Ralf Rangnick und Gérard Houllier als neue Spitze bei Red Bull

Red Bull und der Fußball. Wenn es sportlich auch nicht immer spektakulär zugeht, was das Personalkarussell angeht, ist es ganz großes Kino. Und vor allem eines, bei dem Fortsetzungen nicht langweiliger sind als das Original. Nach dem Abgang von Ricardo Moniz bei Red Bull Salzburg hat man sich jedenfalls mal wieder für die große Lösung entschieden. Wodurch das sommerliche Theater in Österreich nun auch endgültig bei RB Leipzig angekommen ist.

Denn laut offizieller Mitteilung [broken Link] wird Ralf Rangnick nicht nur Sportdirektor in Salzburg, sondern übernimmt gleichzeitig auch die oberste sportliche Verantwortung für RB Leipzig. Und dürfte somit ab sofort final entscheidungsberechtigt gegenüber den Leipziger Protagonisten Peter Pacult und Wolfgang Loos sein. Was aus der spektakulären Nachricht, dass sich Rangnick Red Bull Salzburg und das dortige Kompetenzgerangel und den Kampf um das offene Ohr des Geldgebers Mateschitz antut, die doppelt spektakuläre Nachricht macht, dass die Zeiten des Alleinherrschers Pacult in Leipzig früher oder später vorbei sind.

Dass Ralf Rangnick bei Red Bull im Gespräch ist, gab es bereits vor einem halben Jahr schon mal als Gerücht. Auch damals wurde er als eine Art Head of Global Soccer ins Gespräch gebracht (wobei er jetzt ja eher eine Art Head of European Soccer ist). Was ich für ziemlich absurd hielt:

Als Head of Global Soccer wäre Rangnick aber eine sehr unkluge Wahl von Red Bull. Denn dann holte man sich jemanden ins Haus, der gerne den Takt vorgibt, der aber mit Pacult auf jemanden trifft, der sehr viel ertragen kann, aber keinen Taktgeber über sich. Eine derart unvernünftig erscheinende Personalentscheidung traue ich Red Bull ehrlich gesagt nicht zu. (Ralf Rangnick zurück in der Gerüchteküche)

An dieser Situation hat sich in Bezug auf Pacult und Rangnick eigentlich kaum etwas geändert. Dass der eher der Methode Magath als sportlich allein Verantwortlicher anhängende Pacult mit dem kommunikativen Teamplayer Rangnick, der bei aller Teambezogenheit trotzdem gern den Hut auf hat, besonders gut können wird, darf man jedenfalls schon mal bezweifeln. Sobald Rangnick tatsächlich versuchen wird, Einfluss auf die Entwicklungen in Leipzig zu nehmen, wird es zwischen den beiden wohl knistern.

Es ist schon erstaunlich, dass Mateschitz mit der Verpflichtung Rangnicks nun offenbar ein Stückweit auf Konfrontationskurs mit Pacult gegangen ist bzw. dies offenbar der Versuch ist, den Trainer von RB Leipzig zu domestizieren. Denn bisher konnte man davon ausgehen, dass Pacults Faustpfand seine gute Beziehungen nach ganz oben sind. Doch mit der Verpflichtung Rangnicks dürften zumindest auf absehbare Zeit auch relativ umfassende Entscheidungskompetenzen an ihn übergegangen sein. So wie damals beim Head of Global Soccer Red Bull Dietmar Beiersdorfer, der zumindest in seinem ersten Jahr Salzburg und Leipzig nach seinen personellen Wünschen umbauen durfte. Dem fielen dann in Leipzig nacheinander Präsident Sadlo, Sportdirektor Krug und Trainer Vogel zum Opfer.

Interessant daran ist, dass die weitreichenden Kompetenzen Beiersdorfers ein jähes Ende fanden, als er versuchte bei RB Leipzig an der Wahl des neuen Trainers teilzuhaben und dabei von noch weiter oben ausgebremst wurde. Woraufhin er sich dafür entschied, den Ort an dem seine Expertise nicht mehr gefragt zu sein schien, wieder zu verlassen. Was bei Red Bull ein ziemlich alltägliches Geschäft zu sein scheint. Sterne kommen und verglühen wieder. Handlungsfähige Strukturen entstanden dabei jedenfalls kaum, denn diese wurden mit den Personalentscheidungen oftmals gleich mit eingerissen.

Nach Beiersdorfer hat man jedenfalls auf die Wiedereinstellung eines Head of Global Soccer Red Bull verzichtet und versuchte Salzburg, Leipzig, New York und die Akademie in relativer Eigenständigkeit zu entwickeln. Was dem globalen Konzept Red Bull Hohn sprach, aber beispielsweise mit der Besetzung von Peter Pacult in Leipzig eine entsprechend logische Entscheidung zur Folge hatte. Ich persönlich fand das nicht sinnvoll, weil ein Scheitern von Peter Pacult auch immer einen kompletten Neuanfang in Leipzig bedeutet hätte. Im Sinne des sportlichen Erfolgs hätte ich aktuell aber ein weiteres Jahr Ruhe rund um RB Leipzig als absolut hinnehmbar empfunden.

Doch nun gibt es Ralf Rangnick, der mit der Verpflichtung von Coach Roger Schmidt vom Fast-Bundesligaaufsteiger SC Paderborn für die Aufgabe Champions League in Salzburg schon deutlich gemacht hat, dass es ihm nicht um Namen, sondern um sportliche Expertise geht. Ein relativ unerfahrener Trainer, der bisher ein Zweitligajahr lang (wenn auch gut) tanzen durfte auf dem Salzburger Schleudersitz. Das ist bereits eine mutige Entscheidung, die in ihrer spielstrategischen Dimension durchaus sympathisch scheint.

Diese Dimension auch bei RB Leipzig schnell durchzudrücken und hier Strukturen zu installieren, die für klare und moderne Spielideen und -systeme stehen und eventuell auch bestehen bleiben, wenn ein konkreter Trainer mal erfolglos bleibt, klingt natürlich erst mal verlockend. Einerseits. Andererseits tragen die meisten der bisherigen Neuzugänge bei RB Leipzig absolut die Handschrift Pacults. Mrowiec, Karikari und Judt als mehr oder minder kämpferisch starke und technisch limitierte Spieler gehören vermutlich kaum zur Kategorie Spieler, auf die Rangnick scharf gewesen wäre. Genaugenommen hat man in Leipzig aktuell einen auf Pacult zugeschnittenen Kader, den man wohl nur schwerlich einfach jemand anderem überhelfen könnte.

Was insgesamt bedeutet, dass Rangnick und Pacult wohl zumindest für ein Jahr eine Art Zweckehe eingehen müssten. Bei der fraglich wäre, ob nicht einer der beiden irgendwann die Lust daran verliert. Wo dann letztlich die Frage entstünde, wer am kürzeren Hebel sitzt. Ganz aktuell ist es Pacult, in einem Jahr könnte das gerade bei der Schnelllebigkeit im Hause Red Bull schon wieder ganz anders aussehen. Aussitzen und auf später vertrauen? So tun als wäre nicht viel passiert und weitermachen wie bisher? Mal die Nase in den Wind stecken und riskieren, dass sie einfriert? Wäre spannend, was in Peter Pacults Kopf gerade so vor sich geht..

Dass Pacults Wunsch-Sportdirektor Wolfgang Loos jedenfalls nach einem Jahr bereits wieder mehr oder minder entmachtet wird (und davon laut heutiger LVZ aus dem Internet erfuhr) und zukünftig vermutlich als Leipziger Geschäftsstellenleiter und Bindeglied zwischen ihm und Rangnick agieren wird, kann Pacult jedenfalls nicht gefallen und ist sowohl Abkehr von dem, mit dem er in Leipzig unterschrieben hat, gleichzeitig ein ordentlicher Schuss vor den Bug und der deutliche Hinweis, dass die großen Entscheidungen jederzeit woanders getroffen werden können.

Interessanterweise scheint dieses Wissen keinen zu interessieren, der bei Red Bull unterschreibt. Denn die Kompetenzen von heute können morgen schon nichts mehr wert sein. Und während man heute noch nach seinen Vorstellungen sportlich arbeiten konnte, sind morgen die Einflüsterungen anderer Experten gefragt. Dass Red Bull in den letzten Jahren ungezählte Fußballexperten (von Trappatoni bis Stevens, von Beiersdorfer von Moniz) teilweise in den falschen Positionen verbrannt hat, hätte mich glauben lassen, dass eine Beschäftigung bei Red Bull nicht mehr die große Strahlkraft hat. Ralf Rangnicks Unterschrift (und auch die von Gérard Houllier) scheint das Gegenteil zu beweisen.

Letztlich könnte es aber Rangnick genauso gehen, wie vielen vor ihm bei Red Bull und er an einen Punkt kommen, an dem er merkt, dass andere Meinungen und Strömungen ein stärkeres Gewicht bekommen. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass in einem Verein, in dem die medizinische Abteilung einen Cheftrainer mit absägen kann und ein Nachwuchskoordinator zum Einflüsterer von Dietrich Mateschitz wird, strukturell nicht viel stimmen kann und man im Fall der Fälle einiges an Widerständen und Mauern zu durchbrechen hat.

Letztlich ist es aber eine Situation, in der es einen wie Ralf Rangnick braucht. Einer, der mit kommunikativen Fähigkeiten bei gleichzeitiger umfassender Entscheidungskompetenz die Strukturen vor allem in Salzburg strafft und zusammenführt und das lästige Kompetenzgerangel beendet. Ob er dabei erfolgreich sein kann, hängt zu großen Maßen davon ab, ob ihm Mateschitz tatsächlich zwei, drei Jahre Chefkompetenzen zugesteht und sich in dieser Zeit aus den Entscheidungen seiner Fußballexperten (fast vollständig) heraushält. Wäre zu wünschen, aber so richtig dran glauben tue ich erst, wenn ich es sehe. Das Beispiel Beiersdorfer, den Mateschitz ziehen ließ, nur weil ihm Pacult als Trainer in Leipzig so wichtig war, spricht immer noch dagegen.

Dass Rangnick ausgerechnet Sportdirektor in Salzburg und Leipzig wird und nicht Trainer bei einem von beiden, hat natürlich noch zusätzliches Streitpotenzial, denn als ehemaliger (erfolgreicher) Coach dürfte er auch jedesmal ins Spiel gebracht werden, wenn es in Salzburg oder in Leipzig nicht läuft. Was dann dasselbe Problem wie bei Moniz auf den Plan werfen könnte, der als Koordinator für die Nachwuchsausbildung bei Red Bull sehr gut besetzt schien, dann auf dem Trainerposten in Salzburg verbrannt wurde und nun für Red Bull gestorben ist.

Die Entscheidung pro Rangnick beinhaltet hoffentlich die klare Ansage, dass es vorerst keinen Trainer Rangnick geben wird. Das mutet schwierig an, weil Rangnick in allem was man bisher von ihm weiß und gesehen hat, doch eher wie ein Trainer und nicht wie ein Chefstratege wirkte. Und es wäre doch so wichtig, denn nichts wäre alberner, als Rangnick nach einem halben Jahr Strukturaufbauaufgabe auf einem der beiden Trainerposten in Leipzig oder Salzburg im durchaus rauhen Tagesgeschäft zu verheizen. Für so etwas bliebe immer noch Zeit, wenn es bei Red Bull nach zwei, drei Jahren klar abgegrenzte Zuständigkeiten und Strukturen gäbe.

Teil der sich neu herausbildenden Strukturen ist Gérard Houllier, der den Rangnick-Coup absolut veredelt. Der 65jährige Franzose Houllier hat eine bewegte und erfolgreiche Karriere als Coach und Verbandsdirektor hinter sich. Französischer Nationaltrainer, UEFA-Cup und FA-Cup-Sieger mit Liverpool, zuletzt bei Aston Villa tätig. Wegen Herzproblemen war er im vergangenen Jahr dort zurück- und kürzer getreten. Seit gestern ist er offizieller Besetzer des neuen Postens des Global Sports Director Red Bull Soccer (Titel können sie bei Red Bull..). Was eine sehr verkleinerte Teilausgabe des früheren Heads of Global Soccer sein dürfte. Internationale Kontakte pflegen und anzapfen, strategische Beratung. Einer, der in kommunikativen Teamstrukturen immer als Ratgeber und Vernetzer ansprechbar ist, ohne dass er allzu aktiv ins operative Geschäft eingreift. Eine ziemlich perfekte Besetzung eines perfekten Postens, wenn es wirklich darum geht, dem in Europa agierenden Rangnick einen international agierenden Begleiter an die Seite zu stellen, der ganz viel Erfahrung einbringt, ohne selbst noch größere Ambitionen zu haben.

Rangnick und Houllier ergeben zusammen so ziemlich genau das, was Beiersdorfer als Head of Global Soccer Red Bull versuchte im Alleingang zu stemmen. Eine Aufgabe, die eigentlich nicht alleine zu stemmen ist. Dass auf diesen Positionen nun nach einem Jahr wieder zwei absolute Experten und Fußballfanatiker sitzen, macht alles in allem ganz viel Sinn. Wenn denn im Hause Red Bull nun tatsächlich einmal alle überzeugt sind, dass es auch dauerhaft dieser zentralen Strukturen braucht, will man aus den globalen Strukturen die maximalen Erfolge ziehen. Zentral werden die Weichen gestellt und lokal mit entsprechenden Leuten die Inhalte beigesteuert und umgesetzt.

Sieht man es so, dann war das vergangene Jahr seit dem Beiersdorfer-Abgang ein absolut verlorenes, denn in der Zeit hat sich dank entsprechender Eigendynamik der Fußball bei Red Bull in Salzburg zu einem unübersichtlichen Kompetenzgerangel (weiter)entwickelt und wurde in Leipzig eine (sportlich) dezentrale Zelle installiert. Und zu dem verlorenen Jahr dürfte noch ein weiteres kommen, denn so lange wird es mindestens dauern, bis das neue Prinzip Rangnick halbwegs entsprechende Strukturen aufgebaut hat und am oberen Rand der Leistungsfähigkeit arbeitsfähig ist.

Wie es bis dahin in Leipzig weitergeht, ist natürlich eine spannende, offene Frage, auf die wohl nur die Zeit eine Antwort weiß. Nicht undenkbar, dass Rangnick Leipzig und Pacult erst einmal weitgehend unbeeinflusst weitermachen lässt und in einem Jahr (egal ob Aufstieg oder nicht) dann größere Umbrüche in Bezug auf die Personalien vor Ort umsetzt. Wie gesagt, viel dürfte auch davon abhängen, was Peter Pacult gerade so von all den Entwicklungen hält..

Fazit: Ich finde es ganz grundsätzlich gut, dass das Vakuum, das der Beiersdorfer-Abgang in den Entscheidungsstrukturen bei Red Bull hinterlassen hat, nun wieder gefüllt wird. Ralf Rangnick und Gérard Houllier scheinen als Doppelspitze mit unterschiedlichen Arbeitsbereichen auch ziemlich perfekt besetzt, wenn man denn Fußballfachwissen als Kriterium nimmt und falls die beiden nicht innerhalb des nächsten Jahres schon wieder auf den nächsten Posten verschoben oder ganz abgeschoben werden. Ein kleiner Beigeschmack bleibt, weil die Entscheidung pro Rangnick als Sportdirektor bei RB Leipzig kurz- oder mittelfristig auch für Unruhe und Umbrüche sorgen wird und Reibereien mit Peter Pacult vorprogrammiert scheinen. Das wiederum kann in Bezug auf die sportlichen Chancen von RB Leipzig in dieser Saison nicht allzu gut sein. Pacult und Rangnick sollten schnell herausfinden, ob sie zumindest dieses eine Jahr zusammen durchstehen wollen. Wenn nicht, dann wäre ein schneller Schnitt sinnvoller als permanente Unruhe, die aus Kompetenzgerangel resultiert.

Es ist nicht so, dass ich Ralf Rangnicks Schaffen immer mit besonderer Sympathie beobachtet hätte (was vor allem mit seinem ganz subjektiv empfundenen öffentlichen Auftreten zu tun hatte), aber fachlich dürfte er über jeden Zweifel erhaben sein und was sein Auge für Spielerverpflichtungen und Teamzusammenstellung angeht, hatte er auch die eine oder andere glückliche Hand. Die Entscheidung für Rangnick ist zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der Unruhe in der Saisonvorbereitung, die transfertechnisch weitestgehend und ohne Rangnicks Zutun gelaufen ist, für RB Leipzig vielleicht nicht optimal, aber für das Gesamtkonstrukt Red Bull und für die mittelfristige Entwicklung bei RB Leipzig bin ich vorsichtig optimistisch, dass die Besetzung zentraler Posten mit Fußballsachverstand positive Auswirkungen auf das sportliche Abschneiden und die Nachhaltigkeit der sportlichen Arbeit haben wird. Wenn denn Rangnick nicht auf irgendeinem Trainerstuhl verheizt wird, bevor er die Entscheidungswege bei Red Bull geordnet hat.

Herzlich Willkommen Ralf Rangnick (und auch Gérard Houllier, der wohl aber mit Leipzig nicht allzu viel zu tun haben wird). Auf Ihre Handschrift bin ich sehr gespannt. Auch wenn bei RB Leipzig der vierte Strategiewechsel in vier Jahren zu warten scheint, erscheint er mir nachvollziehbar und vernünftig und für moderne Fußballphilosophie zu stehen. Und das freut mich dann bei aller entstehender Unruhe doch ein wenig.

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PS: Heute (Montag, 25.06., 12.30Uhr) findet die Pressekonferenz zur neuen Führungsspitze in Salzburg statt. Je nachdem, was es danach noch an spektakulärem oder spekulativen gibt, wird dieser Blogbeitrag noch eine Ergänzung erfahren oder es sogar noch einen neuen Blogbeitrag geben.

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4 Gedanken zu „Ralf Rangnick und Gérard Houllier als neue Spitze bei Red Bull“

  1. Vielleicht noch als Addenda den Link zur PK:
    http://www.redbullsalzburg.at/de/medien/fantv.html

    Dazu noch die Anmerkung, dass es mit Kovac bereits ein prominentes und m.E. auch etwas überraschendes „Opfer“ der Rangnick Verpflichtung gegeben hat. Einen bei RBS II durchaus erfolgreichen Trainer und Red Bull Urgestein der ersten Stunde.

    Auch wenn er von den ganzen RBS Namen der letzten Tage sicher nicht den längsten Hebel hatte, so zeigt das für Salzburg bereits, dass keiner sicher ist. Dort bin ich am ehesten gespannt, wie Rangnick mit den Umstürzlern von Moniz verfahren wird.

    Die nächsten Tage werden jedenfalls auch hier spannend, ich teile deine Einschätzung, dass Rangnick und Pacult eigentlich zwei nicht vereinbare Charaktere sind. Hoffentlich bleibt uns vor allem ersterer lange erhalten.

  2. Ja, das mit Kovac ging echt fix. Hab die Formulierung nicht mehr genau im Kopf, aber glaube, dass es hieß, dass es in Salzburg keine Verwendung mehr für ihn gäbe. Vielleicht taucht er ja heut nachmittag in Leipzig wieder auf. 😉

  3. D.M. hat seinen „Spezi“ mit der Verpflichtung von R.R. in die Schranken gewiesen, es ist die beste Nachricht bezüglich Red Bull Leipzig seit Monaten.
    Sollte Pacult intrigieren, so gäbe es nach Abmahnung etc. sicherlich bald eine kostengünstige Trennung, Geld hat er bisher ja genug verbrannt…
    Bei Pacult hat D.M. wohl seine frühere Einschätzung nun korrigiert, wenn auch sehr spät nach sicherlich reiflicher Überlegung.
    Ein neuer TRAINER kann und muß mit dieser Truppe auch so die Relegation erreichen, ab hier kommen eh die Faktoren Tagesform und Glück ins Spiel.
    Ich wünsche R.R. alles Gute und einen langen Atem, er wird öfter in der Red Bull Arena anzutreffen sein, da bin ich mir sicher.
    Ja, ich bin kein Freund von Pacult, seine Arroganz und Außendarstellung würden mir selbst bei Erfolg übel aufstoßen. Fußball ist die schönste Nebensache der Welt und soll irgendwie verbinden, Pacult spaltet und bringt die Gegner des Projekts zusätzlich in Wallung, das brauche ich nicht. Seine Untertanen soll er bitte mitnehmen, die Kondition der Spieler am Ende eines Spieles war auch nicht so überragend, warum hat zuletzt „Quoten-Bellot“ nicht im Kasten gestanden?

  4. Nachdem ich die Vorstellung mal live sah – [broken Link] – denke ich über einiges anders:

    Kontinuität, wie immer wieder zu lesen ist, welche man einfordert – ok, aber bislang haben wir 2 mal NICHT-Aufstieg sowie Teams, die weder jung sind noch größtenteils aus der Region kommen, richtig?

    Und wenn ich dem künftigen Chef beim Vorstellungsgespräch sage und verspreche auf die Jugend zu setzen und ich dann „Ältere“ von außen hole und mit diesem Team die Vorgabe des Aufstiegs nicht schaffe, dann ist es eben auch gefeuert zu werden.

    2011 sagte Peter Pacult sinngemäß: Den Mißerfolg gab es (Nicht-Aufstieg), wer ist noch da?

    Winter 2012: RBS spielt CL, RBL steht auf Platz 2 oder drunter – RBS sollte ja eines Tages die Zuliefer“forma“ sein für RBL, richtig? 😉

    Wenn die PK der Vorstellung von RR und RS ehrlich war und nicht nur hübsches Wortgeklingel, dürfte PP in Leipzig den Wink mit dem Zaunpfahl (bei seinen Transfers) verstanden haben.

    Wie viele Niederlagen und Unentschieden wird sich PP in Leipzig leisten können bis zur Winterpause?

    Meine laienhafte Prognose: Roger Schmidt darf sich jetzt austoben – macht er seine Arbeit gut, steht in 1, 2 Jahren ein Umzug nach Leipzig an.
    PP hat eine Chance, wenn er sich an das hält, was ursprünglich mal gefordert war und nun von RR und RS umgesetzt werden soll.

    Machen alle das, was ihre Vorgänger taten und damit die Vorgabe nicht erfüllten, werden auch RR, RS, GH usw. wieder abgelöst.
    Sogesehen sind exakt diese Umstrukturierungen der auch großen Namen eine Art von Kontinuität: Die dürfen bleiben, die das tun was mal gefordert und erwünscht war; der Rest GEHT.

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