sehr freundlich. Sportlich lief es auch gut. Sind auf dem zweiten Platz in der Tabelle. Der erste Eindruck ist gut.”

“Deutsche Grammatik ist sehr schwer.  Habe in Dänemark im Gymnasium und Grundschule auch Deutschunterricht gehabt.”

Poulsen fühlt keinen Druck von Außen wegen des Tabellenplatzes oder wegen der hohen Erwartungen von Außen.

“Habe früher schon Außenstürmer gespielt und das gefällt mir. Ist mir egal auf welcher Position ich spiele.” Frage war, ob er lieber zentraler spielen würde oder da nicht besser wäre.

In Dänemark kannten viele RB Leipzig noch nicht. Poulsen habe vor einem halben bis ganzen Jahr von RB gehört. Nationalmannschaftskollegen würden ihn immer fragen, was RB Leipzig ist.

Bowling und Vapiano fallen Poulsen zuerst ein bei der Frage nach Lieblingsorten und Leipzig.

“Chemnitz wird ein schwieriges Auswärtsspiel mit vielen Zuschauern. Wir haben wie immer eine Chance, wenn wir gut spielen.”

Man habe die Chance, auch ein drittes Spiel zu gewinnen, aber wichtig sei nicht die Serie zu erhalten, sondern immer nur das nächste Spiel. Frage war, ob man jetzt eine längere Serie starten könne.

10.44

Zorniger: “System hat sich unter Heine noch nicht verändert. Spielen aber etwas ballorientierter.” Man müsse aber schauen, ob das so bleibt. Chemnitz habe in der bisherigen Saison viele enge Spiele gehabt. Verweist wieder mal auf die Liga, in der es neben Können und Qualität auch um Glück gehe. “Bereiten uns auf eine Mannschaft vor, die taktisch noch einen Schritt gemacht hat in der letzten Woche und die eine hohe Grundqualität hat.”

Garbuschewski müsse man im Auge behalten. Bei Distanzschüssen und bei Standardsituationen. Zorniger verweist noch auf Kegel, Fink, Förster. “Da müssen wir eine deutlich bessere Leistung abrufen als letzte Woche.”

Der zweite Platz habe nichts verändert für die Mannschaft. Deswegen habe man auch nichts zu verlieren. Man müsse jedes Spiel für sich sehen. Auch das Chemnitz-Spiel sei ein für sich abgepacktes Produkt. Man könne aber mit den Erwartungen in der Stadt nach Platz 2 leben.

10.38

Zuerst Alexander Zorniger: „Vor der Runde hätte ich gesagt, es wird ein richtiges Spitzenspiel. So wird es nur ein richtig heißes Spiel.“ Verweist auf die bisherige Pokalgeschichte zwischen den Vereinen und den neuen Chemnitz-Coach. „Fußballerisch eine richtig gute Truppe.“ Sehr gute Neuzugänge mit Garbuschewski, Hensel und Cinar.

“Tut mir sehr, sehr leid, dass ich Gerd Schädlich nicht erleben kann. Riesenrespekt vor ihm.” Richte sich aber nicht gegen Heine, den Zorniger auch sehr respektiere. Könne sich vorstellen, dass die Laola der Zuschauer bei der Münster-Niederlage zu seinem Rücktritt beigetragen hat. Sieht Schädlich als vorbildhaft.

“Wissen, was wir in Chemnitz für Möglichkeiten haben gegen einen angeschlagenen Gegner.” Aber Chemnitz werde hochmotiviert sein.

Regensburg-Spiel sei nach zwei Tagen stimmungsmäßig vergessen gewesen. Mannschaft habe sich zwei freie Tage durch die bisherige Saison verdient. Auf Platz 2 kann man stolz sein. Bisher in der Woche gut trainiert.

Morys könnte wieder eingesetzt werden, aber man will ihn nach zwei Muskelverletzungen langsam aufbauen. Wird in Chemnitz nicht im Kader stehen.

Über personelle Veränderungen will Zorniger nicht reden. Meint aber, dass er nie größere Veränderungen angekündigt hat. Man wird nach der Trainingswoche gucken, wie es aussieht und ob man einzelne Veränderungen vornehmen wird.

Abwehrprobleme in Chemnitz liegen nicht nur an den Innenverteidigern, sondern auch an den offensiv denkenden Personen davor. “Das haben wir auch gesehen.”

10.26

Man sollte jedenfalls nicht den Fehler machen, sich vor dem Spiel von den bisherigen sportlichen Bilanzen täuschen zu lassen. In diesem einen Spiel werden die Tabellenplätze wohl überhaupt keine Rolle spielen.

10.21

Gleich dann Yussuf Poulsen und Alexander Zorniger. Poulsen heute früh noch mit dem ersten Interview auf deutsch bei der BILD und gleich schon im harten Kreuzverhör der Spieltagspressekonferenz.^^

10.19

Zwei Tage sind es noch bis zum aufregenden Duell beim Chemnitzer FC. Die Spannung steigt langsam. Der Auswärtsblock wird sehr gut gefüllt bis voll sein. Die Heimseite lässt sich gegen RB trotz durchwachsenem Saisonstart sicherlich auch nicht lumpen. Dürfte ein hübscher Drittliga-Tag werden..

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5 Gedanken zu „Vertauschte Rollen“

  1. Tolle Analyse…

    Eine Frage habe ich trotzdem:

    Warum schreibst du, als es um die (vermeintliche) RB-Aufstellung ging, über das eher schwache Spiel gegen Burghausen??? Du meinst doch sicher Regensburg, oder?

  2. Förster soll ja wohl ausfallen.

    Bei den Duellen darf das erste nicht fehlen. Damals gab es doch die quasi legendäre Aussage von Oral, dass der CFC doch keine Chance hatte und man klar das bessere Team war. Ach, das waren noch verrückte Zeiten, Oral at his best… 🙂

  3. Mal abwarten, was Förster angeht. Bei so einem Spiel heilt die eine oder andere Verletzung dann doch schneller als gedacht..

    Ja, das erste Duell geht immer etwas unter. Wahrscheinlich weil es so kalt war, dass der für Erinnerungen verantwortliche Teil des Gehirns einfach eingefroren ist. 😉 Aber Oral war nach jenem Spiel schon legendär und zog damit in die ewige RasenBallsport-Ruhmeshalle ein..

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