Verbesserungsmöglichkeiten

Vielerlei Worte werden nach dem Heimunentschieden von RB Leipzig gegen Energie Cottbus II verloren. Manche sinniger, manche weniger. Einiges an Plattitüden und Parolen drunter. Aber wie sollte es in dieser Situation, in der die Medien was berichten wollen, das Leben aber weitergehen muss, auch anders sein.

Haken wir zuerst einmal die Äußerung von Daniel Frahn gegenüber dem MDR (broken Link) gleich nach dem Spiel gegen Cottbus als (übermotivierte) Kampfansage im Eifer des unglücklich ausgegangenen Gefechts ab:

Es geht immer weiter. Wir sind immer noch vorne. Am Ende gucken wir auf die Tabelle und werden sehen, dass RB Leipzig oben steht und dann können alle anderen Punkte holen wie sie wollen.

Dann bleibt festzuhalten, dass der Punktverlust bei den Spielern doch eine ziemliche Kerbe ins Selbstbewusstsein geschlagen hat. Ein wenig Ratlosigkeit, versuchte Selbstkritik und vielerlei Formen des Gedanken Machens kann man wahrnehmen, wenn man die Äußerungen aus der Mannschaft interpretieren möchte. Wiederum der Kapitän formuliert daraus resultierend ein Besserungsgelöbnis:

So wie in der zweiten Halbzeit werden wir nicht mehr kicken. (LVZ, 03.04.)

Nun ja, was soll er auch anderes sagen. Vom Gefühl her würde ich behaupten, dass die Spiele in Havelse, Hamburg und Zwickau noch als Ausrutscher empfunden wurden, das (komplett überflüssige) Unentschieden gegen Cottbus aber bei den Beteiligten erst einmal tatsächlich eine ordentliche Wunde hinterlässt. Von daher macht es meiner Meinung nach auch Sinn, wenn Trainer Peter Pacult via Red Bull Audioplayer [broken Link] (01.04.2012) versucht so ein bisschen den Druck vom Kessel der Nachspieltagsdepression zu nehmen:

Es ist an für sich nichts passiert, sondern im Gegenteil, die anderen lassen auch ihre Punkte liegen.

Klar weiß (und sagt) auch Pacult, dass die zweite Hälfte gegen Cottbus ein Desaster war. Genau wie die verlorenen zwei Punkte. Und trotzdem kann es in der aktuellen Situation im Aufstiegskampf nur ein morgen geben und nur ganz wenig gestern. Bisher haben die RasenBallsportler gerade in schwierigen Situationen gezeigt, dass sie Klasse haben. Was eventuell auch der (öffentlich) ruhigen Art eines Peter Pacult nach Rückschlägen geschuldet ist.

Auffällig aber, dass RB Leipzig gegen die zweiten Mannschaften der Liga insgesamt nicht sehr gut aussieht. In neun Spielen, hat man bereits vier Mal nicht gewonnen. Die 17 Punkte (1,89 Punkte pro Spiel) liegen deutlich unter dem Schnitt, den man in den restlichen Spielen ergatterte (2,47). Und mit 1,44 Toren pro Spiel hat man gegen die U23-Teams nur etwas mehr als halb so viele Tore wie in den restlichen Partien erzielt.

Kiel und Halle wirken dagegen in Spielen gegen Profinachwuchsteams recht stabil. Wobei Halle in der Hinrunde in vier Auswärtsspielen drei Mal Unentschieden gespielt hat und in der Rückrunde bisher nur Heimspiele (drei) hatte, die Bilanz des HFC also auch noch leiden könnte. Und Holstein Kiel muss noch drei Mal auswärts antreten, wo sie es insgesamt auch nicht übermäßig gut haben.

Pkt.Pkt./Sp.ToreTore/ Sp.
RB Leipzig (5 H, 4 A)171,8913:61,44:0,67
Hallescher FC (5 H, 4 A)212,3315:61,67:0,67
Holstein Kiel (5 H, 3 A)222,6322:62,75:0,75

 

Pkt.TorePkt./ Sp.Tore/ Sp.
RB Leipzig (9 H, 8 A)4247:162,472,76: 0,94
Hallescher FC (8 H, 8 A)3621:82,251,31:0,5
Holstein Kiel (9 H, 8 A)3231:161,941,82:0,94

 

Das ist natürlich nicht mehr als eine (wenig ausssagekräftige) Spielerei, die sich bis zum Saisonende auch wieder drehen kann. Aber ich wollte es vor dem Spiel bei St.Pauli II am Sonntag wenigstens mal erwähnt wissen..

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