Keine Transfergerüchte: Shoukry, Heidinger

Fast schon irritierend ruhig ist es um eventuelle (Spieler-)Transfers und die entsprechenden Gerüchte im Umfeld von RB Leipzig seit geraumer Zeit geworden. Keine News mehr aus den Tiefen des österreichischen Blätterwaldes, die den einen oder anderen potenziellen Neuzugang ausgraben. Keine deutschen Blätter, die solche Nachrichten entsprechend aufgreifen könnten. Bleibt somit nur die zwei hier im Blog noch nicht im Einzelnen angesprochenen Neuzugänge im Spieler- und im arg bewegten administrativen Bereich kurz zu würdigen. Mal gucken, was dann diesen Sommer noch an Neuzugängen kommt oder eben auch nicht kommt.

Sharif Shoukry (Verpflichtung verkündet [broken Link] am 08.07.2011): Der vorerst wohl letzte Zugang im administrativen Führungsbereich betrifft die Position des Leiters Medien & Kommunikation wie es im RB-Deutsch so schön heißt. Der 35jährige Sharif Shoukry ersetzt den bereits verabschiedeten Enrico Bach. Shoukry hat etwas, was derzeit eine essenzielle Einstellungsvoraussetzung zu sein scheint, einen besonders guten Draht zu Peter Pacult, Coach und wichtigste Persönlichkeit bei RB Leipzig. Der gute Draht resultiert aus einer mehrjährigen Zusammenarbeit der Zwei bei Rapid Wien. Auch bei 1860 München hatten die beiden zuvor schon gemeinsame Erfahrungen im Fußball gesammelt. Nun also RB Leipzig als neue, gemeinschaftliche Station. Ich weiß praktisch nichts über Shoukry. Auf den allerersten Schlag würde ich die Einschätzung in den Foren als ‚unauffällig, aber gut‘ zusammenfassen. Was ja erst mal nicht das schlechteste Zeugnis ist. Mal gucken. Mehr fällt mir dazu derzeit tatsächlich nicht ein.

Sebastian Heidinger (Verpflichtung verkündet [broken Link] am 01.07.2011): Der 25jährige Heidinger kommt von Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld und wurde für die linke Außenbahn verpflichtet. Womit auch das Gerücht um Paul Grischok, der auf dieselbe Position abzielte, als habgehakt gelten dürfte. Heidinger gehört zusammen mit Rechtsverteidiger Christian Müller vom FSV Frankfurt und Rechtsaußen Timo Röttger von Dynamo Dresden zu den hocklassigen Neuzugängen bei RB Leipzig. 2008/2009 gelang im bei Fortuna Düsseldorf in der dritten Liga der Durchbruch. Am Ende der Saison stand der Aufstieg in die zweite Liga, wo er im Folgejahr auf 13 unregelmäßige Einsätze kam. Wegen der fehlenden Perspektiven als Stammspieler wechselte er anschließend zu Arminia Bielefeld, wo er als Teil der vergangenen katastrophalen Arminia-Abstiegs-Saison die Zweitliga-Einsatzbilanz auf 22 Einsätze (insgesamt 35) erhöhte und zu den Leistungsträgern (wenn man das beim abgeschlagenen Tabellenletzten überhaupt sagen kann) gehörte. Hätten ihn nicht zwei Verletzungen aus dem Rennen genommen, wäre er sicherlich auf um die 30 Einsätze gekommen.

Mit Heidinger kommt also ein solider Zweitliga- bis hochklassiger Drittliga-Spieler zu RB Leipzig. Wichtiger als dies noch, dass er mit seiner schnellen, trickreichen und vor allem auch körperlich robusten Art auf Linksaußen eine sehr gute Rolle spielen könnte. Wenn er denn das Duell um den Stammplatz gegen Thiago Rockenbach oder Paul Schinke (je nachdem, wen Peter Pacult als Konkurrenz sieht) gewinnt. In seiner Art wirkt Heidinger seinem Rechtsaußen-Pendant Timo Röttger sehr ähnlich. Beide sind zudem in der Lage auch auf der jeweils anderen Seite zu spielen. Was nach einem dynamischen, flexiblen, torgefährlichen und robusten Flügelspiel klingt. Also alles in allem gut klingt. Bei Arminia Bielefeld schied er ein wenig im Unfrieden, weil er in einem Interview beklagte, dass das schlechte Bild der Arminia ihm den nächsten Karriereschritt erschwere. Was ihm einige Fans übel nahmen und ihm zusammen mit ein, zwei anderen Äußerungen ein eher mieses Image einbrachte. Anderen gilt er vor allem aus seinen Düsseldorfer Tagen aber (im positiven Sinne) als Kampfschwein. Liga 4 ist jedenfalls für Heidinger der Neuanfang, den er noch vor einem Jahr nie und nimmer auf dem Schirm hatte. Wenn er sich dafür motivieren kann, dann wird RB Leipzig viel Freude an ihm haben in den nächsten ein, zwei Jahren. Wenn nicht, dann nicht.

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