Zwischenspiel

[Direkt unter diesem Text der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel RB Leipzig gegen den FC Energie Cottbus II mit Alexander Zorniger, Daniel Frahn und Stefan Kutschke.]

Es wird wohl sowohl für den 1.FC Magdeburg als auch für RB Leipzig nach diesem bemerkenswerten Kampfspiel vor toller Kulisse in der vergangenen Woche eine erhebliche Aufgabe wieder zurück in den Ligaalltag zu kommen. Auf Magdeburg wartet bei Optik Rathenow eine unangenehme Aufgabe, bei der sie dank geographischer Nähe zumindest einige Fan-Unterstützung mitbringen dürften. Auf RB Leipzig wartet mit dem Freitagspiel (16.11., 19 Uhr, Red Bull Arena) gegen den Abstiegskandidaten Energie Cottbus II ein erhebliches sportliches Kontrastprogramm, bei dem es nicht wirklich viel zu gewinnen gibt, da jeder mit einem überzeugend erspielten Dreier rechnet.

Der eine oder andere dürfte so ein Spiel zum Charaktertest erheben. Kann man machen, trifft aber kaum den Kern, denn dass einem solches Spiel nicht mit dem selben Kribbeln entgegengefiebert wird wie dem Spiel in Magdeburg, leuchtet sofort ein (und darf vermutlich jeder auch an sich selbst beobachten). Schon eher sollte dieses Spiel ein Test sein, ob die Mannschaft in ihrem Spiel und ihrer Spielidee schon so gefestigt ist, dass sie in der Lage ist, einen Abstiegskandidaten zu beherrschen, auch wenn der motivationale Anreiz nur Normalmaße hat.

Energie Cottbus II könnte bis zur Winterpause der letzte Gegner aus der unteren Tabellenhälfte sein. Was einfach klingt, aber auch gleich die Alarmglocken schrillen lässt, denn die einzigen beiden Unentschieden der Saison leisteten sich die RasenBallsportler bisher in Spielen gegen Teams, die nach 11 Spieltagen in der unteren Tabellenhälfte stehen. Union Berlin II und der VFC Plauen (jeweils 1:1). In den vier Spielen gegen Teams, die aktuell in der oberen Tabellenhälfte stehen, gelangen vier Siege bei 11:2 Toren (also 2,75:0,5 Tore pro Spiel), in den anderen sieben Spielen gelangen fünf Siege bei 19:8 Toren (also 2,71: 1,14Tore pro Spiel). Keine extreme Differenz, aber vielleicht ein kleiner Fingerzeig, dass das mit der leichten Schulter nicht immer eine gute Idee ist.

Aber die leichte Schulter könnte sich automatisch einstellen, da das Spiel von RB Leipzig gegen Energie Cottbus II am Beginn einer englischen Woche nur als Aufgalopp für das wichtige Sachsenpokal-Viertelfinale am kommenden Mittwoch in Bischofswerda und vor allem für den Tabellenknüller FSV Zwickau gegen RB Leipzig (also nach aktuellem Stand 2 gegen 1) in einer reichlichen Woche (24.11) erscheint. Man ist auch als Spieler sicherlich nicht davor gefeit, im Hinterkopf schon die nächsten Aufgaben zu haben. Möglicherweise könnte dem eine etwas stärkere Rotation im Spielerkader entgegenwirken. Zwei, drei Neubesetzungen gegenüber der Magdeburg-Partie sind nach jetzigem Stand durchaus denkbar.

Für die Gäste aus Cottbus ist die Sache eigentlich klar, sie haben keine Chance und die wollen sie nutzen. Also alles so wie in den letzten vier Spielen, die man in der Regionalliga gegeneinander bestritt. In denen die Cottbuser nur zwei Mal als Verlierer den Platz verließen. Im ersten Aufeinandertreffen gab es vor ziemlich genau zwei Jahren für RB ein depremierendes 1:3 beim Cottbuser Nachwuchs. Der inzwischen in Neustrelitz gelandete Jovanovic machte damals quasi das Spiel seines Lebens und schoss RB Leipzig in eine mittlere Krise. Das Rückspiel sah eine überlegen Heimelf, die kurz nach der Pause 3:0 führte und davor stand, den Gegner abzuschießen, nur um dann doch noch mal kräftig mitzuhelfen, dass die Cottbuser beim Stand von 3:2 fast noch mit einem Punkt nach Hause fuhren.

In der vergangenen Saison gab es unter Pacult vor einem reichlichen Jahr ein 1:0 in Cottbus, das eher an ein Handballspiel (aber eines auf ein Tor) erinnerte, als an ein Fußballspiel. 11 Cottbuser hatten den Auftrag nur die letzten 30 Meter vor dem eigenen Tor zu verteidigen, 11 RasenBallsportler spielten immer schön drumherum. Sahen glücklicherweise beidseitig nicht allzu viele Zuschauer.. Bleibt noch das Rückspiel, das Anfang April diesen Jahres so etwas wie der erste ernste Vorschein des folgenden Aufstiegsscheiterns war. 1:0 führte man lange in einem Spiel, das in der ersten Hälfte gut und in der zweiten Hälfte irgendwo bei gruselig war. Man bettelte so lange, bis offensiv harmlose Cottbuser eben kurz vor Schluss einen Freistoß einfach in die Torwartecke schossen. Eine der Szenen der letzten Rückrunde, aus denen fanseitig die negativen Energien gegenüber Keeper Borel entstanden. Berechtigt oder unberechtigt sei an dieser Stelle mal dahingestellt.

Wobei die Vergangenheit, wie oft bei den Nachwuchsteams nicht ganz so relevant ist, denn die wichtigste Konstante bei der U23 von Energie Cottbus im Vergleich zum Vorjahr ist der Trainer, der weiter Vasile Miriuta heißt. Auf Spielerseite wird es schon dünner. Das große Talent Kobylanski weg (Werder), die wichtigen letztjährigen Stützen Hempel, Banaskiewicz und Torgarant Hebler auch nicht mehr im Verein. Das ewige Talent Clemens Fandrich hat es inzwischen doch halbwegs regelmäßig ins Profi-Team geschafft. Und Martin Fenin, der Ex-Bundesligaprofi, der sich nach seinem Drogen- und Depressionsabsturz wieder zurück in den Fußball kämpft und Energie II vor ein paar Wochen noch zum glücklichen und bisher einzigen Saisonsieg bei Lok schoss und gegen Auerbach einen Punkt sicherte, aktuell nicht einsatzfähig. Zuletzt saßen bei den Cottbusern nur noch zwei oder drei Spieler auf der Bank, wovon einer Torwart war. Und bis auf den Stützpfeiler René Trehkopf, der gleich unangenehm an das Chemnitzer Regionalliga-Aufstiegsjahr erinnert, ist kaum ein Spieler älter als 20. Die Voraussetzungen, um gegen Energie Cottbus II drei Punkte zu holen, könnten deutlich schlechter sein..

Der Cottbuser Nachwuchs stand aufgrund des schon vor Saisonbeginn zu erkennenden substanziellen Aderlasses auf meiner persönlichen Abstiegsrangliste ganz oben. Angesichts der Tatsache, dass die Profis aktuell an die Tür zur Bundesliga klopfen (auch wenn wohl niemand aufmachen wird), wäre aber ein Abstieg der U23 wohl aus Vereinsperspektive ziemlich unangebracht. Wobei man auch beachten muss, dass in Cottbus für den Nachwuchs die Durchlässigkeit nach oben fast schon traditionell eher gering ist.

Was erstaunt, da gerade in der U17 und U19 seit vielen, vielen Jahren sehr gut gearbeitet wird. Nur das Profiteam profitiert davon kaum. Akutell können mit Alexander Bittroff und Clemens Fandrich lediglich zwei Spieler auch auf Zweitligaeinsatzzeiten verweisen, die die eigenen Jugendteams unterhalb der U23 durchlaufen haben. Und nur ersterer ist tatsächlich auch Stammspieler. Mit dem erst 18jährgen Linksfuß Darryl Geurts, den man in Leipzig wohl beim Spielen beobachten darf, schnupperte ein weiterer Spieler immerhin Bankluft. Alles in allem trotzdem eine dürftige Bilanz und vielleicht auch ein Fingerzeig an all jene, die sich vom RB-Nachwuchs am besten sofort vier bis fünf eigene Toptalente im Profiteam wünschen.

Die U23 der Cottbuser ist aktuell aufgrund des Umbruchs schwer einzuschätzen. Miriuta setzt weiterhin auf ein 4-2-3-1, also ein System, das den RasenBallsportlern gerade auch in der Mitte einiges entgegensetzen kann. Falls sie es defensiv, also eher Richtung 4-4-1-1 interpretieren, dann wird es auch auf den Außenbahnen eng und eine Geduldsaufgabe. Für die RB Leipzig mit den zuletzt gezeigten Offensivfähigkeiten aber eigentlich gewappnet sein müsste.

Auffällig, dass die Cottbuser U23 trotz schlechter Tabellenposition 14 und nur sechs Toren Vorsprung auf einen Abstiegsrang kein einziges Spiel mit mehr als einem Tor Unterschied verloren und in nur einem Spiel (gegen Plauen) keinen Treffer erzielt haben. Einem Sieg (der glückliche bei Lok) stehen gleich sechs Unentschieden und nur vier Niederlagen mit jeweils einem Tor zur Seite. Man könnte es so interpretieren, dass mit ein bisschen Glück auch wesentlich mehr an Punkten drin gewesen wären. Andererseits sollte man auch festhalten, dass Energie noch gegen keinen der Top 4 der Tabelle gespielt hat und diese Begegnungen nun nacheinander folgen. Viele Punkte sind demnach bis zur Winterpause nicht mehr zu erwarten. Und sowieso besser, wenn sie sie gegen Zwickau oder Jena sammeln..

Letztlich ist das aus RasenBallsport-Perspektive aber alles ziemlich egal. Es gilt, diese junge, unerfahrene und vielleicht nicht immer geordnete Mannschaft zu beeindrucken, am besten durch schnelles, druckvolles Spiel. Macht man das, dann nimmt man auch die drei Punkte mit. Gut möglich, dass es dafür in der Aufstellung von RB Leipzig etwas weniger körper- und sicherheitsbetont zugehen wird.

Die Abwehrviererkette dürfte – keine Verletzungen vorausgesetzt – gesetzt sein. Im Mittelfeld aber sähe ich gerade im Spiel gegen Energie gute Chancen für Timo Röttger, der sich in den letzten zwei Spielen für einen Startelfeinsatz empfohlen hat und ja direkt nach dem Magdeburg-Spiel davon sprach, dass er davon ausgehe, bald wieder die Bank verlassen zu dürfen. Auch Carsten Kammlott ist eigentlich prädestiniert für ein Spiel gegen eine nicht immer robuste Nachwuchsmannschaft, wie er schon gegen Hertha BSC II zeigte. Als Stürmer wohlgemerkt. Und vergessen wir nicht Sebastian Heidinger, der in Magdeburg nach Einwechslung auch zu überzeugen wusste. Aber Röttger UND Heidinger wird es wohl nicht geben.

Müsste ich die Mannschaft von RB Leipzig für das Spiel gegen Energie Cottbus II aufstellen, sähe die ungefähr so aus: Coltorti – Müller, Hoheneder, Franke, Judt – Röttger, Kaiser, Schulz – Rockenbach – Kammlott, Frahn. Mal gucken, was es letztlich wirklich wird. Alexander Zorniger ist ja – wie er zum Beispiel mit der Aufstellung Schinkes in Magdeburg zeigte – durchaus manchmal für eine Kaderüberraschung gut.

Fazit: Man kann dieses Zwischenspiel zwischen Magdeburg und Zwickau zu einem gefährlichen hochstilisieren, aber letztlich würde man damit auch die Qualität des Gegners leicht überhöhen. Die eigenen Möglichkeiten sollten RB Leipzig in die Lage versetzen, dieses Spiel für sich zu entscheiden, ganz egal welche Partien zuletzt gespielt wurden und welche warten. Flutlichatmosphäre, ein geneigter Anhang (der aber zahlenmäßig wegen Kälte und Tabellenstand leicht geringer ausfallen dürfte als bisher) und die Aussicht, einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg zu machen, sollten dem Spiel zudem den nötigen Reiz beimischen. Ein ungefährdeter Sieg wäre unter diesen Umständen jedenfalls durchaus denkbar.

(Wer das Spiel RB Leipzig gegen Energie Cottbus II nicht vor Ort verfolgen kann und trotzdem dabei sein will, nutze am 16.11.2012, ab 19 Uhr die üblichen Kanäle, also Liveticker [broken Link] und das Fanradio)

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Bisherige Duelle RB Leipzig gegen FC Energie Cottbus II (alles Regionalliga-Duelle)

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Liveticker von der Pressekonferenz vor dem Spiel RB Leipzig gegen den FC Energie Cottbus II mit Alexander Zorniger, Daniel Frahn und Stefan Kutschke

12.39

Jetzt ist Schluss. Zorniger sehr darauf bedacht, auf das Cottbus-Spiel zu fokussieren und scheinbar ein wenig mit der Sorge, dass die Spieler dies nicht tun. Aber aus den bisherigen Erfahrungen auch mit dem Grundvertrauen, dass sie das machen werden.

Von Kutschkes Vertraghsverlängerungsfront also nichts neues. Auf nächstes Jahr warten. Aber so wie Kutschke damit umgeht, dürfte das auch perspektivisch kein großes Thema werden. Mal gucken.

Schönen Restdonnerstag noch und bis morgen beim Spiel. Nicht vergessen: warm anziehen..

12.35

Zorniger fragt sich abschließend in einem Nebensatz, wie Guido Schäfer denn auf den Namen Tobias Weis gekommen ist, der von ihm als Neuzugang von Hoffenheim gehandelt wurde. Guido Schäfer ist leider nicht anwesend, um diese Frage zu klären..

12.34

Für die einen ist es Werbung, aber eigentlich ist es ein sehr wichtiger Hinweis in eigener Sache:

Für jede(n) Unterstützer(in) dieses Blogs und jeden Unterstützungsbetrag (startend bei 20 Euro pro Jahr) bin ich famos dankbar.

12.33

Zorniger zu wachsenden Zuschauerzahlen: “Ich habe von Anfang an in der Stadt ein positives Feedback gekriegt, auch vor dem Derby. Liegen mit dem Zuschauerschnitt auf dem Niveau des Vorjahres. Mit den Spielen gegen Zwickau, Jena und Lok wird der sicherlich noch steigen. Hatten gestern ein Treffen mit den Fanclubs, die Grundstimmung ist unheimlich positiv. In der Stadt will man, dass wir schnell den nächsten Schritt gehen. Die Begeisterung in der Stadt wird dieses Stadion zukünftig vollmachen. Ob ich oder Sharif Shoukry das erleben, ist die andere Frage.”

12.31

Zorniger: “Spiele schaffen eine Wettkampfsituation, die du im Training nicht kopieren kannst. Das Trainingsniveau ist sehr hoch mit sehr viel Geschwindigkeit, aber im Spiel mit Zuschauern und Fernsehen, das ist was anderes.”

Zorniger (Frage ist, ob geringere Tabellenabstände besser für die Motivation sind): “Mir fällt kein Vorwand ein, was dafür spräche, dass es besser wäre, wenn Zwickau am Wochenende gewinnt. Bisher sind wir voll fokussiert auf die Spiele, von daher ist es egal wieviel Vorsprung wir haben.”

12.28

Zorniger: “Die Fokussierung der Spieler ist gut. Da spreche ich auch viel mit Daniel Frahn drüber. Das ist auch eine gute Leistung. Wir haben diese Runde noch kein Spiel verloren. Ich sage aber nicht, dass es leicht geht. Wir schaffen es immer Qualität auf den Platz zu bringen, um den Gegner zu schlagen. Entscheidend ist, wie konzentriert die Spieler bleiben. Ob ihnen klar ist, wieviel Unruhe eine Niederlage bringen würde. Wenn du nachlässt, sind die anderen Teams schnell wieder dran.” “Wir haben immer die Qualität zu reagieren, wenn mal einer nicht gut drauf ist. Jemand hat gesagt, selbst die Bank hat Drittligaqualität.”

12.25

Wechsel zu Alexander Zorniger zu Cottbus: “Wenn es um Zwickau geht, dann ist davor Cottbus. Das geht mir ein bisschen unter. Cottbus ist kein Spitzenspiel, aber die haben auch erst viermal verloren. Die haben indivdiuelle Qualität (Trehkopf, Ludwig, Zerna, Miriuta). So werden wir dann das Spiel angehen. Muss auch sagen, dass die Fokussierung auf das nächste Spiel bisher immer da war. das machen die Jungs gut.” “Alle sind fit. Physios und Docs machen einen sehr guten Job.”

Zu Röttger: “Wird als Spieler bezahlt nicht als Trainer.” (Röttger sagte nach Magdeburg, dass er davon ausgeht, dass er spielen wird.) “Wir haben mit Timo einen Plan, den wir diese Woche noch mal festgezogen haben. Mich interessiert aber nicht, was Röttger in der Vergangenheit geleistet hat, mich interessiert nur, wie er in meinen Plan passt. Die letzten beiden Spiele war er ganz stark. Aber sein Anspruch ist es nicht von der Bank zu kommen. Das seh ich auch so. Röttger muss athletisch nachholen und da arbeiten wir dran. Als Co-Kapitän wird er aber sicherlich nicht 28 Spiele lang auf der Bank sitzen.” Weist auch auf die Stärke der anderen hin (Schinke, Schulz, Ernst)

12.20

Frahn zu gestiegenen Zuschauerzahlen: “Das ist sicher auch Folge unseres Fußball. Wer will schon Rumpelfußball sehen. Die Leute identifizieren sich mit uns. Der Zuwachs geht auch hoffentlich weiter nach oben.”

Kutschke: “Man merkt das ja nach dem Magdeburg-Spiel, dass man durch die Stadt fährt und Leute hupen vor Freude. Wenn man sich mit Leuten unterhält, die früher bei Sachsen und Lok waren, selbst die erkennen unsere Leistung an.”

12.17

Frahn: „Ich gehe davon aus, dass einer von uns beiden morgen ein Tor macht und das Spiel anders ausgeht als im letzten Jahr.”

Kutschke: “Vor zwei Jahren unter Oral lief es ja für mich gegen Cottbus schon ganz gut. Zwei Tore. Da versuche ich morgen anzuknüpfen.”

Kutschke zu Zwickau: “Die haben noch kein Spiel zu Hause verloren. Die haben eine gute Mannschaft zusammen. Letztes Jahr war ich nicht dabei, ich lasse mich da überraschen. In Zwickau wird sich zeigen, wie weit wir schon sind als Mannschaft. Da wollen wir wieder ein Auswärtssieg holen.”

Frahn: “Wir spielen Samstag in Zwickau, also das Licht ist an. Zwickau hätte sich sicherlich gefreut, wenn sie am Freitag gespielt hätten. Mit einem Sieg könnten wir Zwickau auf einen sehr deutlichen Abstand halten.”

12.14

BILD, klar, mit der Kopfhörerfrage.. Frahn: “Zorniger will ja nur, dass wir die Kopfhörer nicht in der Öffentlichkeit tragen. Das ist kein Problem.” Gut, haben wir das auch erfahren..

12.13

Frage, was dieses Jahr anders ist und warum es gut läuft. Kutschkle: “Mir gefällt das neue System mit Zehner besser. Wir spielen auch einen anderen Fußball als unter Oral und Pacult, der der Mannschaft besser liegt. Wenn man sieht, wie schnell wir in die Spitze spielen wollen, das war in den letzten Jahren anders, als viel hinten rum gespielt wurde. Torchancen sollen dies Jahr ganz schnell herausgespielt werden.“

Frahn: “Wir sind eine absolut geschlossene Mannschaft geworden. Jeder gönnt dem anderen alles trotzdem, auch wenn er auf der Bank sitzt. Man merkt, dass jeder für den anderen da ist. Das könnte am Ende auch der ausschlaggebende Punkt sein.”

12.10

Frahn (ob er Ambitionen auf andere Positionen, auf die zehn zum Beispiel, habe, weil er so viele Tore vorbereite): “Ich schieße natürlich lieber Tore, aber wenn man einem Mitspoieler eins vorbereiten kann, dann ist es auch schön. Da werde ich nicht eingeschnappt sein.” “Wenn Niklas mal nicht spielen würde, spiele ich auch Innenverteidiger.” (lacht)

Frahn zur Frage, warum Kutschke bleiben sollte: “Mein bester Kumpel sollte nicht irgendwo anders sein.”

Kutschke: “Wir tun gut daran uns nur auf unseren Aufstieg zu konzuentrieren. Alles andere wird man sehen. Verträge sind aktuell zweitrangig. Wenn der Weg sportlich so weitergeht, werden wir uns schon irgendwann zusammensetzen.”

12.07

Frahn: “Das Training ist hart. Unsere B-Mannschaft ist genauso gut wie unsere A-Mannschaft. Aber wir sagen zu Cottbus nicht, dass das in Anführungsstrichen eine D-Mannschaft ist. Viel zu früh, um zu sagen, dass wir am Ende mit 15 Punkten vorn sein werden. So einfach wird es nicht. Wir denken da von Spiel zu Spiel.” Zu den anderen Regionalligen: “Ob die Regionalliga Südwest stärker ist als unsere wie Watzka sagt, wird man dann am Ende sehen. In unserer Staffel wird auch guter Fußball gespielt, viellecht aber ein bisschen kämpferischer.”<

Kutschke: “Wen interessiert am Ende schon, ob wir Herbstmeister werden.” “Ob Watzkas Liga stärker ist, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Chemnitz und Halle sind jetzt raus und werden in der dritten Liga nicht abgeschossen. Ich glaube deswegen nicht, dass der Südwesten die bessere Staffel hat.”

12.03

BILD klärt die Bekleidungsfragen und ob Mütze und Handschuhe ausgepackt werden. Frahn outet sich als Frostbeule und als Fan von Mütze und Handschuh. Kutschke braucht nur warme Füße.

12.02

Geht los. Frahn und Kutschke sind da.

Frahn zu Magdeburg: “Sensationell. Das zweitschönste Spiel, das ich in Leipzig erlebt habe. Vom Ergebnis und von der Atmosphäre her. Unsere Fans waren unglaublich. Angesichts des Ergebnisses konnten wir es auch genießen.”

Kutschke: “Morgen wartet ein ganz anderes Spiel. Mit zweiten Mannschaften haben wir nocht so viele gute Erfahrungen gemacht. Wollen uns keine blöße geben und einen klaren Heimsieg einfahren. Werden mit voller Konsequenz ins Spiel gehen.”

11.55

Niklas Hoheneder ist auch da. Vielleicht heißt das ja, dass man zukünftig mit kopfballstarkem Dreiersturm arbeitet. Quasi ein ganz spezielles 3-4-3.. ;-)

11.49

Zehn Minuten noch, dann geht es los. Mit Stefan Kutschke und Daniel Frahn gibt es heut ziemlich hochrangigen Pressekonferenz-Besuch. Ungewöhnlich angesichts eines nicht ganz so hochrangigen Spiels. Vielleicht gibt es ja hinsichtlich des Sturmduos auch was zu verkünden. Wir werden es gleich erfahren, ob es einen außergewöhnlichen Anlass gibt oder nicht..

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4 Gedanken zu „Zwischenspiel“

  1. Danke RBB für den Ticker! Hab mir schon meine Gefrierschutzklamotten rausgeholt und hoffe, dass mich das Spiel von der Kälte ablenkt! 🙂

    Für die, die auch am WE ein bisschen Fussball schauen wollen. Die U17 (vs Wolfsburg am Samstag 14:00 Cottaweg) und die U23 (vs Radebeul Sonntag 14:00 Cottaweg) spielen auch noch. Bei der U23 ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass einer oder mehr aus dem Pool Nattermann, Karikari, Kocin, Hoffmann, Domaschke spielt.

    Ich hoffe auf ein schönes und erfolgreiches Spiel!

  2. Stimmt, die PK war diesmal recht abwechslungsreich und informativ. Zwar mehr zum Tippen, aber auch mehr Freude dran..

  3. Mein Zwischenspiel ist nach dem Gesamtauftreten der Mannschaft, das aber nur in den entsprechend angebotenen Fernsehausschnitten meinerseits bewertet werden kann, überraschend aber ehrlich, eher auf die positive Seite gerutscht.

    Wenn Ansätze der Überheblichkeit immer bereits im Keime erstickt werden, wird auch mehr und mehr die Sympathiewelle von den anderen, wohl derzeit etwas schwächelnden Mannschaften Leipzigs die zentral gelegene Arena (oder sogar auswärts?) noch erfassen.
    Natürlich kann man bei so einem tollen Lauf, den die Jungs des Rasenballsports z.Z. einfach haben, auch zum Schluss eines völlig ausgeglichenen Spieles (sogar mit leichten spielerischen Vorteilen der Gastgeber), wie zuletzt in Magdeburg, schnell noch drei zu diesem Zeitpunkt bestimmt nicht mehr erwarteten Punkte in das Reisegepäck verstauen, zumal es vor dem 3.Treffer im eigenen Tor hätte einschlagen können. Das ist ja das Prickelnde dieser Sportart!

    Natürlich schlugen die Emotionen besonders hoch, weil es dem etwas „eingeschnappten“ Bankdrücker“ T.Röttger, der noch vor Monaten in ganz anderen Stadien spielte, gleich zweimal gelungen ist, seine ihm nur knapp zur Verfügung gestellte Einsatzzeit mit entsprechendem fast maximal möglichen „Tatennachweis“ zu bestätigen.

    Das zuletzt gezeigte Bild nach einem seiner zwei erzielten Tore, die das Treffen letztlich auch entschieden, zeigt eigentlich Vieles mehr als nur einfache Freude. Im Fernsehen bekam ich allerdings als Zuschauer danach richtige Angstgefühle, weil sein Aussehen in diesem Moment dem eines „zornigen“ und wutigen Waldarbeiters ähnelte der nur noch von seinen Kollegen mit einem Lasso einzufangen schien. Es kann auch sein, dass die Gastgeber schon bei seinem Erscheinen an der Außenlinie regelrecht Lähmungserscheinungen erhielten!
    Seine danach geäußerte und von ihm erwartete Beförderung in die Anfangsformation bei dem heutigen Spiel gegen Cottbus II ist doch deshalb völlig normal, wobei allerdings der Trainer seinen derzeitigen Fitnesszustand besser beurteilen könnte.

    Vielleicht hat es zwischendurch auch bei beiden mit einem Gang zum Friseur
    geklappt……

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