RB Leipzig und der wiederholte Aufstiegsanlauf

Ein paar Tage sind es nur noch bis uns die neue Saison wieder hat. Angesichts der sommerlichen Umbaumaßnahmen im administrativen Bereich von RB Leipzig und der anschließenden Testspielserie habe ich fast das Gefühl als hätte es nie eine Sommerpause gegeben. Zumindest kann man nicht behaupten, dass die Sommerpause bei RB Leipzig vor sich hin geplätschert wäre. Trotzdem ist es gut, dass es jetzt los geht. Testspiele sind auf Dauer und in der Masse eine eher zähe Angelegenheit, zumindest wenn man sie mit der Aufregung eines Pflichtspiels vergleicht. Mit Union Berlin II wartet am ersten Spieltag nicht gerade ein sportlicher Kracher, aber angesichts der Vorbereitung vorwiegend gegen (teils weit) unterklassige Mannschaften bleibt doch ein ziemliches Unsicherheitsgefühl, was den aktuellen Leistungsstand der Mannschaft angeht. Am Sonntag, also am 12.08. wissen wir alle mehr, wo Daniel Frahn und Co tatsächlich aktuell stehen, wenn sie zum ersten Mal unter Zorniger auf einen hochmotivierten Regionalligagegner treffen.

Deshalb hier und heute an dieser Stelle ein Blick auf die aktuelle Situation im Verein und um den Verein herum. Doch bevor es analytisch in die Vollen geht, ist es mir noch eine Freude, darauf hinzuweisen, dass es bei rb-fans.de ein Tippspiel zur neuen Saison gibt. Was ziemlich gut dazu passt, dass man sich ja im Jahr 3 in dieser (zwar leicht umgebauten, aber immer noch alten) Liga schon wie ein alter Regionalliga-Hase fühlen darf und man dieses extreme Fachwissen vielleicht auch gern irgendwo loswerden möchte (ich sag nur: Tippspielkönig yeah). Und ein bisschen könnte man den Eindruck gewinnen, dass das Interesse an der kommenden Regionalliga-Saison im Umfeld von RB Leipzig noch einmal gewachsen ist und eventuell auch ein Ventil jenseits der Spiele braucht.. However, here it comes:

Der Kader

Ich hatte ja den Kader von RB Leipzig vor Kurzem erst umfänglich unter die Lupe genommen. Und war damals zu folgender Einschätzung gekommen:

Auch wenn der Kader eigentlich auf fast allen Positionen nahezu gleichwertig doppelt besetzt ist, scheint sich mir in einem 4-4-2 mit Doppelsechs doch eine klare, personelle Struktur abzuzeichnen. Denn mit Coltorti, Müller, Franke, Judt, Röttger, Kaiser, Rockenbach und Frahn sehe ich etwa acht Spieler für den Punktspielauftakt bereits als gesetzt an. Wodurch in der Mittelachse von Inennverteidigung hin zum Sturm nur noch 3 Plätze frei blieben.

Tatsächlich hätte ich mir nie und nimmer vorstellen können, dass sowohl Christian Müller, als auch Timo Röttger zum Pflichtspielstart auf der Bank sitzen würden. Das rechte Traumduo aus dem letzten Jahr. Aber genau danach sieht es aktuell aus. Wobei man einschränken muss, dass Christian Müller entsprechenden Aussagen von Alexander Zorniger zufolge auf der Bank (oder gar auf der Tribüne) nur sitzen wird, weil er im Gegensatz zu Konkurrent Patrick Koronkiewicz nicht fit ist und für den Fall, dass er es irgendwann wird, offenbar einen kurzen Weg zurück ins Team hat. Timo Röttger seinerseits hat aktuell das Nachsehen gegenüber Sebastian Heidinger, der im Laufe der Vorbereitung von links nach rechts gerückt ist. Was offenbar daran liegt, dass Zorniger findet, dass Heidinger dort sehr gut den Systemanforderungen entspricht. Ich finde das auf der Basis der Vorbereitungsspiele schwer einzuschätzen und bin gespannt, wie sich Sebastian Heidinger schlagen wird. Auch wenn ich zugegebenermaßen Timo Röttger für den kompletteren und ergo besseren Rechtsaußen halte. Aber wohl dem, der sich in Liga 4 zwischen Heidinger und Röttger entscheiden kann/ muss..

Beobachten... | © GEPA pictures/ Erwin Scheriau

Klar ist dagegen die Sache im Tor. Fabio Coltorti steht als Nummer 1 fest, zumindest solange es ihn nicht verletzungsbedingt umschmeißt. Dann könnte mal wieder die Zeit von Benjamin Bellot schlagen. Keine Position zum Sorgen machen. In der Innenverteidigung setzt Zorniger aktuell auf Tim Sebastian, der ihm offenbar wichtig für die Mannschaftshierarchie ist. Das ist eine schlechte Nachricht für Niklas Hoheneder, der bisher Sebastians Konkurrent auf dem rechten Innenverteidigerposten war und sich hinten anstellen muss. Auf dem linken Innenverteidigerposten waren die Rollen dagegen schon seit langem vergeben und Fabian Franke der Platzhirsch und Marcus Hoffmann der Mann für die Notfälle. Was ich ganz ähnlich links hinten sehen würde, wo Paul Schinke ein paar Defensivgene fehlen, um Juri Judt in der Startformation zu verdrängen. Paul Schinkes Einwechslung im letzten Test im linken Mittelfeld statt links hinten zeigt, dass Paul Schinke wie schon im letzten Jahr irgendwie zwischen den Stühlen sitzt und im Kampf um die Stammpositionen hinten anstehen muss und wohl nur bei Verletzungen von Judt und/ oder Rockenbach zu längeren Einsatzzeiten kommen wird.

Im zentralen Mittelfeld gibt es Dominik Kaiser und daneben einen Dreikampf. Den hat aktuell Henrik Ernst gewonnen. Ob dies auf längere Sicht so bleibt, kann wohl niemand sagen. Jeremy Karikari und Bastian Schulz scheinen mir nicht sehr weit weg zu sein von einem Stammplatz. Im linken Mittelfeld ist die Sache dagegen klar. Da gibt es nur Rockenbach. Und wenn der ausfällt, könnten dort nach Tom Nattermanns langem, verletzungsbedingten Ausfall Sebastian Heidinger oder Paul Schinke qualitativ hochwertig aushelfen.

Im Sturm scheint derweil weiter Daniel Frahn gesetzt. Der hatte sich in der Vorbereitung einige Chancenverwertungsaussetzer geleistet, steht aber auf der Besetzungsliste von Coach Zorniger als Kapitän offensichtlich weiterhin ganz oben. Was auch daran liegen könnte, dass Daniel Frahn weiterhin aus Situationen Gefahr zaubert (gerade mit dem Kopf), die bei anderen nicht mal ansatzweise gefährlich werden würden. Neben Frahn hat sich offenbar Stefan Kutschke für den Saisonstart fest ins Team gespielt. Wieder einmal. Nachdem man (auch ich) wieder einmal gedacht hat, dass er sehr schlechte Karten hat. Aber selbst ich als alteingesessener Kritiker des Duos Frahn/ Kutschke muss zugeben, dass Kutschke diesen Platz im Team aktuell absolut verdient hat und in der Vorbereitung auch als zweiter Stürmer, also nicht nur als Torschütze, sondern auch als Torvorbereiter überzeugte. Und sogar am Flügel eine gute Figur machte. Ein Kämpfer und Presser ist er sowieso, was ihn zu einem ziemlich kompletten Gesamtpaket macht. Womit er auch die eigentlich in der Theorie sehr viel besser als zweite Stürmer geeigneten Carsten Kammlott und Roman Wallner in den Schatten stellt. Mal sehen wie lange.

Fazit: Das ergibt zusammen aktuell (in Klammern Spieler die nah dran sind): Coltorti – Koronkiewicz (Müller), Sebastian (Hoheneder), Franke, Judt – Heidinger (Röttger), Kaiser, Ernst (Schulz, Karikari), Rockenbach – Kutschke (Kammlott, Wallner), Frahn. Also ziemlich viel Klasse. Wieder mal möchte man sagen. An den individuellen Fähigkeiten wird man jedenfalls wieder einmal nicht scheitern..

Das 4-4-2

Vielleicht scheitert RB Leipzig ja wie im letzten Jahr am System? Das ist – man kann das quer über alle Trainer ja schon als Vereinstradition bezeichnen – wieder mal ein 4-4-2 mit einer Doppelsechs. Wobei man mit den vier Stürmern, die RB Leipzig im Kader stehen hat, auch nicht viel was anderes spielen kann als ein System mit zwei Stürmern. Für einen reinen Flügelstürmer sind alle bis auf Kammlott zu schlecht (Kammlott wiederum könnte sich wohl dauerhaft nicht gegen Heidinger und Röttger durchsetzen) und drei der vier Stürmer Frahn, Kutschke, Kammlott und Wallner auf die Bank zu setzen, würde wohl bei Olympia mit einer Disqualifikation wegen des Versuchs absichtlich zu verlieren bestraft werden.

Nun war das System des 4-4-2 mit einer Doppelsechs hier im Blog (aber nicht nur hier im Blog) im letzten Jahr die Hauptzielscheibe der Kritik. Unflexibel, behäbig, zu leicht ausrechenbar, so lautete die Richtung Ende der Saison immer vernichtender werdende Kritik. Woraus sofort die Frage resultiert, warum es dieses Jahr besser aussehen sollte. Ganz grundsätzlich haben schon die Vorbereitungsspiele gezeigt, dass das 4-4-2 nicht mehr ganz so statisch wie unter Pacult interpretiert wird. Im letzten Jahr unter Pacult hieß 4-4-2 den Ball irgendwie auf die Außenbahnen zu bekommen und sich dort dann irgendwie durch zwei, manchmal drei Gegenspieler durchzudribbeln. Das war meist ziemlich leicht zu verteidigen, trotz der durchaus vorhandenen individuellen Klasse (Rockenbach, Röttger).

....Besprechen... | © GEPA pictures/ Erwin Scheriau

Die erste Anpassung in diesem Jahr besteht darin, dass die Außenspieler nicht mehr an der Außenlinie festgebunden sind, sondern je nach Spielsituation mit und ohne Ball auch in die Mitte ziehen und quer zur gegnerischen Abwehrkette kreuzen können. Wodurch die gegnerische Ordnung ein bisschen durcheinander gebracht wird, auf den Außen Raum für Vorstöße der Außenverteidiger (oder ausweichende Stürmer) geschaffen wird und zudem in der Mitte ganz neue Anspielstationen entstehen. Zwei der sechs Tore im letzten Test von RB Leipzig gegen Česká Lípa fielen, weil Heidinger bzw. Röttger in der Mitte anspielbar waren und von Judt bzw. Kaiser auch angespielt wurden.

Neben dieser Systemneuinterpretation macht auch ein einzelner Spieler Hoffnung auf den Unterschied zur Vorsaison, denn mit Dominik Kaiser hat man nun einen Typus sicherer Ballverteiler auf der Sechs, den man dort vorher gar nicht im Kader hatte. Kaiser ist kein Gott, der erst drei Spieler aussteigen lässt und den Ball dann im Winkel versenkt, aber Kaiser ist einer, der mit viel Ruhe und noch mehr Präzision die Bälle verteilt. Und das nicht nur – wie in den letzten Jahren bei RB häufig gesehen – im Rückwärtsgang gen Innenverteidiger, sondern vor allem auch als Verteiler gen außen und sogar als jemand der in der Lage ist, Steilpässe in alle möglichen Regionen der gegnerischen Viererkette zu spielen. Dominik Kaiser ist jemand, der auch mal ein zähes Spiel mit einem schnellen, präzisen Passe aufreißen kann und diese Qualität gab es im Kader bisher nicht (hatte auch der oft gelobte und leider gegangene Tom Geißler nicht).

Vergessen wir aber auch nicht den Beitrag, den Alexander Zornigers Gesamtidee vom Spiel zur Hoffnung, dass es in der kommenden Saison besser wird, leistet. Klar, auch Peter Pacults Idee vom Spiel war auf Balleroberung und schnelles Umkehrspiel ausgerichtet. Nur leider funktionierte dies auf dem Feld eigentlich nie. Weil die Mannschaft nie zu wissen schien, was wer in welchem Zusammenhang machen muss. Und so rannte man zwar mit viel Aufwand mal hier hin und mal dort hin und Daniel Frahn auch mal irgendwo ins linke oder rechte Mittelfeld, aber enge Räume kamen selten dabei heraus. Unter Alexander Zorniger versuchte man jedenfalls in der Vorbereitung ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man als Mannschaft stehen muss, um den Gegner bei Ballverlust attakieren zu können (Gegenpressing) und im nächsten Zug (falls das Gegenpressing nicht erfolgreich ist) aber auch in eine eigene Formation zu kommen, die kompakt ist und die Räume eng macht. Man sah das in der Vorbereitung schön, wie ungewohnt es für einige Spieler ist, bei eigenem Ballbesitz auf- und nachzurücken und so in eine Position zu kommen, wo man den Gegner bei Ballverlust gleich zustellen und attackieren kann. Man sah es auch schon in der Vorbereitung, wie eng und unmöglich man das Spiel für den Gegner machen kann, wenn 10 Feldspieler auf einem 20-Meter-Streifen stehen. Man konnte viele Sachen sehen, die wenn sie funktionieren aus dem 4-4-2 mit Doppelsechs eine großartige Sache machen können. Man hat aber auch oft gesehen, dass nicht alles sofort funktionieren wird, weil die Spieler das System erst erlernen und dem System auch vertrauen müssen. Bei allen möglichen Rückschlägen, die vor allem dadurch entstehen werden, dass ein zögerliches Gegenpressing dem Gegner viel Raum zum Kontern anbietet.

Auch Zuversicht, dass das 4-4-2 in diesem Jahr besser funktioniert, produziert bei mir die Tatsache, dass RB Leipzig in Person von Alexander Zorniger nicht nur an Spiel- und Systemfragen arbeitet, sondern genau weiß, dass es in der Regionalliga auch mal die einfachen oder robusten Sachen sein müssen. Standards einerseits, Leuchtturm Kutschke als Kopfballmonster, um über ihn und die zweiten Bälle zum Erfolg zu kommen andererseits. Plan B und C wird das ganze bei Zorniger genannt. In den Vorbereitungsspielen hat man von den Standards noch nicht so viel gesehen, aber schon dass man die Idee hat, diese als Erfolgskonzept einzusetzen, lässt mein Herz höherschlagen. Schließlich gehörten Standardtore (außer Elfmeter) letztes Jahr nicht unbedingt zum Repertoire.

Fazit: Ich bin nicht der ultimative Freund des 4-4-2, aber mit dem zur Verfügung stehenden Kader wäre alles andere Frevel. Und mit den Mitteln und Methoden, die die Mannschaft gerade erlernt, ist mir um das Erfolgspotenzials des 4-4-2 überhaupt nicht bange.

Der Trainer

Manchmal hat man das Gefühl als hätte Alexander Zorniger bereits einen gottgleichen Status, ohne auch nur einmal bei einem Pflichtspiel auf der Bank gesessen zu haben. Als Typ geradlinig, selbstbewusst, kompetent und zu allem Überfluss auch noch kommunikativ schnürt er ein Gesamtpaket, das bei RB Leipzig bisher fast gänzlich unbekannt war. Und mit diesem Mix hat er im Umfeld von RB Leipzig eingeschlagen wie eine Bombe. Das muss man sich mal vorstellen. Da kommt ein unbekannter Trainer eine Woche nach Trainingsstart von einem anderen Regionalligisten, genaugenommen aus dem unbekannten Großaspach und übernimmt einen nicht von ihm zusammengestellten Kader und die Reaktionen sind umwerfend. Muss man auch erst mal drauf kommen, auf diese Geschichte.

....Erklären... | © GEPA pictures/ Hans Simonlehner

Ich persönlich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem lachenden, weil die fachlich-sachlichen Ideen, die Zorniger hat und bei deren Umsetzung man quasi live dabei sein kann, mich komplett überzeugen und bei mir gerade für die mittelfristige Zukunft viel Vorfreude erzeugen. Mit einem weinenden, weil die messiasartige Rezeption seiner Person natürlich eine enorme potenzielle Fallhöhe produziert. Sprich, wenn sich Leipzigs Medien- und Fanlandschaft treu bleibt, dann wird aus einem Messias bei sportlichem Misserfolg schnell die ärmste Trainersau. Allen rational möglichen Erklärungen zum Trotz.

Und dabei sind beide Pole (Messias und Depp) gleichermaßen Unsinn. Weil Zorniger auch nur ein gut ausgebildeter Trainer mit eventuell ein paar besseren Ideen als andere ist, der in den Mühen des Alltags genauso Macken haben wird wie alle anderen Trainer auch. Und weil seine Spielideen einfach auch Zeit brauchen und nicht davon abhängen, ob man sich am zweiten Spieltag in Neustrelitz nur zu einem Punkt gurkt. Ich jedenfalls hätte gerne ein Trainerbild, das ein bisschen geerdeter ist, weil es nirgendwo einen Messias gibt, sondern nur die mühselige Arbeit am System und am Erfolg. Inklusive aller Rückschläge.

Fazit: Der Trainerwechsel von Pacult zu Zorniger war ein guter. Seine Perspektiven sind insgesamt prima. Wenn man ihm denn den Rücken freihält und er nicht nach einem möglichen durchwachsenen Saisonstart bereits öffentlich demontiert wird.

Die Testspiele

Zehn mal trat RB Leipzig in der Sommerpause zu Testspielen an. Neun Siege und ein Unentschieden konnte man dabei einfahren. 53:5 Tore standen letztlich zu Buche. Macht pro Spiel reichlich fünf Tore bei einem halben Gegentor. Eine prima gelungene Vorbereitung könnte man meinen. Mit viel Offensive und relativ sicherer Defensive. Und letztlich würde ich auch behaupten, dass man defensiv insgesamt etwas sicherer stand als noch vor einem Jahr. Aber offensiv wurde vieles in manchen Spielen ziemlich leicht gemacht.

....Zufrieden sein - Alexander Zornigers Arbeitsschritte | © GEPA pictures/ Erwin Scheriau

Was auch an der insgesamt schwachen Gegnerschaft lag. Mit Sonnenhof Großaspach und dem SC Goslar waren zwei Regionalligisten schon das höchste der Gefühle. Es folgten mit GW Piesteritz, VfL Halle und Fortuna Chemnitz drei Oberligisten, von denen nur der VfL Halle einen akzeptablen Tag erwischte. Und mit Union Sandersdorf kam aus Deutschland noch ein ambitionierter Sechstligist aus Sachsen-Anhalt dazu. Der FK Arsenal Česká Lípa war als tschechischer Drittligist stärker als man erwarten durfte (etwa schlechtes Oberliganiveau). Der FK Teplice war als tschechischer Erstligist dank Anreise mit einer Juniorenmannschaft maximal Sparringspartner (auf Landesliganiveau). Und der österreichische Fünftligist ATV Irdning und die Ausseerland-Auswahl als Trainingslagergegner waren letztlich außerhalb jeder Wertung.

Zehn Gegner und nur einer war ein echter Härtetest, die SG Sonnenhof Großaspach, eben jenes Team, gegen das man sich zu einem 0:0 rang. Es macht in der Vorbereitung sicherlich wenig Sinn, permanent gegen einen höherklassigen Gegner die Leistungsgrenzen ausspielen zu müssen. Zorniger hatte mit seinem Team genug Arbeit mit Spielsystem, Laufwegen und Co. Da tun Gegner gegen die man das viele Neue vielleicht mit etwas mehr Ruhe spielen kann als gegen Hochkaräter auch ganz gut. Andererseits hätte es gerade gegen Ende der Vorbereitung noch mal gut getan, gegen einen Gegner zu testen, der zumindest durchschnittliches Regionalliga-Niveau gehabt hätte, um seine eigenen Fähigkeiten an der Realität abzugleichen. Gab es aber nicht. Weswegen ein Großmaß an Unsicherheit bleibt, was den aktuellen Leistungsstand der RasenBallsportler angeht.

Fazit: Die Testspielserie war insgesamt eine erfolgreiche. Was für das schnelle Zusammenwachsen von Team und Trainer sprechen würde. Angesichts der wenig fordernden Gegnerschaft müssen aber belastbare Aussagen zur Qualität der Testspiele ausbleiben.

Die Regionalliga Nordost

Eigentlich ist die Situation in der Regionalliga noch klarer als in den letzten zwei Jahren. Eigentlich kommt als Meister nur RB Leipzig in Betracht. Ich hatte das ja kürzlich schon mal in meinem Überblick über die neue Regionalliga Nordost ausgeführt. Grundsätzlich hat sich an dieser Aussage nichts geändert.

Was sich leicht geändert hat, ist der Blick auf die Konkurrenz, denn das Jena der einzige ernste Konkurrent sein wird, kann man angesichts deren schleppender Kadervervollständigung und teils desaströser Vorbereitungsergebnisse nicht mehr so richtig glauben. In den Blick haben sich vielmehr zwei weitere Teams geschoben, die man zwar schon vorher auf dem Zettel haben durfte, die aber dank einiger Zugänge noch einmal deutlich an Qualität gewonnen haben.

Als da wäre einerseits die U23 von Hertha BSC. Die haben mit Neumann, Duricin und Perdedaj viel (ausgemusterte) Nachwuchsklasse von den Profis bekommen. Bleiben sie im Verein, dann könnte die U23 ein harter Gegner werden. Wechseln sie noch, dann eher nicht. Auf der anderen Seite ist es der FSV Zwickau, der sich anschickt, in der Regionalliga gleich relativ weit oben angreifen zu wollen. Als überlegener Oberligameister der vergangenen Saison und RB-Pokalbezwinger haben sie sich gut verstärkt, wofür die Namen Unger, Grossert und Eggert stellvertretend stehen. Nehmen die Zwickauer die Euphorie der vergangenen Saison mit und erwischen einen guten Start (1.Spiel gegen Jena), dann darf man durchaus mit ihnen als kleine Wadenbeißer rechnen. Im Normalfall reicht es aber zumindest nicht für Platz 1.

Das Problem schon letztes Jahr war das Riesengefälle in der Liga, das dazu führte, dass die Spitzenteams gegen den Rest der Liga relativ leichtes Spiel hatten und in diesen Spielen kaum Punkte abgaben (wobei sicherlich die Tatsache, dass es keine Absteiger gab, zu dieser Situation beitrug). Man kann vermuten, dass das Leistungsgefälle bei der Erweiterung der Regionalliga nicht geringer wurde. Sprich, wenn ein Überraschungsteam Blut leckt und in Euphorie- und David-Fahrt kommt, dann würde ich es angesichts der Tatsache, dass die Gegnerschaft nicht gerade übermächtig ist und dementsprechend nicht Unmengen an Punktverlusten passieren, nicht für gänzlich ausgeschlossen halten, dass ein Team sich lange mit RB Leipzig duelliert.

Fazit: Bei allem Wenn und Aber und Außenseiterchancen, ich glaube nicht, dass in der aktuellen Regionalliga Nordost ein Team die Klasse hat, RB Leipzig bis zum 30.Spieltag Paroli zu bieten. Und alles was danach kommt (Relegation), kann man nicht ernsthaft prognostizieren wollen.

Die Fans

Es ist schon erstaunlich. Da geht RB Leipzig das dritte Jahr in Folge in die Regionalliga und trotzdem wächst die Begeisterung im Umfeld weiter an. Als RB in Leipzig bzw. damals noch in Markranstädt auf den Plan trat, prognostizierten viele, dass sich vor der 2.Liga kaum jemand für den Verein interessieren würde. Als der Verein vor einem reichlichen Jahr das erste Mal am Aufstieg scheiterte, kamen zum letzten Heimspiel gegen Havelse reichlich 1.000 Zuschauer.

Reichlich 12 Monate später hat RB Leipzig trotz zweitem verpassten Aufstieg aktuell bereits fast 1.000 Dauerkarten verkauft, konnte zur Saisoneröffnung beim Angrillen auf der Parkbühne 3.000(!) Anhänger begrüßen und durfte sich bei allen regionalen Testspielen über einige Hundert Anhänger freuen. Das Wachstum des Vereinsumfelds setzt sich also trotz sportlicher Stagnation fort. Das ist tatsächlich eine Tatsache, die mich persönlich erstaunt. Denn auch ich hätte erwartet, dass die Zuschauerentwicklung stark an der Ligenzugehörigkeit hängt. Ein Publikum locker auf Drittliganiveau im dritten Jahr Regionalliga gehörte jedenfalls nicht unbedingt zum Erwartungsrahmen.

Letztlich könnte dies im Saisonverlauf zu einem positiven Faktor werden. Vor allem die Unterstützung in Auswärtsspielen wird angesichts kurzer Fahrstrecken ziemlich groß und gut sein und könnte den einen oder anderen Punkt mit nach Hause bringen. Schon im letzten Jahr trugen die Gästeanhänger in Magdeburg, Plauen, Meuselwitz und Co das ihre zum Gelingen der Punktemissionen bei. Heimstärke setzen wir der Einfachheit halber mal voraus. Heißt, ich hoffe darauf, dass die RasenBallsportler die Red Bull Arena als ihr Wohnzimmer begreifen und dementsprechend mit Lust und Laune auflaufen, also so wie es die meisten Gästeteams, die sich wie Bolle auf die WM-Arena freuen, auch tun.

Fazit: Die Fans sind (quantitativ) bereits auf Drittliga-Niveau. Die Mannschaft darf da ligentechnisch gern nachziehen..

Mentalität

Noch so ein bisschen Pseudopsychokram zum Abschluss? Ja, ich weiß bei RB Leipzig gibt es inzwischen einen Psychologen, also kann man das Kapitel auch abschließen, nicht? Naja, ganz so einfach ist es sicherlich nicht, denn auch in dieser Saison sind die Herausforderungen wieder große und die Gegner allesamt motiviert wie in einem Pokalspiel. Womit man wieder mal umgehen muss. Es steht weiterhin als Aufgabe an, dass die Mannschaft ihre Saison nicht als Last, sondern als Lust empfindet. Lust aufs Gewinnen, Lust auf Erfolg. Ich weiß, dass es schwierig ist, die permanent drohende Häme und die potenziell anlaufenden Versager-Storys in den Medien aus dem Kopf zu verbannen, aber ohne irgendwas intrinsisch motivierendes wird man wohl nicht (r)auskommen (aus der Liga). Sag ich mal so. Also ich jedenfalls bin intrinsisch hochmotiviert und hab Bock auf Aufstieg. Noch irgendjemand?

Fazit

Eigentlich ist alles perfekt. Ein vernünftig zusammengestellter Kader, der von einem guten Trainer ein System aufgebügelt kriegt mit einem drittligareifen Publikum in einer Saison mit attraktiven Namen als Gegner (Jena, Magdeburg, Zwickau, Lok), aber insgesamt ohne allerletzte sportliche Konkurrenz. Klingt alles ganz schön glatt und wird es wohl so im Saisonverlauf nicht bleiben. Letztlich ist es genau das, was bei mir ein leichtes Bauchgrummeln verursacht, dass alles so glatt und vergleichsweise widerstandslos wirkt. Ich meine, ich als Blogger kann mir das leisten, für die RasenBallsportler bedeuten zwei, drei fehlende Prozent Konzentration im Fall der Fälle eventuell schon zwei, drei schnelle Punktverluste.

Dazu kommt, dass die hohe Qualität des Kaders letztlich auch das Problem werden könnte. Es werden im Saisonverlauf einige Spieler einige Enttäuschungen erleben. Der eine oder andere eventuell sogar dauerhafte Enttäuschungen. Klar, jetzt am Anfang der Saison, gerade mit einem neuen Trainer hängt sich jeder voll rein und wittert seine Chancen. Aber im Alltag werden sich Mannschaftsgefüge und somit auch Gefühle der Aussichtslosigkeit bei Wechselspielern manifestieren und entsprechenden Unmut produzieren. Dies aufzufangen wird für das Trainerteam nicht immer einfach sein. Man sah das letztes Jahr schön als in der Hinrunde unheimlich viele Punkte von Bankspielern erkämpft wurden, während dann in der Rückrunde, als verschiedene Wechselspieler sich aus verschiedenen Gründen als demontiert betrachten konnten, von der Bank gar nichts mehr kam.

Und ein weiteres Problem geht mit dem hocklassigen Kader einher (Stichwort Demontage). Läuft es einmal nicht, ist man immer versucht, personell etwas zu verändern. Weil man ja die kadertechnischen Möglichkeiten dazu hat und auf jeder Position doppelt besetzt ist. Was aber meist im Nebeneffekt auch dazu führt, dass die Ausgwechselten an Vertrauen verlieren und die Mannschaft nicht auf höchstem Niveau eingespielt ist. Dieser goldene Mittelweg zwischen Vertrauen in die Stammelf und Konstanz in der Aufstellung einerseits und Durchlässigkeit zu den Wechselspielern, die ins Team drängen andererseits, ist bei der Klasse, die RB Leipzig bis runter zur 20 hat, ein krass schmaler Grat, auf dem man als Trainer auch erst mal wandeln muss..

Wie auch immer. Es wartet eine weitere großartige (weil Fußball) Saison mit leider nur 15 Heimspielen plus möglichen Sachsenpokal- und Relegationszugaben plus Auswärtsspiel bei Lok auf Heimspielplätzen. Die Ziele sind wie schon in den vergangenen zwei Jahren klar: Aufstieg und Gewinn des Sachsenpokals. Auf geht’s in die großen und kleinen Storys, die Irrungen und Wirrungen der Saison und in möglichst viele glückliche Momente. Das jedenfalls sollte die Saison des einzig wahren RasenBallsports werden.

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Bilder: © GEPA pictures/ Erwin Scheriau, Hans Simonlehner

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10 Gedanken zu „RB Leipzig und der wiederholte Aufstiegsanlauf“

  1. wieder mal toll geschrieben! Der letzte Satz wirft mich um: `Die Saison des einzig wahren RasenBallsports`.

  2. Alle Achtung, brauseblogger!

    Seit einiger Zeit verfolge ich die von Dir erstellten Detaillinformationen über Deinen Lieblingsclub. Alle Achtung!
    Eigentlich hättest Du mit den fachspezifischen, lockeren aber auch kritischen Einblicken in das leider nicht vorwiegend natürlich gewachsene Innenleben der meist fremden Rasen-Akteure, die leider kaum zum Leipziger Umfeld zu zählen sind, ebenfalls zum bezahlten Wahnsinns-Trainer-Betreueraufgebot gehört.

    Es wird dabei bleiben: speziell durch kritisch zu erwartende „schwierige“ Stimmungslagen (aus welchem Grund auch immer….), besonders bei Auswärtsspielen, werden Deine Jungs leider auch im nächsten Jahr
    sich wieder nur für die 4. Liga vorbereiten müssen. Schon vorher wird es erneut einen neuen Trainer, sportlichen Gesamtdirektor und verschiedene Spielerwechsel geben!
    Leider hast Du Dir die falsche Truppe ausgesucht.
    Eine Bitte habe ich noch: Vermeide möglichst zukünftig den Neubegriff „Doppelsechser“. Wer ihn auch erfunden haben möge, bei den früheren Aufstellungen gab es immer das klassische Läuferpaar mit den Rückennummern 5 und 6, die sich abwechselnd nach hinten und vorn orientierten. „Doppelfünfer“ hörte ich noch nie, also bitte nicht einfach – wie leider viele zu oft – nachplappern, da Du sonst zu gute Fähigkeiten zu haben scheinst!

    1. Zur Doppelsechs: was wäre denn die alternative Bezeichnung. Läuferpaar vor der Abwehr oder im defensiven/zentralen Mittelfeld mit alternativ wechselndem Umschaltverhalten ins offensive Mittelfeld würde es natürlich auch beschreiben. Oder besser doppelt besetzter Rotationssechserachter oder gar Rotationssechserzehner? Bliebe noch die Unterscheidung in der Ausprägung als Kreativspieler oder Abräumer. Bei Doppelsechs wissen doch inzwischen nicht nur Taktiknerds was gemeint ist.

    2. RBB toller und ausführlicher Beitrag. Jetzt habe auch ich, nach dem ganzen Sommerkram, dem ich mich komplett verschlossen habe, wieder Lust. Zwar nicht auf 4. Liga, aber auf RB+ Fussball! Jetzt werd ich wieder an deinen Lippen(Zeilen) kleben, bis dass der Aufstieg geschafft ist. Allerdings habe ich so ein Gefühl, dass es eine Überrraschungsmannschaft geben könnte, die keiner auf dem Zettel hat und die nicht aus Jena kommt!
      @ bla bla bla hukl: wenig Wissen über unsere regelmäßige auswärtsstärke und schon gar keins über Doppel-sechs! Wenn der 2malige Meistertrainer der Bundesliga diesen Begriff in seinem Sprachgebrauch und System fest verankert hat, sollten es andere auch tun, vorallem wenn sie wissen von was sie reden! Quelle: Kloppo + BVB

  3. Nur noch 5 mal schlafen, Gott sei Dank, dann ist wieder Fussball dran.

    Ich freue mich wie schon lange nicht mehr auf eine Saison und bin auch richtig, ich will jetzt nicht sagen euphorisch aber, euphorisch 😀

    Ich hoffe nur das die Stimmung, sollte es am Anfang der Saison eher schleppend laufen, gleich wieder umschlägt. Von meiner Seite sicherlich nicht da ich AZ sehr schätze (und auch aus seiner Zeit bei Bonlanden, Gmünd und als Co beim VFB kenne) und weis das er ein guter ist. Ich glaube auch das die verkleinerung des Kaders das Problem der Unzufriedenheit deutlich senken wird.

    Ansonsten wie (fast immer) ein sehr schöner Blog. Mach weiter so.

  4. Zum Trainer: In der kurzen Zeit seines Wirkens hier hatte ich insgesamt zweimal mehr oder weniger persönlichen Kontakt zu ihm (letztes Testspiel Grimma und Zetkin-Park), und ich muß sagen, es war göttlich in seiner Nähe zu sei, auch mein kleiner Sohn von 4 Jahren war beeindruckt. Ich habe selten soviel „positive Energie“ verspürt, wie in diesen Momenten. Seine Vorgänger haben bei mir mehr oder weniger das Gegenteil erzeugt, in ihre Nähe kam ich nie, selbst bei Testspielen wie in Grimma waren sie meist sehr schnell weg.
    Auch bei einer schlechten Saison werde ich diese b.a.w. nicht am A.Z. festmachen, auch ohne „Eingriffe“ vom Pacult hätte diese Truppe aufsteigen müssen, aber das ist ja dann wieder ein ganz anderes Kapitel.
    Ansonsten: Toller Blog-Beitrag, ich kann den nächsten kaum erwarten!

  5. Prima Beitrag mal wieder! Rein gefühlsmäßig war ich seit der Gründung nicht mehr so optimistisch. Es scheint von Kader über Stimmung, Gleichgewicht aus Selbstvertrauen und Wissen um die Schwierigkeiten bis zum Umfeld der Mannschaft alles bereit. Hoffen wir das ein guter Start die positive Energie weiter trägt.

    Zuschauertechnisch wirds spannend. Gelingt es endlich mal zu Hause regelmäßig guten und erfolgreichen Fußball zu bieten, kann ich mir leicht sogar eine Steigerung des starken Schnitts vorstellen. Aber auch nur dann. Der sportliche Wert der Spiele ist natürlich deutlich geringer als letzte Saison.

    Bei den potentiellen Konkurrenten habe ich dick Magdeburg auf dem Zettel. Klar waren die 40 Punkte hinter RB letztes Jahr. Aber mit Petersen haben sie den optimal erfahrenen Trainer für diese Liga. Wenn sie gut starten, kann sie das mit ihrer starken Fanunterstützung weit tragen. Im Gegensatz zum Abwärtsstrudel der letzten Saison.

    Endlich gehts wieder los. An der Stelle schonmal ne Prognose für einen neuen 4. Liga Zuschauerrekord fürs Derby gegen LOK 🙂

  6. Drei mal gelesen – einfach Klasse. Warum ausgerechnet Du nun vom gängigen Doppel-Sechs Begriff abrücken sollst, erschließt sich nur dem mit Hanussen-Fähigkeiten ausgestatteten Kommentator HUKL.

    1. Zur Antwort von ITWolle:
      Die tollen Gedanken über den Blog von Brauseblogger habe ich nicht nur so einfach dahingeschrieben. Es war nur meine Meinung.
      Dass mir aber damit Hanussen-Fähigkeiten nachgesagt werden, ist allerdings eine ganz gefährliche Angelegenheit, die nicht ohne Folgen sein könnte, wenn man weiß, was damit eigentlich gemeint ist !

    2. Wenn ich mein kurzgewikites Wissen richtig einschätze, dann will ITWolle mit den Hanussen-Fähigkeiten auf nichts anderes als Hellseher-Fähigkeiten hinaus. Falls Du @HUKL das tatsächlich nutzen willst, um Drohungen auszusprechen („gefährliche Angelegenheit“, „Nicht ohne Folgen“), dann ist das deutlich jenseits von lustig.

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