Geschichten vom Druck

Es wird ein enger Kampf um die Meisterschaft, aber wir müssen und werden das schaffen. Wenn es auf die Zielgerade geht, spüren Kiel und Halle den Druck, den wir die ganze Saison haben. (Pekka Lagerblom, LVZ vom 24.01.2012)

Und jährlich grüßt aus unterschiedlichen Mündern die Räuberpistole vom Druck, den ausgerechnet die underdogbeseelten Gegner von RB spüren sollen. Nehmen wir mal an, der Druck muss für die Konkurrenz ab dem 25. Spieltag ziemlich groß geworden sein, denn da führte RB Leipzig die Tabelle noch an (glaubt man heute gar nicht mehr) und es ging langsam in die entscheidende Saisonphase oder in Pekka Lagerbloms Worten „auf die Zielgerade“:

  • RB Leipzig: 25 Spiele, 58 Pkt., +38 Tore
  • Hallescher FC: 25 Spiele, 57 Pkt., +22 Tore
  • Holstein Kiel: 25 Spiele, 53 Pkt., +30 Tore

Fünf Punkte Vorsprung auf Kiel, immerhin einer auf Halle. Perfekte Ausgangssituation so kurz vor der Crunchtime, wenn dann auch die anderen anfangen zu zittern. Taten sie aber nicht. Ganz im Gegenteil, die einzigen die abfielen, waren die RasenBallsportler selbst. Drei Unentschieden und zwei Niederlagen in den letzten neun Spielen. Nur vier Siege. Kiel im selben Zeitraum sieben Mal und Halle sechs Mal mit dreifachem Punktgewinn. Druck war offensichtlich kein Faktor, der sich gegen die Konkurrenz richtete..

  • Holstein Kiel: 9 Spiele, 22 Pkt., +12 Tore
  • Hallescher FC: 9 Spiele, 20 Pkt., +16 Tore
  • VfL Wolfsburg II: 9 Spiele, 20 Pkt., +9 Tore
  • RB Leipzig: 9 Spiele, 15 Pkt., +3 Tore

Möge man es bis nächstes Jahr nicht wieder vergessen, dass die Konkurrenz nie vor Ehrfurcht erstarren, sondern an der Aufgabe RB immer wachsen wird. Es gibt für die RasenBallsportler nichts geschenkt, auch nicht in der Endphase der Saison. Von niemandem. Das macht es zwar fußballerisch schwieriger, aber bei Erfolg auch ein Stückchen süßer. Kann man ja nächstes Jahr vielleicht mal von kosten.

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