Wünsch dir was bei RB Leipzig

Ich wünsche dem Team jetzt im DFB-Pokal einen Bundesligisten oder Zweitligisten. (Tomas Oral nach dem Sachsenpokal-Sieg gegen den Chemnitzer FC, zitiert nach mdr.de [broken Link])

Das ist ein Wunsch, der leicht zu erfüllen ist und bereits aus den Regularien des DFB [broken Link] für seinen Pokalwettbewerb erwächst. Die besagen nämlich, dass alle Bundesligisten und die 14 bestplatzierten Zweitligisten (die Profis) in einen Topf kommen und alle anderen (die’Amateure‘, also die restlichen vier Zweitligisten, die vier bestplatzierten Drittligisten und die Landespokalsieger, zu denen RB Leipzig gehört) in den anderen Topf kommen. Man müsste schlussendlich bei 64 Mannschaften landen, die nun auf 32 Partien verteilt werden und zwar nach dem Losmotto ein Amateur- trifft auf ein Profiteam. Woraus resultiert, dass außer einem Erst- oder Zweitbundesligisten für RB Leipzig in Runde 1 eh niemand in Frage kommt.

Macht also 32 potenzielle Gegner:

  • Borussia Dortmund
  • Bayer Leverkusen
  • Bayern München
  • Hannover 96
  • FSV Mainz
  • 1. FC Nürnberg
  • 1. FC Kaiserslautern
  • Hamburger SV
  • SC Freiburg
  • 1. FC Köln
  • 1899 Hoffenheim
  • VfB Stuttgart
  • Werder Bremen
  • Schalke 04
  • VfL Wolfsburg
  • Borussia Mönchengladbach
  • Eintracht Frankfurt
  • FC St. Pauli
  • Hertha BSC
  • FC Augsburg
  • VfL Bochum
  • SpVgg Greuther Fürth
  • Erzgebirge Aue
  • Energie Cottbus
  • Fortuna Düsseldorf
  • MSV Duisburg
  • 1860 München
  • Alemannia Aachen
  • 1. FC Union Berlin
  • SC Paderborn
  • FSV Frankfurt
  • FC Ingolstadt

Da ist von Ingolstadt bis Bayern, von Paderborn bis Dortmund, vom FSV Frankfurt bis zu Schalke alles dabei was mehr oder auch weniger Rang und Namen hat im deutschen Fußball. Dürfte man es sich etwas detaillierter wünschen als der scheidende Coach bei RB Leipzig Tomas Oral, dann fallen einem natürlich sofort die Ost-Clubs ein.

Cottbus, Union, Aue hätten als Heimspiele alle gleichermaßen ihren Reiz. Cottbus, zwei Zugstunden entfernt schon wegen meiner eigenen Fußballvergangenheit. Union wäre eine schöne Retourkutsche für die diesjährige Testspielabsage und weil sie vom letzten Jahr das Verlieren im DFB-Pokal in der Red Bull Arena (gegen den HFC) gewohnt sind. Und Aue wäre aufgrund ihrer großartigen letzten Saison und ihrer reisefreudigen Anhängerschaft sicherlich auch ein schickes Los. Die Wahrscheinlichkeit einen der drei Vereine zu bekommen, liegt übrigens bereits bei erstaunlichen knapp 10%. Die Wahrscheinlichkeit die Bayern zu bekommen liegt im Übrigen bei ungefähr 3 Prozent und gesetzt den Fall die Bayern und RB Leipzig kommen in die nächste Runde, würde sie nur unwesentlich (im Nachkommabereich) steigen (nur mal so am Rande für Freunde der Stochastik).

Gegen einen Zweitligisten als Wunsch spricht der Zeitpunkt der ersten Pokalrunde am letzten Juliwochenende. Zu diesem Zeitpunkt haben die Zweitligisten bereits zwei Spiele Zeit gehabt, die Sommerpause und die Trainingslager aus den Knochen zu schütteln und Abläufe unter Wettkampfbedingungen zu testen. Da die Regionalliga erst eine Woche nach dem DFB-Pokal startet, läge in der fehlenden Wettkampfpraxis ein erheblicher Nachteil für RB Leipzig. Der ließe sich durch einen Bundesligisten als Gegner ausgleichen, die zum selben Zeitpunkt in die Saison starten wie die Regionalligisten.

Mir persönlich ist es eigentlich wurscht. Klar wäre ein großes Spiel vor ausverkauftem Haus schön, aber der Fokus der kommenden Saison sollte ganz klar auf der Regionalliga und noch ein bisschen auf einer möglichen Wiederholung des Sachsenpokal-Erfolgs (zur erfolreichen DFB-Pokal-Quali) liegen. Der DFB-Pokal ist lediglich nettes Zubrot. Und weil es eben das ist, nehme ich es in allen geschmacklichen Varianten. Das Zubrot sollte jedenfalls nicht dazu führen, dass man nach einem möglichen Sieg gegen einen Bundesligisten die Regionalliga nicht mehr ganz so ernst nimmt – in Analogie zu den Testspielen des vergangenen Sommers.

Anfreunden könnte ich mich aber auch mit dem Wunsch von Ingo Hertzsch, der via heutiger BILD den Hamburger SV als „geniales Los“ bezeichnete. Nunja, bereits nächsten Samstag (11.06.2011) nach der Sportschau (Start 18 Uhr in der ARD) wissen wir mehr.

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9 Gedanken zu „Wünsch dir was bei RB Leipzig“

  1. Ganz klar der HSV, da wäre nicht nur in Leipzig die Hütte voll, auch viele Ex-Spieler könnten es ihrem Ausbildungsverein mal zeigen. Und vielleicht käme auch Didi nochmal vorbei…

  2. Na klar, die Verknüpfung zum HSV hatte ich grad gar nicht so im Kopf. Hertzsch – HSV, klar. Aber dass sich hier ja noch einige andere tummeln oder tummelten, die eine HSV-Vergangenheit haben, war meinem Bewusstsein entschwunden. Na dann gilt das ganze wohl als beschlossen. RBL-HSV, Samstag den 30.07.2011, 18 Uhr, Red Bull Arena. 😉

  3. Im besten Fall nach 5 Spielen, alle zu Hause als Amateur (Finalgegner evtl. schon qualifiziert) wären wir im Europa-Cup! Träumen kann so schön sein, ansonsten wie immer ein sehr lesenswerter Artikel!
    Letztendlich ist mir nach der letzten Saison (fast) jeder Gegner recht, die Red Bull Arena wird definitiv ausverkauft sein…

  4. Europa-Cup? Ausverkauft gegen Paderborn? Nun ja, man muss nur feste dran glauben können.. Eine gute Rolle im DFB-Pokal liegt für RB trotzdem nicht im Bereich des Unmöglichen.

  5. Da hier richtigerweise auf unglückliche Konstellationen verwiesen wird: ein Duell gegen die TSG Hoffenheim wäre auch interessant.

  6. Um ehrlich zu sein, ich bin der Meinung dass maximal gegen Schalke, bvb oder Bayern ausverkauft wäre.. da diese in der Region hier die meisten Anhänger haben. Was ich beim hsv nicht so sehe..da man sich auch nicht auf die riesen Anhängerschaft aus Hamburg verlassen sollte.
    Ein Zweitligaclub aus der Region wäre aber sicherlich auch geil!
    Als bvb Fan hoffe ich einfach mal auf schwarz gelb.. auch wenn ich dann im Stadion nicht wüsste für wen mein Herz schlägt. Da die Chancen aber eh je Verein bei knapp 3% liegen ists am ende aber nur Wunschdenken.

  7. 100% agree mit Union! Danach der HSV, Danach der 1. FC Köln und im Finale Bayern oder Werder- habe ich eine Station vergessen?

    Nun die zu erwartende Realität Ingolstadt und raus. Mehr würde mich wundern. Trotzdem, bis dahin Traummodus on!!!

  8. Die Würfel sind gefallen, WOB kommt. Ehrlich gesagt habe ich da nun gar kein Gefühl für. Einerseits der abgestürzte Meister der, dank Magath, wieder in der Buli angreifen wird, andererseits auch ein „Werksverein“. Die Zuschauerzahl wird stark vom Wetter abhängen – von 14000 bis um die 30000 dürfte alles drin sein.

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