Kaderplatzgedrängel

Nach den Verpflichtungen von Clemens Fandrich und Matthias Morys stehen Alexander Zorniger bei RB Leipzig  aktuell insgesamt 22 Feldspieler zur Verfügung. Auf die heutige BILD-Frage, ob das denn nicht ein bisschen viel sei, gibt der Coach folgendes zu Protokoll:

Nein. 20 bis 22 Spieler sind ideal. Wenn alle fit sind, heißt es zwar im Extremfall, dass sechs auf die Tribüne müssen. Aber wir müssen auch einkalkulieren, dass der ein oder andere verletzt oder vielleicht gesperrt ist.

Stimmt, die Kaderdecke ist quantitativ weit davon entfernt extrem dick zu sein. Falls wirklich mal ein paar Spieler am Stück ausfallen, dann kann es auch schnell mal eng werden auf einzelnen Positionen. Vor allem in der verteidigenden Viererkette.

Qualitativ sieht es schon anders aus, denn wenn man überlegt, wer denn sehr wahrscheinlich unter der Voraussetzung, dass alle einsatzfähig sind, alles nicht einmal im Spieltagskader stehen wird, dann kriegt man eine Liste zusammen, die bei den meisten Regionalligaaufstiegsaspiranten Stammspielerpotenzial hätte. Als da wären: Marcus Hoffmann, Jeremy Karikari, Umut Kocin, Tom Nattermann und zwei Spieler aus dem Quartett Sebastian Heidinger, entweder Carsten Kammlott oder Paul Schinke, Henrik Ernst.

Für den Kader blieben dann relativ sicher: Christian Müller, Patrick Koronkiewicz, Niklas Hoheneder, Tim Sebastian, Fabian Franke, Juri Judt, Dominik Kaiser, Thiago Rockenbach, Bastian Schulz, Timo Röttger, Clemens Fandrich, Matthias Morys, Stefan Kutschke, Daniel Frahn. Das ist ordentlich viel Klasse (ein genauerer Blick auf den Kader dann morgen oder übermorgen) und wirft die nicht unerhebliche Frage auf, ob sich die Tiefe des Kaders in Stärke umwandeln lässt oder das ganze System in Richtung Unruhe und Unzufriedenheit kippt.  Auf diese Fragen werden die kommenden knapp fünf Monate Antworten geben..

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