Regionalliga: FSV Zwickau vs. RB Leipzig 0:1

Es ist schon ziemlich unglaublich. Da quält sich RB Leipzig in zwei Regionalliga-Serien am Stück mehr schlecht als recht durch den Fußball und hat im Aufstiegsrennen zweimal das Nachsehen und dann kommt die Saison Nummer 3 und plötzlich hat man neben dem Können auch noch das Glück auf seiner Seite. Und das 1:0 beim FSV Zwickau mag verdient gewesen sein, weil man 90 Minuten lang das wesentlich aktivere Team war. Insgesamt war es dann aber doch glücklich, weil man zur Halbzeit schon hätte hinten liegen können und die zweite Hälfte bis zu Frahns Toreinsatz eine klassische 0:0-Partie war.

Man hatte sich seitens der Gastgeber dank ideologischer Sticheleien vor dem Anpfiff alle Mühe gegeben, das Duell 2 gegen 1 (auch für die Zuschauer) zusätzlich motivierend aufzuladen. Reichlich 3.300 Zuschauer folgten dann auch dem Angebot, einer Art fußballerischem Klassenkampf beizuwohnen. Und die Mannschaften nahmen den kämpferischen Unterton der Ankündigungen („Arbeiterbewegung vs Profitum“!) an und lieferten sich 90 Minuten lang eine aggressive Schlacht. Insbesondere die Zweikampfführung der Gastgeber im Luftkampf war einige Male nah an der Grenze zur Körperverletzung. Dass Christoph Göbel bei einer solchen Aktion, als er ohne Rücksicht auf Verluste in das Kopfballduell mit Schinke hineinspringt und dabei zusätzlich noch vom eigenen(!) Mitspieler abgeräumt wird, seine Zunge verschluckt, ist eine ziemlich übel-bittere und gar nicht witzige Ironie der Geschichte.

Selten hat man in einem einzelnen Spiel so viele Spieler nach Kopfballduellen verletzt am Boden liegen sehen, gingen so viele Attacken im Luftkampf fast ausschließlich gen gegnerischen Kopf und Körper. Um nicht falsch verstanden zu werden, auch die RasenBallsportler waren im Luftduell keine Kinder von Traurigkeit (wenn man da an einen Kutschke denkt), gingen aber nicht mit der selbstvergessenen Wildheit in die Zweikämpfe, wie es die Gastgeber taten. Dieser Teil des Spiels war jedenfalls ziemlich unappetitlich und der Schiedsrichter, der sich völlig falsch dafür entschied, viele Attacken einfach mal als Zweikampfhärte durchgehen zu lassen, komplett überfordert. Die verschluckte Zunge kann man auch der falsch verstandenen Lockerheit des Schiedsrichters bei der Bewertung der Luftduelle zuschreiben. Aus gutem Grund wird im nationalen und internationalen Fußball der Schutz des Kopfes groß geschrieben. Darf sich Herr Burda aus Berlin gern im nächsten Schiedsrichterlehrgang daran erinnern lassen..

Im sportlichen Teil des Spiels hatte sich Alexander Zorniger dafür entschieden, seine Mannschaft zum dritten Mal in Folge in unveränderter Formation auflaufen zu lassen. Also mit Paul Schinke und dementsprechend ohne Sebastian Heidinger und ohne Timo Röttger. Auf dem Spielfeld übernahm RB Leipzig dann auch mit dem Anpfiff die Initiative, ohne dass man in der ersten Halbzeit aus dem Spiel heraus größere Gefahrensituationen hätte herauf beschwören können. Zwei Rockenbach-Freistöße und eine gefährliche Eingabe, bei der Daniel Frahn am Schuss gehindert wird, waren das Ende der Offensivfahnenstange. Auf der Gegenseite hatten die Gastgeber hingegen zwei bis drei (je nach Zählweise) sehr gute Einschussgelegenheiten, bei denen ihnen letztlich schlicht die Kaltschnäuzigkeit fehlte. Insgesamt war das Unentschieden zur Pause korrekt, weil die Gastgeber gefährlicher und die Gäste spielerisch etwas aktiver waren.

Man konnte jedenfalls gut beobachten, warum der FSV Zwickau aktuell für einen Aufsteiger eine überragende sportliche Bilanz aufweist. Es sind nicht die individuellen spielerischen Fähigkeiten, die das Team leben lassen und es ist auch nicht ein überragendes Kombinationsspiel. Was den FSV stark macht, ist im Spiel mit dem Ball die Zweikampfstärke gerade in der Luft. Gerade in der ersten Halbzeit wurden durch die Kopfballduelle viele zweite Bälle gesichert. In diesen Fällen rückten über die Außenbahnen blitzschnell Spieler nach, die dann bedient wurden und in 1-gegen-1-Duelle gegen die RB-Außenverteidiger gehen konnten. Das war spieltaktisch nicht spektakulär, aber unheimlich robust und schwer zu verteidigen.

Generell hat dieses Spiel gezeigt, dass RB Leipzig dann anfällig ist, wenn der Gegner es über zweite Bälle versucht. Man konnte das bspw. schon in Auerbach und auch in Plauen und mit Abstrichen auch in Magdeburg beobachten, dass die Probleme dann entstehen, wenn die Bälle aus des Gegners Verteidigung mehr oder weniger direkt und hoch gen Angriff gespielt werden und die Bälle über das kompakte RB-Mittelfeld einfach hinwegsegeln. Das Problem sind dabei gar nicht unbedingt die RB-Innenverteidiger, die die Bälle rausköpfen so gut es geht, sondern die Abstimmung mit der Kette davor. Denn erheblich oft geraten die herausgeköpften Bälle über den folgenden Zweikampf beim Gegner, der nun bereits in einer nicht mehr aussichtslosen Position zum Tor steht. In diesen Fällen wirkt die Aufstellung von RB Leipzig abseits der beiden Innenverteidigern zu klein und zu wenig robust, als dass sie dem körperbetonten Kampf um den zweiten Ball in jedem Fall etwas entgegensetzen könnte (insbesondere für Dominik Kaiser ist es Gift, wenn die Bälle permanent über seinen Kopf hinwegsegeln und er anschließend ins Luftduell um den zweiten Ball muss..). Letztlich lässt sich dieser Form des in hiesigen Gefilden gern genommenen und ziemlich perfekt beherrschten Regionalligafußballs (gegen)pressingstechnisch nur wenig entgegensetzen. Nach Abstoß und Co für den Gegner kann man die gegnerische Abwehrkette jedenfalls gar nicht komplett zupressen.

Hier noch im typischen Infight, am Ende aber legt Manuel Stiefel unfreiwillig für Daniel Frahns 1:0 auf | GEPA-Pictures – Roger Petzsche

Apropos Pressing. Was der FSV Zwickau neben dem Erkämpfen zweiter Bälle und Zweikampfstärke in der Luft noch in ziemlich beeindruckendem Maße beherrschte (und es ging hier ja gerade um Erklärungen für die prima sportliche Bilanz der Gastgeber) war tatsächlich das Pressing und oft auch das Gegenpressing. Es gab bis zur 80. Minute und bis zu Frahns Treffer in diesem Spiel kaum eine Phase, in denen die RasenBallsportler nach Ballgewinn oder im Spielaufbau mal halbwegs in Ruhe hätten kombinieren können. Permanent stand der Ballführende unter Druck und wurde so zu Fehlern gezwungen. Man hat dabei jedenfalls gut gesehen, wie man fehlende individuelle Klasse mit einer ziemlich eindrücklichen Umsetzung eines taktischen Plans gut wettmachen kann. Die Regionalliga ist für den FSV Zwickau mit diesem Kader sicherlich das absolute Ende der Fahnenstange, aber als taktisch wohlorganisiertes Team konnten sie sehr überzeugen.

Klar gehören dazu immer zwei Mannschaften und RB Leipzig zeigte sich wie schon in der zweiten Hälfte in Magdeburg und in Plauen etwas beeindruckt vom Auftreten der Gastgeber bzw. trifft es es besser, wenn man behauptet, dass sie in solch einem Kampfspiel ein wenig die Ruhe verlieren, ihren Spielplan konsequent durchzuziehen. In vielen Phasen ging es zu langsam, in anderen war es zu ungenau. Das fällt gegen Cottbus II nicht auf, weil diese nicht in der Lage waren, im Spiel ohne Ball Druck auf RB aufzubauen. Gegen gut organisierte und/ oder auf 100% Kampf eingestellte Teams fällt es dann schon eher ins Auge.

Das alles heißt überhaupt nicht, dass die RasenBallsportler in all diesen Fällen den Kampf nicht angenommen hätten. Das haben sie sehr wohl. Sie verlieren schlicht die Ruhe, dem Kampf die passenden spielerischen Momente konsequent und immer wieder beizumischen. Das ist dann auch tatsächlich nichts, was man im Training üben kann. Dafür braucht es Spiele und dafür braucht es Spiele gegen Gegner, die bereit sind RB (im übertragenen Sinne) weh zu tun und Stress- und Drucksituationen herzustellen. Und davon hatten die RasenBallsportler jetzt immerhin schon drei oder vier (aber auch nicht mehr). Spiele, die man ergebnistechnisch famos gelöst hat, aber die eben auch gezeigt haben, dass es bis zur Relegation vor allem auch in diesem wichtigen emotional-psychologischen Bereich der Spielruhe und -kontrolle ein weiter Weg ist.

In der zweiten Halbzeit sah das Spiel aus Perspektive von RB Leipzig schon sehr viel besser aus. Von Zwickau kam nun offensiv nur noch wenig bis gar nichts mehr, auch weil sie im Erkämpfen zweiter Bälle nicht mehr ganz so erfolgreich waren. Was natürlich auch damit zu tun gehabt haben könnte, dass Zwickaus Coach Ziegner bereits in der ersten Hälfte dreimal wegen Verletzungen wechseln musste (einmal ohne Gegnereinwirkung, zweimal nach Luftduellen) und somit in der zweiten Halbzeit keine frischen Kräfte mehr bringen konnte.

Alexander Zorniger nutzte diese Situation fast schon gnadenlos aus und brachte im Spielverlauf nacheinander mit Carsten Kammlott, Timo Röttger und Sebastian Heidinger drei frische Top-Offensivkräfte, die letztlich das Spiel immer weiter zugunsten von RB kippen ließen. Aus dieser Perspektive fiel das 1:0 für RB Leipzig fast folgerichtig. Ehrlicherweise sollte man aber zugeben, dass auch mit Kammlott und Röttger (Heidinger wurde erst nach dem 1:0 richtig relevant) vieles bei RB Stückwerk blieb, sodass das 1:0 fast konsequenterweise durch einen Fehler in der Innenverteidigung des FSV fiel, als dort der Ball nicht herausgeschlagen, sondern Daniel Frahn auf den Fuß gespielt wurde. Ausgerechnet Daniel Frahn, der sich nicht zweimal bitten ließ und mit einer fast schon beängstigenden Kaltschnäuzigkeit zum 13. Treffer im 13. Spiel einnetzte.

Es war dies der Moment, in dem die gesamte Mannschaft und der gesamte Gästeblock in überschwänglicher Emotionalität explodierte. Im Spiel beim Zweiten, nach all den aufgeladenen Vorgeschichten, dem ziemlich aufgepeitschten und aufgebrachten Heimpublikum und diesem Kampfspiel kurz vor Schluss in Führung zu gehen, da zündete der Funke, der in den 80 Minuten zuvor bei den verhalten wirkenden Gästeanhänger auf merkwürdig feuchtes Holz getroffen war. Großartiger Moment, der wohl schon jetzt zu den Highlights der Saison zählen dürfte.

Fazit: Es war kein großes Spiel im Sinne eines sehr guten Spiels, aber es war ein hart umkämpftes Spiel, das zumindest in diesem Bereich den Titel Spitzenspiel verdiente. Dass RB Leipzig auch im torärmsten Spiel der Saison letztlich kurz vor Schluss zuschlagen konnte und weiterhin in jedem Spiel mindestens einen Treffer erzielt hat, kann man im konkreten Fall als Ausdruck größerer Cleverness und Folge der besseren individuellen Möglichkeiten beschreiben.  Dass man in den letzten sieben Spielen nur zwei Gegentreffer kassiert hat, zeigt auch, dass das Gesamtpaket stimmiger geworden ist. Der Herbstmeistertitel bereits zwei Spiele vor der Winterpause ist die logische Konsequenz dessen. Trotzdem bleibe ich dabei, dass der Sieg in Zwickau nicht unverdient, aber doch aufgrund der wenigen Chancen bis zum 1:0 glücklich war. Aber wenn die RasenBallsportler zusätzlich zu ihrer Klasse auch noch das Glück des Tüchtigen haben, sind sie von den aktuellen Teams der Regionalliga Nordost schwerlich zu schlagen.

Randbemerkung 1: Ich hatte den Schiedsrichter und dessen aus meiner Sicht generell fahrlässige Umgangsweise mit Fouls in Luftduellen ja oben schon. Die Zuschauer schossen sich aufgrund der Verletzten jedenfalls auf ihn ein, was nicht unbedingt zu einer sichereren Spielleitung seinerseits beitrug. Der Schiedsrichter beim Spiel Magdeburg gegen RB Leipzig hatte das Kampfspiel damals jederzeit im Griff, für das Spiel Zwickau gegen RB gilt dies nicht unbedingt. Die Zuschauer und das Gastgeberteam fühlten sich aufgrund der Schiedsrichterleistung jedenfalls deutlich benachteiligt (ich würde dagegen behaupten, es traf beide Teams in gleichem Ausmaß schlecht), was in einer Szene beim Stand von 0:1 kurz vor dem Schluss seinen Höhepunkt fand. In dieser Situation blieben zwei RasenBallsportler in der eigenen Hälfte verletzt liegen, was die eigenen Mitspieler nicht störte, die trotzdem zum Konter ansetzten und ihn auch zu Ende spielten. Der wiederum an der gegnerischen Strafraumkante endete, ohne dass der Schiedsrichter eingriff. Als nun die Zwickauer ihrerseits ein recht offenes Spielfeld mit einem Konter beglücken wollten, unterbrach der Schiedsrichter plötzlich und mitten im Gegenzug(!) die Partie. Wegen der immer noch liegenden bzw. hockenden RasenBallsportler, die sich langsam berappelten. Selbst für mich ein unfassbarer Pfiff mit einer eklatant klaren Benachteiligung des Heimteams, denn nicht sie waren es, die sich trotz eigener Verletzter für Weiterspielen entschieden hatten, sondern die RasenBallsportler. Dass sich Steffen Kellig in fassungsloser Rage einen gelben Karton abholte, konnte man jedenfalls sehr, sehr gut verstehen.

Randbemerkung 2: Vor dem Spiel hatte der Stadionsprecher extra noch mal darauf hingewiesen, dass man doch bitte schön den Namen RasenBallsport und nicht Red Bull verwenden möge. Und ich hatte mich daraufhin schon darauf gefreut zu erfahren, wie es wohl der Heimanhang schaffen würde, die vier Silben aus RasenBallsport in den zu erwartenden „Red-Bull-Schweine“-Gesang einzusetzen und das Red Bull zu ersetzen. Heraus kam dann aber doch nur der altbackene und sich dem Stadionsprecher widersetzende Klassiker. Schade. Chance vertan. Beim Rückspiel dann vielleicht..

Lichtblicke:

  • So richtig aufgedrängelt hat sich eigentlich keiner. Oder eben alle. Es haben sich alle gewehrt und das Spiel und den Kampf angenommen. Rockenbach ging dabei bis auf zwei Freistöße etwas unter (unnötiges Schielen auf Elfmeterpfiffe). Kutschke und Frahn fühlten sich dabei wohl (ohne groß zu glänzen). Schulz, Schinke und Kaiser fanden nicht immer Zugriff auf das Spiel (hatten aber durchaus auch ihre passablen Szenen). Hoheneder und Franke mit unzähligen Zweikämpfen (ersterer etwas unglücklicher als zweiterer). Müller und Judt in Hälfte 1 oft unter Druck, aber insgesamt und erst recht in Hälfte 2 solide (nach vorne ging aber nicht extrem viel). Fabio Coltorti immer dann da, wenn er gebraucht wurde (aber viel gebraucht wurde er nicht). Und Röttger und Kammlott noch mal mit viel Wind nach ihrer Einwechslung (aber auch nicht mit überragender Effizienz). Es war eine geschlossene, ausbaufähige Mannschaftsleistung, eine Mischung aus Cleverness- und Kampfsieg. Wenn man so will, ist sowieso aktuell das Team als Team der Lichtblick (wie man auch beim Jubel nach dem 1:0 gesehen hat).

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Tor: 0:1 Frahn (81.)

Aufstellung: Coltorti – Müller, Hoheneder, Franke, Judt – Schinke (60. Kammlott), Kaiser, Schulz (66. Röttger) – Rockenbach (80. Heidinger) – Kutschke, Frahn

Zuschauer: 3.374 (davon 500 Leipziger)

Links: RBL-Bericht [broken Link], RBL-Liveticker [broken Link], RB-Fans-Bericht, MDR-Bericht [broken Link], FSV-Bericht

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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4 Gedanken zu „Regionalliga: FSV Zwickau vs. RB Leipzig 0:1“

  1. Gibts irgendeinen plausiblen Grund dafür Rasenballsport statt Red Bull zu singen? Ist doch allgemein bekannt dass das nur ein Platzhalter ist bis der Verein auch offiziell den Namen Red Bull tragen darf. Nach den momentanen Vorgaben des DFB/DFL dauert das zwar noch 15 oder 16 Jahre aber dann dürfte „Rasenballsport“ schneller Geschichte sein als Frahn einlochen kann.

  2. Lieber „rotebrauseblogger“!

    So, wie Du Deinen Bericht beginnst, ist auch der dann folgende Inhalt, nämlich sehr fair und ehrlich, einfach wirklich unglaublich, trotz der Nähe zur natürlichen, patriotischen Anteilnahme !

    Auch meine Wenigkeit hatte sich im Vorfeld mit ein paar „aufmunternden“ Bemerkungen, die aus verständlichen Gründen aber nicht immer ernst zu nehmen waren, an den verschiedenen ideologischen Sticheleien (Kommentar zur „kreuzenden Hauptstraße“) beteiligt, weil ein erfolgsorientiertes Ergebnis der Gastgeber die Spannung in dieser Regionalliga-Staffel einfach noch etwas forciert hätte.

    Vielleicht waren die Luftkämpfe der Zwickauer zu sehr auf den Namen ihres Ausweichplatzes ausgerichtet und bis auf die leider dabei erlittenen eigenen Verluste trotzdem ihre größte Stärke. Die jeweils einheimischen Zuschauer werden allerdings noch überall die allgemeinen Nachteile ihrer Vereine akustisch beantworten. Das wird kaum ausbleiben. Trotz des erst sehr spät eingefahrenen Sieges, der nicht durch bessere Cleverness, sondern zu diesem Zeitpunkt wirklich nur mit Glück errungen wurde (nach vorherigem „Luftlochschlag“ eines gegnerischen Abwehrspielers), werden Eure Akteure den Unterschied, einschließlich der Umkleideräume, gegenüber des eigenen Umfeldes zuhause schon festgestellt haben….

    Den Streit um den Namen Eures Vereines wird es immer weitergeben, solange er offiziell, fast demagogisch wirkend, so gewollt wird. Das war auch in Zwickau hörbar, doch von Unverbesserlichen leider auch unwürdig und auf ganz miese Art ausgedrückt. „Rasenfreunde“ wäre vielleicht das richtige, neutrale Wort !

    Zwei Fragen stehen für mich abschließend noch offen :
    1. Muss „Rumpelstilzchen“(bitte nicht übelnehmen!) Röttger solange noch auf
    der Ersatzbank schmoren, bis er sich „kosmetisch“ ändert oder soll er weiter
    besonders (wie auch in Magdeburg), immer erst in der Schlussphase den
    jeweiligen Gegner „beängstigen“, wenn bis dahin noch keine Entscheidung
    gefallen ist?

    2. Es ist abzuwarten, ob der nicht mehr zu stoppende Durchmarsch in dieser
    bescheidenen Liga nach den dann anschließend wirklich entscheidenden
    Treffen gegen „fremde“ Vereine auch endlich mit einer gleichzeitigen
    Eintrittskarte für das vorerst längst sehnsüchtig erwartete Nahziel, 3.
    Bundesliga, verbunden werden kann. Bis dahin bleiben die erzielten
    Ergebnisse, mein lieber „rotebrauseblogger“, wirklich nur feuchtes Holz, oder?

  3. Fuer mich haben sich die Zwickauer vor allem selbst abgeschossen. Sich durch Ausrufen des Klassenkampfes, durch Einschwoeren auf Pokalatmosphaere etc. selbst zu motivieren ist ja alles Ok. Aber dann einen blinden berserkerartigen Kampf zu fuehren nicht. Das unterscheidet eben die Profis von den Amateuren: genau zu wissen wie weit man gehen kann. Nichtmal in Hinblick auf Regeln, sondern in Hinsicht auf Gesundheit, was bringt es dir den wenn du in der 10ten Minute mit aller letztem Einsatz einen Zweikampf gewinnst, dich aber selbst dafuer aus dem Spiel nimmst, somit dem Team schadest? Womoeglich laengerfristige Verletzungen riskierst?
    Am Ende verspielen die Zwickauer ihren guten Zweiten Platz weil sie vielleicht 3 Spieler laengerfristig verlieren?

    Es ist gut das RB gewonnen hat. Man stelle sich was auf uns (und den Fussball allgemein) zukaeme haetten die Zwickauer erfolg mit so einer ich nenn es mal Motivation.

  4. @metzger Außer einer gewissen Prise Langeweile der ‚Gesänge‘ und einem Schuss Ironie darauf und einem Stadionsprecher, der das Nichtnennen des Geldgebers forderte, gibt es keinen Grund, nein.

    @HUKL 1.) Laut Zorniger hapert es mit der Athletik/ Fitness. Sprich, solange Zorniger das Gefühl hat, dass dem so ist, wird Röttger von der Bank kommen. 2.) Wohl wahr..

    @syox Stimmt, es wird aber nicht daran hindern, dass es robuste Nachahmer finden wird..

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