Regionalliga: RB Leipzig vs. Lok Leipzig 0:0

Der nächste Schritt im Saisonfinale brachte das Highlightspiel gegen den lokalen Nachbarn. Und auch wenn das 0:0 nicht danach klingt, hatte das Spiel ziemlich viel von dem, was man sich von so einem Spiel wünschen kann. Extrem hohe Intensität, viele Zweikämpfe, lautstarkes Publikum, Torraumszenen. Ein Kutschke- oder ein Kaiser-Tor kurz vor Schluss hätte dem Spiel noch gut getan, aber das ist wohl auch eine sehr subjektive Wahrnehmung.

Schon vor dem Spiel war klar, dass Fabio Coltorti und Juri Judt erneut ausfallen würden. Sodass dieselbe Formation wie gegen Cottbus auf den Platz lief. Also Paul Schinke auf links verteidigen durfte. Und Benjamin Bellot im Tor stand. In Cottbus hatte Bellot noch unsicher gewirkt, sodass man gespannt sein durfte, wie er sich in einem solchen Spiel mit 20.000 Zuschauern machen würde. Insgesamt gesehen gut, kann man guten Gewissens behaupten. In der Präsenz bei der Strafraumbeherrschung ist Bellot natürlich weit von einem Coltorti entfernt, aber gegen Lok fischte er weg, was wegzufischen war, inklusive der größten Lok-Chance im Spiel nach einem Surma-Kopfball und in der Spieleröffnung per Fuß (schnelle Abschläge) ist er sowieso ziemlich klasse. Insgesamt wirkte Bellot ziemlich sicher und dass auf seiner Seite die Null stand, ist dem jungen Keeper sehr zu gönnen.

Vor dem Spiel hatte sich der spezielle Kick, dass RB Leipzig ausgerechnet gegen Lok die Meisterschaft klarmachen kann, aufgrund der Niederlage von Carl Zeiss Jena beim Berliner AK in Luft aufgelöst, sodass zumindest diesbezüglich die Brisanz fehlte. Wer nun aber gedacht hätte, die RasenBallsportler würden getragen von der Meisterschaft, respektive dem Erreichen der Relegation und getragen von den letzten beiden klaren Siegen gegen Magdeburg und in Cottbus die Lok einfach überrennen, sah sich recht schnell getäuscht. Denn die ‚Gäste‘ kamen sehr viel besser in die Partie und kauften RB gerade bei den zweiten Bällen ein wenig den Schneid ab.

Was Lok da in Halbzeit 1 auf den Platz brachte, hatte mit der Leistung im Hinspiel fast gar nichts mehr zu tun, denn mit viel Einsatz und Druck auf den Ball versuchten sie sich darin, den Ball sehr hoch zu erkämpfen und ließen dem Spiel von RB dadurch keinen Raum. Erstaunlich dabei, wie schwer es den RasenBallsportlern fiel, sich aus dem Druck auf den Ball zu befreien und die Situationen durch den Einsatz spielerischer Mittel aufzulösen. In Sachen Geschwindigkeit und Genauigkeit blieb da viel Luft nach oben, sodass der Underdog schnell im Spiel drin war und den Flow bekam, den man als Underdog in so einem Spiel wohl braucht.

Eine zentrale Rolle im Spiel von Lok hatte Steve Rolleder, der im Sturmzentrum immer wieder hohe Anspielstation war und dort in Hälfte 1 erstaunlicherweise gefühlt 80% der Kopfballduelle vor allem gegen Hoheneder gewann, sodass Lok immer wieder auf den zweiten Ball gehen konnte und in aussichtsreicher Position in Strafraumnähe an den Ball kam. Daraus entstanden nun nicht gerade sehr viele gute Torchancen, aber insgesamt führte diese zu einem Spiel, wie es RB beispielsweise in Zwickau letztes Jahr auch hatte. Viele Kopfballzweiämpfe, auch im Mittelfeld, wo RB nicht unbedingt Robustheit und Größe hat, um diese Duelle immer mit letzter Zufriedenheit zu lösen.

Es brauchte 20, 30 Minuten bis RB langsam ins Spiel fand und sich dem Zugriff des Gastes entziehen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war die bitterste Szene des Spiels schon vorbei, denn Daniel Frahn hatte sich in der 14.Minute bei einem Zweikampf das Knie verdreht und musste kurze Zeit später runter. Irgendeine Bänderverletzung wurde anschließend diagnostiziert. Für die genaue Diagnose wird es noch ein bisschen brauchen, aber die Gefahr steht im Raum, dass Frahn für die Relegationsspiele ausfällt, auch wenn Alexander Zorniger nach dem Spiel die Wunderqualitäten seiner medizinischen Abteilung beschwor und – überspitzt – der Meinung war, Frahn würde selbst dann in der Relegation auflaufen können, wenn er einen Kreuzbandriss hätte. Ein vorzeitiges Saisonaus für den Kapitän wäre natürlich bitter und wie man auch im Spiel gegen Lok gesehen hat, schwer zu verkraften, aber auch dann müsste die Saison weitergehen und müssten andere in die Bresche springen. Aber hoffen wir mal das beste und dass Frahn bald wieder zurück ist.

In allen Fußballlagen bis in die Haarspitzen motiviert - Stefan Kutschke in seiner Lieblingskampfrolle | GEPA-Pictures - Sven Sonntag

Davon abgesehen hätte RB auch in der schwächeren ersten Hälfte bereits in Fühurng gehen können. Bastian Schulz hat nach knapp 20 Minuten eine große Schusschance. Kutschke und Rockenbach scheitern bei weiteren Gelegenheiten knapp. Auf der Gegenseite hat Lok kurz vor der Halbzeit die eigentlich einzige große Chance des Spiels, als Surma einen Freistoß per Kopf aufs Tor verlängert und sich Bellot strecken muss. Aber insgesamt entsprach das 0:0 wohl ziemlich genau dem, was sich da auf dem Platz abgespielt hatte. Lok mit dem besseren Druck auf den Ball, RB mit der etwas feineren Klinge und chancenmäßig ungefähr Gleichstand.

Die zweite Halbzeit war dann ein komplett anderes Spiel, denn ab der 46. Minute agierten eigentlich nur noch die RasenBallsportler, während Lok mehr und mehr die Puste auszugehen schien. Im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten agierten Blau-Gelben auch nicht mehr mit dem enormen Druck auf den Ball, sondern verteidigten wesentlich tiefer und nun vor allem den eigenen Strafraum. Das machten sie zwar mit viel Kampf und allem, was sie in dieses Spiel hineinzuwerfen hatten, aber nicht immer erfolgreich. Sodass RB im Laufe der zweiten Halbzeit eine ganze Handvoll gute bis sehr gute Einschussmöglichkeiten und im Ansatz gefährliche Überzahlsituationen hatte. Rockenbach kurz nach der Pause und Kutschke und Kaiser kurz vor Schluss hatten die klarsten Gelegenheiten auf dem Fuß bzw. Kopf, scheiterten aber entweder an sich, dem Gebälk oder Ex-RB-Keeper Gäng.

Begünstigt wurde die überlegene zweite Hälfte von der Hinausstellung des Lok-Verteidigers Kevin Kittler, der nach einer reichlichen Stunde offenbar nach einer ungünstigen Bemerkung gegenüber dem Schiedsrichter duschen gehen durfte bzw. musste. Was zwar nach entsprechenden Umstellungen nicht dazu führte, dass Lok weniger Verteidiger am Strafraum aufbaute, was aber dazu führte, dass nach vorne hin nun fast gar nichts mehr ging.

Dass RB Leipzig in dieser zweiten Halbzeit nicht den naheliegenden Führungstreffer erzielte, lag einerseits an einer suboptimalen Chancenverwertung und andererseits daran, dass vieles auch in dieser Phase zu ungenau gespielt wurde, sodass man auf Lok-Seite immer wieder die Chance hatte, in die Bälle zu spritzen und zu klären. Trotzdem passierte es im Spielverlauf immer häufiger, dass man aufgrund der nachlassenden Physis zu spät kam und selbst Kutschke mit Ball schneller war als der durchschnittliche Lok-Abwehrspieler.

Faktisch wäre der Führungs- und dann wohl gleichzeitig auch Siegtreffer anhand der Chancenverteilung mehr als verdient gewesen. Und dies trotz der Tatsache, dass RB Leipzig aus vielen guten Ansätzen eigentlich noch viel zu wenige Chancen erspielte. Doch aus irgendeinem Grund war die Punkteteilung gefühlt auch wiederum ok. Denn (mal abgesehen vom Showtalent Gäng, der sich in der Nachspielzeit zwei Mal theatralisch auf den freien und unbedrängten Ball warf, vermutlich um Sekunden zu schinden) die durchaus beeindruckende Energie, die Lok noch in das Spiel investierte als sie schon lange keine mehr zu haben schienen und mit der sie sich bis zum Ende in jeden Angriff warfen, hatte auch irgendwie einen Punkt verdient.

Man sah es Marco Rose, dem engagierten und sympathischen Coach von Lok nach dem Spiel an, wie viel Energie er in die Partie gesteckt hatte und wie ihn der Kampf mitgnommen und ‚geflashed‘ hatte. Und genau in diesem Anblick manifestierte sich ein wenig die Idee davon, dass der eine Punkt, den der Außenseiter da aufgrund der zweiten Halbzeit glücklich mitgenommen hatte, quasi eine Art Aufwandsentschädigung war.

Fazit: In Sachen Intensität und Aufregung war dieses sportlich leicht wertlose Duell zwischen RB und Lok Leipzig ein großes Spiel. Und auch ein guter Vorgeschmack auf das, was die RasenBallsportler im Sachsenpokal-Finale nächste Woche gegen Chemnitz und später dann in der Relegation erwarten dürfte. Dass es letztlich für RB nicht zum Sieg reichte, lag an der Ungenauigkeit im Spiel mit dem Ball genauso wie an der Chancenverwertung, von der Stefan Kutschke nach dem Spiel ziemlich angefressen war. Aber letztlich können mit dieser Punkteteilung trotz Rivalität wohl alle Beteiligten ganz gut leben.

Randbemerkung 1: Solch intensive Spiele, wie das zwischen RB und Lok bringen auch eine erhöhte Anzahl von Zweiämpfen und Fouls mit sich. Und bei allen Nickligkeiten und allem beherzten Einsteigen muss man auch festhalten, dass es nie brutal wurde. Klar, dass Lok öfters in Situationen kam (gerade gegen Ende des Spiels), in denen sie sich nur noch mit verwarnungswürdigen Fouls zu helfen wussten, aber man hatte nie den Eindruck, dass hier die Grenzen des guten Rivalen-Geschmack überschritten werden. Dass mit Daniel Frahn, Paul Schinke und Christian Müller (der die letzten 10 Minuten nur noch humpelte, aber nicht mehr ausgewechselt werden konnte und dadurch ein wenig zum Sicherheitsrisiko wurde) gleich drei RasenBallsportler etwas erheblicher lädiert vom Platz gingen, war schlicht Verkettung unglücklicher Umstände. Frahns Verletzung hatte beispielsweise mit einem Foulspiel gar nichts zu tun. Insgesamt alles im Rahmen eines umkämpften Spiels würde ich behaupten.

Randbemerkung 2: Nachdem vor dem Spiel ja bereits Vorverkaufszahlen von 16.000 verkündet worden waren, konnte man damit rechnen, dass letztlich mindestens 20.000 Zuschauer den Weg in die Red Bull Arena finden würden. 20.348 wurden es schließlich den offiziellen Angaben zufolge. Erstaunlich für mich nur, dass in den Lok-Sektoren C und D weniger als halb so viele Fans zusammenfunden wie noch beim Hinspiel. Das hätte ich in dem deutlichen Zusammenschrumpfen nicht erwartet. Man hatte sich deswegen sogar dazu entschlossen vom Unterrang von Sektor C nur einen kleinen Teil zu öffnen. Letztlich könnte man schätzen, dass in den Lok-Sektoren reichlich 5.000 Leute waren, vielleicht auch 6.000. Nimmt man noch die dazu, die sich für Sektor A entschieden, dann kommt man letztlich auf maximal 7.000 ‚Gäste’anhänger, wo es letzten September noch circa 13.000 waren. Ganz schöner Schwund. Nimmt man diese Schätzungen als Basis waren in Sektor A und B derweil genauso viele Zuschauer wie beim Hinspiel. Ehrlich, so richtig erklären kann ich mir das nicht. Höchstens mit der alten Theorie, dass viele Lok-Anhänger inzwischen im ganzen Bundesgebiet verstreut wohnen und ein Spiel an einem recht frühen Mittwochabend schlicht nicht realisieren können.

Randbemerkung 3: Trotz der quantitativen Unterlegenheit ging das Gesangsduell zumindest lautstärketechnisch an die blau-gelbe Kurve (inhaltlich gibts dann schnell ordentliche Abzüge, wenn man an „Tod und Hass dem RBL“ oder „Wenn wir wollen, schlagen wir euch tot“, was von einem Teil der Kurve intoniert wurde, denkt) . Beim Hinspiel hatte ich das Sangesduell noch wesentlich ausgeglichener in Erinnerung, aber das kann damals auch am Spielergebnis gelegen haben. Trotzdem hatte man von Sektor A aus im völligen Gegensatz zum Magdeburg-Spiel das Gefühl, dass die ganze RB-Seite mit angezogener Handbremse agiert. Ob es an den vielen Zuschauern lag, die erstmalig bei RB waren oder seltener kommen oder an den vielerorts gerüchteweise erwähnten kleineren Freikartenkontingenten, ist schwer einzuschätzen. Aber man hatte mal wieder das Gefühl, dass Masse nicht immer gleichbedeutend ist mit einem leichter überspringenden Funken. Bin diesbezüglich schon gespannt auf das Sachsenpokal-Finale gegen Chemnitz. Beim letzten Aufeinandertreffen im selben Wettbewerb im Finale vor zwei Jahren sprang vergleichsweise viel Funkten über..

Randbemerkung 4: Vor dem Spiel wieder der Wettkampf der Choreographien. Bilde sich da jeder selbst ein Urteil. Ich fand beide Geschichten in ihren ganz unterschiedlichen Ausführungen recht gelungen. Auch wenn die Lok-Blockfahne im Sektor A aufgrund der Sonne eigentlich nicht zu sehen war. RB-Choreo [broken Link]. Lok-Choreo [broken Link].

Randbemerkung 5: Neben der Choreos wurden beidseitig auch diverse Spruchbänder gezeigt. Wobei ich die auf Lok-Seite nicht wirklich mitgekriegt habe. Von der RB-Seite gibt es ein paar der Tapeten in dieser Fotogalerie [broken Link]. Sehr schick fand ich ja den Spruch „Ihr habt unser Banner – wir eure Fans“. Auch ein bisschen witzig fand ich, dass in diesem Spiel auch mir eine Tapete mit dem Titel „Trompeter statt Blogger“ gewidmet wurde (auch wenn hinsichtlich des Marketingeffekts noch ein rotebrause vor dem Blogger gut getan hätte). Eine Replik auf einen meiner Texte kürzlich, in dem ich mich als Verweigerer des Trompeten-Signals mit anschließendem Attacke-Ruf outete. Ein Artikel, der gemischte und oft auch sehr emotional gefärbte Reaktionen zur Folge hatte und insbesondere bei der organisierteren Fanszene Unmut hervorrief. Ohne da noch mal ins Detail gehen zu wollen, fand ich das Banner eine eher gelungene Sache, weil ich Meinungsäußerung (mal abgesehen vom einen oder anderen inhaltlichen Dissenz) eigentlich ganz grundsätzlich eine gelunge Sache finde. Wobei es mich doch erstaunte, dass diesem Thema eine derartige Wichtigkeit zugeschrieben wurde, dass man es in diesem Rahmen meinte präsentieren zu müssen. Zumal es meinerseits nie gegen den Trompeter als solchen oder gegen sein Blasinstrument ging, sondern nur um eine ganz bestimmte Kombination von Trompetensignal und Attacke-Ruf, also quasi einen Part aus seinem Gesamtwerk. Von daher hätte man aus dem „Trompeter statt Blogger“ auch gut ein „Trompeter und Blogger“ machen können. 😉 Aber hey, man will nicht meckern und eine eigene Tapete ist eine eigene Tapete und wenn ich einen Wunsch frei habe, dann wünsche ich mir zum nächsten Bloggeburtstag einen Abzug des Bildes in groß und gerahmt auf dem Bloggergeburtstagstisch..

Randbemerkung 6: Wenig witzig die Nachricht, dass zwei Polizisten, die auf dem Weg zur Absicherung des RB-Lok-Spiels waren, bei einem Unfall auf der Autobahn starben. Was Alexander Zorniger auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zu der Bemerkung brachte, dass er eigentlich gerade nicht so gern von einem Fußballfest reden mag, weil die beiden nur deswegen unterwegs waren, weil im Umfeld von Fußballspielen Leute rumrennen, die Polizei nötig machen. Auch ohne dieses leichte Denken um die Ecke an dieser Stelle mein Beileid an die Angehörigen.

Lichtblicke:

  • Stefan Kutschke: Mal wieder und wer sonst. Der war wahrscheinlich schon seit Tagen heiß auf dieses Spiel und schmiss sich von der ersten bis zur letzten Minute voll in den Kampf. Wie man es ja auch von ihm kennt. Und was ihm einige ‚Sympathie‘-Bekundungen der Lok-Fans einbrachte. Was mich persönlich in letzter Zeit tatsächlich erstaunt, ist dass Kutschke neben seinen bekannten körperlichen Qualitäten auch insgesamt zu einem kompletteren Stürmer geworden zu sein scheint. Sprich, auch immer wieder auf die Flügel ausweicht und dort auch Bälle sichert und Gefahr kreiert. Gegen Lok war er jedenfalls permanent und überall unterwegs und der auffälligste Spieler auf dem Platz. Zur Krönung fehlte eigentlich nur noch das Tor, über dessen Ausbleiben er sich noch weit nach dem Spiel ärgerte und das zu erzielen er ein paar ganz gute Gelegenheiten hatte (auch weil er nach Frahns Auswechslung alleiniger Kopfballspieler im Sturm war). Wie schon nach dem Spiel gegen Magdeburg gesagt. In der aktuellen Form ist der Abgang Kutschkes im Sommer ein echter Verlust. Bis dahin darf er gern auf diesem Niveau weiteragieren. Vor allem auch in der Relegation..

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Tore: —

Gelb-Rot: Kittler (66./ Foul, Schiedsrichterbeleidigung)

Aufstellung: Bellot – Müller, Hoheneder, Franke, Schinke (67. Heidinger) – Fandrich, Schulz (73. Röttger), Kaiser, Rockenbach – Kutschke, Frahn (21. Morys)

Zuschauer: 20.348 (davon 6.000 bis 7.000 Gästefans)

Links: RBL-Bericht [broken Link], RBL-Liveticker [broken Link], RB-Fans-Bericht, MDR-Bericht [broken Link], Lok-Bericht [broken Link]

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Bild: © GEPA pictures/ Sven Sonntag

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19 Gedanken zu „Regionalliga: RB Leipzig vs. Lok Leipzig 0:0“

  1. Danke für die sehr gute Analyse.
    Meine Gefühle nach so einem Derby: 0 Tore, 0 Böller/ Bengalos, 0 Gewalt .
    Danke an alle Anwesenden! Beide Vereine haben eine Vielzahl an Sympathiepunkten gesammelt. Irgendwie wird mir so ein Derby fehlen. Ich hoffe man sieht sich mit den Lokis wieder, aber nur im Pokal.;-)
    Ansonsten finde ich solche Tapetensprüche sehr amüsant. Danke an alle Fotografen, die dies für die „Geschichtsbücher“ festgehalten haben.

  2. Banner gegen unseren besten Blogger, sinnfreie Kommentare bei facebook zur Stimmung im Fanblock. Da werden schon Block und Reihe genannt, wo die Stimmung unzureichend ist. Wir wollen noch die Platznummer. :)) Muss ich mir Sorgen machen?

    Das 0:0 war am Ende leistungsgerecht, trotz Übergewicht RB. LOK hat gut gekämpft.

    1. Sorry, da habe ich wohl was falsch interpretiert im ersten Eindruck nach dem Spiel.

  3. wie lustig ist das denn… als ich gestern deinen tweet gelesen hatte – dachte ich …
    nicht “Trompeter statt Blogger” sondern “Trompeter und Blogger” wäre cool gewesen.

    ansonsten zum spiel: hoheneder war irgendwie von der rolle. fandrich mit guten ideen, aber schlechter ausführung. morys versteh ich niemals. aber ggf. hat er jetzt die chance „zu müssen“ und dann auch mal was geniales zu machen. mü wie immer genial.

  4. Lok hat sich den Punkt redlich verdient und RB kann es verschmerzen. Ich fand einige der Fouls allerdings schon über der Grenze. Aber Du hast sicher recht, die Fouls entstanden oft aus der Intensität des Spiel und waren nicht auf Verletzungen des Gegners ausgerichtet. Danke für den schönen Bericht und auch an die Fotografin.

  5. @rotebrauseblogger
    Wenn man offenbar so überhaupt keine Ahnung von Fussball hat wie Du sollte man sich vielleicht mal beim Spiel hinter Block 12-13 stellen und aufmerksam lauschen was dort zu dem was gerade auf dem Platz passiert gesprochen wird. Da könnte Personen wie Dir „ein Licht nach dem anderen“ aufgehen. Dass auch nach dem Spiel noch in der Masse lautstark von einem Schei?-Spiel geplärrt(?) wird bestätigt zusätzlich meine Überzeugung dass die breite Masse genauso wie ich ein „schwaches Spiel“ gesehen hat.

    1. Vielleicht sollte man über Block 12 und 13 auch mal überlegen, ob man bei der richtigen Sportart ist. Und hey, manchmal macht hier im Blog einfach der Ton die Musik. Auch beim kommentieren..

    2. @janko…
      wer sich hinter Block 12 / 13 stellt und glaubt, dort regiert die allgemeine Fan-Meinung, kommt wohl eher selten in die RB Arena… Meist ist es dort nämlich Besucherzahl bedingt eher stiller…..

      Die meisten der „Bundestrainer“ in diesen Blöcken kennen weder unsere Spielernamen, noch haben sie Ahnung von m o d e r n e m Fussball – deshalb suchen Sie immernoch den Libero und wundern sich, wenn eine Seite zeitweise komplett unbesetzt ist…. 😉

      Lass mich raten, es war eine Freikarte die dich in die Arena geführt hat…..
      Unsere U23 hast du wann zum letzten Mal live spielen gesehen?

  6. Die Leistung von Lok fand ich auch enttäuschend.
    Ich habe in der Hinrunde ein HeimSpiel von Lok gesehen bei dem die Mannschaft deutlich(!) besser gespielt hat. Damals hat man vor allem in der zweiten Halbzeit versucht mit schnellen Kontern zum Torerfolg zu kommen. Beim Spiel gestern war aus meiner Sicht die Torgefahr von Lok nahe NULL. RBL dagegen wirkte un-motiviert bis desinteressiert. Brutal wie ich bin lege ich jetzt mal noch Einen drauf: Die 2. Mannschaft von RBL hätte gestern gegen Lok gewonnen! Ich denke ich kann das richtig beurteilen.

    1. Weil du so viele Spiele von RB 2 gesehen hast?
      Lok hat es geschafft mit körperbetontem Spiel unserem Mittelfeld die Spielfreude zu nehmen – im Prinzip genau richtig. Das bei den Kontern dann trotzdem Schluss war, sagt etwas über unsere Abwehr und die schwache Lokoffensive aus, wie das dann gegen spielstarke Mannschaften ausschaut, werden wir ja gegen den CFC sehen. Spielerisch war es nicht besonders – klar, aber eben weil wir keine große Veranlassung hatten und Lok mit viel Kampf dagegen gehalten hat.

    1. @janko:
      Falsch geraten – klang so…
      05.05.2013 – sorry, dann hab ich dich nicht gesehen…
      moderner Fussball sieht anders aus! – hab nix von gestern geschrieben…

  7. Vor 2 Jahren hat man mich aus dem RB-Fan Forum geschmissen, wahrscheinlich weil ich mich gegen diese ganze Schönfärberei gestellt habe. Heute darf dort offenbar die Leistung der Mannschaft, und die einzelner Spieler, viel kritischer bewertet werden als damals. Interessant was man dort für Meinungen zum Derby gestern lesen kann:

    „hat heute jemand von euch das konsequente Pressing und das hochgelobte Spiel ohne Ball gesehen, ich nich!!“
    „80% der Manschaft hatt heute die nötige Laufbereitschaft vermissen lassen“
    „Unser Spielaufbau leider viel zu lasch und ungenau, geprägt von Fehlpässen“
    „Sonst fehlte neben dem letzten Willen im Kampf um/gegen den Ball auch die Präzision beim Passspiel.“
    „spätestens nach der Roten hätten wir aus dem Überzahlspiel mehr machen MÜSSEN.“
    „wofür bezahlen wir Rockenbach eigentlich“
    „Theoretisch könnte man in den verbleibenden Ligaspielen sogar mal unseren Jugend Stürmern die Chance geben sofern die U23 gerade nicht gefährdet ist.“

    1. @ janko Ich bin schon immer eher kritisch. Aber das Spiel gegen LOK fand ich spielerisch i.O. Erst mal war die Meisterschaft entschieden. Zweitens, nicht vergessen, wir sind immer noch in der Liga 4. Da darf man keine CL Qualitäten erwarten. RB hat immer wieder schöne Spielzüge gezeigt. Hätte ein Tor gemacht, wären alle zufrieden sein.

  8. Leider konnte ich krankheitsbedingt das Spiel nur im MDR Stream sehen und kann deshalb auf diverse Feinheiten nur aus 2. Hand eingehen. Die spielerische Härte fand ich aus TV Sicht ok, im Hinspiel ging RB auch mit etwas forschen Mitteln zugange, nur sind die Profis etwas abgeklärter. Wenn ein Amateur die üblichen Tricks nachzuahmen versucht, sieht es nicht nur unglücklich aus…
    An der Zuschauerabschätzung kann ich mich mangels Teilnahme nicht beteiligen, bezweifle aber sehr das der Block C Ad-Hoc auf die nötige Fanzahl begrenzt wurde – schon beim ursprünglich angedachten Termin wurde durch Fotos belegt das LOK lediglich ein kleiner Teil zugestanden werden sollte. Das ist einerseits verständlich angesichts der letzten Zuschauerzahlen gegen Jena und MD, andererseits ist es meiner Meinung nach eines Derbys unwürdig, nicht das gesamte Stadion zu öffnen. Dann bitte doch beim (hoffentlich 😉 nächsten Spiel klares Gast/Heimkontigent.
    PS: Stimmt es wirklich das der Lok Fanshop Stand und ein Plakat der Mannschaft gegen Gewalt kurzerhand verboten wurden?

  9. @interpreter Zum PS kann ich nichts sagen. Die Gewalt-Plakat-Geschichte klingt aber dermaßen unglaubwürdig, dass ich sie ehrlich gesagt für irrelevant halte. Da ich mich aber dazu nicht in die Untiefen des Netzes begeben habe, kenne ich den Hintergrund des Gerüchts auch nicht.

    Das mit dem Gast/Heimkontingent verstehe ich nicht. Die Begrenzung von C führte ja nicht dazu, dass Lok-Fans da nicht reingekommen sind. Weil voll war der offene Teil ja nicht (und der Oberrang war zusätzlich geöffnet). Geht es dir nur darum, dass es nicht in Ordnung ist, dass die Lok-Anhänger sich nicht selbstgewählt auch auf Höhe Mittellinie setzen konnten? (Stimmungstechnisch tat es ihnen jedenfalls gut, dass sie so eng beieinander waren..)

    1. @rotebrauseblogger: „Geht es dir nur darum, dass es nicht in Ordnung ist, dass die Lok-Anhänger sich nicht selbstgewählt auch auf Höhe Mittellinie setzen konnten?“
      Korrekt, wenn man genau so viel wie auf der anderen Seite bezahlt und genug Platz ist dann würde ich mich jederzeit, wie bei meinen bisherigen Besuchen, mittig plazieren. Rein formal mag das alles vertretbar sein, bis jetzt wurde allerdings bei den Stadtduellen immer die Möglichkeit geboten eine gute Sicht zu ergattern. Und solange die Schüssel nicht vollends in privater Hand ist wäre es einfach nett sie auf den besten Plätzen zu geniessen 😉
      Die Anti Gewalt Plakat Geschichte klang für mich nicht völlig unglaubwürdig, da die Geschichte nicht von irgendwelchen „Einmalpostern“ kurz im Lok Forum angeschnitten wurde, so wie auch die Info mit dem Fanstand. Bevor irgendwelche Missverständnisse auftreten: Ich sehe diese diese Unschönheiten nicht als Affront an und hoffe das es Gerüchte oder Missgeschicke bei der Planung waren…

    2. @Interpreter Mit den Plätzen hast du sicherlich recht. Ich saß beim letzten Sachsenpokal-Finale auch in C und auch in so einem abgesperrten Randbereich (allerdings mit Nähe zum Sektor B) und fand das damals auch nicht sonderlich cool (aber die Polizei nutzte den Raum da oben als Basis), zumal ich es vorher nicht wusste..

      Hmm, ich würde die Geschichte mit dem Plakat auch gerne kennen, habe dazu aber nichts beizutragen, außer dass ich sicher bin, dass es dafür irgendeine Erklärung geben muss (Geschichte stimmt nicht, Missverständnis, irgendein anderer Hintergrund).

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