Reise ins Unbekannte

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Wacker Burghausen (10.08.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Fabio Coltorti.]

Teil 3 des Drittligaabenteuers. Nach drei aufregenden Auftaktwochen mit dem ausverkauften Spiel beim Halleschen FC, der Hitzeschlacht gegen einen der Aufstiegsfavoriten Preußen Münster und dem Pokalhighlight gegen den FC Augsburg zieht nun so langsam so etwas wie Alltag in die Saison ein. Und mit der Fahrt nach Burghausen geht es zum ersten Mal tief in den Süden der Republik. Eine völlig neue Erfahrung für RB Leipzig, denn südlicher als Plauen kam man bisher in einem Pflichtspiel noch nicht.

Teil der Fahrt ins Unbekannte ist auch die Ungewissheit über die eigene Leistunsstärke. In der Vorbereitung nahm man einige Niederlagen gegen teils höherklassige Gegner mit, die man noch als typische Testspielergebnisse erklären konnte. Halle war von der Spielanlage her ok, angesichts der Schwierigkeiten in der Defensive war der Sieg aber auch glücklich. Gegen Münster fehlte ein Schuss Abgeklärtheit, um eine gute Leistung mit drei Punkten zu krönen. Und gegen Augsburg blieb man ein Stück hinter dem eigenen Leistungsvermögen zurück.

Wo man genau steht und was die Wahrheit aus diesen drei Partien ist, wird man erst in den nächsten Wochen, eben im Ligaalltag, sehen. Und die Fahrt zum aktuellen Tabellenletzten aus Burghausen dürfte ein erster Fingerzeig sein, wohin die Reise gehen mag. Denn mit den eigenen Ansprüchen, möglichst lange oben mitzuspielen und als Mannschaft den nächsten Schritt zu machen, sollte man eigentlich mit dem Ziel nach Oberbayern reisen, dort auch drei Punkte mitzunehmen. Doch dafür wird es dann auch eine Leistung am oberen Rand der Möglichkeiten brauchen.

Burghausen ist aus Leipziger Fußballsicht eine komplette Unbekannte. Denn in reichlich zwei Jahrzehnten gesamtdeutschen Fußballs gab es noch keinerlei Pflichtspiel zwischen einem der vielen Leipziger Teams und Wacker. Wer es sich leicht machen will, für den ist Burghausen ein Fußballzwerg. Doch das wäre zu einfach, bedenkt man, dass Burghausen zwischen 2002 und 2007 immerhin fünf Jahre am Stück Zweitligafußball spielte.

Rudi Bommer, der Burghausen im Oktober 2000 übernahm, prägte den Verein nicht unwesentlich und führte ihn während seiner knapp vierjährigen Amtszeit 2002 in die zweite Liga, wo er ihn konsolidierte und ihn gefestigt an Markus Schupp (inzwischen VfR Aalen) übergab. Auch der erreichte in zwei weiteren Zweitligajahren einen soliden Mittelfeldplatz mit dem Team aus der Kleinstadt mit knapp 20.000 Einwohnern direkt an der österreichischen Grenze. Erst im fünften Jahr verließ den Verein das Glück und er musste 2005 wieder in die Regionalliga absteigen, in der man sich ein Jahr später für die neue eingleisige dritte Liga qualifizierte.

In dieser dritten Liga spielt man nun ununterbrochen das sechste Jahr, auch wenn man zweimal Glück hatte, dass man zwar sportlich abstieg, aber aufgrund der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten der Liga und entsprechender Abstiege der Konkurrenten doch immer drin blieb. Was Burghausen immerhin zum Sechstplazierten in der ewigen Drittligatabelle macht.

Auch nach Bommer und Schupp blieben prominente Trainer Teil der Vereinsphilosophie. Die Namen Anderbrügge, Basler, noch mal Bommer (wurde aber nach einem halben Jahr nach Cottbus gelockt) und Stumpf stehen dafür. Die Erfolge der namhaften Akteure blieben aber überschaubar.

Seit 2012 trägt nun Georgi Donkov, der zuvor unter Basler, Stumpf und Bommer Co-Trainer war, die Verantwortung und passt ganz gut in die Reihe der namhaften Trainer. Denn in Deutschland verbrachte Donkov seine größten Zeiten als Fußballer zwischen 1996 und 2002 im Dress des VfL Bochum und des 1.FC Köln. Und brachte es in dieser Zeit auf 80 Erstliga-, 4 UEFA-Cup-, drei Nationalmannschafts- (Bulgarien) und über 50 Zweitliga-Spiele. Keine ganz schlechte Karrie des Offensivmanns.

In seiner ersten Saison als verantwortlicher Cheftrainer führte Donkov Wacker Burghausen auf einen beachtlichen achten Platz. In der Hinrunde war man sogar noch 7. geworden, in der Rückrunde spielte man allerdings ’nur‘ noch auf unterem Mittelfeldniveau. Insbesondere die Heimstärke war das Faustpfand in einer ansprechenden Saison. 35 Punkte in 19 Heimspielen (Platz 7) standen nur 16 Punkte auf fremden Plätzen (Platz 17) gegenüber. Vier Niederlagen setzte es in den Heimspielen. Gegen Karlsruhe und Münster, aber auch gegen den VfB Stuttgart II und die Stuttgarter Kickers.

Dass Erfolg nicht immer gut tut, musste Wacker Burghausen im Sommer auf dem Transfermarkt erfahren, denn von den 12 meisteingesetzten Spielern und damit von den tragenden Säulen verließen gleich sieben den Verein (u.a. Vollath, Cinar und Thiel). Was den Verein vor die Aufgabe stellte, wieder einen neuen Kader zusammenzustellen. Mit besonderem Augenmerk auf Offensivgefahr, denn auch von den sechs Toptorschützen verließen gleich vier den Verein.

Insgesamt hat man sich in Burghausen den finanziellen Gegebenheiten entsprechend qualitativ eher sparsam verstärkt. Aus dem eigenen Nachwuchs kamen einige Spieler, die partiell auch zum Einsatz kommen. Etwas größeren Bekanntheitsgrad genossen allerdings die beiden Neuzugänge aus Unterhaching Thee und Drum, die in Mittelfeld und Abwehr sicherlich die Qualität erhöhen. Auch Jure Colak sollte die Qualität der Verteidigung erhöhen. Aufgrund seiner engagierten Art besonders auffällig ist der neue Torwart Stephan Loboué, der aus Trier kam. Und hierzulande ein Begriff dürfte noch Angelo Hauk sein, der als Offensivspieler vom Halleschen FC kam, dort aber in der vergangenen Saison in 22 Einsätzen torlos blieb und mehr oder minder abgeschoben wurde.

Nimmt man die letztjährigen Stützen wie den Kapitän Marco Holz, Alexander Eberelein oder Tobias Schröck, die allesamt offensiver oder defensiver in der zentralen Achse agieren, und noch einige andere Spieler dazu, hat man wieder ein ganz passables Drittligateam zusammen, das eigentlich in der Lage sein sollte, den Klassenerhalt zu schaffen. Wenn sie sich denn bald zu einem Team und dazu noch einen Stürmer finden. Denn Angelo Hauk agiert in Burghausen eher als Linksaußen und die Herren Simosis und Kulabas scheint Donkov aktuell nicht unbedingt als drittligatauglich zu empfinden. Sodass er zuletzt mit Kapitän Marco Holz sogar einen gelernten Sechser in die Spitze beorderte. Die Stürmersuche dürfte für den sicheren Klassenerhalt nicht unwesentlich sein..

Teil der Lösung der Offensivschwäche könnte einer sein, der eigenlich schon aussortiert war und gekündigt wurde, sich aber wieder zurück in die Mannschaft klagte und nun mit dem Verein eine Lösung fand, die ihn wieder zu einem vollwertigen Mannschafsmitglied zu verringerten Bezügen (von denen nun der neue Stürmer bezahlt werden soll) macht. Die Rede ist von Youssef Mokhtari, der inzwischen schon 34, aber immer noch ein individuell hochklassiger offensiver Mittelfeldspieler mit Unmengen an vor allem Zweitligaerfahrung ist. Man muss sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn man feststellt, dass Mokhtari sicherlich auch eine ordentliche Erstligakarriere hätte hinlegen können, wenn denn seine Einstellung auch erstklassig gewesen wäre.

Doch das alles ist letztlich auch egal, wenn Mokhtari einen Tag mit ein, zwei Geniestreichen erwischt. Und die hat er immer im Kasten. Die Frage ist, wie oft er als Spiellenker der alten Schule noch Lust hat, diese zu zeigen, nachdem ihn der Verein abservieren wollte. Sowieso ist aber in Bezug auf das RB-Spiel völlig unklar, ob Mokhtari daran teilnehmen wird, denn seit Ende März hat er genaugenommen nicht mehr mit der Mannschaft trainiert. Zuerst kam eine OP und dann die Kündigung und der Sommer. Erst seit dieser Woche ist er wieder dabei und dürfte weder die Fitness noch die Abstimmung mit seinen Nebenleuten haben, um 90 Minuten auf dem Platz zu stehen. Aber 20, 30 Minuten gegen Ende der Partie kann man sich sicherlich vorstellen. Und das reicht an manchen Tagen ja auch schon..

Letzlich ist die Partie für Wacker Burghausen bei allen Offensivproblemen nicht unwichtig. Denn bei einer weiteren Niederlage stünde man mit 0 Punkten aus drei Spielen schon arg tief im Tabellenkeller und von Anfang der Saison an unter dem besonderen Druck des Abstiegskampfs. Sodass man sicherlich einen Gastgeber erwarten kann, der in diesem Spiel unbedingt punkten will.

Zum Saisonauftakt in Münster war man von Punkten extrem weit entfernt und genaugenommen gegen das schnelle Spiel des Gastgebers mit dem Ball chancenlos. Gegen Duisburg wiederum hätte man einen Punkt mitnehmen können/ müssen, ließ sich hinten aber einen Standard einschenken und vorn traf man bei besten Gelegenheiten das Tor nicht (Stichwort fehlender Stürmer..). 0:5 Tore, 0 Punkte heißt entsprechend die depremierende Bilanz. Und wenn man sich nichts einfallen lässt, wie man die Torenull weg kriegt, wird man nicht viele Punkte sammeln.

[Update: Neusten Meldungen zufolge wird Burghausen Alessandro Ciarrocchi, Stürmer vom Schweizer Erstligisten AC Bellinzona (bzw. ist Bellinzona aktuell in die zweite Liga abgestiegen) verpflichten. Der hat dort seinen Vertrag wegen ausbleibenden Gehaltszahlungen aufgelöst. Letztes Jahr in 23 Erstliga-Spielen sechs Tore. Marktwert: 375.000 Euro. Vermutlich eine mehr als perfekte Besetzung für eine dringend zu schließende Kaderlücke. Dass er gegen RB Leipzig schon spielt, ist aber eher unwahrscheinlich. Vorher muss noch der Vertrag unterzeichnet werden und die Freigabe von der FIFA kommen. Mit einem fitten Mokhtari und Ciarrocchi wäre Burghausen offensiv sicherlich ziemlich gut besetzt.]

Auf RB Leipzig wartet trotzdem ein schwieriges Spiel gegen einen bereits angeschlagenen Gegner, der ungeachtet der Tore und Punkte und abgesehen vom Stürmer einige Qualität in der Mannschaft hat. Es wird eine spannende Frage sein, wie die RasenBallsportler dieser Aufgabe mental und auch spieltaktisch begegnen. Nicht mithelfen bei der Beantwortung der Frage wird jedenfalls Rechtsverteidiger Christian Müller, der nach seinem Zusammenprall mit Coltorti im Augsburg-Spiel verletzt ausfällt. Für ihn wird entweder Juri Judt oder Sebastian Heidinger auflaufen.

Gut denkbar wäre, dass Thiago Rockenbach wieder mithelfen darf. Zumal in einer Partie, in der dem Spiel mit dem Ball sicherlich eine wichtigere Rolle zukommt, als zuletzt gegen Augsburg und Münster. Jemanden, der den Pass in die Tiefe spielen kann, kann RB Leipzig in Burghausen sicherlich ganz gut gebrauchen. Für Rockenbach müsste dann Carsten Kammlott wieder auf die Bank weichen.

Mögliche Veränderungen betreffen auch die Innenverteidigung und das Mittelfeld. In der Abwehr könnte es den von Alexander Zorniger angedeuteten Einsatz von Tim Sebastian geben, der wenn dann vermutlich Tobias Willers und nicht Niklas Hoheneder ersetzt. Und im Mittelfeld, das von Zorniger nach dem Augsburg-Spiel besonders kritisiert wurde, könnten Fandrich oder Schulz weichen müssen (Kaiser ist aktuell alternativlos). Ernst, Röttger oder auch Morys stünden hier bereit. Insgesamt sollte man aber neben der verletzungsbedingten Veränderung auf der Rechstverteidigerposition nur eine, maximal zwei Änderungen erwarten. Die Grundidee heißt schließlich weiterhin Kaderkonstanz.

Auf dem Platz könnte das ganze dann so aussehen:

  • Wacker Burghausen: Loboué – Burkhard (Moser), Eberlein, Taffertshofer (Colak) – Holz, Schröck – Thee, Burkhardt, Hauk – Kulabas
  • RB Leipzig: Coltorti – Judt (Heidinger), Hoheneder, Sebastian (Willers), Jung – Fandrich, Kaiser, Schulz – Rockenbach – Poulsen, Frahn

Die RasenBallsportler erwartet in Burghausen ein Publikum, das die Heimmannschaft im Kampf gegen den Favoriten (und natürlich auch ein bisschen gegen Red Bull) von Anfang an antreiben wird. Je nachdem, in welche Richtung das Momentum des Spiels ausschlägt, könnte das die Heimelf tragen oder auch nicht. Wie eingangs schon erwähnt, die entscheidende Frage wird sein, wie weit RB Leipzig in der Entwicklung weg von einer sehr guten Regionalligamannschaft hin zu einer guten bis sehr guten Drittligamannschaft schon ist, dass man in dieser Art des Drittligaalltags fernab eines Spitzenspiels seine Qualitäten ausspielen und auf den Platz bringen und zum Schluss vielleicht sogar drei Punkte mitnehmen kann. Man wird für jeden einzelnen Punkt in jedem Fall sehr viel investieren müssen. Investiert man nicht, dann setzt es auch schnell mal die erste Niederlage in einem Ligaspiel unter Zorniger.

Fazit: Rein von den Formationen her sollte RB Leipzig in dieser Partie Favorit sein. Sportlich gesehen sollten die Offensivprobleme der Oberbayern dem Gast auch noch in die Karten spielen. Von den Fußballplattitüden her wird es aber ein heißes Spiel, weil ein angeschlagener, sowieso heimstarker und auf den meisten Positionen gut besetzter Gegner mit ordentlicher Zuschauerunterstützung ziemlich gefährlich ist. Auf RB-Seite steht einerseits die Frage, wo man leistungstechnisch gerade steht und ob man nicht mit dem unterschwelligen Gefühl nach Burghausen fährt, nur gegen den Tabellenletzten anzutreten. Interessante Partie für den weiteren Saisonverlauf. Was letztlich beide Vereine betrifft.

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Wacker Burghausen nicht vor Ort verfolgen kann und am 10.08., ab 14.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und das Fanradio oder schaue beim Livestream des Bayerischen Rundfunk [broken Link] vorbei.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Wacker Burghausen

  • noch keine

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel Wacker Burghausen vs. RB Leipzig mit Alexander Zorniger und Fabio Coltorti.

10.59

In diesem Sinne wünsche ich allseits eine schöne Restwoche und einen schönen Ausflug nach Burghausen oder einen schönen und erfolgreichen Nachmittag vor Livestream, Ticker oder was auch immer.

10.58

10.55

Ist schon wieder zu Ende. Noch ein, zwei Ego-Momente eines zurückgekehrten Lokaljournalisten und ein paar Frotzeleien mit Alexander Zorniger und dann ist schon wieder Schluss.

Wenn ich das mal so frei interpretieren darf, dann wünscht sich Zorniger mehr Drittligafokus und -euphorie. Ihm scheint es viel Spaß zu machen, er sieht aber auch offenbar, dass die Mannschaft noch dabei ist, in der Breite des Kaders den Sprung in die höhere Liga zu machen.

10.53

Zorniger zu Burghausen: “Nicht optimal in die Runde gestartet. Junge Mannschaft. Gegen Preußen chancenlos, gegen Duisburg haben sie sich anders präsentiert. Hatten einige sehr gute Chancen. Ist eine Mannschaft, die über das Fighten und die Kompaktheit kommt. Wird eine interessante Aufgabe. Drittligaerfahrene Mannschaft. Man hat ja letzte Woche im Pokal gesehen, wie stark die dritte Liga ist. Unglaublich ausgeglichene Liga. Müssen im Vergleich zu den ersten beiden Spielen weiter am Defensivverhalten arbeiten (Kompaktheit, Nachschieben).”

Es fehle in Zwei-gegen-Eins-Überzahlsituationen bei der Balleroberung noch was. “Da bleiben wir zu passiv.” Auch in Unterzahlsituationen müsse man den Mut haben, in den Zweikampf zur Balleroberung zu gehen und nicht zurückzustecken.

Die erste Niederlage mit RB habe nicht viel geändert. Man habe einfach weitertrainiert.

Wieder mal Systemfragen. Diesmal kam die Frage nach einer Verteidigungsdreierkette. Sei für Zorniger überhaupt keine Option, da man dies nicht drin hat und man nur wegen des Gegners nicht auf etwas zurück greift, was man nicht könne. Die Systeme, die man habe, reichen.

Wer statt Müller spielt, ist noch nicht klar. Judt oder Heidinger seien die Optionen.

Moukhtari sei ein guter Kicker, aber er habe in den letzten Monaten nicht gespielt. Wenn er drin ist, wird man auf seine Standards aufpassen müssen.

Rockenbach war in der Trainingswoche ok. Er nehme die Herausforderung an. “Gibt mal mehr, mal weniger Gas.” Sei er nicht der Typ für dauerhaft Gas zu geben. Sei im Kader weiterhin der beste Zehner, aber “er muss es auch auf den Platz bringen.” “Haben viele Spieler, die es richtig können, aber sie müssen es auf dem Platz bringen.” In der dritten Liga sei entscheidend, dass keine Spieler nach hinten abfallen und nicht mehr, wie noch in der Regionalliga, dass ein, zwei Spieler herausragen.

Luge entwickle sich gut.

Verweist darauf, dass auch Burghausen, wie die ganze dritte Liga eine großartige Aufgabe sei. Letztes Jahr hätte man sich ein solches Spiel noch enorm gewünscht. Bezieht sich darauf, dass das Spiel im Umfeld als Tagesgeschäft gesehen wird.

Coltortis Vertragsverlängerung sei von allen gewollt worden. Zorniger habe sich sehr gefreut, dass die Initiative von Coltorti ausging. “Man hat das Gefühl, er ist immer bei 100%. Das zeichnet ihn aus.” Habe den Respekt aller Spieler und des Trainerteams. “Wenn er von RB-Familie spricht, dann kann man ihm das glauben.”

10.37

Fabio Coltorti zu Augsburg und Burghausen: “Wir hatten uns im Pokal viel vorgenommen. Augsburg war sehr clever. War schwierig nach dem Rückstand zurückzukommen. Haben uns auf Burghausen gut vorbereitet, um erfolgreich sein zu können.”

Augsburg: “Die ersten drei Eckbälle waren sehr gefährlich. Eine nicht ausreichende Defensivleistung bei Standards. Wenn es länger 0:0 steht, dann hätten wir es offener gestalten können. Im taktischen Verhalten und Zweikampfverhalten gibt es Verbesserungspotenziel.”

Standardsituationen seien jede Woche Thema. Diese Woche noch mal ein bisschen spezieller..

Eine Niederlage gegen einen Bundesligisten sei kein Beinbruch, auch wenn man gewinnen wollte. Man orientiere sich nicht so sehr am Ergebnis, sondern an der Leistung. Das Augsburg-Spiel habe dahingehend die Fehler aufgedeckt.

Zu Burghausen: Die Bilanz nach zwei Spielen (0 Punkte) sei noch nicht aussagekräftig. “Wenn wir unser Spiel aufziehen können, dann haben wir gute Chancen mindestens einen Punkt mitzunehmen. Aber es wird keine einfache Aufgabe.”

Zur Vertragsverlängerung: “Bin froh, weitere drei Jahre in Leipzig bleiben zu können. Habe mich im ersten Jahr sehr wohl gefühlt. War ein optimales Jahr. Möchte meine Energie und Können zur Verfügung stellen, um unsere Ziele zu erreichen.” Die Initiative kam von Coltorti selbst, die Gespräche gingen dann relativ schnell. Ein Karriereende in Leipzig sei denkbar, aber im Fußball gehe es auch manchmal schnell.

Familie wird  nicht dauerhaft nach Leipzig kommen. Tochter bleibt in Spanien (in der Schule), genau wie die Frau.

10.27

So dann, gleich Fabio Coltorti und Alexander Zorniger.

10.25

Wenn man die Fahrt nach Burghausen mitmacht, hat man übrigens schon ein Drittel der Wegstrecke für die Bronzemedaille im Fahrtenbuch von RB Leipzig gesammelt. 500 km sind durchaus ordentlich und gehören zu den längeren Fahrtstrecken in dieser Saison. Es werden wohl auch nur etwa 200 Anhänger den Weg auf sich nehmen (Stichwort Euphorie..).

10.19

Dass Fabio Coltorti heute bei der Pressekonferenz erscheint, könnte man ja als Zeichen deuten, dass es in Burghausen eher um das Verhindern von Toren geht. Wäre natürlich etwas überzogen interpretiert..

10.17

Burghausen also. Nimmt man die öffentliche Aufmerksamkeit für das Spiel als Maßstab, entfacht die Begegnung nicht gerade ungeahnte Euphorie. Schade eigentlich..

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